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    • Von Macarona in Macarons und Tee
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      Bio China Enshi Hubei Cui Lü first flush

      Kurze Anmerkung vorweg, ich habe versuch die Textabstände wie gewohnt einzustellen, dieses hat leider nicht funktioniert und der Textabstand ist mit einer Zeile zu groß geraten.
      Ich vermute das es etwas mit der Forumssoftware zu tun hat, bevor die upgedatet worden ist funktionierte es mit den Abständen.
      Ich entschuldige mich jetzt schonmal für die seltsame Textformatierung.

      Dieses Mal einen Bio Cui Lü first flush aus der Präfektur Enshi aus der Provinz Hubei für 11,90€ pro 100g von TKK.
      Laut Beschreibung ist dieser Tee fruchtig frisch mit einer ausgeprägten Süße, Aprikose im Hintergrund und einer leuchtend grünen Tasse. 
      Der Name bedeute grüne Jade.
      Die Tabelle sagt: mild, blumig, fruchtig und frisch 
      Zubereitungsempfehlung: ca. 2 EL/1L,70–75 °C, 1-2 Minuten und bei Dosierung etwas sparsamer vorgehen. 

      Aussehen:
      Wenig Bruch und sehr wenige Blattstängel, etwas zerknüllte zusammen gedrehte Blattstücke.
      Dunkelgrün mit etwas gräulichen Bereichen und ein paar etwas dunkel gelbgrüne Blattstücke.

      Geruch:
      Trocken intensiv nach Grüntee in Richtung Joongjak, mit fruchtigem Geruch den ich nicht zuordnen kann, etwas eigen.
      Aprikose rieche ich nicht raus.
      Aufguss:
      1Min 1,25g 70 Grad
      Wenige kleine Partikel und die Aufgussfarbe ist ein schwächeres gelbgrün und mehr gelb als grün, erinnert mich an Frühling.
      Der Geschmack ist interessant und für mich ungewöhnlich, schmeckt als hätte jemand Eistee machen wollen und statt getrocknete Pfirsiche Aprikosen verwendet. 
      Statt leicht im Hintergrund habe ich die Aprikosennote im Vordergrund und es ist geschmacklich etwas anders als getrocknete Aprikosen aufzugießen, etwas süßer. 
      Vor lauter Aprikose sind die Grünteearomen schwieriger herauszuschmecken. 
      Es ist als, wenn die Grünteearomen ineinander übergehen und keine ausgeprägten Aromen dabei sind, es ist sehr mild ausgewogen. 
      Eher sanft, also nicht frisch und herb. Minimal ist Umami im Hintergrund.
      Minimale Adstringenz und es hat einen langen Abgang nach Aprikose.
      20 Sekunden
      Einiges an Partikeln in der Schale und der Aufguss ist etwas intensiver und eine Nuance grünlicher geworden.
      Ein bisschen frischer und intensiver im Geschmack geworden.
      Ich habe ein etwas Kribbeliges brennen auf der Zungenspitze bekommen, welches aber schnell nachlässt.
      30 Sekunden
      Farblich wieder wie am Anfang und einige Partikel in der Schale.
      Aprikose ist etwas schwächer geworden. Minimale Herbe ist hinzugekommen.
      Das Gefühl auf der Zungenspitze hat sich ausgebreitet und ich habe das Gefühl eine unreife Ananas gegessen zu haben.
      40 Sekunden
      wieder viele Partikel und etwas gelblicher geworden.
      Gröbere Grünteearomen sind dazu gekommen und es fängt an grasig zu werden.
      Aprikose sehr im Hintergrund. Es brennt stärker auf meiner Zunge 
      Fazit:
      Interessant, dass Grüntee so ein intensives Aprikosenaroma entwickeln kann, 4 gute Aufgüsse und maximal 6 bei 70Grad.
      Der Grüntee verändert sich von mild und ineinander übergehende Aromen in gröbere und grasiger.
      Die Aprikose erschlägt den Grüntee etwas und dadurch ist es schwieriger die Grünteearomen herauszuschmecken. 
      Leider reagiert meine Zunge auf den Tee wie bei einer unreifen Ananas und das stört ziemlich beim Tee trinken.
      Das Brennen auf meiner Zunge wird ungünstigerweise auch stärker mit der Anzahl von Aufgüssen.
       
      Bei 80Grad ist der Tee etwas interessanter,
      der Geschmack des Grüntees kommt gut durch und die Aprikose steht direkt hinterm Grüntee.
      Erst ist der Grüntee zu schmecken und einen kurzen Moment später kommt die Aprikose.
      Es nicht ganz so eintönig mild wie bei 70Grad und mittel grobe Aromen sind im Vordergrund und feinere Aromen nicht ganz in Richtung Sencha sind schwach im Hintergrund. 
      Erinnert mich an schlichten günstigen Grüntee in Richtung Gunpowder, mit ein bisschen Bancha gemischt.
      Der Grüntee wird mit den Aufgüssen gröber und weniger fein und die Aprikose lässt nach. 
      Ich merke nur ein bisschen Kratzen auf der Zunge. 😌
      Die Moleküle, die das Brennen ausgelöst haben werden bei 80 Grad zum großen Teil zerstört.

      Der Grüntee Part ist mir leider etwas zu langweilig geraten und ergänzt die Aprikose nicht so gut.
      Ein bisschen mehr verschieden heraus schmeckbare Aromen, statt das es so sehr mild ineinander übergeht 
      oder in Richtung eines intensiveren etwas gröberen Grüntee hätten dem Tee gutgetan. 
      Der Tee ist auch nicht gerade günstig mit einem Preis von 11,90€ pro 100g. 
      Ich werde später ausprobieren mit welchem Tee dieser gut ergänzt werden kann, um ein etwas vielfältiger zu schmecken. 
      Nachkaufen werde ich den Tee eher nicht. 
      Ich könnte mir auch eine Mischung aus getrockneten Aprikosen und einem interessanteren Tee aufgießen statt diesem Chu Lü. 


    • Von Macarona in Macarons und Tee
         0
      Weißer Tee Guangxi White Buds von dem Teeladen wo ich auch den Nebeltee Tee gekauft habe.
      5,40 € pro 100g laut Beschreibung ist dieser Tee handgemacht und besteht fast ausschließlich aus den Knospen. Geschmacklich soll dieser Tee süß und mild aromatisch sein.
      Zubereitungsempfehlung 3min 80Grad 1TL pro Tasse.
      Ich habe gelesen, dass weißer Tee länger als Grüntee ziehen gelassen werden sollte, weil die Aromen schwächer sind als bei Grüntee.
      Der Name kommt von diesen weißen silbrigen Fasern die die Teeblattknospen weißer erscheinen lassen und diese Blattknospen verlieren diese Fasern,
      wenn sie größer werden und aufgehen.
      Weißer Tee enthält überwiegend diese früh geernteten Blattknospen.
      Je nach Sorte kann weißer Tee ein paar Prozent oxidiert sein, um einen etwas weicheren, blumigeren Geschmack als Grüntee zu entwickeln.
      Die Verarbeitung kann bei weißem Tee unterschiedlich sein, z. B. nur getrocknet, getrocknet und anschließend mit heißer Luft erhitzt und fixiert oder geröstet in Eisenpfannen.
      Die weißen Teesorten, die nur getrocknet worden sind können mit der Zeit oxidieren und auch mit Bakterien fermentieren.
       
      Den Tee habe ich einige Monate in meinem Schrank aufbewahrt, weil ich gelesen hatte, dass weißer Tee mit der Zeit nicht schlechter wird wie viele Grüntees,
      sondern sich auch umwandelt und reifen kann.
      Ich vertraue dem Tee nicht ganz und habe den dann doch vor einigen Monaten in den Kühlschrank gelegt.
      Ich weiß aber nicht mehr wann das war.

      Aussehen:
      Lange dünne auf der schmalen Seite aufgerollte etwas krumme Blätter und ein paar größere Blattstücke sind auch dabei.
      Viele fühlen sich samtig an durch die kleinen haarähnlichen Fasern.
      Alle Blätter haben diese Fasern in unterschiedlicher Menge dran, einige sind voll davon und andere haben kaum welche.
      Viele silbrig grüne Blätter und einige dunkelgrün gräuliche und etwas gelb grünliche Blätter.

      Geruch:
      Von dem weißen Tee hatte ich mir schon etwas zum Probieren herausgelegt, bin aber dazu seit Monaten nicht gekommen und habe etwas „frischeren“ Tee aus dem Kühlschrank geholt.
      Ich kann mich erinnern, dass der Tee damals ziemlich ähnlich zu dem Sencha aus demselben Teeladen roch, also dieses eher süßliche frische.
      Der Tee riecht schon noch in Richtung Sencha es hat sich aber ein etwas warmer Grüntee Geruch darüber gelegt und der Sencha ist mehr im Hintergrund.
      Feucht riechen die Teeblätter sehr speziell und nicht wie ich Tee kenne und ich kann es nicht zuordnen.

      70Grad 1Min 1,24g
      etwas dunkle Partikel und etwas gelbgrünlich frisch, etwas weniger farbintensiv als andere gelbgrüne Tees sieht etwas verdünnt aus im Vergleich.
      Riecht etwas nach frischen grünen Tee und schmeckt auch etwas in Richtung frischer grober Grüntee in Richtung Nebeltee und etwas Eigenes im Hintergrund,
      was ich nicht so zuordnen kann.
      Sehr mild und dabei nicht langweilig. Etwas Umami im Hintergrund und ein interessanter etwas frischer Abgang der nur kurz nachhallt

      30Sekunden
      Etwas weniger intensiv von der Farbe und ähnlich viele Partikel.
      Minimale Adstringenz und Herbe ist dazu gekommen und das Umami wurde schwächer.
      45 Sekunden
      etwas gelblicher geworden.
      Sehr grobe Grüntee Aromen sind hinzugekommen in Richtung Grünteeblätter essen und es ist etwas herber geworden und adstringierender.
      1min
      Etwas heller, grünlicher und grasiger geworden.
      1min 30
      Ziemlich grasig geworden
      2min
      Grasig und nach feuchten Teeblättern

      Fazit:
      Ein Tee der mild mit etwas Umami anfängt und immer gröber und grasiger wird bei 70Grad.
      Je mehr Aufgüsse, desto weniger Aufmerksamkeit braucht dieser Tee.
      4 gute Aufgüsse und 1 trinkbaren und als Alltagstee so brauchbar.

      Bei 80 Grad wird der Tee interessanter und die besonderen Noten kommen besser hervor als bei 70Grad.
      Der Tee hält auch besser durch und verändert sich vom milden Tee zu gröberen Grüntee zu etwas einfachen blumigen roten Tee (Hongcha) im Hintergrund.
      Bei 80Grad braucht der Tee mehr Aufmerksamkeit und eignet sich nicht so gut zum nebenher trinken, weil einiges von den Aromen verpasst wird.
      5 gute Aufgüsse und 2 trinkbare
      ich habe diesen auch mit 1 Minute 70Grad und eine Minute extra pro Aufguss aufgegossen
      und es hat sich von interessanten milden Grüntee zu einfachen eher milden blumigen fruchtigen roten Tee entwickelt und selbst der 5 Aufguss war noch trinkbar.
      Dieser Tee hält etwas länger durch als in dem Preisbereich üblich, und die eine Minute mehr Methode ist die passendere Methode,
      um diesen nebenher zu trinken.
      Da verlangt dieser Tee nicht nach viel Aufmerksamkeit und entwickelt sich stärker in Richtung roten Tee und nicht nur so ein bisschen im Hintergrund.

      Dadurch dass sich dieser Tee interessanter verändern kann und bei 70 Grad mir etwas besser schmeckt als der Yin Xiang,
      würde ich diesen weißen Tee über diesen Yin Xiang einordnen in dieser noch kleinen Gruppe von Grüntees,
      die geschmacklich in Richtung roten Tee gehen bei höheren Temperaturen.
      Ein Tee für die Tage an denen ich mich nicht zwischen Grüntee und roten Tee entscheiden kann. 
      Bei meiner normalen Grünteeaufguss Methode bildet sich kein Geschmack nach roten Tee, es geht dann nur in die grasiger Richtung mit den Aufgüssen und es ist mir etwas mild.
      Es kann sein das die Rottee-Richtung durch die Lagerung bei mir passiert ist.

      Emei Spring ist für mich nicht in dieser Gruppe von Grüntees die in Richtung roten Tee sind, wegen dem Kaffeearoma bei 70 Grad und dadurch, das dieser sich durch die Lagerung in die warme geröstete Richtung entwickelt hatte.


    • Von Macarona in Macarons und Tee
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      Gelber Tee Yinzehn

      Diesen Tee habe ich zusammen mit dem Guricha Notsu gekauft und weiß leider nicht mehr welcher von den beiden 12 und welcher 8€ gekostet hat pro 100g,
      es steht leider auf dem Kassenzettel nicht drauf. Im Onlinehandel hat diese Teesorte eine Preisspanne von 8-10€.
      Laut Beschreibung ist der Tee nur aus den oberen Trieben hergestellt worden und schmeckt süßlich und erinnert an Maronen und Nüssen und ist honiggelb im Aufguss.
      Dieser Tee stammt aus China.
      Zubereitungsempfehlung 1TL pro Tasse 80Grad und 3min


      ich habe diese Teetüte leider nicht mit einem Klipp zugemacht, sondern nur mit dem Draht und es kann sein das dieser Feuchtigkeit gezogen hatte, die Kügelchen waren leider schon grün.
      Leider habe ich auch vergessen ein Foto vom nassen Tee zu machen.
      Ich verwende die Untertasse meines Gaiwan als Deckel, weil mir dieser kaputtgegangen ist und ich momentan auch keinen nachkaufen kann.

      Aussehen:
      Dunkelgrün, etwas bräunlich, ein paar Blattstängel sind auch dabei.
      Manche Blätter sind zusammengeknüllt.

      Geruch:
      Trocken nach gerösteten grünen Tee in Richtung Houjicha, minimal rauchig und fruchtig im Hintergrund

      Aufguss 1,24g und 70Grad:
      1 Min
      Kaum Partikel in der Schale und die Farbe des Aufgusses ist ein etwas schwaches gedämpftes gelb mit einem minimalen Grünstich.
      Zwischen Palegoldenrod EE E8 AA und Beige F5 F5 DC nur etwas weniger intensiv als PaleGoldenrod und nicht ganz so grünlich wie Beige.
      Der Tee riecht und schmeckt etwas in Richtung Houjicha etwas holzig, nach Kräutern und mittel grobe Aromen die ich nicht zuordnen kann.
      Es ist nicht ganz so stark geröstet wie der Houjicha und schmeckt mir etwas besser als dieser.
      Etwas nussig im Hintergrund minimal nach Maronen, gut das es nicht stark in die Richtung schmeckt.
      Maronen mochte ich schon als Kind nur in der Pilzform und nicht in der Nussform.
      Kaum nach den für mich typischeren Tee Aromen. Abgang ist ziemlich lang von dem Tee und schmeckt minimal anders als der Tee selbst.

      Kurz
      Es ist ein gerösteter leicht nussiger Tee, sonst relativ langweilig wie eine Torte, die nur aus einer Schicht besteht und nicht aus vielen verschiedenen.
      Wird mit den Aufgüssen nur grasiger und etwas adstringierender.
      4 gute und langweilige Aufgüsse und 5 gesamt.
      Bei 80 Grad ist der Tee etwas intensiver und interessanter, minimal in Richtung holzig warm, aber immer noch recht langweilig.
      Westlich aufgegossen mit 80Grad ist bis jetzt das interessanteste. Der andere gelbe Tee ist besser als dieser hier.

      Ich habe auch eher den Eindruck das es sich mehr um einen stark gerösteten Grüntee handelt statt einem gelben Tee.
      Vielleicht wurde dieser Tee mit einer Art abgeschwächte Produktionsweise für gelben Tee produziert.
      Es könne auch eine Art Unfall sein und dieser Tee wurde nicht richtig produziert für einen Grüntee und die erfolgte Produktion ging eher in Richtung gelber Tee.
      Könnte auch einfach als gelben Tee bezeichnet worden sein, statt Grüntee, um besser verkauft werden zu können. 
      Für 8 € habe ich eine interessantere Auswahl auf dem Teemarkt und ich denke das 8 € zu teuer ist für diesen "gelben" Tee.


    • Von Macarona in Macarons und Tee
         0
      Gelber Tee Kekecha von TKK für 7,90€ pro 100g
      Mir ist geschmacklich mal nach etwas anderen als Grüntee.
      Deshalb probiere ich mal einen gelben Tee.
      Laut der Beschreibung hat dieser Tee ein großes Blatt und eine honiggelbe Tasse und stammt aus der Provinz Guangdong.
      Geschmacklich mild, frisch und rein mit einer leichte Bitternote die sich in süße umwandelt,
      Laut Tabelle: mittel kräftig, fruchtig, würzig, fein herb
      Zubereitungsempfehlung 2EL pro Liter, 1-2,5min und 70-80Grad

      Gelber Tee ist schwächer fermentiert als grün ausgebaute Oolongs und eine eigene Kategorie und kein sehr schwach fermentierter Oolong,
      weil sich die Produktion unterscheidet und gelber Tee mit feuchter Wärme oxidiert.
      Der gelbe Tee, den ich hier habe, enthält wenig Koffein und mehr Theobromin und ist auch für abends geeignet, vermutlich durch die Herstellung.
       
      Den Tee hatte ich im Schrank, weil dieser Tee weniger empfindlich wie Grüntee bei Lagerung ist.
      Ich kann nicht ausschließen, dass der Tee sich etwas verändert hat durch Feuchtigkeit. 
      Die Verpackung habe ich Anfang dieses Jahres aufgemacht, um etwas davon zu tauschen.
      In die Packung habe ich einen ein Teebeutel mit diesen Entfeuchter Kügelchen hereingelegt.
      Diese waren beim Aufmachen der Verpackung leider schon grün und mit Feuchtigkeit gesättigt. Ich hätte die schon eher austauschen sollen.
      Damals habe ich auch nicht so auf den Geruch des Tees geachtet.
      Es roch als wäre ein blumiger roter Tee und ein eher fruchtig riechender roter Tee gemischt worden, soweit ich mich erinnern kann.

      Aussehen:
      lange krumme dünn zusammengerollte Blätter und große Blattstücke und einige wenige Äste.
      Es geht farblich von dunkelgrün grau nach hell graugrün zu gelbbräunlich.
      Ein bisschen weißer Flaum von den Knospen ist zu sehen.

      Geruch:
      Bei dem Aufmachen der Verpackung riecht es erst fast wie diese Kräuter Hustenbonbons in der runden weißen Dose aus einer Apotheke und irgendwie etwas fruchtiger.
      Als der Geruch verflogen war, wurde ein Pferdestall geöffnet in dem Tee lagert und es roch nach etwas feuchten Heu, also Silage und etwas Pferd.
      In dem Pferdestall war noch ein schwächerer Duft nach Tee, der wie grober günstiger Grüntee riecht in Richtung Gunpowder.
      Also nicht komplett in Richtung Pferdestall, sondern etwas angenehmer besser.
      Der Tee auf dem Teller riecht angenehmer, weniger nach Stall, sondern mehr nach Kräuterbonbon, fruchtig, holzartig und warm.

      Feucht nach roter Tee mit Kräuterbonbon, Pferdestall ist weg und jeder Aufguss mehr hat das warme Kräuterbonbon Aroma mehr in den Vordergrund gerückt.
       
      Aufguss:
      Ich werde es erst mal so ausprobieren wie mit einem Grüntee, weil die Aufgussart sich nicht wirklich unterscheidet wie meine Recherchen im Internet ergeben haben.
      1,24g 70Grad 1 Min
      Kaum sehr dunkle fast schwarze Partikel in der Schale und der Tee hat eine helle aprikosenfarbene minimal bräunliche orange Aufgussfarbe,
      ungefähr verdünnt und etwas dunkler als die Web-Farbe Bisque FF E4 C4.
      Der Tee riecht kaum nach etwas.
      Milder warme Aromen nach karamellisierten Nüssen und etwas fruchtig.
      Leider ist ein bisschen stechender Geschmack im Hintergrund als, wenn etwas Korianderkraut mit aufgegossen worden ist.
      Schwacher leicht blumiger Nachgeschmack.
      Schmeckt überhaupt nicht nach gewohnten Tee. Hat sehr etwas Eigenes vom Geschmack her und etwas Adstringenz.
      Kratzt etwas auf der Zunge. 

      20 Sekunden
      Etwas mehr Partikel und eine hellere Aufgussfarbe, etwas schwächer als zuvor und es ist mehr in die Richtung altes Studentenfutter.
      30 Sekunden
      Hellere, gründlichere Partikel ungefähr so viel wie zuvor.
      Minimal süßlich geworden
      40 Sekunden
      Aufgussfarbe ist heller, gelblicher cremefarbener geworden.
      Minimal nach groben Grüntee und etwas holzig geworden, weniger fruchtig süßlich.
      Es schmeckt in Richtung, des Geruchs von frisch geschnittenen Holz welches Regen abbekommen hat.
       
      Fazit:
      Über karamellisierte Nüsse, nach alten Studentenfutter zu regennassen Holz.
      Interessanter milder passabler Alltagstee, wenn die kratzige Zunge nicht wäre .
      Der 4 gute Aufgüsse bietet und 5 durchhält.
      Weniger zum nebenher trinken geigten bei 70Grad.
      Bei 80Grad hat sich der Geschmack etwas verstärkt, etwas Herbe ist hinzugekommen und leider auch eine sehr starke unangenehme Adstringenz .
      Westlich aufgegossen ist dieser Tee ziemlich langweilig mild und diese warme Richtung ist schwächer ausgeprägt.



    • Von Charyu in Charyus Teetagebuch
         1
      CASO Turbo Heißwasserspender HW660,
      2600 W, 40 - 100°C, 100-400 ml,
      heißes Wasser in Sekunden, effizient und energiesparend, schwarz Edelstahl
       
      Die Funktion ist im Video gut erklärt. Hervorragend geeignet für Gong Fu Cha, Teezubereitung nach Sencha Teezeremoniell, Matcha, etc.
      Wenn man Tee über den Tag trinkt und dafür nicht extra ein zeremonielles Tee Session durchführen möchte, ist dies eine bessere Alternative zu einem herkömmlichen Wasserkocher. Zumal wenn der alte Wasserkocher im Begriff ist, seinen Geist aufzugeben. 
      Das Ding funktioniert wunderbar und ermöglicht mir eine schnelle Zubereitung nach Gong Fu Cha. 
      Einen Wasserfilter brauche ich bei unserem Wasser nicht. Der mitgelieferte Filter sitzt jetzt so lange drin, bis er aufgebraucht ist. Dann entferne ich den, trenne den Deckel ab, verschließe den oberen Einsatz wasserdurchlässig mit dem Deckel des Filters und fülle dies mit Mineralsteinen auf. Da hab ich 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. 
      Damit bin ich glücklich und zufrieden.
       
  • Gleiche Inhalte

    • Von Onggi
      Hallo zusammen,
      ich bin ja hier bekannt als Mann fürs ganz Grobe: Ramponierte Eisenkannen und schwere Matcha-Schalen. Denn ich zerschlage einfach alles an schönen, zarten Dingen. Häßliche Dinge (in meinen Augen) überleben leider, wie zahlreiche Weihnachtsgeschenke eindrucksvoll demonstrieren, zum Teil über Jahrzehnte.
      Nun habe ich mich in einem Moment größter Schwäche überwältigen lassen von positiven Berichten und wunderschönen Fotos der Arbeiten von Peter Kuo, einem Keramikkünstler aus Taiwan, der im angloamerikanischen Raum offenbar viele Freundinnen und Freunde in der Community hat. Hier im Forum ergab die Suchfunktion zumindest damals noch keinen Treffer. Ich habe dann gleich ein Kännchen bestellt und kann nun berichten.
      Man muss das Produkt vom Transport trennen! Abgeschickt wurde das Kännchen nämlich erst gute 6 Wochen nach Bestellung und (üppiger!) Bezahlung... Und auch wohl nur, weil ich mich trotz ausbleibender Antworten nach Bitte um Trackinginformation nicht habe entmutigen lassen (wohl aus der Sicht der überaus reizenden Kollegin aus dem Atelier des Meisters). In Wahrheit hatte ich mein Geld und die Ware längst abgeschrieben. Ich ärgere mich immer kurz, dann verdränge ich es, damit ich mir nicht den Blutdruck ruiniere. Zünglein an der Waage war wohl, dass ich irgendwann darauf hingewiesen habe, ich würde mich an den Käuferschutz von Paypal wenden. Dann folgten zahlreiche Entschuldigungen aus Taiwan und ein Foto der Zustellinformationen, die allerdings so verquer ausgedruckt waren, dass ich nicht an die Kombinationsfähigkeit und investigative Intuition meiner Neuköllner Zusteller glauben mochte. Für mich war das Ding zwar abgeschickt, aber für immer in den Verliesen von DHL begraben. Wie soll man mich jemals finden OHNE POSTLEITZAHL!? Aber die jungen Leute haben es nach gerade einmal drei Wochen geschafft und das Paket kam an. 
      Zum Kännchen: Zauberhaft. Wirklich sehr schön. (Ich muss allerdings sagen, dass die wunderschöne Teekeramik aus Tschechien oder vom TKK oder so mindestens ebenso schön, jedoch viel mehr "peace of mind" hinsichtlich des Transports bereitet. Ich werde gänzlich ohne Mühe künftig ohne Pakete aus Taiwan leben können!) Das Kännchen besteht aus verschiedenen Tonsorten, die hinsichtlich eines optimalen Geschmacks kombiniert sein sollen. Es ist eine Ascheglasur von außen, von innen ist es unglasiert. Auf dem Deckel etwas Vergoldung. Es fasst max. 150ml, eher 130ml reale Füllmenge. Mir hat der Griff sehr gut gefallen, mal was anderes als immer nur rund wie sonst. Empfohlen wird der Genuß von Oolong, alternativ Puer. Offensichtlich soll der Ton mit diesen Tees besonders gut harmonieren. Nun, meine Zunge wird noch Jahre brauchen, um solche Feinheiten schätzen zu können.
      Meine Frage an die Experten der taiwanesischen Teekultur: Wozu dient die Schale? Geliefert wurde das Kännchen mit einer Schale, in der es auch stehen kann (s. Screenshot der HP des Künstlers). Ich kenne es nicht, dass man kleine Kännchen in eine solche Schale stellt. Man könnte meinen, dass sie dazu dient, danebengehendes Wasser/Tee aufzunehmen etc. Die Schale ist sehr rauh glasiert und an einigen Stellen auch unglasiert, also keine Schale für Tee (also nicht SO unglasiert wie unglasierte Teeschalen sind, sondern eher "wild"). Es ist auch die Schale vom Foto. Ich finde, dass beides zusammen sehr gut aussieht, richtig beeindruckend. (Damit werde ich künftig Gäste erschrecken, die keinen Sinn für feine Tees haben. Da zieht Keramik immer. Es erleichtert ihnen, irgendwas zu sagen wie: "Also der Pu, ich weiß ja nicht. Aber das Kännchen ist süß. Ist das Gold da oben?")
      Für mich ist so was ganz neu. Aber sicherlich ist es für die versierten Experten völlig klar, was es funktional damit auf sich hat. Ich würde mich sehr über Erklärungen freuen, wenn es denn etwas anderes sein sollte als nur eine nette Idee zu einer ästhetischen Kombination. Auch damit wäre ich natürlich zufrieden.
       





    • Von miig
      Hallo zusammen,
      ich hab mich ein wenig in das Hasenloch der Kannenmaterialien und Kochzeiten begeben. Hab ja 2015 eine wunderschöne Tetsubin gekauft, mit der ich leider eine ziemlich bewegte Geschichte durchlebt hab.
      Ein Teil des Problems war die Tatsache, dass die Kanne ziemlich lang zu brauchen schien, bis das Wasser kocht, und ich nie wusste, wie viel Hitze sie verträgt. EIn Problem, das mich jetzt noch umtreibt. Insofern hab ich mal ein paar Daten erfasst und für mich einige Fragen beantwortet.
      Ich hab also gemessen, wie lange das Wasser zum Kochen braucht. Ausgangssituation war immer: 750ml Wasser bei Raumtemperatur, Kochplatte ist auch zimmerwarm, also ohne Restwärme. Das hab ich dann mit meiner leistungsgesteuerten (=hat keine Temperatur-Automatik) elektrischen Heizplatte auf den Stufen 2, 2,5 und 3 probiert. 3 ist volle Leistung, also 1000 Watt.
      Der Standard ist die Edelstahl-Kanne von SUS, die nicht nur sträflich unterbewertet ist, sondern auch noch die Kochplatte exakt abdeckt mit jeweils 14,5 cm Durchmesser.
      Da von der Leistung der Platte bei nicht vollständiger Abdeckung auch nicht alles ankommt, hab ich auch noch die Bodenfläche der Kannen vermessen, und die Abdeckung in Prozent mit der Kochzeit multipliziert. Das gibt also einen Richtwert, wie die Kochzeit ausfiele, wenn die Kannen die Platte komplett abdecken würden. Hierbei ist angenommen, dass die Platte die Hitze gleich abgibt, was ich mangels Wärmebildkamera nicht testen konnte l
      Leider hab ich meine taiwanesische Glaswasserkanne mal zerdeppert, wäre interessant gewesen, diese noch dabei zu haben. Induktions- und Infrarotplatten oder gar Holzkohle waren ebenfalls nicht Teil des Experiments.
      "Kochen" wurde nur optisch und visuell festgestellt wenn ungefähr das Fischaugen-Stadium erreicht war. Es war gar nicht so einfach, den Kochzeitpunkt festzustellen, da ich ja den Deckel geschlossen lassen wollte und die Kannen sehr unterschiedlich klingen und sich verhalten. 
      Die Tonkanne von Lin's ist viel leiser, somit ist da das Kochen deutlich weniger zu hören. Und der Übergang von "Fischaugen" zu brodelndem Kochen ist sehr subtil, das Wasser gerät bei Weitem nicht so in Wallung. Ich vermute, dass die poröse Oberfläche das Wasser bremst.
      Hier die Daten:

       
      Erkenntnisse:
      - Das Material macht hinsichtlich Wärmetransfer erstaunlich wenig aus. Wenn man mit Sandwich-Edelstahlpfannen kocht, ist es ein sehr deutlicher Vorteil gegenüber Gusseisen, deswegen hatte ich da mehr erwartet. Aber es geht da wohl vor allem ums kurzfristige Erwärmen und weniger um längerfristige Effekte über mehrere Minuten hinweg.
      - Das Material macht halt indirekt etwas aus, weil man eben so eine Sandwich-Heizplatte mit Temperaturschocks und konzentrierten Hitzequellen malträtieren kann, ohne dass die mit der Wimper zucken. Drum gehen da auch brachiale Induktionsleistungen gut - das elastische Material gleicht das locker aus.
      - Oberfläche ist somit Trumpf - vor allem bei Materialien, die eben eine gewisse Empfindlichkeit haben und die man somit nicht punktuell sehr stark erhitzen will. Die längere Kochzeit der anderen Kannen entspricht relativ genau der geringeren Abdeckung der Heizplatte.
      - Interessante Ausnahme: die große Tetsubin. Diese braucht bei niedrigeren Stufen viel länger als es laut Leistung zu erwarten wäre. Vermutung: Es liegt daran, dass sich so viel Eisen erwärmt und dass das dann die Wärme wieder abzustrahlen beginnt.
      - Mit Thermometern, Wärmebildkameras, Glaskannen, anderen Hitzequellen könnte man das Ganze nochmal deutlich ausweiten
    • Von doumer
      Hallo zusammen,
      nachdem inzwischen auch die beiden anderen neuen Kännchen eingetroffen sind (dazu mehr am WE) und ich meinem Prinzip (für jedes neue Kännchen muss ein anderes gehen) treu bleibe (auch wenn es offensichtlich wenig nützt 😂) habe ich mich zum Verkauf folgender Stücke Entschlossen:

      Banko-yaki Set von Tachi Masaki
      Der Name ist wohl jedem ein Begriff und für sein Werk wurde der aus Yokkaichi stammende Töpfer in Japan auch mit der Auszeichnung "Menschlicher Nationalschatz" geehrt. Die im Reduktionsbrand befeuerten Stücke haben einen tollen seidigen Schimmer, der den braunen Ton leicht lila wirken lässt. Die Kyusu ist ca. 300ml groß und hat ein für den Töpfer typisches Kugelsieb was wunderbar funktioniert, die Yunomi fasst ca. 150ml - beide sind unglasiert und wie man sieht sehr wenig gebraucht (die leichten Spuren könnte man problemlos entfernen, macht aber wenig Sinn da diese bei gebrauch auf unglasierten Stücken sofort wieder kommen).
      Preis: 125€ zzgl. Versand




      Hagi-yaki Set von Mukuhara Kashun
      Schweren Herzens trenne ich mich von meinem einzigen Hagi-Set, aber es ist einfach zu Groß für einen einzelnen Pu-Trinker: die Kyusu fasst ca. 300ml, das Yuzamashi ~350ml - beide Stücke wurden von Mukuhara Kashun vom Furuhata Ofen hergestellt und sind innen und außen glasiert. Die Kyusu innen mit einer transparenten Glasur, die weiße Hagi-Glasur außen hat ein kairagi (Haihaut) Muster - die Kyusu hat im Gegensatz zur Banko-Kyusu ein einfaches flaches Sieb, was aber auch prima funktioniert.
      Preis: 175€ zzgl. Versand




      Teeschalen (Novak und Marek)
      Die eine Schale ist von Petr Novak und ist (für die Größe und insbesondere für den Künstler) aus relativ dünnem Porzellan gefertigt und hat eine hübsche rote Teilglasur außen und innen eine durchgängige transparente Glasur. Ist schon etwas älter (2013 oder 2014?) - so etwas "feines" habe ich von ihm schon länger nicht mehr gesehen. Ist recht groß: 11cm Durchmesser, 5cm Höhe - Volumen vermutlich irgendwo um die 250ml.
      Preis: 30€ zzgl. Versand



      Die zweite Schale ist von Jaroslav Marek ist deutlich gröber im Charakter, gröberer dunkler Ton mit braun-gelber Ascheglasur, die außen etwas rauer ist, im inneren aber zu einer schön glatten Schicht verbacken ist. 10cm Durchmesser, 4,5cm Höhe - Volumen vermutlich so 180-200ml.
      Preis: 25€ zzgl. Versand



      Wenn man beide Schalen nimmt ist der Preis zusammen 50€ zzgl. Versand - Anfragen für beide Schalen zusammen werden gegenüber Anfragen für einzelne Schalen bevorzugt.

      Und nur fürs Protokoll: für das Novak-Kännchen letztens musste bereits ein hübscher grauer Gaiwan von Andrzej Bero gehen 😉
    • Von Shibo
      Es ist ein viel diskutiertes Thema. Allein hier im Teetalk lassen sich unzählige Aussagen über verschiedene Tonarten in Kombination mit jeder nur erdenklichen Teesorte finden. Dabei scheinen sich auf den ersten Blick viele Aussagen zu widersprechen, was angesichts der Unübersichtlichkeit der Thematik nicht verwunderlich ist.
      Ich bin der Meinung, dass diese Diskussion rund um den Ton nochmal eine Bündelung vertragen kann. Insbesondere könnte man hier mit einer breiteren Perspektive starten, als in diesem ergiebigen, aber mittlerweile doch schon älteren Thread über Yixing-Kannen. In der Zwischenzeit sind bestimmt viele Erfahrungswerte der Teetalk-Mitglieder hinzugekommen und auch die Informationsgrundlage im Netz ist heute eine andere: Es gibt mehr Fragen und weniger definitive Antworten. Ein sicheres Zeichen für Fortschritt in der Auseinandersetzung mit einem komplexen Thema .
      Ich starte einmal damit, ein paar Aussagen des amerikanischen Töpfers Mark Mohler stichpunktartig, wiederzugeben. Sie stammen aus einem sehr empfehlenswerten Interview, das teilweise ziemlich tief in die Materie einsteigt und mir in Erinnerung gerufen hat, dass ich diesen Thread schon länger erstellen wollte.
      Kenne man lediglich die Tonart, ließen sich kaum generelle Aussagen über ein aus ihr hergestelltes Tongefäß treffen: "Selbst aus dem Grundstoff für Porzellan kann man ein poröses Gefäß herstellen." Resultierend aus Punkt 1: Die Art der Verarbeitung habe einen größeren Einfluss auf das Gefäß, als der Ton selbst. Der Ton gebe allerdings vieles vor: Die Temperatur, bei der ein Ton verglast, sei ausschlaggebender, als die tatsächliche Temperatur, mit der gebrannt wurde. Mangels Wissen über die konkreten chemischen Vorgänge auf Molekularebene, geht Mohler für sich von einem anderen, besonders wichtigen Faktor für das Zusammenspiel von Ton und Tee aus: Wärmerückhaltevermögen [er spricht in diesem Zuge aber auch Wärmeleitfähigkeit an]. Dies sei wiederum von drei zentralen Eigenschaften des gebrannten Tons abhängig: Oberfläche: z.B. sehr viel größere Oberfläche bei Tonsorten mit mikroskopisch feiner, kristalliner Oberflächenstruktur, als bei glatteren Tonsorten. Wandstärke Dichte bzw. Porösität. Gerade anfänglich habe ein poröserer Ton ein höheres Wärmerückhaltevermögen, da die im Ton eingeschlossene Luft isolierend wirkt. Als zusätzlicher Faktor komme die Absorption von Tee durch porösere Stücke hinzu, die sich über die Temperaturfrage hinaus auswirkt. Diese Aussagen stellen keine erschöpfende Heuristik o.Ä. dar, ich habe sie lediglich als ersten Anreiz für einen Austausch hier gesammelt. Für mehr Kontext empfehle ich das Interview.

      Was mich besonders interessiert: Worauf basiert ihr eure Entscheidungen, welches Gefäß ihr für welchen Tee benutzt? Wie verläuft der gedankliche Prozess hinter einer solchen Entscheidung? Inwiefern lasst ihr euch von rationalen Überlegungen oder vielleicht auch von rein intuitiven oder ästhetischen Aspekten leiten? Eigentlich wollte ich selbst noch etwas dazu schreiben, aber damit der erste Beitrag nicht noch länger wird, gebe ich den Stift erst einmal ab.
    • Von Toko
      Toll erklärt, was die Form bewirkt habe ich zuvor im Forum nachgelesen: Tee Aufgussgefässe --> Grundformen bei Teekannen à https://www.teetalk.de/forums/topic/9594-grundformen-bei-teekannen/?tab=comments#comment-119090

      Zum Thema passend, da es länger wird ein eigenes Thema: genauso wichtig wie die Form ist noch der für die Kyusus verwendete Ton, zu dem ich ein paar Fragen habe. Wie ich bisher gelesen habe gibt es verschiedene Färbungen des Tons in Tokoname von rot bis hin zu dunkel (-->  aber was ist dunkel?). Auf YT habe ich noch gesehen, dass auch mit grauem Ton in Tokoname gearbeitet wird.

      Weiters: der rote Shudei (Ton) dürfte meist mit Bengara (natürlichem Eisenoxid angereichert werden. Quelle: https://www.sunday.de/teekanne-japan-schwarz/kyusu-tokoname-hokuryu-marugata-kuro.html --> nachzulesen im „Reiter“: Wirkung. Im „Reiter“: Tokoname habe ich noch gelesen: „Für die (...) Shudei Kyusu wird ein möglichst eisenhaltiger und feinkörniger Ton (jap.: tatsuchi) verwendet, der unter Reisfeldern in Tokoname gefunden wird und dem Ton seine speziellen Eigenschaften und Farbe schenkt. Der echte Hon Shudei Ton mit dem idealen Eisengehalt ist inzwischen allerdings so selten, dass er noch zusätzlich mit natürlichem Eisenoxid angereichert wird, um den erwünschten Farbton auch wirklich zu erzielen."

      Meine Yazumashi (Abkühlschale) von Meister Yukitaka Umehara, Gyokko ist aus nicht glasiertem Ton und hat ihre schwarze Färbung durch Reduktionsbrand. lt. Shop, und der Ton sei ein roter Shudei, ein reines Naturprodukt und bei 1200°C mit Kohlenstoffüberschuss, also Reduktionsbrand im Ofen gebrannt. --> Ich vermute ebenfalls mit Bengara angereichert? Dies geht jedoch für mich in Ordnung. Was meint ihr?

      Meine zweite Seitenstiel-Kyusu bestehe lt. (selbem) Shop aus „echtem, natürlichem und schwarzem Ton“ aus Tokoname. Sie ist außen glasiert, der Boden jedoch nicht und der ist schwarz; ähnlich wie meine Yuzamashi, jedoch weniger gräulich. Auf Fragen an den Shop bezüglich der schwarzen Farbe, bekam ich zur Antwort, dass die Informationen demnächst weiter aufbereitet werden würden von einer Japanerin, die sich auskenne. Bis jetzt war das leider noch nicht der Fall.

      Meine weiteren Fragen an euch:

      --> Gibt es nun grundsätzlich einen Ton schwarzer Färbung aus Tokoname?

      --> Oder entsteht die schwarze Farbe ausschließlich durch den Reduktionsbrand?

      --> Inwiefern beeinflusst eine typisch rote Tokoname Kyusu (ohne zugefügte Pigmentierung meine ich natürlich) den grünen Tee anders als eine durch den Reduktionsbrand graphitschwarze? – habt ihr vielleicht einmal einen Vergleich anstellen können?

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