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Roji Hira Arare 1.2 Liter — gusseiserne Teekanne


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Hallo zusammen.

Ich habe vor einigen Jahre, es dürfte 2011/2012 gewesen sein, eine Roji Hira Arare 1.2 Liter (von Kobu Teeversand, via The Web Archive 2013-09-23) Teekanne gekauft. Die Artikelseite sagte das Folgende:

Zitat

Diese Gusseisenkanne stammt aus der bekannten Roji Schmiede in Japan und ist somit ein echtes Stück japanische Handarbeit.

Roji hat sich aus dem großen Familenbetrieb Iwachu entwickelt. Iwachu stellt neben Gusseisenkannen, die nur einen kleinen Prozentsatz der Gesamtproduktion bei Iwachu ausmachen, noch viele andere Produkte aus Gusseisen her.

Der Inhaber und Leiter der Roji Schmiede war ursprüglich für den Bereich „Teekannen“ bei Iwachu verantwortlich. Mit der Gründung der Roji Schmiede konzentrierte er sich ganz auf die alleinige Produktion von Gusseisen-Teekannen.

Leider habe ich damals keine weiteren Informationen zu dieser Kanne bzw. zu der Roji Schmiede in Japan gefunden. Vielleicht weiß hier jemand ein wenig mehr über diese Kanne; anbei ein paar Fotografien.

Ich habe die Teekanne in den vergangenen Jahren für allerlei Tees und Infusionen benutzt – die Kanne ist auf der Innenseite emailliert, insofern war das, glaube ich, durchaus in Ordnung. Was nun, da ich endlich eine Kyūsu habe und fast ausschließlich japanischen Grüntee trinke, wird, weiß ich noch nicht wirklich. Schön finde ich sie immer noch, wenn auch unglaublich schwer und riesig im Vergleich.

 

Wohlsein. 🍵

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Danke @norifür die Vorstellung.

Mir ging das seinerzeit ähnlich - da kauft man sich diese emaillierten Kannen für nicht unviel Geld am Anfang des Hobbys, weil das ja anscheinend von den Leuten, die was davon verstehen, so gemacht wird.

Diese emaillierten Gusseisenkannen sind ja ein reiner Exportartikel, in Japan macht niemand Tee in so einem Ding. Und dann hat man nach einer Weile das Problem, dass so eine Kanne rumsteht :D

vor 22 Stunden schrieb nori:

die Kanne ist auf der Innenseite emailliert, insofern war das, glaube ich, durchaus in Ordnung

Das stimmt, es spricht per se nix dagegen. Ausser halt das, das dir auch schon aufgefallen ist: Dass nämlich kleinere, feine Tonkannen einfach viel besser dafür geeignet sind. Bin gespannt, wie die Reise der Kanne weitergeht. Ich hab meine dann irgendwann hergegeben und eine Tetsubin angeschafft - also so eine Kanne ohne Glasur, die dann nur Wasserkochen kann. Das aber richtig gut :)

 

 

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vor einer Stunde schrieb miig:

Das stimmt, es spricht per se nix dagegen. Ausser halt das, das dir auch schon aufgefallen ist: Dass nämlich kleinere, feine Tonkannen einfach viel besser dafür geeignet sind. Bin gespannt, wie die Reise der Kanne weitergeht. Ich hab meine dann irgendwann hergegeben und eine Tetsubin angeschafft - also so eine Kanne ohne Glasur, die dann nur Wasserkochen kann. Das aber richtig gut :)

Hach ja, als Tetsubin würde ich die Kanne gerne verwenden … aber das wurde mir auch schon vor Längerem klar, dass das mit der emaillierten Innenseite nicht wirklich möglich ist. Zumal auch die Form nicht wirklich der eines Tetsubin gleicht, aber bevor das Teil rumsteht, wäre die Verwendung als Wasserkessel doch sinnvoll. Naja, geht eben nicht. Vielleicht wird die Kanne mal verschenkt, oder darf weiterhin für Infusionen herhalten.

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vor 2 Stunden schrieb nori:

aber das wurde mir auch schon vor Längerem klar, dass das mit der emaillierten Innenseite nicht wirklich möglich ist

Also, es wird ja generell gesagt, dass es nicht so gemacht werden sollte, weil die Emaillierung abplatzen kann, wenn damit Wasser gekocht wird. Ich kann nur sagen, ich hab das ziemlich lang so gemacht mit meinen, und es ist nie was passiert. Es gibt auch durchaus Tetsubin, die so aussehen wie deine Kanne.

Was natürlich nicht geht, ist die Beeinflussung des Wassers durch den Kontakt mit Eisen, was ja neben der Ästhetik ein Hauptpunkt bei Tetsubin-Benutzung ist. Da ist eine gläserne Sperre in deiner Kanne ;(

 

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vor einer Stunde schrieb Paul:

Du kannst sie ja auch mit Blumen bepflanzen und als "Deko" hinstellen?

Nicht unbedingt das beste, was man damit machen kann (das zweitbeste auf jeden Fall). Falls Du, @nori mal darauf verfallen solltest, längere Reisen nicht ohne eigenes Teegeschirr zu unternehmen, dann wäre die Kanne aufgrund der Bruchfestigkeit ein Kandidat dafür.

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Ich habe eine vergleichbare Kanne, die ich morgens zum Zubereiten von "normalem" grünem Haustee verwende. Gehobenere Tees und bewussteres Ausgießen mache ich in anderen Gefäßen.

Für den Morgen reicht eine solche Kanne allemal. Sie sieht auch sehr schön aus! Und zum Mitnehmen auf Reisen ist eine solche Kanne perfekt. Ich mag das Gewicht und die Stabilität dieser Kannen sehr. Einen Tetsubin habe ich auch. Ich denke auch, dass du deinen als Wasserkessel verwenden kannst. Sei es zum Abkühlen heißeren Wassers.

(Meine Gusseisernen halten ewig. Leider zerschlage ich aus Unachtsamkeit meine Tonkännchen regelmäßig. Nur den ganz häßlichen Kännchen, denen passiert offenbar niemals etwas...)

Bearbeitet von Onggi
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vor 3 Stunden schrieb Onggi:

Leider zerschlage ich aus Unachtsamkeit meine Tonkännchen regelmäßig.

Da kannst du dich mit deinem Leidensbruder @KlausO austauschen... wobei er sich auf Gaiwan-Deckel spezialisiert hat.

 @SoGenund du seid schon interessant - und wahrscheinlich mit tragfähigen Autos unterwegs. Eine 2 Kilo schwere gusseiserne Teekanne ist wirklich das letzte Objekt, das mir einfiele, wenn jemand "Reise-Teekanne" sagt :lol:

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vor 14 Minuten schrieb Anima_Templi:

Iwas Gutes muss man ja über das Teil sagen... 🤷🏼‍♂️😁

Also im Handgepäck nehme ich so was auch nicht mit. Aber im Koffer (mit Rollen) schon. Nichts ist doch schlimmer, als wochenlang irgendwo ohne ordentliche Kanne zu sein... 🙂

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@miig ich habe, hatte 2 Gußeisenkannen mit je 0,5 l. Meine Liebste, grüne Hg at nach einigen Jahren nach feuchtem Stroh, Heu gerochen. Diesen "Geschmack" habe ich mit nicht herausbekommen. Es gibt dazu im Forum einen Beitrag. Sie ist seit Jahren beim Alteisen (Schrott).

Die 2. Schwarz würde nur für Heiß Wasser benutzt. Leider kühlt das Wasser mit einem Stövchen mit einer Kerze zu schnell ab. Steht jetzt als Deko auf dem Schrank.

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    • Von linda_leniem
      Hier mal ein Gesuch.
       
      Ich suche für die oben genannten Teesorten noch 1 oder 2 Teekannen.
       
      Wichtig ist mir:
       
      -Nicht tropfend
      -maximal 60 Euro pro Kännchen(muss kein Meisterstück sein, mir ist mehr der verwendete Ton wichtig und das sie eben sauber gießt)
      -unglasiert
      -Füllmenge bis zur empfohlenen Füllmenge um die 100-170 ml (das heißt meistens wie ich das bisher verstanden habe bis zum letzten Drittel des Siebes)
      -nicht beschädigt
      -der verwendete Ton darf den Tee gerne etwas weicher machen, abrunden und etwaige Bitterstoffe raus ziehen. 
       
      Hm an Tee kann ich gerade sagen, dass ich chinesischen Keemun und den golden Snail gerne mochte. Und Jin Ya Dian Hong. Ich habe den zealong black von tg geliebt! Ich hasse aufgrund ihrer Stärke assams. Aber mag ceylons.
       
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      Ich hoffe, das diese Informationen etwas helfen und freue mich, wenn jemand etwas ausrangieren möchte und mir anbieten kann:)
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    • Von Toko
      Toll erklärt, was die Form bewirkt habe ich zuvor im Forum nachgelesen: Tee Aufgussgefässe --> Grundformen bei Teekannen à https://www.teetalk.de/forums/topic/9594-grundformen-bei-teekannen/?tab=comments#comment-119090

      Zum Thema passend, da es länger wird ein eigenes Thema: genauso wichtig wie die Form ist noch der für die Kyusus verwendete Ton, zu dem ich ein paar Fragen habe. Wie ich bisher gelesen habe gibt es verschiedene Färbungen des Tons in Tokoname von rot bis hin zu dunkel (-->  aber was ist dunkel?). Auf YT habe ich noch gesehen, dass auch mit grauem Ton in Tokoname gearbeitet wird.

      Weiters: der rote Shudei (Ton) dürfte meist mit Bengara (natürlichem Eisenoxid angereichert werden. Quelle: https://www.sunday.de/teekanne-japan-schwarz/kyusu-tokoname-hokuryu-marugata-kuro.html --> nachzulesen im „Reiter“: Wirkung. Im „Reiter“: Tokoname habe ich noch gelesen: „Für die (...) Shudei Kyusu wird ein möglichst eisenhaltiger und feinkörniger Ton (jap.: tatsuchi) verwendet, der unter Reisfeldern in Tokoname gefunden wird und dem Ton seine speziellen Eigenschaften und Farbe schenkt. Der echte Hon Shudei Ton mit dem idealen Eisengehalt ist inzwischen allerdings so selten, dass er noch zusätzlich mit natürlichem Eisenoxid angereichert wird, um den erwünschten Farbton auch wirklich zu erzielen."

      Meine Yazumashi (Abkühlschale) von Meister Yukitaka Umehara, Gyokko ist aus nicht glasiertem Ton und hat ihre schwarze Färbung durch Reduktionsbrand. lt. Shop, und der Ton sei ein roter Shudei, ein reines Naturprodukt und bei 1200°C mit Kohlenstoffüberschuss, also Reduktionsbrand im Ofen gebrannt. --> Ich vermute ebenfalls mit Bengara angereichert? Dies geht jedoch für mich in Ordnung. Was meint ihr?

      Meine zweite Seitenstiel-Kyusu bestehe lt. (selbem) Shop aus „echtem, natürlichem und schwarzem Ton“ aus Tokoname. Sie ist außen glasiert, der Boden jedoch nicht und der ist schwarz; ähnlich wie meine Yuzamashi, jedoch weniger gräulich. Auf Fragen an den Shop bezüglich der schwarzen Farbe, bekam ich zur Antwort, dass die Informationen demnächst weiter aufbereitet werden würden von einer Japanerin, die sich auskenne. Bis jetzt war das leider noch nicht der Fall.

      Meine weiteren Fragen an euch:

      --> Gibt es nun grundsätzlich einen Ton schwarzer Färbung aus Tokoname?

      --> Oder entsteht die schwarze Farbe ausschließlich durch den Reduktionsbrand?

      --> Inwiefern beeinflusst eine typisch rote Tokoname Kyusu (ohne zugefügte Pigmentierung meine ich natürlich) den grünen Tee anders als eine durch den Reduktionsbrand graphitschwarze? – habt ihr vielleicht einmal einen Vergleich anstellen können?

    • Von Ekke
      Nach meinem Eindruck lassen sich alle Teekannen eigentlich auf drei Grundformen zurückführen:

      Breit und flach, kugelig und zylinderförmig.
      Kann man diese Grundformen irgendwie bestimmten Tees zuordnen? Die Kunsthandwerker früher werden sich doch dabei was gedacht haben, Teekannen so gestaltet zu haben.




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