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Da hong pao - welcher?


maik

Empfohlene Beiträge

vor 23 Minuten schrieb maik:

soll ja oben genannte Sorte mit die Speerspitze des Oolongs darstellen.

Puh, das ist mal eine steile Aussage! Gebe da gerade lieber keine konkreten Tipps, weil wahrscheinlich die Mehrheit von denjenigen die ich habe nicht mehr verfügbar sind.

Möchte aber zwei Punkte zum Kultivar anmerken:

- dieser alte Kultivar finde ich eher schwierig zu verstehen, was nicht so zugänglich bedeutet, dass man leicht gefallen daran findet, da braucht der Gaumen einiges an Gewohnheit in ähnlichen gustatorischen Breitengraden - das Hauptgewicht liegt meist zwischen Würze, Mineralität und Bitterkeit, die Frucht spielt oft mehr in der zweiten Reihe - da wären andere Sorten wie Shui Xian ob dem Mehr an Frucht und Süsse für viele wahrscheinlich erfreulicher, aus diesem Grund wurden von der Sorte ausgehend auch viel mehr andere Sorten gezüchtet

- traditioneller DHP braucht mMn zwei, drei Jahre Lagerung nach der Produktion oder nach der letzten Röstung, bis er sich richtig schön zeigt.

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Danke für deine Antwort.

Ich hab derzeit einen Formosa Mingjian Fancy von 2016 und einen Sumatra Chin Chin da.

Beide sind ok, hauen mich aber nicht unbedingt vom Hocker 

Ja, süs und fruchtig darfs ruhig sein. Aber eben auch die Lagerfahigkeit sollte gegeben sein, also angeröstet (?)

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Ich stimme Kröt zu, dass man das so einfach nicht sagen kann. Es wird haufenweise Da Hong Pao verkauft, und nur wenig davon ist so richtig gut. Würde so weit gehen, zu sagen, dass es von den meisten Tee-Typen einfache und hochwertige Vertreter gibt. Aber zu sagen "Da Hong Pao ist besser als Dong Ding" schafft viel Verwirrung.

Somit läuft es darauf hinaus, gute Teehändler zu finden. Dann musst du dir ein Budget überlegen. Wenn du Speerspitzen-Oolong willst, dann wirst du 1€/g und mehr zahlen müssen. Aber wie immer wird ab einem gewissen Qualitätslevel der Preis immer steiler ansteigen, der Zugewinn an Qualität wird langsamer ausfallen. Heißt, wenn du nicht das allerbeste willst, sondern nur etwas gutes, wird es deutlich erschwinglicher.

Dann kannst du mal bei renommierten Teehändlern vorbeischauen. Eine gute Idee wäre, DHPs aus verschiedenen Preisklassen zu trinken. Lagerfähig sind die dann alle. Willst du einen europäischen Händler, oder bist du gewillt, den Aufwand und das Risiko einer Übersee-Bestellung einzugehen?

vor 5 Minuten schrieb maik:

Ja, süs und fruchtig darfs ruhig sein.

Das wird bei Premium-DHP nicht unbedingt so sein...

 

vor 20 Minuten schrieb GoldenTurtle:

das Hauptgewicht liegt meist zwischen Würze, Mineralität und Bitterkeit, die Frucht spielt oft mehr in der zweiten Reihe

... genau deswegen.

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vor 3 Stunden schrieb Diz:

Manchmal zeigt sich erst nach Jahren ob man eine echte Perle hat oder "nur" ...

... manchmal entpuppt sich ein hässliches Entlein aber auch als prächtiger Schwan.
Durch Erfahrung kann man das aber schon immer besser einschätzen.
Aber Fehler zu machen gehört beim Hobby Tee einfach dazu.

vor 4 Stunden schrieb maik:

Shoppen würde ich erstmal gerne nur in Deutschland.

- Vor Jahren hab ich mal von Key einige Yanchamuster von Thamm gekriegt, und die haben sich ganz ordentlich entwickelt, die hatten etwa Jahrgang 14, wie seine Aktuellen sind kann ich jedoch nicht sagen.

- Von Gabriele hab ich auch schon einige Yancha verkostet. Da sein DHP Jahrgang 19 ist, würde ich eher mal sowas mit Jahrgang 17 verkosten.

- Von Chenshi hatte ich vor Jahren auch schon mehrere anständige Yancha, aber diejenigen, die er aktuell anbietet, sind für Yancha extrem frisch (Jahrgang 20+21), davon würde ich höchstens zum Einlagern nehmen, aber noch nicht zum jetzt trinken.

- @Diz verschickt auch manchmal von Deutschland aus, welchen Yancha haben wir letztes Jahr von dir verkostet, der doch ziemlich preiswert war? War das der Shui Jin Gui oder Tie Luo Han? Oh, ich seh grad, diejenigen, die du aktuell anbietest sind auch noch ziemlich frisch.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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In Deutschland wird es wirklich schwierig...

Ich finde die pauschalisierte Aussage, dass frischer Steintee noch nicht gut zu trinken ist schwierig... hier kommt es auf viele Faktoren an, wobei der Grad der Röstung mit die größte Rolle spielen wird. Ich hatte auch schon mit jungen Yanchas sehr viel Freude und das Alter sollte einen nicht abschrecken zu probieren. :)

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vor 14 Minuten schrieb Anima_Templi:

Ich finde die pauschalisierte Aussage, dass frischer Steintee noch nicht gut zu trinken ist schwierig... hier kommt es auf viele Faktoren an, wobei der Grad der Röstung mit die größte Rolle spielen wird. Ich hatte auch schon mit jungen Yanchas sehr viel Freude und das Alter sollte einen nicht abschrecken zu probieren.

Stimmt! Aber ich denke halt man rechnet lieber so rum auf Nummer sicher und wird dann vielleicht auch mal positiv überrascht, wenn einer schon früher zugänglich ist.

PS: Dazu noch eine Anekdote: Ich hatte vor Jahren mal ein Muster von einem gut gelagerten, harmonischen und fruchtigen Yancha von Scott erhalten, und Scott ist ja so weit ich weiss von vielen der angebotenen Tees gar nicht der wirkliche Besitzer, sondern nur eine Art Unterverkäufer o.ä. ... auf jeden Fall hab ich den dann mal nachbestellt, und der Besitzer hatte den in der Zwischenzeit ohne das Wissen von Scott enorm nachgeröstet - ich musste den Yancha über Jahre vergessen, war kaum mehr wiederzuerkennen.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 14 Stunden schrieb Diz:

Preiswert sind sie leider nicht.

Ja es geht noch, Yancha ist halt generell eher ein teures Pflaster, das sich in China auch verkauft, auch wenn die Qualität nicht stimmig ist.
Zu sagenumwoben dessen kulturelle Vergangenheit, zu schön das Herkunftsgebiet. Das ist halt wie eine mehrdimensionale Luxusreise in der Tasse.

vor 15 Stunden schrieb Diz:

Aber genau die zwei sind ein gutes Beispiel für eine Perle.

Um noch mehr auf den Punkt von Anima einzugehen; haben wir davon letztes Jahr etwa ganz frisch getrunken?!?
Dann wär der schon einigermassen zugänglich ... das hat halt mMn insb. damit zu tun, wie heiss die Röstung war - je kühler diese war (nicht zwingend je kürzer), desto schneller ergibt der Oolong ein harmonisches Gesamtbild in der Tasse. Having said that, will ich aber auch festhalten, dass ich starkgeröstetem Yancha auch nicht abgeneigt bin, aber dieser braucht dann halt eben mindestens 3 Jahre ... ich persönlich finde Yancha ab 7 Jahren nach der letzten Röstung wie noch auf einem ganz anderen Level - es kommt für mich durch die Lagerung eine zusätzliche Dimension hinzu. Gut zu wissen hierbei ist, dass die in chinesischen Shops angeboteten Yancha oft herkömmlicherweise alle 2, 3 Jahre nachgeröstet werden, um ungewollte Entwicklungen wie bspw. Fermentation zu verhindern, falls der Oolong z.B. beim Einlagern möglicherweise etwas viel Feuchtigkeit hatte, welche er in subtropischem Klima relativ schnell aufsaugen kann.

PS: Etwas multimediale Untermalung zu dem Thema - ein sehr schönes Lied übrigens für Teeliebhaber am Anfang:

 

 

Und hier als krönender Abschluss noch eine 10-teilige Naturdoku eines chinesischen TV-Senders über Wuyi mit englischer Übersetzung:

https://www.youtube.com/watch?v=RhdXNOC5dCo&list=PLQj97arasBZaq33SQjADm8Xs5aUj2pOsE

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    • Von SoGen
      An anderer Stelle hatte ich ja bereits erwähnt, dass ich mir für das 1. Semester 2022 als kleines Studienprojekt, das ich hier nach und nach vorstellen möchte, das Thema Yancha gewählt habe. Dabei geht es mir nicht darum, das Angebot eines bestimmten Händlers zu prüfen sondern darum, über die doch recht vielfältige Welt der verschiedenen Yancha-Sorten einen besseren Überblick zu gewinnen - und dabei etwas über den Tellerrand der üblichen Verdächtigen, also der "vier grossen berühmten Teebüsche" (Si Da Ming Cong - i.e. Da Hong Pao, Tie Luo Han, Bai Ji Guan und Shui Jin Gui) hinauszuschauen.
      Den Beginn machte heute ein Shui Xian (Narzisse, wörtl. 'Wassergeist') - eine Varietät, die mir bislang lediglich aus dem Fenghuang-Terroir Guangdongs und aus Zhangping (gepresst, deutlich anderer Charakter) bekannt war, die jedoch im Wuyi Shan ebenfalls seit langem beheimatet ist; der auf ca. 400 Jahre geschätzte älteste Teebusch des Wuyi Shan ist ein Shui Xian. Übrigens ein Typus, der nicht zu meinen Favoriten zählt - weswegen er auch als erster antreten darf. Der Name weist jedenfalls unmissverständlich darauf hin, was man da erwarten darf.
      Das trockene Blatt duftet vage blumig; schwach sind Röstnoten identifizierbar, die dann später in den Aufgüssen jedoch gut eingebunden und als solche nicht mehr identifizierbar sind. Das bekannte 'Narzissenaroma' ist unverkennbar, allerdings grundtöniger, 'schwerer' als ich es von Fenghuang Dancong kenne. Diese Grundtönung nimmt im Verlauf der Verkostung einen zunehmend mineralischen Charakter an - falls mich da meine Erwartungshaltung nicht getäuscht hat. Die Intensität des Geschmack lässt mit dem 5. Aufguss allmählich nach, die Aromenstruktur wird undifferenzierter, 'weicher' - und sogar ein wenig harmonischer. Der 'dunkle' Narzissenduft in der Nase bleibt hingegen bemerkenswert konstant und verblasst erst (dann freilich deutlich) im 9. Aufguss. Obwohl stark aufgesetzt (8 gr / 120 ml) keinerlei bittere Noten, auch keine Adstringenz. Sehr unauffällige Textur, was aber mE typisch für einen floralen  (hua xiang) Shui Xian ist.
      Aufgegossen - wie es sich gehört - in Yixing, das Kännchen ist seit einigen Jahren für Yancha reserviert und wurde im wesentlichen mit DHP gefüttert; hier im Eröffnungsposting kurz vorgestellt:



    • Von Anima_Templi
      Hallo, zusammen.
      Leider ist die Auswahl an Händlern welche ein (gutes) Yancha-Angebot im innereuropäischen Raum anbieten sehr überschaubar. Eine gute Sache bzgl. den neuen Medien ist es, dass man relativ schnell auf neue Shops aufmerksam wird. Bei diesem Shop wird das Hauptaugenmerk bis jetzt auf Felsentees, Pu-Erh und Heicha, sowieso Schwarz- und Weißtees gerichtet. Der Händler ist selbst Chinese und lebt in Spanien. Die Preise suggerieren ein qualitativ hochwertiges Niveau. 
      Weil die Tees komplett ohne evtl. Zollstress geordert werden können habe ich mich getraut und das komplette Felsentee-Angebot - nebst ein paar Pu-Samples - geordert, um einen groben Überblick über die Tees zu gewinnen. 
      Den Anfang machte gestern der Qi Lan, ein Kultivar, welcher erst in den 90er Jahren in die Wuyi-Region kam und ursprünglich in Fujian kultiviert wird.
      Qi Lan bedeutet wörtlich übersetzt wilde Orchidee und der Name ist bei diesem Tee Programm.
      Das Röstlevel ist recht ordentlich, auch wenn der Tee bereits ein Jahr Ruhe nach der letzten Röstung hatte. Das Blattgut ist intakt und gefällt optisch.
      Die Mineralität ist eher zurückhaltend, ebenso der Körper. Der Fokus liegt hier ganz klar bei den floralen Noten die sich über viele Aufgüsse sehr präsent zeigen. Mir persönlich ist der florale Faktor hier etwas zu stark ausgeprägt, für einen Yancha ist mir auch das mineralische Fundament zu subtil. Einzig die Röstnoten schaffen es die Orchidee in der Schale etwas zu zügeln, der leicht Süße Nachhall hingegen weiß wiederum zu gefallen.
      Ein gut produzierter Yancha. Die Röstung soll hier ein Gegengewicht zu den ausgeprägten floralen Noten bilden, schafft dies aber nur bedingt. Ein blumiger Tee, der genau das liefert, was die Beschreibung vermuten lässt. Für Einsteiger interessant, da leicht zugänglich und freundlich. Mir hat er zu wenig Körper und Mineralität, was aber kein Fehler, sondern dem Kultivar geschuldet ist.

    • Von chenshi-chinatee
      Hallihallo! 
      Es ist mal wieder soweit; knapp zusammengefasst:
      Ab jetzt bis Donnerstag gibt es 12% mit den Gutscheincode
      "rainydays"
      Allerding nur auf Tees, nicht auf Geschirr! 
      Weiterer Ausblick: 
      Neue Grüne und Schwarze Tees sind bereits unterwegs und sollten bis Mitte November auch ankommen u.a.:  Guyu Longjing - d.h. eine spätere Pflückung die tendenziell damit auch günstiger und etwas stärker im Geschmack ausfällt Waschechter Qingming Huangshan Maofeng, neben Longjing der China Grüntee Wuyishan Jinjunmei - etwas für kalte Herbst und Winternächte Neue Pu-erh werden auch noch geordert wobei hier der Fokus auf 2021er Tees fallen wird sowie wieder die Bestände an alten Tees aufzustocken, namentlich z.B. den 8582 oder den Songpin Hao Green Label.
       
    • Von HJ0001
      Hallo, 
      Ich möchte folgende Teesorten bestellen:
      - Qing Xin High Mountain Oolong (idealerweise Alishan oder Lishan) 
      - Jing Xuan High Mountain Oolong / Milky Oolong (idealerweise Alishan oder Lishan)
      - Cui Yu Oolong (bevorzugt Jade Oolong) 
      - Si Ji (Vier Jahreszeiten) Oolong 
      Also jeweils einen Tee der vier Hauptkultursorten für Oolong in Taiwan. 
      Außerdem:
      - Red Jade Black Tea (Sun and Moon Lake, #18) 
      - Sencha
      All diese Tees sollten in einem Preisbereich liegen, der sie einigermaßen alltagstauglich macht, schätzungsweise etwa 15 Euro pro 50 gramm oder weniger. 
      Teekontor Kiel hat Sencha und Red Jade im Angebot, jedoch wenig Auswahl beim taiwanischen Oolong, und der Großteil sind hochwertige Oolong von Meister Atong, die über meinen Preisvorstellungen für den Alltag liegen. 
      What Cha hat die all der genannten Tees im Angebot, wobei der Jin Xuan jedoch kein High Mountain Tea aus Lishan oder Alishan, sondern vom Mt. Bamboo. Außerdem wird auf der Website darauf hingewiesen, dass die Lieferzeiten bis zu 8 Wochen innerhalb der EU betragen können (was ein Tippfehler sein könnte, denn das wäre laut eigenen Angaben langsamer als weltweite Lieferungen). 
      1. Kann jemand etwas über die Tees von What Cha sagen? Sind sie qualitativ gut (natürlich nicht verglichen mit den hochwertigsten Tees)? 
      2. Hat jemand Erfahrungen mit den aktuellen Lieferzeiten? 
      3. Was für Alternativen gibt es, die alle meine Anforderungen erfüllen? Eine deutsche/europäische Alternative wäre mir am liebsten, da ich den Tee gerne schnell hätte und auf die 7% Steuer auch lieber verzichten würde. 
      Ich bin aber dennoch für weltweite Empfehlungen offen. Taiwanteacrafts war hier mein erster Gedanke. 
      Vielen Dank! 
    • Von ValeTea
      Welchen Tee trinkst du denn gerne am Abend? Ist ein Ripe Pu-Erh am Abend (ab 18Uhr) zu empfehlen?
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