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Moin aus Hamburg


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Ich bin via Google-Suche hier gelandet, lese seit ein paar Tagen still mit und stelle mich dann mal (teetechnisch gesehen) vor: 



Ich trinke seit meinem neunten Lebensjahr (schwarzen) Tee, und habe zunächst nur das zur Verfügung gehabt, was der Teehändler vor Ort im Angebot hatte. 


Eine Reise nach Großbritannien mit 12 erweiterte meinen Horizont auch in Bezug auf Tee, ebenso wie eine in die damalige Sowjetunion. Dort lernte ich auch grünen Tee kennen, ebenso die großartigen Teestuben unter freiem Himmel in Usbekistan. 


Ich habe sehr lange nur schwarzen Tee getrunken, erst spät und langsam entdeckte ich die Grüntees und andere Sorten für mich (Ausnahme: Usbekistan). Das lag sicherlich auch daran, dass Grüntees in den Geschäften, die in meiner Umgebung lagen, nur sehr am Rande vorhanden waren.



Aktuell teilt sich mein Teekonsum in zwei Kategorien: 


- Tee für den täglichen Gebrauch


- besondere Tees



Ich lege Wert auf guten Tee (bzw. das, was ich darunter verstehe, da gehen die Meinungen auseinander), bevorzuge einerseits kräftige Sorten, z. B. Assam, Friesen, English oder Irish Breakfast, aber auch Earl Grey oder andere Sorten mit natürlichen Zusätzen wie Jasmintee. Die dürfen auch grün sein, einer meiner Favoriten ist Bouquet Vert von Kusmi.



Besondere Tees, z. B. Gyokuro, Matcha oder Oolongs zelebriere ich eher. Wenn ich die trinke, tue ich nichts nebenher. Ich taste mich daher vorsichtig an eine eigene Form des Teekults heran. 



Ich interessiere mich auch für den kulturellen Hintergrund des Teekonsums in den unterschiedlichen Ländern. So bin ich ein Fan des britischen Five o' Clock Teas, mit Sandwiches, Scones etc. Daher beschäftige ich mich mit den unterschiedlichen Arten Teegeschirrs, aber auch mit Zubereitungsformen, wie Tee in den Kulturen getrunken wird und was man dazu isst etc. 



Dieses Jahr in Planung: der Besuch einer japanischen und einer chinesischen Teezeremonie. 



In diesem Sinne, man liest sich,



Jinx




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hi jinx! :)



ebenso wie eine in die damalige Sowjetunion. Dort lernte ich auch grünen Tee kennen, ebenso die großartigen Teestuben unter freiem Himmel in Usbekistan. 



kannst du da evtl. noch mehr zu erzählen? usbekistan ist ja recht unbekannt bei den hiesigen teetrinkern.


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Moin und herzlich willkommen! Ich denke, dass ich dir nicht erzählen muss, dass es im Konfuzius Institut zahlreiche Gelegenheiten gibt, chinesisch Tee zu genießen. An der Japanischen Teezeremonie kann man sich z.B. im Museum für Kunst und Gewerbe jede zweite Woche teilnehmen.


Deine Vorlieben decken sich ja sehr mit meinen. Vielleicht sollten wir mal Tee trinken ;)


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Vielen Dank für das herzliche Willkommen. :)

Ich habe sowohl die Zeremonie bei Planten un Blomen als auch das Konfuzius-Institut auf dem Zettel. Bis dahin helfe ich mir mit Videos aus dem Internet. 

Zu Usbekistan: Das war lustig. Ich war 1986 dort (Abiturreise). Tee ist dort Männersache und eine sehr soziale Angelegenheit. Da ich jedoch relativ schmerzbefreit bin und die Usbeken sehr freundlich sind, habe ich eine Teestube aufgesucht. Die befinden sich unter freiem Himmel auf baumbestandenen Plätzen (wegen des Wüstenklimas wichtig). Getrunken wurde ein einfacher chinesischer grüner Tee. Eine Kanne kostete 10 Kopeken (etwa 30 Pfennig damals), und dazu gab es so viele Tassen, wie man wollte. Es gab kein Essen, nur Tee. Getrunken wird auf einer Art Bettgestell, das anstelle einer Matratze eine Brettauflage hat. In die Mitte wird ein sehr niedriger Tisch gestellt, und auf so einer Liege finden leicht vier Leute Platz. Es war eine faszinierende und entspannende Erfahrung (auch wenn ich die einzige Frau dort war). Ältere Männer waren noch in die traditionelle usbekische Tracht gekleidet (inklusive Dolch), und man saß sehr entspannt im Schatten und unterhielt sich. Einige Teestuben befanden sich in Sichtweite historischer Stätten (Buchara und Sarmakand), sodass man sich fühlt wie aus der Zeit gefallen.

Trotz der damaligen politischen Einheit waren Samoware, wie ich sie in Russland erlebt habe (auch in der Transsib) nicht gebräuchlich. Es war interessanterweise meine erste Grünteeerfahrung, die ich nicht furchtbar fand. Das lag vor allem an der damaligen Auswahl in den lokalen Teegeschäften als auch in mangelnder Information. Teebücher (ich hatte zwei) behandelten Grüntee praktisch gar nicht, vor allem wusste nicht mal der Teehändler, dass man den nicht behandelt wie Schwarztee.  

Ich habe mal ein Foto verlinkt, das Usbeken beim Tee zeigt: http://www.travelcentre.com.au/travel/Central_Asia/Images/tea1.jpg

Viele Grüße

Jinx



Vielleicht sollten wir mal Tee trinken ;)

Das können wir gern mal machen. ;)

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  • 6 months later...

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