Broken Pieces

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Echtes Kintsugi

Vielleicht haben sich einige von Euch gefragt ob ich überhaupt noch etwas mache. Kurz und bündig, ja. Ich arbeite noch immer an der Kanne von @Tobias82 und eigne mir nach und nach ein paar Fertigkeiten an. 

Zwischenzeitlich habe ich ein sehr kurzes Projekt eingefügt, da meine Tochter eine Vase zerbrochen hat. Eigentlich unwichtig, jedoch stammt sie noch von meiner Omi. Also eine schnelle Reperatur. Das nächste Mal wird es noch etwas besser, hier habe ich etwas am Lack gespart...

29032076mh.jpg

BILD6869.JPG

BILD6873.JPG


miig, Ann und KlausO gefällt das


8 Kommentare


Hast du den Lack vorher schon mit Goldpuder angereichert, oder nur hinterher die Klebestellen mit Gold übermalt?

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vor 37 Minuten schrieb Komoreb:

Hast du den Lack vorher schon mit Goldpuder angereichert, oder nur hinterher die Klebestellen mit Gold übermalt?

Das war ein Test mit Blattgold für eine preisgünstige Reparatur mit Echtgold. Auf schmalen Reperaturen ist es an sich in Ordnung, jedoch sind die Linien etwas ausgefranzt. Bei großen Flächen aber optisch keine angenehme Möglichkeit.

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vor 13 Stunden schrieb Cel:

Bei großen Flächen aber optisch keine angenehme Möglichkeit.

Man könnte auch auf grossen Flächen sehr gute Ergebnisse erzielen, auch wenn ich diesbezüglich noch keine Erfahrungen habe. Der Sakebecher auf der rechten Seite wurde allerdings auf diese Weise - sehr gekonnt - repariert:

gallery_447_29_179576.jpg

Ann, Cel, Mocha und 1 anderem gefällt das

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@theroots Ist das wirklich mit Blattgold gemacht? Mit Goldpulver kann das super aussehen, nur mit Blattgold empfinde ich es als unpassend. Es kann aber wirklich sein das meine Fähigkeiten nicht meinen Wünschen entsprechen :trink_tee:

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Am 5.5.2017 um 21:35 schrieb Cel:

Das war ein Test mit Blattgold...

Whow, irgendwie stelle ich mir grade vor, dass das ne höllische Frickelarbeit war, oder?

Also, da mit dem Blattgold zu hantieren.

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Am 6. Mai 2017 um 13:06 schrieb Cel:

Ist das wirklich mit Blattgold gemacht?

Mit absoluter Sicherheit kann ich dies natürlich nicht sagen da ich den Becher in diesem Zustand erstanden habe. Die leichte Struktur welche die Goldschicht aufweist deutet aber eindeutig darauf hin. Bei regulärem Kintsugi habe ich eine solche noch nie gesehen. Zudem habe ich schon öfters gelesen, dass gewisse mit Blattgold arbeiten.

Am 6. Mai 2017 um 13:06 schrieb Cel:

Es kann aber wirklich sein das meine Fähigkeiten nicht meinen Wünschen entsprechen

Ich befürchte in der Tat, dass mit Blattgold weitaus mehr Geschicklichkeit gefragt ist welche mir wohl auch nicht wirklich zuteil ist. :lol:
Hatte mir in Japan selbst ein paar Dutzend Blätter gekauft um dies dereinst zu probieren. Bisher bin ich aber noch nicht dazu gekommen, insbesondere da ich mich zunächst noch über ein geeignetes Vorgehen informieren wollte. Trotz massiven Preisvorteilen liegen die Nachteile ja leider auf der Hand. :) 

bearbeitet von theroots

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vor 34 Minuten schrieb Komoreb:

Whow, irgendwie stelle ich mir grade vor, dass das ne höllische Frickelarbeit war, oder?

Also, da mit dem Blattgold zu hantieren.

Das Schneiden war nicht ohne, an sich war es letztendlich ziemlicher Pfusch. Man kann nicht glauben wie schwer das ist wenn man Künstler damit hantieren sieht.

 

vor 16 Minuten schrieb theroots:

Ich befürchte in der Tat, dass mit Blattgold weitaus mehr Geschicklichkeit gefragt ist welche mir wohl auch nicht wirklich zuteil ist. :lol:
Hatte mir in Japan selbst ein paar Dutzend Blätter gekauft um dies dereinst zu probieren. Bisher bin ich aber noch nicht dazu gekommen, insbesondere da ich mich zunächst noch über ein geeignetes Vorgehen informieren wollte. Trotz massiven Preisvorteilen liegen die Nachteile ja leider auf der Hand. :) 

Ich frag mich noch immer wie manche es so perfekt hinbekommen. Vielleicht schaffst Du es besser:) An sich muss man es schaffen die Fläche auf einmal zu belegen und das ohne Falten, ich habe es nicht geschafft...

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Am 7. Mai 2017 um 14:39 schrieb Cel:

Vielleicht schaffst Du es besser

Das bezweifle ich leider stark! ;) 

Aber bei mir haben sich - leider - ein paar neue Stücke zur Reparatur angemeldet. Daher müsste ich mich eigentlich auch wieder mal einen neuen Versuch wagen.

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    • Von Timo in Das Teeleskop
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      Anlässlich des Hanami habe ich einen grünen Tee von Mariage Frères gekauft, der nicht nur aufwendig präsentiert wurde, sondern durch seinen Namen „Sakura 2017“ auch suggerierte, eine Komposition aus Grüntee und Blüten der japanischen Zierkirsche zu sein. Von dem guten Ruf der Teemarke ausgehend, habe ich die Inhaltsstoffe erst gelesen, als ich zu Hause den ersten Aufguss durchführen wollte. Grüntee, Aroma und Rosenblätter. Nein danke!
       
      Weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass bisher noch kein japanische Teebauer auf die Idee gekommen ist, seinen Grüntee durch die Hinzugabe von Kirschblüten zu veredeln, begab ich mich auf die Suche. Doch während meiner Suche fand ich einen Tee, der sehr viel interessanter erschien, als mögliche Mischungen von Grüntee und Kirschblüten. Dem Teebauer Tetsuro Mochizuki aus Shimizu in Shizuoka ist es nach jahrelangen Versuchen gelungen, einen neuen Teekultivar mit dem Namen Shizu 7132 zu züchten. Im Vergleich zu anderen Kultivaren soll diese Varietät ursprünglicher und wilder sein und sich vor Allem durch einen besonders feinen und natürlichen Geschmack von Kirschblüten auszeichnen.
       
      Sencha Machiko wird der Tee genannt, der aus diesem Kultivar hervorgeht und verkauft wird. 2009 hat dieser Tee beim „World Green Tea Contest“ eine Goldmedaille gewonnen. Grund genug, meine ernüchternde Erfahrung mit einem vermeintlich hochwertigen aber in jedem Falle hochpreisigen Produkt von Mariage Fréres zu vergessen und mich stattdessen der Erfahrung hinzugeben, die mir der vielversprechende Sencha Machiko zu bieten scheint.

       
      Verpackung.
      Der Tee kommt in einer schmuckvollen Umverpackung daher, die sich wie ein Briefumschlag öffnen lässt. Im Inneren des Umschlages finden wir den zu 40 Gramm portionierten Tee in einer hochglänzenden Vakuumverpackung. Ebenfalls enthalten ist eine liebevoll gestaltete Informationsseite zum Tee und dessen Entwicklungsprozesses.

        
       

      Aussehen und Geruch.
      Abgesehen von einigen helleren Tips ist das Gesamtbild der Teeblätter eher als dunkles Moosgrün oder als mattes Olivgrün zu beschreiben. Der Geruch des Teeblattes unterscheidet sich bisweilen doch signifikant von anderen Varietäten. Während er im ersten Ansatz grasig daherkommt und somit an einen handelsüblichen Sencha erinnert, entwickelt sich ein feiner Kirchblütenduft mit zunehmender Sauerstoffzufuhr. Insbesondere retronasal ist ein blumiges Aroma deutlich wahrzunehmen.

       
      Zubereitungsmethoden.
      Erste Zubereitung, erster Aufguss (5 Gramm. 450 ml Wasser bei 70°. Ziehzeit: 90 Sekunden)
      Der erste durchgeführte Aufguss entspricht der Zubereitungsempfehlung des Importeurs. Das Ergebnis ist ein hellgrüner und äußerst schwacher Sencha, der grasige wie fruchtige Noten vermissen lässt und insgesamt nicht überzeugen kann.
       
      Zweite Zubereitung, erster Aufguss (6 Gramm. 200 ml Wasser bei 70°. Ziehzeit: 30 Sekunden)
      Das Ergebnis ist abermals ein hellgrüner, im Geschmack aber etwas intensiverer Sencha, der sich aber keineswegs signifikant von anderen Sencha unterscheidet. Lediglich retronasal waren blumige Aromen zu erahnen. 
       
      Zweite Zubereitung, zweiter Aufguss (6 Gramm. 200 ml Wasser bei 70°. Ziehzeit: 10 Sekunden)
      Weil der erste Aufguss durchaus passabel war, entschied ich mich für einen zweiten Aufguss bei reduzierter Ziehzeit. Das Ergebnis war ein mittelgrüner, durchaus guter Sencha. Fruchtige bzw. eher blumige Aromen waren ausschließlich retronasal wahrzunehmen, machten den Tee aber durchaus interessant.
       
      Zweite Zubereitung, dritter Aufguss (6 Gramm. 200 ml Wasser bei 80°. Ziehzeit: 45 Sekunden)
      Der dritte Aufguss der zweiten Zubereitung ließ leider alle interessanten Aromen vermissen. Der nun gelbgrüne Sencha war vor Allem durch eine leichte Bitterkeit geprägt. Retronasal konnte ich die durchaus interessanten, blumigen Aromen nicht mehr wahrnehmen.
       
      Dritte Zubereitung, erster Aufguss (6 Gramm. 400 ml Wasser bei 70°. Ziehzeit: 60 Sekunden)
      Nachdem die zweite Zubereitung durchaus vielversprechend war und ich mir die Frage stellte, ob das blumige Aroma noch mehr in den Vordergrund treten kann, veränderte ich die empfohlene Zubereitungsmethode geringfügig. Das Ergebnis war ein schöner, grüner Sencha, dessen blumiges Aroma aber nicht intensiver war, als beim zweiten Aufguss der zweiten Zubereitung.
       
       

       
      Fazit.
      Der Sencha Machiko des Teebauern Tetsuro Mochizuki ist zwar durchaus interessant aber vor Allem auch herausfordernd. Sein blumiges Aroma offenbart er nur bei wenigen Zubereitungsmethoden und bestraft vermeintlich falsche Ziehzeiten und Wassermengen mit deutlich spürbarer Bitterkeit.
       
      Weil man glaubt, nur die richtige Zubereitungsmethode herausfinden zu müssen, um eine blumig-fruchtige und damit sehr interessante Tasse zu bekommen, lädt der Sencha Machiko geradezu zum Experimentieren ein. Lediglich der Preis von 15,90 Euro pro 40 Gramm kann die Experimentierfreudigkeit schmälern. 
       
      Für mich stellt der Tee eine interessante Herausforderung dar, derer ich mich gerne und auch in Zukunft weiter stellen möchte. Ich bin mir sicher, alsbald eine optimale Zubereitungsmethode zu finden, um dem Tee und den jahrelangen Arbeiten des Teebauern Tetsuro Mochizuki gerecht zu werden.
    • Von Cel in Broken Pieces
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      Vielleicht haben sich einige von Euch gefragt ob ich überhaupt noch etwas mache. Kurz und bündig, ja. Ich arbeite noch immer an der Kanne von @Tobias82 und eigne mir nach und nach ein paar Fertigkeiten an. 
      Zwischenzeitlich habe ich ein sehr kurzes Projekt eingefügt, da meine Tochter eine Vase zerbrochen hat. Eigentlich unwichtig, jedoch stammt sie noch von meiner Omi. Also eine schnelle Reperatur. Das nächste Mal wird es noch etwas besser, hier habe ich etwas am Lack gespart...



    • Von Komoreb in Liebe zur Teekeramik - Vom Konsument zum Produzent
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      Vor ein paar Tagen kamen meine ersten Werke aus der Brennerei...
      Zu meiner Freude kann ich sagen, wirklich alles hat überlebt. Kein einziger Riss oder ähnliches.
      Aber ein kleiner Wermutstropfen ist die Farbe nach dem Brand. Die fällt nämlich ganz anders aus als gedacht.
      Es sollte mal Cremefarben im Spektrum beige werden, ist jetzt aber eher terracotta- bis ziegelfarben, und versprüht den Charme einer deutschen Klinkersiedlung mit mediterranem Touch.
      Ich habe noch sehr sehr viel zu lernen. 
      Das Gießverhalten meiner Kannen ist echt sch....      
      Aber irgendwann werde ich mit Sicherheit etwas vernünftiges zustande kriegen, mit dem man auch arbeiten kann und will. Nur eine Frage der Zeit. 
       
      Nun ja, dann werden als nächstes einige Stücke Glasiert. Das wird auch noch mal spannend. 
       
      Hier noch eine Impression der Farbe nach dem brennen. Je nach Lichteinfall sehr gewöhnungsbedürftig bis geht so.  In echt hat es einen deutlichen orange-stich.

       
    • Von Komoreb in Liebe zur Teekeramik - Vom Konsument zum Produzent
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      Heute mal ein Update direkt danach, noch mit nassem Ton.
      Eigentlich wollte ich bei den letzten Malen schon mal wieder eine Teekanne gemacht haben...
      Doch leider komme ich immernoch nicht mit dem neuen Ton zurecht. Immer wieder ist er mir gerissen, bis ich dann klein beigegeben habe und mir dachte: Ok... du hast gewonnen. Then keep it simple. 
      Ersmal an einfache Formen halten, entweder solange bis man sich an die Handhabung gewöhnt hat, oder aber bis neuer grober Ton da ist.   Je nachdem wie es läuft. 
      Hier mein Yunomi von heute...


      Der Fuß wird natürlich noch etwas getrimmt sobald es etwas angetrocknet ist.
       
      Und hier noch als Nachtrag, die letzte Session davor:

    • Von Komoreb in Liebe zur Teekeramik - Vom Konsument zum Produzent
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      Gestern Abend wurde wieder etwas gewerkelt...
      Ein Yunomi und eine kleine Schale sind entstanden. Letztere hat mich einiges an Fingerspitzengefühl gekostet, da ich sie nicht "aufgebaut" habe, sondern sie aus Vollmaterial herausgearbeitet habe.
      Dies ging beim Äußeren sehr gut, da ich den Block da noch auf der Scheibe zentriert hatte. 
      Um das Schaleninnere auszuarbeiten, musste ich sie aber von der Scheibe nehmen, da sie durch den schmalen Fuß nicht genug Standfestigkeit gehabt hätte.