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Extravagante Engländerinnen; Ladys in Gummistiefeln.

Was muß man denn noch bringen um euch zu Kommentaren zu bewegen?

Key, TeeStövchen, Schildkröte, keine ....   Bemerkungen ;)

Ladys in Gummistiefeln: Da kenne ich nur die Schnöttentroper Landfrauen aus der Dortmunder Kultveranstaltung Geierabend (leider kann man auf dem Bild die Gummistiefel nicht sehen, werden aber getragen - ehrlich!)

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Wurde eigentlich auf die Geschichte von Hans Christian Andersen hingewiesen? Da geht's ja nicht direkt um Tee, allerdings um eine Teekanne:

Die Teekanne

Es war einmal eine stolze Teekanne, stolz auf ihr Porzellan, stolz auf ihre lange Tülle, stolz auf ihren breiten Henkel; sie hatte etwas vorne an und hinten an, den Henkel hinten, die Tülle vorn, und davon sprach sie; aber sie sprach nicht von ihrem Deckel, der war zerbrochen, der war gekittet, der hatte einen Fehler, und von seinen Fehlern spricht man nicht gerne, das tun die andern genug. Tassen, Sahnekännchen und Zuckerdose, das ganze Teegeschirr würden wohl mehr an die Gebrechlichkeit des Deckels denken und von der sprechen als von dem guten Henkel und der ausgezeichneten Tülle, das wusste die Teekanne.

"Ich kenne sie!" sagte sie zu sich selber. "Ich kenne auch wohl meine Mängel, und ich erkenne sie, darin liegt meine Demut, meine Bescheidenheit, Mängel haben wir alle, aber man hat doch auch Begabung. Die Tassen erhielten einen Henkel, die Zuckerdose einen Deckel, und ich erhielt noch ein Ding voraus, das sie niemals erhalten, ich erhielt eine Tülle, die Macht mich zur Königin auf dem Teetisch. Der Zuckerschale und dem Sahnekännchen ward es vergönnt, die Dienerinnen des Wohlgeschmacks zu sein, aber ich bin die Gebende, die Herrschende, ich verbreite den Segen unter der durstenden Menschheit; in meinem Innern werden die chinesischen Blätter mit dem kochenden geschmacklosen Wasser verbunden."

All dies sagte die Teekanne in ihrer unternehmenden Jugendzeit. Sie stand auf dem gedeckten Tisch, sie wurde von der feinsten Hand erhoben: aber die feinste Hand war ungeschickt, die Teekanne fiel, die Tülle brach ab, der Henkel brach ab, der Deckel ist nicht wert, darüber zu reden; es ist genug von ihm geredet. Die Teekanne lag ohnmächtig auf dem Fußboden; das kochende Wasser lief heraus. Es war ein schwerer Schlag, den sie erhielt, und das Schwerste war, dass sie lachten; sie lachten über sie und nicht über die ungeschickte Hand.

"Die Erinnerung kann ich nicht loswerden!" sagte die Teekanne, wenn sie sich später ihren Lebenslauf erzählte. "Ich wurde Invalide genannt, in eine Ecke gestellt und tags darauf an eine Frau fortgeschenkt, die um Küchenabfall bettelte; ich sank in Armut hinab, stand zwecklos, innerlich wie äußerlich; aber da, wie ich so stand, begann mein besseres Leben; man ist das eine und wird ein ganz anderes. Es wurde Erde in mich gelegt; das heißt für eine Teekanne, begraben zu werden; aber in die Erde wurde eine Blumenzwiebel gelegt; wer sie hineinlegte, wer sie gab, das weiß ich nicht; gegeben wurde sie, ein Ersatz für die chinesischen Blätter und das kochende Wasser, ein Ersatz für den abgebrochenen Henkel und die Tülle. Und die Zwiebel lag in der Erde, die Zwiebel lag in mir; sie wurde mein Herz, mein lebendes Herz; ein solches hatte ich früher nie gehabt. Es war Leben in mir, es war Kraft, viel Kraft; der Puls schlug, die Zwiebel trieb Keime; es war, wie um zersprengt zu werden von Gedanken und Gefühlen; sie brachen auf in einer Blüte; ich sah sie, ich trug sie, ich vergaß mich selber in ihrer Herrlichkeit; gesegnet ist es, sich selber in anderen zu vergessen! Sie sagte mir nicht Dank; sie dachte nicht an mich - sie wurde bewundert und gepriesen. Ich war froh darüber, wie musste sie es da sein! Eines Tages hörte ich, dass gesagt wurde, sie verdiene einen besseren Topf. Man schlug mich mitten entzwei; das tat gewaltig weh, aber die Blume kam in einen besseren Topf - und ich wurde in den Hof hinausgeworfen - liege da als ein alter Scherben - aber ich habe die Erinnerung, die kann ich nicht verlieren."

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Tee und Glück.



Wer des Lesens mächtig ist und nicht gleich zusammenbricht und ein Buch haben will - in welchem  ein Satz aus mehreren ineinandergeschachtelten Nebensätzen besteht, die sich aufeinanderbeziehen, Zusammenhänge erklären, Wissen vermitteln ohne doctrinär zu sein, dem eigenen Denken Vorschub leisten durch neue Sichtweisen und Bezüge -  das zu besitzen erstrebenswert ist, aber nur für den, dem es Spaß macht hinter die Bretter zu schauen, die die meisten Menschen vor dem Kopf haben und der sich nicht fürchtet vermeindlich für immer feststehende Meinungen wackeln zu sehen,  sich am Zusammenstürzen solcher Denkgebäude erfreut, ohne dabei von Sorgen über die eigenen Fundamente des Denkens gepeinigt zu werden, dem Ganzen den Spaß abgewinnt, den Denken mit Wissen verbunden bietet, der sollte und muß sich falls er sich zufälliger Weise auch noch für China interessiert folgendes Buch kaufen:



Wolfgang Bauer: China und die Hoffnung auf Glück, dtv (schlechter Druck, aber anders nicht zu bekommen)


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13. April die letzte Empfehlung!



Schande über mich; zu meiner Rechtfertigung sei nur demütigst angeführt, daß ich auf einem teetreffen war ;)



Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln von Christoph Peters, Luchterhand München



Nach seinem Buch "Mitsukos Restaurant"  (für japanophile Gourmets) hat Christoph Peters mit "Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln" ein Buch für Freunde der japanischen Keramik vorgelegt.


Etwas für unsere "Grünteefraktion" - und die Keramikfreaks.


Um was geht's?



Ein Deutscher, Ernst Liesegang, lernt in Japan "richtig" töpfern, findet wie es sich gehört im "wilden Osten" Deutschlands ein passendes Haus mit Geschichte und will dort einen Anagamaofen haben, wie der Verlag im Klappentext freundlich erklärend hinzufügt: "einen traditionellen japanischen Holzbrandofen".


So weit so gut, aber dieser Ofen wird natürlich von dem Besten Ofensetzer Japans gebaut Herrn Tatsuo Yamashiro. Dieser wird  verpflegt von der Besten Köchin und  Besten Gattin eines mitgereisten japanischen Töpfers, der - man errät es fast - auch einer der Besten Töpfer Japans ist. Diese kleine Auffälligkeit immer den Besten von irgendwas aus dem Hut zu ziehen, muß man Herrn Peters nachsehen, er ist ja noch jung (Jahrgang 66). 


Herr Yamashiro wird krank - keine Angst liebe Leser, er überlebt - und lernt das Beste Krankenhausessen kennen und lieben. Mettbrötchen mit Zwiebeln machen ihn umgänglicher - diese Japaner!


Das Zusammenleben folgt dem hübschen Bild des Aufeinanderprallens der Kulturen, Irrungen und Wirrungen die Masse, man mißversteht sich - die nette Geschichte, daß Japaner einen Mundschutz anziehen um andere nicht anzustecken, wissen die Zimmergenossen im Krankenhaus nicht und kurz vor dem "Lynchen" des Besten Ofensetzers Japans löst sich alles in Wohlgefallen auf.


Der Ofen wird gebaut, Herr Liesegang bändelt vielleicht mit einer Tontechnikerin an und alles wird gut.



Fazit: Ein spaßiges kleines Buch für Leute, die nicht viel über Japan wissen und doch mitreden wollen.



P.S. Es gab neulich bei den ersten tastenden Schritten  eines hochgeehrten Mitglieds dieses Forums im dornen- und fallgrubenreichen Land der Literatur  die Diskussion über Wert und Unwert von Lektoren.


Lektoren sind wichtig! Gute Lektoren sind noch wichtiger! Ein guter Lektor hätte Herrn Peters die Geschichte des schwedischen Besten Unkrautbekämpfers ersatzlos gestrichen! Recht hätte er gehabt.

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Ein Töpferkurs in Japan scheint der neue Rettungsanker für schwimmende Autoren zu sein,


vielleicht sollte ich sowas auch noch einbauen. :lol:



Kommt ebenso in diesem Buch vor:




Haruki Murakami "Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki". Auch wenn es nicht das Explosivste, Emotionsgepackteste von ihm ist,


gefällt es mir von den paar wenigen, die ich bisher kenne, vielleicht am besten. Es ist ein Genuss. Entspannend. Und doch nicht belanglos.



Zitat aus diesem Beitrag, der mittlerweile geschlossen ist, und darum nicht mehr sauber zitierbar.



À propos Schwimmen, das tun nebenbei mehrere seiner Haupt-Figuren.


Übrigens wird Tee immer sehr abschätzig behandelt, zumindest in den Titeln, die ich kenne,


hingegen Kaffeetrinken wird beinahe zelebriert! Abgesehen davon,


und ein paar spirituellen Ausrutschern, kann man den aber ziemlich gut lesen.


Er behandelt sehr gerne was zwischenmenschlich nicht gesagt wird.


Kennst du den Autor auch Paul? Ich glaube Gero kennt auch das eine oder andere von ihm.


bearbeitet von GoldenTurtle

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Es gibt sie noch die TEEINDERLITERATURPAGE!



Martin Mosebach; Das Kissenbuch Gedichte und Zeichnungen, Insel TB



Über M.Mosebach ist viel geschrieben worden, er hat auch viel geschrieben. Wer Genaueres wissen will - Wikipedia. Ansonsten hilft nur selber lesen. Aber einer aus Sachsenhausen, der anständige Anzüge trägt hat bei mir schon mal mehrere Steine im Brett; dem schau ich sogar nach daß er Gedichte macht auch wenn er eigentlich kein Lyriker ist :-)



Das Kissenbuch gehört in das Regal von Lyrikliebhabern.



Ein Beispiel?



Tee und Tod



Ein Wienerlied



Der Dee zu meiner Dodesstunde scheint so rot


wie draußen meine letzten Chrisandemen.


Ein Zuckerl nehm ich und ein kaltes Doostbrot -


die Fräulein Else soll sich schämen.



Der Dod - kommt er zu früh, kommt er zu spät -


auf jeden Fall gibt's nix zum Lachen.


Am Divan trink ich, wo am Fenster steht -


der Fräulein Else werd ich nix vermachen.



Des Dodes Dochter ist, für mich der, der Dee.


Das kamma schon bei die Kinesen lesen.


Wenn er jedoch zu heiß ist, duts der Zunge weh -


die Fräulein Else, die is nix gewesen.



Nicht schlecht, was? Von einem Frankfurter!  A la bonne heure.



Noch einen auf den Weg?



Vakuum



Wenn ich abends komm nach Haus,


zieh ich meine Schuhe aus.



Geisha bringt in meine Näh


einen Fingerhut voll Tee.



Scheint der Fudjijama rot,


esse ich ein Knäckebrot.




Der kann's der Mosebach und Humor hat er auch noch; Frau Löffler!



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Detective Constable Brian Holmes trank Tee. Bei ihm war das fast so etwas wie ein Ritual. Er hielt sich die Tasse vors Gesicht, pustete hinein und nippte. Erst pusten, dann nippen. Schlucken. Dann blies er seinen dunstigen Atem in die Luft. An diesem Abend war er total durchgefroren. Ihm war so kalt wie einem Penner auf einer Parkbank. Doch er hatte noch nicht mal eine Zeitung, und der Tee schmeckte scheußlich. Er stammte aus einer dieser Thermosflaschen, glühend heiß und mit Plastikgeschmack. Die Milch war auch nicht die frischeste, aber zumindest wärmte das Gebräu ein wenig, wenn auch die Wärme nicht bis in den Zehenspitzen vordrang, vorausgesetzt, dass er noch Zehen hatte. 

Aus "Das Zweite Zeichen" (John Rebus 02) von Ian Ranking

Nicht gerade ein Hommage an unser aller Lieblingsgetränk  :lol:

Ein paar Seiten weiter (gleiche Quelle) geht's dem armen DC Holmes auch nicht viel besser:

Brian Holmes verließ die Snackbar mit einem Styroporbecher gräulich aussehenden Tees in der Hand. Während er ihn betrachtete, versuchte er sich zu erinnern, wann er das letzte Mal eine gute Tasse Tee getrunken hatte, richtigen Tee, den er selbst aufgebrüht hatte. Sein Leben schien sich nur noch um Styroporbecher und Thermosflaschen zu drehen, um langweilige Sandwiches und Schokoladenkekse. Pusten, nippen. Pusten, nippen. Schlucken. 

Na gut, Schottland :ph34r: (die haben's eben mehr mit Whisky) Demgegenüber geht es uns allen hier doch teemäßig richtig gut, oder?  :yahoo:

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Werner Bartens, Wie Berührung hilft - Warum Frauen Wärmflaschen lieben und Männer mehr Tee trinken sollten


Knaur 253 Seiten, 12,99 €



Ein neues Buch von meinem Lieblingsdoktor Werner Bartens.



Wer ist Werner Bartens? Wer hat das gefragt? Aufstehen, in die Ecke gehen mit dem Gesicht zur Wand und bis morgen 1000 mal, in Worten tausend Mal,  schreiben: Ich soll mit dem Daddeln auf meinem Telephon aufhören und lieber die Süddeutsche Zeitung lesen. Dort wird dem unwissenden Schnarchhahn dann schnell klar, daß Werner Bartens erstens ein Guter ist und zweitens Wissenschaftsredakteur selbiger Zeitung, gelernter Doktor und ein amüsanter Schreiberling. Eine seltene Mischung! Meist sind die Doktores doch recht von sich eingenommen und entbehren deswegen meist des Humors und der feineren Bildung - Ausnahmen wie Benn und Ringsgwandl bestätigen die Regel.



Zurück zu Bartens: Warum ist er ein Guter? Weil er den Ball flach hält!


Wer kennt sie nicht die Götter in Weiß, die immer sorgenschwer den Kopf schütteln, leichte Schnalzgeräusche mit der Zunge verursachen und schon mal einen OP-Tisch fertig machen, wenn eigentlicdh ein aufmunternder Schlag ins Kreuz genügen würde. Anders Werner Bartens, der schon mal warnt vor der Inflation der Hüft- und Kniegelenkoperationen in Deutschland und das auch noch amüsant!



Nun zu den Männern und dem Tee:



"Es gibt diese leicht despektierliche Bezeichnung von "Frauen-Tee". Damit sind meist jene lieblich-floral duftenden Kreationen gemeint, die heutzutage in fair handelnden Geschäften von Menschen in weiten Gewändern angeboten werden. "



Und trotzdem rät Bartens den Männern dazu mehr Tee zu trinken, warum? Ein Pluspunkt dieses Doktors ist, daß er die neuste Forschung kennnt und sie auch noch amüsant darstellen kann.



Also vereinfacht: man hat untersucht, wie die Beurteilung von Menschen abhängig ist, von der Themperatur des Getränks in der Hand des Urteilenden. Fazit mit einem kalten Bier in der Hand sieht man die Welt nicht so nachsichtig, wie mit einer Tasse heißen Tees. Nix Neues für uns Teetrinker, aber spannend wird es wenn man die Position wechselt. Will ich einen möglichst guten Eindruck machen, sollte ich darauf schauen, daß der /die zu Beeindruckende möglichst weich sitzt und einen Tee (warmen) trinkt (ein Kaffe tut's auch ist aber sicherlich nicht ganz so wirkungsvoll). Das warme Getränk veranlaßt den Probanden sein Gegenüber als freundlich und warmherzig zu empfinden!!


Sobald die Testpersonen aber ein kaltes Getränk in der Hand halten stufen sie ihr Gegenüber als nicht mehr so positiv ein.



Wußten wir natürlich alles schon und auch daß Teetrinker die besseren Menschen sind, claro! Aber schön es auch mal wissenschaftlich fundiert schwarz auf weiß zu haben.



Ein absolut empfehlenswertes amüsantes Buch.


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Sehr schön, ist mir nie aufgefallen. :lol:

Noch ein offtopic darauf: Jean Luc Picard sollte erst Lapsang Souchong als Lieblingstee haben. offtopic aus. :D

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"Though many people drink tea,
if you do not know the Way of Tea,
tea will drink you up."

-Sen no Rikyu

Schönes Zitat, heute gelesen in:  https://www.amazon.de/s/ref=as_li_ss_tl?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&url=search-alias=digital-text&field-keywords=Cha+Dao&rh=n:530484031,k:Cha+Dao&linkCode=ll2&tag=kaffee-tee-21&linkId=eff6cefcf3eda6fdec4684d5caf7a538

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Eben über Beethovens 9. und dem berühmten Chor darin darauf aufmerksam geworden, dass Schillers Text dazu meist fehlerhaft wiedergegeben wird.

Hier der Text, wie er lauten sollte:

Ode an den FreuTEE

"Freude, schöne Teegenüsse,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten chazui-trunken,
Himmlische, dein Heiligthum!
Deine Zauber binden wieder
Was die Mode streng geteilt;
Alle Menschen werden Brüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt."

bearbeitet von geroha

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Seit ich jetzt die erste Übersetzung von Alice im Wunderland aus dem Jahr 1869 gelesen habe, frage ich mich, wann aus Thee, der Tee wurde, bzw wann das recht häufige "th" aus der deutschen Sprache verschwand.





Siebentes Kapitel.

Die tolle Theegesellschaft.

Vor dem Hause stand ein gedeckter Theetisch, an welchem der Faselhase und der Hutmacher saßen; ein Murmelthier saß zwischen ihnen, fest eingeschlafen, und die beiden Andern benutzten es als Kissen, um ihre Ellbogen darauf zu stützen, und redeten über seinem Kopfe mit einander. „Sehr unbequem für das Murmelthier,“ dachte Alice; „nun, da es schläft, wird es sich wohl nichts daraus machen.“


Der Tisch war groß, aber die Drei saßen dicht zusammengedrängt an einer Ecke: „Kein Platz! Kein Platz!“ riefen sie aus, sobald sie Alice kommen sahen. „Über und über genug Platz!“ sagte Alice unwillig und setzte sich in einen großen Armstuhl am Ende des Tisches.


„Ist dir etwas Wein gefällig?“ nöthigte sie der Faselhase.


Alice sah sich auf dem ganzen Tische um, aber es war nichts als Thee darauf.

...



„Auf keinen Fall will ich da je wieder hingehen!“ sagte Alice, während sie sich einen Weg durch den Wald suchte. „Es ist die dümmste Theegesellschaft, in der ich in meinem ganzen Leben war!“



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Seit ich jetzt die erste Übersetzung von Alice im Wunderland aus dem Jahr 1869 gelesen habe, frage ich mich, wann aus Thee, der Tee wurde, bzw wann das recht häufige "th" aus der deutschen Sprache verschwand.

1901 gab es die 2. Orthografische Konferenz. Ein Punkt davon war die Abschaffung der TH-Kombination bei deutschen Wörtern. Wobei das wohl erst später sich richtig durchgesetzt hat. Ich kenne jüngere Texte, bei denen es noch vorkam.

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bei den lateinischen/wissenschaftlichen bezeichnungen hat sich "thea" bis heute gehalten.

ehe die teepflanze "camellia sinensis" genannt wurde, hiess sie "thea sinensis".

die botanische familie der teestrauchgewächse heisst auch heute noch "theaceae".

dazu hatte ich mal ein posting im tee-fokus geschrieben:

der tee war recht ausführlich vom weltreisenden engelbert kämpfer (1651 - 1716) beschrieben worden, einem deutschen, der u.a. auch als botaniker tätig war. er nannte die pflanze, die er in japan kennengelernt hatte, in seiner beschreibung “thee”, also so, wie tee zur damaligen zeit im deutschen geschrieben wurde. die nomenklatur verlangte lateinische begriffe, und lateinisiert wurde aus thee dann thea. 

wie thea zu camellia wurde

bearbeitet von Key

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Pfaueninsel, Thomas Hettche, Kiepenheuer & Witsch, 352 Seiten, gebunden, 19,99 €



Als erstes gebührt dem Verlag ein Lob für die Schönheit und Handbarkeit des Buches. Hübscher Einband, blaugrau?, ansprechende äußere Gestaltung (Pfauenfedern, Gott sei Dank nicht in Farbe!), ein Lesebändchen und das Beste: eine Landkarte der Pfaueninsel auf dem Vorsatz! Sehr nett gemacht. Karten in einem Buch sind bei mir immer ein Pluspunkt.



Das Wort Tee wird an sechs Stellen im gesamten Buch erwähnt  - reicht das aus um es hier zu besprechen? Es reicht!



Ob Thomas Hettche, Jahrgang 1964, Tee trinkt weiß ich nicht, auf jeden Fall hat er den Raabe-Literaturpreis 2014 bekommen und das ist ja schon was.



Um was geht es?



Die Pfaueninsel in der Havel bei Potsdam, ist  der Ort der Handlung und der Lebensmittelpunkt von  Marie und Christian. Der Roman spielt im  19. Jhd.  mit dem Fokus auf Preußischer und Berliner Geschichte.



Wie der Verlag so sinnig schreibt, diente die Insel den Preußenkönigen als "Rückzugsort". Nett und verschleiernd ausgedrückt. Sexuelle Escapaden, Menagerien von exotischen Tieren und Menschen, große Politik, berittene Steppenkrieger, Dampfmaschinen, Schinkel, Lenné und Peter Schlemihl usw. usw.



Schwer was los in dem Roman, ein Vorwurf den sich der Verfasser machen lassen muß - schwer was los!



Eigentlich ist es eine kleine hübsche Geschichte, von Marie und Christian. Marie verliebt sich in einen netten Jungen, der ein Arsch von Erwachsenem wird - soll öfter vorkommen. Gustav, so heißt die arme Socke, bringt Christian um, macht Marie ein Kind, nimmt es ihr weg und läßt es verschwinden. Marie lebt weiter auf der Pfaueninsel bis zu ihrem Tod im letzten Kapitel und das ist wirklich nicht übel.



Das letzte Kapitel entschädigt einen für viel Blödsinn, der im Roman steht, alles aufzuzählen wäre müßig. Nur so viel sei festgestellt: Wir haben einen Schriftsteller mit einer guten Geschichte, der sich selbst und der Geschichte nicht traut und immer hier und da noch ein "Schüppchen" drauflegt. Viel über Gartenkunst, die Kolonien, das Faszinosum des Fremden im 19. Jhd., Hegel usw. usw.



Dabei ist die Geschichte von Christian und Marie ergreifend genug und hätte der Schriftsteller mehr Mut gehabt, dann hätte er daraus eine kleine Novelle gemacht und wäre vielleicht unsterblich geworden. So hat er auf die Einflüsterungen des Mittelmaßes gehört und hat sich, um der Galerie zu gefallen und die Verkaufszahlen nach oben zu treiben, dem Diktat des Pöbels unterworfen und Circensis geboten, schade!



Ich bin mal sehr gespannt, ob Thomas Hettche für den "Bad Sex in Fiction Award" vorgeschlagen wird ( den bekommt man für die schlechteste Beschreibung einer Sex-Szene, siehe Wikipedia) und den hätte er verdient! Es kommt viel Sex vor,  ein herrliches Beispiel für schriftstellerisches Unvermögen ist die Szene, in der die Königin Selbstbefriedigung mit dem neu erfundenen Wunder eines Elektrisierungsapparates betreibt....


Grottenschlecht, schade daß Karl Kraus schon tot ist, darüber hätte er sich sehr ereifern können.



Decken wir den Mantel des Verzeihens darüber, Thomas Hettche ist in einem schwierigen Alter, vielleicht verwächst es sich ja noch und: Ultra posse nemo obligatur.



Fazit: Das Buch fängt super an: mit einem Zitat von Augustinus aus seinen Confessiones Buch XI (Das Zukünftige nimmt ab, das Vergangene wächst an,  bis die Zukunft verbraucht und das Ganze vergangen ist), schwächelt sich so dahin mit Höhen und Tiefen um dann im letzten Kapitel ganz ordentlich zu werden.



P.S. Marie und Christian sind Zwerge, vertikal benachteiligt - wie man heute sagt, aber eigentlich ist das nicht wichtig.


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Hoffentlich nicht nur wegen der angesprochenen Königinnenelektisierungsselbstbefriedigungsstelle ;)



Ihr hab noch einen OPAC? Ihr Glücklichen; bei uns haben sie ein neues System installiert - ich finde nix mehr. Aber wenn man freundlich zu den altgedienten Schlachtrössern der Unibibliothek ist, gibt es immer noch Wege. Gott sei Dank!


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Nein, ehrlich nicht :lol: Ich habe nur gedacht, klingt nicht ganz uninteressant (das Buch!) und wenn es die Bibliothek in ihrem Bestand hat, kann man das doch mal eben machen und quasi ausnutzen.



Ich habe es bei der Stadtbibliothek vorbestellt und ja, die haben einen Web-OPAC ;) Dummerweise räumen die manchmal um und die interessanten Sparten sind ganz oben oder ganz unten und aufgrund der Architektur (preisgekrönt, übrigens) muss man teils umständliche Wege laufen.



Aber ja, solche altgedienten und erfahrenen Mitarbeiter sind Gold wert.


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Emile Zola: "Nana" (1880)



In Paris, ein Gespräch zwischen Höhergestellten:



"Allein die Russen verstehen vorzüglichen Tee zu machen."




Randbemerkung:


Während doch die Engländer über den Tee in Frankreich schwärmten ...  ^_^


bearbeitet von GoldenTurtle

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Der russische Tee erinnert mich an eine Textstelle, die ich schon einmal ins Forum stellen wollte. Zeitlich gesehen ist die Entstehung seines Textes gar nicht so weit von der des Romans „Nana“ des Naturalisten Zola entfernt. (Nebenbei unterstützte er – wenn auch vermutlich nicht so vehement wie Zola – den Verurteilten Alfred Dreyfus ...)
 

Aus der Erzählung „Stachelbeeren“ (1898) von Anton Tschechow; übersetzt von Ewald Behrens (Übersetzer werden leider häufig vergessen):

‚Ich kenne das Volk und kann mit ihm umgehen‘, sagte er. ‚Mich liebt das Volk. Ich brauche nur einen Finger zu rühren, und das Volk tut für mich alles, was ich will.‘
Und all das wurde, wohlgemerkt, mit einem klugen guten Lächeln gesagt. Er wiederholte zwanzigmal: ‚Wir Adeligen‘, ‚ich als Adeliger‘; offenbar erinnerte er sich schon nicht mehr daran, daß unser Großvater Bauer gewesen war und der Vater Soldat. Sogar unser Familienname Tschimscha-Gimalajskij, der eigentlich unförmig ist, erschien ihm jetzt klangvoll, bedeutend und sehr angenehm.
Aber wesentlich war nicht er, sondern ich. Ich will euch erzählen, welche Wandlung sich in mir während dieser wenigen Stunden, seitdem ich in seinem Landsitz war, vollzogen hatte. Abends, als wir Tee tranken, brachte die Köchin einen Teller Stachelbeeren auf den Tisch. Das waren keine gekauften, sondern eigene Stachelbeeren, zum erstenmal gepflückt, seitdem die Sträucher gepflanzt worden waren. Nikolaj Iwanytsch lächelte und blickte eine Minute auf die Stachelbeeren, schweigend, mit Tränen — er konnte vor Erregung nicht sprechen, dann steckte er eine Beere in den Mund, blickte auf mich mit dem Entzücken eines Kindes, das endlich sein Lieblingsspielzeug bekommen hat, und sagte:

‚Wie schmackhaft!‘

Und er aß gierig und wiederholte immer: ‚Ach, wie schmackhaft! Probiere doch!‘

Sie waren herb und sauer, aber, wie Puschkin gesagt hat, ‚der Wahn, der uns erhebt, ist uns teurer als alle Wahrheit‘. Ich sah einen glücklichen Menschen, dessen sehnlichster Traum sich so offensichtlich verwirklicht hatte, der sein Ziel im Leben erreicht und das erlangt hatte, was er wollte, der mit seinem Schicksal und mit sich selbst zufrieden war. Meinen Gedanken über das menschliche Glück war aus irgendeinem Grunde immer etwas Trauriges beigemengt gewesen, jetzt aber, beim Anblick eines glücklichen Menschen, überwältigte mich ein schweres, der Verzweiflung nahes Gefühl. Besonders schwer war es in der Nacht. Man schlug mein Bett in dem Zimmer neben dem Schlafzimmer meines Bruders auf, und ich konnte hören, wie er nicht schlief und wie er manchmal aufstand und zu dem Teller mit Stachelbeeren ging und eine Beere nahm. Ich dachte darüber nach: was gibt es doch eigentlich viele zufriedene, glückliche Menschen! Was ist das für eine überwältigende Kraft! Blick doch auf dieses Leben: Frechheit und Müßiggang der Starken, Unwissenheit und viehische Dumpfheit der Schwachen, ringsum alle mögliche Armut, Enge, Entartung, Trunkenheit, Scheinheiligkeit, Lüge ... Indessen herrscht in allen Häusern und auf den Straßen Stille und Ruhe; unter fünfzigtausend Einwohnern findet sich in der Stadt nicht einer, der aufschreien, laut sich auflehnen würde. Wir sehen die, die auf den Markt einkaufen gehen, am Tage essen, nachts schlafen, die ihren Unsinn daherreden, heiraten, alt werden, wohlgemut ihre Toten zum Friedhof schleppen; aber wir hören und sehen nicht die, die leiden, und das, was schrecklich ist im Leben, vollzieht sich irgendwie hinter den Kulissen. Alles ist still, ruhig, und einzig nur die stumme Statistik protestiert: so und soviel haben den Verstand verloren, so und soviel Eimer sind ausgetrunken worden; so und soviel Kinder an Unterernährung gestorben ... Und eine solche Ordnung ist offensichtlich nötig; offensichtlich fühlt sich der Gesunde nur deshalb wohl, weil die Unglücklichen ihre Last schweigend tragen, und ohne dieses Schweigen wäre das Glück unmöglich. Das ist eine allgemeine Hypnose. Es müßte hinter der Tür jedes zufriedenen, glücklichen Menschen jemand mit einem Hämmerchen stehen und beständig durch sein Klopfen daran erinnern, daß es Unglückliche gibt, daß, wie glücklich er auch sei, das Leben ihm früher oder später seine Krallen zeigt, Unglück hereinbricht — Krankheit, Armut, Verluste, und niemand ihn sehen und hören wird, wie jetzt er die anderen nicht sieht und nicht hört. Aber den Mann mit dem Hämmerchen gibt es nicht, der Glückliche lebt dahin, und die kleinen Alltagssorgen erregen ihn leicht, wie der Wind die Espe — und alles ist in bester Ordnung.

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Walter Kempowski. "Guter Tee - das  ist noch der einzige Trost." schreibt er in Alkor am 22. Oktober 1989.



Weihnachten Geschenke, was kauf ich bloß?


Bücher von Walter Kempowski - klug, spaßig, man lernt was und  wird auf's Beste unterhalten.


Neulich schrieb man im Feuilleton  der FAZ  über den "virtuosen Humor von Loriot und Walter Kempowski"  als Teil einer gelungenen deutschen Bürgerlichkeit - das hat den guten Walter auf seiner Wolke sicherlich gefreut.



Bücher von Walter Kempowski, aber welche?



Alkor, Tagebuch 1989, TB, btb Verlag, 608 Seiten, 12 €


Hamit, Tagebuch 1990, TB, btb Verlag, 432 -Seiten, 11,99 €


Plankton, Ein kollektives Gedächnis,Geb., Knaus Verlag, 832 Seiten, 49,99 €



Genauere Lebensdaten von Walter Kempowski kann man wie immer im Internet finden, besonders hübsch ist: www. Kempowski. de


Das hier soll ja kein Essay werden sondern nur neugierig machen und zum Kauf/lesen anregen.


Da ist die Chronik von ihm, verfilmt - die Bücher sind wie immer viel besser, da ist das Echolot, ein Muß für Jeden und da sind seine Tagebücher.


Für mich das Beste von Walter Kempowski, funkelnde Preziosen eines alten Nörglers, weitsichtiger als die Meisten, hungernd nach Anerkennung und Zuneigung und so klug, daß er über sich selber lachen kann und den Leser animiert in dieses Lachen miteinzustimmen.



Alkor: 25 Jahre Grenzöffnung dieses Jahr und nirgends erschien der Lobgesang auf dieses Tagebuch! Eine Schande für das deutsche Feuilleton! Aber das Jahr ist noch nicht rum und an dieser kleinen verborgenen Stelle in einem Tee-Forum erhebt sich eine Stimme, und fordert Alkor in den Rang einer Schullektüre zu erheben, wenn es um das Schicksalsjahr 1989 und die Grenzöffnung geht.



Aber da kann ich fordern so viel ich will, es wird weiter in der Schule die althergebrachte Deppenlektüre gelesen und nichts wird sich ändern, außer daß Walter sich in der anderen Welt freut über meine Forderung und mich einladen wird zu einem Essen in seinem runden Turm zusammen mit Hildegard und den Gorgis -  wenn wir uns einst dort treffen; und ich werde meinen besten Anzug anziehen und Kuchen zum Kaffee mitbringen. Versprochen!



Alkor muß man unbedingt kaufen und lesen (!) wenn man wissen will wie es damals war bei der Grenzöffnung. Man kann das natürlich auch erfahren im Internet, oder in drögen Geschichtswerken, aber nirgendwo so amüsant wie bei Walter Kempowski.



Hamit: Tagebuch 1990, was passiert nach der Grenzöffnung? Friede Freude Eierkuchen? Alle haben sich lieb? Von wegen. W. Kempowski schreibt über seine Reisen nach Rostock zusammen mit seinem Bruder (mit dem er in der DDR in Bautzen  saß)  und über das langsame und schwierige Zusammenwachsen "von dem was zusammengehört". Für dessen Zusammengehörigkeit er sich nach seiner Freilassung in der BRD auch öffentlich einsetzte und Prügel aus allen Ecken dafür bezog. Aber er hat Recht behalten und es freut mich daß er das noch erleben durfte!


Äußerst unterhaltsam und witzig zu lesen - meine Empfehlung für den eigenen Gabentisch.



Plankton: In den Tagebüchern taucht immer wieder der kryptische Satz auf : "Heute wieder Plankton gefischt." Um was geht es da? Für W. Kempowski war es ein Satorimoment, als er auf dem Hof von Bautzen Freigang hatte und ein merkwürdiges Grundgeräusch hörte, was er als ein alles durchdringendes Gemurmel erkannte, die Unterhaltungen der Häftlinge. Dieses die Welt durchdringende "Grundrauschen" bildete das Echolot (kann man kaufen und lesen!)



Die Erinnerungen des Einzelnen sind für ihn wie schwebendes Plankton, das uns alle nährt und erhält. Kluger Mann der Walter, das muß man neidlos anerkennen; hübsche und elegante Umsetzung/Weiterführung von C.G. Jung und seinen archetypischen Bildern.



Dieses Plankton suchte W. Kempowski den Menschen mit Fragen zu entlocken. z. B.: Haben Sie einen Prominenten gesehen? Erinnern Sie sich an ein Möbelstück aus Ihrer Kindheit? Wie war Ihr Vater/Mutter? haben Sie schon mal in einem Stau gestanden? Welches ist Ihr Lieblingstier? Warum?



Die Antworten schrieb er auf und seine langjährige Mitarbeiterin Simone Neteler hat sie in dem Band Plankton zu seinem 85. Geburtstag  herausgebracht. Es wird ihr angerechnet werden am Tag des Gerichts. Eins der schönsten und spannensten Bücher die ich in diesem Jahr gelesen habe.



Es gibt sogar eine Möglichkeit sein eigens Plankton in eine gedruckte Ausgabe des Buches zu bekommen. Siehe: www.kempowski-plankton.de

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Ein bewegendes, episches Buch, welches ich in dieser Stunde über einem wunderbaren Tässchen Tee beende,


endet beinahe ebenfalls fast mit einem Tässchen Tee! Ich habe den nachfolgenden Text für euch abgetippt.



Solschenizyn "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" (aus einem stalinistischen Konzentrationslager)



"Da erschien, gut gelaunt, auch der Captain, mit Tee im Kochgeschirr, der extra zubereitet war.


In der Baracke standen zwei Fässer mit Tee. Aber was war das für ein Tee. Lauwarm, fast ohne Farbe,


richtige Plämpe, und er roch nach dem Fass faulig und gebrühtem Holz. Das war Tee für die einfachen


Arbeitstiere. Na aber der Buinovski hatte scheins von Cesar echten Tee gekriegt. Rein ins Kochgeschirr


und ab zum Boiler. Zufrieden machte er sich unten auf dem Schränkchen Platz. Hätte mir dabei fast die


Finger unter dem Strahl verbrannt, erzählte er grossmäulig."




Kategorie: Pflichtlektüre für Menschen


bearbeitet von GoldenTurtle

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Ein bewegendes, episches Buch, welches ich in dieser Stunde über einem wunderbaren Tässchen Tee beende,

endet beinahe ebenfalls fast mit einem Tässchen Tee! Ich habe den nachfolgenden Text für euch abgetippt.

Solschenizyn "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" (aus einem stalinistischen Konzentrationslager)

"Da erschien, gut gelaunt, auch der Captain, mit Tee im Kochgeschirr, der extra zubereitet war.

In der Baracke standen zwei Fässer mit Tee. Aber was war das für ein Tee. Lauwarm, fast ohne Farbe,

richtige Plämpe, und er roch nach dem Fass faulig und gebrühtem Holz. Das war Tee für die einfachen

Arbeitstiere. Na aber der Buinovski hatte scheins von Cesar echten Tee gekriegt. Rein ins Kochgeschirr

und ab zum Boiler. Zufrieden machte er sich unten auf dem Schränkchen Platz. Hätte mir dabei fast die

Finger unter dem Strahl verbrannt, erzählte er grossmäulig."

Kategorie: Pflichtlektüre für Menschen

Danke dir für den Tipp! Das hört sich nach einer lesenswerten Geschichte an.

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