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TaoTeaKing

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Noch mal kurz (stimmt nicht, ist ganz schön lang geworden) zusammengefasst einige grundsätzliche Gedanken zur Lagerung von Puerh.
Die meisten von euch werden das alles schon wissen, aber dem ein oder anderen Neueinsteiger in die Materie könnte das vielleicht eine gute Einstiegshilfe bieten. 

Ich glaube es gibt zwei typische Motivationen sich mit der korrekten Lagerung von Puerh zu beschäftigen. 

  1. Man will dass der Tee den man z.B. jetzt kauft, in ein paar Jahren noch ähnlich gut schmecken wird.
    Lagerung um den Tee vor negativen Veränderungen zu schützen
  2.  Mann will die für Puerh typische „Reifung“ unterstützen, ermöglichen, oder sogar beschleunigen
    Lagerung um positive Veränderungen zu begünstigen

Besonders kompliziert wird das Thema ja, wie ich finde, durch die vielen unterschiedlichen, teils sich ziemlich wiedersprechenden, Standpunkte  die von verschiedenen Experten oder Teetrinkern (siehe letzter Teil) vertreten werden. 

Die beiden wichtigsten Faktoren die es bei all dem jedenfalls immer zu beachten gilt sind… 

  • Luftfeuchtigkeit
  • Temperatur 

So gibt es z.B. in Hong Kong  über das Jahr hin Werte von 17 ~ 28° C, bei einer Luftfeuchtigkeit von 72% bis zu 90%.

Bei mir in der Wohnung (nähe Stuttgart) messe ich selten mehr als 55% Luftfeuchte und ca. ~ 19 bis 22° C  
Entscheidend ist natürlich (logischer Weise) die Luftfeuchtigkeit und Temperatur an dem Ort wo genau der Tee gelagert wird. (Wobei schon mal jetzt zu erwähnen ist, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte.) Die Werte können dabei natürlich innerhalb des Hauses, des jeweiligen Raumes in der Wohnung (Küche ist in der Regel ein schlechter Ort), oder auch nochmal in dem Schrank in dem der Tee liegt variieren. Klimaanlagen, Heizungen, Lüftungsgewohnheiten, Badezimmer etc. können die Faktoren Hitze und Luftfeuchtigkeit beeinflussen. 

Konzentrieren wir uns nun auf Punkt 1. ( = Puerh vor neg. Veränderungen schützen)

Es gibt sozusagen verschiedene Puerh Lager Schulen…

( Wer sich wohl mit Englisch fühlt hier auf TeaDb ebenso ein Text zu den "verschiedenen Schulen"  http://teadb.org/puerh-storage/ )

1. Die „ich mache nichts bzw. nicht viel“ Schule  … bewahrt Bings an einem Ort auf an dem sie vor intensiven Gerüchen geschützt sind, vermeiden Sonnen-Licht, Wasserdampf, extreme Hitze oder Kälte. Machen sich wenig Sorgen. (man beachte: gigantisch großer Unterschied ob dieser Schule in Hong Kong oder in Stuttgart gefolgt wird)  

 2. Die „ich stelle eine Schale Wasser auf Schule“ … wollen ohne viel Aufwand dem austrocknen oder Sauer werden ihres Tee entgegen wirken… (Und ob Puerh wohl wirklich durch zu niedrige Luftfeuchtigkeit mit der Zeit sauer wird? Wer weiss ob das wirklich stimmt oder nur ein Gerücht ist?) 

3. Die „ich verpacke meine Bings luftdicht Schule“ … entweder in Druckverschlussbeutel oder sie versiegeln sie sogar mit einem Vakuumierer/ Folienschweißgerät. 

4. Die "ich bewahre meinen Tee in glasierten, mehr oder weniger luftdichten, Gefäßen auf“ ...und füge vielleicht noch einen Keramik-Tabakbefeuchter hinzu.
(siehe dazu Cwyns Blog

5. Die „ich betreibe einen Wahnsinnsaufwand um meine Bings bei einer bestimmten Luftfeuchtigkeit und bestimmten Temperatur zu lagern“  ...ohne dass sie von Schimmel befallen werden und ohne dass sie durch zu viel Ventilation (soll dem Schimmel entgegenwirken), Luftaustausch an Aroma verlieren. Diese Menschen bauen sich meisstens eine Art „Pumidor“… ein Kühschrank… ein Weinkühler, einer Massanfertigung aus Holz… der Phantasie sind wenig Grenzen gesetzt. 
 

"Storage Wars" - Zitate

Folgende Zitate geben einen guten Einblick in die Diskussion und zeigen wie unterschiedlich die Einschätzungen in der "Szene" sein können: 

Da ist z.B. ein Puerh begeisterter, der sehr viel Zeit in den Bau eines großen aufwändigen „Pumidors“ gesteckt hat… plötzlich überzeugt ist alle Cakes Vakuum versiegeln zu müssen. Er glaubt dass seine Bings, wahrscheinlich, so nimmt er an,  durch die viele Ventilation, die er installiert hat um dem Schimmel entgegenzuwirken, an Geschmack verloren haben.  :winken-traurig:

Zitat

Over the months as I would taste-compare sealed teas to unsealed ones, I eventually became a convert and now nearly all of my teas are sealed up.

LINK: http://listeningtoleaves.blogspot.de/2013/10/new-storage-experiment.html

Wohlgemerkt ging es hier um den Aromaverlust, der sich, angeblich durch zu starke Ventilation eingestellt habe… nicht um Säure.
Dennoch, das Luftdichte verpacken ist bei vielen Puerhtrinkern offensichtlich beliebt… 

Auch @miig bedient sich offenbar laut einem teachat post der nahezu luftdichten „ziploc bags“ :tee_zeitung:

Zitat

 

Well, I am bagging my tea in ziploc bags, but not vaccum-sealing them.

BUT: I live in an area where it is quite dry, so mold is not a danger here, unless one adds humidity. And, I don't expect the teas to mature, just to stay the way they are.
Its just because humidifying the tea would be too much effort for me and I'm not willing to take the risk. If I were to live in a more humid climate, that'd be great, then I'd just put them into crocks and hope for some additional ageing.

 

 

 

 

Während ein uns ebenso hier gut bekannter Teefreund namens @GoldenTurtle schreibt:  :angel:

Zitat

Ich bin mir nicht sicher, ob das nicht von der ich sag mal westlichen Pu-Community ein falscher Rückschluss ist. Ich persönlich denke, die Problematiken haben in dem Bereich viel mehr mit Luftmangel zu tun, gerade z.B. bei luftdichten Aromabags, wo dann aber der mangelnden (Luft-)Feuchtigkeit die Schuld gegeben wird. Auch die säuerliche Note schliesse ich persönlich darauf, und nicht auf eine gewisse (Luft-)Trockenheit. Ich meine, wenn die Bakterien wegen Luftmangel nach ca. einem Jahr oder so luftdicht verpackt zugrunde gehen, ist es ja nur verständlich, wenn sie deswegen sauer werden. ...

 Link zum Faden hier

Dieser (@GoldenTurtle) :P war es auch, der über die hier von Cwyn propagierte Methode:
 

Zitat

Crocks create a microclimate that is slower to react to changes in weather. The lids are loose enough to allow a bit of air in and out. To add humidity, I use a clay pouch button. A pouch button is normally used for keeping loose tobacco or weed at the proper humidity. It consists of a clay disc inside a metal case, you soak the button in water for a half hour or more until the clay inside is soaked, wipe it off and add it to your stash. The humidity lasts around 4-5 days. 

Gerne ausgiebig bei seiner nächsten Teerunde Tränen hat lachen wollen :weinen::trink_tee::yahoo:

Zitat

Ich habe es sicher schon im vergangenen Jahr  drei, vier Mal erwähnt: Bei einem Gespräch über Lagerung hat Menglin vor jeder humidormässigen innergefässlicher Befeuchtung streng abgeraten. Lol, und das Ganze dann auch noch in einem glasierten Gefäss mit Deckel! Muss ich ihr bei der nächsten Teerunde erzählen, ich hoffe dass ein paar andere Teehändler auch noch dabei sind - das gibt ne Gaudi, da werden wahrscheinlich Tränen gelacht.  ... 

Ähnlich kontrovers sind hier die Ansichten, wo sich Marshaln und Karyazen eine deftige Diskussion zum Thema Pro/ Contra  „sealing" vs. „open storage“ geliefert haben :kopfandiewand:

MarshalN :

Zitat

 

I have always advocated storing in environments with minimal air exchange and fully stocked with tea. That's how vendors have always stored their tea - have a small storage space and fill it up with tea, and let nature take its own course. If you thought open storage means blowing air on the cakes with fans, well, that's your own assumption getting in the way. Maybe your friends open storage is flawed because he allowed too much air flow.

 

 

 

 

kyarazen  : 

Zitat

so in reality, in the hands of the hk merchants, they were already unknowingly doing some form of "sealed" storage. the quantities they handled are so large, so many, that every room, warehouse becomes a microcosm of its own. other types of sealing includes storing in ceramic containers, tea caddies,huge flower pots, cupboards, etc.

in the hands of tea drinkers, when quantities become smaller, single cakes sometimes, when it involves a plastic sheet, a shrink wrap, a food grade bag, or some similar material it ends up causing some aversion.

Wie schon an anderer Stelle erwähnt war es auch Marshaln der hier  über die Bedingungen in Deutschland schrieb :fieber:

Zitat

So when I was in Germany, I noticed that the weather was quite warm, but it was very, very dry. It also gets cold rather quickly at night. Of course this is far from desert like climate, but it reminds me of Beijing, where the weather can also be pretty dry and warm. In my experience, places like that produce really badly stored cakes – they literally feel dry when you drink them, and are usually devoid of fragrance and flavour. Heat with too-low humidity is no good – the ones I’ve tried where they have been stored in high heat, low humidity places tend to be really, really nasty.

Und zu guter letzt gibt es da einen Paul aka. TwoDog von White2Tea der es eher gelassen sieht und anmerkt, dass jeder Tee eben, entsprechend seiner Umgebung, ein einzigartiges Ergebnis hervorbringen wird… :frieden:

Zitat

Much of my America stored Pu is in relatively dry conditions (though I take measures to control the humidity around my teas) and those Puer teas are all progressing beautifully. I thought this point was worth dwelling upon, as I personally do not see a point in righteous storage dogma. Puer storage is a means to different outcomes, and I enjoy many of them.

Link: http://www.twodogteablog.com/tag/puer-storage/

 

Wenn man jetzt noch den 2. Ausgangs-Punkt von oben (Puerh zur Reife bringen) beachtet… ergeben sich weitere Fragen… so z.B. kann man durch das vakuum verpacken von Bings diese vielleicht effektiv vor Aromaverlust schützen (ohne dass die Cakes, wie von GoldenTurtle befürchtet sauer werden?), verhindert so allerdings nahezu jegliches altern/reifen? 

Aufgrund der vielen interessanten Fragen die dieses Thema mit sich bringt habe ich mich dazu entschlossen einige Experimente zu machen, unter anderem einen Pumidor zu "bauen" bzw. einen Kühlschrank in einen solchen umzubauen… aber dazu demnächst mehr.  :)

 

8 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Bisher bin ich noch in der Schule 1. Die zwei hat bei mir innerhalb kürzester Zeit die Luftfeuchtigkeit hoch gejagt. Wobei in der Nähe auch ein Aquarium steht.

Die 3. Schule weckt aber auch Interesse, wobei mir das Vakuumiergerät fehlt.

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Ich wollte mal was zum Einpacken sagen. Jede Folie ist unterschiedlich dicht. Ob eine Schicht, zwei oder drei mit Alu dazwischen, quer oder längs verarbeitet, pet oder kaschiert usw...

Also könnte man eine leichte Folie nehmen, die abdichtet aber langfristig doch etwas Dampf durchlässt. Gerade hygroskopische Stoffe schaffen es dadurch Feuchtigkeit zu ziehen, auch bei zwei Lagen mit Alu dazwischen, nach 5 Jahren kann es angezogen haben,,gerade wenn nicht 100 prozent korrekt versiegelt wurde...

Also es kann aussehen wie dicht und doch gewollt auch leicht offen.

Ist natürlich die Frage, wie durstig der Pu selbst schon ist.

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Ich find ja dass du den Blog noch besser "Store Wars" nennen solltest *g*
Krabbi hat voll und ganz recht, und überhaupt sind normale Zip-Tüten alles andre als luftdicht. Vakuumieren empfieht übrigens Hojo.

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Meine Shengs befinden sich einfach in nem Ton Behälter (porös) nicht glasiert usw von Mirka (peter novak usw).

Sind jetzt schon ein paar Monate, Postiv kann ich berichten das ich keinen Schwimmel hab. Und kein Tee Fade geworden wäre. Grade jetzt im Winter (Kalt Trocken , Kalt nass , Heizung) im Wechsel bin ich darum doch sehr Froh.

 

Auch ist ein Cake den ich zb am anfang als ich ihn frisch bekommen hatte doch schon etwas "sanfter" geworden.

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Am 20/11/2015, 21:58:55 , miig sagte:

Vakuumieren empfieht übrigens Hojo.

Der Kerl steht der Fermentation von Tees scheinbar
ähnlich feindlich gegenüber wie unser Rootie. :D

Ihr ollen Grünteenuckler! :lol:

Ne, ne, Grüntee in Ehren, kann schon was verflixt gutes sein. :thumbup:

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Am 20.11.2015, 21:58:55 , miig sagte:

Vakuumieren empfieht übrigens Hojo.

Irgendwo in den Tiefen von teachat gibt es dazu einen Test, das Ergebnis soll auf zehn Jahre circa zwei Jahre hinten nach bleiben. Auch wird die Frage aufgeworfen ob das Vakuumieren nicht eher für sehr feuchte Gegenden sinnvoll ist.

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Das wurde zehn Jahre lang getestet? Glaube ich kaum. Wahrscheinlich eher hochgerechnet, was mMn bei Sheng ein ordentlicher Fehler wäre. Ich persönlich denke, nach 10 Jahre Vakuumlagerung hat man sehr gute Chancen, dass der Sheng sauer wird.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 5 Minuten, GoldenTurtle sagte:

Das wurde zehn Jahre lang getestet? Glaube ich kaum. Wahrscheinlich eher hochgerechnet, was mMn bei Sheng ein ordentlicher Fehler wäre. Ich persönlich denke, nach 10 Jahre Vakuumlagerung hat man sehr gute Chancen, dass der Sheng sauer wird.

Bestimmt wurde keine zehn Jahre getestet, die haben irgend eine Methode zur Hochrechnung gesetzt.

@GoldenTurtlekannst Du mal Deine Ansichten/Dein Wissen zum sauer werden in einem Thread zusammen fassen? Ich finde immer verstreut was, würde mich aber wirklich mal interessieren!

Bearbeitet von Cel
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    • Von Macarona in Macarons und Tee
         0
      Dieses Mal darf ein Uji Kyoto Sencha (6,50 €/100g) von TKK ins Kännchen.
      Dieser ist laut Beschreibung aromatisch nussig-rund mit milden Röstnoten im Nachhall, die Tabelle geht in eine andere Richtung mit mild, fruchtig und frisch.
      Das sind zwei sehr unterschiedliche Beschreibungen, mal gucken welche Richtung ich bei diesem Tee schmecken werde.
       
      Ein Sencha ist meines Wissens nach nur gedämpft und nicht geröstet und deshalb frage ich mich woher die Röstnoten bei einem Sencha herkommen können.
      Hat vermutlich was mit dem Anbau und Pflanzensorte zu tun.
       
      Empfindliche Teesorten wie z. B. Sencha hohle ich für meine Erkundungen frisch aus der Teepack aus dem Kühlschrank, damit diese nicht viel nachlassen wegen nicht so optimaler Lagerung bei z. B. Zimmertemperatur.
       
      Aussehen: Dieser Sencha ist etwas kleinteiliger als der vorherige Einsteiger Japan Sencha und hat auch nicht so große Blattstücke.
      Die Farbe ist intensiv Grün und etwas gelblicher. Es sind ein paar sehr hellgrüne und rotbraune kleine Blattstückchen dabei. Deswegen verwende ich diese mal 2,25g.
       
      Geruch: Fein nach Sencha und etwas nach weißer Schokolade und etwas schwer im Geruch irgendwie.
      Die feuchten Teeblätter riechen wieder nach einer Mischung von Sencha und Houjicha.  Langsam habe ich den Verdacht das mit meinem Kännchen etwas nicht stimmt.
      Den Houjicha habe noch gar nicht in diesem Kännchen aufgebrüht, dass es deswegen so leicht stechend würzig riechen könnte.
       
      Auch dieser Sencha war mir nach nur 1min zu schwach in der Farbe und habe den noch 15 Sekunden ziehen lassen.
      Einige Blattstücke und feine Partikel sind in der Schale gelandet.
      Ausgussfarbe ist ein leicht grünliches gelb
      Feine Aromen Nuancen wie bei Sencha typisch sind ausgeprägt mit einer sehr leichten süße im Hintergrund und etwas gröbere erweitern das Geschmacksspektrum und minimale Astrigentz kommt hervor wenn dem Tee etwas Zeit gegeben wird sich zu entfalten.
      Geht in Richtung Joongjak und hat auch einige Aromen, die ich nicht zuordnen kann.
       
      20Sekunden:  Grünlichere Aufgussfarbe als zuvor und wieder einige Blattstücke und feine Partikel sind in der Schale
      Die gröberen Nuancen habe die Feinen leider etwas überdeckt, ich vermute das es daran liegt,
      dass ich die Blattstücke nicht entfernt habe und der Tee etwas nach gezogen hat als ich den ersten Aufguss getrunken habe.
      Etwas mehr Astrigentz und etwas blumig ist der Tee geworden.
       
      30Sekunden
      Etwas gelblichere Aufgussfarbe als zuvor, kleinere Blattstücke als zuvor und wieder viele kleine Partikel.
      Wieder mehr feine Aromen, etwas Astrigentz und etwas blumig. Die Aromen sind etwas schwächer ausgeprägt
       
      50Sekunden
      Ausgussfarbe weniger intensiv als zuvor und etwas weniger Partikel
      Schmeckt wieder etwas mehr nach Sencha und weniger blumig, minimal grasig und kaum Astrigenz.
      Mehr Feinere als gröbere Nuancen
      Mehr Aromen als zuvor, aber mir noch etwas zu schwach.
       
      1min 20Sekunden
      etwas intensiver von der Ausgussfarbe und weniger Partikel als zu vor
      Grasiger als zu vor und der Geschmack nach grünen Tee hat abgenommen
       
      2min kaum noch Geschmack nach Grüntee und viel grasiger als zuvor, der Tee ist auf jeden Fall schon aufgebraucht.
       
      Ich sollte etwas mehr mit dem Kännchen üben, um weniger Blattstücke im Aufguss zu haben.
      Als Altgastee halbwegs zu gebrauchen mit meiner Aufguss Methode, ich denke bei diesem Tee gibt es noch Optimierungsbedarf.
      Ich würde Geschmacklich den ersten Versuch von dem vorherigen Einsteiger Japan Sencha diesen ersten Versuch mit dem Uji Kyoto vorziehen,
      dieser ist einfacher einzuordnen und geschmacklich eher meins.
      Ich habe mittlerweile gelehrt das der erste Versuch nicht immer die Tees von ihrer besten Seite erkundbar macht.



    • Von Macarona in Macarons und Tee
         3
      Dieses Mal habe ich mir einen einfachen Japanischen Sencha von dem Tee und Feinkostgeschäft aus meiner Nähe vorgenommen.

      Der Sencha kostet 5,40 € pro 100g und stammt laut dem Etikett aus der ersten Ernte und ist feinherb.
      Den habe ich eigentlich als Basis Sencha für Kaltaufgüsse im Sommer vorgesehen, tja jetzt ist schon nasskalter Herbst.

      Ich habe letztens festgestellt das Tees bei 10 Grad Celsius Temperaturunterschied schon sehr unterschiedlich schmecken können, wenn sich geschmacklich etwas geändert hat,
      werde ich es drunter schreiben. Senchas werde ich standardmäßig erst mal mit 60 Grad Celsius aufgießen und später nochmal mit 70 Grad Celsius.
       
      Meine Erwartung an den Sencha ist das es etwas süßlich schmeckt, was bei Senchas mit niedrigerer Temperatur häufig ist.
      Senchas sind in der Regel erst bei höheren Temperaturen herber und nicht mehr süßlich wie ich bei dem einen Japan Sencha von TG festgestellt habe,
      bei dem stand auch 1 min und 90 Grad als Empfehlung drauf.
      Jetzt zurück zu dem aktuellen Sencha bei diesem steht eine Empfehlung von 80Grad und 2-3 min und einen Teelöffel pro Tasse.

      Als Aufgussgefäß verwende ich mein weißes Porzellan Kännchen mit ca. 150ml und das Doppelte an Sencha als für meinen Gaiwan also ca. 2-3g je nach Blattgut.

      Das Aussehen des Blattguts:
      Ziemlich viele große längliche Stücke und auch einiges an kleineren Bruch, keine ganzen Blätter.
      Ein kleines Aststück war auch dabei. Das Blattgut hat eine gute dunkelgrüne Farbe.

      Geruch des trockenen Blattguts:
      Das Blattgut riecht nach feineren grünen Tee mit etwas weißer Schokolade.
      Geruch des Feuchten Blattguts:
      Sehr nach weiße Schokolade mit ein bisschen grünen Tee, etwas Nougat im Hintergrund und irgendwie etwas würzig

      Ich verwende 2,5g, weil das Blattgut nicht ganz so kleinteilig ist und weil es einiges an groben Bruch hat und dadurch wird die Aromen nicht ganz so intensiv wie beim kleinteiliger Tee der eine größere Oberfläche hat über die mehr Aromen ins Wasser übergehen.


      1 Aufguss 1min mit 15 Sekunden, nur 1 min sah mir zu hell aus.
      5 kleinere Blattteile sind beim Gießen rübergekommen und etwas kleinere Partikel sind auch noch in der Schale gelandet.
      Der Tee sieht gelblich und minimal in Richtung orange aus.
      Der Tee schmeckt nach nicht ganz so feinen Grüntee und die weiße Schokoladennote ist sehr im Hintergrund und der Tee ist nur ein bisschen süßlich.
      Erinnert mich an eine Mischung aus Joongjak plus mit ein bisschen Sencha von TG und im Hintergrund weiße Schokolade.
      Die letzten paar Schlucke mit dem Teesatz sind etwas herber

      2. Aufguss 20Sekunden
      etwas intensivere Farbe und mehr kleinen Partikel in der Schale und 3 etwas größere Blattstücke
      fast wie vorher nur minimal herber und grasiger und etwas Astrigentz im Nachhall.

      3. Aufguss 30 Sekunden
      viele kleine Partikel und keine größeren Blattstücke
      Tee ist diesmal geschmacklich etwas gröber und die weiße Schokolade lässt sich nur noch erahnen.
      Sonst wie vorher.

      4. Aufguss 40 Sekunden
      weniger kleine Partikel als zuvor und nur ein gröberes Blattstück
      es geht jetzt in die Richtung als hätte der Tee etwas Feuchtigkeit abbekommen und diese Geschmacksnoten kommen bei den späteren Aufgüssen immer mehr raus in der Regel
      und bei Tees mit Feuchtigkeitsschaden gibt es diese Noten schon bei dem ersten Aufguss.
      Intensität der Aromen hat schon etwas nachgelassen.

      5 Aufguss 1min 20Sekunden
      Die Feuchtigkeits- und Grasnoten sind stärker geworden und der Aufguss schmeckt kaum noch nach Grüntee


      Dieser Tee ist ein interessanter Alltagstee der zwischen Joonjak mit etwas TG Japan Sencha und eigenen Noten ist und später in Richtung Nebeltee geht.
      Ein bisschen mehr Aufmerksamkeit als nur zum nebenher trinken wäre hilfreich, um manche Nuancen nicht zu übersehen.
      Die Nuancen sind aber nicht so fein und kompliziert das diese volle Aufmerksamkeit verlangen



    • Von Macarona in Macarons und Tee
         0
      Neue Erkundung
      Dieses Mal wieder in Japan mit einem gerösteten Bio Houjicha Miyazaki(5,90€/100g) von TKK.

      Der Tee stammt aus der Miyazaki Präfektur auf der Insel Kyushu.
      Dieser Grüntee ist für einen Houjicha leicht geröstet worden, soll demnach zarter als andere Sorten sein, an Karamell erinnern
      und nach der Tabelle mittel kräftig, nussig und würzig sein. Es wird als Alltagstee in Japan getrunken und soll kaum Säure und Koffein enthalten.
       
      Optisch sieht der Tee ziemlich grob aus und enthält auch kleine Ästchen, was laut Beschreiben auch so ist. Die Ästchen tragen vermutlich zum Geschmack bei.
      Die Blattstücke sind ziemlich groß und haben eine grünbraune Färbung.
      Dieser Tee riecht wie ein besonderes Gewürz, wenig nach gerösteten Nüssen, ein Hauch Zimt und Felsenkirschkerne (Machlepi).
      Ich verwende meine Kyusu, weil dieser Tee zu große Blattstücke für ein Gaiwan hat und eine Kyusu für japanischen Tee geeigneter ist.
      2,5g Tee auf 150ml Wasser wird verwendet.
      Ich habe leider kein Messbehälter der hohe Temperaturen aushält, deshalb werde ich das Wasser auswiegen mit meiner Wage. Ich werde den Tee auf beide Schalen abwechselnd aufgießen damit der Tee besser durch gemischt ist und ich nicht in der zweiten Schale einen Tee habe, der etwas länger gezogen hat.
       
      Houjicha benötigt für einen Grüntee eine ungewöhnlich hohe Temperatur die durch die für einen Grüntee starke Röstung bedingt ist und damit sich die Inhaltsstoffe besser lösen.
      85 Grad Celsius 1min es hat eine orange goldene Farbe und viele kleine Partikel von den Blättern drin. Der aufgebrühte Tee riecht fast genau so wie die trockenen blätter riechen nur etwas schwächer.
      Die Feuchten Teeblätter riechen nach dem heißen Bad ziemlich anders irgendwie würzig eher streng und nach einem Moment, wenn dieser eher strenge Geruch verflogen ist, kommt der vorherige Geruch wieder durch.
      Der Tee schmeckt ziemlich geröstet und erinnert mich entfernt nach Holz. Grobe Aromen dominieren und es ist ein bisschen astringent.
      Mich erinnert es an so eine Kräutertaufgussmischung gegen Kopfschmerzen, in der Weidenrinde, Gänsefingerkraut, Mädesüß und einige andere Kräuter drin sind.
       
      85 Grad Celsius 30 Sekunden (die Kyusu ist mir in der zwischen Zeit abgekühlt deshalb 30 statt 15 Sekunden) der Tee ist heller geworden und auch wieder viele kleine Partikel drin. Dieses Mal ist es etwas interessanter geworden, weil die Röstaromen etwas schwächer geworden sind und andere Aromen besser zum Vorschein kommen die eine Mischung aus groben und etwas feineren Aromen sind, die ich noch nicht zuordnen kann. Die Astrigentz ist gleich geblieben. Minimal herb wenn ich sehr darauf achte.
      85 Grad 50 Sekunden ist wieder von der Farbe etwas intensiver geworden, weniger Partikel drin als vorher, weniger Röstaromen als zu vor und die Aromen sind schwächer.
      85 mit 1 ½ min etwas schwächere Farbe und ein bisschen Aromen nach groben Grüntee kommen etwas durch, die anderen Aromen sind schwächer
      85 Grad und 2min eigentlich so wie vorher, Aromen nach groben Grüntee kommen etwas mehr durch und geht in ein bisschen in die Richtung wie ein Grüntee, der etwas feucht gelagert worden ist.
      Aufweitete Aufgüsse verzichte ich, mehr kann ich nicht trinken und so gut ist der Tee auch nicht, dass ich über mein Limit gehe.
       
      Sehr gewöhnungsbedürftiger interessanter Grüntee, leider kamen die Geschmacksnoten, die der Tee laut der Beschreibung haben sollte bei meiner Zubereitung nicht durch.
      Für mich ist dieser Tee als Alltagstee eher weniger geeignet wegen dieses sehr speziellen Geschmack.
       
       



    • Von Macarona in Macarons und Tee
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      Ich habe mein Geschmackssinn an die Teesorten erst mal gewöhnt und deshalb kam keine neue Erkundung.
       
      Diese mal habe ich mir einen Joongjak Tee (6,50 €/100g) vorgenommen, dieser ist aus demselben Teeladen wie der Nebeltee von der letzten Erkundung.
      Dieser Joongjak Tee stammt vom Seogwang Teegarten auf der Insel Jeju, die zu Südkorea gehört und wurde ökologisch angebaut.
      Der Tee stammt aus der 3. Ernte im Sommer und wurde erst gedämpft und dann geröstet.
      Dieser Tee ist laut der Beschreibung auf dem Etikett mild und duftig-frisch. Duftig-frisch kann ich mir nicht so wirklich vorstellen, mal gucken wie der Tee ist.
       
      Dieser Tee hat wenige gebrochene Blätter mit einer intensiven dunkelgrüne Farbe, die etwas ins Grasgrüne geht.
      Der Tee riecht trocken nach gerösteten Haselnüssen/Nougat, Tonkabohnen und ein bisschen Schokolade, nach ein paar Minuten kommt auch ein leichter Geruch von grünem Tee durch, nach dem sich der Geruch verteilt hat. Echt abenteuerlich nach was Tee riechen kann .
       
      Erster Aufguss mit 1,5g, 40Sekunden und 70Grad und ungefiltertes Wasser im Gaiwan.
      Diesen Tee lasse ich kürzer ziehen, weil dieser Tee auch gedämpft ist und diese kürzere Zieh Zeiten benötigen als nur geröstete Sorten.
      Feucht riecht der Tee sehr mild, kaum nach grünen Tee und Haselnüssen. Ich kann diesen Geruch nicht richtig zuordnen.
      Sehr mild, keine herbe und schwach nach grünen Tee. Dieser Tee ist etwas schwach und hat feine Aromen die ich nicht wirklich zuordnen kann minimal in Richtung Kombu. Etwas kleine Schwebeteilchen sind in der Schale
      nächstes Mal sollte ich mit 60 Sekunden anfangen, der Tee ist etwas schwach so.
       
      Zweiter Aufguss 20 Sekunden 65 Grad
      Intensiver als zuvor, milder grüner Tee Geschmack, geht etwas in Richtung Sencha nur ohne diese süßlichen Noten. So in Richtung als hätte ich Nebeltee mit etwas Sencha gemischt und sehr mild aufgebrüht.
      Es kommen mehr feine Aromen zum Vorschein als zuvor, die ich nicht zuordnen kann.
      Hat geschmacklich auch was Eigenes und schmeckt nicht nur nach eine Kombination aus gedämpften und gerösteten Grüntee. Interessante Kombination fein und leicht.
      Etwas Adstrigent, kurzer Abgang und kaum herb.
      Weniger Partikel in der Teeschale als zuvor.
       
      Dritter 40 Sekunden 70Grad milder als zuvor, sonst nichts Neues.
      Vierter 1min 20 Sekunden etwas gröberer Geschmack, etwas mehr in Richtung Nebeltee aber noch sehr mild.
      Fünfter 2min gröberer Geschmack hat etwas zugenommen und eine sehr leichte herbe hat sich dazu gesellt, minimal grasig.
       
      Es ist ein Tee der etwas mehr Aufmerksamkeit braucht, sonst können viele der feinen Aromen nicht bemerkt werden, also wirklich für entspanntes Tee trinken.
      Also eher kein Altagstee für nebenher. 



    • Von Macarona in Macarons und Tee
         0
      Fünfte Erkundung
      Frühling steht kurz bevor und deshalb habe ich mir den Emei Spring von TKK 3,40/100g genommen.
      Dieser Tee ist laut Beschreibung mild, fruchtig, blumig, erfrischend und laut der Tabelle auch noch spritzig.
      Die meisten Tees, die ich habe, sind grüne Tees und deshalb erwähne ich es nicht extra, wenn ich eine andere Art Tee probiere, werde ich es dazu schreiben.
       
      Der Tee hat etwas Bruch, viele Blätter sind bläulich dunkelgrün.
      Riecht etwas nussig mit einer leichten Kaffeenote im Hintergrund, minimal nach diesem typischen Grüntee Geruch . Hatte ich bis jetzt auch noch nicht.
      Ich habe ein paar kleine Stängel Teile gefunden und mal so eins probiert, schmeckt nach etwas nach Kaffee und Kakao im Hintergrund wie ein Kaffeepraline. Interessant, hätte ich nicht gedacht.
      Memo an mich: Sollte mal öfter Tee pur probieren.
      Also bis jetzt habe ich von dem Tee einen anderen guten Eindruck bekommen, als die Beschreibung des Tees vermuten lässt.
       
      1,5g 70g und ca. 80 Sekunden
      Feucht riechen die Teeblätter etwas nach grünen Tee, nussig und etwas nach Kaffee im Hintergrund.
      Viele Schwebeteilchen in der Schale und goldgelbe etwas orange Trassenfarbe.
      Ein bisschen kräftiger Grüntee Geschmack im Hintergrund und etwas nach Kaffee, minimal nach Haselnüssen und Kakao.
      Unter einem Frühlingstee habe ich mir was anderes vorgestellt .
      Keine Herbe, ein bisschen Adstringens im Abgang. Die Kaffeenote bleibt noch etwas länger im Abgang.
      Ich würde den Tee als ein bisschen subtil und komplex beschreiben.
       
      20 Sekunden
      Wieder relativ viele Schwebeteilchen, etwas kräftiger Grüntee Geschmack als zuvor nach einem Augenblick ist es weg. Sonst wie zuvor
      40 Sekunden weniger Schwebeteilchen und ein bisschen kräftiger Grüntee Geschmack sonst wie zuvor.
      1min weniger Aroma insgesamt als zu vor. Mehr Grüntee als zuvor die anderen Aromas sind weniger geworden.
      2min bei 60Grad mal gucken, ob was anderes rauskommt. Ein bisschen grasig, etwas weniger Aroma als zuvor.
       
      Es ist ein interessanter Altgastee, der anders ist, als ich Grüntees bis jetzt kennengelernt habe.
      Langsam Zweifel ich an meine Geschmacksnerven oder ich habe wieder einen seltsamen Tee bekommen.
      Ich hatte ursprünglich vorgehabt diesen Tee, für die Verwendung mit Beeren als Eistee freizugeben.
      Bei dem Geschmacksprofil des Tees, passt, dass für mich nicht so zusammen, dann muss halt ein anderer Tee dafür dann herhalten.



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