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Seminar mit Meister Atong Chen


RobertC

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Liebes digitale Teetagebuch,

am Sonntag 12.6. fand in Frankfurt organsiert vom Teehaus Schnorr das Seminar zur Thema Geruch und Geschmack von Oolong statt. Aufgrund verschiedene Anfragen möchte ich hier meine Erfahrungen mit euch teilen.

 

Allgemeines

Geschätzte 30 bis 35 Teeliebhaber aus Deutschland und der Schweiz fanden sich an diesem verregneten Sonntagmorgen im Schnorr Seminarraum in einem Industriegebiet am Rand von Frankfurt ein. Menglin Chou vom Teehaus Shui Tang aus Zürich hat für Meister Atong Chen übersetzt. Neben den Mitarbeitern von Schnorr und Shui Tang waren aber auch sämtliche mir bekannte andere mit Atong verbundeamn Händler und Großhändler aus dem deutschsprachigen Raum vertreten. Die Teilnehmer saßen jeweils zu 5 bis 7 Personen an runden Tischen. Die Tees wurden jeweils mit 3g in einer Reisschüssel pro Tisch mit kochendem Wasser aufgegossen, die Teilnehmer konnten mit einem Teelöffel aus Metall in ihre kleine Schale abfüllen und natürlich am Löffel riechen. Dieses Setup erlaubte es, die Tees nach ca. 5 bis 10 Minuten frisch zu probieren während Atong gerade über diesen Tee sprach. Es war aber auch möglichst später nochmal zu probieren und zu vergleiche. Es wurde übrigens Volvic Wasser verwendet, woraus ich schließe, dass entweder Atong oder der Veranstalter Schnorr dieses Wasser für Oolongs dem Frankfurter Leitungswasser für überlegen hält.

 

Geruchs- und Geschmacksvielfalt von Taiwan Oolongs

Im ersten Teil des Seminar wollte uns Atong eine möglichst breite Übersicht des Geruchs- und Geschmacksspektrums der Taiwan Oolongs aufzeigen. Es wurden hier über ca. 3 Stunden insgesamt 9 Tees verschiedener Regionen Taiwans und aus unterschiedlichen Kultivare aufgegossen, wobei zu beidem keinerlei Angaben gemacht wurden. Daher werde ich im Folgenden die Tees beschreiben sowie mit Punkten auf einer Skala von 50 (schlecht) bis 100 (außerordentlich) bewerten.

Tee 1: ein grüner Oolong, sehr vegetal, leicht süß, 80-84. Ich denke Atong wollte uns mit diesem Tee testen, denn nachdem wir alle probiert haben sollten sich alle die Hand heben, denen der Tee geschmeckt hat. Es waren mehr als 90% der Hände oben, aber ich habe keine Hand gesehen, die ich aus dem Teetalk kenne ;) Wenn man diesen Tee nach über einer Stunde in der Reisschüssel nochmal probiert hat war er wirklich untrinkbar, definitiv ein Test von Atong

Tee 2: Oriental Beauty Art, reifer Pfirsich, Lychee, Honig, sehr rund und süß, 91-94. Was für ein Unterschied zu dem Tee davor!

Tee 3: stark gerösteter Oolong, stärker oxidiert, Honig, Kräuter, Schokolade, Karamell, 91-93.

Tee 4: Kugeloolong, blumig, leicht, Orchideen, Frische, etwas Osmanthus, heller Karamell, 90-92.

Tee 5: Kugeloolong, sehr ähnlich zu 4, deutlichere Orchideen, 91-94.

Tee 6: Kugeloolong, sehr ähnlich zu 5, andere florale Noten, 91-94.

Tee 7: Meiner Meinung nach ein Hong Cha (obwohl es ja nur Oolongs sein sollten)?!, Kräuter, Zitrone, Mal, Karamell, Dörrobst, Zimt, sehr rund, 91-93.

Tee 8: Gui Fei, tropische Früchte, aber leichter off-taste 89-90.

Tee 9: Gelagerter Zwirbeloolong, leicht floral, rund, blumig, Honig, Dörrobst, ölig, 92-95.

 

Anbaugebiete in Taiwan

Im zweiten Teil des Seminar haben wir uns, nach einem schönen Mittagessen, mit den unterschiedlichen Regionen und Anbaugebieten genauer beschäftigt. Diesmal waren alle Tees aus dem Qingxin Kultivar und die jeweiligen Anbaugebiete wurden genannten und genauer vorgestellt.

Tee 1: Baozhong aus Pinglin, Spinat, Erbsen, ölig-dichte Textur, 92-94. In Pinglin, sagte Atong, könne er selbst seine Tees nur von einem Großhändler, aber nicht direkt beim Erzeuger einkaufen.

Tie Guan Yin aus Muzha (ist ja kein Qingxin, haben wir daher nicht probiert) sollte bernsteinfarben sein und nach reifen Obst schmecken. TGY kam wohl 1919 von China nach Taiwan.

Tee 2: La La Shan, sehr rund, leichte Röstung, tropische Früchte, sehr langer Nachgeschmack, 92-95.

Tee 3: Mingjian, mild, Pfirsich, frisch, 90-92. Ebenes, tiefer liegendes Gebiet mit viel Sonne, meist Erntemaschinen. Hier liegen sämtliche Teegärten von Atong, die sich im Familienbesitz befinden. 

Tee 4: Dong Ding, Zwirbelblatt, sehr ausgewogen rundes Mundgefühl, Karamell, Nuß, würzig, 92-94.

Tee 5: Ali Shan, leicht geröstet, rund, fruchtig frisch, aber nicht so gut wie der La La Shan, 90-92.

Tee 6: Li Shan, mild, helles Obst, sehr ausgewogen und langanhaltend, 92-94. Früher wurde in Li Shan Apfel- und Birnenanbau betrieben.

Tee 7: Qi Lai Shan, sehr ähnlich zum Li Shan, aber etwas grüner produziert, 91-93.

Tee 8: Gangkou "Meeresoolong", angenehm bitter (ähnlich wie Sheng), grün, langanhaltend, 90-92. Kommt ganz aus dem Süden von Taiwan und wird im Wok geröstet ähnlich wie Grüntee.

Tee 9: als Zugabe gabe es dann noch einen gelagerten Oriental Beauty aus Atongs privater Schatzkammer, Rosen, Honig, Lychee, wundervoll ausbalanciert und langanhaltend, 94-97+.

 

Was ich sonst noch aus dem Seminar über Oolong mitgenommen habe

Ein höherer Oxidationsgrad führt zu einem facettenreicheren Tee

Ein blutroter Blattrand ist ein gutes Indiz für einen guten, höheren Oxidationsgrad

Grasiger Geruch (wie frisch gemähter Rasen) -> negativ, zu wenig gewelkt oder oxidiert

Ölgeschmack -> nicht gut bei neuem Tee, aber gut bei gelagertem Tee

Eine starke Röstung braucht eine entsprechende Oxidation

 

Insgesamt eine für mich gelungene Veranstaltung, dank neuem Teewissen und persönlichen Teekontakten.

 

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15 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Also, der User "Formosa Wulong" hatte ja mal so eine Kennenlern-Methode für Oolong vorgestellt. Dabei wurden 3g auf 150ml empfohlen.

Wenn ich das in der Reisschale mache, die ich habe, steht das Wasser genau bis unter dem Doppelstrich am oberen Zierrand. Sofern die Schalen auf den Fotos ähnlich groß sind wie meine, glaube ich eher, dass Krabbenhüter mit 150ml recht hat. Bei 200ml müsste das Wasser schon den Schalenrand erreicht haben und bei 250ml garantiert überlaufen ;)

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Ich hatte in den letzten Tagen einige Tees nach der Methode und die Ergebnisse waren zu  Teil erschreckend. Noch weiß ich oft nicht, was die Ursache dafür ist. Aber ein problematischer Tee zeigt sich auf die Art stark obwohl er im normalen Aufguss noch lieb ist...

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Toller Bericht, danke "Robert"!  B)

vor 2 Stunden schrieb Krabbenhueter:

Ich hatte in den letzten Tagen einige Tees nach der Methode und die Ergebnisse waren zu  Teil erschreckend. Noch weiß ich oft nicht, was die Ursache dafür ist. Aber ein problematischer Tee zeigt sich auf die Art stark obwohl er im normalen Aufguss noch lieb ist...

Womöglich ist das genau das Ziel? Ich spekulier nur, aber ich könnte mir vorstellen dass es darum geht, einen Tee möglichst schonungslos zu erfahren, inklusive eventueller Schwächen, und nicht, ihn idel zuzubereiten.

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Also ich hatte grad nen Shengpu von 2014. Der ist schon echt heftig. Aber er hat Potential und da ist was geschmacklich vorhanden, was durch weitere Lagerung sehr schön werden kann. Deshalb würde ich ihn jetzt sofort nicht öffters trinken. Aber bei den Oolongs hat man da Gefühle auf der Zuhge, die eher unangenehm sind und mich davor warnen, mehr von diesem Tee zu trinken. Das ist der Unterschied.

Genau diese Methode ist gut zur schonungslosen Auswahl. Das hat was mit Arbeit zu tun , weniger mit Genießen. Aber ich lerne viel dadurch. Leider hab ich wenig die Möglichkeit, dass mir jemand etwas zu diesen offensichtlichen Fehlern erklärt, also warum das jetzt so ist, welche Zeichen sich dadurch zeigen. Genauso wie bei den feuchten Teeblättern, wo man auch viel erkennen kann.

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Danke @RobertC 

Sehr gelungener Nachtrag, da kann man sich Veranstalltung richtig gut vorstellen, ohne vorort zu sein :$

Konntest du bei Schnorr noch andere asiatische Spezialitäten entdecken?

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beim kochendwasser-aufgusstest geht es darum, fehler des teeblattes aufzuspüren. mit genügender erfahrung erlernt zu verstehen, ob das pflückgut zb zu jung war, ob es richtig gewelkt wurde (zb an der sonne oder nicht) ob ihm die richtige zeit dafür gegebenwurde (entsprechend dem gerade herrschenden klima wie zb windstärke, windrichtung, temperatur, luftfeuchtigkeit etc) ob zu hastig gewendet wurde (dann schliessen sich oder verstopfen die blattporen an der unterseite und das blatt kann nicht richtig welken und die feuchtigkeit im blatt sich nicht gut verteilen) und so weiter. dies einige details, die für sich klein und unwichtig scheinen aber alles zusammen wird erst zu einer gewissen 'vollkommenheit' führen.

jeder tee ist gut, wenn er mit genügend tiefer temperatur aufgebrüht wird. aber nur top tees vertragen kochendes wasser. übrigens egal ob japanischer mache, gyokuro, weisser, gelber, roter, wulong, heicha. nicht alle benötigen unbedingt kochendes wasser, sicher aber die roten, wulongs und heichas. sonst können sich die komplexen aromen nicht alle zeigen. doch qualitativ schlechtere sind dann eben ungeniessbar und müssen notgedrungen entweder weggeschüttet werden oder mit entsprechend tieferer temperatur aufgegossenwerden.

aton sagt, dass das teeblatt einem alles sagt. man muss diese sprache langsam erlernen - so wie eine fremde sprache - und schon wird man zu verstehen beginnen, was im blatt steckt, was mit ihm getan wurde etc. ehrlich zu uns st nur das teeblatt. auf der packung kann alles stehen und ein verkäufer kann alles versprechen. wir aber lernen nur über unseren körper, der uns sagt, was ihm gut tut, was ihm schmeckt.

gruss an alle teefreunde

DaBiZi

 

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@Paul Falls Du das "Lesen" dieses Kommentars über mir geschafft und überlebt hast: dann bitte jetzt Dein Einsatz! ?

@DaBiZi Die These mit dem Wind halte ich für gewagt, auch wenn Atong erzählt man könne die Windrichtung während der Pflückung herausschmecken etc. Ansonsten ist diese Methode einfach ein langes Ziehenlassen. Qualität setzt sich da eben (meist) durch. Mit kochendem Wasser hat das primär nichts zu tun, das ist doch Standard bei Oolong!

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vor 8 Stunden schrieb DaBiZi:

jeder tee ist gut, wenn er mit genügend tiefer temperatur aufgebrüht wird

Schwächen eines Produktes (wenn auch m.E. nicht im erwähnten Ausmass) lassen sich auf die erwähnte Weise sicherlich besser erfahren, als bei tieferen Temperaturen. Dass durch tiefere Temperaturen jeder Tee gut wird, wird aber kaum zutreffen. Bei "besser" würde ich schon eher zustimmen. ;)
 

vor 8 Stunden schrieb DaBiZi:

aber nur top tees vertragen kochendes wasser. übrigens egal ob japanischer mache, gyokuro, weisser, gelber, roter, wulong, heicha. nicht alle benötigen unbedingt kochendes wasser, sicher aber die roten, wulongs und heichas.

Dies kann durchaus stimmen, ist aber m.E. nur von begrenzter Aussagekraft. Ich bin beim Aufgiessen auch kein Freund von ausgetüfteltsten Methoden, bei welchen auch der hinterletzte Parameter (vermeintlich) noch zu optimieren ist. Letztlich ist der täglich Teegenuss aber doch eher eine pragmatische Sache. Insofern kann man mit der erwähnten Methode vielleicht mehr über einen Tee zu erfahren, aufgiessen wird so aber kaum jemand regelmässig. Dies drängt sich auch nicht auf, wenn man ein ähnliches Resultat auch sonst erreichen kann.

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Zitat

Tee 9: als Zugabe gabe es dann noch einen gelagerten Oriental Beauty aus Atongs privater Schatzkammer, Rosen, Honig, Lychee, wundervoll ausbalanciert und langanhaltend, 94-97+.

Ach ... eine Wonne der Tee! Kultivar ist übrigens der Grosse Langsame. Ich persönlich vermute, die aussergewöhnliche Lagerentwicklung liegt mit dem Kultivar zusammen - ansonsten sind Oriental Beauties nur bedingt lagerfähig (sollte man innert 5 Jahren getrunken haben und gewisse haben auch dann den Zenit schon längst überschritten) ... aber dieser Tee, ein Gedicht!

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So ein interessantes Thema, da muss ich doch gleich mal mein Gedicht zur Seite legen 9_9

Am 7/14/2016 um 13:51 schrieb DaBiZi:

sonst können sich die komplexen aromen nicht alle zeigen.

Ich stimme dir zum Großteil zu, aber will dich drauf verweisen dass es auch Ausnahmen gibt. Einmal finde ich dass manchmal bei verschiedenen Wassertemperaturen verschiedene Gesichter der Tees zum Vorschein kommen. Grade bei jungen Sheng hab ich oft den Eindruck dass bei 80° bis knappen 90° ein Großteil der Aromen herauskommt, aber die Bitterkeit unterdrückt wird. Mit heißerem Wasser kommt die auch zur Geltung. Und ich meine das nicht im landläufigen Sinne als ein schlechtes, zu vermeidendes Charakteristikum - eine gut strukturierte Bitterkeit gibt einem Sheng erst das Grundgerüst, das ihn komplex und interessant macht.

vor 21 Stunden schrieb RobertC:

 Die These mit dem Wind halte ich für gewagt, auch wenn Atong erzählt man könne die Windrichtung während der Pflückung herausschmecken etc.

Ich wette dass es Leute gibt, die das können, allerdings vermute ich dass es nicht allzu viele sind :)

vor 19 Stunden schrieb theroots:

Letztlich ist der täglich Teegenuss aber doch eher eine pragmatische Sache. Insofern kann man mit der erwähnten Methode vielleicht mehr über einen Tee zu erfahren, aufgiessen wird so aber kaum jemand regelmässig. Dies drängt sich auch nicht auf, wenn man ein ähnliches Resultat auch sonst erreichen kann.

Ja, allerdings. Ich sehe das ähnlich wie 1:1-Vergleichstests mit unterschiedlichem Wasser, Ziehtemperaturen etc. Das ist richtige Arbeit, und erfordert Zeit, Muße und Mühe. Man macht es wohl eher zu Trainingszwecken, um die Wahrnehmung zu schärfen und das Verständnis zu vertiefen. Wenn man sowas zu oft macht, bleibt der Spaß auf der Strecke.

Am 7/14/2016 um 13:51 schrieb DaBiZi:

aton sagt, dass das teeblatt einem alles sagt. man muss diese sprache langsam erlernen - so wie eine fremde sprache - und schon wird man zu verstehen beginnen, was im blatt steckt, was mit ihm getan wurde etc. ehrlich zu uns st nur das teeblatt. auf der packung kann alles stehen und ein verkäufer kann alles versprechen. wir aber lernen nur über unseren körper, der uns sagt, was ihm gut tut, was ihm schmeckt.

Das ist eine klassische Aussage, die auch viele andere Lehrer so tätigen. Ich lehne mich natürlich ein bisschen aus dem Fenster, die zu interpretieren, obwohl ich gar nicht da war. Aber ich machs trotzdem B) und lade euch ein, mir zu widersprechen:

Zum einen erinnert es mich sehr an das was in diesem Thema schon besprochen wurde - eine gewisse Neigung von Atong, zu versuchen, die Leute aufs Wesentliche zu lenken.

In dem Sinne glaube ich nicht dass es für ihn das wichtigste ist, das Teeblatt zu decodieren, um diese ganzen Informationen systematisch zu entschlüsseln. Gratuliere dem, der das kann, aber für mich läuft man damit Gefahr, am eigentlich vorbeizuschießen. Ich behaupte einfach mal, es ist wichtig, dem Tee zuzuhören, was er zu sagen hat, und das auch mal wirken, stehen zu lassen, ohne es gleich in handfeste Fakten übertragen zu müssen oder gar zu können.

Sprich: Mal nicht über-analysieren, mal nicht alles wissen wollen und müssen, sondern einfach den Tee erleben und vielleicht, womöglichsterweise, erwischt man sich dabei wie der analysierende Verstand mal ein bisschen zur Ruhe kommt. In dieser Ruhe kann der Tee dann erst wirklich präsent werden, und seine wertvollste und wichtigste Botschaft entfalten.

 

P.S.: Es lebe die Majuskel!

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    • Von Macarona in Macarons und Tee
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      Weißer Tee Guangxi White Buds von dem Teeladen wo ich auch den Nebeltee Tee gekauft habe.
      5,40 € pro 100g laut Beschreibung ist dieser Tee handgemacht und besteht fast ausschließlich aus den Knospen. Geschmacklich soll dieser Tee süß und mild aromatisch sein.
      Zubereitungsempfehlung 3min 80Grad 1TL pro Tasse.
      Ich habe gelesen, dass weißer Tee länger als Grüntee ziehen gelassen werden sollte, weil die Aromen schwächer sind als bei Grüntee.
      Der Name kommt von diesen weißen silbrigen Fasern die die Teeblattknospen weißer erscheinen lassen und diese Blattknospen verlieren diese Fasern,
      wenn sie größer werden und aufgehen.
      Weißer Tee enthält überwiegend diese früh geernteten Blattknospen.
      Je nach Sorte kann weißer Tee ein paar Prozent oxidiert sein, um einen etwas weicheren, blumigeren Geschmack als Grüntee zu entwickeln.
      Die Verarbeitung kann bei weißem Tee unterschiedlich sein, z. B. nur getrocknet, getrocknet und anschließend mit heißer Luft erhitzt und fixiert oder geröstet in Eisenpfannen.
      Die weißen Teesorten, die nur getrocknet worden sind können mit der Zeit oxidieren und auch mit Bakterien fermentieren.
       
      Den Tee habe ich einige Monate in meinem Schrank aufbewahrt, weil ich gelesen hatte, dass weißer Tee mit der Zeit nicht schlechter wird wie viele Grüntees,
      sondern sich auch umwandelt und reifen kann.
      Ich vertraue dem Tee nicht ganz und habe den dann doch vor einigen Monaten in den Kühlschrank gelegt.
      Ich weiß aber nicht mehr wann das war.

      Aussehen:
      Lange dünne auf der schmalen Seite aufgerollte etwas krumme Blätter und ein paar größere Blattstücke sind auch dabei.
      Viele fühlen sich samtig an durch die kleinen haarähnlichen Fasern.
      Alle Blätter haben diese Fasern in unterschiedlicher Menge dran, einige sind voll davon und andere haben kaum welche.
      Viele silbrig grüne Blätter und einige dunkelgrün gräuliche und etwas gelb grünliche Blätter.

      Geruch:
      Von dem weißen Tee hatte ich mir schon etwas zum Probieren herausgelegt, bin aber dazu seit Monaten nicht gekommen und habe etwas „frischeren“ Tee aus dem Kühlschrank geholt.
      Ich kann mich erinnern, dass der Tee damals ziemlich ähnlich zu dem Sencha aus demselben Teeladen roch, also dieses eher süßliche frische.
      Der Tee riecht schon noch in Richtung Sencha es hat sich aber ein etwas warmer Grüntee Geruch darüber gelegt und der Sencha ist mehr im Hintergrund.
      Feucht riechen die Teeblätter sehr speziell und nicht wie ich Tee kenne und ich kann es nicht zuordnen.

      70Grad 1Min 1,24g
      etwas dunkle Partikel und etwas gelbgrünlich frisch, etwas weniger farbintensiv als andere gelbgrüne Tees sieht etwas verdünnt aus im Vergleich.
      Riecht etwas nach frischen grünen Tee und schmeckt auch etwas in Richtung frischer grober Grüntee in Richtung Nebeltee und etwas Eigenes im Hintergrund,
      was ich nicht so zuordnen kann.
      Sehr mild und dabei nicht langweilig. Etwas Umami im Hintergrund und ein interessanter etwas frischer Abgang der nur kurz nachhallt

      30Sekunden
      Etwas weniger intensiv von der Farbe und ähnlich viele Partikel.
      Minimale Adstringenz und Herbe ist dazu gekommen und das Umami wurde schwächer.
      45 Sekunden
      etwas gelblicher geworden.
      Sehr grobe Grüntee Aromen sind hinzugekommen in Richtung Grünteeblätter essen und es ist etwas herber geworden und adstringierender.
      1min
      Etwas heller, grünlicher und grasiger geworden.
      1min 30
      Ziemlich grasig geworden
      2min
      Grasig und nach feuchten Teeblättern

      Fazit:
      Ein Tee der mild mit etwas Umami anfängt und immer gröber und grasiger wird bei 70Grad.
      Je mehr Aufgüsse, desto weniger Aufmerksamkeit braucht dieser Tee.
      4 gute Aufgüsse und 1 trinkbaren und als Alltagstee so brauchbar.

      Bei 80 Grad wird der Tee interessanter und die besonderen Noten kommen besser hervor als bei 70Grad.
      Der Tee hält auch besser durch und verändert sich vom milden Tee zu gröberen Grüntee zu etwas einfachen blumigen roten Tee (Hongcha) im Hintergrund.
      Bei 80Grad braucht der Tee mehr Aufmerksamkeit und eignet sich nicht so gut zum nebenher trinken, weil einiges von den Aromen verpasst wird.
      5 gute Aufgüsse und 2 trinkbare
      ich habe diesen auch mit 1 Minute 70Grad und eine Minute extra pro Aufguss aufgegossen
      und es hat sich von interessanten milden Grüntee zu einfachen eher milden blumigen fruchtigen roten Tee entwickelt und selbst der 5 Aufguss war noch trinkbar.
      Dieser Tee hält etwas länger durch als in dem Preisbereich üblich, und die eine Minute mehr Methode ist die passendere Methode,
      um diesen nebenher zu trinken.
      Da verlangt dieser Tee nicht nach viel Aufmerksamkeit und entwickelt sich stärker in Richtung roten Tee und nicht nur so ein bisschen im Hintergrund.

      Dadurch dass sich dieser Tee interessanter verändern kann und bei 70 Grad mir etwas besser schmeckt als der Yin Xiang,
      würde ich diesen weißen Tee über diesen Yin Xiang einordnen in dieser noch kleinen Gruppe von Grüntees,
      die geschmacklich in Richtung roten Tee gehen bei höheren Temperaturen.
      Ein Tee für die Tage an denen ich mich nicht zwischen Grüntee und roten Tee entscheiden kann. 
      Bei meiner normalen Grünteeaufguss Methode bildet sich kein Geschmack nach roten Tee, es geht dann nur in die grasiger Richtung mit den Aufgüssen und es ist mir etwas mild.
      Es kann sein das die Rottee-Richtung durch die Lagerung bei mir passiert ist.

      Emei Spring ist für mich nicht in dieser Gruppe von Grüntees die in Richtung roten Tee sind, wegen dem Kaffeearoma bei 70 Grad und dadurch, das dieser sich durch die Lagerung in die warme geröstete Richtung entwickelt hatte.


    • Von Macarona in Macarons und Tee
         1
      Gelber Tee Yinzehn

      Diesen Tee habe ich zusammen mit dem Guricha Notsu gekauft und weiß leider nicht mehr welcher von den beiden 12 und welcher 8€ gekostet hat pro 100g,
      es steht leider auf dem Kassenzettel nicht drauf. Im Onlinehandel hat diese Teesorte eine Preisspanne von 8-10€.
      Laut Beschreibung ist der Tee nur aus den oberen Trieben hergestellt worden und schmeckt süßlich und erinnert an Maronen und Nüssen und ist honiggelb im Aufguss.
      Dieser Tee stammt aus China.
      Zubereitungsempfehlung 1TL pro Tasse 80Grad und 3min


      ich habe diese Teetüte leider nicht mit einem Klipp zugemacht, sondern nur mit dem Draht und es kann sein das dieser Feuchtigkeit gezogen hatte, die Kügelchen waren leider schon grün.
      Leider habe ich auch vergessen ein Foto vom nassen Tee zu machen.
      Ich verwende die Untertasse meines Gaiwan als Deckel, weil mir dieser kaputtgegangen ist und ich momentan auch keinen nachkaufen kann.

      Aussehen:
      Dunkelgrün, etwas bräunlich, ein paar Blattstängel sind auch dabei.
      Manche Blätter sind zusammengeknüllt.

      Geruch:
      Trocken nach gerösteten grünen Tee in Richtung Houjicha, minimal rauchig und fruchtig im Hintergrund

      Aufguss 1,24g und 70Grad:
      1 Min
      Kaum Partikel in der Schale und die Farbe des Aufgusses ist ein etwas schwaches gedämpftes gelb mit einem minimalen Grünstich.
      Zwischen Palegoldenrod EE E8 AA und Beige F5 F5 DC nur etwas weniger intensiv als PaleGoldenrod und nicht ganz so grünlich wie Beige.
      Der Tee riecht und schmeckt etwas in Richtung Houjicha etwas holzig, nach Kräutern und mittel grobe Aromen die ich nicht zuordnen kann.
      Es ist nicht ganz so stark geröstet wie der Houjicha und schmeckt mir etwas besser als dieser.
      Etwas nussig im Hintergrund minimal nach Maronen, gut das es nicht stark in die Richtung schmeckt.
      Maronen mochte ich schon als Kind nur in der Pilzform und nicht in der Nussform.
      Kaum nach den für mich typischeren Tee Aromen. Abgang ist ziemlich lang von dem Tee und schmeckt minimal anders als der Tee selbst.

      Kurz
      Es ist ein gerösteter leicht nussiger Tee, sonst relativ langweilig wie eine Torte, die nur aus einer Schicht besteht und nicht aus vielen verschiedenen.
      Wird mit den Aufgüssen nur grasiger und etwas adstringierender.
      4 gute und langweilige Aufgüsse und 5 gesamt.
      Bei 80 Grad ist der Tee etwas intensiver und interessanter, minimal in Richtung holzig warm, aber immer noch recht langweilig.
      Westlich aufgegossen mit 80Grad ist bis jetzt das interessanteste. Der andere gelbe Tee ist besser als dieser hier.

      Ich habe auch eher den Eindruck das es sich mehr um einen stark gerösteten Grüntee handelt statt einem gelben Tee.
      Vielleicht wurde dieser Tee mit einer Art abgeschwächte Produktionsweise für gelben Tee produziert.
      Es könne auch eine Art Unfall sein und dieser Tee wurde nicht richtig produziert für einen Grüntee und die erfolgte Produktion ging eher in Richtung gelber Tee.
      Könnte auch einfach als gelben Tee bezeichnet worden sein, statt Grüntee, um besser verkauft werden zu können. 
      Für 8 € habe ich eine interessantere Auswahl auf dem Teemarkt und ich denke das 8 € zu teuer ist für diesen "gelben" Tee.


    • Von Macarona in Macarons und Tee
         0
      Gelber Tee Kekecha von TKK für 7,90€ pro 100g
      Mir ist geschmacklich mal nach etwas anderen als Grüntee.
      Deshalb probiere ich mal einen gelben Tee.
      Laut der Beschreibung hat dieser Tee ein großes Blatt und eine honiggelbe Tasse und stammt aus der Provinz Guangdong.
      Geschmacklich mild, frisch und rein mit einer leichte Bitternote die sich in süße umwandelt,
      Laut Tabelle: mittel kräftig, fruchtig, würzig, fein herb
      Zubereitungsempfehlung 2EL pro Liter, 1-2,5min und 70-80Grad

      Gelber Tee ist schwächer fermentiert als grün ausgebaute Oolongs und eine eigene Kategorie und kein sehr schwach fermentierter Oolong,
      weil sich die Produktion unterscheidet und gelber Tee mit feuchter Wärme oxidiert.
      Der gelbe Tee, den ich hier habe, enthält wenig Koffein und mehr Theobromin und ist auch für abends geeignet, vermutlich durch die Herstellung.
       
      Den Tee hatte ich im Schrank, weil dieser Tee weniger empfindlich wie Grüntee bei Lagerung ist.
      Ich kann nicht ausschließen, dass der Tee sich etwas verändert hat durch Feuchtigkeit. 
      Die Verpackung habe ich Anfang dieses Jahres aufgemacht, um etwas davon zu tauschen.
      In die Packung habe ich einen ein Teebeutel mit diesen Entfeuchter Kügelchen hereingelegt.
      Diese waren beim Aufmachen der Verpackung leider schon grün und mit Feuchtigkeit gesättigt. Ich hätte die schon eher austauschen sollen.
      Damals habe ich auch nicht so auf den Geruch des Tees geachtet.
      Es roch als wäre ein blumiger roter Tee und ein eher fruchtig riechender roter Tee gemischt worden, soweit ich mich erinnern kann.

      Aussehen:
      lange krumme dünn zusammengerollte Blätter und große Blattstücke und einige wenige Äste.
      Es geht farblich von dunkelgrün grau nach hell graugrün zu gelbbräunlich.
      Ein bisschen weißer Flaum von den Knospen ist zu sehen.

      Geruch:
      Bei dem Aufmachen der Verpackung riecht es erst fast wie diese Kräuter Hustenbonbons in der runden weißen Dose aus einer Apotheke und irgendwie etwas fruchtiger.
      Als der Geruch verflogen war, wurde ein Pferdestall geöffnet in dem Tee lagert und es roch nach etwas feuchten Heu, also Silage und etwas Pferd.
      In dem Pferdestall war noch ein schwächerer Duft nach Tee, der wie grober günstiger Grüntee riecht in Richtung Gunpowder.
      Also nicht komplett in Richtung Pferdestall, sondern etwas angenehmer besser.
      Der Tee auf dem Teller riecht angenehmer, weniger nach Stall, sondern mehr nach Kräuterbonbon, fruchtig, holzartig und warm.

      Feucht nach roter Tee mit Kräuterbonbon, Pferdestall ist weg und jeder Aufguss mehr hat das warme Kräuterbonbon Aroma mehr in den Vordergrund gerückt.
       
      Aufguss:
      Ich werde es erst mal so ausprobieren wie mit einem Grüntee, weil die Aufgussart sich nicht wirklich unterscheidet wie meine Recherchen im Internet ergeben haben.
      1,24g 70Grad 1 Min
      Kaum sehr dunkle fast schwarze Partikel in der Schale und der Tee hat eine helle aprikosenfarbene minimal bräunliche orange Aufgussfarbe,
      ungefähr verdünnt und etwas dunkler als die Web-Farbe Bisque FF E4 C4.
      Der Tee riecht kaum nach etwas.
      Milder warme Aromen nach karamellisierten Nüssen und etwas fruchtig.
      Leider ist ein bisschen stechender Geschmack im Hintergrund als, wenn etwas Korianderkraut mit aufgegossen worden ist.
      Schwacher leicht blumiger Nachgeschmack.
      Schmeckt überhaupt nicht nach gewohnten Tee. Hat sehr etwas Eigenes vom Geschmack her und etwas Adstringenz.
      Kratzt etwas auf der Zunge. 

      20 Sekunden
      Etwas mehr Partikel und eine hellere Aufgussfarbe, etwas schwächer als zuvor und es ist mehr in die Richtung altes Studentenfutter.
      30 Sekunden
      Hellere, gründlichere Partikel ungefähr so viel wie zuvor.
      Minimal süßlich geworden
      40 Sekunden
      Aufgussfarbe ist heller, gelblicher cremefarbener geworden.
      Minimal nach groben Grüntee und etwas holzig geworden, weniger fruchtig süßlich.
      Es schmeckt in Richtung, des Geruchs von frisch geschnittenen Holz welches Regen abbekommen hat.
       
      Fazit:
      Über karamellisierte Nüsse, nach alten Studentenfutter zu regennassen Holz.
      Interessanter milder passabler Alltagstee, wenn die kratzige Zunge nicht wäre .
      Der 4 gute Aufgüsse bietet und 5 durchhält.
      Weniger zum nebenher trinken geigten bei 70Grad.
      Bei 80Grad hat sich der Geschmack etwas verstärkt, etwas Herbe ist hinzugekommen und leider auch eine sehr starke unangenehme Adstringenz .
      Westlich aufgegossen ist dieser Tee ziemlich langweilig mild und diese warme Richtung ist schwächer ausgeprägt.



    • Von Charyu in Charyus Teetagebuch
         1
      CASO Turbo Heißwasserspender HW660,
      2600 W, 40 - 100°C, 100-400 ml,
      heißes Wasser in Sekunden, effizient und energiesparend, schwarz Edelstahl
       
      Die Funktion ist im Video gut erklärt. Hervorragend geeignet für Gong Fu Cha, Teezubereitung nach Sencha Teezeremoniell, Matcha, etc.
      Wenn man Tee über den Tag trinkt und dafür nicht extra ein zeremonielles Tee Session durchführen möchte, ist dies eine bessere Alternative zu einem herkömmlichen Wasserkocher. Zumal wenn der alte Wasserkocher im Begriff ist, seinen Geist aufzugeben. 
      Das Ding funktioniert wunderbar und ermöglicht mir eine schnelle Zubereitung nach Gong Fu Cha. 
      Einen Wasserfilter brauche ich bei unserem Wasser nicht. Der mitgelieferte Filter sitzt jetzt so lange drin, bis er aufgebraucht ist. Dann entferne ich den, trenne den Deckel ab, verschließe den oberen Einsatz wasserdurchlässig mit dem Deckel des Filters und fülle dies mit Mineralsteinen auf. Da hab ich 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. 
      Damit bin ich glücklich und zufrieden.
       
    • Von Macarona in Macarons und Tee
         0
      Guricha Notsu von einem lokalen Teeladen für 12,00 € für 100g.
      Ich habe diese Teesorte für um die 8 € bei ein paar online Shops gesehen.

      Laut Beschreibung wurde dieser Tee 2015 entdeckt, ist geröstet und gedämpft und soll angenehm würzig grasig schmecken.
      Die Zubereitungsempfehlung auf der Packung ist ziemlich Standard und am Tee vorbei mit 1TL pro Tasse und 80-90 Grad heißem Wasser und 2-3 min ziehen lassen.
       
      Aussehen: viele gebrochene Blattstücke und der Tee ist dunkelgrün mit einigen hellgrünen Stückchen dazwischen, kein intensiv strahlendes Grün.

      Geruch:
      angenehmer Geruch nach feinen Grüntee mit weißer Schokolade, nichts Spezielles.
      Feucht: Es riecht nicht nach grünen Tee, sondern irgendwie angenehm warm, minimal nussig nach Gebäck.

      Aufguss:
      Weil dieser Tee geröstet und gedämpft ist fange ich mit 70 Grad im Kännchen an und 2,25g.
      1 Min 70Grad
      ich verwende ein Sieb weil der Tee so kleinteilig ist. Es sind nur einige kleine Blattstücken reingeraten und einiges an kleinen Partikeln.
      Der Aufguss ist ein etwas bräunliches intensives Gelb und riecht sehr schwach nach Tee.
      schmeckt wie eine Mischung aus groben und feinen grünen Tee sehr ähnlich zum Joonjiak Tee und hat auch noch etwas Eigenes.
      Angenehm Rund mit ein bisschen gerösteten Mandeln im Hintergrund. Der Abgang ist durchschnittlich lang und nach einer Minute auch weg.
      Etwas Adstringenz kommt erst nach der Hälfte des Aufgusses hervor.
      20 Sekunden
      etwas frischer und intensiver geworden, Adstringenz hat etwas zu genommen. Sonst sehr ähnlich

      Nach dem 2. Aufguss wurde es grasiger und weniger intensiv und ab dem 4 Aufguss schmeckte es nach feuchten Teeblättern.
      Nur zwei gute Aufgüsse. Etwas abgekühlt weil ich drei Becher verwendet habe.
       
      Ein nicht wirklich interessanter Tee leider auch zu schnell aufgebraucht als das es ein Tee zum nebenher trinken ist. Vielleicht ist eine andere Aufguss Methode besser geeignet.


      Nächster Versuch:
      1min 60 Grad
      der Tee riecht etwas nach Grüntee,
      Geschmack ist intensiver und etwas frischer als bei 70Grad.
      Diese eher frische Note die bei gedämpften Grüntees eher vorkommt als bei gerösteten, kommt hier mehr hervor und weniger grobe Grünteearomen sind im Hintergrund.
      Dieser Tee ist eher das Gegenteil zum Joongjiak Tee der bei niedrigen Temperaturen eher in Richtung feinen Sencha artigen Grüntee geht und bei höheren in Richtung geröstete chinesische Grüntees wie Nebeltee geht.
      Ich habe das Gefühl eine Mischung aus Miazaki Premium und einfacheren Sencha zu trinken. Minimal etwas Kombu Umami im Hintergrund.
      Etwas angenehme Adstringenz ist im Hintergrund. Überhaupt nicht nussig und der Abgang ist angenehm etwas frisch.

      20 Sekunden
      Dieser Sencha artige Geschmack ist leider schon viel schwächer geworden, gröbere Aromen sind im Vordergrund
      Nur wieder 2 gute Aufgüsse und danach lässt der Tee wieder schnell nach.
       
      Westlich: 2 min 70Grad 0,75g
      Ist etwas nussiger und mehr nach gröberen Grüntee als bei der Gong Fu Methode.
      Minimal grasig und etwas Adstringenz
      3 min
      Etwas grasiger und frischer geworden
      4 min
      Grasiger und stark nach feuchten Teeblättern Tee ist aufgebraucht.

      Ich denke dieser Tee brauch ein kaltes Bad, wenn es nur zu zwei guten Aufgüssen mit warmen Wasser reicht.🥶😉



  • Gleiche Inhalte

    • Von chenshi-chinatee
      Hallihallo! 
      Es ist mal wieder soweit; knapp zusammengefasst:
      Ab jetzt bis Donnerstag gibt es 12% mit den Gutscheincode
      "rainydays"
      Allerding nur auf Tees, nicht auf Geschirr! 
      Weiterer Ausblick: 
      Neue Grüne und Schwarze Tees sind bereits unterwegs und sollten bis Mitte November auch ankommen u.a.:  Guyu Longjing - d.h. eine spätere Pflückung die tendenziell damit auch günstiger und etwas stärker im Geschmack ausfällt Waschechter Qingming Huangshan Maofeng, neben Longjing der China Grüntee Wuyishan Jinjunmei - etwas für kalte Herbst und Winternächte Neue Pu-erh werden auch noch geordert wobei hier der Fokus auf 2021er Tees fallen wird sowie wieder die Bestände an alten Tees aufzustocken, namentlich z.B. den 8582 oder den Songpin Hao Green Label.
       
    • Von HJ0001
      Hallo, 
      Ich möchte folgende Teesorten bestellen:
      - Qing Xin High Mountain Oolong (idealerweise Alishan oder Lishan) 
      - Jing Xuan High Mountain Oolong / Milky Oolong (idealerweise Alishan oder Lishan)
      - Cui Yu Oolong (bevorzugt Jade Oolong) 
      - Si Ji (Vier Jahreszeiten) Oolong 
      Also jeweils einen Tee der vier Hauptkultursorten für Oolong in Taiwan. 
      Außerdem:
      - Red Jade Black Tea (Sun and Moon Lake, #18) 
      - Sencha
      All diese Tees sollten in einem Preisbereich liegen, der sie einigermaßen alltagstauglich macht, schätzungsweise etwa 15 Euro pro 50 gramm oder weniger. 
      Teekontor Kiel hat Sencha und Red Jade im Angebot, jedoch wenig Auswahl beim taiwanischen Oolong, und der Großteil sind hochwertige Oolong von Meister Atong, die über meinen Preisvorstellungen für den Alltag liegen. 
      What Cha hat die all der genannten Tees im Angebot, wobei der Jin Xuan jedoch kein High Mountain Tea aus Lishan oder Alishan, sondern vom Mt. Bamboo. Außerdem wird auf der Website darauf hingewiesen, dass die Lieferzeiten bis zu 8 Wochen innerhalb der EU betragen können (was ein Tippfehler sein könnte, denn das wäre laut eigenen Angaben langsamer als weltweite Lieferungen). 
      1. Kann jemand etwas über die Tees von What Cha sagen? Sind sie qualitativ gut (natürlich nicht verglichen mit den hochwertigsten Tees)? 
      2. Hat jemand Erfahrungen mit den aktuellen Lieferzeiten? 
      3. Was für Alternativen gibt es, die alle meine Anforderungen erfüllen? Eine deutsche/europäische Alternative wäre mir am liebsten, da ich den Tee gerne schnell hätte und auf die 7% Steuer auch lieber verzichten würde. 
      Ich bin aber dennoch für weltweite Empfehlungen offen. Taiwanteacrafts war hier mein erster Gedanke. 
      Vielen Dank! 
    • Von ValeTea
      Welchen Tee trinkst du denn gerne am Abend? Ist ein Ripe Pu-Erh am Abend (ab 18Uhr) zu empfehlen?
    • Von chenshi-chinatee
      Es ist mal wieder soweit, passend zur Witterung, nur noch heute 12% mit dem Gutschein "rainydays" 
      Hier auch eine zusammenfassung der Zugänge der letzten paar Monate: 

      •    Wieder im Programm Xihu Longjing 2021
      •    Und komplett neu Bamboo Spout Maojian 2021
      •    Unser Dancong Flagschiff Caolanxiang Dancong 2021 
      •    Dem Allrounder Milanxiang Dancong 2020
      •    Der etwas andere Anxitee, der kein Tieguanyin ist Jade Benshan Wang 2021
      •    Ein archetypischer Yancha Rougui 2021
      •    Und noch ein Pu-erh der eher schon zu den alten Schinken gehört Liming Peacock's Hometown (sheng) 2006
      •    Nicht neu aber den letzten Tong noch ergattert: Spring Laoman'e Gushu (sheng) 2020
      •    Oolong Fragrant-Spiced Charcoal Tieguanyin (Iron Goddes of Mercy) 1993 hier ein bisschen aufgepasst, dieser ist relativ aufdringlich im Geruch und Geschmack, das ist nicht jedermanns und -fraus Sache! Wer lieber eine milde Version möchte ist hiermit besser beraten -->
      •    Oolong Aged Charcoal Tieguanyin (Iron Goddes of Mercy) 1998
      •    Ein relativ frischer Tee, mit Blattgut aus Laoman'e aus Bäumen mit ca. 100-300 Jahren alter Mountain Hike Laoman'e Gushu (sheng) 2020
      •    Dazu Kontrast, mittelalter Liming, relativ günstig Liming Early Spring Silver Hair (sheng) 2009
      •    Und wer keine Lust auf gepressten Pu-erh hat, dem kann hier geholfen werden Loser Pu-erh Tee Banpen (sheng) 2020
      Bei Fragen und Anregungen gerne immer Mail oder WhatsApp an uns.
      HIER gehts zum Shop
      Viele Grüße, Chris

       
    • Von der Teetyp
      Zu Valley of Tea konnte ich hier im Forum - hoffentlich bin ich nicht einfach zu doof zum Suchen - noch keinen Thread finden, also mache ich mal einen auf. Ich gehe erst mal davon aus, dass Valley of Tea bloß ein anderer Name für irgendeine Massenabfertigung ist.
      Hintergrund: Ich wollte mal einen Pouchong probieren und die sind nicht leicht im lokalen Handel zu finden, insofern habe ich bei Amazon zugegriffen. 12,82 Euro für 50 Gramm derzeit. Drauf steht „Chinese“, aber Taiwan ist ja nicht so recht chinesisch. (Zack, schon Einreiseverbot in China. 😀) Da ich zurzeit nicht zu Hause bei meiner Gusseisernen bin, habe ich mal die klassische Zubereitung „Sieb im Kaffeebecher“ bei 90 Grad und etwas zu langer Ziehzeit - ich hätte mir einen Timer stellen sollen, mach ich beim nächsten Aufguss... - gewählt.
      Ich bin völliger Teeverkostungslaie, aber ich dachte, ich schreibe mal was drüber:
      Farbe: Grün mit deutlichem Olivanteil. Mundgefühl: Seidig weich, dann adstringierend (naja, is’ halt Tee). Nase: Irgendwie dünn, aber das könnte an meiner Tagesform liegen. Der Tee riecht erstaunlich salzig (wie im Saunadampfbad), aber auch leicht orangefruchtig. Mit der Zeit stellen sich Kräuter wie Heidekraut heraus. Geschmack: Meine erste Assoziation war Zitrone(nschale), aber dabei kein bisschen bitter; dahinter Muskatnuss (immer stärker werdend) und Vanille, dazu wieder die Kräuter aus der Nase. Ich frag’ mal die Expertenrunde: Sind Pouchongs immer so? Ich könnte mich daran gewöhnen.



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