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Vom Samen zum Keimling - Teil 2

Hallo zusammen, da bin ich wieder :winken:

Die Teesamen waren knapp anderthalb Tage im Wasser und konnten sich gut vollsaugen.

Als erstes hab ich sie aus der Socke befreit und frei schwimmend ins Wasser verfrachtet:sinkers-floaters.thumb.jpg.0370e6b838fb9

Wie wir nun sehen schwimmen einige während andere auf den Boden gesunken sind.
Die schwimmenden Samen haben eine geringere Wahrscheinlichkeit zu keimen und zugleich eine höhere Wahrscheinlichkeit zu schimmeln.

Die auf dem Boden haben generell sehr gute Chancen zu keimen, solange die Schale nirgendwo zerbrochen ist. Letztere kann man entweder ganz aussortieren oder von den anderen Samen separieren.

Wir haben nun also 2 bis 3 Gruppen von Teesamen. Bei meiner Methode werden die Samen jetzt nicht direkt eingepflanzt. Das würde auch gehen, hat bei mir jedoch deutlich geringere Erfolgsquoten gebracht. Stattdessen füllen wir nun einige Gefrierbeutel bis maximal zur Hälfte mit Vermiculit. Perlit soll auch funktionieren - wie ich leider beim letzten Eintrag vergessen habe zu erwähnen - ist aber von mir ungetestet. 56abb9eae6c98_halbvoll.thumb.jpg.becaa56

Ich habe 3 Liter Beutel genommen und die bis knapp unter der Hälfte gefüllt. Dazu kamen 200 bis 220ml Wasser. In jeden Beutel habe ich dann 15 Samen gepackt, sodass ich 16 Beutel mit jeweils 15 Samen und einen Beutel mit 10 Samen hatte. Die Beutel haben ich dann gut durchgemischt, sodass Wasser und Samen gleichmäßig im Vermiculit verteilt sind. Wir passen dabei auf, dass nur Samen aus der selben Gruppe miteinander in eine Tüte kommen, sodass die gesünderen Samen nicht von den potentiell gefährdeten Samen negativ beeinflusst werden. Was nun kommt ist ein ganz wichtiger Schritt und verhindert dass die Samen in den folgenden Wochen anfangen zu schimmeln. Wir pressen aus den Beuteln alles an Luft raus was wir von Hand herausdrücken können. Anschließend verknoten wir das offene Ende ganz fest, sodass die Samen ganz fest eingepackt sind und keine Luft zirkulieren kann. zugeschnuert.thumb.jpg.2692674b7b92d6315

Bei einem vorherigen Versuch habe ich leider 150 Samen verloren, weil ich mich auf Schiebeverschlussbeutel verlassen habe. Nach 2 Wochen waren die Samen unrettbar vergammelt. Schöne Longjing Samen... :winken-traurig:

Von jetzt an bewahre ich die Samen bis sie keimen halbschattig auf. Ich habe aus mehreren Quellen widersprüchliche Angaben dazu gehört, ob die Samen im Schatten oder in der Sonne keimen sollen. Teilweise von Züchtern von Kamelien allgemein, als auch von Camellia Sinensis Züchtern. Halbschatten funktioniert super :thumbup: Ideale Keimtemperatur ist 24°C. Mein Badezimmer ist mit etwa 22°C ein bisher gut funktionierender Kompromiss.

Jetzt ist erst einmal für ein paar Wochen Sendepause. Von 3 bis 10 Wochen Keimzeit ist eigentlich alles möglich, die meisten keimen jedoch innerhalb von 6 Wochen. Länger brauchen dann eigentlich nur noch einzelne Samen.

Sobald ich die ersten Wurzeln sehe erfahrt ihr mehr.

Bis dahin, abwarten und Teetrinken :trink_tee::winken:


Hinner, RobertC, Cel und 3 anderen gefällt das


9 Kommentare


Die ersten paar Wurzeln sind da. Sobald es mehr werden folgt der nächste Eintrag. Ich schätze in einer Woche ;)

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Genial :thumbup: @Dao

Beim anstehen Maerz Besuch bring ich Dir frische Samen mit, mit dem klaren Auftrag an Deine Kindeskinder den ersten Gushu Wald in Deutschland aufzuziehen :D

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Dem Auftrag komme ich liebend gerne nach :)

 

Enthustiastische Teetrinkerin gesucht zwecks Zeugung nachhaltiger Tee-Arbeits-Sklaven. Anfragen per PM! :D

Cha-Shifu gefällt das

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Das müssten inzwischen an die 400 Stück sein. Vielleicht raffe ich mich im Frühjahr auf mal durchzuzählen. Zurzeit ist mir das zu kalt :P

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Oh man, finde ich super. Ich habe inzwischen zwei mal 10 Longjing-Samen verdorben und wollte die Woche einen neuen Versuch starten !
Im Dezember war ich in Sri Lanka auf einer Anzuchtstation, dort wurde mit Bausand eine Ortstypische Sorte "angezogen". Das selbe Verfahren hat mit meinen Longjings nicht nicht geklappt - Stichwort: Schimmel. :(

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Versuch es mal mit meienr Methode. Wenn die Luft aus den Beuteln richtig raus gedrückt wurde, sinkt die Schimmelwahrscheinlichkeit enorm.

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    • Von Cel in Broken Pieces
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      Vielleicht haben sich einige von Euch gefragt ob ich überhaupt noch etwas mache. Kurz und bündig, ja. Ich arbeite noch immer an der Kanne von @Tobias82 und eigne mir nach und nach ein paar Fertigkeiten an. 
      Zwischenzeitlich habe ich ein sehr kurzes Projekt eingefügt, da meine Tochter eine Vase zerbrochen hat. Eigentlich unwichtig, jedoch stammt sie noch von meiner Omi. Also eine schnelle Reperatur. Das nächste Mal wird es noch etwas besser, hier habe ich etwas am Lack gespart...



    • Von Komoreb in Liebe zur Teekeramik - Vom Konsument zum Produzent
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      Vor ein paar Tagen kamen meine ersten Werke aus der Brennerei...
      Zu meiner Freude kann ich sagen, wirklich alles hat überlebt. Kein einziger Riss oder ähnliches.
      Aber ein kleiner Wermutstropfen ist die Farbe nach dem Brand. Die fällt nämlich ganz anders aus als gedacht.
      Es sollte mal Cremefarben im Spektrum beige werden, ist jetzt aber eher terracotta- bis ziegelfarben, und versprüht den Charme einer deutschen Klinkersiedlung mit mediterranem Touch.
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      Das Gießverhalten meiner Kannen ist echt sch....      
      Aber irgendwann werde ich mit Sicherheit etwas vernünftiges zustande kriegen, mit dem man auch arbeiten kann und will. Nur eine Frage der Zeit. 
       
      Nun ja, dann werden als nächstes einige Stücke Glasiert. Das wird auch noch mal spannend. 
       
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    • Von Komoreb in Liebe zur Teekeramik - Vom Konsument zum Produzent
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      Heute mal ein Update direkt danach, noch mit nassem Ton.
      Eigentlich wollte ich bei den letzten Malen schon mal wieder eine Teekanne gemacht haben...
      Doch leider komme ich immernoch nicht mit dem neuen Ton zurecht. Immer wieder ist er mir gerissen, bis ich dann klein beigegeben habe und mir dachte: Ok... du hast gewonnen. Then keep it simple. 
      Ersmal an einfache Formen halten, entweder solange bis man sich an die Handhabung gewöhnt hat, oder aber bis neuer grober Ton da ist.   Je nachdem wie es läuft. 
      Hier mein Yunomi von heute...


      Der Fuß wird natürlich noch etwas getrimmt sobald es etwas angetrocknet ist.
       
      Und hier noch als Nachtrag, die letzte Session davor:

    • Von Komoreb in Liebe zur Teekeramik - Vom Konsument zum Produzent
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      Gestern Abend wurde wieder etwas gewerkelt...
      Ein Yunomi und eine kleine Schale sind entstanden. Letztere hat mich einiges an Fingerspitzengefühl gekostet, da ich sie nicht "aufgebaut" habe, sondern sie aus Vollmaterial herausgearbeitet habe.
      Dies ging beim Äußeren sehr gut, da ich den Block da noch auf der Scheibe zentriert hatte. 
      Um das Schaleninnere auszuarbeiten, musste ich sie aber von der Scheibe nehmen, da sie durch den schmalen Fuß nicht genug Standfestigkeit gehabt hätte. 
    • Von Komoreb in Liebe zur Teekeramik - Vom Konsument zum Produzent
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      Erster Versuch, wie man sieht alles noch sehr unbeholfen und schief:

       
      2te Sitzung, Technik etwas abgewandelt. Alles etwas gleichmäßiger:
       
      Dritte Sitzung, gewisse Sicherheit schleicht sich ein. Es wird experimentiert:
       
      Vierte Sitzung, wollte diesmal keinen Becher machen. Wagen wir mal was...

       
      Fünfter Versuch. Die Shiboridashis haben mich einige Nerven gekostet. Trotz alledem wollte ich endlich mal eine richtige Kanne probieren...

      Und ich muss zugeben: Die ist viel besser geworden als ich es mir zugetraut hätte! Da war ich echt richtig glücklich danach.
       
      Sechste Sitzung. Ich möchte eine neue Technik ausprobieren, es wird gespachtelt...
       

       
      Siebte Sitzung. Nicht mein Tag...bei der linken ist mir 2 mal hintereinander der Deckel runtergefallen. Brutal genervt lasse ich den Dritten so wie er ist, auch wenn ich nicht zufrieden bin. Mal 5 gerade sein lassen...
       
      Achte Sitzung, habe das Gefühl ich mache Rückschritte. Habe es etwas übertrieben mit dem experimentieren. Die linke Kyusu schaut ganz schön k.... aus. Habe nicht ganz den Effekt erreichen können den ich im Kopf hatte. Vielleicht kann man beim Glasurbrand was rausholen.
       
      Neunte Sitzung. Etwas neues soll her. eine andere Form...

       
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      Hatte den Ton diesmal etwas austrocknen lassen und danach neu durchgeknetet. Nun ließ er sich etwas besser verarbeiten, war aber immer noch viel weicher als der Alte...

      Mit dem Ergebnis bin ich aber sehr zufrieden. 

      Nun muss ich nur noch Verpackungsmaterial besorgen, damit ich meine Werke auch heil zur nächsten Brennerei bringen kann.
      Dort wird sich dann zeigen ob ich ordentlich gearbeitet habe und ob sich der Aufwand gelohnt hat.
      Ich bin gespannt bis zum geht nicht mehr!
      Falls dieser Bericht gut ankommt und auf Interesse stößt, würde ich in Zukunft hier regelmäßig meine Sitzungen dokumentieren.
      Wäre natürlich für mich sehr interessant, da ich so vielleicht auch noch konstruktive Kritik bekommen kann und auch erfahre ob für so etwas überhaupt ein Bedarf besteht.