Zum Inhalt springen
TeeTalk
  • Eintrag
    1
  • Kommentare
    19
  • Aufrufe
    1.583

Alles über Matcha-Tee


AnnaRosenblatt

3.626 Aufrufe

Matcha Tee gehört in Japan und China bereits seit Jahrhunderten zum Grundnahrungsmittel und ist bekannt für seine gesundheitlichen Vorteile. In Europa setzt sich der Wundertee auch immer mehr durch, und das zu Recht. Sogar Buddhistische Mönche schwören auf die entspannende Wirkung des Matcha Tees. Diese trinken ihn nämlich um innere Ruhe zu erlangen und der Tee wird deshalb auch vor Meditationen empfohlen.

 

Woran das liegt? Wer Matcha Tee trinkt, fördert die Produktion von Alpha-Wellen im Gehirn durch dessen Anteil der Aminosäure L-Theanin. Wir werden also nicht schläfrig, sondern sind stattdessen wachsam und entspannt. Dadurch kann auch der Stressfaktor effektiv gesenkt werden und der grüne Wunder- Tee wirkt als fantastischer Stresskiller.

 

Die vielseitige Teepflanze kommt aus Japan und ihr Anbau, die Ernte und Verarbeitung der Blätter ist alles andere als einfach. Ca. drei Wochen vor der Ernte wird die Pflanze beschattet, was zur Folge hat, dass Koffein, Aminosäuren und Chlorophyll zusammen mit Bitterstoffen in den Blättern angereichert werden. Sind die frischen Blätter dann aber gepflückt, werden sie getrocknet, um danach in mühsamer Handarbeit die Stängel zu entfernen. Das leuchtende Grün des Tee Pulvers entsteht dann in einem langwierigen Mahlprozess in einer Steinmühle. Dies erklärt auch, warum der mittlerweile in Europa so beliebte Tee ziemlich teuer sein kann. Nur etwa 4% der Matcha Tee Ernte wird aus Japan exportiert und die Nachfrage ist groß.

 

Matcha wird im heimatlichen Japan mit 80 Grad heißem Wasser übergossen und mit einem Bambusbesen aufgeschlagen. Man zelebriert in einer traditionellen Teezeremonie dieses sehr edle Getränk. Hierzulande darf das Pulver aber auch mit dem Milchschäumer vermischt werden. Viele Teeläden bieten allerdings eine gute Auswahl an Utensilien zur authentischen Verarbeitung an.

 

Die Konzentration der wertvollen Inhaltsstoffe in einer Tasse Matcha Tee ist deutlich höher als bei einer normalen Tasse Tee und kann zu 100% vom Körper aufgenommen werden. Matcha ist sehr reich an Vitaminen A, B und E. Es wird dem Grünen Tee sogar nachgesagt, mehr Vitamin C als eine Orange zu haben, was das Immunsystem stärkt und zu einem gesunden Lebensstil beiträgt.

 

Wer gerne ein paar Kilo Körpergewicht verlieren möchte, dem hilft Matcha ebenfalls, da der Tee den Stoffwechsel steigert und den Cholesterinspiegel reduziert. Nicht umsonst wird er oft auch als “Trank der Unsterblichkeit” angepriesen. Nicht nur unterstützt er das Immunsystem, er reguliert den Blutdruck und wirkt verjüngend auf die Zellkultur der Haut. Zusätzlich unterstützt er eine schützende Wirkung von Karies, aufgrund von Fluorverbindungen. Matcha Tee kann also Cholesterin senken, Blutdruck senken und beim Abnehmen helfen- was will man mehr?  

 

Matcha ist wohl am meisten bekannt, als gesunde Alternative zu Kaffee. Da das Koffein erst im Darm freigesetzt wird, spürt man einen belebenden Effekt erst nach einiger Zeit, dafür hält er aber viel länger an. Anders als bei Kaffee, dessen Koffein bereits im Magen freigesetzt wird - die Wirkung tritt sofort ein, hält aber deutlich kürzer an. So wirkt der Tee konzentrationssteigernd und das für einen deutlich längeren Zeitraum als Kaffee.

 

19 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Man sollte vielleicht anmerken, dass die Studien, die sich mit der Auswirkung von L-Theanin auf Blutdruck sowie auf die EEG-Wellen beschäftigen, mittels Konzentraten von 200 - 250mg Theanin pro Tag durchgeführt wurden und nicht mit Matcha Tee. Selbst ein Japaner nimmt über den Grüntee, den er täglich trinkt, nur maximal 20 mg L-Theanin zu sich. In 1 g Matcha befinden sich - je nach Qualität - 10 - 20 mg L-Theanin pro Gramm. Man müsste also 10-20 Tassen Matcha trinken, um diese Dosis überhaupt zu erreichen.

Und auch wenn diese Studien zu einem Ergebnis gekommen sind, einen medizinischen Nutzen hat man daraus bis jetzt noch nicht ziehen können.  Und die Studien über Theanin sind von 2007 und 2012, das war lange vor dem Matcha-Hype.

Die Auswirkungen von L-Theanin auf das Cholesterin sowie auf das Immunsystem wurde bis jetzt nur in einem Tierexperiment an Ratten untersucht, die varaible Dosen von 0, 50, 200 und 400 mg/kg Körpergewicht als tägliche Dosis erhalten haben - auf den Menschen umgerechnet wären das enorme Mengen. Und es sind Ratten.

Die Sache mit dem Vitamin-C-Gehalt ist zwar kein Lüge, aber dumm :) 100g Matcha enthalten 60mg Vitamin C, 100g Orange enthalten 50mg Vitamin C. Rein rechnerisch ist 60 eindeutig mehr als 50. Dennoch werde ich eher 100g Orange als 100g Matcha verzehren, um meinen Tagesbedarf zu decken.

 

Also bitte, genießt den Matcha einfach und glaubt nicht alles, was irgendwer von den hippen "Superfoods" behauptet :)

 

Für alle, die sich für Studien interessieren hier die Links:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3518171/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17328783

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5546063/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4772912/

Wer sucht, der findet sicher noch mehr Studien.

 

Lg, Hyeongseo

Link zu diesem Kommentar

Vielen Dank Anna & Hyeongseo,

wir haben auch einige Infos über das Thema finden können und versuchen gerade eine spezielle Informationsseite über das Thema zusammen zu stellen. Ich melde mich wieder sobald sie online ist :)

Wir haben 7 Kernstärken von Matcha ausfindig machen können.

Bis dahin, hier ein kleiner Auszug mit ein paar quellen zu studien:

Detox – Entgiftung mit Matcha
  1. 1 Tasse Matcha entsprechen 10 Tassen Grüner Tee. Matcha enthält 10 mal mehr Antioxidanten als normaler Grüner Tee. Diese Antioxidanten helfen dabei freie Radikale einzufangen (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2577676/) und oxidativen Stress (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17906191) zu verhindern, eine Stoffwechsellage die im Zusammenhang mit dem Alterungsprozess und der Entstehung einer Reihe von Krankheiten gebracht wird.
  2. Matcha Pulver enthält eine überaus Große Menge an Chlorophyll, ein natürlich vorkommendes Pigment, welches als Detox-Wundermittel (https://draxe.com/matcha-green-tea-burns-fat-and-kills-cancer/) gilt. Chlorophyll erhöht die Kapazität des Blutes Sauerstoff und andere Nährstoffe zu transportieren. Dabei hilft es dem Körper Schwermetalle wie Blei, Aluminium und Quecksilber abzubauen, sowie bei der Entsäuerung des Körpers und beim Säubern und Reinigen des Blutes.
  3. Nach einer Woche mit 3-4 Getränken Matcha lässt sich meist schon eine deutliche Veränderung erkennen.
Fettverbrennung – Trinke Matcha und nimm ab
  1. Matcha ist voll von so genannten Catechinen, besonders dem EGCG (Epigallocatechingallat). EGCG steigert die Thermogenese des Körpers, wodurch der Körper Fett verbrennt um Wärme zu erzeugen. Es ist bewiesen, dass der Konsum von Matcha den Anteil der Thermogenese am täglichen Energieverbrauch des Körpers von 8-10 %  auf 35-43 % (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15640470) erhöht, was zu einer schnelleren und effizienteren Gewichtsreduzierung führt (https://www.webmd.com/diet/news/20000322/drinking-green-tea-may-help-you-lose-weight#1).
  2. In Verbindung mit einem moderaten Level an Koffein ergibt sich ein Synergieeffekt, der wiederum den körpereigenen Stoffwechsel anregt und den Appetit verringert.
Fitness und Regeneration
  1. Matcha wird von vielen als das perfekt Pre- und Post-Workout Getränk angepriesen. Denn Matcha kurbelt den Regenerationseffekt (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20088847) nach einem Workout an. Trinkt man regelmäßig Matcha regenerieren sich durch Sport geschädigte Zellen schneller als ohne Matcha.
Energie, Fokus und Stressreduktion
  1. Matcha hält dich nicht nur für lange Zeit wach, sondern verleiht dir auch eine Art meditativen Fokus.
  2. Der geringere Koffeingehalt von Matcha, im Vergleich zu Kaffee, und der unterschiedliche Typ von Koffein im Matcha (Theophyllin) sorgt für ein entspanntes, lang anhaltendes Wachsein über bis zu 6 Stunden. Kaffee oder Energy Drinks machen im Gegensatz nur kurz wach und werden mit Nervösität, Zappeln und hohem Adrenalin in Verbindung gebracht.
  3. Ein hoher Wert an L-Theanin in Verbindung mit dem Koffein im Matcha führt zu einem Art meditativem Fokus (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20088847) – einer so genannten „Relaxed Altertness“. Deshalb wird Match auch schon seit Jahrhunderten von Zen-Mönchen vor dem Meditieren getrunken.
Krebsvorbeugung durch Matcha
  1. Die in Matcha enthaltenen Catechine helfen dabei Krebs zu verhindern. Matcha könnte somit als eines der besten natürlichen Mittel zur Krebsbekämpfung (https://www.cancer.gov/about-cancer/causes-prevention/risk/diet/tea-fact-sheet) gelten.
  2. Mehrere Studien belegen, dass Grüner Tee im allgemeinen und Matcha im speziellen das Risiko reduzieren an Brustkrebs (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16311246), Blasenkrebs (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2577676/), Darmkrebs (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17548688) und Prostatakrebs (https://academic.oup.com/aje/article/167/1/71/185454) zu erkranken.
Reduktion von Bluthochdruck
  1. Grüner Tee, und insbesondere Matcha, helfen allgemein bei der Vorbeugung von Herzkrankheiten und Bluthochdruck (https://www.health.harvard.edu/heart-health/green-tea-may-lower-heart-disease-risk).
  2. Eine Studie an der über 40.000 Japaner teilnahmen ergab, dass Menschen die regelmäßig Matcha trinken ihr Risiko an Bluthochdruck zu leiden um bis zu 65 % (https://www.health.harvard.edu/press_releases/benefit_of_drinking_green_tea) reduzierten. 
Anti-Aging Wirkung für die Haut
  1. Das im Matcha reichlich enthaltenen Catechine sorgen für ein schöneres Hautbild (https://www.kenkotea.com.au/blogs/news/57988869-skin-care-with-matcha-green-tea) und beugen die Alterung der Haut vor.
  2. Studien (https://academic.oup.com/jn/article/141/6/1202/4600312) (http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1524-4725.2005.31731/abstract) belegen das Matcha-Konsum den Blutfluss und die Sauerstoffzufuhr der Haut erhöht, wodurch es die Hautstruktur und das Elastin der Haut bereits nach 8 Wochen verbessert. Das sorgt dafür, dass die Haut schön jung bleibt.

Uns ist auch aufgefallen, dass die Qualität von Matcha aus China in den letzten Jahren stark abgenommen hat und dort kaum noch wirkstoffe zu finden sind. Richtig guter Matcha kommt aus Uji und der Matcha aus Nishio, Japan.

Das sind die Gründe warum ich täglich Matcha trinke und diesen nach Eurpa bringe. Ich hoffe ich konnte weiterhelfen :)

Viele Grüße,
Jan

 

Bearbeitet von Joaquin
Link zu diesem Kommentar

Hier steht man gerade ja kurz vor der Heiligsprechung von Matcha und man sollte sich in Ehrfurcht verbeugen und still weiter gehen. 

Da ein Teil der Beiträge hier scheinbar rein kommerzielle Absichten tragen, dadurch das Matcha in den Himmel gelobt wird, will ich einfach mal nicht beachten, wo kann man besser Werbung für eine Teeart machen als im Teeforum. 

All jene, die Matcha wegen irgend eines gesundheitlichen Grundes zu sich nehmen, scheinen etwas falsch zu machen. Die Effekte sind an sich marginal und man sollte nicht mit rechnen, dass der Matcha Konsum den Körper so stark hilft, wie es immer dargestellt wird. Es wird nicht so sein das man durch Matcha keinen Krebs mehr bekommt oder eben jenen besiegt. Die Wirkungen spielen sich in einem über aus geringen Teil ab. 

Matcha ist nichts anderes als ein Tee und eine Konsummittel aber keine Wunderdroge wie "Superfoods" so gerne hingestellt werden. Auch sollte man dann nicht unerwähnt lassen, lieber Bio Matcha zu konsumieren um den ganzen Spritzgiften aus dem Weg zu gehen und zu hoffen, dass vielleicht ein wenig der Effekte auftritt. 

Wer Matcha wegen den dubiosen Versprechungen einer Werbemaschinerie konsumiert, die auf Studien aufbaut, jene zwar wahr sein können, sich aber in sehr kleinen Bereichen abspielt, kann seinnGeld auch dem Wunderheiler in die Hand drücken.

Matcha ist ein Tee, wenn positive Wirkungen vorhanden sind, seit froh,konsumiert Matcha aber nicht wegen der versprochene Wirkungen, das wird dem Tee nicht gerecht.

Link zu diesem Kommentar

Uiuiuiui,

interessante Studien, die du da vollkommen aus dem Kontext zitierst. Man sollte Studien auch LESEN und sich nicht mit einer Üerschrift begnügen, die die eigene Meinung zufriedenstellend untermauert.

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2577676/   "Current research findings are not sufficient to validate the effects of green tea on cancer prevention as most evidence coming from cohort (grade III) and case-control studies (grade IV) is not consistent. [...] This review shows that the overall evidence for protective effects of green tea against cancer is inconclusive. Therefore, further prospective cohort studies and clinical trials are warranted. Adequate sample size, better descriptions of populations and/or clear definitions of green tea consumption may be required for conclusive studies. [...] Great efforts have been made to show the beneficial effects of green tea consumption on various cancers. Some epidemiological studies demonstrated protective effects of green tea consumption on gastrointestinal, breast, lung and prostate cancer. However, these findings have not been confirmed by other studies covered in this review. Future prospective studies are therefore warranted. "  Hier zeigt sich wieder: was eine Studie findet und als Wahrheit verkauft wird, sollte in mehreren Studien bestötigt werden. Wenn das nicht gelingt, sollste man sich fragen, welche Biases zu dem Ergebnis geführt haben. Zudem ist ein keine der Studien, die hier in der Metaanalyse eingeschlossen sind, keine randomisierten Doppelblind-Studien, der "Goldstandard" einer guten klinischen Studie.... Man kann sich nicht immer an den guten Studien entlanghangeln und die Studien, die die eigene Überzeugung widerlegen ignorieren.
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17906191  Keine Studie, sondern ein Manuskript.
  3. https://draxe.com/matcha-green-tea-burns-fat-and-kills-cancer/   benutzt 1. als Quelle zu Aussagen bezüglich Krebs, zu Cholorophyll keine Quellenangabe
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15640470  eine Studie an 38 Japanern von denen die Hälfte 12 Wochen lang catechinhaltigen Oolong-Tee zusätzlich zu einem Diätprogramm genommen hat, die Kontrollgruppe hatte ebenfalls ein Diätprogramm mit catechinfreiem Oolongtee, immerhin doppelblind. Man sollte hierbei erwähnen, dass beide Gruppen abgenommen haben (-1,3 kg Kontrollgruppe vs. -2,4 kg Catechingruppe), die Ergebnisse bei der Catechingruppe jedoch stets etwas besser waren. Ich habe ewig nach deinem zitiertem Ergebnis bezüglich der Thermogenese gesucht, da das gar nicht Teil der Studie war, habe aber in Conclusion diesen satz gefunden " Dulloo et al (18) observed that the addition of 200 nmol EGCg/mL increased thermogenesis in brown fat tissue of rat and that there was a synergistic effect between caffeine and EGCg. " der zwar keine Zahlen oder Fakten bietet, aber den Spirit ganz gut einfängt. (anm.: Wir sind weder Ratten, noch haben Erwachsene braunes Fettgewebe, das haben lediglich Säuglinge)
  5. https://www.webmd.com/diet/news/20000322/drinking-green-tea-may-help-you-lose-weight#2  zitiert intressanterweise dieselbe Studie mit den Ratten und dem braunen Fettgewebe (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10702779), der bei 4. auch schon erwähnt ist und fügt hinzu: "They used [a particular type of fatty tissue] from rats and we don't really know how significant that tissue is in humans or if it is different in obese vs. non-obese people," says Sheri Zidenberg-Cherr, PhD. "It doesn't rule out the significance of the findings, and it is a good model to use to look at the effects of caffeine and the combination of caffeine and the [plant] compounds that are present in green tea, but until better clinical trials are done in humans, it's hard to say what the physiological significance of this actually may be."
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20088847 eine Studie zu Chronic Fatigue Syndrome bei Mäusen, was man nicht mit "Regenerationseffekt nach einem Workout" gleichsetzen sollte. "In the present study, chronic fatigue was produced in mice by subjecting them to forced swim inside a rectangular jar of specific dimensions for 6 min. daily for 15 days. Epigallocatechin gallate (EGCG; 25, 50 and 100 mg/kg, p.o.) was administered daily 30 min. [...] On the 16th day, after assessment of various behavioural parameters, mice were killed to harvest the brain, spleen and thymus. There was significant increase in oxidative-nitrosative stress and tumour necrosis factor-alpha levels in the brain of mice subjected to water-immersion stress as compared with naive group. These behavioural and biochemical alterations were restored after chronic treatment with EGCG. The present study points out that EGCG could be of therapeutic potential in the treatment of chronic fatigue." Und dieselbe Studie zitierst du weiter unten nochmal und attributierst "meditativer Fokus"? Wo genau in der Studie hat man bei der Begutachtung der Mäusegehirne einen meditativen Fokus gefunden?
  7. https://www.cancer.gov/about-cancer/causes-prevention/risk/diet/tea-fact-sheet  Eine Übersichtsarbeit mit Zitaten, die sich ebenfalls größtenteils auf Tierstudien beziehen "Tea polyphenols have also been shown to inhibit tumor cell proliferation and induce apoptosis in laboratory and animal studies. In other laboratory and animal studies, tea catechins have been shown to inhibit angiogenesis and tumor cell invasiveness" oder auf die externe Anwendung von grünem Tee.
  8. https://www.health.harvard.edu/heart-health/brewing-evidence-for-teas-heart-benefits ..... wo genau liest du hier "Eine Studie an der über 40.000 Japaner teilnahmen ergab, dass Menschen die regelmäßig Matcha trinken ihr Risiko an Bluthochdruck zu leiden um bis zu 65 %", das einzige, was ich hier lese ist "Blood pressure may also dip slightly in people who drink tea, but results from these studies have been mixed."
  9. https://www.kenkotea.com.au/blogs/news/57988869-skin-care-with-matcha-green-tea  Händler sind immer die besten Quellen
  10. https://academic.oup.com/jn/article/141/6/1202/4600312  Diese Studie ist interessant, da es die einzige "gute" Studie is, die hier zitiert wird. Doppelblind, Placebo-kontrolliert. Und sie hat wirklich Ergebnisse hervorgebracht. Dennoch gibt es hier Nachteile "Similarly, a longer term oral supplementation with 500 mg green tea polyphenols/d for 24 mo significantly reduced of overall solar damage at 6 mo and erythema and telangiectasias at 12 mo (26). At the end of 24 mo, however, the changes were not sustained. [...] We demonstrated that ingestion of green tea catechins improved skin hydration, TEWL, density, and elasticity. These observed skin changes were probably an outcome associated with long-term consumption of green tea polyphenols and not likely a transitory response over a 2- to 4-h period." Aber interessanterweise kommt diese Studie zu dem Ergebnis, dass man mit Kakao ebenfalls einen gleichwertigen Effekt erzielen kann, wenn man seine Hautdurchblutung verbessern will, also ist grüner Tee in der Hinsicht wohl nichts besonderes. "In the present study, cutaneous blood flow increased 29% in volunteers supplemented for 12 wk with a beverage enriched with green tea flavanols. In the short-term study, we also provided evidence that this was a transient effect that occurred almost immediately but was not dose dependent when GT extract (0.5–2.0 g) was administrated over a short period of time. In contrast, a single 0.33-g dose of cocoa-flavanols produced an acute increase in dermal blood flow that paralleled changes in plasma epicatechin (10)."
  11. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1111/j.1524-4725.2005.31731  Hier gibt es keine Kontrollgruppe, die eine Grüntee-freie Placebocreme/Kapsel erhalten hat. Das heißt, jede Creme/Kapsel könnte einen Effekt haben, ob sie nun Grüntee enthält oder nicht. Aber die Studie will ja von vorn herein nicht beweisen, dass es wirkt, sondern nur ob Kapseln oder Creme besser ist - man ist also wohl von seinem Produkt überzeugt. Aber der letzte Satz sagt zu der Glaubwürdigkeit dieser Studie wohl alles ... " THIS STUDY WAS SUPPORTED BY NU SKIN INTERNATIONAL, INC. DR. KIMBALL HAS SERVED AS A CONSULTANT TO NU SKIN AND HAS RECEIVED HONORARIA FOR SPEAKING." Und wer war der Leiter der Studie? Dr. Kimball :)

Es ist wieder ein interessanter Fall wie Lügen verkauft werden, nur um Matcha als Wunderheilmittel an die Leute zu bringen. Aaaah. Genießt doch einfach den Geschmack vom Tee und bitte hört auf ihn in den Himmel heben zu wollen. Gesundheit ist das Resultat vieler Fakten. Wenn jemand schon gesund lebt und noch jeden Tag grünen Tee trinkt, kann er vielleicht davon profitieren. Aber wenn jemand schon krank ist, und all seine Hoffnung in dieses Pulver legt ohne seinen Lifestyle zu ändern, dann sollte man ihm das nicht als Wundermittel verkaufen.

Und nochwas: Learn how to cite. Ein Doktorand von mir hätte dafür ne 6 bekommen.

 

Lg,

Hyeongseo

 

 

Bearbeitet von Hyeongseo
Link zu diesem Kommentar
vor 2 Stunden schrieb Paul:

Also die homepage von neomatcha ist genauso wie der obige Artikel!!

Ja, da hab ich gleich mal aus Neugierde geguckt.  Gibt es denn tatsächlich Leute die diese Aussagen glauben?

The ONLY tea you will ever need!  ... und .... a matcha a day keeps the deadline away!!! Hey, demnach werde ich jetzt steinalt. :yahoo:

 

Link zu diesem Kommentar

Ja, leider. Habe es selbst schon mehrmals in einem Teeladen erlebt. Krebskranke Menschen auf der Suche nach Matcha, weil der ja so gesund ist. Eigentlich eine traurige Geschichte.

Link zu diesem Kommentar

Ich würde das gar nicht so negativ sehen, denn die Psyche spielt auch bei krebskranken Menschen in die Genesung mit ein und wer an die heilende Wirkung von Matcha glaubt, darüber Kraft und Ruhe für seinen Genesungsalltag findet, dem ist damit ja auch geholfen. Würde ich dann wie oben beschrieben noch etwas aufbohren mit einer guten heißen Trinkschokolade und ordentlichem Süßbrot zum Eintunken :) 

Link zu diesem Kommentar

Natürlich ist es positiv kranken Menschen helfen. Es ist aber auch teilweise gefährlich sich auf übertriebene Versprechen zu verlassen und die Schulmedizin komplett zu verweigern. Ich finde es einfach schändlich sich, aus rein wirtschaftlichen Gründen und mit kopiertem Halbwissen, an der Verzweiflung Todkranker zu bereichern. Es gibt viele gewissenlose Trittbrettfahrer die aus übertriebener, angeblicher Wunderkraft von Tee Kapital schlagen wollen.

Wir bekommen fast täglich Anfragen dieser Art, auch für Literweise Gyokuro. Die Antwort ist bei uns ähnlich wie @Cel oben in fett geschrieben hat.

Link zu diesem Kommentar

Danke @Hyeongso für die deutlichen Worte zu diesem Unfug.

vor 48 Minuten schrieb Joaquin:

Ich würde das gar nicht so negativ sehen, denn die Psyche spielt auch bei krebskranken Menschen in die Genesung mit ein

Ja - und eben diese psychische Verfassung macht sie anfällig für Scharlatane und Quacksalber, die in dieser Anfälligkeit eine lukrative Verdienstquelle sehen. Wobei eine Remission keine "Genesung" ist und selbst im besten Fall lebenslänglich die Besorgnis wegen eines Rezidivs bleibt. Deswegen sehe ich das "negativ" - um es höflich und zurückhaltend auszudrücken. Wobei ich nicht übersehe, dass Jan nur von "Vorbeugung" geschrieben hat, sonst hätte ich glatt meine guten Manieren vergessen.

And now for something completely different: https://www.ceros.com/originals/strange-true-marketing-stories-snake-oil-truth-advertising/

_()_

Link zu diesem Kommentar

Ich beziehe mich nicht auf eine Remission, sondern auf tatsächliche und messbare Genesungsprozesse durch positives Wirken auf die Psyche und damit auch auf das Immunsystem. Und wenn jemand daran glaubt, darin Trost findet, innere Ruhe findet, wenn er ein Teddybär mit blauer Schleife an seiner Seite hat, dann ist das nicht nur OK, sondern richtig gut für diesen Menschen. Wenn er die selbe positive Kraft durch das Trinken von Matcha findet, dann ebenso. Nur weil es Abzocker in allen erdenklichen Bereichen gibt, ist dies ja kein Grund oder Argument, selbst mit banalen Dingen seine Psyche nicht zu stabilisieren. 

Link zu diesem Kommentar

Ich denke es ist wichtig, dass man neben der evidenzbasierten medizinischen Therapie jedem Patienten die Chance gibt, dass er selbst etwas für seine Genesung tut. Sonst fühlen sich die Patienten selbst hilflos und ausgeliefert. Wir ermutigen Patienten deshalb stets, etwas für sich zu tun. Ob man das nun mit einer Tasse Tee oder mit einem leckeren Essen, einer Stunde Meditation oder leichtem Sport oder auch im Gespräch mit anderen Menschen tut, ist jedem selbst überlassen, solange es nicht mit der eigentlichen Therapie interferiert. Nicht umsonst ist die psychoonkologische Betreuung krebskranker Patienten so wichtig. Der Patient selbst muss das Gefühl haben, dass er zur Therapie etwas beiträgt, er muss das Gefühl haben, dass er mit dem Arzt zusammen die Therapie gestaltet. Und genau dieser Punkt ist es, wo "Superfoods" und "Wundermittel" ins Spiel kommen. Die Patienten lesen diese berauschenden Texte (s.o.) die sich mit Studien schmücken, als seien sie eine evidenzbasierte Therapie. Und irgendwann verschwimmt die Grenze zwischen lebenswichtiger Therapie und gutem Marketing von wirkungslosen Produkten, die tausende Jahre alt sind, und die nun als Wundermittel wiederentdeckt wurden. Und da wir ein freies Land sind, kann ja jeder selbst entscheiden, wie er sich behandeln lassen möchte.

Ich bin grundsätzlich offen, Patienten in solchen Situationen unterstützend zu begegnen. Wir haben auch schon eine Patientin ihre Chemotherapie auspendeln lassen, da sie sich so sicherer gefühlt hat. Wenn es das braucht, damit sie mich ihre Chemotherapie geben lässt, dann soll sie sich gerne die 5 min nehmen. Auch wenn ich nicht daran glaube, interferiert es nicht negativ mit der optimalen Tumortherapie. In manchen Fällen kapituliert man auch lieber, anstatt stundenlang zu diskutieren.

Aber es wird immer mehr zum Kampf, die Patienten für die jahrelang bewährten Therapien zu gewinnen, da im Internet Unsinn verbreitet wird, Einzelfälle in den Himmel gelobt werden (siehe Methadon bei diversen Tumoren, ein regelmäßiges Streitthema in meiner Ambulanz) und die Menschen immer mehr denken, hochspezialisierte Chemotherapien seien nur eine Geldmacherei der Pharmaindustrie, obwohl sie diese nichtmal zahlen müssen. Sie geben aber gerne mehrere tausend Euro für Vitamine aus Frankreich aus, die speziell auf sie abgestimmt wurden, da dies natürlich ist. Als Arzt ist man hilflos, man kann nur aufklären doch oftmals redet man gegen eine Wand, denn die meisten Patienten haben eine präformierte Meinung bereits bevor sie die Ambulanz betreten und sie wollen nur eine Bestätigung hören, dass man alles natürlich behandlen kann und wir die bösen Mittelchen der Pharmaindustrie gar nicht brauchen. Aber das ist falsch.

Und genau deshalb macht mich der Beitrag oben so wütend. Studien werden aus dem Rahmen gerissen und fälschlich für den eigenen Nutzen zitiert. Welcher Patient liest schon die Studie nach? Die meisten denken sich oh, wissenschaftlich belegt, wunderbar. Und genau deshalb werde ich nicht aufhören meine Meinung dazu zu sagen.

Es ist ein deutlicher Unterschied zwischen aggressivem Marketing mit geschönten Studienergebnissen und einem einfachen "Probier mal grünen Tee, vielleicht tut es dir gut".

Bearbeitet von Hyeongseo
Link zu diesem Kommentar
vor 4 Stunden schrieb Joaquin:

wer an die heilende Wirkung von Matcha glaubt, darüber Kraft und Ruhe für seinen Genesungsalltag findet, dem ist damit ja auch geholfen.

Geb ich Dir vollkommen recht, wenn man nicht an den Erfolg einer Therapie glaubt, schwinden auch da die Heilungschancen. Es kommt aber darauf an ob ich ein Produkt anpreise wie

vor 16 Stunden schrieb neomatcha:
Krebsvorbeugung durch Matcha
  1. Die in Matcha enthaltenen Catechine helfen dabei Krebs zu verhindern. Matcha könnte somit als eines der besten natürlichen Mittel zur Krebsbekämpfung gelten.
  2. Mehrere Studien belegen, dass Grüner Tee im allgemeinen und Matcha im speziellen das Risiko reduzieren an Brustkrebs, Blasenkrebs, Darmkrebs und Prostatakrebs zu erkranken.

Oder wie

vor 1 Stunde schrieb Hyeongseo:

"Probier mal grünen Tee, vielleicht tut es dir gut".

Dem Internet liegt ein großer Fluch inne, Informationsüberflutung.

Man wird durch einfache Suchbegriffe mit 80.000 und mehr Suchergebnissen durch Google und Co. bombardiert. In den meisten Fällen ist es für mich schwer Wahrheit, falls es diese dabei gibt, von einer Lüge zu trennen. Ich versuche dann viel quer zu lesen und mich wenn möglich Fachmännisch beraten zu lassen.

Man kann gerne Studien und sonstiges zitieren, sollte aber sachlich bleiben und nicht ein Allheilmittelversprechen ablegen. Als Unterstützung ist es sinnvoll, es wird aber dargestellt als ob ich nur Matcha trinke und nie wieder krank werde.

vor 2 Stunden schrieb Joaquin:

Nur weil es Abzocker in allen erdenklichen Bereichen gibt, ist dies ja kein Grund oder Argument, selbst mit banalen Dingen seine Psyche nicht zu stabilisieren. 

Auch richtig, jedoch konnte ich die Heilsversprechen in diesem Informationbereich genau deswegen nicht unkommentiert stehen lassen. Dem Forum liegt auch eine Aufklärungspflicht inne. Sehe es aber ähnlich wie Du.

Durch Gushu sind auch schon @GoldenTurtle's schneller gerannt als Hasen. (Nimms mir bitte nicht übel, macht aber immer wieder Spaß:yahoo:)

Schön das es auch hilfreichere Hinweise von @Hyeongseo gab als mein gestümper.

Link zu diesem Kommentar
vor einer Stunde schrieb Cel:

Durch Gushu sind auch schon @GoldenTurtle's schneller gerannt als Hasen. (Nimms mir bitte nicht übel, macht aber immer wieder Spaß:yahoo:)

Hahaha! Danke mein Lieber für den Spass. :):thumbup:
Und es ist ja auch ein geradezu aberwitziger Zufall mit dem Namen.
Und wenn wir gerade in einem Gesundheitsthema sind - um die Sache mit dem Gushu-Pushen mal noch in den korrekten Kontrast zu stellen, es war nur eine Komponente von mehreren. Vielleicht erinnert sich jemand z.B. an den Fall Udo Walz. Ich konnte den Rachen mit schlechter Nahrung nicht voll genug kriegen im echten Leben: hauptsächlich Stolz und dumme Begierde, da hat dann das fast endlose Gushu-Sport-Pushen auch wieder nur mit solchen falschen Zielen das Fass womöglich nur zum Überlaufen gebracht. Dem Tee gebe ich nicht (mehr) die Schuld, es waren meine schlechten Ausrichtungen im Leben. Ich war auch vorgestern bei Chez X. und habe brav ein bisschen 18er Manzhuan gesüffelt, von irgendeinem Dorf das ich noch nicht kannte, und es war schön, wir hatten es richtig nett.

Link zu diesem Kommentar
Am 22.2.2019 um 22:54 schrieb neomatcha:

Das sind die Gründe warum ich täglich Matcha trinke und diesen nach Eurpa bringe. Ich hoffe ich konnte weiterhelfen :)

Viele Grüße,
Jan

Ich lass jetzt mal den ganzen anderen Schmuh weg, aber: Matcha gibt es schon längst in Europa zu kaufen. Hilfreich war an deinem Post m.E. gar nichts, und einen Blog einer potentiellen Mitbewerberin für eigene Werbung zu nutzen, gehört sich nicht.

Link zu diesem Kommentar
vor 21 Stunden schrieb Cel:

Auch richtig, jedoch konnte ich die Heilsversprechen in diesem Informationbereich genau deswegen nicht unkommentiert stehen lassen. Dem Forum liegt auch eine Aufklärungspflicht inne. Sehe es aber ähnlich wie Du.

Uns begegnen uns derartige Werbe-Aussage ja oft genug im Forum und Netz, daher haben wir ja auch die folgende Rubrik, wo wir auch dort über all die Mythen aufklären: Gesundheit, Medizin + Wissenschaften zum Tee

Blogbeiträge wie dieser hier und den entsprechenden Blogkommentar, sind ja relativ eindeutig als Werbung zu entlarven (werden auch entsprechend behandelt) und werden wie hier auch schnell durch passende Kommentare entkräftet. Ebenso wie die dazugehörigen Webseiten, mit ihren plakativen Werbeaussagen. Da ärgern mich andere Webseiten mehr, die das ganze in einen medizinischen Kontext zu hüllen versuchen um dann die Leute dann hintenherum auf den eigenen Shop zu leiten. Schöne Grüße an den Doktor von und zu Marktwirtschaft.

Auch wenn wie ich hier beschrieben habe jemand durch Tee als Hobby oder neues Interesse sich nur ein paar Minuten von seiner Krankheit ablenken läßt, dann sehe ich es nicht als allzu problematisch, wenn er sich aufgrund gewisser Aussagen auch mal unnötigerweise einen etwas teueren Tee zulegt. Und da ist der etwas teurere Zeitvertreib durch Tee sicherlich besser als ihn mit Zigarettenrauchen zu verbringen ;)

Natürlich ist das immer wieder ärgerlich, wenn gewisse Aussagen zum und über Tee gemacht werden um damit den eigenen Verkauf anzukurbeln. Manchmal frage ich mich auch, wo ist es noch das tolerierter Klappern gehört zum Handwerk und wo handelt es sich um eine gezielte Irreführung? Wenn ich mir gewisse Teeverpackungen im Handel durchlese, dann muss ich oft genug auch schmunzeln und Kopfschütteln o.O

Zitat

YOGI TEA / Detox Deine Seele

Zauberhaft rein und frisch erstrahlt die Natur nach einem starken Regen. Mit Kräuterduft und Teegenuss bringt dieser Tee die Seele zum Strahlen und lässt uns neu beginnen. Seine ausgewogene Kräuter- und Gewürzmischung mit Süßholz, Löwenzahn, Ingwer und Fenchel erfrischt uns zu jeder Tages- und Jahreszeit. Die subtile Botschaft dieses Tees ist: „Neubeginn ist immer möglich“.

 

Und weil es hier ja um Matcha-Werbebotschaften ging, da hat Yogi Tea natürlich auch etwas anzubieten :lol:

Zitat

Grüntee Matcha Zitrone

Grüntee Matcha Zitrone verbindet ayurvedische Meditationstradition mit buddhistischem Grüntee-Handwerk. Zarte, grüne Tencha-Spitzen, die in den letzten Wochen vor der Ernte beschattet werden und so ihren feinen, frischen und milden Geschmack erhalten, wurden mit erlesenem Matcha veredelt, der traditionell buddhistische Mönche in ihren langen Meditationen begleitete. Fruchtiges Zitronengras und spritzige Limone runden diese wundervolle Teemischung ab und lassen so ein ganz besonderes Geschmacks-Erlebnis entstehen. Die subtile Botschaft dieses Tees ist: „Belebt und harmonisch durch den Tag“.

Mir schmecken die bisher probierten Tees dieser Marke überhaupt nicht und ich kenne so viele, vorzugsweise Frauen, die sich Tees dieser Marke kaufen :ph34r: Ein durchaus gutes Konzept und Marketing B) Aber seien wir fair, auf den Verpackungen der Konkurrenz schauen viele Werbetexte auch nicht viel besser aus :)

Link zu diesem Kommentar
vor 5 Stunden schrieb Joaquin:

Grüntee Matcha Zitrone

Grüntee Matcha Zitrone verbindet ayurvedische Meditationstradition mit buddhistischem Grüntee-Handwerk. Zarte, grüne Tencha-Spitzen, die in den letzten Wochen vor der Ernte beschattet werden und so ihren feinen, frischen und milden Geschmack erhalten, wurden mit erlesenem Matcha veredelt, der traditionell buddhistische Mönche in ihren langen Meditationen begleitete. Fruchtiges Zitronengras und spritzige Limone runden diese wundervolle Teemischung ab und lassen so ein ganz besonderes Geschmacks-Erlebnis entstehen. Die subtile Botschaft dieses Tees ist: „Belebt und harmonisch durch den Tag“.

Ganz ehrlich, wenn man etwas von Qualität versteht, ist dieser Werbetext die reinste Tragikomödie.

"mit erlesenem Matcha veredelt"

Ich glaub mein Schwein pfeifft vorne und hinten.

Ich beginne langsam dieses ganze geldgierige Storytelling zu hassen.

Die Menschen wollen sich scheinbar mit jedem Produkt auch noch eine Portion Leben, Sicherheit und Versprechungen kaufen. Viele scheinen regelrecht angelogen werden zu wollen. Ach, das erinnert mich an das Lied "Sweet Lies" ... Solange wir uns diese süssen Lügen sagen ist alles gut.

Bearbeitet von GoldenTurtle
Link zu diesem Kommentar

Es ist glaubs besser es wird wieder vermehrt bei den Wurzeln nachgeforscht und weniger beim Endprodukt, wovon die Werbebotschaft sozusagen das letzte Endprodukt ist, dann kommt man der Wahrheit ziemlich sicher näher.

Link zu diesem Kommentar

Deine Meinung

Sie schreibst als Gast. Wenn Du ein Benutzerkonto hast, melde Dich bitte an, um mit Deinem Konto zu schreiben.
Hinweis: Dein Beitrag muss vom Moderator freigeschaltet werden, bevor er sichtbar wird.

Gast
Kommentar schreiben...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

  • Aktuelle Blogeinträge

    • Von Macarona in Macarons und Tee
         1
      Bio Sencha Miyazaki Premium von TKK für 13,90€ pro 100g
      Laut der Beschreibung ist dieser Tee mild, süß, fruchtig, frisch
      und besteht aus dem Kanaya Midori Kultivar.
      Dieser Tee ist ein Blend aus der Präfektur Miyazaki wie der Name schon sagt.
      Zubereitungsempfehlung 1tl auf 200ml bei 60-70 Grad und 1min ziehen.
       
      Aussehen: viele längliche nadelförmige Blattstücke und etwas Bruch.
      Meistens ein intensives dunkelgrün und ein paar hellgrüne Blattstücke sind auch dabei.
      Der Tee sieht auch etwas glänzend wachsig aus, das habe ich noch nie bei einem Tee gesehen.
      Als Vergleich habe ich links den Uji Kyoto Sencha hingelegt, der sehr anders aussieht.

      Geruch:
      Intensiver als die anderen Senchas die ich schon hatte und etwas anders.
      Wenn sich dieser feine Sencha Geruch etwas verflogen hat,
      riecht es etwas nach gefriergetrockneten Himbeeren oder Erdbeeren und minimal nach gekochten Brokkoli.
      Feucht riecht es ziemlich ähnlich nur wärmer minimal nussig

      Aufguss:
      Ich werde dieses Mal ostfriesische Teebecher nehmen,
      in den Schalen ist mir der Tee schneller abgekühlt, als ich trinken konnte.
      Ich verwende dieses Mal etwas weniger, damit dieser Tee mir nicht zu stark wird.

      60Grad 1,5g
      1 Min 20 s, 20s, 30s, 40s, 60s
      Die Aufguss Farbe ist ein frisches gelbgrün und einiges an kleineren Blattstücken Aufguss riecht intensiv nach dem trockenen Tee
      Geschmacklich sehr anders zu den Senchas die ich kenne.
      Es schmeckt zur Hälfte wie es riecht und minimal herbe ist im Hintergrund. Keine Süße.
      Die andere Hälfte ist eine eigene Kategorie an frischen Grünteearomen, die ich noch nicht kenne.
      Es schmeckt nicht nach Früchten, Algen, Fisch oder Gemüse. Langer Abgang 

      20 Sekunden
      Aufguss Farbe fast ein Neon gelbgrün, so etwas habe ich noch nicht gesehen.
      Diesen Aufguss habe ich fotografiert.
      Dieses Mal habe ich ein Teesieb genommen und es sind nur 2 kleine Blattstücken drin gelandet.
      Schmeckt etwas frischer, im Hintergrund etwas herb, minimal so als wären die kleinen Blattstücken etwas zu lange gezogen.
      Minimale Adstringenz, die erst nach ein paar Schlucken hervorkommt.

      Eigentlich nur 2 gute Aufgüsse der 3. war wie eine Mischung aus einen einfachen gröberen Grüntee und nur ein bisschen von diesem Sencha, der zu lange gezogen hat.
      Ab da wurde es schnell schwächer. 5 Aufgüsse insgesamt.
       
      Zwischenfazit:
      Interessanter guter Geschmack, aber leider ziemlich schnell aufgebraucht.
      So ist es etwas wenig Tee fürs Geld. Hoffentlich wird dieser Tee mit anderen Aufguss Methoden besser.
       
      Bei der 70Grad Methode war dieser Tee herber und geschmacklich sehr in Richtung eines einfachen Senchas und ab dem 3. Aufguss wurde es schon grasig.
       
      Für westliche Aufgüsse eignet sich dieser Tee für mich leider auch nicht. 
      Der Erste war schwächer als mit Gongfu und der zweite war wie ein günstiger grasiger Grüntee.
       
      Ich hatte dann versucht mit mehr Tee auf weniger Wasser und kürzeren Ziehzeiten mehrere gute Aufgüsse raus zu bekommen.
      Also dieselbe Menge Tee also 1,5g im halb so großen Gaiwan.
      30s, 5s, 5s uns so weiter 
      War keine so gute Idee, weil es mir zu stark wurde und nach sehr konzentrierter Kombu Brühe und kaum nach Grüntee geschmeckt hat. 
      ich habe dann auch Wasser bis zum Rand hinzugegeben und es war immer noch zu stark. 
      Später wurde es nur schwächere Kombu Brühe mit nassen Teeblättern.


      Mein momentaner Favorit für diesen Tee ist der Kaltaufguss 1TL auf 750ml und über Nacht ziehen lassen, 
      weil ich einen guten Aufguss mit diesen speziellen Aromen und viel Flüssigkeit bekomme und dafür nicht so viel Tee brauche.
      Nur schade, dass ich die fruchtigen Aromen, die in diesem Tee drin sein sollen, nicht ins Wasser bekommen habe.
       
      Meinen Monitor Farbprofil habe ich auf das der Kamera umgestellt,
      die Umwandlung von dem Farbprofil von den Fotos auf das von meinem Bearbeitungsprogramm erstellte Monitorfarbprofil,
      hat die Farben und Helligkeit etwas durcheinander gebracht und meine vorherigen hochgeladenen Fotos wurden leider viel zu hell.
      Jetzt passen die hochgeladenen Fotos und die in meinen Bearbeitungsprogramm wieder über ein.
      Ich werde in den nächsten Tagen, wenn ich Zeit finde die zu hellen Fotos auszutauschen. 



    • Von Macarona in Macarons und Tee
         1
      Bio Japan Bancha von TG für 5,90 € pro 100g

      Laut Beschreibung ist dieser Tee ausgewogen, mild und Sencha-Ähnlich.
      Es steht geerntet zum Ende der Ernteperiode dabei, ich vermute ab Anfang August.
      1Min bei 80Grad wird empfohlen
       
      Aussehen:
      Dunkelgrüne und gelbgrüne gröbere Blattstücke und etwas kleinere Blattstückchen.
      Ein Paar grüne Blattstängel sind auch dabei. Insgesamt etwas gröber als Sencha.
       
      Geruch:
      Nach verdorbenes Leinöl, wenn der unangenehmen Geruch verflogen ist riecht es angenehm nach feinen grünen Tee,
      etwas süßlich nussig und etwas nach weißer Schokolade.

      Feucht riecht dieser Tee nach eine Mischung aus Sencha mit Houjicha.

      Aufguss:
      1 Min 20s, 20s,30s,40, 1Min 60Grad 2,26Gramm im vorgewärmten Porzellan Kännchen
      Gelbgrüner Aufguss und einiges an Partikeln und kleinen Blattstücken sind in der Schale gelandet.
      Der Geruch vom Aufguss ist bei diesem Tee stärker und ist sehr ähnlich zu dem Geruch von dem trockenen Tee blättern.
      Sehr mild und etwas frisch, sehr einfach. Es hat einen einfachen gesamt Geschmack, kaum spezifische Aromen sind auszumachen.
      Wirkt nicht wie eine Mischung aus Feinen Sencha Aromen mit gröberem Nebeltee Aromen,
      sondern wie aus mittleren Aromen bei denen sich die beiden Richtungen nicht rausschmecken lassen.
      Adstringenz ist minimal.

      Dieser milde einfache Grüntee wird ab den 3 Aufguss zum groben herben Grüntee mit kratzigen Röstaromen.
      Es ist als hätte jemand den Tee ausgetauscht gegen einen herben groben Grüntee und etwas von meinen Houjicha dazu gegeben.

      Fazit:
      Ich denke, dieser Tee braucht noch unbedingt einen Versuch mit der westlicher Aufguss Methode, damit aus dem was wird.
      Die ersten zwei Aufgüsse sind angenehm mild und unkompliziert.
       
      Westlich: 60Grad und 0,75g
      2min
      Mild, etwas nussig, Grünteearomen sind im Hintergrund und nicht grob und minimale Adstringenz
      3min
      Etwas grobe Grüntee Aromen sind im Vordergrund.
      4 min
      Ähnlich wie zuvor minimal nach nassen Teeblättern, noch gut trinkbar.
       
      Westlich aufgegossen ist das ein brauchbarer Alltagstee der sogar etwas nussig ist.
      Preislich ganz in Ordnung für einen einfachen Bio Bancha.



    • Von Macarona in Macarons und Tee
         0
      Heute habe ich mir einen Gunpowder Temple of Haven Bio von TG (5,50€/100g) vorgenommen
      Diesen Tee habe ich im Dezember in einem TG Laden gekauft
      Laut der Beschreibung besteht dieser Tee aus fein grollten kleinen Blatt und ist explosiv und fruchtig. 11G auf 1Liter weiches Wasser bei 75Grad und 2min.

      Explosiv ist vielleicht ein Synonym zu kräftig oder TG meint, dass dieser Tee eine geschmackliche Explosion auslöst.
      Fruchtig ist eine seltenere Beschreibung von Gunpowder nach meiner kurzen Internet Recherche durch ein paar Onlineshops.

      Aussehen:
      Dieser Tee besteht zum großen Teil aus kleinen zusammengerollten Kugeln.
      Die Farbe ist etwas gelblicher helleres grün, gleichmäßig mal etwas heller oder dunkler fällt nur beim genauen Hinsehen auf.

      Geruch:
      Die Blätter riechen trocken angenehm nach Grüntee und es riecht etwas sanfter als der andere Gunpowder.
      Feucht riecht es warm ein bisschen geröstet in Richtung Hojicha. 

      Aufguss:
      Ich werde 75Grad probieren und 1min,20s,30s,40s,1min,1min30
      Viele kleine Partikel, Aufgussfarbe ist ein gedämpftes Gelb und nicht so intensiv.
      Etwas blumig und grobe Grüntee Aromen sind schwächer ausgeprägt und andere Aromen sind Vordergrund, die ich nicht zuordnen kann.
      Etwas Adstringenz, Abgang ist nicht lang anhaltend.

      Der Tee wurde in den nächsten Aufgüssen jedes Mal etwas stärker nach groben Grüntee, frischer und etwas nach Kamille wir beim Nebeltee nur stärker.
      Der 3 Aufguss wurde etwas herber.
      3 Gute Aufgüsse und ab den 4 wurde es schwächer.

      Zwischenfazit:
      Interessanter brauchbarer Alltagstee der mehr nach Kamille schmeckt als der Nebeltee.
      Etwas günstiger preislich als der andere Gunpowder. Mal gucken wie dieser Tee westlich schmecken wird.

       
      Westlicher Aufguss:
      2min 75Grad 0,5g vorgewärmt
      Aufgussfarbe ist heller als beim Gongfu Aufguss und viel weniger Partikel sind in der schale
      Frischer Geschmack und intensive grobe Grünteearomen. In Richtung Nebeltee und minimal grasig im Hintergrund
      Keine Adstringenz und Herbe.

      3 min
      Aufgussfarbe ist minimal dunkler geworden und wieder einiges an Partikel in der schale
      Weniger frisch wie zuvor und etwas blumigkeit ist dazu gekommen.
      Grünteearomen sind etwas gröber geworden und minimal herbe und Adstringenz ist hinzugekommen

      2 Gute Aufgüsse und ab dem 3. wurde dieser Tee schwächer.
      So ist der Tee weniger interessant als der andere Gunpowder und ich werde den nochmal bei 80Grad probieren.
       
      1min,20s,30s,40s,1min,1min 30
      Viele Partikel, der Aufguss ist ein intensives dunkleres gelb.
      Blumiger als mit 75 Grad und grobe Grünteearomen. Ähnlich wie der Nebeltee nur etwas gröber und weniger frisch.
      und etwas Adstringenz Abgang ist nur einen Moment.
       
      Beim zweiten Aufguss hat die Blumigkeit abgenommen, es ist beim 3 wieder stärker geworden und etwas herber.
      Zum 4. hatte ich eine kleine Pause von 5-7min, weil ich noch etwas Anderes erledigen sollte.
      Den 4. habe ich mit 85 Grad aufgegossen um das Abkühlen auszugleichen. Tee wurde deswegen leider etwas rau, kratzig, herb und Adstringenz hat auch zugenommen.


      Fazit:
      Ähnlich zu Nebeltee nur etwas grob. Nicht ganz so meine Richtung schade das der auch etwas kratzig und rau geworden ist.
      Ich sollte nicht auf 85 Grad gehen, wenn der Gaiwan abgekühlt ist.
      Es ist trotzdem ein brauchbarer Altgastee nur etwas weniger gut als der andere Gunpowder, der etwas mehr eigen ist und mir etwas besser schmeckt.
      Es kann sein das die Aufgüsse nicht ideal geworden sind weil ich noch etwas zu tun hatte
      und die Blätter in dem Gaiwan mit der Restfeuchtigkeit vom Vorwärmen so 5-7min drin lagen und ich es nicht gleich aufgegossen habe.
       



    • Von Macarona in Macarons und Tee
         0
      Nach diesen eher milden Tees ist mir nach etwas anderem und ich habe mir einen einfachen Bio Gunpowder von CH'UAN (5,75/100g) vorgenommen,
      den ich im Dezember in einem Reformhaus gekauft habe um etwas davon mit Bergamotte zu aromatisieren. 

      Dieser Tee ist laut Beschreibung kräftig, Feinherb und belebend.
      80Grad und 2-3 min für einen Teelöffel pro Tasse.

      Aussehen:
      Dieser Tee ist eher kleinteilig und besteht oft aus gebrochenen Blättern die zusammen geknüllt und gedreht sind.
      Es sind kaum Teekugeln die für Gunpowder typisch sind dabei, es sieht anders aus als erwartet.
      Es sieht nach verschieden Grüntönen zusammen gemischt aus, Blattstücke sind in den Farbtönen gelbgrün, dunkelgrün, bläuliches Grün und bräunliches Grün.
       
      Geruch:
      Die Blätter riechen trocken nach groben Grüntee.
      Feucht riechen es nach groben Grüntee mit Röstaromen wieder in Richtung Houjicha.

      Aufguss:
      Ich versuche es gleich mit 80grad um ein eventuelles schlechtere erste Erfahrung mit 70Grad aus dem Weg zu gehen.
      1Min, 20s, 30s, 40s, 1Min, 1Min 30s, 2Min 80Grad 1,5g Gaiwan 3min vorgewärmt

      Wenige kleine Partikel und zwei Blattstücke.
      Aufguss ist ein etwas gebrochenes gelb minimal in Richtung orange, erinnert an einen hellen Honig.
      Grobe Grünteearomen sind im Vordergrund und minimal blumig und herb im Hintergrund.
      Langer angenehmer Nachhall und keine Adstringenz.
      Es sind auch Aromen vorhanden, die ich nicht einordnen kann, in einer geschmacklich warmen milden Richtung.
       
      Dieser Tee wurde in den nachfolgenden Aufgüssen jedes Mal ein bisschen herber, frischer, adstringierender und grasiger. 
      Die Blumigkeit hat sich auch langsam verabschiedet.

      Ab den 3 Aufguss hatte ich ein leichtes Kratzen im Hals.
      4 Gute Aufgüsse und die letzten 2 waren schon sehr schwach.

      Interessanter ordentlicher Alltagstee der geschmacklich von warmer zu frischer Richtung sich entwickelt.
      Gut zum nebenher trinken, aber ein bisschen von diesem Tee wird dabei verpasst.
      Ich vermute die kräftige feinherbe Richtung würde sich eher bei westlicher Aufguss Methode entwickeln, bei mir ist ein milder Tee herausgekommen.
      Preislich ist dieser Tee ganz in Ordnung.

      Westlich:
      Dieses Mal verwende ich nur 1/3 also 0,5g damit dieser Tee mir nicht zu stark aufgegossen wird und verlängere die nachfolgenden Aufgüsse um 1Min.

      2Min
      Der Aufguss riecht leicht nussig und ist heller als beim Gongfu-Aufguss.
      Dieses Mal schmeckt dieser Tee auch nicht herb und kräftig, sondern nach milden Grüntee mit etwas Haselnuss dabei. Gute Intensität für mich, die Menge war passend.
      3min
      ein bisschen grasig und die Haselnüsse schmecken etwas unreif und es ist frischer geworden.
      Irgendwie speziell und es sind Aromen dabei, die ich nicht zuordnen kann.
      Nachhall ist bei dieser Aufguss Methode auch lang anhalten und angenehm.
      Minimale Adstringenz

      Ab dem 3 Aufguss ist es etwas grasiger, herber und schwächer geworden.

      Interessant das dieser Tee für diese Aufguss Methode gut brauchbar ist, sogar nach Haselnuss schmeckt und der zweite Aufguss nicht schwächer als der erste ist.
      Vielleicht muss ich den 3min beim ersten Aufguss ziehen lassen damit dieser herb und kräftig wird. 
      2 günstigere Grüntees sind noch übrig, die ich erst mal durch Haben möchte, bevor ich mit den hochwertigeren Tees anfange, ToH Gunpowder und Japan Bancha von TG .
       



    • Von Macarona in Macarons und Tee
         1
      Das neue Jahr fange ich in China mit einem Jadewings Superior Bio (5,80-6,00 €/100g) von dem Teekontor Speyer an.
      Eigentlich kostet dieser Tee 6,00 € pro 125g aber ich habe den in einem Laden in St. Martin letztes Jahr im Herbsturlaub gekauft und dort kostete es 7,50 € pro 125g.
       
      Der Beschreibung nach sind es leicht gedrehte Blätter und der Tee hat einen milden leicht bekömmlichen Geschmack.

      Dem Aussehen nach sehen die Blätter auch zusammen gedreht und gekrümmt aus.
      Ich kann noch nicht richtig erkennen, ob die Blätter etwas kleiner sind als bei anderen Tees oder es Blattstücke sind und die deswegen etwas kleiner wirken.
      Insgesamt sind die größeren Stücke etwas kleiner als bei den anderen chinesischen Tees, die ich hatte und nur sehr wenige sehr kleinteilige Stücke sind dabei.
      Wenige kleine Asttücken sind auch dabei und der Tee sieht etwas blass aus, silbrig grün und ein paar Blätter die gelblich grün sind.
       
      Der Tee riecht nur leicht nach grünen Tee und ein bisschen eine Richtung die ich nicht zuordnen kann.🤔
      Feucht riecht es etwas geröstet und nicht so wirklich nach grünem Tee.
      Ich verwende 1,5 gram für meinen vorgewärmten Gaiwan und meine 2 weißen Porzellanschalen,
      es kann sein das die Tonschalen bei den vorherigen Tees etwas beeinflusst haben.

      60 Sekunden 70Grad

      Kaum kleine Partikel sind in dem Schälchen gelandet und der Aufguss ist in Richtung eines minimal schmutzigen gelb, welches leicht in die grünliche Richtung geht,
      als würde ein neutrales Gelb mit etwas braun und ein Hauch grün gemischt werden.
      Aufguss riecht kaum nach etwas.
      Der Tee ist minimal grasig und schmeckt anders als Nebeltee, aber ähnlich grobe Aromen
      und auch ein bisschen feine Aromen im Hintergrund die nicht so sehr in die Sencha Richtung gehen.
      Etwas Adstringenz kommt im Abgang zum Vorschein.

      20 Sekunden 75 Grad Gaiwan ist mir abgekühlt

      Der Aufguss sieht dieses Mal etwas intensiver und ein bisschen grünlicher aus.
      Schmeckt etwas intensiver mit einem Hauch blumigkeit und geröstet im Abgang.
      Sehr schwach kommt der Geruch vom Hojicha als Geschmack im Abgang durch.
      Also nicht diese seltsamen Aromen nach Kräutern, sondern die Röstaromen bei den ersten Aufgüssen dabei waren.
      Feine Aromen sind etwas weniger raus zu schmecken und Adstringenz wie vorher.
      Diese feuchten Teeblätter riechen jetzt nach Hojicha nur, ohne den stechenden Geruch dabei zu haben, etwas weniger stark und bisschen anders.

      30 Sekunden 75 Grad schon wieder ist der Gaiwan abgekühlt 
      Diesmal sind viele Partikel in dem Schälchen gelandet.
      Röstaromen sind stärker geworden und mehr im Vordergrund, die Grüntee Aromen sind intensiver als die Röstaromen.
      Blumigkeit ist minimal stärker geworden, die feinen Aromen sind schwächer geworden und sehr im Hintergrund.
      Geschmacklich noch mild und die Adstringenz ist wie vorher.

      40 Sekunden 70Grad
      Ein bisschen grasiger geworden und die Röstaromen sind schwächer geworden und wieder im Hintergrund,
      die Adstringenz ist etwas stärker geworden.
      Feine Aromen sind kaum noch raus zu schmecken und die Grüntee Aromen sind schwächer geworden.

      1min
      Grüntee ist weniger raus zu schmecken und es ist etwas herber grasiger geworden.
      Kaum Röstaromen, Adstringenz wie vorher.

      1min 30
      Grüntee ist kaum noch herauszuschmecken und minimal pikant ich habe ein Gefühl von ein bisschen schärfe auf der Zunge.
      Noch Grasiger geworden, etwas in richtig feucht gewordener Tee und Adstringenz ist wie vorher.

      2min 75 Grat
      etwas pikanter geworden, schmeckt noch weniger nach Tee und ist demnach aufgebraucht.
      Kaum noch Adstringenz.


      Zwischenfazit:
      Ich finde diesen Tee als Alltagstee ganz in Ordnung, aber nicht ganz so interessant vom Geschmack wie Nebeltee,
      weil der Geschmack nach frischem grünen Tee etwas schwächer ausgeprägt ist und dieser Tee geschmacklich in eine etwas andere Richtung sich bewegt.
       
      Ergänzung
      Für die Fotos habe ich meinen Monitor anders eingestellt und mithilfe des Kalibrierungsprogramm von Paint Shop Pro 2020 und mit der Internetseite Simpelfilter.de kalibriert,
      mit dem ich auch die Fotos bearbeite.
      Meistens habe ich bei meinem Monitor die wärmere Lese Einstellung eingestellt die Farben etwas verfälscht, zum Fotobearbeiten schalte ich das um.
      Vorher hatte ich die sRGB Einstellung ein paar mal verwendet.
      Am Anfang musste ich lernen die Fotos zu bearbeiten und habe nicht an meine Monitor Einstellung gedacht.
      Ich weiß nicht mehr ab welchen Tee ich von Lese auf sRGB gewechselt bin.
      Ich schneide unwichtige Teile weg damit es weniger Speicher braucht und helle zu dunkle Fotos auf und verringere die Sättigung weil mein Smartphone die Farben zu intensiv abspeichert.



  • Gleiche Inhalte

    • Von Matcha-Love
      Hallo zusammen, 
      da ich noch ganz neu im Forum bin, habe ich bisher noch kein Thema zur Zubereitungsart von Matcha gefunden. Es gibt ja verschiedene Arten der Matcha Tee Zubereitung. Manche benutzen einen Sieb, wiederum andere mischen sich eine Paste mit kaltem Wasser zusammen bevor sie warmes Wasser drüber kippen. Wie bereitet ihr euren Matcha zu? 
      Ich persönlich habe anfangs noch einen Sieb verwendet, bin jetzt aber komplett davon losgekommen. Ich gehöre nun zur Sorte, der Pasten-Anmischer  
      LG
    • Von Tee4life
      Hallo ihr Tee-Verrückten. 


      Meine Tante wünscht sich zu Weihnachten ein Matcha Set. Ich trink zwar sehr gerne Tee, aber in so "elitäre Formen" der Teezubereitung bin ich bisher nicht vorgedrungen. Deswegen bin ich jetzt auch etwas überfragt. Worauf muss ich achten, wenn ich ihr ein Set kaufe? Soweit ich das überblicke bestehen solche Sets aus einer Schale, einem "Besen" und einem Löffel. Könnt ihr mir Tipps geben? Ich möchte mir nichts andrehen lassen, was dann gar nichts taugt... . Danke!


    • Von Joaquin
      Matcha scheint ja nicht nur hier im Forum sich immer größerer Beliebtheit zu erfreuen und daher ist es nun an der Zeit gekommen, ihm im Bereich "Grüner Tee", einen gesonderten und eigenen Bereich zu gönnen. Man findet ihn nun beim "Grüner Tee", einfach unter Matcha Tee.


      Die Beschreibung fällt entsprechend aus:

      Der fein gemahlene Grüntee (Tencha), welcher insbesondere bei der japanischen Teezeremonie verwendet wird.

×
×
  • Neu erstellen...