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    • Von Macarona in Macarons und Tee
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      Ich habe mein Geschmackssinn an die Teesorten erst mal gewöhnt und deshalb kam keine neue Erkundung.
       
      Diese mal habe ich mir einen Joongjak Tee (6,50 €/100g) vorgenommen, dieser ist aus demselben Teeladen wie der Nebeltee von der letzten Erkundung.
      Dieser Joongjak Tee stammt vom Seogwang Teegarten auf der Insel Jeju, die zu Südkorea gehört und wurde ökologisch angebaut.
      Der Tee stammt aus der 3. Ernte im Sommer und wurde erst gedämpft und dann geröstet.
      Dieser Tee ist laut der Beschreibung auf dem Etikett mild und duftig-frisch. Duftig-frisch kann ich mir nicht so wirklich vorstellen, mal gucken wie der Tee ist.
       
      Dieser Tee hat wenige gebrochene Blätter mit einer intensiven dunkelgrüne Farbe, die etwas ins Grasgrüne geht.
      Der Tee riecht trocken nach gerösteten Haselnüssen/Nougat, Tonkabohnen und ein bisschen Schokolade, nach ein paar Minuten kommt auch ein leichter Geruch von grünem Tee durch, nach dem sich der Geruch verteilt hat. Echt abenteuerlich nach was Tee riechen kann .
       
      Erster Aufguss mit 1,5g, 40Sekunden und 70Grad und ungefiltertes Wasser im Gaiwan.
      Diesen Tee lasse ich kürzer ziehen, weil dieser Tee auch gedämpft ist und diese kürzere Zieh Zeiten benötigen als nur geröstete Sorten.
      Feucht riecht der Tee sehr mild, kaum nach grünen Tee und Haselnüssen. Ich kann diesen Geruch nicht richtig zuordnen.
      Sehr mild, keine herbe und schwach nach grünen Tee. Dieser Tee ist etwas schwach und hat feine Aromen die ich nicht wirklich zuordnen kann minimal in Richtung Kombu. Etwas kleine Schwebeteilchen sind in der Schale
      nächstes Mal sollte ich mit 60 Sekunden anfangen, der Tee ist etwas schwach so.
       
      Zweiter Aufguss 20 Sekunden 65 Grad
      Intensiver als zuvor, milder grüner Tee Geschmack, geht etwas in Richtung Sencha nur ohne diese süßlichen Noten. So in Richtung als hätte ich Nebeltee mit etwas Sencha gemischt und sehr mild aufgebrüht.
      Es kommen mehr feine Aromen zum Vorschein als zuvor, die ich nicht zuordnen kann.
      Hat geschmacklich auch was Eigenes und schmeckt nicht nur nach eine Kombination aus gedämpften und gerösteten Grüntee. Interessante Kombination fein und leicht.
      Etwas Adstrigent, kurzer Abgang und kaum herb.
      Weniger Partikel in der Teeschale als zuvor.
       
      Dritter 40 Sekunden 70Grad milder als zuvor, sonst nichts Neues.
      Vierter 1min 20 Sekunden etwas gröberer Geschmack, etwas mehr in Richtung Nebeltee aber noch sehr mild.
      Fünfter 2min gröberer Geschmack hat etwas zugenommen und eine sehr leichte herbe hat sich dazu gesellt, minimal grasig.
       
      Es ist ein Tee der etwas mehr Aufmerksamkeit braucht, sonst können viele der feinen Aromen nicht bemerkt werden, also wirklich für entspanntes Tee trinken.
      Also eher kein Altagstee für nebenher. 



    • Von Macarona in Macarons und Tee
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      Fünfte Erkundung
      Frühling steht kurz bevor und deshalb habe ich mir den Emei Spring von TKK 3,40/100g genommen.
      Dieser Tee ist laut Beschreibung mild, fruchtig, blumig, erfrischend und laut der Tabelle auch noch spritzig.
      Die meisten Tees, die ich habe, sind grüne Tees und deshalb erwähne ich es nicht extra, wenn ich eine andere Art Tee probiere, werde ich es dazu schreiben.
       
      Der Tee hat etwas Bruch, viele Blätter sind bläulich dunkelgrün.
      Riecht etwas nussig mit einer leichten Kaffeenote im Hintergrund, minimal nach diesem typischen Grüntee Geruch . Hatte ich bis jetzt auch noch nicht.
      Ich habe ein paar kleine Stängel Teile gefunden und mal so eins probiert, schmeckt nach etwas nach Kaffee und Kakao im Hintergrund wie ein Kaffeepraline. Interessant, hätte ich nicht gedacht.
      Memo an mich: Sollte mal öfter Tee pur probieren.
      Also bis jetzt habe ich von dem Tee einen anderen guten Eindruck bekommen, als die Beschreibung des Tees vermuten lässt.
       
      1,5g 70g und ca. 80 Sekunden
      Feucht riechen die Teeblätter etwas nach grünen Tee, nussig und etwas nach Kaffee im Hintergrund.
      Viele Schwebeteilchen in der Schale und goldgelbe etwas orange Trassenfarbe.
      Ein bisschen kräftiger Grüntee Geschmack im Hintergrund und etwas nach Kaffee, minimal nach Haselnüssen und Kakao.
      Unter einem Frühlingstee habe ich mir was anderes vorgestellt .
      Keine Herbe, ein bisschen Adstringens im Abgang. Die Kaffeenote bleibt noch etwas länger im Abgang.
      Ich würde den Tee als ein bisschen subtil und komplex beschreiben.
       
      20 Sekunden
      Wieder relativ viele Schwebeteilchen, etwas kräftiger Grüntee Geschmack als zuvor nach einem Augenblick ist es weg. Sonst wie zuvor
      40 Sekunden weniger Schwebeteilchen und ein bisschen kräftiger Grüntee Geschmack sonst wie zuvor.
      1min weniger Aroma insgesamt als zu vor. Mehr Grüntee als zuvor die anderen Aromas sind weniger geworden.
      2min bei 60Grad mal gucken, ob was anderes rauskommt. Ein bisschen grasig, etwas weniger Aroma als zuvor.
       
      Es ist ein interessanter Altgastee, der anders ist, als ich Grüntees bis jetzt kennengelernt habe.
      Langsam Zweifel ich an meine Geschmacksnerven oder ich habe wieder einen seltsamen Tee bekommen.
      Ich hatte ursprünglich vorgehabt diesen Tee, für die Verwendung mit Beeren als Eistee freizugeben.
      Bei dem Geschmacksprofil des Tees, passt, dass für mich nicht so zusammen, dann muss halt ein anderer Tee dafür dann herhalten.



    • Von Macarona in Macarons und Tee
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      Vierte Tee Erkundung
      Dieses Mal habe ich mir einen Nebeltee 4,90€/100g von einem lokalen Feinkostladen vorgenommen.
      Ist eher ein Feinkostladen mit intrigierten Teeladen.
       Die Tees werden dort schon verpackt verkauft und die großen Teeboxen sind im Lager. 
      Ich habe als ich den Tee gekauft habe, das Personal Tee abpacken gesehen. 
      Die Teeboxen sind aus Metall und zylindrisch und der Tee befindet sich in einer dickeren Plastiktüte, diese wird nach dem Abfüllen nahe am Tee zugedreht, um weniger Luft an den Tee zu lassen.
       
      Zu dem Tee habe ich nur die Information das der Tee aus China stammt, aromatisch süßlich sein soll und für Grüntee Einsteiger geeignet ist.
      Auf der Verpackung steht, dass der Tee mit 70Grad aufgegossen wird.
      Ich mal rumgeguckt und bei anderen Teeläden wird Nebeltee auch als lieblich zart blumig beschrieben, selten als fruchtig.
      Riecht trocken nach grünen Tee, ohne eine spezielle Note zu haben.
      Der Tee hat wenige gebrochene Blätter.
      Ich versuche den Tee erstmal ohne gefiltertes Wasser.
      Die Fotos sind: der Tee trocken, feucht im Gaiwan und der erste Aufguss.
       
      Gaiwan mit 80Grat Wasser einige Minuten vorgewärmt.
      Habe den Tee mit 1,5g bei  70grat Celsius für 1 min aufgegossen
      Feucht riecht es nach feuchten grünen Tee ohne spezielle Noten.
      Der Tee hat etwas Schwebeteilchen drin welche beim Abgießen in der Schale landen.
      Schmeckt angenehm nach aromatischen etwas kräftigen grünen Tee mit minimal herbe im Hintergrund. Ein bisschen in Richtung frisch. 
      Etwas interessant, kurzer Abgang. Andere Richtung als Sencha den ich als subtiler, feiner und süßlicher empfinde. 
      30 Sekunden
      jetzt ist der Tee etwas Adstringent geworden und keine Herbe mehr im Hintergrund. Etwas Kräftig.
      Minimal grasig und etwas das ich nicht einordnen kann, so fein nebenher, in Richtung Kamille. 
      Etwas mehr Schwebeteilchen.
      50 Sekunden
      kurz am Anfang etwas grasig was nach einem Augenblick weg ist. Sonst wie zuvor
      70Sekunden
      grasiger als zuvor, kräftiger, ist auch nach einem Augenblick weg.
      1min viel weniger Aroma als zuvor.
      3min  etwas grasig, wenig herb, irgendwie würzig kräftig.

      Allgemein finde ich den Tee geschmacklich ganz brauchbar als Alltagstee.  Schmeckt mir gut.
      Ich werte die Tees nicht so stark, weil ich noch kaum Erfahrung habe und mir Vergleichswerte fehlen. 
       



    • Von Macarona in Macarons und Tee
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      Die heutige Tee Reise verschlägt mich nach China genauer gesagt in die Provinz Guangxi mit dem Yin Xiang Tee von TKK ( 4,50€/100g).
      Von der Beschreibung her ist der Tee für mich ziemlich interessant, es steht dabei, dass es ein fruchtiges Aroma mit zarter Aprikosennote haben soll .
      ich habe noch nie einen fruchtigen grünen Tee gehabt, mal gucken wie der mir schmecken wird.
      Ich frage mich gerade, ob ich die Aprikosennote zuordnen kann, weil ich noch keine gegessen habe.
       
      Die Parameter sind dieses Mal 1,5g bei 70Grad mit 60/15/20/40/60
      Von den Teeblättern sehen viele heile aus und es ist wenig Bruch dabei, manche sind relativ klein zusammen geknüllt.
      Der Tee riecht trocken sehr angenehm nach grünen Tee mit einem Hauch Fruchtigkeit im Hintergrund.
      Wenn die Teeblätter nass sind, riecht es nach weißer Schokolade mit ein bisschen Blumenfeld. 
       
      Erster Aufguss schmeckt etwas herb, aber anders herb als dieser Manjolai den ich vorher hatte.
      Bzw. die Schale, in der ich den Rest gegossen habe, weil die andere voll war. Habe sozusagen mit dem Bodensatz angefangen .
      Die Tee aus der anderen Schale war kaum herb und sehr mild. Ich vermute das ich den Tee selbst für mich zu schwach aufgegossen habe.
      Jedenfalls adstringierender als die beiden davor.
      Was mir auch noch aufgefallen ist, das der Tee beim ersten Aufguss leicht gelb war und beim zweiten die Farbe etwas intensiver ist und etwas grünlicher.
       
      Der zweite Aufguss war schon besser von der Intensität her 
      Bodensatz-Schale wieder herb und die andere Schale auch sanft mild aber nicht so mild wie der Sencha den ich als Erstes hatte.
      Von fruchtig noch keine Spur, ich sollte diesen Tee vielleicht anders aufgießen.
      Ich habe zwei bräunliche Blattteile entfernt als ich die gesehen habe.
       
      Mal kurz nicht aufgepasst und schon zieht der Tee 2 min , wenigstens habe ich von diesem Tee 50g und nicht nur 4,2g.
      Hui, die Bodensatz-Schale, war sehr herb und die andere minimal herb und intensiv, andere Geschmacksnoten kamen gefühlt nicht dazu.
       
      Nach 40 Sekunden für den 4. Aufguss schmeckt es etwas nach nassen Gras.
      Ich denke, ich brauche für diesen Tee andere Parameter 🤔.
      Diesen Tee muss ich nochmal probieren, um mir ein geschmackliches Bild davon zu machen. 
       
       
       
    • Von Macarona in Macarons und Tee
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      Heute geht es mal weiter mit der Erkundungstour
      Dieses Mal habe ich mir einen Bio Green Manjolai von TG ca 4,23€/100g genommen.
      Dieser Tee wird im Kalakad-Mundunthurai Tigerreservat im äußersten Süden Indiens angebaut.
       
      Ich habe beim ersten Eintrag vergessen zu schreiben was ich für ein Wasser verwende.
      Ich verwende Leitungswasser mit einer Härte von 6 und Hydrogencarbonat Wert von ca 86,5mg/l laut der Analyse von den beiden Wasserwerken von denen eins für mein Wasser zuständig ist.
      Sonst habe ich einen Wasserkocher mit Temperatureinstellung, der relativ gut die Temperatur zwischen den Aufgüssen halten kann. Ich möchte mir später noch ein Thermometer für unterwegs zulegen.
       
      Gaiwan wieder vorgewärmt und den Tee abgewogen, dieser Tee ist weniger kleinteilig als der vorherige, mehr größere Stücke von den Blättern und auch ganze Blätter.
      Ich habe erstmal 1,5g verwendet, weil der Tee intensiver riecht als der Japan Sencha von TG. Der Tee ist laut Packung duftig und frisch. 
      Was bei dem Geruch, den der Tee trocken hat, passt das nicht so ganz. Vielleicht hat dem Tee die Lagerung im Schrank nicht gefallen .  
      Der Tee riecht trocken anders als die paar grüne Tees, die ich schon gerochen habe, irgendwie herb und etwas nach Mate, der grüne Tee lässt sich erahnen. 
      Etwas mehr Gramm als der Sencha, weil dieser hier weniger kleinteilig ist und indische Tees intensiver sein können als japanische, deshalb nicht ganz so viel.  
       
      Ich habe diesen Tee mit 70Grad aufgegossen und 60/20/50/80 Sekunden aufgebrüht.
      Eigentlich wollte ich beim 3. mal 30 Sekunden habe aber nicht aufgepasst und es sind 50 geworden.
      Dieser Tee ist relativ herb für einen Grüntee und hat minimal eine zitronige Note im Abgang und schmeckt etwas nach Gras . 
      Die feuchten Blätter riechen nach grünen Tee und der Mate ähnliche Geruch ist auch weg.
      Erinnert mich an Teebeutel Grün Tee, wenn ich es mal getrunken habe.
      Gut das ich nur eine Packung für eine Kanne Tee mir davon gekauft habe.
       
      Meins ist es nicht so, würde den als geht gerade so beschreiben.
      Ich vermute der Tee hätte auch noch ein zwei Aufgüsse mehr mitgemacht, aber ich hatte keine Lust mehr auf den Tee.
      Mir kommt die Beschreibung der Tees vertauscht vor beim Japan Sencha steht frisch, feinherb und bei diesem hier duftig, frisch.
      Vielleicht wird der Sencha auch feinherb, wenn der nach Anleitung bei 90Grad und 1min aufgebrüht wird.
       
       
        
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    • Von GoldenTurtle
      Ich bin etwas skeptisch, Yixing ist es mMn nicht, es hat eine Lackierung, und Yixings haben sowas nicht.
      PS: Zum Thema Yixing hatten wir neulich aber eine interessante Diskussion, ein Teefreund hat in einer Yixing einen Maojian Grüntee gebrüht, weshalb ich ihn dann etwas fragend gemustert habe, was dann aber rauskam ist, dass traditionell Yixing Teekannen eigentlich nur für Grüntee und irgendwann dann auch für Rottee verwendet wurden, aber die heutig so hippe Verwendung für Oolong und Pu'Er eigentlich als neumodischer Firlefanz zu betrachten ist, wobei viele "Teekenner" im Westen aber steif behaupt würden, dass für Grüntee Yixing gar nicht passt wegen der Porösität der Kannen und so. So schnell kann aus einem neumodischen Trend das Denken entstehen, etwas sei schon immer so gewesen.
    • Von Roberts Teehaus
      Silbernadeltee

      Bereits der erste Augenschein auf den Tee verrät, wie der Silbernadeltee zu seinem wunderschönen Namen gekommen ist. Die Teeblätter sind etwas größer und an der Rückseite von feinem Silberflaum überzogen. Auch dieser Tee hat eine besondere kulturelle Bedeutung; so sagt man ihm nach, dass er der Legende nach einst in der Trinkschale des Kaisers Cheng Nung entstanden ist, als dieser sich unter einem Teestrauch niedergelassen hat.

      Weißer Tee

      Weißer Tee aus China zählt als „Krone der Teeschöpfung“ und beschreibt eine besondere Tee-Rarität. So ist die chinesische Teekultur von unzähligen Mythen und Legenden durchwoben, die dem weißen Tee lebensverlängernde Kräfte nachsagen – und in seltenen Fällen soll er der Sage nach sogar Menschen zur Unsterblichkeit verholfen haben…  Und so kam es, dass die Herrscher Chinas schon im frühen 11. Jahrhundert v. Chr. ihr Gefolge und ihre Untertanen in die entlegensten Regionen des riesigen Reiches der Mitte aussandten, nur um einige Hände voll dieser magischen weißen Teeblätter zu erhalten!

      Kostbar und geheimnisvoll!

      Überall auf der Welt gilt weißer Tee als die exklusivste Tee-Sorte überhaupt. Ins Deutsche übersetzt bedeutet sein Name etwa „Weiße Pfingstrose“, „Wassergeist“ oder „Silbernadel“. Baihao Yinzhen heißt „die Weißhaar-Silbernadel“, welche als weißer Tee in den Da-Bai-Gärten von Zhenghe und Fuding im Norden der Provinz Fujian geerntet wird. Als eine der besten, teuersten und rarsten Teepflanzen wurde der Silbernadeltee in früheren Zeiten sogar mit Gold aufgewogen.

      Um nur ein Kilogramm dieser besonderen Teevariante und Kostbarkeit zu gewinnen, bedarf es mehr als 30.000 von Hand gepflückte, ungeöffnete, obere Blattknospen! Noch immer werden die Teespitzen in den weltweit einzigartigen Teeanpflanzungen im Hochland Chinas auf traditionelle Weise gepflückt und auch heute noch werden zum Teil Erntemethoden gepflegt, die früher dem Kaiser und seinem Hofstaat vorbehalten waren. Bei der „kaiserlichen Pflückung“ wurden seinerzeit nur Knospen gepflückt, deren Reinheit nicht befleckt wurde – und zwar von der Ernte bis in die Teeschale des chinesischen Kaisers. Die jungen Teepflückerinnen trugen bei der Ernte Handschuhe und gaben die behutsam abgeschnittenen weißsilbrigen Knospen zum Trocknen in geflochtene Körbe.

      (Doch weiß niemand genau, welche besonderen Vorsichtsmaßnahmen in der heutigen Zeit ergriffen werden, um das faszinierende, an Orchideen erinnernde Aroma der Silbernadeln zu bewahren. Teekenner jedenfalls lieben diesen himmlischen Duft) 😊

      Was den Silbernadeltee zudem noch rarer macht: Er wird bloß zweimal im Jahr geerntet – und dann auch nur an zwei Tagen, die zuvor sorgfältig geplant werden. Ist es an jenen Tagen entgegen der Wetterprognose windig oder regnerisch, verzichtet man lieber auf die Ernte…

      Silbernadeltee in der Kultur

      Der kostbare Silbernadeltee ist Bestandteil vieler Zeremonien der traditionellen chinesischen Teekultur, die über viele Jahrhunderte gewachsen ist. „Gong Fu Cha“ gilt als bekannteste chinesische Teezeremonie, ihr Ritus hat schon lange einen festen Platz in Chinas faszinierender Teekultur.

      Gong Fu Cha  beschreibt die besondere Perfektion, die man nur durch Erfahrung und besondere Übung erreichen kann. Im Zentrum steht dabei das stetige Bemühen des Teemeisters, den perfekten Tee zuzubereiten, was zum einen handwerkliches Geschick und zum anderen die richtige meditative Verfassung braucht. (Wenn Sie einen Besuch in China planen, nehmen Sie unbedingt an einer unvergesslichen klassischen Teezeremonie teil.)

      Mehrere Aufgüsse

      Bei Gong Fu Cha wird der Tee in mehreren Aufgüssen getrunken. Beim ersten Aufguss sollen sich zunächst die Knospen öffnen - vorab wird der betörend schöne Duft genossen, darum wird der Tee zur ersten Einstimmung direkt in die Schalen eingeschenkt. In China nennt man dies  den „Aufguss des guten Duftes“. Anschließend folgt der „Aufguss des guten Geschmacks“ – und jetzt, beim zweiten Aufguss, können sich die Aromen so richtig entfalten!

      Poetisch bezeichnet man die weiteren Aufgüsse des Tees als „Aufguss der sehr langen Freundschaft“, denn solange man den Tee immer wieder aufgießt, ist man ihm symbolisch freundschaftlich zugewandt. 😊 Mit jedem weiteren Aufguss muss der Tee jeweils zehn Sekunden länger ziehen, auf diese Weise schmeckt er immer wieder ein bisschen anders und man kann bald feststellen, wie mannigfaltig seine Geschmacksvariationen doch sind!

      Teezeremonie

      Wer eine Teezeremonie mit Silbernadeltee begehen möchte, geht dabei wie folgt vor: Zunächst werden die Teegefäße/Teekanne erwärmt. Im nächsten Schritt werden Gefäß oder  Kanne mit etwas frisch aufgebrühtem Wasser gefüllt und der Silbernadeltee hineingegeben. Mit heißem Wasser auffüllen, den Duft wahrnehmen – und das Wasser wieder abgießen.

      Nun einen zweiten Aufguss mit 70-80 Grad heißen Wasser vornehmen, und (je nach Geschmack) 3-5 Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb kreisförmig in die Teeschale eingießen. Den Duft genießen, das Auge an der Farbe erfreuen! Schließlich kann der Tee getrunken werden. Jeder weitere Aufguss sollte dann 10 Sekunden länger ziehen. Am Schluss dieser schönen Teezeremonie werden die gebrauchten Teeblätter schließlich in saubere Teeschalen gelegt und den Gästen als Geschenk und Erinnerung überreicht. 😄🌿🍵

      Eine gepflegte Teezeremonie mit Silbernadeltee bietet uns in unserer heutigen schnelllebigen Zeit ein wunderschönes Ritual, um im Familien- oder Freundeskreis einmal so richtig abzuschalten und ein wenig „herunterzufahren“. 😊
       

    • Von Roberts Teehaus
      Gyokuro Asahi – kleine Geschichte einer Kostbarkeit

      Das erste, was dem Betrachter ins Auge fällt, ist seine intensive grüne Farbe. Im gleichen Moment findet ein edles wie süßes, kräftig-frisches Aroma den Weg in die Nase - mildfruchtig mit einer dezenten Note von Gras.

      Gyokuro Asahi – der edle Tautropfen

      Übersetzt ins Deutsche, bedeutet sein Name „edler Tautropfen“, was wie beinahe alle Wörter aus dem Japanischen wunderschön und poetisch klingt. Hört man Japanern zu, so sprechen sie sehr ehrfürchtig über dieses vollendete Getränk. „Schattentee“,“ Perlentau“ – er ist kein alltägliches Getränk für Zwischendurch, sondern etwas ganz Besonderes!  Gyokuro Asahi wächst im Schatten - Laubbäume schützen ihn vor allzu hellen Sonnenstrahlen; zwei Wochen vor seiner Ernte wird er vorsorglich mit Bambusmatten abgeschirmt.

      Geschichten um die Entstehung des Gyokuro Asahi

      Es war einmal… in einem fernen Land der aufgehenden Sonne - in einem wunderschönen Inselreich mit Namen Nihon, welches wir heute als Japan kennen. Man schrieb das Jahr 1835. Der Teehändler Herr Yamamoto Kahei VI. unternahm eine Reise. Er reiste von Edo (heute Tokyo) nach Uji – in der Nähe des heutigen Kyoto. Dort machte er die Beobachtung, dass die Teesträucher einige Wochen vor ihrer Ernte abgedeckt wurden. Wohl galt dies, um die Pflanzen vor Frost zu schützen – und eigentlich nicht vor der Sonne – doch war das der allererste Schritt zum heutigen Schattentee. Das Interesse von Herrn Yamamoto Kahei war geweckt! Er begann zu experimentieren und stellte Versuche an. Bald schon entdeckte er, dass die Beschattung der Teepflanzen einen völlig neuen, überraschenden und einzigartigen Geschmack hervorbrachte. Das war die Geburt des Gyokuro Asahi.

      Nun, ob sich das so zugetragen hat, lässt sich heute nicht mehr genau sagen, denn die Geschichte zur Entstehung des edlen Tautropfen ist sehr lange her… Dennoch ist sie eine sehr schöne Geschichte. 😊

      Der Anbau des Gyokuro Asahi

      Angebaut wird der edle Tee auf der Insel Kyushu. Dank ihrer geologischen Lage im Südwesten von Japan verfügt sie über ein mildes subtropisches Klima – was für den Anbau von Tee ideal ist! Bäume spenden Schatten und die Bambusmatten schirmen vor Sonne ab. Dadurch verzögert sich das Wachstum der Pflanzen, ihr Gehalt an Chlorophyll in den Blättern steigt, ihr Gehalt an Gerbstoff hingegen sinkt. Es sind gerade die Gerbstoffe, auch als Tannin bezeichnet, die Tee oft bitter schmecken lassen – besonders, wenn man ihn zu lange ziehen lässt. Schattentee entwickelt viel Koffein – und obwohl er so mild schmeckt, ist er ein ausgesprochener Muntermacher und weckt die Lebensgeister!

      Die beste Zubereitung für Gyokuro Asahi

      Nun, als Maßstab kann man sagen: Je hochwertiger ein grüner Tee ist, umso niedriger sollte die Wassertemperatur beim Aufbrühen sein!

      Für den edlen Tautropfen reicht eine Wassertemperatur von 50 bis höchstens 60 Grad. Seine Ziehzeit ist – wie bei jedem grünen Tee – kurz, zirka 2-3 Minuten – nicht länger. Auf diese Weise bleibt sein zarter milder Geschmack erhalten. Selbstverständlich kann man ihn mehrfach aufgießen.

      Gyokuro Asahi zur Teezeremonie

      Es empfiehlt sich, diesen exklusiven Tee zu zelebrieren und ihn aus einem ebenso exklusiven Gefäß zu trinken. Japanisches Teegeschirr, Kannen und besonders wunderschöne Tee-Schalen sind für diesen edlen Tautropfen angemessen! Und im Vertrauen: Wer mag schon gerne Champagner aus einem ehemaligen Senfglas schlürfen? Kleiner Tipp: Wer Japan besucht, sollte unbedingt den alle zwei Wochen stattfindenden großen Flohmarkt in Kyoto-City besuchen. Hier findet man für einen „schmalen Taler“ wunderbare gebrauchte Porzellanwaren. Da in Japan im Allgemeinen Gegenstände mit viel Bedacht behandelt werden,  findet man in der Regel keine verschlissenen Gegenstände. Es lohnt sich, einen leeren Extrakoffer mitzunehmen! 😄🍵🗾

    • Von QLONKER
      Hallo Community
      Ich hatte vergangenes Jahr eine Eingebung weil ich gerne grünen Tee trinke und bei der Arbeit gern mal die Zeit aus den Augen verliere. Es ist mir schon öfter passiert, dass ich vor lauter Konzentration am PC vergessen habe, dass ich mir ja eben gerade einen Tee gemacht hatte und den Beutel rausnehmen muss. Das Resultat, der Tee schmeckte nicht mehr, war bitter und ich musste ihn noch mal machen. Ich habe mich dann am Wochenende mal zu Hause hingesetzt und einen Tee Timer entwickelt, der den Teebeutel nach Ablauf einer vordefinierten Zeit automatisch aus der Tasse zieht. Der erste Prototyp war klobig, eigentlich unpraktisch und hatte noch keine Batterie. Aber das Konzept funktionierte und ich hab das ganze dann noch verfeinert und am Ende kam ein hübsches Gerät heraus, das man im Büro problemlos auf dem Tisch betreiben kann, auch wenn keine Steckdose in der Nähe ist. 
      Man hängt einfach den Teebeutel oder ein Tee-Ei an den Heber und startet das ganze. Der Heber schwenkt den Tee sogar noch während der gesamten Ziehzeit und wenn die Zeit abgelaufen ist, wird der Beutel (oder das Ei) aus der Tasse gezogen. Ich verkaufe das Teil mittlerweile auf meiner Webseite und versuche das Gerät weiter zu entwickeln. Ich würde jetzt gerne wissen, wie Ihr darüber denkt. Der Preis ist damit gerechtfertigt, dass ich die Dinger von Hand selbst aus hochwertigem Holz baue. Kein Kunststoff aus der Maschine. 
      Hier meine Webseite: <Link entfernt>
    • Von Jensi
      Hallo  Ich verkaufe hier zwei klassische Gaiwane aus Porzellan - beide gerne auch separat, ich dachte mal ich pack sie trotzdem zusammen in einen Thread. 
      Beide wurden hergestellt in Déhuà, sind aus weißem Porzellan und haben schöne, nicht übermäßig aufwändige, aber gut gemachte Verzierungen aufgemalt. Das Volumen ist bei beiden ungefähr 100ml. Ich verkaufe sie, weil ich sie einfach fast nie benutze und lieber Platz für andere Stücke schaffen würde, und dann freut sich ja vielleicht jemand anders darüber. Sie sind beide im top Zustand, keine Ränder oder so, keine Macken, quasi wie neu.
       
      Pro Stück stelle ich mir so 15 Euro vor.
       
      Fragt mich gerne wenn ihr noch was dazu wissen möchtet!  
       
      Erster Gaiwan:

       
      Zweiter Gaiwan: