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vor 47 Minuten schrieb Sungawakan:

175 Gramm für 2,99 Euro. Ich finde den Preis in Ordnung.

Ich nicht.
Klar sind das wahrscheinlich broken Reste der eigentlichen Produktion, trotzdem ist das zu wenig, ich schätze da zahlt der Grosshändler so 1 Euro aufs Kilo, da kriegen die Teebauern fast nichts für ihre Arbeit.
Und mit sowas schneidet man sich möglicherweise ohne es zu wissen auch noch ins eigene Fleisch, da hatte Salomon recht; es gibt eine übertriebene Sparsamkeit die einem selbst schadet, denn um so billig produzieren zu können, sind die Teebauern praktisch gezwungen unökologisch zu arbeiten.
Und bei wenigem ist es unklüger als beim Tee zu sparen - z.B. im Vergleich mit einer Zucchini, bei der man mit Leichtigkeit das Meiste möglicher Spritzrückstände abspülen und abreiben kann, ist beim Tee die potentiell besprühte Fläche pro Pfund wohl mindestens 100x grösser, und das lässt sich da auch nicht abreiben.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Es geht mir überhaupt nicht um den einzelnen Anbieter - es geht mir ums Gesamtkonzept, das so meiner Meinung nach langfristig nicht zukunftstauglich, nicht nachhaltig genug ist.
Da gibt es noch viele weitere Punkte wie bspw. das Überpflücken der Teesträucher, was dazu führt, dass die Pflanzen wegen zu geringem Ertrag bereits nach 20 Jahren ersetzt werden müssen, was zu Erosion führt, was für den unkundigen Teetrinken dennoch als bio gelten kann.

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Einerseits habe ich Verständnis dafür, wenn man günstig einkaufen möchte. Andererseits hat @GoldenTurtle Recht, wenn er anmerkt, dass sich extrem niedrige Preise fast immer negativ auf die Produktionsbedingungen auswirken. Das geht dann in der Regel zu Lasten der Natur und der Produzenten. Und natürlich leidet auch die Qualität des Produkts: Bei einem Kilopreis von rund 17 Euro kann man da vermutlich nicht viel erwarten. Und wie @GoldenTurtle im vorherigen Beitrag geschrieben hat, gefährdet ein zu großer Preisdruck außerdem die Nachhaltigkeit und damit letztlich die Zukunft des Anbaugebiets Darjeeling. Auf der Internetseite http://www.tee-import.de/indien/darjee.htm heißt es zu dem Thema:

"Extreme Vermarktungsmethoden, wie zum Beispiel die Nivellierung der Darjeelingtees auf ein niedrigeres Standardniveau (die sogenannten "Kampagnen-Tees") und die Verfälschung der Tees durch Beifügung minderwertiger Sorten aus Terai und Dooars, lassen bei den Endverbrauchern die falsche Hoffnung aufkommen, bei diesem Spitzentee handelt es sich um ein preiswertes Massenprodukt, das in beliebigen Mengen jederzeit zu günstigen Konditionen zur Verfügung steht. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: der Druck der seitens des Marktes auf die Produzenten in Darjeeling ausgeübt wird, mehr und billiger anzubauen, wirkt sich verheerend auf die Qualitäten dieser Tees aus. Immer mehr gehen daher die Teegärten dazu über, ihre wertvollen Chinabüsche, die zwar oftmals über 100 Jahre alt sind und nur noch wenig Ertrag bringen, gegen schnellwachsende, ertragreiche, aber dafür fade und flach schmeckende Hybriden auszutauschen. Viele der Gärten, die einstmals einen großen Namen hatten, produzieren nur noch standardisierte Massentees."

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Ich bin zwar auch sparsam, aber das ist selbst mir zu günstig.:/
Die Gefahr das mir so ein Tee nicht schmeckt ist mir zu groß, um dafür ein paar Euro zu sparen und dann nichts von dem Tee zu haben.
Erosionen und Zerstörung von Anbaugebieten möchte ich wirklich nicht fördern.
Ich habe mir zwar das Teeregal im Rossmann vor ein paar Tagen angeguckt und war etwas entsetzt.
viel zu billig angebotene Tees unter der Eigenmarke, ich habe erwartet, dass die so viel wie in anderen Läden kosten also so 100g preis von 2-6€ und nicht zwischen 1 €-2€.
Ich habe dort auch nichts an Tee gekauft und werde so ein Teeregal meiden wie der Teufel das Weihwasser.:ph34r:

Da fällt mir ein ich habe noch selber einen grünen Tee aus Darjeeling und hoffe mal das der nichts mit unnachhaltigem Teeanbau zu tun hat.
Ich habe für den Tee aus dem Steinthal auch 4,90€ ausgegeben und keine 1,75€. ;).
Grüner Darjeeling
 

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Am 24.7.2021 um 16:16 schrieb Sungawakan:

Ich habe heute zum ersten Mal im Programm von Rossmann grünen Darjeeling gesehen. 175 Gramm für 2,99 Euro. Ich finde den Preis in Ordnung. Jetzt lasse ich mich mal vom Geschmack überraschen. Eigentlich trinke ich überwiegend schwarzen Tee.

Deine Ansprüche sind doch sonst relativ hoch, wenn ich lese, daß du zur Teezubereitung das Temial-Gerät von Vorwerk benutzt. Fühlst du da nicht, daß dieser Tee eigentlich keinen besonderen Ansprüchen genügen kann?

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vor 2 Stunden schrieb Manfred:

Deine Ansprüche sind doch sonst relativ hoch, wenn ich lese, daß du zur Teezubereitung das Temial-Gerät von Vorwerk benutzt. Fühlst du da nicht, daß dieser Tee eigentlich keinen besonderen Ansprüchen genügen kann?

Da ich grundsätzlich gegenüber grünen Tees keine besonderen Ansprüche habe, da ich nun einmal lieber schwarzen Tee trinke, war mir das im ersten Augenblick nicht wichtig. Außerdem habe ich gelernt, dass billig nicht unbedingt schlecht und nicht nachhaltig bedeutet. In der Bekleidungsindustrie wird ein Großteil der Ware, egal ob billig oder teuer, in ein und denselben Fabriken hergestellt, die Arbeitsbedingungen sind in beiden Fällen die selben (nicht die gleichen). Warum soll das bei Tee nicht der Fall sein? 

Und wie gesagt, Schadstoffe scheinen auch bei den Tees von Rossmann trotz des günstigen Preises nur im erlaubten Rahmen vorhanden zu sein.

Letztendlich hat mich sowieso nur die Kombination grüner Tee und Darjeeling gereizt, woanders würde ich danach gar nicht erst suchen.

Ich bleibe bei meinen Schwarztees von Vahdam aus Indien. Sollte mir die Einreise im November nach Sri Lanka nicht verwehrt werden, werde ich den dortigen Tee auch mal probieren bzw. mir welchen mit nach Deutschland bringen.

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    • Von Joaquin
      Der Teebeutel ist eine sehr praktische Art, um Tee schnell zuzubereiten. Ein Teebeutel, heißes Wasser und ein Glas reichen da völlig aus. Auf der anderen Seite sind Teebeutel bei Teekennern verpönt, geradezu verhasst. Ihnen haftet dort der Makel der billigen, industriellen Massenware an. Aber ist dem wirklich so und kann man das so generell behaupten?
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      Weiterführende Informationen: TeeWiki - Teebeutel
    • Von Jaro
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      Weit weniger bekannt ist allerdings Grüner Tee aus Darjeeling. Dieser wird meines Wissens nach in Darjeeling noch nicht sehr lange hergestellt. Wenn man im Internet recherchiert, findet man fast nichts zu diesem Tee. Man liesst allerdings, er sei von hoher Qualität.

      Nun zu meiner Erfahrung mit dem Tee:
      Gekauft habe ich den Tee bei Gebana und früher schon mal im Bioladen von Lebensbaum. Beides Bio Qualität.
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      Ich freue mich von Euch zu hören.
      LG Jaro
    • Von Paul
      Junge Spatzen torkeln und karbolzen durch den Garten, betteln Altvögel um Futter an, die Akelei blüht und die Sonne scheint:
      Darjeelingzeit
      Die Flugtees kamen gefühlt "normal" in die Läden, das Wetter war schlecht (Regen und Kälte) und somit auch der Wunsch nach blumigen Erstpflückungen nicht zu dringend. Das dieser Wunsch aber plötzlich mit ungeheurer Macht kommt weiß man als alter Teetrinker und bestellt trotz Regen und Frost.
      z.B. einen sehr guten 2021 Puttabong DJ 1 (leider nicht mehr gelistet bei TKK ),  und einen 2021 Poobsering DJ 5 https://www.tee-kontor-kiel.de/tee/schwarzer-tee/klassischer-schwarztee/bio-darjeeling-flugtee-2021-phoobsering-dj5-ff-ftgfop1?c=107
      Der Puttabong hat ein Unami (bei den richtigen Aufgußparametern) das manchen Sencha alt aussehen läßt; und trotzdem ist er im Nachhall blumig und von einer Leichtigkeit, die einen dazu verleiten könnte daran zu glauben, daß alles gut wird.
      Den hatte ich heute in KondoKännchen und im Kondobecher beides von Lukas: https://teekeramik.com/produkt/echizen-teebecher-200-ml-13/


      Vielleicht noch zum Chaxi:
      Decke: NVA Zeltplane      Teebrett: Riegelahorn        "Teerutsche": Kirsche handpoliert
    • Von PatGreenTea
      Guten Tag,
      ich möchte in die großartige Welt des Grünen Tee's einsteigen, habe aber eine Frage bei der ihr mir eventuell helfen könnt.
      Um erstmal eine Orientierung zu bekommen habe ich mir diverse Probepackungen (China, Japan, Oolong) von Puretea.de bestellt, insgesamt mehr als 20 Stück:
      https://www.puretea.de/pure-tea-probensortimente.html
      Zur Veranschaulichung habe ich mal eine Packung als Bild angehängt.

      Ich versuche diese immer genau nach Anleitung zu machen, jedoch merke ich leider teilweise kaum einen geschmacklichen Unterschied zwischen den einzelnen Sorten bzw. ist der Unterschied für mich als Anfänger (noch?) kaum wahrnehmbar.
      Anfangs habe ich den Fehler gemacht Leitungswasser zu verwenden (was in meinem Wohnort wohl relativ hart ist ~12-14dH), seit kurzem verwende ich daher gekauftes Wasser: Black Forest aus der Flasche.
      Dadurch ist es etwas besser geworden, da das Wasser viel weicher ist und ich ein wenig das Gefühl habe das der Geschmack des Grüntee's dadurch etwas mehr herauskommt,  jedoch bin ich leider noch immer etwas von der Geschmacksvielfalt enttäuscht. Einige der Tee's schmecken überspitzt gesagt einfach nur nach heißem Wasser mit etwas Gras/Blatt Note.
      Ich hatte mir das eher so wie beim Rotwein vorgestellt, bei der wirklich ein deutlicher Unterschied zwischen den einzelnen Sorten zu schmecken ist.
      Auch hatte ich erwartet das z.B. zwischen 'normalem' Grünen Tee und Oolong ein deutlicher Unterschied sein sollte, ich empfinde dies aber leider nicht so. 

      Nun die Frage: mache ich etwas falsch? Muss ich erst einen Geschmacksinn für die hochwertigen Tee's und unterschiedlichen Sorten entwickeln?

      Ich verwende eine normale Teekanne aus Glas mit einem dazugehörigen Teesieb aus Edelstahl welches man einsetzen kann und messe die Temperatur mit einem Tee-Thermometer bevor ich die Blätter dazugebe.
      Ziehzeit stoppe ich mit dem Handy auf die Sekunde genau wie auf der Verpackung angegeben.
      Wasser wie gesagt das Black Forest aus der Flasche.
      Viel mehr kann ich doch nicht anders machen, oder?
      Woran könnte es liegen?
      Habt ihr Tipps für mich?
       
       
       
       

    • Von Arashi_94
      Servus, 
      ich bin der Robin, 26 Jahre alt und komme aus dem schönen Schwabenländle 😁
       
      Meine Liebe zum Tee hat sich nach meiner ersten Japan-Reise 2016 manifestiert. Erst durch die ja schon blasphemischen, aber verdammt leckeren Fertig-Grüntees in allen Stärken und Sorten aus den Automaten und Konbinis, später nach den ersten Tee -und Matcha Zeremonien in Uji und im Koraku-en in Okayama. Seitdem bin ich nach und nach von Beuteltee, auf hochwertigen Tees aus Teeläden und spezialisierte Versandhäuser umgestiegen, inklusive Upgrades des Equipments.
      Verliebt hab ich mich in den japanischen Grüntee und seine beeindruckenden Sorten-Vielfalt. Meine Favoriten sind u.A. Tamaryokucha, Gyokuro, Benifuuki No.1/2 und hochwertige Sencha-Sorten, sowie Matcha.
      Natürlich trink ich grünen Tee aus allen erdenklichen Anbaugebiete der Erde und auch sehr gerne weißen Tee, Mate, Guayusa & viele verschiedene Früchtetee-Kombinationen.

      Sonst interessiere ich mich sehr viel für Musik, gehe auf zig Konzerte & Festival, national & international, sammle Vinyl & CD. Ein großer Filmsammler/Liebhaber bin ich auch und reisen tu ich für mein Leben gern. Vor allem nach Japan. Seit 2016 war ich bis 2020, mit Ausnahme von 2018 jedes Jahr dort... so langsam bin ich auf Entzug. Reist wenn es wieder möglich ist, in dieses Land, es macht positiv süchtig  

      Ich freue mich schon auf den Austausch über Tee und sonst erdenkliche Themen. Neuen Sorten und Kreationen bin ich keinesfalls abgeneigt und in Sachen Zubereitung freue ich mich immer auf Tipps. 

      Viele Grüße und bleibt gesund  
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