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Lutz Geißler,  Die  besten Brotrezepte für jeden Tag, Becker Joest Volk Verlag

https://bjvv.de/Buch/9783954531813-Die-besten-Brotrezepte-fuer-jeden-Tag

Nach zwei Gedichtbänden als Geschenkvorschlag zu Weihnachten - nun was Handfestes?

Lutz Geißler der "Oberguru" des Brotbackens hat es wieder getan.  Noch'n Buch. Und was für eins!! Die besten Brotrezepte für jeden Tag - und das ist nicht gelogen.

Wer schon mal bei den  "Subversiven Teetreffen" war, weiß daß ich einen recht ordentlichen Holzbackofen mein eigen nenne; ca 100 Jahre alt, selbst abgebaut und mit großen Mühen wieder aufgebaut,  bin ich durch ihn in die Brotbackszene gekommen . Dort gibt es  - wie in der Teeszene - viel Unfug aber auch einen, der weiß wovon er schreibt, weil er alles wieder und wieder probiert, Parameter verändert und erst dann veröffentlicht, wenn alles paßt. Lutz Geißler, von Beruf übrigens Geologe, hat einen überall bekannten Blog:

https://www.ploetzblog.de/

und schreibt dankenswerter Weise auch Bücher für Leute wie mich, die kein Smartphone haben und gerne Rezepte in die Hand nehmen; und glaubt mir DIE BRAUCHT MAN. 

Nichts Schlimmeres für Anfänger als der Satz: "Das mußt Du nach Gefühl machen!" Dieser Satz ist schon beim Tee Schwachsinn, umsomehr bei einem Holzbackofen, für den man eine dicke Schubkarre Holz braucht um ihn auf Betriebstemperatur zum Brotbacken zu bringen. Da braucht es kein Gefühl sondern genaue Angaben und ein funktionierendes Thermometer.

Keine Angst die Rezepte von Lutz in diesem Buch sind alle für handelsübliche Elektroherde geschrieben und funktionieren!

Schritt für Schritt wird man nachvollziehbar  in das Mysterium des Sauerteigs eingeführt, Rezepte für Brötchen, Baguette, Sonntagsstuten, Hausbrot usw. usw.

Manche von uns begrüßen Neulinge im Forum mit dem Satz: "Herzlich willkommen bei den Teeverrückten." 

Lutz Geißler  ist auch ein Verückter - Ein Brotverückter! den ich gerne mal persönlich kennenlernen würde. Ein Beispiel warum?

Bei manchen Broten braucht es am Anfang Dampfschwaden im Ofen. Also erhitzen "Normalos" ein Blech mit, schieben den Teigling in den Ofen, versuchen Wasser in das Backblech zu schütten, verbrennen sich im besten Fall nur die Hand und das Brot wird sowieso nix. Lutz Geißler tüftelt  und tüftelt, füllt eine schmale Metallschale mit ca. 2-3 kg Stahlkugeln oder Schrauben, erhitzt die beim Aufheizen mit und bespritzt sie dann mit einer Blasenspritze (ca. 60 ml) aus der Apotheke.

Ein Fuchs!

Stellt euch mal vor, man könnte mit solch einem Mann über den unterschiedlichen Geschmack von Wässern und Teekesseln reden.

Kauft euch das Buch für euch selbst - man muß sich auch mal selbst beschenken - und ihr werdet in eine vollkommen neue unbekannte Brotwelt eintauchen.

Und was braucht der Mensch schon zum Leben?

Anständigen Tee und gutes Brot.

 

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vor einer Stunde schrieb Paul:

Stellt euch mal vor, man könnte mit solch einem Mann über den unterschiedlichen Geschmack von Wässern und Teekesseln reden.

Bewahre, es ist jetzt schon kompliziert genug. 😅

Der Kerl würde möglicherweise Yixing-, Eisen- und Kupferkugeln in einer Ginbin mitkochen, und was er mit dem Wasser vorher anstellen würde möchte ich nicht einmal prognostizieren.

bearbeitet von GoldenTurtle

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Als letzte "weihnachtliche" Buchbesprechung kommt hier ein Knaller:

Anette Mertens mit Mareile Flitsch, SELADON IM AUGENMERK, Jadegleiche Porzellane und ihre Meister in Longquan, VR China
240 Seiten, 22 x 28 cm, 381 Abb. € 48

Dieses Buch erscheint zur gleichnamigen  Ausstellung im Völkerkundemuseum der Universität in Zürich vom 24.11.2019 - 22.11.2020

Fazit?:  Kaufen, lesen und nach Zürich zur Ausstellung fahren - ich werde es jedenfalls so machen ( ob ich mich dann auch in die Spiegelgasse traue - wer weiß?)


Nun aber zum Buch:  Dieses Buch hat meine Sichtweise auf Keramik/Porzellan gehörig durcheinander gewirbelt. Ich muß zugeben, daß ich bisher ein Freund des strahlenden Weiß aus Jingdezhen war und daß Kakiemon aus Japan mein Herz höher schlagen ließ, aber nun ...

Selten lese ich ein Fach/Sachbuch in einem Rutsch; meist stöbere ich rum, hier mal eine Seite dort mal eine Anmerkung; aber bei 'Seladon im Augenmerk' war das anders: Von der ersten bis zur letzten Seite in einem Rutsch nur unterbrochen durch Tee und Toilettengänge. Anette Mertens und Mareile Flitsch (wer könnte Damen mit solchen Namen wiederstehen?) wissen, wie man spannend schreibt. Neben den sprachlichen Qualitäten des Buches sind die Photographien von  Franca Wohlt nicht genug zu loben:

 https://cargocollective.com/franca-wohlt/projects/Reise-ins-Bewusstsein

Allein, was nützt fachliche und sprachliche Finesse nebst erstklassigen (!!!) Photos, wenn das alles schlecht präsentiert wird?

Es wird hervorragend präsentiert. Der Druck: eine Freude, das Layout erstklassig - ich beiß mir jetzt mal in den Finger, damit ich es mit dem Loben nicht zu sehr übertreibe .

Aber das muß ich selbst mit schmerzendem Finger noch schreiben: Im letzten Teil des Buches werden  verschiedene MeisterInnen des Seladon-Porzellans und ihre Arbeiten mit Photos vorgestellt: Chapeau! Wegen dieser Photos allein fahre ich nach Zürich, um die Originale zu sehen.

Ein kurzer inhaltlicher Rundumschlag?:  Longquan und sein Seladon werden vorgestellt ( mit vernünftigen Karten, damit man weiß wo man ist ), sehr hübsch sind die Beschreibungen und Photos (!) der Landschaften Zhejiangs als natürliche Vorlagen des Seladon Handwerks. Wir folgen Anette Mertens auf einem Gang durch die Geschichte des Seladon- Handwerks in Longquan (mit einer anständigen Zeittafel der chinesischen Dynastien) .

Und dann kommen wir zu Kapitel 6: Zur Technologie der Seladon-Herstellung.

Langweilig?

Von wegen! Irre Spannend! Kenntnisreich und klar geschrieben.

Glasur und Glasieren zwei verschiedene Dinge, Glasiergeheimnisse, der Aufbau/Funktion der Drachenöfen, Querschnitte von Brennkapseln; so alt mußte ich erst werden um das alles zu erfahren!

Herzlichen Dank Frau Mertens, Frau Flitsch.

Das Werk klingt aus mit dem Portrait und Bildern der Arbeiten von den wichtigsten Seladon-HandwerkerInnen und den Nachgedanken von Mareile Flitsch.

Über die physische Haltbarkeit des Buches kann ich in einem Jahr berichten, so lange werde ich es bestimmt dauernd mit herumtragen. Selbstverständlich kommt es auch mit nach Zürich.

Allen eine gesegnete Weihnacht

wünscht Paul

 

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vor 2 Stunden schrieb Paul:

( ob ich mich dann auch in die Spiegelgasse traue - wer weiß?)

Sag mir bloss wann zwecks Rückendeckung! 😄

@theroots kommt bestimmt auch gerne. Dein Jaspiskannenpass ist noch immer bei mir! 🤣

Und gut zu wissen diesbezüglich, X. weilt in den kommenden Wochen im fernen Osten.

PS: Und danke für den Tipp betr. der Ausstellung.

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Schlimm, schlimm, so ein Hinweis.

Jetzt fängt es bei mir auch an zu arbeiten...

Da noch bis 22.11.2020 möglich denke ich gerade über eine Woche im nächsten Sommer nach. 

Dann natürlich auch mit Spiegelgasse...

Also erst einmal das Buch kaufen und weitersehen.

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vor 12 Stunden schrieb Paul:

In der Spiegelgasse?

Du Wortganove! 😅

Dort kann ein Besuch wunderbar sein. Von lohnen möchte ich in dem Zusammenhang aber nicht sprechen, dies ist mir zu sehr nur auf sich selbst und den eigenen Vorteil bedacht.

Mit der Frage ob es sich lohnt meinte ich selbstverständlich die Ausstellung im Universitätsmuseum.

@Frau Mahlzahn Ich habe einiges von ihr gelernt und schätze ihre Gemeinschaft sehr, aber ich würde niemanden meinen Teemeister nennen, ich gehe auch viele eigene Wege. Um nur ein Beispiel heranzuziehen, Jianshui, im Gegensatz zu ihr halte ich viel davon. Aber ich habe auch nicht so teures Yixing Spielzeug - hätte ich welches, käme Jianshui bei mir wahrsch. auch kaum noch zum Einsatz.

bearbeitet von GoldenTurtle

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Ich bin vor einiger Zeit per Zufall auf das Buch gestossen, hatte aber noch zu viel anderes auf der Liste. Nach dieser unbedingten Kaufempfehlung werde ich den Kauf aber nicht weiter aufschieben. Bin gespannt! ;) 

Am 27.12.2019 um 20:10 schrieb GoldenTurtle:

Warst du schon dort?

Nein, leider nicht. Wäre als Celadon-Freund ansonsten aber natürlich gern dabei. 

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Gerne, aber viel mehr sollten es nicht mehr sein, höchstens noch eine Nase mehr, sonst überbordet die Teerunde @ST, platzmässig, weil da sind häufig auch noch andere Stammkunden anzutreffen, und wenn es übervoll ist, ist es nicht mehr so schön/persönlich.

bearbeitet von GoldenTurtle

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So, mein Buch ist jetzt da, war ja bei amazon erst ab Februar verfügbar.

Und für den ersten kurzen Blick schon sehr interessant und vielfältig in der Bewältigung dieses Themas. Vor allem schöne Bilder und insgesamt ein schönes Buch zum immer mal wieder in die Hand nehmen.

Meine Planungen für den Ausstellungsbesuch verdichten sich auch langsam. :ph34r:

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vor 3 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Vielleicht zu viele Scherze über den Lieblingstee vom Boss 😬

Du kannst ja vom Saulus zum Paulus werden, indem Du auf der afrikanischen Gebüschseite Dein: mea culpa, mea culpa in den digitalen Orkus schreist.

Mt. 7,7

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vor 2 Stunden schrieb Paul:

@Krabbenhueter wann willst Du dahin?

Habe eine Woche im August Urlaub (01.-007.08.)

Und ich wollte @GoldenTurtle mal fragen, ob er weiß, ob man Karten für das Museum vorbestellen sollte und ob er vielleicht ein günstiges Quartier in Zürich empfehlen könnte und welcher Tag in der Spiegelgasse am günstigsten wäre usw...

Aber ist eben nicht rankommen an ihn.😞

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Am 30.12.2019 um 14:53 schrieb Paul:

Wir könnten ja alle zusammen einen Besuch der Ausstellung planen; und einen anschließenden Umtrunk im Shuitang? @Frau Mahlzahn, @Golden Turtle, @theroots und ein paar andere schließen sich bestimmt noch an.

Ich wäre evtl. auch dabei :)

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vor 15 Stunden schrieb Krabbenhueter:

Karten für das Museum

Unnötig, ich kenne einen Hintereingang durch ein verborgenes Verlies ... nee Quatsch, ist kostenfrei.

Ich gebe betr. der Planung zu bedenken, dass der 1. August Nationalfeiertag ist und das Museum als auch ST dann höchstwahrsch. geschlossen haben werden. Hinzu kommt, dass der 2. August ein Sonntag ist, ergo ist Krabbe's und Frau Mahlzahn's Ferienagenda leider inkompatibel.

Betr. Unterkunft: ich würde was auf airbnb suchen, Wildcamper werden unter Jägern zu den Wildschweinen gezählt. ✌

vor 15 Stunden schrieb Krabbenhueter:

welcher Tag in der Spiegelgasse am günstigsten wäre

Bisher wusste ich nichts von Preisnachlässen an bestimmten Tagen 🤣 ... nee Di, Do und Fr.

bearbeitet von GoldenTurtle

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vor 3 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Unnötig, ich kenne einen Hintereingang durch ein verborgenes Verlies ... nee Quatsch, ist kostenfrei.

Ich gebe betr. der Planung zu bedenken, dass der 1. August Nationalfeiertag ist und das Museum als auch ST dann höchstwahrsch. geschlossen haben werden. Hinzu kommt, dass der 2. August ein Sonntag ist, ergo ist Krabbe's und Frau Mahlzahn's Ferienagenda leider inkompatibel.

Betr. Unterkunft: ich würde was auf airbnb suchen, Wildcamper werden unter Jägern zu den Wildschweinen gezählt. ✌

Bisher wusste ich nichts von Preisnachlässen an bestimmten Tagen 🤣 ... nee Di, Do und Fr.

Na gut, ich bin ja noch bis 07. da ( hab ich wirklich 007 geschrieben 😃 Freud lässt grüßen... Es ging auch mehr darum ob es starken Besucherandrang gibt und man deshalb nicht immer gleich reinkommt.

Und wegen der Spiegelgasse weiß ich, dass ich geldlich nicht überrascht sein sollte. Aber Paris hat mir gezeigt, dass man zeitlich auch mal daneben liegen kann, auch wenn die Öffnungszeiten stimmen und in Kiel wars genauso...

Ich überlege auch gerade wegen Jugendherberge, weil ich DJH kann.

Paris hat mir auch die Grenzen gezeigt, wohin man kommen kann, wenn man außer Buchungsnummer nichts hat und in einer Kneipe am Automaten einen Schlüssel abholen soll, der sich dann weigert das Fach zu öffnen...

 

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LAFCADIO HEARN  der Mann der die ArchetypischenBilder schuf, die wir alle über Japan im Kopf haben.

Über ihn gibt es nun ein neues Buch: Monique Truong, Sweetest fruits. In ihm erzählen seine Mutter, seine erste Frau und seine zweite Frau wie er für sie war. Das ist nichts Neues, wenn uns Frauen erzählen wie es "wirklich" war.  

Eine die es sehr gut gemacht hat war Frau Brückner (  https://de.wikipedia.org/wiki/Wenn_du_geredet_hättest,_Desdemona )

Das mit Herrn Heanr ist auch sehr hübsch und man kann es sich gerade anhören: https://www.hr2.de/programm/lesung/lesung--monique-truong-sweetest-fruits,monique-truong-102.html

Keine Angst, er ist noch nicht in Japan.

Keine große Literatur, aber unbedingt hörenswert, wenn man sich für Hearn und Japan interessiert.

 

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Hab gerade gelesen, dass das Völkerkundemuseum in Zürich ab 09.Juni wieder geöffnet hat:

https://www.musethno.uzh.ch/de.html

So langsam muss ich alles zusammenbekommen, damit meine Reise stattfinden kann...

Und vielleicht ist bis dahin auch der Teetisch im Shui Tang wieder geöffnet. Aber auch so werde ich mir den Laden auf jeden Fall ansehen.

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