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30. Steiniger Zwischenaufenthalt in Indien, genauer gesagt in Darjeeling


Macarona

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Darjeeling Steinthal
 

Mein zweiter Grüntee aus Indien ist ein Bio Darjeeling Steinthal (5,90 €/100g) von TKK.
Dieser Tee stammt aus dem gleichnamigen Teegarten Steinthal, welcher auf ca. 2000 m auf den Darjeelingbergen liegt,
welcher zu dem Teegarten Singtom gehört.

Der Tee ist laut Beschreibung: Fruchtig, weich, mild-aromatisch und unter den grünen Darjeelings ein Vorbild von der Verarbeitung.
Laut Tabelle auch frisch.



Zubereitungsempfehlung westlich:

Ca. 2 EL auf 1L mit 75-80 Grad und 1-2,5 min ziehen lassen.



Lagerung:

Dieser Tee stammt aus meiner zweiten Bestellung, welche ich im Februar letzten Jahres gemacht habe und der damalige Preis war 4,90 €.
Leider habe ich wegen dieses seltsamen Jahres, weniger Teesorten erkundet als geplant.:/

Deswegen hat sich das ganze sehr nach hinten verschoben.
Ich habe auch ein paar passendere später gekaufte Teesorten eher erkundet, als diese von der Bestellung.

 

Die Packung habe ich auch, nachdem der Tee angekommen war, aufgemacht und habe Trocknungskugeln,
die in einem Teefilter sind, hereingelegt und wieder zu gemacht und den Tee in einen Gefrierbeutel in den Kühlschrank gelegt.
So hat dieser Tee die Zeit verbracht.

Beim Wiederaufmachen musste ich schon die Trocknungskugeln austauschen, weil diese voller Flüssigkeit waren.
Ich hoffe, dass ein eventueller Feuchtigkeitsrest den Tee nicht negativ beeinflusst hat.

Deswegen kann ich nur den Tee, wie die anderen auch aus der Bestellung,
beschreiben, wie diese jetzt sind, und ungünstigerweise nicht mehr im frischeren Zustand.



Aussehen:

Überwiegend kleinere und mittlere Blattstücke, die schmal zusammen geknüllt sind.
Einige sehr kleinteilige Stücke, vereinzelnd Stücke von Blattstielen und ein paar einzelne Blattstücke mit silbrigen Flaum sind auch dabei.
Insgesamt ist dieser Tee etwas kleinteilig.
Die Farbe des Tees ist überwiegend ein dunkleres, leicht gelbliches Grün und etwas hellere gelblich grüne
und etwas fahlere gelbgrüne Stücke und vereinzelnd rötliche oder minimal purpurne braune Stücke sind auch dabei.



Geruch:

Noch frisch nach einfachem, etwas gröberem Grüntee.
Vom Geruch vielleicht nicht ganz so intensiv und frisch wie die anderen chinesischen Grüntees am Anfang gerochen haben.
Im Hintergrund etwas geröstet und minimal warm würzig.





70 Grad 1min:

Mir ist, als ich die letzten Tropfen Tee in die Schale geschüttet habe,
ein Teil von den Blättern wieder in dem Aufguss gelandet.
Ich habe das schnell umgeschüttet mit Sieb und deswegen hat der Tee ein paar Sekunden länger gezogen.

Der dunkle Punkt ist in der Teeschale eingebrannt und nicht vom Tee.
Vorher beim Abgießen hatte ich nur ein Blattstück drin.

Etwas an kleineren Partikeln sind in der Schale und eine etwas dunklere gelbe Aufgussfarbe.
Geschmacklich ist es etwas wärmer und gleichzeitig auch etwas frisch im Hintergrund.
Eine Mischung zwischen etwas frischerem und gröberem Grüntee in Richtung Nebeltee und Gunpowder und wärmeren Grünteearomen.
Nach einem Moment kommen etwas Frucht und minimal Blumigkeit im Hintergrund hinzu.
Die verschiedenen Aromen harmonieren miteinander und ergänzen sich gut gegenseitig.

Es kratzt minimal im Rachen.:/
Etwas Adstringenz ist auch dabei und minimale Herbe im Hintergrund im Abgang.


20 Sekunden:

Zwei Blattstücke und einiges an Partikeln in der Schale und die Aufgussfarbe ist minimal fahler und etwas heller geworden.
Etwas schwächer, frischer geworden und die Frucht- und Blumigkeit hat auch etwas abgenommen.



30 Sekunden:

8 Blattstücke und weniger Partikeln als zuvor und die Aufgussfarbe ist wieder intensiver geworden
Der Tee schmeckt jetzt mehr in Richtung gröberem Gunpowder, minimal grasig im Hintergrund und nur noch etwas fruchtig blumig.




Zwischenfazit 70 Grad:

3 gute Aufgüsse und insgesamt 5 Mögliche.
Ein etwas wärmerer Grüntee, der auch etwas frisch, fruchtig und ein bisschen blumig im Hintergrund ist.
Wird mit den weiteren Aufgüssen etwas gröber, grasiger und weniger fruchtig und blumig.

Leider ist es minimal kratzig im Hals nach einer Weile.




80 Grad 1min:

Habe dieses Mal gleich mein Sieb genommen und es sind nur etwas kleinere Partikeln dadurch in der Schale gelandet.
Die Aufgussfarbe ist ein minimal oranges Gelb und etwas weniger intensiv.

Schmeckt weniger nach diesen typischen Grünteearomen als bei 70 Grad, etwas wärmer und nussig, kann aber keine spezifische Nuss ausmachen.
Sehr ausgewogen aus verschiedenen milden Aromen zusammengesetzt, es sticht nicht wirklich etwas hervor.
Nach einem Moment kommen minimal fruchtig, blumige und herbe Aromen im Hintergrund hinzu, welche sich harmonisch einfügen.

Minimale Adstringenz und der Abgang ist mittellang, minimal im Hintergrund würzig herb und erst bei der Mitte der Schale nimmt die Adstringenz zu.
Der Geschmack im Hintergrund in Richtung fruchtig und blumig, es kommt mit der Zeit beim Trinken weiter hervor.
Ich habe den Eindruck, dass dieser Tee noch in der Schale sich etwas weiter entwickelt und etwas intensiver wird.



20 Sekunden:

Die Aufgussfarbe und Geschmack haben sich etwas intensiviert.
Die Blumigkeit hat sich sehr verstärkt, ist jetzt im Mittelgrund und die Fruchtigkeit ist etwas stärker geworden, aber noch im Hintergrund.
Nach einem Moment wird es etwas frischer und schmeckt etwas nach gröberen Grünteearomen im Hintergrund.
Die Würzigkeit ist im Abgang ungefähr gleich geblieben und leider fängt es auch minimal an zu kratzen im Hals.



30 Sekunden:

Etwas grasiger und herber geworden. Die Blumigkeit hat etwas abgenommen und die Würze hat sich etwas verstärkt,
diese ist auch minimal im Hintergrund zu schmecken und nicht nur im Abgang.
Es schmeckt auch etwas in Richtung herberem Honig, ohne die Süße von einem Honig zu haben.




Zwischenfazit 80 Grad:

3 gute Aufgüsse und 4 mögliche.
Warmer milder Grüntee, welcher etwas nussig ist und nach einem Moment im Hintergrund etwas fruchtig,
blumig und herb wird und minimal würzig im Abgang ist.
Bei den weiteren Aufgüssen wird es herber und etwas frischer und es entwickelt sich im Abgang ein Geschmack nach herberem Honig.
Mit dem vorletzten Aufguss wird die Blumigkeit verstärkt, um danach wieder weniger zu werden.
Bei den Nachfolgenden wird es hauptsächlich gröber und grasiger.





Westlich 80 Grad und 2 Min:

Aufguss ist heller als bei Gong-Fu.
Ziemlich schwach und in Richtung gröberem, einfacherem Grüntee.



3 Min:

Etwas intensivere Aufgussfarbe und etwas blumiger, intensiver geworden und weniger frisch.
Für mich immer noch zu schwach und langweilig



Westlich mit der doppelten Menge, also 2/3 vom Gong-Fu Aufguss und wieder 2 Min:

Warm und blumig und etwas Fruchtigkeit im Mittelgrund nach einem Moment.
Schmeckt wie eine Mischung aus warmen Grüntee und einfachem Darjeeling Rottee.



3 Min:

Etwas blumiger und herber geworden, Adstringenz hat etwas zu genommen



Zwischenfazit westlich:

Bei doppelter Menge schmeckt es blumiger und fruchtiger als bei Gong-Fu und geht mehr in die Richtung eines Rottees.
Beim zweiten Aufguss ist es etwas blumiger geworden.
Es kratzt nicht im Hals bei der westlichen Aufgussmethode. :)





Fazit:

Dieser Tee ist ein passabler Alltagstee, westlich aufgegossen. ^_^
Für Gong-Fu sollte sich etwas Zeit genommen werden,
weil einige Aromen erst nach einem Moment hervorkommen und etwas Aufmerksamkeit brauchen.

Es erinnert mich an diese wärmeren Grüntees, die ich schon probiert habe.
Bei 70 Grad ist es ein etwas warmer frischer Grüntee, mit etwas Blumig-, Fruchtigkeit und Herbe im Hintergrund, welche nach einem Moment hinzukommen.
Mit 80 Grad schmeckt es wärmer und blumiger, etwas fruchtiger und im Abgang etwas nach herben Honig, ohne süß zu sein.
Westlich bei 80 Grad, mit doppelter Teemenge ist es wie eine Mischung aus warmen Grüntee mit einfachen Darjeeling Rottee.
Dieser Tee ist recht vielseitig, bei den unterschiedlichen Aufgussmethoden.

 

Dieser Tee ist auch bei 80 Grad einen Aufguss eher ausgelaugt als bei 70 Grad und es ergeben sich nur 3 gute Aufgüsse bei Gong-Fu.
Ich wüsste spontan nicht genau, wie ich diesen einordne, zu dem Yin Xiang und Guangxi White Buds, die zu diesem hier ähnlich sind.
Ich finde diesen Steinthal geschätzt etwas besser als Yin Xiang, aber nicht so gut wie Guangxi White Buds.

 

Preislich ist dieser Tee für mich fair bepreist,
wäre aber schöner, wenn dieser, wie viele von den anderen günstigeren Grüntees, 4 statt 3 gute Aufgüsse ermöglichen würde.

Steinthaltrocken.JPG

Steinthalaufguss.JPG

Edited by Macarona

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    • By Macarona in Macarons und Tee
         0
      Darjeeling Steinthal
       
      Mein zweiter Grüntee aus Indien ist ein Bio Darjeeling Steinthal (5,90 €/100g) von TKK.
      Dieser Tee stammt aus dem gleichnamigen Teegarten Steinthal, welcher auf ca. 2000 m auf den Darjeelingbergen liegt,
      welcher zu dem Teegarten Singtom gehört.

      Der Tee ist laut Beschreibung: Fruchtig, weich, mild-aromatisch und unter den grünen Darjeelings ein Vorbild von der Verarbeitung.
      Laut Tabelle auch frisch.


      Zubereitungsempfehlung westlich:
      Ca. 2 EL auf 1L mit 75-80 Grad und 1-2,5 min ziehen lassen.



      Lagerung:
      Dieser Tee stammt aus meiner zweiten Bestellung, welche ich im Februar letzten Jahres gemacht habe und der damalige Preis war 4,90 €.
      Leider habe ich wegen dieses seltsamen Jahres, weniger Teesorten erkundet als geplant.
      Deswegen hat sich das ganze sehr nach hinten verschoben.
      Ich habe auch ein paar passendere später gekaufte Teesorten eher erkundet, als diese von der Bestellung.
       
      Die Packung habe ich auch, nachdem der Tee angekommen war, aufgemacht und habe Trocknungskugeln,
      die in einem Teefilter sind, hereingelegt und wieder zu gemacht und den Tee in einen Gefrierbeutel in den Kühlschrank gelegt.
      So hat dieser Tee die Zeit verbracht.

      Beim Wiederaufmachen musste ich schon die Trocknungskugeln austauschen, weil diese voller Flüssigkeit waren.
      Ich hoffe, dass ein eventueller Feuchtigkeitsrest den Tee nicht negativ beeinflusst hat.
      Deswegen kann ich nur den Tee, wie die anderen auch aus der Bestellung,
      beschreiben, wie diese jetzt sind, und ungünstigerweise nicht mehr im frischeren Zustand.


      Aussehen:
      Überwiegend kleinere und mittlere Blattstücke, die schmal zusammen geknüllt sind.
      Einige sehr kleinteilige Stücke, vereinzelnd Stücke von Blattstielen und ein paar einzelne Blattstücke mit silbrigen Flaum sind auch dabei.
      Insgesamt ist dieser Tee etwas kleinteilig.
      Die Farbe des Tees ist überwiegend ein dunkleres, leicht gelbliches Grün und etwas hellere gelblich grüne
      und etwas fahlere gelbgrüne Stücke und vereinzelnd rötliche oder minimal purpurne braune Stücke sind auch dabei.


      Geruch:
      Noch frisch nach einfachem, etwas gröberem Grüntee.
      Vom Geruch vielleicht nicht ganz so intensiv und frisch wie die anderen chinesischen Grüntees am Anfang gerochen haben.
      Im Hintergrund etwas geröstet und minimal warm würzig.




      70 Grad 1min:
      Mir ist, als ich die letzten Tropfen Tee in die Schale geschüttet habe,
      ein Teil von den Blättern wieder in dem Aufguss gelandet.
      Ich habe das schnell umgeschüttet mit Sieb und deswegen hat der Tee ein paar Sekunden länger gezogen.

      Der dunkle Punkt ist in der Teeschale eingebrannt und nicht vom Tee.
      Vorher beim Abgießen hatte ich nur ein Blattstück drin.

      Etwas an kleineren Partikeln sind in der Schale und eine etwas dunklere gelbe Aufgussfarbe.
      Geschmacklich ist es etwas wärmer und gleichzeitig auch etwas frisch im Hintergrund.
      Eine Mischung zwischen etwas frischerem und gröberem Grüntee in Richtung Nebeltee und Gunpowder und wärmeren Grünteearomen.
      Nach einem Moment kommen etwas Frucht und minimal Blumigkeit im Hintergrund hinzu.
      Die verschiedenen Aromen harmonieren miteinander und ergänzen sich gut gegenseitig.
      Es kratzt minimal im Rachen.
      Etwas Adstringenz ist auch dabei und minimale Herbe im Hintergrund im Abgang.


      20 Sekunden:
      Zwei Blattstücke und einiges an Partikeln in der Schale und die Aufgussfarbe ist minimal fahler und etwas heller geworden.
      Etwas schwächer, frischer geworden und die Frucht- und Blumigkeit hat auch etwas abgenommen.


      30 Sekunden:
      8 Blattstücke und weniger Partikeln als zuvor und die Aufgussfarbe ist wieder intensiver geworden
      Der Tee schmeckt jetzt mehr in Richtung gröberem Gunpowder, minimal grasig im Hintergrund und nur noch etwas fruchtig blumig.



      Zwischenfazit 70 Grad:
      3 gute Aufgüsse und insgesamt 5 Mögliche.
      Ein etwas wärmerer Grüntee, der auch etwas frisch, fruchtig und ein bisschen blumig im Hintergrund ist.
      Wird mit den weiteren Aufgüssen etwas gröber, grasiger und weniger fruchtig und blumig.
      Leider ist es minimal kratzig im Hals nach einer Weile.




      80 Grad 1min:
      Habe dieses Mal gleich mein Sieb genommen und es sind nur etwas kleinere Partikeln dadurch in der Schale gelandet.
      Die Aufgussfarbe ist ein minimal oranges Gelb und etwas weniger intensiv.

      Schmeckt weniger nach diesen typischen Grünteearomen als bei 70 Grad, etwas wärmer und nussig, kann aber keine spezifische Nuss ausmachen.
      Sehr ausgewogen aus verschiedenen milden Aromen zusammengesetzt, es sticht nicht wirklich etwas hervor.
      Nach einem Moment kommen minimal fruchtig, blumige und herbe Aromen im Hintergrund hinzu, welche sich harmonisch einfügen.

      Minimale Adstringenz und der Abgang ist mittellang, minimal im Hintergrund würzig herb und erst bei der Mitte der Schale nimmt die Adstringenz zu.
      Der Geschmack im Hintergrund in Richtung fruchtig und blumig, es kommt mit der Zeit beim Trinken weiter hervor.
      Ich habe den Eindruck, dass dieser Tee noch in der Schale sich etwas weiter entwickelt und etwas intensiver wird.


      20 Sekunden:
      Die Aufgussfarbe und Geschmack haben sich etwas intensiviert.
      Die Blumigkeit hat sich sehr verstärkt, ist jetzt im Mittelgrund und die Fruchtigkeit ist etwas stärker geworden, aber noch im Hintergrund.
      Nach einem Moment wird es etwas frischer und schmeckt etwas nach gröberen Grünteearomen im Hintergrund.
      Die Würzigkeit ist im Abgang ungefähr gleich geblieben und leider fängt es auch minimal an zu kratzen im Hals.


      30 Sekunden:
      Etwas grasiger und herber geworden. Die Blumigkeit hat etwas abgenommen und die Würze hat sich etwas verstärkt,
      diese ist auch minimal im Hintergrund zu schmecken und nicht nur im Abgang.
      Es schmeckt auch etwas in Richtung herberem Honig, ohne die Süße von einem Honig zu haben.



      Zwischenfazit 80 Grad:
      3 gute Aufgüsse und 4 mögliche.
      Warmer milder Grüntee, welcher etwas nussig ist und nach einem Moment im Hintergrund etwas fruchtig,
      blumig und herb wird und minimal würzig im Abgang ist.
      Bei den weiteren Aufgüssen wird es herber und etwas frischer und es entwickelt sich im Abgang ein Geschmack nach herberem Honig.
      Mit dem vorletzten Aufguss wird die Blumigkeit verstärkt, um danach wieder weniger zu werden.
      Bei den Nachfolgenden wird es hauptsächlich gröber und grasiger.




      Westlich 80 Grad und 2 Min:
      Aufguss ist heller als bei Gong-Fu.
      Ziemlich schwach und in Richtung gröberem, einfacherem Grüntee.


      3 Min:
      Etwas intensivere Aufgussfarbe und etwas blumiger, intensiver geworden und weniger frisch.
      Für mich immer noch zu schwach und langweilig



      Westlich mit der doppelten Menge, also 2/3 vom Gong-Fu Aufguss und wieder 2 Min:
      Warm und blumig und etwas Fruchtigkeit im Mittelgrund nach einem Moment.
      Schmeckt wie eine Mischung aus warmen Grüntee und einfachem Darjeeling Rottee.


      3 Min:
      Etwas blumiger und herber geworden, Adstringenz hat etwas zu genommen



      Zwischenfazit westlich:

      Bei doppelter Menge schmeckt es blumiger und fruchtiger als bei Gong-Fu und geht mehr in die Richtung eines Rottees.
      Beim zweiten Aufguss ist es etwas blumiger geworden.
      Es kratzt nicht im Hals bei der westlichen Aufgussmethode. 




      Fazit:

      Dieser Tee ist ein passabler Alltagstee, westlich aufgegossen. 
      Für Gong-Fu sollte sich etwas Zeit genommen werden,
      weil einige Aromen erst nach einem Moment hervorkommen und etwas Aufmerksamkeit brauchen.

      Es erinnert mich an diese wärmeren Grüntees, die ich schon probiert habe.
      Bei 70 Grad ist es ein etwas warmer frischer Grüntee, mit etwas Blumig-, Fruchtigkeit und Herbe im Hintergrund, welche nach einem Moment hinzukommen.
      Mit 80 Grad schmeckt es wärmer und blumiger, etwas fruchtiger und im Abgang etwas nach herben Honig, ohne süß zu sein.
      Westlich bei 80 Grad, mit doppelter Teemenge ist es wie eine Mischung aus warmen Grüntee mit einfachen Darjeeling Rottee.
      Dieser Tee ist recht vielseitig, bei den unterschiedlichen Aufgussmethoden.
       
      Dieser Tee ist auch bei 80 Grad einen Aufguss eher ausgelaugt als bei 70 Grad und es ergeben sich nur 3 gute Aufgüsse bei Gong-Fu.
      Ich wüsste spontan nicht genau, wie ich diesen einordne, zu dem Yin Xiang und Guangxi White Buds, die zu diesem hier ähnlich sind.
      Ich finde diesen Steinthal geschätzt etwas besser als Yin Xiang, aber nicht so gut wie Guangxi White Buds.
       
      Preislich ist dieser Tee für mich fair bepreist,
      wäre aber schöner, wenn dieser, wie viele von den anderen günstigeren Grüntees, 4 statt 3 gute Aufgüsse ermöglichen würde.


    • By Macarona in Macarons und Tee
         0
      Bio China Enshi Hubei Cui Lü first flush

      Kurze Anmerkung vorweg, ich habe versuch die Textabstände wie gewohnt einzustellen, dieses hat leider nicht funktioniert und der Textabstand ist mit einer Zeile zu groß geraten.
      Ich vermute das es etwas mit der Forumssoftware zu tun hat, bevor die upgedatet worden ist funktionierte es mit den Abständen.
      Ich entschuldige mich jetzt schonmal für die seltsame Textformatierung.

      Dieses Mal einen Bio Cui Lü first flush aus der Präfektur Enshi aus der Provinz Hubei für 11,90€ pro 100g von TKK.
      Laut Beschreibung ist dieser Tee fruchtig frisch mit einer ausgeprägten Süße, Aprikose im Hintergrund und einer leuchtend grünen Tasse. 
      Der Name bedeute grüne Jade.
      Die Tabelle sagt: mild, blumig, fruchtig und frisch 
      Zubereitungsempfehlung: ca. 2 EL/1L,70–75 °C, 1-2 Minuten und bei Dosierung etwas sparsamer vorgehen. 

      Aussehen:
      Wenig Bruch und sehr wenige Blattstängel, etwas zerknüllte zusammen gedrehte Blattstücke.
      Dunkelgrün mit etwas gräulichen Bereichen und ein paar etwas dunkel gelbgrüne Blattstücke.

      Geruch:
      Trocken intensiv nach Grüntee in Richtung Joongjak, mit fruchtigem Geruch den ich nicht zuordnen kann, etwas eigen.
      Aprikose rieche ich nicht raus.
      Aufguss:
      1Min 1,25g 70 Grad
      Wenige kleine Partikel und die Aufgussfarbe ist ein schwächeres gelbgrün und mehr gelb als grün, erinnert mich an Frühling.
      Der Geschmack ist interessant und für mich ungewöhnlich, schmeckt als hätte jemand Eistee machen wollen und statt getrocknete Pfirsiche Aprikosen verwendet. 
      Statt leicht im Hintergrund habe ich die Aprikosennote im Vordergrund und es ist geschmacklich etwas anders als getrocknete Aprikosen aufzugießen, etwas süßer. 
      Vor lauter Aprikose sind die Grünteearomen schwieriger herauszuschmecken. 
      Es ist als, wenn die Grünteearomen ineinander übergehen und keine ausgeprägten Aromen dabei sind, es ist sehr mild ausgewogen. 
      Eher sanft, also nicht frisch und herb. Minimal ist Umami im Hintergrund.
      Minimale Adstringenz und es hat einen langen Abgang nach Aprikose.
      20 Sekunden
      Einiges an Partikeln in der Schale und der Aufguss ist etwas intensiver und eine Nuance grünlicher geworden.
      Ein bisschen frischer und intensiver im Geschmack geworden.
      Ich habe ein etwas Kribbeliges brennen auf der Zungenspitze bekommen, welches aber schnell nachlässt.
      30 Sekunden
      Farblich wieder wie am Anfang und einige Partikel in der Schale.
      Aprikose ist etwas schwächer geworden. Minimale Herbe ist hinzugekommen.
      Das Gefühl auf der Zungenspitze hat sich ausgebreitet und ich habe das Gefühl eine unreife Ananas gegessen zu haben.
      40 Sekunden
      wieder viele Partikel und etwas gelblicher geworden.
      Gröbere Grünteearomen sind dazu gekommen und es fängt an grasig zu werden.
      Aprikose sehr im Hintergrund. Es brennt stärker auf meiner Zunge 
      Fazit:
      Interessant, dass Grüntee so ein intensives Aprikosenaroma entwickeln kann, 4 gute Aufgüsse und maximal 6 bei 70Grad.
      Der Grüntee verändert sich von mild und ineinander übergehende Aromen in gröbere und grasiger.
      Die Aprikose erschlägt den Grüntee etwas und dadurch ist es schwieriger die Grünteearomen herauszuschmecken. 
      Leider reagiert meine Zunge auf den Tee wie bei einer unreifen Ananas und das stört ziemlich beim Tee trinken.
      Das Brennen auf meiner Zunge wird ungünstigerweise auch stärker mit der Anzahl von Aufgüssen.
       
      Bei 80Grad ist der Tee etwas interessanter,
      der Geschmack des Grüntees kommt gut durch und die Aprikose steht direkt hinterm Grüntee.
      Erst ist der Grüntee zu schmecken und einen kurzen Moment später kommt die Aprikose.
      Es nicht ganz so eintönig mild wie bei 70Grad und mittel grobe Aromen sind im Vordergrund und feinere Aromen nicht ganz in Richtung Sencha sind schwach im Hintergrund. 
      Erinnert mich an schlichten günstigen Grüntee in Richtung Gunpowder, mit ein bisschen Bancha gemischt.
      Der Grüntee wird mit den Aufgüssen gröber und weniger fein und die Aprikose lässt nach. 
      Ich merke nur ein bisschen Kratzen auf der Zunge. 😌
      Die Moleküle, die das Brennen ausgelöst haben werden bei 80 Grad zum großen Teil zerstört.

      Der Grüntee Part ist mir leider etwas zu langweilig geraten und ergänzt die Aprikose nicht so gut.
      Ein bisschen mehr verschieden heraus schmeckbare Aromen, statt das es so sehr mild ineinander übergeht 
      oder in Richtung eines intensiveren etwas gröberen Grüntee hätten dem Tee gutgetan. 
      Der Tee ist auch nicht gerade günstig mit einem Preis von 11,90€ pro 100g. 
      Ich werde später ausprobieren mit welchem Tee dieser gut ergänzt werden kann, um ein etwas vielfältiger zu schmecken. 
      Nachkaufen werde ich den Tee eher nicht. 
      Ich könnte mir auch eine Mischung aus getrockneten Aprikosen und einem interessanteren Tee aufgießen statt diesem Cui Lü.


    • By Macarona in Macarons und Tee
         1
      Gunpowder Bio
      Ich habe mir einen Gunpowder (2,69/100 g) Bio der Marke Dennree ausgesucht,
      diesen Tee habe ich vom selben Bioladen wie den Sencha von Lebensbaum.
      Für Kaltaufgüsse und Mischungen mit Kräutern, habe ich diesen Tee gekauft.
      Mal schauen, wie dieser alleine aufgegossen ist.

      Laut Beschreibung ist dieser Tee angenehm herb und hat einen feinen Duft.
      Es steht auch dabei, dass die zu Kugeln gerollten Teeblätter beim Aufgießen und Entfalten knistern.
       
      Zubereitungsempfehlung:
      70-80 Grad und 1-2 min. Es gibt keine Mengenangabe.
       

      Aussehen:
      Dieser Tee besteht überwiegend aus mittelgroßen, lose zusammengeknüllten Blättern und einigen Blattstücken.
      Ein paar kleinere Blattstängel und Aststückchen sind auch dabei.
      Die Farbe des Tees ist überwiegend ein fahles gräuliches Grün, etwas dunkler und gelbgrünlicher als die Oberseite von einem Salbeiblatt,
      welches ein etwas bläuliches Graugrün hat.
      Ein paar einzelne, etwas gelbliche, hellere Blätter sind auch dabei.
       
      Geruch:
      Angenehm nach gröberen Gunpowder, etwas geröstet und minimal rauchig im Hintergrund.
       

      70 Grad, 1 Min und 1,25 g:
      Wenige kleinere Partikeln in der Schale und die Aufgussfarbe ist ein etwas dunkles, bräunliches Gelb.
      Es schmeckt nicht sehr intensiv und überwiegend nach schwächeren, gröberen Grünteearomen,
      im Hintergrund sind herbe Grünteearomen, die auch etwas geröstet sind, etwas Kamille und eine winzige Rauchnote.
      Nach einem Moment wird es minimal fruchtig und blumig im Hintergrund.

      Einiges an Adstringenz vorhanden, welche mich ab der halben Schale anfängt zu stören und ein mittellanger Abgang.
      Insgesamt schmeckt es nicht so gut, weil es unharmonisch und langweilig ist.

      20 Sekunden:
      Etwas mehr Partikeln und die Aufgussfarbe ist ein schwächeres helles Gelb.
      Der Geschmack ist schwächer geworden und ein leichtes Kratzen im Rachen ist hinzugekommen,
      welches bei den anderen Aufgüssen nicht besser wird.
      Die Blumigkeit und Herbe im Hintergrund hat sich minimal verstärkt.


      Zwischenfazit:
      3 „gute“ Aufgüsse und 5 Mögliche.
      Wird beim dritten Aufguss etwas frischer, grasiger und pflanzlich im Hintergrund.
      Ab dem 4 wird es viel schwächer und schmeckt wenig nach Tee.
      70 Grad scheinen zu wenig zu sein, der Tee schmeckt bei den späteren Aufgüssen sehr langweilig und kaum nach Tee und kratzt im Rachen.




      80 Grad und 1 Min:
      Ein paar Partikeln in der Schale und die Aufgussfarbe ist ein minimal bräunliches Gelb, wie von einem hellen Honig.
      Es hat einen wärmeren Geschmack, als bei 70 Grad.
      Weniger nach Kamille und die Röstaromen haben etwas zugenommen.
      Blumigkeit ist schon vom Anfang an präsent und minimal stärker geworden.

      Die typischeren Grünteearomen, die bei 70 Grad schon schwach ausgeprägt waren, sind hier noch weniger vorhanden.
      Es schmeckt insgesamt etwas diffus und ist eine Mischung aus mehreren schwächeren Aromen,
      die ineinander übergehen und keine klare Abgrenzung zueinander haben, dadurch ist es auch etwas uninteressanter.


      20 Sekunden:
      Aufgussfarbe ist etwas heller geworden.
      Schmeckt schwächer als zuvor.


      Zwischenfazit:
      Ein „guter“ Aufguss und 4 Mögliche.
      Schmeckt bei den weiteren Aufgüssen kaum noch nach Tee und diffus warm,
      wie warmes Wasser, mit ein bisschen Geschmack und leider ist es auch kratzig im Rachen.



      Westlich 70 Grad, 2 Min und 0,3g :
      Aufgussfarbe ist ein helleres, minimal grünliches Gelb.
      Etwas frischer und herber, als mit Gong-Fu und minimal mehr nach grobem Grüntee.

      3 Min:
      Etwas wärmer und weniger frisch geworden.


      Zwischenfazit:

      Westlich aufgegossen ist dieser Tee minimal besser als bei Gong-Fu.
      Es schmeckt dadurch nur ein bisschen mehr in Richtung Grüntee und ist minimal interessanter geworden.
      Reicht aber nicht aus, um etwas mehr als langweilig zu sein.
      Westlich ist es auch ziemlich schnell ausgelaugt, mit maximal 2 Aufgüssen.

       

      Fazit:

      Dieser Tee ist warm aufgegossen ziemlich mangelhaft.😞
      Zum nebenher trinken ist dieser eigentlich geeignet, weil es nur etwas Aufmerksamkeit braucht,
      aber zu wenige brauchbare Aufgüsse liefert und zu langweilig ist dafür.

      Es ist überwiegend wie warmes Wasser, mit langweiligen, schwachen und etwas unausgewogenen Aromen.
      Es schmeckt nach schwachen gröberen Grünteearomen mit im Hintergrund etwas Kamille, Herbe, Röstaromen und minimal Rauch.
      Dieser Geschmackseindruck ist bei den weiteren Aufgüssen, nur noch schwach bis nicht mehr vorhanden, 
      mit den weiteren Aufgüssen wird dieser Tee grasiger, herber und seltsam pflanzlich säuerlich.

      Ich würde das Wasser nehmen, wenn mir dieser Tee oder Wasser angeboten wird.
      Wenigstens ist dieser nur sehr langweilig und geschmacksarm, hat aber keinen sehr unangenehmen Geschmack.
      Für mich schmeckt der Tee nicht alt, was bei Tee von Supermärkten mal vorkommen kann, sondern nach schlechter Qualität.

      Kalt aufgegossen schmeckt dieser Tee ziemlich ähnlich zu den anderen Gunpowders,
      gröbere Grünteearomen im Vordergrund, etwas Herbe, Röstaromen mit minimaler Rauchnote im Hintergrund.
      Für mich ist dieser Tee nur als Kaltaufguss brauchbar.

      Das bisschen, was dieser Tee kostet, sollte eher in einem anderen Tee investiert werden.
      Ich würde mindestens 29 Cent mehr ausgeben und einen anderen Gunpowder von einem Teeladen kaufen.
      Diese sind vermutlich besser, als die aus einem Bioladen für einen etwas höheren Preis und wahrscheinlich auch frischer.

      Als Alternative kann auch für die 2,69 €, welche dieser Tee gekostet hat,
      die entsprechende kleinere Menge, von einem Tee gekauft werden,
      welcher einen höheren 100 g Preis hat und qualitativ besser ist.


    • By Teetim in Tims Teenotizen
         4
      Wenn man sich ein bisschen mit Sheng-Pu Erh beschäftigt, ist es wohl fast unvermeidlich, dass man recht schnell über den Dayi 7542 stolpert. In der Tat war es der erste Sheng, den ich geordert habe, noch bevor ich Rat und Hilfe fand. Heute habe ich ihn probiert. MarshalN weist darauf hin, dass die einzelnen Jahrgänge durchaus unterschiedlich ausfallen. Dieser Vergleich fehlt mir natürlich bisher.
      Der Auszug der kurzen Waschung zu Beginn duftet nach Waldboden und Nadelbäumen, am Deckel zarte florale Noten. Was mir direkt beim Verkosten des ersten Aufgusses in den Sinn kommt, ist das Adjektiv "gefällig": ich finde den Tee zurückhaltend und sehr ausgewogen, gerade was Süße und Bittere angeht. Neben anderem meine ich, etwas Karamell zu schmecken.
      Aber das ist gleichzeitig das Problem, das ich mit diesem Tee habe. Der Geschmack oder besser: das Aroma ändert sich mit den weiteren Aufgüssen für mich nicht spürbar sondern bleibt linear. Selbst auf einen Aufguss, den ich versehentlich dreimal so lang ziehen lasse, wie geplant, reagiert der Tee sehr nachsichtig: er ist lediglich etwas stärker und die Bittere ist etwas überbetont. Da schmeckte und entwickelte sich der Manzhuan Huang Shan 2012 erheblich interessanter.
      Eine für mich bisher nur schwer in Worte fassbare Dimension, die in die Kategorien "Geschmack" und "Aroma" nicht passen will und die mir vor allem beim Yiwu Gushu Sheng 2008 aufgefallen ist, geht dem Tee leider völlig ab.
      Fazit: auch auf die Gefahr überheblich zu klingen, muss ich feststellen, dass der Tee mich unterfordert. Er ist mir zu eindimensional, zu leicht und zu gefällig, in einem Wort: zu langweilig. Und aus dem Bauch heraus würde ich vermuten, dass sich das auch durch eine längere Lagerung nicht wesentlich ändern würde. Vielleicht ist es der Jahrgang,  vielleicht ist auch mein Empfinden einfach noch nicht ausdifferenziert genug für diesen Tee - oder ich habe einen schlechten Tag erwischt 🤷‍♂️. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass es gefühlt noch etwa neunmillionen weitere Shengs zu probieren gibt, würde ich es bei den 50gr, die ich erworben habe, erstmal belassen. Immerhin reichlich Gelegenheit, ihn noch öfter zu probieren, isb. auch aus dem Kännchen.
       

    • By Teetim in Tims Teenotizen
         0
      Heute war endlich der große Augenblick: die Einweihung meines wunderschönen Zini Kännchens mit der zweiten Hälfte meiner Probe vom Yiwu Gushu 2008, den ich vor einigen Tagen im Gaiwan probiert habe. Um es vorweg zu nehmen: ich habe einiges gelernt 😅.
      Vor allem dass die zweite Hälfte einer kleinen Probe ganz schön krümelig sein kann. Und ein so kleinteiliger Tee das Gießverhalten einer Kanne, die nach meinem grünschnabeligen Eindruck in dieser Hinsicht sowieso etwas schwächelt, nicht eben positiv beeinflusst. Ich las hier schonmal, dass man das Blattgut mit Bedacht in die Kanne füllt und dabei zusieht, dass die großen Blätter nahe am Ausgiesser positioniert werden - leider habe ich daran vor lauter Vorfreude nicht gedacht. Nun weiß ich, dass das isb. bei Tee mit einem großen Anteil an Bruch sehr sinnvoll ist.
      Im weiteren Verlauf ist mir aufgefallen, dass das kleine Kännchen ganz schön groß ist: zehn, zwölf Aufgüsse à 140ml muss man erstmal trinken (könnte eigentlich mal jemand im Forum drauf hinweisen 🤣). Bekomme ich hin - aber in der Tat verstehe ich nun, warum sich jemand ein Kännchen < 100ml zulegt. Positiv zu vermerken ist, dass ich es im Gaiwan tatsächlich hinbekommen habe, eher 100ml aufzugießen.
      Zwischendurch habe ich die Kanne mal mit Tee übergossen wie man das oft liest oder in Videos sieht (MarshalN rät allerdings davon ab, wenn ich mich recht entsinne): das werde ich zukünftig lassen, da mir die entstehenden Flecken nicht gefallen (auch wenn sie nach der Reinigung am Schluss natürlich wieder weg sind). Mit der Zeit wird das Kännchen sicher auch so noch schöner.
      Vor allem habe ich wieder etwas mehr Gelassenheit gewonnen: natürlich haben die ersten Aufgüsse ungewollt sehr lang gezogen, was die ersten drei oder vier wiederum recht bitter werden ließ. Dennoch hat der Tee geschmeckt und die späteren Aufgüsse haben mir richtig gut gefallen. Bei längerer Ziehzeit und weiter aufgegangenem Blattgut wurde auch das Gießverhalten wieder besser (eigentlich logisch) - unter 25sek wird die Kanne jedoch nicht leer (auch mit Wasser nicht). Kürzere Ziehzeiten sind also auch unter Idealbedingungen nicht möglich. Aber damit kann ich mich erstmal arrangieren.
      Die wichtigste Frage erschien dann plötzlich eher nebensächlich: wie wirkt sich das Kännchen auf den Geschmack aus?
      Ganz ehrlich: da wage ich noch kein Urteil, dafür haben heute zu viele andere Dinge meine Aufmerksamkeit in Anspruch genommen. Und dazu waren auch die Intervalle zu unterschiedlich zu denen im Gaiwan. Im Großen und Ganzen hat sich der Tee ähnlich entwickelt, er erschien mir etwas runder, dafür aber auch gedämpfter - aber das kann Einbildung sein, da ich das ja erwartet habe.

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