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Ingwer-Früchtetee


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Hallo zusammen,

tagsüber trinke ich gernen "normalen" Tee, abends immer Früchte- und Kräutertee.

Im Winter mache ich mir meinen Ingwer-Tee immer selbst: Ingwer aus dem Bioladen ungeschält in kleine Stücke schneiden (ca. 2 Eßlöffel in ein Teesieb auf 1,5l), mit kochendem Wasser in der Kanne übergießen und dann auf dem Stövchen wenigstens eine halbe Stunde ziehen lassen.

Ich verwende immer eine normale Glaskanne eines schwedischen Möbelhauses. Das Licht aus dem Stövchen ist sehr schön. Verfeinern kann man es mit normalem Früchtetee, aber nur wenn dieser einen deutlichen Geschmack hat, denn Ingwer ist einfach sehr dominant im Geschmack.

Je länger man den Tee ziehen bzw. köcheln lässt, umso leckerer. Bei der Menge an Flüssigkeit reicht mir eine Kanne pro Abend, man kann den Filter mit dem Ingwer auch einen Tag stehen lassen und am nächsten Abend wieder verwenden.

Wenn die Kanne leer ist, kann man einfach nochmal kochendes Wasser nachgießen. Der Ingwer ist nach der ersten Kanne "gut durch" und ist perfekt für einen zweiten Aufguss.

TIPPS: Wer es weihnachtlicher liebt, kann eine Prise Lebkuchengewürz beigeben. Wenn es mal (*hm*) "gemütlicher" werden soll, kann man etwas Weißwein, weißen Glühwein oder einen Schuß anderen Alkohol hinzugeben. Es schmeckt dann alles wie weißer Ingwerglühwein. Wenn der Ingwertee heiß genug ist, verkocht der Alkohol auch etwas. Wie immer: Weder mit dem Gewürz noch mit dem "Schuß" sollte man es übertreiben. Der Ingwer alleine ist auch lecker und gesund genug.

Wenn man möchte kann man den Ingwer auch im Sommer als Tee kochen und dann abkühlen lassen. Gut gekühlt ist er sehr erfrischend. Ich genieße ihn aber gerade in der Erkältungszeit gerne heiß, weil er so schön wärmt. Im Sommer trinke ich lieber selbstgemachten Eistee aus schwarzem Tee und Zitrone.

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Ja - Ingwer sollte recht lange ziehen (eine Viertelstunde für den ersten Aufguss ist bei mir Minimum) und da - mE nur da - ist die Verwendung eines Stövchens auch wirklich zweckmäßig. Bei Tee finde ich die Dinger gruselig - sie verderben den Geschmack und sind in ästhetischer Hinsicht zumeist eher zweifelhaft. Ich muss allerdings gestehen, dass ich aus Bequemlichkeit bei Ingweraufguss meistens auch den Thermobecher benutze.

Da ich a) kein geduldiger Mensch und b) nicht so der Künstler im Umgang mit scharfen Messern bin (was ein gewisses Verletzungsrisiko bedeutet), habe ich mir mal einen Trüffelhobel geleistet. Mal abgesehen davon, dass der auch für Knoblauch ein perfektes Werkzeug ist, lassen sich damit wirklich hauchdünne Scheibchen vom Ingwer abhobeln. Finde ich auch geschmacklich überzeugender als das faserige Mus, das die traditionelle Reibe produziert. Jedenfalls: dazu etwas Honig und - wenn gerade zur Verfügung - ein Spritzer Zitronensaft. Kochendes Wasser darüber und dann nur noch etwas Geduld. Für den zweiten Aufguss fülle ich das Gefäß zu etwa einem Viertel mit heißem Wasser und lasse das über Nacht ziehen. Morgens dann noch einmal etwas Honig dazu und mit heißem Wasser auffüllen. Ist gerade in dieser Jahreszeit eine prima Erkältungsprophylaxe und schmecken tut es auch noch - jedenfalls mir.

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@SoGenDanke für den Tipp mit dem Hobel! Das ist eigentlich sehr naheliegend und der Ingwer kann auch besser genutzt werden. Ja, bei leichtem Halsweh und Erkältungen allgemein ist Ingwer sehr hilfreich. Ich mag ihn auch immer nur so vor Weihnachten herum. Irgendwann wird mir der Geschmack zu viel.

Meine Meinung zu Stövchen gleicht deiner: Außer zum Wasserwarmhalten im Tetsubin (da habe ich ein allerdings sehr schönes mit Gusseiseneinsatz von Mirka, also eigentlich ein Tischkohlebecken) ist es nur geeignet, um auf lange Sicht Ingwer langsam ausköcheln zu lassen. Da passt es auch zur Weihnachtszeit. Das Tischkohlebecken funktioniere ich manchmal zum Stövchen um, indem ich noch einen Extra-Einsatz reingebe, da ich es sehr hübsch finde, ich aber angesichts der Rauchmelder in meiner Wohnung kein Interesse an dessen Lärm bei einer Nutzung von Kohle habe.

@Benedicta@SoGen@KlausO Ich hatte mir sogar im schwedischen Möbelhaus gleich zwei Thermoskannen (die mit den beiden Tassen als Deckel) gekauft und da den Ingwer einfach reingeschnippelt und den Aufguss zubereitet. Das funktioniert prima! Diese Kannen sind sehr preiswert und unschlagbar in Preis/Leistung. "Für den Garten reichts" ist mein Motto, wenn ich sie in der kalten Jahreszeit mit nach draußen nehme. Dort wärmen sie perfekt. Auf dem Teetischchen finde ich in der Weihnachtszeit aber das Stövchen hübscher.

Schön, dass hier auch so viele Ingwertee selbst machen! Danke für die Tipps!

Bearbeitet von Onggi
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    • Von Konfusius
      Habe spasseshalber mal einen shot mit Ingwer und Minze zubereitet, nach selbst erdachtem Rezept 🙂
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      2 Tl Ingwer und 1 Tl Minze auf ca 60 ml Wasser, 10 min Ziehzeit, plus 1 Spritzer Zitronensaft.
      Das Ergebnis war, na ja, ich habs runter bekommen, es hat mich aber geschüttelt wie nach nem Schnaps, der scharfe Ingwergeschmack bleibt noch lange auf der Zunge erhalten, man hat also längere Zeit was davon. Irgendwie war der Ingwer zu dominant, ich denke mit einem Mischungsverhältnis von 1:1 könnte es was werden, vielleicht noch Honig dazu.........
      vorher hatte ich ihn mit Minze Ingwer 2:1 zubereitet, da war die Minze zu dominant!
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      werde weiter berichten........

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      ·         1 Zitrone
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      Mit Tee kann man so unglaublich viel machen, wenn ich allein schon an das überaus umfangreiche Angebot an Matcha-Produkten in Japan denke, überkommt mich die Lust am Ausprobieren und Genießen.

      Eine gute Zeit und bis zum nächsten Mal 😊

    • Von chisilor
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      Denkt ihr, dass es da viele Geschmacksunterschiede geben wird zwischen Frühlings- und Winterernte? Oder habe ich einfach schlechten Tee erwischt?
      Ich würde mich sehr über Antworten freuen, vielleicht habt ihr ja schon Erfahrungen mit verschiedenen Ernten oder Bestellung von dieser Website gemacht!
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