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Temial Test - Die Teemaschine von Vorwerk im TeeTalk-Test


Empfohlene Beiträge

Der Temial von Vorwekt im TeeTalk-Test - Vorwerk präsentiert den Temial als den einzigen Tee-Vollautomat für losen Tee. Darüber hinaus nehmen sie auch gerne Bezug zur chinesischen Teezeremonie, dem „Gōng fu chá“. Inwieweit Vorwerk diesen ambitionierten Ansprüchen gerecht wird, hat der TeeTalk in einem ausführlichen Praxistest ergründet. Zu diesem Zweck stellte Vorwerk dem TeeTalk mehrere Temial-Testgereäte zur Verfügung, welche nach dem Testzeitraum an Vorwerk zurück gingen. 

Die Teemial-Teemaschine schneidet dabei viel besser ab als erwartet. Und das will bei den TeeTalk-Testern und der im Vorfeld herrschenden Skepsis schon was heißen. Sie kann nicht alle hohen/höchsten Ansprüche der TeeTalker erfüllen, aber schon so einige. Für ein/zwei Level darunter, ist sie schon ordentlich bei der Teezubereitung dabei und somit mit Abstand die wohl beste Teemaschine auf dem Markt. 

Einführung

Das Temial ist eine Teemaschine für die Zubereitung von losem Tee. Vorwerk bietet eine eigene Auswahl an losen Tees an die vereinfacht mit einem Barcode an der Teeverpackung  versehen sind. Dort können anhand vordefinierter Parameter wie Temperatur, Ziehzeit, Aufwecken, Waschgang, Mehrfachaufguss usw. der Tee zubereitet werden. Man kann aber jederzeit eigene Parameter verwenden, diese selbst einprogrammieren und ebenso jeden anderen losen Tee verwenden, da der Temial ein offenes System ist. Hier werden somit keine proprietären Kapseln, Pads usw. verwendet, welche den Benutzer auf eine Hersteller bzw. System festlegen.

Das Gerät

Die Verarbeitung des Temial viel bei den Testern durchweg positiv auf und entspricht damit auch dem, was Vorwerk im Vorfeld bei den Testern durch ähnliche Geräte wie dem Thermomix an Qualitätserwartungen geweckt hat. Weniger Kunststoff im Weg des Wassers und Sud war auch bei den Testern der Wunsch, hätte sich aber auch im Preis niedergeschlagen. Auch mehr analoge Knöpfe, ein größeres Touch-Display und einen größerer Wassertank hätte man sich gewünscht, aber dies hätte sich auf den Formfaktor und auch den Preis ausgewirkt. 

Beim Lieferumfang kann Vorwerk auch durch ein vollständiges Set punkten, welches zum sofortigen Loslegen einlädt. Gelobt wurden hier auch die Qualität der Tassen und Kanne. Die beigefügten Tees sind besser als erwartet und deutlich über dem normalen Durchschnitt was man ansonsten so regulär in Deutschland zum verköstigen bekommt. Sie sind jedoch nicht von der besonderen Güte wie es die passionierten TeeTalker gewohnt sind. 

Der Zusammenbau der Maschine war in bei einigen Teilen nicht für jeden Tester klar ersichtlich. Fehlende und klarere Beschreibungen in der Anleitung, könnten hier Abhilfe schaffen.

Insgesamt fällt positiv auf, dass man sich bei Vorwerk gründlich Gedanken gemacht hat, wie man Tee gut zubereitet, was es dafür braucht und wie man es im Temial umsetzt. 

Der täglicher Gebrauch und Aufguss

Das Tamial ist weitestgehend selbsterklärend und im Rahmen eines Küchengerätes auch leicht zu bedienen und zu reinigen. Das Temial ermöglicht Anfängern einen leichten Einstieg in die Welt des Tees, aber auch ambitionierten Teetrinkern das Herumschrauben an den unterschiedlichen Parametern um das Beste aus einem Tee heraus zu holen. 

Wie heutzutage üblich stellt auch Vorwerk für ihren Temial eine Temial-App bereit. Insgesamt fand sie kaum Verwendung bei den Testern. Bemängelt wurde, dass man sich anmelden muss um sie ordnungsgemäß mit dem Temial verwenden zu können. Das lässt sich zwar umgehen, wer aber ein Update einspielen möchte, kann dies nur mit der App.

Wer höhere Ambitionen hat und Tee á la „Gōng fu chá“ zubereiten möchte, wird dann doch an die Grenzen des Temial stoßen. Hier ist die kleinste Wassermenge mit 200 ml einfach zu hoch und die Ziehzeit mit minimal 30 Sekunden zu lang ist. Auch ist die niedrigste, einstellbare Temperatur mit 65 Grad Celsius für einige Teesorten/Zubereitungsmethoden zu hoch. Hier bewegen wir uns allerdings schon auf sehr hohem Niveau und einer Teezubereitung die selbst für viele ambitionierte Teetrinker, kaum oder nur eine untergeordnete eine Rolle spielt. 

Fazit

Es versteht sich, dass das Klappern zum Handwerk gehört und i.d.R. wird jeder Hersteller von Teemaschinen behaupten, wie umfassend und gut deren Teemaschine, Tee zubereiten kann. Es liegt aber in der Natur des Tees, dessen zahlreiche Variationen und der Vielfalt an Zubereitungsarten und Möglichkeiten, dass keine Teemaschine je diesem Anspruch gerecht werden kann. Vorwerk hat es aber geschafft, nahezu alle Aspekte einer guten Teezubereitung im Temial zu integrieren und dies benutzerfreundlich zu gestalten. 

Was den Temial zusätzlich weit vor der Konkurrenz platziert, ist dessen offenes System. Kein Händler- oder Systemzwang was den Tee anbelangt. Hier hat man sich auch dank hinzugeholter Teefachkräfte, Gedanken um die Teezubereitung gemacht. Das merkt man und stellt auch hartgesottene TeeTalker zufrieden. Damit ist der Temial von Vorwerk die vielseitigste und wohl mit Abstand beste uns derzeit bekannte Teemaschine.

Bewertung

Bewertet wurde der Temial in drei Hauptkategorien, welche insgesamt in sieben zu bewertenden Unterkategorien unterteilt waren. Im einzelnen haben die Tester nach dem Schulnotensystem (1 bis 6) Noten von 3 bis 1 verteilt, welche in den einzelnen Unterkategorien Noten von 3+ bis 2+ ergaben. Die Gesamtnote ergibt eine 2,0 und damit die Note "GUT". Dies entspricht auch der Note, welche 2015 die Teestation von Jadequell erhalten hat. Wobei hier anzumerken ist, dass die Jadequell Teestation einen völlig anderen Ansatz verfolgt und leider auch nicht mehr angeboten wird.

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Es folgt der Temial-Testbericht von Klaus:

 

Temial-Teegerät

Testbericht in der Weihnachtszeit 2019 von Klaus

Lieferung erfolgt in einem großen Paket, ca. 30 x 40 x 60cm. In diesem be- finden sich ein flacher Karton, darunter das eigentliche Teegerät. Beide Kartons haben fast die gleichen Masse wie die Verpackung, somit gibt es keine Möglich- keit des Verrutschens. Was sehr pfiffig gemacht wurde: im Deckel des unteren, großen Karton ist eine Schleife, mit der man den gesamten Karton aus der Um- verpackung ziehen kann.

Im kleinen Karton befindet sich 2 Teeschalen, 1 Pitcher, 1 Teeprobenset und eine Briefumschlag mit "Werbung".

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Das Zusammensetzen der Maschine mit Anleitung ist so weit klar. Was mich et- was irritierte, war das Einsetzen des Teesiebes mit der Magnethalterung in der Ziehkammer. Hier war mir nicht klar, in welcher Höhe das einzusetzen ist. Nach späteren Erfahrungen ist es egal, nur nicht zu hoch, sonst geht die Ziehkammer nicht in das Gerät.

Meine erste Peinlichkeit beim Inbetriebnahme des Temial: Ich habe leider das Menü auf englisch ausgewählt. Ein Zurücknehmen der Sprache ist erst nach dem kompletten Durchgang des Menüs möglich. Ich habe hier einfach die Touchscreen Funktion falsch benutzt. Man zieht hier nicht "außen", sondern "in- nen".

Temperatur

Ich habe direkt nach dem Einlaufen des heißen Wassers den Deckel der Zieh- kammer geöffnet und mit einem Wasserthermometer die Temperatur nach- gemessen. Unterschiedliche Wassermengen, also 250ml oder 500ml. 70°, 80°, 90° und Maximum. (100°), leider immer 10° zu wenig.

Bei einigen Tees lässt sich das durch längere Ziehzeiten, 1,5 bis 2min aus- gleichen, aber nicht bei allen. Schwarztee, vor allem der Lieblingstee meiner Familie "Earl Grey" bleicht einfach fader im Vergleich zum "handgebrühten".

Temial App

Zum Benutzen der App muss man sich registrieren, mit Name und E-Mail Adres- se. Das Gerät verbindet sich über wlan. Dazu muss man mit der App den QR- Code, der im Display des Temial-Teegerät angezeigt wird verbinden. Anschlie- ßend möchte die App das wlan Passwort, vermutlich für den Temial (?). Zu gu- ter Letzt kommt dann wie immer, ein Firmwareupdate.

Bei mir ist es einmal vorgekommen, dass die Verbindung nach dem erneuten Einschalten weg war. Ich musste die App zuerst zurücksetzen und dann den ge- samten Vorgang wieder holen. Mir ist nicht klar, ob die Entfernung zum Smart- phone zu weit war oder die Entfernung zu WLAN-Sender.

Im Prinzip kann ich mit der App meine Tees namentlich benennen und die Para- meter für das Temial-Teegerät einstellen und somit einfacher wiederholen.

Praktischer Betrieb

Am Anfang machte mir das Leeren der Ziehkammer echte Probleme. Klar zu- erst einmal das Ding auf den Kopf stellen, dann fallen die meisten feuchten Blätter in den Biomüll. Ja und dann, über der Küchenspüle am Magnethalter des Teefilters ziehen und schwupps sind die vielen restliche feuchten Teeblätter gleichmäßig um die Spüle und auf dem Küchenboden verteilt. Okay, mit der Zeit habe ich das in den Griff bekommen.

Was auch etwas nervt, aber sicherlich notwendig ist: die Kurzreinigungen. Ei- nen Tag ausgeschaltet, Tee eingefühlt, eingeschaltet, dann kam leider diese Kurzreinigung. Somit hatte der Early Gey einen "Spülgang" abbekommen. Scha- de, aber war eigentlich mein Fehler. Wichtig, zuerst einschalten und dann ab- warten, was das Gerät alles so haben will.

Bei großblättrigen Teesorten wie Oolong wird es in der Ziehkammer bei hoch- gefahrenem Sieb und dem Deckel sehr eng. Das wirkt sich aber höchstens auf das Reinigen aus.

Tee mit der Funktion "aufwecken". Funktioniert, aber es wird hierbei mit ver- mutlich nur lauwarmem Wasser gearbeitet. Soweit mir bekannt ist, wird eigent- lich mit der gleichen oder geringfügig niederen Temperatur wie der eigentliche Aufguss gearbeitet. Das spiegelt aber nur meine Erfahrung wieder!

Die Funktion "weiterer Aufguss", hier wird nur das zuvor eingestellte Menü wie- derholt. Also Temperatur und Ziehzeit. Für einen mehr oder weniger echten zweiten Aufguss muss man einfach einen neuen Tee eingeben ohne "auf- wecken" mit der gewünschten Temperatur und der anderen Ziehzeit.

Das mitgelieferte Teeprobenset ist für mich nicht der Rede wert, ist halt Tee. Mit dem Barcode stehe ich persönlich auf Kriegsfuß, hat bei mir immer mehre An- läufe gebraucht bis dieser gelesen wurde. Beim meinem Sohn natürlich gleich bei ersten Mal.

Meine Frau lehnt das Temial-Teegerät rundweg als zu kompliziert ab. Somit ent- fällt ein weitere Tester.

Teezubereitung Gong Fu Cha 功 夫 茶
Gleich vorne weg, das Temial-Teegerät ist für Gong Fu Cha nicht geeignet.

Warum? Die kleinstmögliche Wassermenge sind 200ml, gut bei 4 Personen noch möglich. Aber das größte Problem sind die Ziehzeiten, bei denen das Mini- mum bei 30sec. liegt. Zu bedenken ist auch noch der Punkt, dass die Aufguss- temperatur nicht stimmt. Also somit sind sehr kurze, im Sekundenbereich lie- gende Aufgüsse nicht möglich.

Ich möchte noch mal auf die technische Seite der minimalen Ziehzeit von Se- kunden beim Temial-Teegerät aus meiner Sicht eingehen. Der Aufbrühvorgang, also wenn das warme Wasser die Ziehkammer verlässt, braucht doch einige Se- kunden (ich habe es nicht gemessen), bis die Ziehkammer gefüllt ist. Das He- ben des Teesiebes bis über die Teeoberfläche braucht bei 500ml knappe 10sec. Somit dürfte sich hier bei der minimalen Ziehzeit auch mechanisch nichts än- dern lassen. Was wiederum gut durchdacht ist, das Heben des Teesiebes ist in der gesamten Ziehzeit berücksichtigt.

Fazit

Eigentlich bin ich voreingenommen an diesen Test gegangen und wollte das Te- mial-Teegerät "zerreißen", aber so einfach geht das "leider" nicht. Auch eine ja/ nein, schwarz/ weiß Antwort ist für mich nicht möglich.

Die technische Verarbeitung des Temial-Teegerät ist hervorragend. Der Kunst- stoff sieht hochwertig aus. Die Ziehkammer und der Pitcher sind aus dickem, stabilen Glas der Firma Schott. Das gesamte Temial-Teegerät hinterlässt bei mir einen hochwertigen, technisch durchdachten Eindruck. Natürlich machte es ei- nen trinkbaren Tee. Das größte Manko für mich, vielleicht auch nur bei meinem Testgerät, ist die nicht korrekte Temperatur von generell 10° zu wenig. Bei eini- gen Tees lässt sich das durch Verlängern der Ziehzeit einigermaßen ausglei- chen. Aber nicht bei den Tees, die heißes Wasser benötigen! Das Leeren der Ziehkammer ist natürlich aufwendiger als einen Dauerteefilter ausschütteln, aber auch nicht mehr, wie bei der 2 Kannen-Methode und Sieb.

Es dürfte wohl Geschmackssache sein, ob man hier diese 600€ ausgeben will. Ich werde hier die 2 Kannen-Methode als Alternative empfehlen. Also einen Wasserkocher mit Temperaturvorwahl, es ist auch ein einfacher Wasserkocher und eine Wasserthermometer möglich. Ein Glaskanne, ein feinmaschiges Sieb zum Abgießen in eine schöne Porzellankanne. Ob 1⁄2 oder 1 Liter muss dann je- der für sich entscheiden. Einen Kurzzeitwecker mit Sekundenanzeige, eine Tee- waage braucht man sowieso für beide Arten der Teezubereitung. Bei meinem Vorschlag kann ich mich mit den 600€ austoben, muss aber gar nicht sein.

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Es folgt der Temial-Testbericht von Miig:

 

Im Rahmen des Temial-Tests wurde mir von Vorwerk ein kostenloses Testgerät ausgeliehen. Dieses hab ich fünf Wochen lang ausschließlich zur Zubereitung meiner Tees genutzt. Im Folgenden findet ihr meinen Bericht.

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1) Generelles / Erster Eindruck / Verarbeitung

Das Gerät macht einen hochwertigen und modernen Eindruck. Es ist halt, wie man das heutzutage macht, fast komplett aus Plastik. Im Kontinuum der Kunststoffe sind hier zweifellos wertige Materialien zum Einsatz gekommen, aber etwas mehr Glas und Metall wären schon auch noch gut angekommen.

Das Design, das offensichtlich vom Iphone inspiriert ist, mit einem großen, metallenen Einschaltknopf und sonst nur dem Touchscreen. Einige Gäste, die ich den Preis schätzen ließ, waren erstaunlich nah dran. Der Temial strahlt wohl etwas aus, das für nicht wenige Leute den Preis auch kommuniziert. Erfreulich ist, dass die Brühkammer aus Duranglas gemacht ist. Dennoch sind auf dem Weg, den das Wasser zurücklegt, viele Kunststoffteile enthalten.

Die Siebkonstruktion ist auf jeden Fall clever gemacht, mit einem starken Magneten außen, der das Sieb innen hält. Es braucht ein bisschen Übung, die Führung außen ziegelgenau in die Führungsschienen zu klicken, da man recht genau treffen muss. Aber da stellt sich schnell Routine ein.

2) Benutzerfreundlichkeit / Bedienoberfläche

Unterm Strich ist die Leistung sehr gut. Das Gerät ist ziemlich fix, fährt in wenigen Sekunden hoch und kocht auch das Wasser schnell auf.

Der Touchscreen ist ein wenig klein geraten, siehe Punkt 4. Er spricht aber gut an und die Bedienung klappt problemlos.

Das Menü ist übersichtlich und logisch aufgebaut, alle Funktionen sind schnell zu finden. Die Benutzung klappt somit gut, mit wenig Einarbeitungszeit.

Auch die Handy-App stellt die wichtigen Funktionen gut dar. Ob es jetzt nötig war, zwangsweise einen Account anlegen zu müssen, um das Handy mit dem Temial zu bedienen, ist wohl diskutierbar. Klar kann man über einen solchen direkt auf den Shop zugreifen, eigene Profile anlegen und auch eine Tee-Historie anzeigen lassen. Aber mir wäre es lieber gewesen, die Option zu haben, auf die zugeschnittenen Funktionen zu verzichten und eine abgespeckte Direktversion nutzen zu können.

In jedem Fall klappt das alles gut, wenn man den Temial mit einem W-Lan-Netzwerk verbindet, bekommt er sogar Firmware-Updates. Datenschützer werden skeptisch sein, aber für so ein Gerät

macht es in meinen Augen schon Sinn. Zumal es einem ja selber überlassen ist, ob man seinen Teebereiter mit dem Netz verbindet.

Ich kenne den Thermomix nicht, aber man merkt dem Design an, dass Vorwerk Erfahrung mit solchen Geräten hat. Man findet sich schnell zurecht, es ist logisch aufgebaut und alle Funktionen, die man sich wünschen kann, sind vorhanden und zugänglich.

3) Hauseigene Teemial-Tees: Qualitätseindruck und Verkostung

Das hauseigene Temial-Paket hat in mir ambivalente Eindrücke hinterlassen. Die aromatisierten Tees waren die besten dieser Art, die ich bisher getrunken hab. Sie waren nur mit natürlichen Zutaten aromatisiert, keine künstlichen, naturidentischen Aromastoffe. Etwas, das man selten findet, da war ich schon angetan. Dies ist wohl auch dem Anspruch geschuldet, dass das ganze Sortiment biozertifiziert ist. Die Aromen sind interessant und komplex, keinesfalls dominieren einzelne Noten so stark, wie es bei günstigen, künstlich aromatisierten Tees der Fall ist.

Die nicht aromatisierten Tees waren insgesamt ordentlich. Zum Teil war ich überrascht, wie kleinteilig das Blattgut ausfällt. Besonders beim Drachenbrunnentee / Longjing fiel auf, dass echter, pfannengerösteter Lung Ching mit dem typischen Blattgut verwendet wurde, das dann aber wohl nochmal kleingeschnitten wurde.

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Dementsprechend kurz fallen auch die Aufgusszeiten aus: die meisten Tees werden nur mit 1-2 Minuten / 500ml aufgegossen. Durch das kleine Blattgut passt das auch und gibt einen ordentlichen Aufguss. Ich persönlich hab recht schnell die Aufgusszeiten hochgefahren und die Wassermenge reduziert, aber ich trink die Tees auch deutlich stärker als es insgesamt wohl üblich ist.

Unterm Strich würde ich sagen, dass die Qualität der Temial-eigenen Tees der entspricht, die man in ordentlichen Teeläden findet, wie sie in den meisten deutschen Städten zu finden sind. Das heißt, definitiv solides Material, aber durchaus noch mit Spielraum nach oben, zum Beispiel verglichen mit den exquisiten Tees, die damals von Jadequell verkauft wurden.

Für mich ungewöhnlich ist natürlich die Verpackung in einzelnen Portionen. Bin mir nicht ganz sicher, wie die Wahl des Materials zu bewerten ist. Einerseits ist es schonmal erfreulich, dass keine Hartplastik-Verpackung zum Einsatz kam, sondern Papiertüten. Andererseits weckt deren Beschichtung die Frage, wie groß der Unterschied ressourcentechnisch dann ausfällt.

Klar das Ziel ist die maximale Einfachheit der Zubereitung. Es muss nichts gewogen oder portioniert werden, und das klappt auch sehr gut. Dennoch wäre es erfreulich gewesen, auch größere Packungen der Temial-Tees zu bekommen. Durch das kleinteilige Blattgut wäre auch eine Dosierung über das Volumen möglich.

Wenn man vakuumierte 100-250g-Packungen kaufen könnte, käme dies auch der Lagerung entgegen. Einstellige Grammbeträge, einzeln abgepackt, stehen automatisch unter mehr Lagerungsstress als es bei größeren Mengen der Fall ist.

4) Zubereitung anderer Tees

Das ist natürlich dann ein Bereich, in dem der Temial seine offene Konzeption voll ausspielt: er ist so gebaut, dass man jeden Tee in die Brühkammer geben kann und nicht, wie bei Kapsel- Teeautomaten, auf ein gewisses Format festgelegt ist. Ich hab zwar keinen kompletten
Überblick, aber wenn ich es richtig sehe, die zwei Hauptkonkurrenten Avoury und SpecialT. Beides Geräte, bei denen man darauf festgelegt ist, den Tee in kleinen Plastikkapseln zu kaufen, was eine Menge Plastikmüll verursacht und einen an die Tees der Maschinenhersteller bindet. Da ist der Temial schon wesentlich ambitionierter, was sehr erfreulich ist.

Ich hab alle Teesorten, die ich sonst so trinke, im Temial bereitet. Es war zuerst durchaus sehr ungewöhnlich, genaue Parameter angeben zu müssen, da ich mir eine messfreie Zubereitung angewöhnt hab. Das war dann aber auch für den Tee-Nerd sehr spaßig, immer wieder zu variieren und herumzuprobieren.

Die Kammer ist nicht allzu groß, und es sind maximal 500ml Wasser möglich. Bei sehr voluminösen Tees kann das Sieb doch mal an seine Grenzen kommen. Da funktioniert die Magnetkonstruktion sehr gut: Als ich mal bewusst überladen hab, ist das Sieb etwas nach unten geklappt, um den Blättern Platz zu machen. Es wurde aber dennoch festgehalten, es fiel nichts heraus.

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Ich bin dann wieder davon abgekommen, meine abendlichen Kräutertees im Temial zu machen. Besonders ein selbstgepflückter Pfefferminztee hat ein überaus intensives Aroma, welches sich trotz mehrmaligem Durchspülen auf die „echten“ Tees des nächsten Tages übertragen hat. Ähnliche Probleme könnte man mit künstlich aromatisierten Tees oder sehr intensiven Tees wie Shu-Puerh bekommen.

Dieses Problem trat mit den Temial-eigenen Tees nicht auf, die sind milder. Auch mit den aromatisierten Tees hatte ich nie Wechselwirkungen zwischen einzelnen Sorten festgestellt. Theoretisch könnte man sich auch eine zweite Aufgusskammer besorgen (39€ leer, 59€ mit Sieb und Siebhalter) und wäre dann auf der sicheren Seite.

Unterm Strich hat das Teetrinken mit dem Temial Spaß gemacht. Hab mich schnell an das Gerätle gewöhnt, das meine Shengs, weißen, schwarzen, blauen und grünen Tees kompetent und lecker zubereitet hat, nachdem ich ausklamüsert hatte, wie ich sie am liebsten mag. (Meistens 350ml, 90°C, 2-3 Minuten für unbedarfte Teetrinker ist das ein Konzentrat). Man kann ja benutzerdefinierte Profile speichern, ich hab diese aber nicht genutzt, weil es zu viel Spaß gemacht hat, herumzuprobieren.

Das Gerät ist da clever aufgebaut und kann fast alles, was einem so einfallen könnte. Nach der Hälfte der eingestellten Brühzeit (maximal 12 Minuten sind möglich) fährt es das Sieb einmal nach oben und wieder nach unten, um die Blätter zu bewegen. Eine gute Idee, und ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber keramikbasierten Teetrinkern

Ein besonderer Hingucker ist, dass das Gerät auch einen Waschgang ausführen kann, und zwar korrekt: Nur knapp das Blattgut bedecken, und gleich weg damit. Der Temial setzt sogar noch einen drauf, denn er hat einen separaten Abwassertank, in den das Wasser für den Waschgang abgepumpt wird. Es wird somit nicht über den üblichen Tee-Ausguss abgegeben. Sehr clever gelöst, Hut ab! Das erhöht natürlich nochmal die Komplexität, da mehr Bauteile benötigt werden und die (kleine) Abwasserschublade geleert werden muss.

Man könnte da noch mehrere Waschgänge ermöglichen. Besonders für sehr alte Shengs und Shus ist es ja durchaus wünschenswert, zweimal zu waschen.

5) Grenzen im Vergleich zu Gongfu Cha

Somit kann das Gerät fast alles, das man von ihm will. Wenn man sich jetzt fragt, was der Temial nicht kann, das eine ambitionierte Gongfu-Praxis leistet, dann kritisiert man natürlich schon auf recht hohem Niveau. Aber für ein Gerät, das dann doch gerne mal aufs große chinesische und japanische Vorbild verweist (https://corporate.vorwerk.de/magazin/geniessen/was-temial-und-die-chinesische-teekultur-gemeinsam-haben/)

in meinen Augen eine legitime Frage. 5.1) Offenporige Materialien

Einer der Hauptpunkte beim ambitionierten Teetrinken sind Materialien, welche mit dem Tee und Wasser interagieren: Ton- und Eisenkannen, um das Wasser aufzukochen, und auch diverse Ton- und Steingutprodukte, in denen die Tees dann zubereitet werden. (Eiserne Teekannen sind eine westliche Erfindung, die diskutabel sind...)

Das sind natürlich Dinge, die mit so einem Gerät nicht möglich sind. Ich benutze ja auch so großteils glasierte Kannen, und war diesbezüglich voll und ganz zufrieden, mit einer Ausnahme:

5.2) Stark konzentrierte Zubereitung

Während der Temial fast alle Tees mit sehr guter Qualität zubereiten kann, so kommt er bei dem an die Grenzen, was für fortgeschrittenes Gong Fu Cha bezeichnend sein kann, nämlich die Zubereitung sehr konzentrierter Aufgüsse bei hoher Temperatur. Sei es, weil man einfach einen sehr starken Aufguss möchte, oder weil man aus edlem Blattgut mit sehr langen Aufgusszeiten und hohen Temperaturen das letzte herausholen will.

Das macht man, indem man die Gongfu-üblichen Steingutkannen („Yixingkannen“), welche selten größer als 100ml sind, randvoll füllt und öfter mal sogar noch mit heißem Wasser

übergießt, um die Temperatur oben zu halten. Das ist der eine Fall, den der Temial so nicht leisten kann.

Man kann natürlich Temperaturen bis zu 100°C einstellen. Besonders bei größeren Wassermengen, vorgewärmter Brühkammer und kürzeren Ziehzeiten klappt das auch super.

Allerdings ist durch das große Volumen des Aufgussgefäßes doch davon auszugehen, dass die Temperatur schnell absinken wird, besonders bei langen Aufgüssen. Wenn man also 150ml Wasser bei 100°C einstellt, dann wird das in dem großen Glasgefäß schnell abkühlen. Zudem hält Glas die Temperatur an und für sich nicht so gut wie keramische Materialien.

Dies ist etwas, das der Temial dann in der Form nicht reproduzieren kann. Aber natürlich muss man sich fragen, wie wichtig so etwas ist ich gehe davon aus, dass es für die meisten Interessenten nicht so sehr ins Gewicht fällt. Für die üblichen Teesorten ist es auch nicht relevant. Auch Schwarztees, die mit heißem Wasser aufgegossen werden, brauchen vor allem den heißen Initialschwall©.

Aber für Spezialitäten wie sehr edle Oolongs und ältere Shengs wird man, wenn man alle Nuancen ausreizen will, von Hand gießen. In gewisser Hinsicht ist es auch ein Kompliment so besonders sind schon die Fälle, die mir einfallen, wenn ich überleg, was der Temial nicht kann. Was fällt mir noch ein?

6) Kritik / Verbesserungsvorschläge

Keine Vorwärmfunktion

Klaus hat ja bereits angemerkt, dass die Temperatur in der Brühkammer ca. 10°C unter der eingestellten lag. Mich hat das nicht überrascht, bei Teegeschirr ist es ja auch so. Das ist auch die Faustregel für das manuelle Abkühlen von Wasser: Jedes Umschütten in ein kaltes Gefäß reduziert die Temperatur um ca. 10°C.

Insofern ist das für mich kein Kritikpunkt, aber was ich mir gewünscht hätte, wäre eine Aufwärmfunktion. Viele Gongfu-Trinker wärmen ja ihre Kannen und Schalen mit heißem Wasser vor, bevor sie dann Tee hineingeben.

Das ist etwas, das ich eigentlich immer mache, und eine solche Funktion wäre mir wichtiger gewesen als die Waschfunktion. Ich hab das dann von Hand eingestellt: Leere Brühkammer, 200ml, 100°C, 1 Minute, abgelassen, sodass Pitcher und Schalen auch gleich damit gewärmt werden. So wie man es halt sonst auch macht. Und dann erst den Tee zugeben und wie gewünscht brühen.

Das wäre für mich eine Verbesserung, für dieses Vorgehen einen Menüpunkt zu schaffen am besten so, dass man es bei Bedarf auch in die Custom-Programme aufnehmen oder automatisch einschalten kann. Zur Zeit muss man das dann eben manuell mittels Custom-Programm machen. Dies ließe sich auch ganz einfach per Firmware-Update nachreichen. Noch schöner wäre ein eigener Knopf dafür, was mich zum nächsten Punkt bringt:

Keine Knöpfe

Als jemand, der an kompliziertere Gerätschaften gewöhnt ist, wäre mir ein Design mit einigen Knöpfen mehr lieb gewesen, um z.B. einige Custom-Funktionen belegen zu können. Somit müsste man sich nicht durchs Menü touchen, um z.B. seine Benutzerprofile für den Tee aufzurufen, sondern könnte einfach nur einen einzigen Knopf drücken.

Aber das würde natürlich die Ästhetik beeinflussen, denn mehrere Knöpfe sehen einfach gleich komplizierter und abschreckender aus. DSLR-Benutzer kennen die entsetzten Blicke, wenn Handyknipser diese mit Knöpfen, Schaltern und Rädern übersäten Fotodinosaurier in die Hand nehmen. Insofern hab ich da schon Verständnis für das moderne Design. Klar, Vorwerk hatte da einen gewissen Spagat zu leisten: Einerseits sollte das Gerät eindeutig auch Tee-Enthusiasten ansprechen und möglichst nah an Gongfu-hafte Teezubereitung rankommen. Andererseits soll es ganz simpel zu bedienen sein und auch für Einsteiger möglichst sofort nutzbar sein.

Recht kleiner Touchscreen

Als Mitglied der ersten Zielgruppe hätte ich mir die Möglichkeit gewünscht, auf Wunsch noch weitere Anpassungen vornehmen zu können. Man könnte zum Beispiel mit einem größeren Touchscreen die Möglichkeit bieten, am Rand „Knöpfe“ einzublenden und auf diesen einige Custom-Funktionen anzulegen, wie z.B. Tee-Profil 1,2 und 3, Vorspülen, etc.

Für Einsteiger könnte man diese Möglichkeit von Haus aus ausgeblendet lassen, sodass sie nur den Interessierten auf Wunsch zur Verfügung steht. So, wie auch ambitionierte Fotokameras einen Automatikmodus haben, auf den man sich als Einsteiger zurückziehen kann.

7) Fazit

Unterm Strich ist es eindeutig, dass ein erheblicher Entwicklungsaufwand getrieben wurde mit dem Ziel, einen sehr kompetenten Teeautomaten zu bauen, der möglichst viele Tricks der traditionellen Zubereitung nachmachen kann.

Dieses Ziel hat Vorwerk in meinen Augen erreicht. Ich kenne zwar keine anderen Teeautomaten aus der direkten Nutzung, aber ich war doch durchaus angetan davon, wie einfach die Bedienung war, und wie vollständig das Nutzungsprofil dann doch ausfiel.

Es gab dann im Forum doch einige skeptische Stimmen, besonders angesichts des Preises von 600 Euro. Insgesamt konnte ich die Kritik nicht ganz nachvollziehen. Wenn man sich andere Hobbys und Lifestyle-Objekte wie Smartphones, Digitalkameras, Autos... anschaut, dann werden da ganz andere Beträge für Dinge ausgegeben, die, sagen wir, jetzt nicht unmittelbar überlebensnotwendig sind.

Bei all dem sei darauf verwiesen, dass für den Temial ähnliches gilt wie für einen Kaffee- Vollautomaten: Wenn man bereit ist, die Zubereitung händisch zu tätigen, dann kommt man mit relativ günstigem Equipment hin. Wasserkocher, Glas- oder Porzellankännchen mit Sieb und,

wenn man anspruchsvoll ist, ggf. noch eine Waage und ein Thermometer bekommt man für unter 100€ und kann damit auf recht hohem Niveau Tee brühen.

Andererseits, sind wir mal ehrlich: Ich kenne eigentlich keine Teetrinker, die das als ambitioniertes Hobby betreiben, und deren Ausrüstung sich auch nur in der Nähe dieses Betrages bewegt. Insofern relativiert sich das dann auch wieder. Aber ganz klar man muss nicht viel Geld ausgeben, um die Ausrüstung für guten Tee zu bekommen. Der Teemial ist, wie CHIP so schön schrieb, ein Lifestyleprodukt.

Ein Punkt, der den Temial über die mir bekannte Konkurrenz hinaushebt und der für mich den Preis zu einem Teil relativiert, ist, dass man eben jeden Tee verwenden kann. Die Konkurrenz, die mit Kapseln arbeitet, zwingt ihre Kunden dazu, die eigenen Tees zu kaufen, über die dann ein Großteil des Gewinns erwirtschaftet wird. Da kann man die Maschinen natürlich satt subventioniert verkaufen. Das ist einmal nicht so toll für die Umwelt und man ist an ein im Vergleich zur Teewelt als gesamter recht beschränktes Sortiment gebunden.

Es stellt sich natürlich die Frage, wer sich einen Temial kauft, und warum. Ein hoch anspruchsvoller Teetrinker, der den Anspruch hat, die eigene Zubereitung bis ins letzte Detail zu perfektionieren, wird seinen Tee von Hand bereiten.

Hochsparsame Personen, oder solche, bei denen das Geld knapp sitzt, werden diese Investition auch nicht tätigen. So wie, diese sich auch keinen Thermomix leisten können bzw. werden.

Zwischen diesen beiden Extremen liegt dann wohl die Zielgruppe: Menschen mit einem gewissen Lifestyle-Anspruch, die die gesundheitlichen Vorteile von Tee nutzen wollen (was auch immer diese wirklich sind...), die gut zubereiteten Tee wollen, ohne ein Hobby daraus zu machen oder zu viel Zeit zu investieren, und die das nötige Kleingeld für so ein Gadget haben.

Wenn dies auf einen zutrifft, dann wird man mit dem Temial ein Gerät bekommen, das die Möglichkeiten eines automatischen Teebereiters weitgehend ausreizt, das durchdacht, ausgereift und clever ist. Zudem eines, das von einem renommierten Hersteller stammt, sodass Service und Ersatzteilversorgung gewährleistet sein dürften.

Würde ich ihn mir kaufen? Nein. Ich mein, ich schlag schon zum Entsetzen von Leuten, die mit mir kochen, den Eischaum mit der Hand. Aber wenn man jetzt bereit ist, 600€ für einen Teebereiter auszugeben, dann wird man mit dem Temial ein gutes Gerät bekommen.

 

Es folgt der Temial-Testbericht von Anima_Templi & Freundin:

 

2 Monate mit dem Temial

Als ich die Nachricht von Anima bekam, dass wir für 2 Monate den Temial von Vorwerk auf Herz und Nieren prüfen dürfen, war ich natürlich gleich Feuer und Flamme für dieses Experiment. Generell bin ich ein eher technikafiner Mensch und finde es immer interessant, sich von neuer Technik den Alltag vereinfach zu lassen.

Außerdem war die Vorstellung total spannend und ich habe mich von Anfang an gefragt, ob sich Animas Meinung dazu von meiner Meinung stark unterscheidet, da wir ja doch auf sehr unterschiedlichen „Teetrinker Niveaus“ sind. Unser Fokus des Testes lag eindeutig in der Integration und den Verwendungsmöglichkeiten im ganz normalen Teealltag.

Da wir nicht ausschließlich Tee trinken, sondern auch mal gerne Kräutertees brühen, sind diese Erfahrungen bei uns gewollt mit eingeflossen.

Als das Paket dann endlich ( kurz vor Weihnachten) ankam, wurde natürlich sofort alles stehen und liegen gelassen und aufgebaut.

Die Verpackung und Verarbeitung war sehr gut, sicher und logisch. Wie von Vorwerk Produkten schon gewohnt, war die Verarbeitung auf den ersten Blick hin hochwertig und suggerierte gute Qualität.

Der Aufbau und die Ersteinrichtung gestalteten sich relativ umfangreich jedoch auch gut handhabbar, wobei das Updaten des System am Anfang sehr langwierig war. Wichtig ist hier nicht intuitiv drauf los zu probieren, sondern wirklich erst einmal die Anleitung zu lesen.

Sobald man den Aufbau des Geräts aber verstanden hat, ist die Bedienung wirklich kinderleicht.

Positiv ist uns beim Aufbau der integrierte Wasserfilter ins Auge gestochen, der durch unterschiedliche Einstellungen auf den Härtegrad des Leitungswassers eingestellt werden kann und somit das Leitungswasser vor der Benutzung nicht extra gefiltert werden muss.

Außerdem fanden wir super, dass die Aufgusskammer aus Glas gestaltet wurde.

Das Sieb macht einen stabilen Eindruck. Die Halterungen des Siebes, sowie der Deckel der Aufgusskammer und einige Kleinteile (auch der direkte Ausguss) sind aus Plastik. Hier gäbe es noch ein bisschen Verbesserungspotential, damit der Tee mit möglichst wenig Plastik in Berührung kommt.

Das allgemeine Äußere ist dem Thermomix sehr ähnlich. Zum Glück ist der Temial jedoch kleiner als gedacht und nimmt in etwa so viel Platz ein, wie eine Standard Kaffeemaschine.

Wir waren Alles in Allem eigentlich soweit ganz zufrieden und haben uns auf den ersten Tee gefreut.

Eines muss ich an dieser Stelle noch vorweg nehmen:

Ich denke das Gerät wurde von den Machern auf eine Zielgruppe ausgerichtet, wie Sie bei uns in der Allgemeinheit häufiger zu finden ist. Diese entspricht vermutlich Menschen, die gerne richtigen Tee trinken, sich vielleicht in den Grundzügen damit auseinander gesetzt haben aber sich dem Thema nicht mit einem Sachverstand, Zeitaufwand und einer Hingabe widmen, wie es die meisten Teetrinker im Teetalk tun. In diese modernen und effektiven Haushalte, die gerne Technik und Qualität vereinen, passt der Teemial sehr gut.

Er schlägt sämtliche anderen elektrischen Teezubereiter und Kapsel Maschinen die ich kenne um Längen. Es scheint ganz so, als hätten sich die Entwickler mit dem Thema „richtige Teezubereitung“ wirklich auseinander gesetzt.

 

DIE TEEZUBEREITUNG BEGINNT

Gestartet haben wir mit einem mitgelieferten Oolong und uns dann Tag für Tag an unterschiedlichen Tees und Kräutermischungen versucht.

Nach einigen Versuchen sind uns dann gleich die ersten „Verbesserungswünsche“ aufgefallen.

Das Sieb bewegt sich in der Aufgußkammer magnetisch auf und ab, was ich generell für eine gute Lösung halte. Kleine Partikel ( Kräutertees) gelangen hier jedoch auch schnell in den Aufguss. Wenn diese Partikel sich zwischen Glasrand und Plastikumrandung des Siebes absetzen, kommt es auch häufiger dazu, dass beim Auf und Abfahren des Siebes der Widerstand zu groß ist und es dabei „ruckelt“.

Ebenso, wenn sich Wasserflecken ( Kalk) auf dem Glas bilden.

Leider verfärbt sich das Plastik des Siebes nach einiger Zeit etwas und nimmt bei starken Tees auch gerne mal den Geschmack etwas an. Hier hilft dann nur jedesmal eine komplette Grundreinigung in der Spülmaschine zu machen ( Wobei ich das eigentlich gerne, wegen Spülmittelrückständen vermeide würde). Wir würden uns also wünschen, dass hier und ggfs. an der Ausgußvorrichtung noch auf mehr Plastik verzichtet werden würde.

Ein großes Manko bei der Gestaltung der Maschine ist meiner Meinung nach die Art des Ausgießens.

Der bewegliche Ausguss ist zwar sehr schlau durchdacht, so dass man bei richtiger Anwendung kein Nachtropfen auf irgendwelche Flächen hat, jedoch fehlt mir hier eindeutig eine Höhenverstellung.

Ich bereite mir täglich Tee to Go zu, den ich in meinen Thermosbecher fülle. Sämtliche standard Thermosbecher sind hier jedoch zu groß, wodurch immer ein zusätzlicher Pitcher benötigt wird, um den Tee umzufüllen.

Beim direkten Abgießen in niedrigere Gefäße kann es dafür dann doch mal zu Spritzern kommen.

 

mitgelieferte Teeproben:

Im Paket waren außerdem noch einige Teeproben enthalten.

Diese gestalten sich im allgemeinen zwar als ganz ordentlich für den ungeübten Teetrinker, aber wer schon hochwertige Tees probiert hat und schätzt, wird sich dieser Palette wohl eher nicht widmen.

Abgesehen davon, hat mich noch die Verpackung gestört. Die Frische wird in einzelnen Sachets zwar gut bewahrt, jedoch ist es meiner Meinung nach eine unnötige Müllbelastung und sollte durch größere Packungen und eine gute Dosierungshilfe ersetzt werden.

Die Parameter die man beim Gerät zur Teezubereitung einstellen kann weisen schon mal eine überraschende Breite auf, welche für uns aber leider trotzdem noch nicht breit genug sind. Wir würden uns folgendes wünschen:

1. Die Temperatureinstellungen sollten ab 50 Grad Celsius losgehen. 65 Grad sind für einige (grüne) Tees doch eindeutig zu viel.

Die minimale Menge mit 200 ml ist auch zu viel. Für Allein-Trinker ist dies manchmal unpraktisch. Ideal wäre eine Startmenge von 100 ml.

Die geringste Ziehzeit beträgt 35 Sekunden. Auch das ist viel zu hoch.

2. Es hat uns gut gefallen dass es eine Aufweckfunktion gibt, bei der die Teeblätter zuerst kurz gespült werden. Danach beginnt dann nahtlos der erste richtige Aufguss.

3. Die Lautstärke des Gerätes ist in Ordnung. Beim Aufheizen ist das Gerät leiser wie die meisten Kaffeemaschinen. Die Dauer finde ich dafür in Ordnung.

Auch beim Aufgießen finde ich die Geräusche in Ordnung. Einzig der Signalton, den Wassertank aufzufüllen ist mir auf die Nerven gegangen. Dieser ist so ungeduldig, dass man beim Auffüllen schon ganz nervös wird.

Eine ideale Einsatzmöglichkeit für mich persönlich, wäre die Verwendung im Büro. Ich trinke gerne während der Arbeit Tee und mit dem Temial wäre ein anständiger Teegenuss mit minimalem zeitlichen Aufwand möglich.

 

Fazit:

Ich habe mich schnell an den Temial gewöhnt. Er hat sich bei uns gut in den Teealltag integrieren lassen. Kann aber, wie auch nicht anders erwartet, keine Gong Fu Cha-Zubereitung ersetzen.

Beim bewussten Genuss hochwertiger Tees gehört meines Erachtens einfach noch viel mehr dazu.

Vielmehr sehe ich ihn als schöne Ergänzungsmöglichkeit für Haushalte, welche Tee nicht ausschließlich auf höchstem Niveau trinken und einfach und unkompliziert die Zubereitung eines Tees erreichen möchten.

Anima und ich haben den Temial beide genutzt und uns an ihn so gewöhnt, dass es schade ist, ihn nun wieder abgeben zu müssen.

Die von mir am Anfang erwarteten Unstimmigkeiten zu dem Gerät sind vollkommen ausgeblieben und wir waren uns Alles in Allem sehr einig.

 

<Hier fehlt noch der Video-Temial-Testbericht von Joaquin>

 

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vor 13 Stunden schrieb Joaquin:

Ich bin dann wieder davon abgekommen, meine abendlichen Kräutertees im Temial zu machen. Besonders ein selbstgepflückter Pfefferminztee hat ein überaus intensives Aroma, welches sich trotz mehrmaligem Durchspülen auf die „echten“ Tees des nächsten Tages übertragen hat. Ähnliche Probleme könnte man mit künstlich aromatisierten Tees oder sehr intensiven Tees wie Shu-Puerh bekommen.

Tja, da muss man sich halt für jede einzelne Teesorte ein eigenes Temial-Gerät anschaffen.

vor 13 Stunden schrieb Joaquin:

Als ich die Nachricht von Anima bekam, dass wir für 2 Monate den Temial von Vorwerk auf Herz und Nieren prüfen dürfen, war ich natürlich gleich Feuer und Flamme für dieses Experiment. Generell bin ich ein eher technikafiner Mensch und finde es immer interessant, sich von neuer Technik den Alltag vereinfach zu lassen.

Hach, diese kesse Biene ist auch noch ein technikafiner Mensch ... Anima scheint da ein gutes Händchen bei Frauen zu haben und nicht nur bei Teekannen!

Bearbeitet von miig
hat sich erledigt
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vor 50 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Tja, da muss man sich halt für jede einzelne Teesorte ein eigenes Temial-Gerät anschaffen.

Es gibt die Augustakammer getrennt zu kaufen und auch ein Temial-Angebot mit zwei Aufgusskammern. Wenn eine gereinigt wird, dann kann man sich seinen Tee weiterhin von der Temial zubereiten lassen. 

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@Joaquin Das ist schonmal ein wichtiger Punkt!

Und wie steht es um den Klausschen Hauptkritikpunkt der ca. 10° zu niedrigen Aufgusstemperatur?
War das bei euch anderen auch der Fall oder war seines ein Montagsmodell? Resp. hat jemand anderes überhaupt nachgemessen?

vor 13 Stunden schrieb Joaquin:

Teezubereitung Gong Fu Cha 功 夫 茶
Gleich vorne weg, das Temial-Teegerät ist für Gong Fu Cha nicht geeignet.

Warum? Die kleinstmögliche Wassermenge sind 200ml, gut bei 4 Personen noch möglich. Aber das größte Problem sind die Ziehzeiten, bei denen das Mini- mum bei 30sec. liegt. Zu bedenken ist auch noch der Punkt, dass die Aufguss- temperatur nicht stimmt. Also somit sind sehr kurze, im Sekundenbereich lie- gende Aufgüsse nicht möglich.

...

Das größte Manko für mich, vielleicht auch nur bei meinem Testgerät, ist die nicht korrekte Temperatur von generell 10° zu wenig. Bei eini- gen Tees lässt sich das durch Verlängern der Ziehzeit einigermaßen ausglei- chen. Aber nicht bei den Tees, die heißes Wasser benötigen! Das Leeren der Ziehkammer ist natürlich aufwendiger als einen Dauerteefilter ausschütteln, aber auch nicht mehr, wie bei der 2 Kannen-Methode und Sieb.
Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 2 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Und wie steht es um den klausschen Hauptkritikpunkt der ca. 10° zu nierdrigen Aufgusstemperatur?
War das bei euch anderen auch der Fall? Resp. hat jemand anderes nachgemessen?!?

Miig ist in seinem Testbericht darauf eingegangen und ich habe dazu auch noch etwas, was im Video Eingang finden wird.

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vor 23 Minuten schrieb Joaquin:

Miig ist in seinem Testbericht darauf eingegangen

Danke für den Hinweis, das war mir zuvor entgangen:

vor 13 Stunden schrieb Joaquin:

Klaus hat ja bereits angemerkt, dass die Temperatur in der Brühkammer ca. 10°C unter der eingestellten lag. Mich hat das nicht überrascht, bei Teegeschirr ist es ja auch so. Das ist auch die Faustregel für das manuelle Abkühlen von Wasser: Jedes Umschütten in ein kaltes Gefäß reduziert die Temperatur um ca. 10°C.

Insofern ist das für mich kein Kritikpunkt, aber was ich mir gewünscht hätte, wäre eine Aufwärmfunktion. Viele Gongfu-Trinker wärmen ja ihre Kannen und Schalen mit heißem Wasser vor, bevor sie dann Tee hineingeben.

Für mich jedoch wäre dies sehr wohl ein Kritikpunkt - eine irgendwie geartete Aufwärmung der Brühkammer (z.B. durch einen dem Brühen vorangehenden Leerlauf) stellt für mich eine absolute Pflicht bei einer dereinst anstehen Revision dar, will man denn dem Teegeniesser ein präzises Aufbrühen nach häufig vorhandenen Aufbrühparametern anbieten, was doch unbedingt der Fall sein sollte.

@Schizotwin Ich hoffe du sprichst von Schach!

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Ich habe den Text auf Word vorgeschrieben und hier  hinein kopiert. Das daraus ein Bild wurde, war von mir nicht geplant.

Hallo und vielen Dank für den schon lange angekündigten Test zur Temial-Teemaschine. 😉

 

Ich versuche mal mit meinen eigenen Worten auf einzelne Punkte der unterschiedlichen Tests einzugehen:

 

1.     Joaquin: 

Zumindest wenn die Anzahl der Teetrinker je Haushalt nicht größer als zwei Personen ist, reicht der Wassertank eigentlich aus, es sei denn, die Teemaschine steht weit von der Wasserquelle weg und man muss zum Wasserholen Meter zurücklegen.

 

Der Zusammenbau war eigentlich selbsterklärend, allerdings hatte ich auch zuerst Probleme mit dem Öffnen der Aufgusskammer. Allerdings gibt es mittlerweile auf YouTube genügend Videos zur Bedienung der Maschine. Wahlweise besteht auch die Möglichkeit, sich die Maschine in den Vorwerk-Läden oder von Beratern zeigen zu lassen. 

 

Im Gegensatz zu den übrigen Testern, benutze ich eigentlich fast nur noch die App zum Zubereiten der Tees. Wie gesagt, für einige wichtige Dinge, wie zum Beispiel dem Aufspielen von Updates, ist sie sogar unabdingbar. Und als Statistik-Freak finde ich die Statistik über meinen Teegenuss natürlich immer wieder interessant. 

 

2.     Klaus:

Danke für den Hinweis mit der abweichenden Temperatur. Unabhängig davon habe ich die Ziehzeiten einiger Tees auch bereits dementsprechend abgeändert und in der App abgespeichert. Allerdings erreiche ich den Effekt auch bei meinem Earl Grey. 

 

Ab und zu hatte ich auch Probleme mit der Verbindung der App und dem Temial, allerdings hat hier ein Schließen und erneutes Öffnen der App geholfen, ein Zurücksetzen der App war zum Glück nicht erforderlich. Allerdings ist nach dem Austausch meines alten Iphones durch ein neues die Funktion entfallen, dass mir die App eine Push-Nachricht auf das Iphone sendet. Diese konnte erst duch ein Löschen der App und ein erneutes Installieren wiederhergestellt werden. Die Einstellung für meine Tees sind nicht verloren gegangen, da die entsprechenden Daten nicht in der App gespeichert werden, sondern im eigenen Profil.

 

Bei Entleeren der Ziehkammer habe ich leider die gleichen negativen Erfahrungen gemacht, und erst eine gewisse Übung über die Zeit brachte dann weniger Dreck in der Küche. Auch mit der Kurzreinigung stehe ich auf Kriegsfuß, insbesondere dann, wenn ich vergessen hatte, sie zwischenzeitlich zu aktivieren, wenn ich nach längerem Nichtgebrauch die Maschine wieder benutzt habe. Hier sollte die Möglichkeit, wie auch bei der normalen Reinigung, bestehen, die Kurzreinigung zu überspringen.

 

Der Barcode ist natürlich für mich eines der Highlights dieser Maschine, und seitdem die App endlich funktioniert, gibt es mit der App auch keine Probleme beim Einlesen und es kommt nicht mehr zu mehreren Anläufen.

 

Bei der Zubereitung von Gong Fu Cha bin ich naturgemäß raus, da ich damit keine Erfahrung habe und sie bisher aber auch nicht vermisst habe. 

 

3.     Miig:

Dem Meisten kann ich zustimmen, sehe Kapselgeräte aber nicht als Konkurrenten der Temial an. Die Special T sowie das Gerät von Teekanne hatte ich bei mir auch in Benutzung, aber letztendlich ist sowohl die Auswahl der Tees als auch die Qualität letztendlich nicht mit guten losen Tees zu vergleichen. 

 

Auch hat mir das Ausprobieren beim Einstellen der unterschiedlichen Parameter (Temperatur, Ziehzeit) sehr viel Spaß bereitet. 

 

Auch stimme ich zu, dass beim Zubereiten unterschiedlicher Teesorten (Schwarz-, Grün-, Oolongtee usw.) die Anschaffung einer zweiten Aufgusskammer sinnvoll ist, zum Glück (oder Pech, je nach Standpunkt) trinke ich fast nur Schwarztee, sodass das in meinem Fall nicht erforderlich ist. Allerdings sollte man hier aufpassen, da die Aufgusskammer bei einigen Aktionen schon mal günstiger als zum normalen Preis angeboten wurde. 

 

Als Verbesserung hätte ich mir tatsächlich eine eingebaute Waage gewünscht, ist letztendlich aber auch eine Frage, wie gut das Augenmaß ist, dass man sich mit der Zeit für die notwendige Menge an Tee erworben hat. 

 

Auch ich habe die Kritik am Preis der Maschine nie verstanden, denn wie Miig schreibt, es ist alles eine Frage des Vorteils den man mit einem Produkt für einen erreicht bzw. wie der Gewinn an Lebensqualität ist. Und hier kann ich nur sagen, dass er mir 600,00 bzw. 450,00 Euro wert ist. Dafür zahle ich für meine Autos auch nie annähernd das, was die meisten Leute in meinem Bekanntenkreis ausgeben…

 

4.     Anima_Templi:

Hier wird gut zusammengefasst, was die Zielgruppe dieses Geräts ist und welche nicht, deswegen zitiere ich es mal wortwörtlich: 

 

Ich denke das Gerät wurde von den Machern auf eine Zielgruppe ausgerichtet, wie Sie bei uns in der Allgemeinheit häufiger zu finden ist. Diese entspricht vermutlich Menschen, die gerne richtigen Tee trinken, sich vielleicht in den Grundzügen damit auseinander gesetzt haben aber sich dem Thema nicht mit einem Sachverstand, Zeitaufwand und einer Hingabe widmen, wie es die meisten Teetrinker im Teetalk tun. In diese modernen und effektiven Haushalte, die gerne Technik und Qualität vereinen, passt der Teemial sehr gut.

 

Auch stimme ich den Problemen mit der Reinigung zu, hier hätte ich mir anderes Material gewünscht, insbesondere, da ich eine Spülmaschine nicht mein Eigen nennen kann. Die Höhenverstellbarkeit ist jetzt für mich nicht so wichtig, kann hier aber den Grund verstehen, warum sie wünschenswert ist.

 

Beim Ausgießen hatte ich ein anderes Problem, als die Testerin hier. Ist noch ein Rest Tee in der Aufgusskammer, fährt der Auslass leider nicht ganz zurück, sodass in dieser Zeit noch Tee aus dem Auslass tropft. Hier würde ich mir auch eine Verbesserung wünschen, und sei es die manuelle Möglichkeit, den Auslass soweit zurückzufahren, dass ein Austropfen nicht mehr möglich ist.

Das war meine „kurze“ Zusammenfassung zum Gerät und nochmals danke für die Vorarbeit. 

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Am 6.6.2021 um 22:42 schrieb Joaquin:

Es dürfte wohl Geschmackssache sein, ob man hier diese 600€ ausgeben will. Ich werde hier die 2 Kannen-Methode als Alternative empfehlen. Also einen Wasserkocher mit Temperaturvorwahl, es ist auch ein einfacher Wasserkocher und eine Wasserthermometer möglich. Ein Glaskanne, ein feinmaschiges Sieb zum Abgießen in eine schöne Porzellankanne. Ob 1⁄2 oder 1 Liter muss dann je- der für sich entscheiden. Einen Kurzzeitwecker mit Sekundenanzeige, eine Teewaage braucht man sowieso für beide Arten der Teezubereitung. Bei meinem Vorschlag kann ich mich mit den 600€ austoben, muss aber gar nicht sein.

Aber, wenn ich so meinen "Verschleiß" an Gaiwan sehe, komme ich doch schneller als gedacht, im laufe der Jahre an diese Summe :lol:. So gesehen ist dieser Preis doch relativ.

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Huihuihui hier ist ja was los :) .

Sehr schön, dass die ganzen Tests endlich online sind ♥.

Danke erstmal an die fleißigen Tester und natürlich schön zu lesen, dass Euer Feedback positiv auffällt.

In der Temialentwicklung sind mehrer Leute tätig, sich mit Tee auskennen.

Die Temperaturtolernz beträgt 3°C.

Temial ist optisch an den Thermomix angelehnt und minimalistisch gestaltet. Entsprechend könnte das Hinzufügen selbst eines einzelnen Knopfes (für eine Spülgang) schon schwierig werden.

Die Barcodes können auch andere Hersteller verwenden - wenn diese möchten.

Die Sachets die Ihr in Euren Boxen hattet, sind nur noch bei den "alten" (die ersten 10) Sorten so. Alle neueren Sorten haben einen weitaus höheren Papieranteil.

Zur Menge und den Sorten: Es gibt mittlerweile bald 30 Sorten und einige davon sind in - ich meine - 100gramm Beuteln.

Das mit dem Sieg und dem restichen Tee ist tricky, ja. Damit musste auch hier jeder erstmal zurecht kommen :-) .

Ich halte das immer in den Müllbeutel rein und ziehe es dann schnell "raus". Folglich fliegt der Tee fast gänzlich vom Sieb in den Beutel und den Rest spüle ich mit warmen oder Wasser ab.

@Sungawakan Die Statistik in manchen Store ist interessant da man sieht, was so getrunken und vorgeführt wird (seit Monaten jedoch nichts, dank Corona). IIch mag diese Funktion ebenfalls, auch wenn sie für mich nicht sonderlich von Belangen ist. Nice-to-have eben.

Zur App + WLAN: Temial selbst stellt keinen Zugang zum Internet her, sondern eure Endgerät (Handy/Tablet). 

Außerdem ist über die App eine Startvorwahl möglich - Abends alles vorbereiten und am nächsten Morgen ist der Tee bereits fertig.

Bei unterschiedlichen Tees wird immer eine 2. Brühkammer empfohlen (verständlich), Angebote gibt es immer wieder mal. 

Es müsste beim Kauf im kleineren Karton auch ein Gutschein über 20% beigelegt sein. Dieser kann ggf. direkt beim Kauf (im Store, da man den dann herausholen kann) für Zubehört eingelöst werden. Bin mir aber gerade nicht 100%ig sicher, ob dem noch der Fall ist!

Kapselgeräte sind zwar schon Konkurrenz, aber der Ansatz ist ein anderer.

Beim Preis ist es halt - wie schon in einem Test erwähnt - im Vergleich mit Kapselgeräte so, dass durch Zukäufe halt Geld verdient wird, und das Gerät subventioniert wird. Man denke an Spielekonsolen, wo die Konsole selbst mit Verlust verkauft wird.

Kurzspülung: Ich meine, dass man mittlerweile den Vorgang abbrechen kann. Wenn nicht, dann ist diese Funktion noch in Arbeit. Es sollte wohl so sein, dass man die Kurzspülung maximal 3x hintereinander abbrechen, bzw. "aufschieben" kann. Danach wird diese aber durchgeführt.

Bzgl. der Höhenverstellbarkeit des Auslassen (Tee): schwierig, da das so gelöst ist, dass dieser kurze Auslass in der "Ruhestellung" direkt über dem Restwassertank bleibt. 

Denke nicht, dass man dies einfach anpassen kann - der Wunsch dazu ist jedoch verständlich. Bei den mitgelieferten Schälchen merkt man ja, dass es beim Auslassen des Tees in die Schälchen zu Spritzern kommen kann.

 

 

 

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vor 39 Minuten schrieb Shinta:

Außerdem ist über die App eine Startvorwahl möglich - Abends alles vorbereiten und am nächsten Morgen ist der Tee bereits fertig.

Hoffentlich ohne den Kurzspülgang.

vor 40 Minuten schrieb Shinta:

Bei den mitgelieferten Schälchen merkt man ja, dass es beim Auslassen des Tees in die Schälchen zu Spritzern kommen kann.

Eigentlich soll ja der Tee vom Brühraum in den Pitcher und an in die kleinen Schälchen (oder Tassen).

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vor 1 Stunde schrieb KlausO:

Hoffentlich ohne den Kurzspülgang.

Wenn Temial nicht vom Strom genommen wurde - oder ein Stromausfall war - dann natürlich ohne 🙂 .

 

vor 1 Stunde schrieb KlausO:

Eigentlich soll ja der Tee vom Brühraum in den Pitcher und an in die kleinen Schälchen (oder Tassen).

Das war nur als Bestätigung gedacht, dass es bei niedrigen Behältern Spritzen kann.

Bearbeitet von Shinta
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Ein Teekocher für 600€ - Abzocke oder gerechtfertigt? | Akte | SAT.1

Ich bin weiß Gott kein Fan von Teemaschinen, aber dieser Verriß von Sat1 ist nicht gerade fair zu nennen! Es wird behauptet der Temial sei ein besserer Wasserkocher. Diese Behauptung ist jedoch, wenn man eure Berichte über den Temial gelesen hat, (ich hatte ja keinen zum Probieren) m.E. falsch. Er kann wohl schon besser Tee zubereiten als die Redakteurin, die einen Teebeutel in eine Tasse mit heißem Wasser hineinzuhalten für eine geeignete Zubereitungsart hält.

Ich persönlich würde eine Teemaschine als nette Abwechslung sehen, mehr nicht. Allerdings haben viele nicht die notwendige Geduld (Lust) oder Zeit sich einen Tee idealer zuzubereiten, und für diese Zielgruppe scheint mir die Maschine durchaus geeignet zu sein; zumal man sich ja auch andere (eigene) Tees damit machen kann (vorspülen; mehrere Aufgüsse; Zeit und Temperatur vorwählen, etc. kann die Maschine ja, wie ich hier zuvor gelesen habe) - also gar nicht mal so schlecht, und ein guter Siebträger, wie die QuickMill Orione 3000 kostet nahezu gleich viel, um einen wirklich guten Espresso (wie in Italien) hinzubekommen. Ist also auch nicht billiger.

Aber bildet euch selbst ein Urteil. Für den einen oder anderen könnte das durchaus was sein.

Aber: wenn eine Teemaschine komplett ohne Innenleben aus Kunststoffen* (zumindest alles was mit Wasser in Berührung kommt!) auskommen würde, sähe die Sache schon anders aus.

* Ausnahme Silikon, welches - sofern korrekt getempert - der einzige Kunststoff ist der ähnlich wie Stahl und Glas nahezu nichts an das Wasser abgeben würde, und für mich damit in Ordnung gehen würde. Wasserbehälter für Kaltwasser (sic!), kurz vor der Zubereitung eingefüllt, ginge auch aus Kunststoff in Ordnung für mich; da löst sich dann auch relativ wenig.

 

 

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Ich glaubs kaum, SAT.1 ist mit dem Gerät zum Testen tatsächlich zu ner super Adresse gefahren, dem Teahouse München!
Der Kerl hat übrigens Ahnung (!!), war mit dem schon an Teeseminaren und grösseren Teerunden.
Die bieten u.a. Oolongs von Atong und Pu'Er von Yu an, gutes Zeuch. 👌
In genau dem Teegarten (das sich nebenbei bemerkt in einem Naturschutzgebiet befindet), von wo dieser Oolong stammt, hat früher mal ein Teefreund mitgearbeitet.

Shish, habt ihr im Video den Long Jing aus der Temial Packung gesehen! 🙈
Ich finde seinen Kommentar dazu absolut gerechtfertigt.
Und die Aufgussfarbe! 🙈

PS: Aber den Plastikwasserkocher für 15€, den SAT.1 am Anfang vergleichsweise empfiehlt, würde ich keinesfalls empfehlen!
Unbedingt etwas aus Edelstahl oder Glas.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Nachtrag: So, nun wollen wir aber auch wiedermal etwas konstruktiv sein ...

Ich finde, das Gerät könnte schon einen Platz im Markt haben, wenn es dem Konsument einen echten Vorteil verschafft.
Es gibt ja viele Situationen vieler Menschen, die nebenbei einen Teebeutel-Tee trinken.
SAT.1 geht diesbezüglich hart ran und zieht den direkten Vergleich, was aber zugegeben naheliegend ist.
Der Punkt ist, für sehr einfache Teequalität ist der Teebeutel schon extrem praktisch was das Handling angeht, ich behaupte alles in allem gesehen praktischer als eine Teemaschine.
Eine Teemaschine muss folglich meiner Meinung nach als erstes unbedingt bei der dazu angebotenen Teequalität einen spürbaren Vorteil gegenüber dem Teebeutel bringen - ohne diesen Punkt finde ich jede weitere Überlegung überflüssig.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Also das ist mal ein Beispiel dafür, wie man einfach nur Stimmung gegen etwas machen will. Fand schon die Aussage zum Long Jing im Kontext lächerlich: "Der Tee ist achtmal so teuer wie aus dem Supermarkt." Mir persönlich ist im Supermarkt noch kein Long Jung aufgefallen, aber ich hätte da auch gerne mal den Vergleichstest im Beitrag gesehen. Denn andersherum, ist es dann möglich einen Tee aus dem Fachgeschäft zu verkosten, ohne Preisnennung. Aber warum nicht diesen Tee in der Maschine zubereiten? Warum suggeriert man im Beitrag, dass das Temial nur mit den Vorwerk Tees zu benutzen ist? 

Ich kann nachvollziehen wenn Teebeuteltrinker und Tee-Anfänger, keine Ahnung von einer guten Teezubereitung haben und dann solch absurden Teereviews kommen wie hier: 

 

Aber der Beitrag von SAT1 ist gerade unter Einbeziehung eines Fachmannes, in dieser Art, einfach nur unseriös. Die Absicht ist klar erkennbar und das ist billigstes bashing. Man muss Vorwerk nicht mögen, aber wenn Kritik, dann aber bitte ehrlich und fair, und davon ist im Beitrag einfach nichts zu erkennen. 

Würde gerne wissen, wie der Besitzer von Teahouse München diesen Bericht sieht und was dort beim Drehen und Gesprächen tatsächlich abgelaufen ist. 

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vor 15 Minuten schrieb miig:

man kann im Temail ja alles bereiten

Ich halte dieses Argument für einen Denkfehler, was das Zielpublikum für solch eine Teemaschine angeht.
Leute die sich auskennen, werden meiner Einschätzung nach tendenziell keinen losen Tee den sie andernorts kaufen in einer Teemaschine zubereiten.
Das Zielpublikum sind viel eher Personen, die sich nicht gut auskennen und sich auch nicht die Zeit nehmen wollen um sich das anzueignen, jedoch die Mittel haben sich so eine Maschine zu leisten und damit auch hervorragenden Tee trinken wollen, der selbstverständlich auch etwas kostet.
Jedoch wenn das Ergebnis nicht besser ist als mit irgendeinem Beuteltee, fühlen auch die sich verarscht.
D.h. die Jungs von Temial bräuchten unbedingt eine richtig gute Selektion, damit die Sache einen runden Schliff kriegt.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Finde diesen Bericht schon auch seltsam.  Mei, ist halt auch ein 5min-Clip auf einem Unterhaltungssender. Den Long Jing, der beim Temial dabei war, fand ich auch nicht toll. Besser als Beuteltee ist er immer noch, aber das heißt wahrlich nicht viel.

 

vor einer Stunde schrieb GoldenTurtle:

Ich halte dieses Argument für einen Denkfehler, was das Zielpublikum für solch eine Teemaschine angeht.

Vielleicht - in jedem Fall ist es mit der Maschine problemlos möglich, im Gegensatz zu Kapselgeräten.

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vor 4 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Eine Teemaschine muss folglich meiner Meinung nach als erstes unbedingt bei der dazu angebotenen Teequalität einen spürbaren Vorteil gegenüber dem Teebeutel bringen - ohne diesen Punkt finde ich jede weitere Überlegung überflüssig.

Eben. Ansonsten habe ich den Temial Longjing schon mal auf einem Bild gesehen, ein ziemliches Gehäcksel. Vermutlich mit so etwas geerntet, 4th oder 5th grade. Mehr als 9,00 € / 100 gr im Einzelhandel ist er sicher nicht wert, eher weniger. Wenn man also für eine Temial-Maschine 600,- € ausgibt um damit eine derartige Billigplörre zuzubereiten, sind schon die Maßstäbe etwas verschoben. Zeigt jedenfalls, dass die Zielgruppe nicht Leute sind, die qualitativ hochwertigen Tee zu schätzen wissen, sondern eher Nerds, die auf technische Gimmicks stehen und zu viel Geld haben. Okay - die Option, die Maschine mit besseren Tees einzusetzen gibt es auch. Aber ich vermute mal, die Leute, die solche Tees zu schätzen wissen, verzichten idR nicht auf den Spass eigenhändiger manueller Zubereitung ihres Lieblingsgetränks. ist die halbe Miete, finde ich zumindest.

Der Longjing übrigens, den der freundliche Händler der ahnungsbefreiten Dame zum Vergleich serviert hat, kostet im Tea House 16,90 € / 100 gr. Falls da nicht gar die Perle des Sortiments aus  Meijiawu (54,90 € / 100 gr) vor die Sau (Entschuldigung) geworfen wurde, die vermutlich schon Schnappatmung bekommen hätte, wenn sie den Preis der billigeren Sorte erfahren hätte. Also fairer Vergleich - sprich: manuelle versus automatische Zubereitung desselben Tees bei ansonsten gleichen Parametern - geht jedenfalls anders. Aber was will man anderes von einem Prolefutter-Sender erwarten, wo ein Kasper wie Mario Barth als investigativer Journalist durchgeht ... Der Sender hat nun mal seine eigene Zielgruppe, die mit 'habituelle Teebeuteltrinker' hoffentlich nicht zu abfällig charakterisiert ist und in der Regel auch keine 600,- € für ein Luxusprodukt übrig hat. Und die dürfen sich amüsieren über die doofen Reichen, die sich ja nur neppen lassen. Mission erfüllt.

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vor 7 Minuten schrieb SoGen:

Eben. Ansonsten habe ich den Temial Longjing schon mal auf einem Bild gesehen, ein ziemliches Gehäcksel. Vermutlich mit so etwas geerntet, 4th oder 5th grade. Mehr als 9,00 € / 100 gr im Einzelhandel ist er sicher nicht wert, eher weniger. Wenn man also für eine Temial-Maschine 600,- € ausgibt um damit eine derartige Billigplörre zuzubereiten, sind schon die Maßstäbe etwas verschoben. Zeigt jedenfalls, dass die Zielgruppe nicht Leute sind, die qualitativ hochwertigen Tee zu schätzen wissen, sondern eher Nerds, die auf technische Gimmicks stehen und zu viel Geld haben. Okay - die Option, die Maschine mit besseren Tees einzusetzen gibt es auch. Aber ich vermute mal, die Leute, die solche Tees zu schätzen wissen, verzichten idR nicht auf den Spass eigenhändiger manueller Zubereitung ihres Lieblingsgetränks. ist die halbe Miete, finde ich zumindest.

Der Longjing übrigens, den der freundliche Händler der ahnungsbefreiten Dame zum Vergleich serviert hat, kostet im Tea House 16,90 € / 100 gr. Falls da nicht gar die Perle des Sortiments aus  Meijiawu (54,90 € / 100 gr) vor die Sau (Entschuldigung) geworfen wurde, die vermutlich schon Schnappatmung bekommen hätte, wenn sie den Preis der billigeren Sorte erfahren hätte. Also fairer Vergleich - sprich: manuelle versus automatische Zubereitung desselben Tees bei ansonsten gleichen Parametern - geht jedenfalls anders. Aber was will man anderes von einem Prolefutter-Sender erwarten, wo ein Kasper wie Mario Barth als investigativer Journalist durchgeht ... Der Sender hat nun mal seine eigene Zielgruppe, die mit 'habituelle Teebeuteltrinker' hoffentlich nicht zu abfällig charakterisiert ist und in der Regel auch keine 600,- € für ein Luxusprodukt übrig hat. Und die dürfen sich amüsieren über die doofen Reichen, die sich ja nur neppen lassen. Mission erfüllt.

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Long Jing von Temial:

Zitat

 

 

Bearbeitet von Sungawakan
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      Was beim Kaffee für Nestlé das Nespresso ist, soll beim Tee das Special.T werden.

      Hierbei verwendet man das gleiche Prinzip wie bei Nespresso an. Es gibt eine Tee-Maschine, welche nur einzelportionierte Tee-Kapseln von Nestlé verarbeitet und 89 Euro kosten soll. Dies ergibt ein für Nestlé geschlossenes System mit denen sie beste Qualität garantieren können. Immerhin hat Nestlé hier den Anspruch 1% des besten Tees weltweit für ihre Special.T-Kapseln zu benutzen. Also quasi hochqualitativer Premiumtee. Vergleicht man dies hier mit dem Kaffeesystem bei Nespresso und dessen Qualität, dann kann man durchaus einiges vom Special.T erwarten. Durch das geschlossene System aber auch in Sachen Preis, denn die Kapseln werden ähnlich wie bei Nespresso, nur direkt und online bei Nestelé zu bestellen sein.

      Special.T verspricht mit dem Kapselsystem aber nicht nur Qualität sondern auch wie bei Nespresso bekannt, ähnliche, einfache und bequeme Teezubereitung. Special.T Maschine einschalten, Tasse darunter legen, Special.T-Kapsel einlegen, Knopf drücken und Tee trinken.

      Den hochqualitativen Premiumtee wird es dabei in insgesamt 25 Teevarianten geben. Diese reichen dann vom grünen, schwarzen, blauen, roten und weissen Tees über parfümierte Tees bis hin zu biologischen Kräutertees, welche aus ausgewählten Teeplantagen in China, Japan, Sri Lanka, Indien und Südafrika bezogen werden. Durch die Aluminiumkapseln, wird eine dauerhafte Frische und Intensität der Teearomen garantiert. Dabei sind die Aluminiumkapseln vollständig recyclebar, wie Getränkedosen. Die Special.T Teemaschine berechnet zudem die perfekte Brühzeit, also die Zeit, wie lange der Tee ziehen muss und die Temperatur für jede einzelne Teevariante bzw. Teesorte. Das Zehnerpack Tee-Kapseln kostet dabei 3,50 Euro.

      Das System wurde derweil in Frankreich, einem ausgesprochenem Kaffeetrinker-Land vorgestellt und eingeführt. Nestlé will die dortige Markteinführung beobachten und dann in Abhängigkeit der dortigen Reaktionen und Verkaufszahlen, sich die Einführung in ganz Europa überlegen. Zur Zeit ist eine Einführung für Deutschland gegen Ende September 2011 angedacht.

      Frankreich wurde dabei nicht einfach so ausgewählt. Zwar sind die Franzosen keine Teetrinkernation, aber Nestlé hat dort einen enormen Erfolg mit ihrem Nespresso-System feiern können. So kann man natürlich über die bestehende Internetvertriebswege, auch Werbung für das neue System machen und auf die analoge und bewährte Technik der Teezubereitungsmaschine hinweisen. Sicher kein dummer Schachzug von Nestlé.

      Die Kapseln von Nespresso sind sehr teuer, wobei aber das Ergebnis sehr gut ist und dadurch auch zum Erfolg des Systems geführt hat. Ich bin gespannt ob Nestlé hier mit ihrem Special.T eine ebensolche gute Qualität beim fertigen Tee garantieren können, denn letztendlich wird der Kunde nur mehr für Tee ausgeben wollen, wenn die Qualität auch wirklich überzeugend ist.


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      So beschreibt Nestlé selbst ihr System:
       
      Nestlé lanciert wegweisendes Teemaschinen-System Special.T
       
      Vevey, 20. Mai 2010 – Nestlé, das weltweit führende Nahrungsmittel- und Getränkeunternehmen, gab heute die Lancierung von Special.T bekannt, einem wegweisenden Teemaschinen-System. Mit der Lancierung dieser innovativen Lösung bietet Nestlé Konsumenten portionierte Teegetränke von höchster Qualität für zu Hause. Damit unterstreicht Nestlé ausserdem ihre Pionierrolle auf dem Markt der Getränkemaschinen, den das Unternehmen mit Nespresso, der heutigen Referenz für hochqualitativen portionierten Kaffee, erschloss.

      Special.T by Nestlé basiert auf einem patentgeschützten System von speziellen Maschinen und einzelportionierten Kapseln mit hochqualitativem Premiumtee. Special.T bietet insgesamt 25 Teevarianten – von grünen, schwarzen, blauen, roten und weissen Tees über parfümierte Tees bis hin zu biologischen Kräutertees – die von ausgewählten Teeplantagen in China, Japan, Sri Lanka, Indien und Südafrika bezogen werden. Die Qualität von Special.T beruht auf der Kombination von dem besten 1% der weltweiten Teeernte und einer hochmodernen Technik. Die hochqualitativen Teeblätter werden durch Aluminiumkapseln geschützt, die präzise dosiert sind. Die perfekte Brühzeit und Temperatur für jede einzelne Teevariante wird durch die innovative Special.T-Maschine genau kalkuliert, um so die vollen Vorzüge des Tees hervorzubringen.

      Petraea Heynike, Generaldirektorin der Nestlé AG mit Verantwortung für Strategische Geschäftseinheiten, Marketing, Verkäufe und Nespresso sagte: „Special.T ist ein weiterer Beweis für die starken Innovationskapazitäten von Nestlé. Nach Nespresso und Nescafé Dolce Gusto ist Special.T by Nestlé eine weitere wichtige Innovation im Bereich Getränkesysteme. Damit erschliessen wir als Erste den Markt für portionierten Tee und stärken unser Engagement als das weltweit führende Getränkeunternehmen. Special.T macht deutlich, welches Gewicht wir F&E und Innovation beimessen.“

      Special.T by Nestlé wird im September 2010 in Frankreich lanciert und exklusiv über das Internet vertrieben. Bestellungen werden innerhalb von 48 Stunden an Haushalte und Büros versandt. In einem zweiten Schritt plant Nestlé die Ausweitung von Special.T auf andere europäische Märkte. Special.T-Aluminiumkapseln garantieren die dauerhafte Frische und Intensität der Teearomen und sind vollständig reziklierbar im Rahmen der nationalen Recyclingsammelstellen.
    • Von Astrid Nowak
      Wollte vor 4 Tagen das Vorzugsangebot für Nespresso-Club Mitglieder nutzen und eine Maschine plus Probierset um EUR 89,-- bestellen. Das war der Anfang allen Übels…

      Tag 1:
      -          die Internetseite special-t.com ist derartig überlastet, dass man dauernd rausfliegt – leider auch genau zu dem Zeitpunkt, als ich den Promotions-Code (10 EUR Rabatt) eingegeben habe. Also, die Bestellung nochmals von vorne, aber LEIDER dann die Meldung: Rabattcode bereits eingelöst – also kein Rabatt mehr!
      -          Anruf bei der Tee-Hotline: die nette Dame verweist mich auf die Nespresso-Hotline…
      -          Anruf bei der Nespresso-Hotline: die nette Dame kann mir überhaupt nicht helfen und verweist mich auf die Tee-Hotline…
      -          Wieder Anruf bei der Tee-Hotline: „Alle Leitungen überlastet, rufen Sie bitte später nochmals an“ – und klick, aus der Leitung geworfen
      -          Wieder Anruf bei der Tee-Hotline: 15 min in der Warteschleife, dann endlich die erlösende Stimme einer netten Tee-Dame, aber LEIDER: man kann mir nicht helfen, ich solle um EUR 99,-- bestellen, aber man kann mich beruhigen, auch andere Kunden hätten dieses Problem.

      Tag 2:
      -          Beschwerde auf der Internetseite special-t.com über ‚Kontakt‘ mit der Bitte um Nachricht per e-mail
      -          Nochmalige Kontaktaufnahme mit der Bitte um Rückruf
      -          Bis am Abend keinerlei Zeichen von den netten Tee-Damen

      Tag 3:
      -          Anruf und nach 20 min Warteschleife endlich die Message: Wir verfügen über neue Gutscheinnummern, ich gebe Ihnen eine durch. Glücklicherweise bitte ich die Dame gleich dranzubleiben, und es erscheint auch prompt die Meldung: Rabattcode bereits eingelöst. Die Dame gibt mir nochmals eine Gutscheinnummer, aber wieder die gleiche Meldung. Plötzlich sehe ich, dass die Gutscheine doch genommen wurden, der Preis war bereits von EUR 99 auf EUR 79 korrigiert. Die nette Dame meinte, ich solle um 79 EUR bestellen, der Preis sei ok, wegen all der Unannehmlichkeiten… ich gehe auf Zahlung, gebe die Daten der Kreditkarte ein, aber denkste, ich werde wieder aus der Seite geworfen, also (vielleicht) doch keine Bestellung, ich solle mich ‚morgen‘ melden, dann wüsste sie schon mehr…

      Tag 4:
      -          3 vergebliche Anrufe, die Damen seien alle ‚besetzt‘, man möge später anrufen
      -          Endlich gelingt ein Anruf: die Dame verspricht mir, die Bestellung zentral einzugeben und die Zahlung mit Kreditkarte per Telefon durchzuführen, aber: alle Gutscheincodes, die sie eingibt, sind schon ‚eingelöst‘, also wieder kein Rabatt. Die Dame bietet mir an, das Set um 99 EUR zu bestellen, sie würde sich dann erkundigen, vielleicht bekäme ich die 10 EUR ja zurückerstattet…

      Mir reicht’s, ich bestelle nicht, bin total frustriert und ärgere mich schrecklich…
      Das soll der neue Internetshop von Nestlé sein??? Gelinde gesagt: Eine Schande!
      Astrid
    • Von Zimtie
      Hallo zusammen!
      Ich beschäftige mich seit kurzer Zeit sehr mit der russischen Kultur, u.a. wegen der russischen Autoren die ich zur Zeit lese  
      Jedenfalls frage ich mich, ob so ein Samowar etwas für Einsteiger ist oder ob man da sich auf eine ziemliche "Erlern-Prozedur" einlassen muss?
      Hat allgemein wer Erfahrung mit einem Samowar gemacht?
      LG Zimtie
    • Von Joaquin
      Es gibt zahlreiche Arten eine Tee stilvoll zuzubereiten und eine davon ist sicherlich jener, mit einer russischen Teemaschine, dem so genanntem Samowar.
      In der Übersetzung bedeutet Samowar so viel wie Selbstkochend bzw. Selbstkocher. Er besteht im wesentlichen aus einem Kessel, in dem das Wasser erhitzt wird. Dies wurde früher mit Holz bzw. Holzkohle oder später auch Petroleum gemacht. Heute werden aber moderne Samowars mit elektrischem Strom betrieben und damit dann auch der Kessel erhitzt. Der Kessel selbst besitzt weiter unten einen Ablasshahn, mit dem das heiße Wasser in eine Tasse oder Gla abgelassen wird.
      Oftmals wird der eigentliche Tee, bei dem es sich in der Regel um Schwarztee handelt, in einer separaten kleinen Kanne vorbereitet. In dieser wird eine große Menge an Teeblättern mit wenig Wasser zu einem Teekonzentrat aufgebrüht. Bei einigen Samowars ist diese Kanne auf dem Wasserkocher eingefügt. Den eigentlichen Tee bekommt man dann, indem man in einer Teetasse ein wenig des Konzentrates mit dem kochendem Wasser aus dem Samowar verdünnt.
      Das besonders reizvolle an so einem Samowar ist deren kunstvolle und reiche Verzierungen. Sie sind sozusagen echte Hingucker und ein absolutes Highlight in einer stilvollen Küche oder Wohnung.


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