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Der erste Tee

"Wer den Kopf stets senkt, erkennt keinen Horizont."

Edith Linvers (dt. Schriftstellerin)


Mit welchem Tee fange ich denn nun an? Auf schwarzen, bzw. roten Tee hatte ich mich schon eingestellt. Aber diese Eingrenzung hilft einem nicht weiter, bei der Masse an verschiedenen Sorten, Anbaugebieten, usw. . Die Recherche im Forum brachte mich auch nur bedingt weiter, da die Geschmäcker viel zu verschieden, und die unterschiedlichen Bezugsquellen schier unendlich sind. Was also sollte ich tun? Den Weg über (noch) einen Thread im Forum, in dem ich nach guten Tees frage, wollte ich mir sparen. Nicht nur, dass ich wie gesagt viele verschiedene Meinungen bekäme, nein auch die anderen Forenuser haben derart Fragen schon oft und ausgiebig genug beantwortet.

Glücklicher Weise schien @Terrakotta-Krieger meine Hilflosigkeit zu erahnen. Er kontaktierte mich und nebst ein paar netten Worten empfahl er mir einen bekannten Online Shop aus Neu-Isenburg. Darüber hinaus machte @Terrakotta-Krieger mir eine besonders große Freude, indem er mir seinen ersten Gaiwan inkl. Trinkschalen überließ. Die Teezange konnte damit wieder in der Schublade verschwinden. Zu dem Gaiwan gesellten sich im Übrigen auch noch ein paar Teeproben (roter Tee, Darjeeling und ein Oolong) und die dazu passenden Zubereitungsarten. Abschließend hat er mir noch zwei herbe Schwarztees aus o. g. Shop empfohlen.
Ich muss wohl nicht extra betonen, dass ich @Terrakotta-Krieger für seine Hilfe überaus dankbar bin. Ich tue es an dieser Stelle trotzdem: Danke! :) 

Parallel hatte ich noch beschlossen, ein aktives und scheinbar sehr erfahrenes Forenmitglied mit meinen Fragen zu löchern. Aufgrund der örtlichen Nähe habe ich mich dazu entschlossen @Key nach Tipps und Tricks rund um Schwarztee zu fragen. Dieser ließ sich natürlich nicht lange bitte und stellte mir prompt eine Auswahl zusammen, die es selbstverständlich alle in der Teegasse gibt ;) 
Bestellt habe ich dann einen Assam, einen Darjeeling, einen roten Tee und einen Milky Oolong.

Soweit so gut. Ich hatte nun also eine aus meiner Sicht beachtliche Sammlung von Proben, eine Teezange und einen Gaiwan. Dem Teegenuss sollte nun also nichts mehr im Wege stehen. Terrakotta-Krieger hat mich in weiser Voraussicht noch darauf hingewiesen, dass ich mit dem Gaiwan erst einmal üben sollte. Vorzugsweise mit kalten Wasser. Was soll ich sagen? Der Tipp war Gold wert! Meine erster Schüttversuch endete in einer mittelschweren Überschwemmung. Den Weg in die Trinkschale haben letzten Endes nur wenige Tropfen gefunden. Also gut, Lappen holen, aufwischen, nochmal versuchen. Das Spielchen trieb ich einige Male mit dem immer gleichen Ergebnis. Meine Frau beobachtete mich und kam irgendwann zu dem Schluss, dass ich komplett unfähig sei. Ich wollte ihr an dieser Stelle nicht widersprechen...
Aber was machte ich falsch? In diversen Youtube Videos sah es doch immer so einfach aus: Deckel etwas schräg drauf, Gaiwan und Deckel gut festhalten und dann schütten. Ich konnte den Fehler in der Anwendung nicht finden. Zu allem Überfluss versuchte es meine Frau auch einmal. Ohne auch nur einen Tropfen zu verschütten, füllte Sie das Trinkschälchen mit dem Wasser. Wie hat sie das gemacht, dieses Teufelsweib?! Nach zwei weiteren Demonstrationen meiner Frau bemerkte ich, dass sie wesentlich schneller schüttete als ich. Konnte das der Schlüssel zum Erfolg sein? Ja, das ist der Schlüssel zum Erfolg. So einfach und doch so schwer... Zwar gingen immer noch ein paar Tropfen daneben, aber ich konnte den Gaiwan leeren, ohne den Tisch wieder unter Wasser zu setzen. Endlich, dachte ich. Man reiche mir den Tee, es sollte losgehen.

Mein erster Tee mit dem Gaiwan hat mir direkt die Schuhe ausgezogen. Gar kein Vergleich zum Tee, der mit der Zange zubereitet wird. Der Tee schmeckt wesentlich kräftiger und voller, und genau das macht mich an. Genau das habe ich gesucht. Die Assam Harmutty Goldspitzen waren derart kräftig im Geschmack, dass ich mich auf Anhieb verliebt habe. Das ist doch mal eine Alternative zu meinem schwarzen Kaffee!
Aber auch die anderen schwarzen, bzw. roten Tees waren sehr lecker. Allerdings war der Assam mein Favorit. Die Darjeelings waren selbstverständlich gut, aber trotz unterm Strich waren sie mir zu lieb. Klar, ich kann sie höher dosieren, womit sie natürlich auch wesentlich kräfter werden, aber der Assam hatte die Nase vorn. Roter Tee hat dagegen einen Geschmack, der in eine ganz andere Richtung geht. Anders, aber trotzdem lecker. Alle drei Richtungen sagten mir zu, aber Darjeelings würde ich wohl vorerst noch hinten anstellen.
Als Schmankerl hatte ich zum einen noch den Milky Oolong und eine Oolong Probe (Tie Guan Yin) von @Terrakotta-Krieger. Der Milky Oolong war vielleicht nicht die beste Wahl. Geschmacklich erinnerte er mich Kohl, woran auch die mehrere Aufgüsse nichts änderten. Er duftete wirklich lecker, aber der geschmacklich konnte er mir nicht überzeugen. Dachte ich mir doch, dass ich wohl ein Schwarzteetrinker werde. Für die gute Wahl zum Einstieg klopfte ich mir (gedanklich) auf die Schulter. Doch dann probierte ich den Oolong von Terrakotta-Krieger und war überrascht, wie lecker Oolong sein kann. Bestimmen konnte ich den Geschmack noch nicht, dafür waren meine Geschmacksnerven einfach noch zu grob. Aber mit jedem Aufguss schmeckte mir dieser Oolong besser. Das gedankliche Schulterklopfen nahm ich wieder zurück. Auf einmal wollte ich mich nicht mehr nur auf Schwarztee beschränken. Wieso auch? Es gibt doch so viele verschiedene Tees. Und ich will sie alle probieren. Denn:

Wer den Kopf stets senkt, erkennt keinen Horizont.

 



2 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Ich hatte mich auch am Anfang auf Chin. Grüntees festgefahren, und wollte nichts anderes trinken ;) . Wie sich herausstellte ein Fehler. Danke für den Beitrag :thumbup:  

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    • Von Macarona in Macarons und Tee
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      Neue Erkundung
      Dieses Mal wieder in Japan mit einem gerösteten Bio Houjicha Miyazaki(5,90€/100g) von TKK.

      Der Tee stammt aus der Miyazaki Präfektur auf der Insel Kyushu.
      Dieser Grüntee ist für einen Houjicha leicht geröstet worden, soll demnach zarter als andere Sorten sein, an Karamell erinnern
      und nach der Tabelle mittel kräftig, nussig und würzig sein. Es wird als Alltagstee in Japan getrunken und soll kaum Säure und Koffein enthalten.
       
      Optisch sieht der Tee ziemlich grob aus und enthält auch kleine Ästchen, was laut Beschreiben auch so ist. Die Ästchen tragen vermutlich zum Geschmack bei.
      Die Blattstücke sind ziemlich groß und haben eine grünbraune Färbung.
      Dieser Tee riecht wie ein besonderes Gewürz, wenig nach gerösteten Nüssen, ein Hauch Zimt und Felsenkirschkerne (Machlepi).
      Ich verwende meine Kyusu, weil dieser Tee zu große Blattstücke für ein Gaiwan hat und eine Kyusu für japanischen Tee geeigneter ist.
      2,5g Tee auf 150ml Wasser wird verwendet.
      Ich habe leider kein Messbehälter der hohe Temperaturen aushält, deshalb werde ich das Wasser auswiegen mit meiner Wage. Ich werde den Tee auf beide Schalen abwechselnd aufgießen damit der Tee besser durch gemischt ist und ich nicht in der zweiten Schale einen Tee habe, der etwas länger gezogen hat.
       
      Houjicha benötigt für einen Grüntee eine ungewöhnlich hohe Temperatur die durch die für einen Grüntee starke Röstung bedingt ist und damit sich die Inhaltsstoffe besser lösen.
      85 Grad Celsius 1min es hat eine orange goldene Farbe und viele kleine Partikel von den Blättern drin. Der aufgebrühte Tee riecht fast genau so wie die trockenen blätter riechen nur etwas schwächer.
      Die Feuchten Teeblätter riechen nach dem heißen Bad ziemlich anders irgendwie würzig eher streng und nach einem Moment, wenn dieser eher strenge Geruch verflogen ist, kommt der vorherige Geruch wieder durch.
      Der Tee schmeckt ziemlich geröstet und erinnert mich entfernt nach Holz. Grobe Aromen dominieren und es ist ein bisschen astringent.
      Mich erinnert es an so eine Kräutertaufgussmischung gegen Kopfschmerzen, in der Weidenrinde, Gänsefingerkraut, Mädesüß und einige andere Kräuter drin sind.
       
      85 Grad Celsius 30 Sekunden (die Kyusu ist mir in der zwischen Zeit abgekühlt deshalb 30 statt 15 Sekunden) der Tee ist heller geworden und auch wieder viele kleine Partikel drin. Dieses Mal ist es etwas interessanter geworden, weil die Röstaromen etwas schwächer geworden sind und andere Aromen besser zum Vorschein kommen die eine Mischung aus groben und etwas feineren Aromen sind, die ich noch nicht zuordnen kann. Die Astrigentz ist gleich geblieben. Minimal herb wenn ich sehr darauf achte.
      85 Grad 50 Sekunden ist wieder von der Farbe etwas intensiver geworden, weniger Partikel drin als vorher, weniger Röstaromen als zu vor und die Aromen sind schwächer.
      85 mit 1 ½ min etwas schwächere Farbe und ein bisschen Aromen nach groben Grüntee kommen etwas durch, die anderen Aromen sind schwächer
      85 Grad und 2min eigentlich so wie vorher, Aromen nach groben Grüntee kommen etwas mehr durch und geht in ein bisschen in die Richtung wie ein Grüntee, der etwas feucht gelagert worden ist.
      Aufweitete Aufgüsse verzichte ich, mehr kann ich nicht trinken und so gut ist der Tee auch nicht, dass ich über mein Limit gehe.
       
      Sehr gewöhnungsbedürftiger interessanter Grüntee, leider kamen die Geschmacksnoten, die der Tee laut der Beschreibung haben sollte bei meiner Zubereitung nicht durch.
      Für mich ist dieser Tee als Alltagstee eher weniger geeignet wegen dieses sehr speziellen Geschmack.
       
       



    • Von Macarona in Macarons und Tee
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      Ich habe mein Geschmackssinn an die Teesorten erst mal gewöhnt und deshalb kam keine neue Erkundung.
       
      Diese mal habe ich mir einen Joongjak Tee (6,50 €/100g) vorgenommen, dieser ist aus demselben Teeladen wie der Nebeltee von der letzten Erkundung.
      Dieser Joongjak Tee stammt vom Seogwang Teegarten auf der Insel Jeju, die zu Südkorea gehört und wurde ökologisch angebaut.
      Der Tee stammt aus der 3. Ernte im Sommer und wurde erst gedämpft und dann geröstet.
      Dieser Tee ist laut der Beschreibung auf dem Etikett mild und duftig-frisch. Duftig-frisch kann ich mir nicht so wirklich vorstellen, mal gucken wie der Tee ist.
       
      Dieser Tee hat wenige gebrochene Blätter mit einer intensiven dunkelgrüne Farbe, die etwas ins Grasgrüne geht.
      Der Tee riecht trocken nach gerösteten Haselnüssen/Nougat, Tonkabohnen und ein bisschen Schokolade, nach ein paar Minuten kommt auch ein leichter Geruch von grünem Tee durch, nach dem sich der Geruch verteilt hat. Echt abenteuerlich nach was Tee riechen kann .
       
      Erster Aufguss mit 1,5g, 40Sekunden und 70Grad und ungefiltertes Wasser im Gaiwan.
      Diesen Tee lasse ich kürzer ziehen, weil dieser Tee auch gedämpft ist und diese kürzere Zieh Zeiten benötigen als nur geröstete Sorten.
      Feucht riecht der Tee sehr mild, kaum nach grünen Tee und Haselnüssen. Ich kann diesen Geruch nicht richtig zuordnen.
      Sehr mild, keine herbe und schwach nach grünen Tee. Dieser Tee ist etwas schwach und hat feine Aromen die ich nicht wirklich zuordnen kann minimal in Richtung Kombu. Etwas kleine Schwebeteilchen sind in der Schale
      nächstes Mal sollte ich mit 60 Sekunden anfangen, der Tee ist etwas schwach so.
       
      Zweiter Aufguss 20 Sekunden 65 Grad
      Intensiver als zuvor, milder grüner Tee Geschmack, geht etwas in Richtung Sencha nur ohne diese süßlichen Noten. So in Richtung als hätte ich Nebeltee mit etwas Sencha gemischt und sehr mild aufgebrüht.
      Es kommen mehr feine Aromen zum Vorschein als zuvor, die ich nicht zuordnen kann.
      Hat geschmacklich auch was Eigenes und schmeckt nicht nur nach eine Kombination aus gedämpften und gerösteten Grüntee. Interessante Kombination fein und leicht.
      Etwas Adstrigent, kurzer Abgang und kaum herb.
      Weniger Partikel in der Teeschale als zuvor.
       
      Dritter 40 Sekunden 70Grad milder als zuvor, sonst nichts Neues.
      Vierter 1min 20 Sekunden etwas gröberer Geschmack, etwas mehr in Richtung Nebeltee aber noch sehr mild.
      Fünfter 2min gröberer Geschmack hat etwas zugenommen und eine sehr leichte herbe hat sich dazu gesellt, minimal grasig.
       
      Es ist ein Tee der etwas mehr Aufmerksamkeit braucht, sonst können viele der feinen Aromen nicht bemerkt werden, also wirklich für entspanntes Tee trinken.
      Also eher kein Altagstee für nebenher. 



    • Von Macarona in Macarons und Tee
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      Fünfte Erkundung
      Frühling steht kurz bevor und deshalb habe ich mir den Emei Spring von TKK 3,40/100g genommen.
      Dieser Tee ist laut Beschreibung mild, fruchtig, blumig, erfrischend und laut der Tabelle auch noch spritzig.
      Die meisten Tees, die ich habe, sind grüne Tees und deshalb erwähne ich es nicht extra, wenn ich eine andere Art Tee probiere, werde ich es dazu schreiben.
       
      Der Tee hat etwas Bruch, viele Blätter sind bläulich dunkelgrün.
      Riecht etwas nussig mit einer leichten Kaffeenote im Hintergrund, minimal nach diesem typischen Grüntee Geruch . Hatte ich bis jetzt auch noch nicht.
      Ich habe ein paar kleine Stängel Teile gefunden und mal so eins probiert, schmeckt nach etwas nach Kaffee und Kakao im Hintergrund wie ein Kaffeepraline. Interessant, hätte ich nicht gedacht.
      Memo an mich: Sollte mal öfter Tee pur probieren.
      Also bis jetzt habe ich von dem Tee einen anderen guten Eindruck bekommen, als die Beschreibung des Tees vermuten lässt.
       
      1,5g 70g und ca. 80 Sekunden
      Feucht riechen die Teeblätter etwas nach grünen Tee, nussig und etwas nach Kaffee im Hintergrund.
      Viele Schwebeteilchen in der Schale und goldgelbe etwas orange Trassenfarbe.
      Ein bisschen kräftiger Grüntee Geschmack im Hintergrund und etwas nach Kaffee, minimal nach Haselnüssen und Kakao.
      Unter einem Frühlingstee habe ich mir was anderes vorgestellt .
      Keine Herbe, ein bisschen Adstringens im Abgang. Die Kaffeenote bleibt noch etwas länger im Abgang.
      Ich würde den Tee als ein bisschen subtil und komplex beschreiben.
       
      20 Sekunden
      Wieder relativ viele Schwebeteilchen, etwas kräftiger Grüntee Geschmack als zuvor nach einem Augenblick ist es weg. Sonst wie zuvor
      40 Sekunden weniger Schwebeteilchen und ein bisschen kräftiger Grüntee Geschmack sonst wie zuvor.
      1min weniger Aroma insgesamt als zu vor. Mehr Grüntee als zuvor die anderen Aromas sind weniger geworden.
      2min bei 60Grad mal gucken, ob was anderes rauskommt. Ein bisschen grasig, etwas weniger Aroma als zuvor.
       
      Es ist ein interessanter Altgastee, der anders ist, als ich Grüntees bis jetzt kennengelernt habe.
      Langsam Zweifel ich an meine Geschmacksnerven oder ich habe wieder einen seltsamen Tee bekommen.
      Ich hatte ursprünglich vorgehabt diesen Tee, für die Verwendung mit Beeren als Eistee freizugeben.
      Bei dem Geschmacksprofil des Tees, passt, dass für mich nicht so zusammen, dann muss halt ein anderer Tee dafür dann herhalten.



    • Von Macarona in Macarons und Tee
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      Vierte Tee Erkundung
      Dieses Mal habe ich mir einen Nebeltee 4,90€/100g von einem lokalen Feinkostladen vorgenommen.
      Ist eher ein Feinkostladen mit intrigierten Teeladen.
       Die Tees werden dort schon verpackt verkauft und die großen Teeboxen sind im Lager. 
      Ich habe als ich den Tee gekauft habe, das Personal Tee abpacken gesehen. 
      Die Teeboxen sind aus Metall und zylindrisch und der Tee befindet sich in einer dickeren Plastiktüte, diese wird nach dem Abfüllen nahe am Tee zugedreht, um weniger Luft an den Tee zu lassen.
       
      Zu dem Tee habe ich nur die Information das der Tee aus China stammt, aromatisch süßlich sein soll und für Grüntee Einsteiger geeignet ist.
      Auf der Verpackung steht, dass der Tee mit 70Grad aufgegossen wird.
      Ich mal rumgeguckt und bei anderen Teeläden wird Nebeltee auch als lieblich zart blumig beschrieben, selten als fruchtig.
      Riecht trocken nach grünen Tee, ohne eine spezielle Note zu haben.
      Der Tee hat wenige gebrochene Blätter.
      Ich versuche den Tee erstmal ohne gefiltertes Wasser.
      Die Fotos sind: der Tee trocken, feucht im Gaiwan und der erste Aufguss.
       
      Gaiwan mit 80Grat Wasser einige Minuten vorgewärmt.
      Habe den Tee mit 1,5g bei  70grat Celsius für 1 min aufgegossen
      Feucht riecht es nach feuchten grünen Tee ohne spezielle Noten.
      Der Tee hat etwas Schwebeteilchen drin welche beim Abgießen in der Schale landen.
      Schmeckt angenehm nach aromatischen etwas kräftigen grünen Tee mit minimal herbe im Hintergrund. Ein bisschen in Richtung frisch. 
      Etwas interessant, kurzer Abgang. Andere Richtung als Sencha den ich als subtiler, feiner und süßlicher empfinde. 
      30 Sekunden
      jetzt ist der Tee etwas Adstringent geworden und keine Herbe mehr im Hintergrund. Etwas Kräftig.
      Minimal grasig und etwas das ich nicht einordnen kann, so fein nebenher, in Richtung Kamille. 
      Etwas mehr Schwebeteilchen.
      50 Sekunden
      kurz am Anfang etwas grasig was nach einem Augenblick weg ist. Sonst wie zuvor
      70Sekunden
      grasiger als zuvor, kräftiger, ist auch nach einem Augenblick weg.
      1min viel weniger Aroma als zuvor.
      3min  etwas grasig, wenig herb, irgendwie würzig kräftig.

      Allgemein finde ich den Tee geschmacklich ganz brauchbar als Alltagstee.  Schmeckt mir gut.
      Ich werte die Tees nicht so stark, weil ich noch kaum Erfahrung habe und mir Vergleichswerte fehlen. 
       



    • Von Macarona in Macarons und Tee
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      Die heutige Tee Reise verschlägt mich nach China genauer gesagt in die Provinz Guangxi mit dem Yin Xiang Tee von TKK ( 4,50€/100g).
      Von der Beschreibung her ist der Tee für mich ziemlich interessant, es steht dabei, dass es ein fruchtiges Aroma mit zarter Aprikosennote haben soll .
      ich habe noch nie einen fruchtigen grünen Tee gehabt, mal gucken wie der mir schmecken wird.
      Ich frage mich gerade, ob ich die Aprikosennote zuordnen kann, weil ich noch keine gegessen habe.
       
      Die Parameter sind dieses Mal 1,5g bei 70Grad mit 60/15/20/40/60
      Von den Teeblättern sehen viele heile aus und es ist wenig Bruch dabei, manche sind relativ klein zusammen geknüllt.
      Der Tee riecht trocken sehr angenehm nach grünen Tee mit einem Hauch Fruchtigkeit im Hintergrund.
      Wenn die Teeblätter nass sind, riecht es nach weißer Schokolade mit ein bisschen Blumenfeld. 
       
      Erster Aufguss schmeckt etwas herb, aber anders herb als dieser Manjolai den ich vorher hatte.
      Bzw. die Schale, in der ich den Rest gegossen habe, weil die andere voll war. Habe sozusagen mit dem Bodensatz angefangen .
      Die Tee aus der anderen Schale war kaum herb und sehr mild. Ich vermute das ich den Tee selbst für mich zu schwach aufgegossen habe.
      Jedenfalls adstringierender als die beiden davor.
      Was mir auch noch aufgefallen ist, das der Tee beim ersten Aufguss leicht gelb war und beim zweiten die Farbe etwas intensiver ist und etwas grünlicher.
       
      Der zweite Aufguss war schon besser von der Intensität her 
      Bodensatz-Schale wieder herb und die andere Schale auch sanft mild aber nicht so mild wie der Sencha den ich als Erstes hatte.
      Von fruchtig noch keine Spur, ich sollte diesen Tee vielleicht anders aufgießen.
      Ich habe zwei bräunliche Blattteile entfernt als ich die gesehen habe.
       
      Mal kurz nicht aufgepasst und schon zieht der Tee 2 min , wenigstens habe ich von diesem Tee 50g und nicht nur 4,2g.
      Hui, die Bodensatz-Schale, war sehr herb und die andere minimal herb und intensiv, andere Geschmacksnoten kamen gefühlt nicht dazu.
       
      Nach 40 Sekunden für den 4. Aufguss schmeckt es etwas nach nassen Gras.
      Ich denke, ich brauche für diesen Tee andere Parameter 🤔.
      Diesen Tee muss ich nochmal probieren, um mir ein geschmackliches Bild davon zu machen. 
       
       
       
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    • Von chenshi-chinatee
      Hallo zusammen!
      Hier knapp zusammengefasst:
      Nur diesen Sonntag gibt es 12% auf alles mit den Gutscheincode "cloudySUNDAY"  auf www.chenshi-chinatee.de
      *Psst! gilt auch für Kannen 🤐
    • Von goza
      Mountain Stream Teas hat immer mal wieder Sample Packs im Angebot, um ihre Pear Mountain (= Lishan) Oolongs anhand verschiedener Jahreszeitenpflückungen näher untersuchen zu können, inwiefern sich die Tees unterscheiden und entwickeln.
      Ich kenne die jährlich neu aufgesetzte Frühlingspflückung („Spring Pick“) bereits als einen günstigen, guten Alltagstee, extrem unkompliziert in verschiedenen Zubereitungsarten und einfach eine „sichere Bank“.
      Anfang des Jahres hatte ich mir dann mal ein Set bestehend aus den 2019er Pflückungen aus 3 Jahreszeiten bestellt: neben der Frühlingspflückung waren 2 Herbstpflückungen, die dazu unterschiedlich stark oxidiert sind, und eine Winterpflückung enthalten.
       
      Spring Pick:
      Dieser Tee ist schnörkellos und sicherlich kein Überflieger, aber das muss und kann er auch nicht sein; die leckere Einfachheit hat auch etwas für sich. Die trockenen Blätter duften nach Orange, aufgegossen wird meine Erwartung an den floral-vegetabilen Duft eines Blumenladens nicht enttäuscht. Anklänge von Gewürzen kann ich erkennen, süß und aromatisch. Im Mund breitet sich die Blumigkeit cremig über Zunge und Gaumen aus. Sehr süß, mit Milchschokolade und etwas Brot im Abgang. Weitere Aufgüsse betonen vegetabile, Brot- und Maronen-Noten und eine leichte Säure. Je später und länger die Aufgüsse, desto mehr kommt die Oxidation im Geschmack zum Tragen, erdig und mit etwas Waldhonig.
       
      Fall Pick A:
      zunächst mal, was die Webseite zu den zwei Herbst-Pflückungen sagt:
      „Fall Pick A is an easy to brew lighter oxidized oolong whose buttery florals are rich, subtle, long-lasting and great for grandpa/western style brewing. Fall Pick B is more oxidized with stronger, richer, deeper buttery flavors in the up front with more of the heat of the fall pick, but with less of the floral aftertaste of the Fall Pick A.“
      Schon zu Beginn ist der Tee äußerst süß und zuckrig, im Geruch dominiert zwar eine florale Note, leicht säuerlich mit Essig, im Geschmack interpretiere ich aber eher eine helle Fruchtigkeit, die sich erst wieder im Abgang in duftende Rosen wandelt. Interessant, dass da der Geruch der trockenen Blätter eher etwas maritimes, muscheliges und waldiges hatte. Geschmacklich kommen milde, leicht metallische Schwarztee-Noten hinzu. Das abgerundete Geschmackbild wird getragen von Sahnigkeit und die weiteren Aufgüsse tendieren dann zu grasigen, kräuterigen Aromen – u.a. Minze und auch Zimt -, stets begleitet von der Blumigkeit.
       
      Fall Pick B:
      Die stärkere Oxidierung (deren konkrete Höhe leider nicht genannt wird) ist sofort spürbar. Der Tee ist trotz seiner Blumigkeit des ersten Aufgusses würziger und leicht erdig. Im Geruch blumig-süß mit viel umami, kräftiger Brühe und Früchten, appetitanregend; die trockenen Blätter waren da noch würzig-kräuterig. Das Mundgefühl ist zwar immer noch samtig, jedoch bei weitem nicht so stark wie Fall Pick A. Mit jedem weiteren Aufguss entfernt sich die Charakteristik vom zarten grünen Oolong und wird kräftiger und strenger. Im Nachgeschmack bleiben Noten von gerösteten Kaffeebohnen und die Spritzigkeit von Zitronenlimonade.
       
      Winter Pick:
      Der Tee wurde zu ca. 25% oxidiert. Die trockenen Blätter verströmen den starken Duft nach Lavendel, aufgegossen ist er leicht floral mit Gewürzen. Die Blumigkeit zeigt sich im Aroma zunächst nur mild, und nimmt dann erst im Abgang stärker zu. Vegetabile, mild-süße Cremigkeit dominiert den grundsätzlichen Charakter des ersten Aufgusses. Ist da nicht auch ein Hauch Popcorn zu spüren, und im Abgang Tabak? Im Gegensatz zu den anderen Tees haben die weiteren Aufgüsse eine höhere Konstanz, und es gesellt sich noch eine prickelnde Säure hinzu.
       
      Fazit:
      Interessant wie die Tees jeder für sich stehen, aber eine gewisse Ähnlichkeit dann doch wieder nicht verbergen können. Die Tees präsentieren sich wie die Jahreszeiten selbst: sprießender Frühling, kräftiger Sommer, und ein zu Ruhe kommender Winter.
      Die Tees leben grundsätzlich von einem aromatischen ersten Aufguss, weitere Aufgüsse nach Gongfu sind zwar gut, fallen aber stark dahinter zurück. Meistens bereite ich diese Tees in 2 Aufgüssen nach westlicher Art zu, da ist für mich das Optimum aus den Blättern herausgeholt.

    • Von Roberts Teehaus
      Tee genießen wie in Ostfriesland
      🌿 Bei Teezeremonie denken die meisten wahrscheinlich an traditionelle Länder wie Japan oder China, wo dem Tee seit je her eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Auch auf den britischen Inseln genießt man seine Tea-Time, den täglichen Afternoon Tee, zu dem meist Scones, Shortbread oder Bisquits gereicht werden. 🍪
      Doch braucht man gar nicht so weit in die Ferne zu schweifen, denn eine entspannende und gemütliche Tee-Zeit („Teetied“) ist auch in Ostfriesland fester Bestandteil von Kultur und Lebensgefühl – am liebsten in guter Gesellschaft. Tatsächlich wurde die Ostfriesische Teekultur Ende 2016 mit ihrer speziellen Teezeremonie von der Deutschen UNESCO-Kommission zum Immateriellen Weltkulturerbe erklärt!
      Die Zubereitung
      Der klassisch herbe Ostfriesentee ist eine Mischung aus verschiedenen Assam-Tees und kräftig sowie vollmundig im Geschmack. Er ist der ideale „Durchwärmer“ bei Regenwetter und Kälte und sorgt in der Regel rasch für warme Hände und Füße.
      Möchten Sie eine „Teetied“ ganz im ostfriesischen Stil genießen, so benötigen Sie:
      ·        
      losen Ostfriesentee einen Teelöffel zum Abmessen weißen oder braunen Kluntje-Kandis eine passende Kluntje-Zange eine Servierkanne sowie ein Stövchen zum Warmhalten ein schönes Porzellan-Teegeschirr, z.B. mit zartem Rosen-Dekor oder Blumenmuster in Indisch Blau frische Sahne einen Sahnelöffel  
      Wenn Sie den Tee originalgetreu zubereiten möchten, so schwenken Sie die Teekanne zunächst kurz mit heißem Wasser aus. Geben Sie anschließend 1 Teelöffel Tee pro Tasse in die Kanne – und für die Kanne selbst noch einen zusätzlichen Teelöffel hinzu.
      Füllen Sie die Teekanne zunächst etwa bis zur Hälfte mit heißem Wasser und lassen Sie anschließend den Tee darin 5-7 Minuten ziehen. Gießen Sie danach die Teekanne komplett mit heißem Wasser auf. Auf diese Weise erhält der Ostfriesentee seine Stärke und kann zudem sein typisch herbes Aroma entfalten. Die Teeblätter können in der Kanne verbleiben; wenn Sie möchten, können Sie Ihren Tee aber auch in eine separate Servierkanne abseihen.
      Knacken muss es!
      😄 Nun geht es ans Servieren – und Genießen! Setzen Sie in jede Tasse ein großes Stück Kandis und gießen Sie den Tee darüber. Lauschen Sie dem Knistern und Knacken des Kandis – denn dies ist sozusagen das Gütesiegel für den Ostfriesentee und bedeutet, dass er heiß genug serviert wurde!
      Anschließend geben Sie in jede Tasse einen Löffel frische Sahne, die sie vorsichtig am Tassenrand entlanggleiten lassen. So erhalten Sie eine schöne und typische Sahnewolke, was den Tee zusätzlich zu einem Augenschmaus macht. 🍶
      Nicht umrühren!
      Der Tee wird nicht umgerührt, man trinkt ihn „von oben nach unten“ – oben schmecken Sie die zarte Sahne und den herben Tee, unten versüßt Ihnen der Kandis den letzten Schluck in der Tasse. Möchten Sie dazu etwas Gebäck genießen, so passt hervorragend traditionell frisches Rosinenbrot mit Butter dazu! Kleiner Tipp: Sanddornmarmelade…
      🌬️ Und wenn Sie die Möglichkeit haben, genießen Sie Ihren Ostfriesentee an frischer Meeresluft – bei schönem Wetter zumindest im Garten oder auf dem Balkon. Wohl bekomm’s! 🌞
    • Von Konfusius
      Hallo,
       
      wollte mich hier nur kurz vorstellen, bin 48 Jahre alt und wohne in Wiesbaden.Lese schon seit einiger Zeit hier  im Forum mit und habe mich jetzt endlich angemeldet!
      Angefangen mit dem Tee trinken habe ich schon sehr früh, als Kind habe ich mir heimlich Schwarztee gebrüht, mit Unmengen Milch und Zucker.Ich weiß sogar noch die Sorte, es war die gute Milford Ceylon-Assam Mischung aus dem Supermarkt, natürlich im Beutel.
      Dementsprechend gilt heute meine Vorliebe den Schwarztees, mittlerweile höherwertige wie Yunnan golden Bud oder japanischen Benifuuki Schwarztee, welchen ich sehr mag.
      Trinke aber ansonsten auch alles , was sich irgendwie aufbrühen lässt, wie z.b. Guayusa "Tee", den ich wegen Geschmack und Wirkung sehr schätze (verstehe gar nicht, warum man hier im Forum gar nichts über diesen Tee findet!), Bambus und Moringa mag ich auch sehr. Oolongs habe ich diverse probiert, wobei ich den nicht mehr trinken kann, nachdem ich mich nach einer Gong Fu Style Sitzung mit Gaiwan und  Milky Oolong übergeben musste, vermutlich waren da irgendwelche Keime im Spiel.
      Eine Matcha Phase habe ich auch hinter mir, gefiel mir vom Geschmack her sehr gut, aber  vertrage ihn leider nicht.
      Gyokuro nebst kleiner 60ml Kyusu ist unterwegs, da freue ich mich schon riesig drauf.
      Wo ich mich aber überhaupt nicht heran wage ist Pu Erh, ich habe gelesen, dass bei der Herstellung Aspergillus niger beteiligt ist, wie kann mann denn sowas trinken, ohne krank zu werden?
      Während meiner BTA Ausbildung hat man sich quasi bekreuzigt, wenn der Name Aspergillus niger fiel 🙂, schwarzer Schimmel im Tee? Lieber nicht! Vielleicht kann mich ja ein Pu Erh Fan aufklären.......
       
      Hoffe, ich werde mit meinem Posting  meinem Nickname nicht zu sehr gerecht 😉
       
      Viele Grüsse
      Konfusius
       
       
       
       
       
       
    • Von michdal
      Ich plane eine Bestellung bei Tea Masters und suche noch Mitstreiter. Zum einen hatte mein geliebter Mini-Gaiwan kürzlich Bodenkontakt, außerdem könnte ich mal wieder ein paar anständige Oolongs gebrauchen. Mittlerweile gibt es ja eine komplett neue Website, die die Recherche vereinfacht (https://www.tea-masters.com/en). Die einzelnen Tees sind ausführlich beschrieben. Nette Gefäße sind natürlich auch immer zu haben.
      Ich würde mich um Abwicklung und ggf. Zoll kümmern. Wir haben vor einigen Jahren schon einmal zusammen bestellt und es hat gut geklappt:
      https://www.teetalk.de/forums/topic/1892-suche-qingbai-mini-cup-tea-masters-bzw-möglichkeit-der-sammelbestellung/?tab=comments#comment-22803
      Fragen gern hier oder per PN.
      Edit: Ach ja, sehe gerade, es gibt nun auch Freiversand ab 100 USD (Airmail) bzw. 200 USD (EMS).