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Pu-/Maocha: Preisentwicklung 2021


Empfohlene Beiträge

vor 13 Stunden schrieb miig:

Ich bin wohl wieder raus aus dem EoT-Spiel dieses Jahr

Der Kunlu geht zwar noch beinahe in die Kategorie preiswert ... allerdings, wenn das Material so ist wie bei dem, welchen ich von vor ein paar Jahren kenne (rustikal über offenem Feuer gewokt), braucht der doch zwei, drei oder eher vier Jahre, um die Raucharomen richtig auszulüften (mMn) ...
Ist schon bedenklich, wenn der günstigste Sheng des aktuellen Lineups eines China-Shops 50$ auf 200g kostet, dann kommt noch einer mit Pflückgut von vermutlich jenseits der Grenze mit 75€ auf 200g, und ab da geht's nur noch steil bergauf ...

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vor 12 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Ist schon bedenklich, wenn der günstigste Sheng des aktuellen Lineups eines China-Shops 50$ auf 200g kostet,

Hmm.. naja, ist halt EoT :D Ich mein, die sind ja schon länger eigentlich großteils aus dem regulären Sheng-Handel raus und machen das nur noch nebenher. Ich weiß nicht genau, womit sie sonst so ihre Brötchen verdienen, aber sie haben ja einen Laden vor Ort und die Abos gibts auch noch.

Ist halt die Konzentration auf Oberklasse-Material und -Preise. Ich mein, im Frühjahr hieß es, dass der Regen sehr knapp war in Yunnan und deshalb die Ernte knapp ausfällt. Aber durch den ganzen Wirtschaftsdämpfer und Covid hatte ich dieses Jahr keine Preissteigerungen erwartet. Meine Vermutung ist, dass die breiter aufgestellten Händler im Einsteiger- und Mittelfeld eine Menge guter Angebote haben werden dieses Jahr.

Ob's so kommt, sehen wir bald ;)

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vor 57 Minuten schrieb miig:

Ich mein, im Frühjahr hieß es, dass der Regen sehr knapp war in Yunnan und deshalb die Ernte knapp ausfällt. Aber durch den ganzen Wirtschaftsdämpfer und Covid hatte ich dieses Jahr keine Preissteigerungen erwartet. Meine Vermutung ist, dass die breiter aufgestellten Händler im Einsteiger- und Mittelfeld eine Menge guter Angebote haben werden dieses Jahr.

Hmm, laut William sind die Preise für Puerh dieses Jahr so stark angestiegen, dass es die aufgrund der Pandemie moderatere Preissteigerung des letzten Jahres gleich wieder wett macht. Und das obwohl es, laut ihm, zumindest in Xishuangbanna (inklusive Jingmai) in einer kritischen Phase der Ernte geregnet hat, was der Qualität tendenziell nicht zuträglich ist.

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Hab mal die Beiträge ausgelagert, weil es evtl. noch interessanten Input dazu gibt, der nicht auf EoT bezogen ist. @Shibo, das hör ich ungern! Danke für die guten Informationen, das lässt ja nichts so ermutigendes erwarten.

YS.com hat ein paar Cakes online, ich bin gespannt, wie sich das entwickelt. Aber nach momentanem Stand dürften die dann auch gut anziehen...

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vor 52 Minuten schrieb miig:

Hab mal die Beiträge ausgelagert

Jetzt siehts wieder so aus als würde ich ständig neue Beiträge schreiben, die auch noch völlig in einer Diskussion beginnen. 😅✌️👍
Ich gratuliere dir nebenbei noch recht herzlich zum gestrigen Geburtstag, hoffe es gab auch einen anständigen Sheng zur Feier des Tages.

@Shibo Ach, die Teehändler singen doch fast immer das gleiche Lied, ich sag dir mal was, die Preise gingen teilweise auch schon runter in den letzten Jahren (das kann von Dorf zu Dorf variieren), aber denkst du die würden den Vorteil dann weitergeben? Über hohe Einkaufspreise klagen ist doch des Teehändlers liebste Beschäftigung.

Ich erklär dann mal was: als Beispiel Frühling 2014 oder 2015, als die lokalen Maochapreise von LBZ sich verdoppelten, weisst du was dann fast alle Teehändler gemacht haben? Alle LBZ-Preise verdoppelt, und auch jene von den Tees, die sie bereits produziert resp. an Lager haben, obwohl sie keinen Cent mehr dafür bezahlten. So läuft das. Immer nur hoch. Und so wird Pu'Er einfach mehr und mehr zum elitären Zeitvertreib (da gibts natürlich auch echte Geniesser, nichts gegen die), aber wie so oft gibt es auch viele Trittbrettfahrer, die das dann halt auch machen weil es gerade hipp ist. Und ich finde es schade und gegen das Wesen des Tees, wenn man als Händler/Produzent fast nur noch elitäre Kreise bedient.

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Geschrieben (bearbeitet)

Und nun, nach diesen vorbereitenden Worten kommt der wahre Schlag, auf den die Teewelt so lange gewartet hat:

Wer ist wirklich schuld an den hohen Preisen?

In tiefster Wahrheit nur die Leute, die solche hohen Preise für Tee bezahlen!

Ohne diese gäbe es auch nicht die Investoren, denen so gerne die Schuld dafür gegeben wird - denn diese gibt es auch nur deswegen, weil es Leute gibt, die letztlich irgendwann, irgendwie so unmögliche Preise für Tee zu zahlen bereit sind.

Also wer reich ist und sich die wirklich teuren Tees leistet, gehört zur einzigen Triebkraft der Entwicklung, dass Pu'Er mehr und mehr etwas elitäres wird, und anstatt dass es zu vernünftigen Preisen dem einfachen Volk zugänglich wäre, wird es deswegen zur noch weiteren Gewinnvermehrung von Investoren tonnenweise aufgekauft und gelagert - nur weil da draussen irgendwelche Reichen sind, die auch dieses irgendwann noch teuer kaufen werden.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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"Als der Gallier sehr schnell Einblick in die ökonomischen Begebenheiten erhält und Obelix darauf hinweist, dass die Preise über den Markt fliegen und er nun zwei Handvoll haben wolle, schlägt Obelix ihm vor, ihm beim Hinkelsteinhauen zu helfen. Anders gesagt in der Sprache der Geschäftsleute: "Ich gebe dir haufenweise Sesterze, denn-wenn-du-und-ich-machen-viele-Hinkelsteine-Angebot-sein-viel-nachgefragt!".Für den neuen Hinkelsteinhauer werden mit Einsilbix und Überhauptnix zwei neue Wildschweinlieferanten eingestellt." Obelix GmbH & Co KG

 

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vor 13 Minuten schrieb Paul:

Angebot-sein-viel-nachgefragt!

Wer wissen will, wohin das führt, sei hierauf verwiesen. Oder auf das Platzen der Pu'er Blase 2007 - ist jetzt lange genug her, so dass eine Neuauflage für Leute mit schwächelndem Gedächtnis interessant wird. Nun ja, kann ja nix bei passieren - das Geld ist dann ja nicht weg, es haben nur Andere ... ;)

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Wenn sich unter den Teeliebhabern global etablieren würde, dass niemand mehr Tees kauft die teurer als 50 Cent pro Gramm sind, würde folgendes geschehen: die Investoren würden nach und nach abspringen und zu dem Preis verkaufen und die teuren Dörfer würden wieder so günstig werden wie früher. Aber das würde nur gehen wenn alle mitmachen. Vergesst nicht warum man sagt: Der Kunde ist König. Vereint hätten die Kunden die Macht, das Angebot zu diktieren.

Warum 50 Cent pro Gramm? Wirklich gutes Pflückgut und gute Arbeit kann auf den Endkunden gerechnet schon etwa so viel wert sein, inkl. der Marge für den Händler gerechnet - wir wollen ja die Produzenten und Teebauern auch nicht unter ihren echten Wert zwingen im Stile der Discounter.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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@GoldenTurtle das ist ein schöner Wunschtraum. Wenn die Welt plötzlich kein hochwertigen Tee mehr kaufen würde, würde dieser wieder günstig werden - klar hast du recht, aber genau das gleiche trifft für ALLES andere zu, was käuflich zu erwerben ist: Rohstoffe, Immobilien, Währungen, Dienstleistungen jeglicher Art. Beispiel Gold (😉) es hat nur deshalb einen hohen Preis, weil auch hier (genau wie bei hochwertigem Tee) die Nachfrage höher ist als das Angebot (welches wie beim Tee limitiert ist) - würde kein Mensch Gold kaufen wollen, würde der Preis genau so sinken. "Vereint" gibt es leider in diesem Maßstab nicht und wird es auch niemals geben - dazu ist die Menschheit nicht fähig, wie selbst eine globale Pandemie das nicht erreichen kann, was kann da der Appell eines Tee-Nerds bewirken? Die Welt ist leider kein Ponyhof - und: wenn man bereits einen beachtlichen Vorrat an Tee hat, ist es VIEL leichter so etwas zu sagen wie wenn man irgendwann auf dem trockenen sitzt und nur noch Beuteltee schlürfen kann (weil nicht mal mehr Bestellungen von YS-Schunt dank den tollen Politikern möglich ist).

Das einzige was etwas bewirken kann, ist wenn sich "das Geld bewegt" - z.B. wie Elon Musk aktuell den Kurs von Kryptowährungen beeinflusst: es gibt keinerlei technische Grundlage oder sinnvolle Begründung aber wenn der Herr mit dem dicken Geldbeutel mal wieder etwas zwitschert springt der Kurs je nach dem ob es positiv oder negativ war nach oben oder nach unten, weil die Ganze Welt AUSSCHLIESLICH dem Geld hinterherläuft (der Krypto-Markt ist ein schönes Beispiel dafür, wie wenige "Wale" das Preisgefüge verändern können, sofern sie nur reich/fett genug sind - da wird irgend eine nutzlose Meme-Coin gehypt, indem sie zu niedrigsten Preisen riesen Quantitäten kaufen, der Markt merkt das und springt auf, wenn die Wertsteigerung hoch genug ist verkauft der Wal wieder um Profit zu machen, der Kurs bricht ein und das ganze geht von vorne los). Und so wie die Gesellschaft funktioniert, hat man da ja auch kaum eine andere Wahl. 

Fazit: wenn du die Mittel hast ein paar Millionen/Milliarden auf den Markt zu werfen (es geht ja nicht nur um den lokalen Markt in Deutschland - der ist sicher noch das kleinere Problem verglichen mit China, mögliches Herangehen siehe Krypto-Beispiel) kannst du evtl. etwas damit bewirken aber sonst: abwarten und Tee trinken, bis evtl. mal wieder eine Blase platzt (was man aber erst hinterher weiß). Und da ich keine Scheiße trinken möchte - dazu ist das bisschen Lebenszeit, das einem die Arbeit lässt, zu wertvoll - zahl ich halt dafür (ich hab zwar 2020/21 deutlich weniger Tee gekauft als zuvor, aber das kann ich mir auch nur erlauben, weil sich mittlerweile doch auch der eine oder andere Bing angesammelt hat - dennoch will ich nicht wie Matt irgendwann aufwachen und merken, dass alles weg ist).

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vor 4 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Ach, die Teehändler singen doch fast immer das gleiche Lied, ich sag dir mal was, die Preise gingen teilweise auch schon runter in den letzten Jahren (das kann von Dorf zu Dorf variieren), aber denkst du die würden den Vorteil dann weitergeben? Über hohe Einkaufspreise klagen ist doch des Teehändlers liebste Beschäftigung.

Da ist natürlich was dran. Trotzdem finde ich es immer gut, so viele Informationen über die aktuelle Lage, wie möglich zu bekommen. Für die meisten Endkunden sind Händler und Produzenten (mit einer nach Westen orientierten Onlinepräsenz) halt die ergiebigsten Informationskanäle. Ob man die Produkte am Ende dann kauft, ist ja jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil werde auf Grundlage dieser Informationen jedenfalls sehr selektiv sein, falls ich '21er Frühjahrs-Pu kaufe.

Weiß jemand zufällig, ob es z.B. in Lincang oder anderen Gebieten auch geregnet hat?

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