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Hallo,

Ich bin gerade dabei die Welt des Tees zu entdecken!

Mir ist aufgefallen das ich für zBsp. Marokkanische Minze die lose recht grob geschnitten ist und im Gegensatz zu den Tütchen der ziemlich fein geschnitten ist, eine wesentlich größere Menge brauche um auf eine vergleichbare Konzentration zu kommen. 

Kann man den groben auch feiner schneiden von Hand oder in einer Maschine oder schmeckt der dann nicht mehr?

Danke für eure Rückmeldung!

Gruß Tino 

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Für Tee - aber auch für andere Aufgussgetränke aus getrocknete Pflanzenteilen - gilt, dass sie umso ergiebiger sind, je mehr das Material zerkleinert wurde. Das liegt daran, dass kleineres Blattgut im Verhältnis zur Menge eine größere Oberfläche hat. So können mehr Inhaltsstoffe in kürzerer Zeit im Wasser gelöst werden. Teebeutel sind daher ergiebiger als loser Tee, was ja auch beabsichtigt ist.

Natürlich kannst Du Tee oder Kräuter auch selber zerkleinern. In Deinem Fall würde ich es aber vielleicht zunächst einmal mit einer etwas längeren Ziehzeit versuchen. Im Allgemeinen wird gesagt, dass Tees oder Aufgussgetränke aus ganzen Blättern geschmacklich feiner sind als die stärker zerkleinerten Varianten, die kräftiger schmecken. Einen intensiveren Geschmack bekommst Du auch, wenn bei Kräutertees die Pflanzenteile (vor allem Blüten) kurz vor dem Aufgießen absichtlich etwas beschädigt werden. Dann kommen die Inhaltsstoffe besser heraus. 

Beim Kräutertee unterscheidet man zwischen dem Grobschnitt (ca. 4-15 mm), der als lose Ware verkauft wird, und dem Feinschnitt, der in die Teebeutel kommt. Bei orthodoxem Tee gibt es folgende Blattgrade: ganzes Blatt (größer als 3 mm), Broken (1-3 mm), Fannings (0,4-1 mm) und Dust (kleiner als 0,4 mm).

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vor 13 Stunden schrieb teewelt:

Für Tee - aber auch für andere Aufgussgetränke aus getrocknete Pflanzenteilen - gilt, dass sie umso ergiebiger sind, je mehr das Material zerkleinert wurde. Das liegt daran, dass kleineres Blattgut im Verhältnis zur Menge eine größere Oberfläche hat. So können mehr Inhaltsstoffe in kürzerer Zeit im Wasser gelöst werden. Teebeutel sind daher ergiebiger als loser Tee, was ja auch beabsichtigt ist.

Das würde ich so auf keinen Fall sagen - zerkleinert wirkt er nur innerhalb der gleichen Ziehzeit ergiebiger, jedoch auf eine geschmacklich nachteilhafte Weise.
Und das auch nur die allerersten paar Aufgüsse - giesst man weiter auf, zeichnet sich nichtzerkleinertes Material meist als langatmiger aus (und ist dabei noch wesentlich interessanter).
Das hat aber auch damit zu tun, dass loser Tee oft aus hochwertigerem Pflückgut hergestellt wird, z.B. geschmacksintensivere, frühe Frühlingsernten, hingegen für Teebeutel zerkleinert werden i.d.R. unvorteilhaftere Ernten, wie bspw. späte Frühlings- oder späte Sommerernten.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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@GoldenTurtle Da habe ich mich anscheinend ungenau oder missverständlich ausgedrückt. Mit ergiebiger meinte ich nicht, dass man bei Mehrfachaufgüssen mehr Tee herausbekommt, sondern nur, dass der stärker zerkleinerte Tee schneller zieht und kräftiger (nicht etwa besser!) schmeckt.

Abgesehen davon stimme ich als Gourmet qualitätsbewusster Genussmensch Dir selbstverständlich völlig zu. Broken-Tees oder gar das kleinteilige Zeug in den Teebeuteln sind geschmacklich natürlich mit hochwertigen Blatt-Tees überhaupt nicht zu vergleichen. Für Mehrfachaufgüsse sind sie in der Regel gar nicht geeignet. (Nicht umsonst sagt man ja: Es lohnt sich nicht schlechten Tee zu kaufen.) Diese Tees kommen ja auch nicht aus einer handwerklichen Tradition, sondern werden normalerweise billig maschinell hergestellt, um den Bedarf der wenig anspruchsvollen Masse der Teekonsumenten zu decken. In Ländern mit einer echten Teekultur würden nur Banausen auf die Idee kommen ihren Gästen Beuteltee anzubieten. Hier wird einem die Plörre sogar für teures Geld im Café serviert.

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vor 21 Stunden schrieb teewelt:

Abgesehen davon stimme ich als Gourmet qualitätsbewusster Genussmensch

Mal schauen wie lange die Empfehlung des Ikea-Glases deinem Image wohl anhaftet.

vor 21 Stunden schrieb teewelt:

In Ländern mit einer echten Teekultur würden nur Banausen auf die Idee kommen ihren Gästen Beuteltee anzubieten.

Hört, hört ... das könnten die Briten glatt als Staatsprovokation betrachten.

Asterix-bei-den-Briten

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Mir geht es eigentlich nur darum den Tee, der nicht gerade günstig war, etwas sparsamer verwenden zu können.

Habe es heute mit einen Minz Apfel Tee versucht.

Mit vier Esslöffel habe ich zwei Liter gemacht wo im groben Zustand nur einer gemacht werden kann.

Wird unterm Strich in etwa 1/3 Tee sparen.

Natürlich nicht zu Pulver zermahlen sondern in zwei bis drei Millimeter große Teile!

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vor 3 Stunden schrieb Tino:

Natürlich nicht zu Pulver zermahlen sondern in zwei bis drei Millimeter große Teile!

Ich sag' mal - bei so Unkrautaufgüssen ist das eher irrelevant, ob und wie klein das Material gehäckselt wird. Sicher funktioniert das mit dem Heißwasserauszug schneller und vollständiger, je kleinteiliger das Material ist. Und wenn man mit Papier filtert, hat man auch keine ausgelaugten Pflanzenteile  im Mund. So oder so, gustatorische oder gar ästhetische Aspekte spielen da keine (oder doch zumindest nur eine sehr geringe) Rolle. Angesichts der Preise, die für diese Kräuter selbst in Apothekenqualität aufgerufen werden (wobei ich persönlich Kamille und Fenchelblüte bei entsprechendem Therapiebedarf nutze), kann ich das mit dem "sparsamer verwenden" nicht wirklich nachvollziehen. Klingt für mich nach schwäbischer Hausfrauenmentalität (um ganz unschuldig einen Topos zu zitieren). Soll jetzt nicht abwertend sein - nur im Kontext Tee ist mir das schlicht fremd.

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Bearbeitet von SoGen
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Sicher. Das macht für Jeden einen Unterschied - von ca. 46 Cent. Bei mir müsste, um Überlegungen zu "sparsamer" auszulösen, das Komma  schon eine Stelle nach rechts verschoben sein. Ohne, dass ich mich nun zur FDP-Klientel der "Besserverdienenden" zählen würde ...

Das hat mE weniger mit der finanziellen Situation des Konsumenten zu tun als mit einer tendenziell unterschiedlichen Einstellung, die Teetrinker im Vergleich zu Trinkern von Kräuteraufgüssen haben. Eine Einstellung, die sich bei ersteren mE am ehesten mit 'Respekt' bezeichnen ließe. Respekt vor den Qualitäten der Pflanze, vor der Arbeit des Teebauern und der des Verarbeiters. Wobei natürlich auch bei Tee bei weitem nicht alles, was so auf dem Markt angeboten wird, Respekt verdient ...

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Na hört mal, Pfefferminze kann man ja dermassen leicht selbst anbauen, so kann man wirklich lohnenswert sparen - das wächst wie Unkraut (und ist es gemäss SoGen ja auch 😉).
Das wächst sogar invasiv, also andere Pflanzen verdrängend, ich spreche aus Erfahrung.
UND, der womöglich grösste Vorteil, man hat bei eigener Ernte keinen ungewollten Beischnitt ungewollter Unkräuter dabei (was bei nichtlosem Kräutertee ein oft unangesprochenes Problem ist).

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vor 1 Stunde schrieb SoGen:

Sicher. Das macht für Jeden einen Unterschied - von ca. 46 Cent. Bei mir müsste, um Überlegungen zu "sparsamer" auszulösen, das Komma  schon eine Stelle nach rechts verschoben sein. Ohne, dass ich mich nun zur FDP-Klientel der "Besserverdienenden" zählen würde ...

Das hat mE weniger mit der finanziellen Situation des Konsumenten zu tun als mit einer tendenziell unterschiedlichen Einstellung, die Teetrinker im Vergleich zu Trinkern von Kräuteraufgüssen haben. Eine Einstellung, die sich bei ersteren mE am ehesten mit 'Respekt' bezeichnen ließe. Respekt vor den Qualitäten der Pflanze, vor der Arbeit des Teebauern und der des Verarbeiters. Wobei natürlich auch bei Tee bei weitem nicht alles, was so auf dem Markt angeboten wird, Respekt verdient ...

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Noch mal ausdrücklich meine Verbeugung samt gezogenem Hut vor Deiner Meinung @SoGen

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