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TaoTeaKing

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Nach viel Enthusiasmus hat sich bei mir Ernüchterung breit gemacht. Ich habe viel gelesen und mir Gedanken zum Thema Lagerung gemacht... 
Ich hatte auch große Lust mir so einen Puerh-Kühlschrank einzurichten...  Mein Ziel war es im Kühlschrank  70 % relativer Luftfeuchtigkeit und ca. 25* C zu erreichen. 
Ich habe auch einiges investiert: 

1. Tee (zum Start erst mal bei White2Tea 2x das "education Set" und 2x "Milk, Cream & Allkohol") ich wollte jeden Tee doppelt anschaffen, damit ich einen Bing im Kühlschrank und einen "normal" lagern kann. Gerne wollte ich, für diesen Zweck, noch etwas Tee bei Bannacha bestellen. 
2. ich habe, releativ günstig, einen (neuen!) Kühlschrank auf Ebay ersteigert. 
3. ich habe ein felxibles Heizelement wie man es in Terrarien benutzt gekauft und einen Regler der sowohl Temperatur als auch Feuchtigkeit misst...  (Produkt:  Thermo-/Hygrostat) und der dann gegebenfalls die Geräte ein- oder ausschaltet um die Werte zu regulieren. 
4. Ich habe mich über verschiedene elektronische Zigarrenbefeuchter informiert und mich mit einem in den USA lebenden Menschen ausgetauscht der so einen Puerhkühlschrank, angeblich erfolgreich, betreibt. 

Einige Rückschläge haben mich jedoch so demotiviert, dass ich es erst mal sein lassen werde und meinen Tee lieber in diesen Druckverschlussbeutel lagere, oder in einer Schublade. Grundsätzlich war mein Puerh-Kühlschrankprojekt auch nicht so sehr dafür gedacht um meinen Tee zu beschützen, sondern um zu experimentieren und zu schauen ob sich diese Methode bewährt. Ich hatte nicht vor gleich all meinen Tee dort reinzubauen, vielmehr möglichst jeden Tee doppelt zu kaufen, so dass man in 7+ Jahren einen Vergleichswert gehabt hätte. 

So, nun zu den Gründen warum ich es abgebrochen habe: 

Rückschlag Nr.1: Das Heizkabel hat so abgrundtief stark gestunken, dass ich es gleich wieder zurück geschickt habe. (Sicher kein Grund gleich die Flinte ins Korn zu werfen, es gibt ja viele sichere Heizmöglichkeiten.) 

Rückschlag Nr. 2: Der Kühlschrank stinkt enorm nach "neuem kühlschrank" ... Ich muss bzw. müsse also noch lange warten... Ihn Monate lang weiter auslüften... 

Rückschlag Nr. 3: mit ist bewusst geworden, dass das alles, auch wenn man alles läuft, zeitintensiv ist, und der (auch sehr schöne) Rest meines Lebens fordert auch viel Zeit ein... Ich habe mir überlegt: 

ob Zeitaufwand / Nutzen ... wirklich in einem angemessenen Verhältnis stehen. 

Klar hätte ich gerne dem "Puerh-Lagerwissen"  mit diesem Expirment etwas aussagekräftiges hinzugefügt, hätte es auch spannend gefunden... aber die Zeit reicht gerade mal zum Tee trinken und alle paar Monate mal ein Review schreiben... für weitere Lagerexperimente reicht es vielleicht wieder wenn ich in 40 Jahren "in Rente" gehe.

 

Möchte vielleicht jemand günstig ein Thermo-/Hygrometer kaufen? :lol:

7 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Zitat

für weitere Lagerexperimente reicht es vielleicht wieder wenn ich in 40 Jahren "in Rente" gehe

Wenn, dann musst du das jetzt machen damit du dann in 40 Jahren etwas davon hast.

Zitat

ob Zeitaufwand / Nutzen ... wirklich in einem angemessenen Verhältnis stehen.

Diese Überlegung hatte ich auch schon mal und bin zu dem Schluss gekommen: Lieber jetzt trinken als zu lagern und nicht zu wissen ob und wie der Pu-Erh jemals etwas wird. Und im Sinne der chinesischen Kapitalanlage, mit Gewinnsteigerung erst recht nicht. ;)

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In der Forschung heißt es: "Kein Ergebnis ist auch ein Ergebnis"!
Unter Einbeziehung aller Überlegungen (im Forum) und der von Dir gewonnenen praktischen Erfahrungen, stellt sich die Frage der Kosten-/Nutzen Relation. Und die fällt meiner Meinung nach zu Gunsten von etwa mehr finanziellem Aufwand für bereits in China gelagertem (gereiftem) Pu Erh aus. Zumal die dortigen Lagerbedingungen über die Zeit weiter optimiert werden. :)

Aber nix gegen die Experimentierfreude von Männern im allgemeinen. Die hat neben vielen Fehlschlägen aber auch schon viel an guter technischer und sonstiger Entwicklung gebracht! :excl::winken:

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vor 3 Stunden schrieb Hinner:

Aber danke für den Blog: Ich hatte mir auch mal überlegt, Pu als Kapitalanlage zuzulegen, aber ist nichts geworden. 

Würde ich auch nicht machen - erstens säufst du früher oder später das Meiste wahrscheinlich selber und zweitens wurde der Peak wahrscheinlich bereits überschritten - die Preise sind mit der Ausnahme von ein paar wenigen Orten das erste Mal seit Jahren rückläufig, und was das bedeutet, sollte jedem klar sein, nämlich dass die Investoren-Investitionen darum evtl. in Kürze dramatisch abnehmen werden, und das wiederum bedeutet eine weitere Nachfrage-Reduktion und falls es ganz dick kommt und Investoren den Markt wechseln wollen und jetzt bei guten Preisen noch abstossen wollen, kann es zu einem deutlichen Überangebot und deswegen zu einem noch weiteren Preiszerfall kommen. Meine persönliche Einschätzung.

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Ne ne, Pu als Kapitalanlage anzulegen wäre mir auch nie eingefallen o.O 
Danke euch aber für die Rückmeldung und den sozusagen "Trost" :)
Ich freue mich jetzt darauf in diesem Jahr einfach all meinen Tee (leer) zu trinken... wenn weniger Zeit für Experimente und Wissenschaft drauf geht bleibt ja auch mehr Zeit für den eigentlichen Kern: den Teegenuß. 

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@TaoTeaKing ich finds deine Ansaetze sehr aussichtsreich! 

Klar gibt es Rueckschlaege und besonders aergelich ist das mit dem "Neu-Duft" des Kuehlschranks, aber mit der Zeit sollts sich schon geben, oder? Habe neulich ebenfalls Bilder aus US bekommen von einem Shu und einem Sheng Kuehlschrank, ausgesprochen professionell, exakt wie dein Setting!

Investion in Puerh macht fuer unser eins sicher keinen Sinn, aber gerade um unseren Geldbeutel zu schonen machts Sinn sich heute ein paar bezahlbare Scheiben auf die Seite zu legen und nach vielen Jahren raus zu kramen. Es gibt nicht wenige die sagen, dass junge Puerh nicht zum trinken sind, sondern zum antesten, um eine Kaufentscheidung zu treffen und dann nach 7+ Jahren den Tee zu geniessen.

Uebrigens die Luftfeuchte ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor, schau mal den ersten Fladen an, wurde bei durchschnittlich 70% Feuchte in Nordamerika gelagert und auf der zweiten Colage aus einem meiner Lieblingsteehaeuser mit neuer Niederlassung, ein Langzeitlager Fladen aus den 50'ern der heute zu knapp 80t€ zu haben ist :trink_tee:

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  • Aktuelle Blogeinträge

    • Von Macarona in Macarons und Tee
         0
      Dieses Mal darf ein Uji Kyoto Sencha (6,50 €/100g) von TKK ins Kännchen.
      Dieser ist laut Beschreibung aromatisch nussig-rund mit milden Röstnoten im Nachhall, die Tabelle geht in eine andere Richtung mit mild, fruchtig und frisch.
      Das sind zwei sehr unterschiedliche Beschreibungen, mal gucken welche Richtung ich bei diesem Tee schmecken werde.
       
      Ein Sencha ist meines Wissens nach nur gedämpft und nicht geröstet und deshalb frage ich mich woher die Röstnoten bei einem Sencha herkommen können.
      Hat vermutlich was mit dem Anbau und Pflanzensorte zu tun.
       
      Empfindliche Teesorten wie z. B. Sencha hohle ich für meine Erkundungen frisch aus der Teepack aus dem Kühlschrank, damit diese nicht viel nachlassen wegen nicht so optimaler Lagerung bei z. B. Zimmertemperatur.
       
      Aussehen: Dieser Sencha ist etwas kleinteiliger als der vorherige Einsteiger Japan Sencha und hat auch nicht so große Blattstücke.
      Die Farbe ist intensiv Grün und etwas gelblicher. Es sind ein paar sehr hellgrüne und rotbraune kleine Blattstückchen dabei. Deswegen verwende ich diese mal 2,25g.
       
      Geruch: Fein nach Sencha und etwas nach weißer Schokolade und etwas schwer im Geruch irgendwie.
      Die feuchten Teeblätter riechen wieder nach einer Mischung von Sencha und Houjicha.  Langsam habe ich den Verdacht das mit meinem Kännchen etwas nicht stimmt.
      Den Houjicha habe noch gar nicht in diesem Kännchen aufgebrüht, dass es deswegen so leicht stechend würzig riechen könnte.
       
      Auch dieser Sencha war mir nach nur 1min zu schwach in der Farbe und habe den noch 15 Sekunden ziehen lassen.
      Einige Blattstücke und feine Partikel sind in der Schale gelandet.
      Ausgussfarbe ist ein leicht grünliches gelb
      Feine Aromen Nuancen wie bei Sencha typisch sind ausgeprägt mit einer sehr leichten süße im Hintergrund und etwas gröbere erweitern das Geschmacksspektrum und minimale Astrigentz kommt hervor wenn dem Tee etwas Zeit gegeben wird sich zu entfalten.
      Geht in Richtung Joongjak und hat auch einige Aromen, die ich nicht zuordnen kann.
       
      20Sekunden:  Grünlichere Aufgussfarbe als zuvor und wieder einige Blattstücke und feine Partikel sind in der Schale
      Die gröberen Nuancen habe die Feinen leider etwas überdeckt, ich vermute das es daran liegt,
      dass ich die Blattstücke nicht entfernt habe und der Tee etwas nach gezogen hat als ich den ersten Aufguss getrunken habe.
      Etwas mehr Astrigentz und etwas blumig ist der Tee geworden.
       
      30Sekunden
      Etwas gelblichere Aufgussfarbe als zuvor, kleinere Blattstücke als zuvor und wieder viele kleine Partikel.
      Wieder mehr feine Aromen, etwas Astrigentz und etwas blumig. Die Aromen sind etwas schwächer ausgeprägt
       
      50Sekunden
      Ausgussfarbe weniger intensiv als zuvor und etwas weniger Partikel
      Schmeckt wieder etwas mehr nach Sencha und weniger blumig, minimal grasig und kaum Astrigenz.
      Mehr Feinere als gröbere Nuancen
      Mehr Aromen als zuvor, aber mir noch etwas zu schwach.
       
      1min 20Sekunden
      etwas intensiver von der Ausgussfarbe und weniger Partikel als zu vor
      Grasiger als zu vor und der Geschmack nach grünen Tee hat abgenommen
       
      2min kaum noch Geschmack nach Grüntee und viel grasiger als zuvor, der Tee ist auf jeden Fall schon aufgebraucht.
       
      Ich sollte etwas mehr mit dem Kännchen üben, um weniger Blattstücke im Aufguss zu haben.
      Als Altgastee halbwegs zu gebrauchen mit meiner Aufguss Methode, ich denke bei diesem Tee gibt es noch Optimierungsbedarf.
      Ich würde Geschmacklich den ersten Versuch von dem vorherigen Einsteiger Japan Sencha diesen ersten Versuch mit dem Uji Kyoto vorziehen,
      dieser ist einfacher einzuordnen und geschmacklich eher meins.
      Ich habe mittlerweile gelehrt das der erste Versuch nicht immer die Tees von ihrer besten Seite erkundbar macht.



    • Von Macarona in Macarons und Tee
         3
      Dieses Mal habe ich mir einen einfachen Japanischen Sencha von dem Tee und Feinkostgeschäft aus meiner Nähe vorgenommen.

      Der Sencha kostet 5,40 € pro 100g und stammt laut dem Etikett aus der ersten Ernte und ist feinherb.
      Den habe ich eigentlich als Basis Sencha für Kaltaufgüsse im Sommer vorgesehen, tja jetzt ist schon nasskalter Herbst.

      Ich habe letztens festgestellt das Tees bei 10 Grad Celsius Temperaturunterschied schon sehr unterschiedlich schmecken können, wenn sich geschmacklich etwas geändert hat,
      werde ich es drunter schreiben. Senchas werde ich standardmäßig erst mal mit 60 Grad Celsius aufgießen und später nochmal mit 70 Grad Celsius.
       
      Meine Erwartung an den Sencha ist das es etwas süßlich schmeckt, was bei Senchas mit niedrigerer Temperatur häufig ist.
      Senchas sind in der Regel erst bei höheren Temperaturen herber und nicht mehr süßlich wie ich bei dem einen Japan Sencha von TG festgestellt habe,
      bei dem stand auch 1 min und 90 Grad als Empfehlung drauf.
      Jetzt zurück zu dem aktuellen Sencha bei diesem steht eine Empfehlung von 80Grad und 2-3 min und einen Teelöffel pro Tasse.

      Als Aufgussgefäß verwende ich mein weißes Porzellan Kännchen mit ca. 150ml und das Doppelte an Sencha als für meinen Gaiwan also ca. 2-3g je nach Blattgut.

      Das Aussehen des Blattguts:
      Ziemlich viele große längliche Stücke und auch einiges an kleineren Bruch, keine ganzen Blätter.
      Ein kleines Aststück war auch dabei. Das Blattgut hat eine gute dunkelgrüne Farbe.

      Geruch des trockenen Blattguts:
      Das Blattgut riecht nach feineren grünen Tee mit etwas weißer Schokolade.
      Geruch des Feuchten Blattguts:
      Sehr nach weiße Schokolade mit ein bisschen grünen Tee, etwas Nougat im Hintergrund und irgendwie etwas würzig

      Ich verwende 2,5g, weil das Blattgut nicht ganz so kleinteilig ist und weil es einiges an groben Bruch hat und dadurch wird die Aromen nicht ganz so intensiv wie beim kleinteiliger Tee der eine größere Oberfläche hat über die mehr Aromen ins Wasser übergehen.


      1 Aufguss 1min mit 15 Sekunden, nur 1 min sah mir zu hell aus.
      5 kleinere Blattteile sind beim Gießen rübergekommen und etwas kleinere Partikel sind auch noch in der Schale gelandet.
      Der Tee sieht gelblich und minimal in Richtung orange aus.
      Der Tee schmeckt nach nicht ganz so feinen Grüntee und die weiße Schokoladennote ist sehr im Hintergrund und der Tee ist nur ein bisschen süßlich.
      Erinnert mich an eine Mischung aus Joongjak plus mit ein bisschen Sencha von TG und im Hintergrund weiße Schokolade.
      Die letzten paar Schlucke mit dem Teesatz sind etwas herber

      2. Aufguss 20Sekunden
      etwas intensivere Farbe und mehr kleinen Partikel in der Schale und 3 etwas größere Blattstücke
      fast wie vorher nur minimal herber und grasiger und etwas Astrigentz im Nachhall.

      3. Aufguss 30 Sekunden
      viele kleine Partikel und keine größeren Blattstücke
      Tee ist diesmal geschmacklich etwas gröber und die weiße Schokolade lässt sich nur noch erahnen.
      Sonst wie vorher.

      4. Aufguss 40 Sekunden
      weniger kleine Partikel als zuvor und nur ein gröberes Blattstück
      es geht jetzt in die Richtung als hätte der Tee etwas Feuchtigkeit abbekommen und diese Geschmacksnoten kommen bei den späteren Aufgüssen immer mehr raus in der Regel
      und bei Tees mit Feuchtigkeitsschaden gibt es diese Noten schon bei dem ersten Aufguss.
      Intensität der Aromen hat schon etwas nachgelassen.

      5 Aufguss 1min 20Sekunden
      Die Feuchtigkeits- und Grasnoten sind stärker geworden und der Aufguss schmeckt kaum noch nach Grüntee


      Dieser Tee ist ein interessanter Alltagstee der zwischen Joonjak mit etwas TG Japan Sencha und eigenen Noten ist und später in Richtung Nebeltee geht.
      Ein bisschen mehr Aufmerksamkeit als nur zum nebenher trinken wäre hilfreich, um manche Nuancen nicht zu übersehen.
      Die Nuancen sind aber nicht so fein und kompliziert das diese volle Aufmerksamkeit verlangen



    • Von Macarona in Macarons und Tee
         0
      Neue Erkundung
      Dieses Mal wieder in Japan mit einem gerösteten Bio Houjicha Miyazaki(5,90€/100g) von TKK.

      Der Tee stammt aus der Miyazaki Präfektur auf der Insel Kyushu.
      Dieser Grüntee ist für einen Houjicha leicht geröstet worden, soll demnach zarter als andere Sorten sein, an Karamell erinnern
      und nach der Tabelle mittel kräftig, nussig und würzig sein. Es wird als Alltagstee in Japan getrunken und soll kaum Säure und Koffein enthalten.
       
      Optisch sieht der Tee ziemlich grob aus und enthält auch kleine Ästchen, was laut Beschreiben auch so ist. Die Ästchen tragen vermutlich zum Geschmack bei.
      Die Blattstücke sind ziemlich groß und haben eine grünbraune Färbung.
      Dieser Tee riecht wie ein besonderes Gewürz, wenig nach gerösteten Nüssen, ein Hauch Zimt und Felsenkirschkerne (Machlepi).
      Ich verwende meine Kyusu, weil dieser Tee zu große Blattstücke für ein Gaiwan hat und eine Kyusu für japanischen Tee geeigneter ist.
      2,5g Tee auf 150ml Wasser wird verwendet.
      Ich habe leider kein Messbehälter der hohe Temperaturen aushält, deshalb werde ich das Wasser auswiegen mit meiner Wage. Ich werde den Tee auf beide Schalen abwechselnd aufgießen damit der Tee besser durch gemischt ist und ich nicht in der zweiten Schale einen Tee habe, der etwas länger gezogen hat.
       
      Houjicha benötigt für einen Grüntee eine ungewöhnlich hohe Temperatur die durch die für einen Grüntee starke Röstung bedingt ist und damit sich die Inhaltsstoffe besser lösen.
      85 Grad Celsius 1min es hat eine orange goldene Farbe und viele kleine Partikel von den Blättern drin. Der aufgebrühte Tee riecht fast genau so wie die trockenen blätter riechen nur etwas schwächer.
      Die Feuchten Teeblätter riechen nach dem heißen Bad ziemlich anders irgendwie würzig eher streng und nach einem Moment, wenn dieser eher strenge Geruch verflogen ist, kommt der vorherige Geruch wieder durch.
      Der Tee schmeckt ziemlich geröstet und erinnert mich entfernt nach Holz. Grobe Aromen dominieren und es ist ein bisschen astringent.
      Mich erinnert es an so eine Kräutertaufgussmischung gegen Kopfschmerzen, in der Weidenrinde, Gänsefingerkraut, Mädesüß und einige andere Kräuter drin sind.
       
      85 Grad Celsius 30 Sekunden (die Kyusu ist mir in der zwischen Zeit abgekühlt deshalb 30 statt 15 Sekunden) der Tee ist heller geworden und auch wieder viele kleine Partikel drin. Dieses Mal ist es etwas interessanter geworden, weil die Röstaromen etwas schwächer geworden sind und andere Aromen besser zum Vorschein kommen die eine Mischung aus groben und etwas feineren Aromen sind, die ich noch nicht zuordnen kann. Die Astrigentz ist gleich geblieben. Minimal herb wenn ich sehr darauf achte.
      85 Grad 50 Sekunden ist wieder von der Farbe etwas intensiver geworden, weniger Partikel drin als vorher, weniger Röstaromen als zu vor und die Aromen sind schwächer.
      85 mit 1 ½ min etwas schwächere Farbe und ein bisschen Aromen nach groben Grüntee kommen etwas durch, die anderen Aromen sind schwächer
      85 Grad und 2min eigentlich so wie vorher, Aromen nach groben Grüntee kommen etwas mehr durch und geht in ein bisschen in die Richtung wie ein Grüntee, der etwas feucht gelagert worden ist.
      Aufweitete Aufgüsse verzichte ich, mehr kann ich nicht trinken und so gut ist der Tee auch nicht, dass ich über mein Limit gehe.
       
      Sehr gewöhnungsbedürftiger interessanter Grüntee, leider kamen die Geschmacksnoten, die der Tee laut der Beschreibung haben sollte bei meiner Zubereitung nicht durch.
      Für mich ist dieser Tee als Alltagstee eher weniger geeignet wegen dieses sehr speziellen Geschmack.
       
       



    • Von Macarona in Macarons und Tee
         0
      Ich habe mein Geschmackssinn an die Teesorten erst mal gewöhnt und deshalb kam keine neue Erkundung.
       
      Diese mal habe ich mir einen Joongjak Tee (6,50 €/100g) vorgenommen, dieser ist aus demselben Teeladen wie der Nebeltee von der letzten Erkundung.
      Dieser Joongjak Tee stammt vom Seogwang Teegarten auf der Insel Jeju, die zu Südkorea gehört und wurde ökologisch angebaut.
      Der Tee stammt aus der 3. Ernte im Sommer und wurde erst gedämpft und dann geröstet.
      Dieser Tee ist laut der Beschreibung auf dem Etikett mild und duftig-frisch. Duftig-frisch kann ich mir nicht so wirklich vorstellen, mal gucken wie der Tee ist.
       
      Dieser Tee hat wenige gebrochene Blätter mit einer intensiven dunkelgrüne Farbe, die etwas ins Grasgrüne geht.
      Der Tee riecht trocken nach gerösteten Haselnüssen/Nougat, Tonkabohnen und ein bisschen Schokolade, nach ein paar Minuten kommt auch ein leichter Geruch von grünem Tee durch, nach dem sich der Geruch verteilt hat. Echt abenteuerlich nach was Tee riechen kann .
       
      Erster Aufguss mit 1,5g, 40Sekunden und 70Grad und ungefiltertes Wasser im Gaiwan.
      Diesen Tee lasse ich kürzer ziehen, weil dieser Tee auch gedämpft ist und diese kürzere Zieh Zeiten benötigen als nur geröstete Sorten.
      Feucht riecht der Tee sehr mild, kaum nach grünen Tee und Haselnüssen. Ich kann diesen Geruch nicht richtig zuordnen.
      Sehr mild, keine herbe und schwach nach grünen Tee. Dieser Tee ist etwas schwach und hat feine Aromen die ich nicht wirklich zuordnen kann minimal in Richtung Kombu. Etwas kleine Schwebeteilchen sind in der Schale
      nächstes Mal sollte ich mit 60 Sekunden anfangen, der Tee ist etwas schwach so.
       
      Zweiter Aufguss 20 Sekunden 65 Grad
      Intensiver als zuvor, milder grüner Tee Geschmack, geht etwas in Richtung Sencha nur ohne diese süßlichen Noten. So in Richtung als hätte ich Nebeltee mit etwas Sencha gemischt und sehr mild aufgebrüht.
      Es kommen mehr feine Aromen zum Vorschein als zuvor, die ich nicht zuordnen kann.
      Hat geschmacklich auch was Eigenes und schmeckt nicht nur nach eine Kombination aus gedämpften und gerösteten Grüntee. Interessante Kombination fein und leicht.
      Etwas Adstrigent, kurzer Abgang und kaum herb.
      Weniger Partikel in der Teeschale als zuvor.
       
      Dritter 40 Sekunden 70Grad milder als zuvor, sonst nichts Neues.
      Vierter 1min 20 Sekunden etwas gröberer Geschmack, etwas mehr in Richtung Nebeltee aber noch sehr mild.
      Fünfter 2min gröberer Geschmack hat etwas zugenommen und eine sehr leichte herbe hat sich dazu gesellt, minimal grasig.
       
      Es ist ein Tee der etwas mehr Aufmerksamkeit braucht, sonst können viele der feinen Aromen nicht bemerkt werden, also wirklich für entspanntes Tee trinken.
      Also eher kein Altagstee für nebenher. 



    • Von Macarona in Macarons und Tee
         0
      Fünfte Erkundung
      Frühling steht kurz bevor und deshalb habe ich mir den Emei Spring von TKK 3,40/100g genommen.
      Dieser Tee ist laut Beschreibung mild, fruchtig, blumig, erfrischend und laut der Tabelle auch noch spritzig.
      Die meisten Tees, die ich habe, sind grüne Tees und deshalb erwähne ich es nicht extra, wenn ich eine andere Art Tee probiere, werde ich es dazu schreiben.
       
      Der Tee hat etwas Bruch, viele Blätter sind bläulich dunkelgrün.
      Riecht etwas nussig mit einer leichten Kaffeenote im Hintergrund, minimal nach diesem typischen Grüntee Geruch . Hatte ich bis jetzt auch noch nicht.
      Ich habe ein paar kleine Stängel Teile gefunden und mal so eins probiert, schmeckt nach etwas nach Kaffee und Kakao im Hintergrund wie ein Kaffeepraline. Interessant, hätte ich nicht gedacht.
      Memo an mich: Sollte mal öfter Tee pur probieren.
      Also bis jetzt habe ich von dem Tee einen anderen guten Eindruck bekommen, als die Beschreibung des Tees vermuten lässt.
       
      1,5g 70g und ca. 80 Sekunden
      Feucht riechen die Teeblätter etwas nach grünen Tee, nussig und etwas nach Kaffee im Hintergrund.
      Viele Schwebeteilchen in der Schale und goldgelbe etwas orange Trassenfarbe.
      Ein bisschen kräftiger Grüntee Geschmack im Hintergrund und etwas nach Kaffee, minimal nach Haselnüssen und Kakao.
      Unter einem Frühlingstee habe ich mir was anderes vorgestellt .
      Keine Herbe, ein bisschen Adstringens im Abgang. Die Kaffeenote bleibt noch etwas länger im Abgang.
      Ich würde den Tee als ein bisschen subtil und komplex beschreiben.
       
      20 Sekunden
      Wieder relativ viele Schwebeteilchen, etwas kräftiger Grüntee Geschmack als zuvor nach einem Augenblick ist es weg. Sonst wie zuvor
      40 Sekunden weniger Schwebeteilchen und ein bisschen kräftiger Grüntee Geschmack sonst wie zuvor.
      1min weniger Aroma insgesamt als zu vor. Mehr Grüntee als zuvor die anderen Aromas sind weniger geworden.
      2min bei 60Grad mal gucken, ob was anderes rauskommt. Ein bisschen grasig, etwas weniger Aroma als zuvor.
       
      Es ist ein interessanter Altgastee, der anders ist, als ich Grüntees bis jetzt kennengelernt habe.
      Langsam Zweifel ich an meine Geschmacksnerven oder ich habe wieder einen seltsamen Tee bekommen.
      Ich hatte ursprünglich vorgehabt diesen Tee, für die Verwendung mit Beeren als Eistee freizugeben.
      Bei dem Geschmacksprofil des Tees, passt, dass für mich nicht so zusammen, dann muss halt ein anderer Tee dafür dann herhalten.



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