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Hallo zusammen!


Empfohlene Beiträge

Hallo Ihr Lieben, 

ich bin der Flo und will mich - als Neuling hier - auch kurz vorstellen!

Mit Tee hatte ich früher wenig am Hut bis ich über einen Studienaufenthalt in Hongkong und Reisen in Festlandchina mit der Teekultur dort in Berührung gekommen bin. Die Vielfalt zwischen modernen Milchteevarianten und traditioneller Zubereitung, im Geschmack und besonders im Sozialen rund um den Genuss hat mich seither nicht mehr losgelassen.

Nach meiner Rückkehr wurde Tee auch in Deutschland mein täglicher Begleiter. Mit der Zeit habe ich mich dabei von meinem "westlichen Brühstil" (viel Wasser, meist günstiger Tee) immer weiter Richtung chinesischer Tradition bewegt und so in den letzten Monaten angefangen, bewusster zu trinken und in Keramik und Tee zu investieren. So kam es auch dazu, dass ich hier im Forum immer öfter zum stillen Mitleser wurde und habe nun beschlossen, richtig zu euch zu stoßen!

Mich interessieren teetechnisch besonders Oolong-Varianten aus Taiwan, wie manch einer vielleicht von meinem Avatar zu raten vermochte. Probiere mich aber auch gerade durch einige Grüntees und Pu'ers. Ansonsten bin ich immer daran interessiert, meine Brühtechnik (und natürlich das dazu vorhandene Material) zu verbessern und freue mich auch da sehr auf den Austausch mit euch! Aktuell suche ich noch nach einer Ergänzung zu meiner kürzlich erworbenen, ersten echten Yixingkanne. Falls ihr da was loswerden wollt, können wir ebenfalls gerne mal sprechen. 

Aber genug der Worte, wir werden uns sicher in der kommenden Zeit im Forum noch besser kennenlernen! 

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Aktuell gefällt mir der Mingjian Si Jichun aus der Winterernte 2014, der mir bei Si Fang Guan in Freiburg empfohlen wurde. Wirklich ein toller Tee. Ich tue mich allerdings etwas schwer, den Geschmack in Worte zu fassen, wie es hier üblich zu sein scheint. Hat für mich etwas Frisches, Blumiges. Ansonsten kaufe ich auch gerne im Laifufu Teesalon in München. Bei beiden Adressen gefällt mir die persönliche und geduldige Beratung. Für mich als Anfänger mit meinen vielen Fragen genau das Richtige!

Welche Taiwan-Tees sollte man denn unbedingt probiert haben?  

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Grüss dich!

vor 13 Stunden schrieb wulong:

Aktuell gefällt mir der Mingjian Si Jichun aus der Winterernte 2014, der mir bei Si Fang Guan in Freiburg empfohlen wurde.

Na sach mal, Jiri hat den Laden umbenannt?! 
Wusste ich gar nicht, Mensch, hab den schon lange nicht mehr gesehen, waren früher oft an gemeinsamen Teerunden.

vor 13 Stunden schrieb wulong:

Für mich als Anfänger mit meinen vielen Fragen genau das Richtige!

Welche Taiwan-Tees sollte man denn unbedingt probiert haben?  

Ähäm, also als Anfänger bist du für "Taiwan-Tees" bei Jiri schon an einer der exquisitesten Adressen.
Generell sind natürlich Hochland-Oolongs für viele am Anfang etwas zugänglicher, da sie oft blumig-blütenhaft-fruchtig sind, während Tiefland Oolongs wie Dongding eher in Richtung Würzigkeit und reifere Frucht tendieren (gibt aber auch dort blütenhaft-fruchtige Ausnahmen).
Ich würde ihn z.B. mal nach einem Dongpian Cuifeng fragen, das ist eine Winterernte aus einer hochgelegenen Gegend auf dem Lishan.
Und persönlich finde ich mittlerweile die Oolongs von Atong generell am besten ab 5 Jahren Lagerung.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 5 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Tiefland Oolongs wie Dongding

Der wird in Höhen grob zwischen 700 und 1000m angebaut, was dann zwar noch kein Hochland ist (jedenfalls in Nantou) aber sicher auch kein Tiefland. Wobei es dabei auch Ausreisser nach oben gibt, etwa diesen hier aus einem Garten auf 1450m. 'Tiefland' ist eher der Nordwesten mit Dongfang Meiren ('Oriental Beauty') als bekanntestem Oolong.

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@SoGen Ja, durchschnittlich etwa 800MüM (afaik) - das war mir vollkommen bewusst, als ich das geschrieben habe. Der Punkt ist eben, dass es keine weitere mir bekannte Höhenbezeichnung gibt zwischen Hochland und Tiefland, welche bei taiwanesischen Wulongs angewandt wird. Darum zähle ich Dong Ding zu den Tiefland Oolongs - die Grenze sehe ich bei etwa 1000MüM - alles darüber würde ich als Hochland Wulong bezeichnen. Es gäbe eine weitere mir bekannte Höhenbezeichnung, die jedoch eine noch niedrigere Lage als Tiefland Wulong bezeichnet, welches sind die Meeresoolongs, die in Strandnähe angebaut werden.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Die Liste von Si Fang Guan sieht doch schon gut aus, ich würde mir bei Shui tang in Zürich noch einen guten Fo shou (Buddhahand)-Oolong zulegen oder Dich da mal durchtesten. Für den Alltag kannst Du mal bei Zen8tea schauen, das sind meist "tiefere" Oolongs aus Nantou.

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Zunächst mal einen Link nachgeliefert

vor 3 Stunden schrieb SoGen:

Ausreisser nach oben gibt, etwa diesen hier

https://www.the-english-tearoom.de/en/store/tea/organic-formosa-katies-dong-ding-tung-ting-oolong

Ansonsten @GoldenTurtle - 1000m würde ich da auch ansetzen, wobei ich trotzdem auch die 'normalen' Dong Ding mit den 'echten' Hochland-Oolongs in einer Gruppe verorten würde. Der Charakter ist doch sehr ähnlich, insbesondere beim moderneren Verarbeitungsstil. Also leichte Oxidation (ca. 20% ), leichte bis mittlere Röstung (30 - 40%), gerollt. In der Regel ist das ja auch derselbe Kultivar (Qing Xin). Da würde ich mir jetzt nicht zutrauen, bei einer Blindverkostung zuverlässig einen Dong Ding von einem Li Shan oder Ali Shan zu unterscheiden. Wobei ein traditionell gefertigter Dong Ding mit einem Oxidationsgrad um 70% schon eine deutlich andere Geschichte ist, hinsichtlich "Würzigkeit und reifere Frucht" (und nussige Noten). Aber so was kriegt man ja kaum noch ...

 

Bearbeitet von SoGen
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vor 22 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Generell sind natürlich Hochland-Oolongs für viele am Anfang etwas zugänglicher, da sie oft blumig-blütenhaft-fruchtig sind, während Tiefland Oolongs wie Dongding eher in Richtung Würzigkeit und reifere Frucht tendieren

Kann ich bestätigen, wobei ich auch die kräftigeren Noten des ein oder anderen Dongdings wirklich mag. 

vor 22 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Ich würde ihn z.B. mal nach einem Dongpian Cuifeng fragen, das ist eine Winterernte aus einer hochgelegenen Gegend auf dem Lishan.

Klingt gut, hatte ich noch nicht. Danke für den Tipp! 

vor 13 Stunden schrieb Fisheyes:

Die Liste von Si Fang Guan sieht doch schon gut aus, ich würde mir bei Shui tang in Zürich noch einen guten Fo shou (Buddhahand)-Oolong zulegen oder Dich da mal durchtesten. Für den Alltag kannst Du mal bei Zen8tea schauen, das sind meist "tiefere" Oolongs aus Nantou.

Vielen Dank für die Tipps! Klingt so, als müsste man tatsächlich mal einen kleinen Abstecher nach Zürich machen...

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vor 15 Stunden schrieb SoGen:

Wobei ein traditionell gefertigter Dong Ding mit einem Oxidationsgrad um 70% schon eine deutlich andere Geschichte ist, hinsichtlich "Würzigkeit und reifere Frucht" (und nussige Noten). Aber so was kriegt man ja kaum noch ...

So viel Oxidation hat auch ein Traditioneller schon nicht (ein normaler Hongcha ist meiner heutigen Einschätzung nach nur etwas zwischen 40-60% oxidiert, und ich spreche nicht von einem DJ FF mit nur etwa 10% Oxidation - früher habe ich die Zahlen zu hoch eingeschätzt - wäre ein Tee 100% oxidiert, hätte er gar keine beständige Form mehr) ... von Atong kann man einen traditionellen Dong Ding schon noch kriegen (aber er macht auch hellere, leichtere) - wobei, ich hatte mal einen Urtraditionellen von einem steinalten Teebauern, einem Freund von Atong, das war echt fast zu stark geröstet, in dunklen Yancha Spähren, Atong geht da schon etwas bedachter zu Werke - seine "Traditionellen" sind aber mMn dennoch wie stark geröstete Yancha zu handhaben - mind. 3 Jahre Lagerung, besser 5, und richtig toll ab 7 Jahren.

vor 2 Stunden schrieb wulong:

Vielen Dank für die Tipps! Klingt so, als müsste man tatsächlich mal einen kleinen Abstecher nach Zürich machen...

Nee, den Fo Shou kriegst du auch an in deinem Teehaus in Freiburg, und zwar vom selben Produzenten (Atong).
Einer der Lieblingstees von @theroots ist meiner Observierung nach die 99er Edition davon ... zumindest habe ich ihn über die Jahre regelmässig dabei erwischt, sich immer wieder Nachschlag davon zuzutun. Ob es aber davon auch heutzutage noch gibt weiss ich jedoch nicht.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 2 Stunden schrieb GoldenTurtle:

wäre ein Tee 100% oxidiert, hätte er gar keine beständige Form mehr

Nun ja - diese immer wieder kolportierten Prozentangaben täuschen etwas über die Komplexität des Oxidationsprozesses hinweg. Zunächst: der für den Geschmack wesentliche Punkt dabei ist die Umwandlung von Polyphenolen, insbesondere Flavonoiden (Catechine wie EGC und EGCG, Flavone und Flavonole) durch Polyphenoloxidase. Insbesondere zu Theaflavinen und Thearubiginen, was die typische Farbänderung verursacht. Ein möglicher Produktionsfehler dabei - da hast Du völlig recht - ist ein Überschreiten des optimalen Levels dieser oxidativen Fermentation, was dann das Getränk schal schmecken lässt.

Dieses (für Hongcha) optimale Level ist es nun, das ich (zugegeben missverständlich) als 100% Oxidation bezeichnen würde. Das ist nun wiederum kein naturwissenschaftlich exakter Wert, sondern eben der Punkt, ab dem der Gehalt an Theaflavin und Thearubigin im fertigen Produkt wieder sinkt und vermehrt hochpolymerisierte Substanzen (HPS) gebildet werden. Auch der Koffeingehalt sinkt dann wieder. In Abhängigkeit vom verwendeten Kultivar und Technik (Trommel / Boden) liegt dieser 'Wendepunkt' bei einer Oxidationsdauer zwischen 60 und 75 min. Was darüber hinausgeht, ist dann nach meinem Verständnis nicht näher an den ominösen 100%, sondern schlicht überoxidiert.

P.S.: Von der Mode, zu diesem 'Wendepunkt' einen möglichst großen Sicherheitsabstand zu wahren, halte ich persönlich nicht viel. Das sind meist halbgare Frühgeburten, weder Fisch noch Fleisch ...

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vor 20 Stunden schrieb SoGen:

Dieses (für Hongcha) optimale Level ist es nun, das ich (zugegeben missverständlich) als 100% Oxidation bezeichnen würde.

Das ist aber ähnlich irreführend wie die relative Luftfeuchtigkeit im Vergleich zur absoluten Luftfeuchtigkeit.
Um die 0 Grad kann die relative Luftfeuchtigkeit noch hoch sein, aber in Wahrheit ist es fast knochentrocken, weil bei der Kälte die Luft nur noch sehr wenig Feuchtigkeit tragen kann.

vor 20 Stunden schrieb SoGen:

der für den Geschmack wesentliche Punkt dabei ist die Umwandlung von Polyphenolen, insbesondere Flavonoiden (Catechine wie EGC und EGCG, Flavone und Flavonole) durch Polyphenoloxidase. Insbesondere zu Theaflavinen und Thearubiginen, was die typische Farbänderung verursacht.

Wir können ja auch von relativer und absoluter Oxidation sprechen 😅 ... oft weisen Hongchas ja noch ein dunkles Grün auf - in absoluter Oxidation gesprochen wäre das mEn ein Wert von etwa 40%, was in relativer Oxidation, also hinsichtlich des von dir angesprochenen Prozesses gemessen aber wohl bereits etwa 80% ergäbe.

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vor einer Stunde schrieb GoldenTurtle:

Wir können ja auch von relativer und absoluter Oxidation sprechen

Ja :) - ist wie bei Brotbacken. Wenn das Brot eine lockere Krume und eine schöne Kruste hat, ist es zu 100% fertig gebacken. Wenn man dann weiter macht, hat man erst mal schlecht gebackenes Brot und irgendwann gar kein Brot mehr, sondern Asche ...

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Am 4.1.2022 um 12:31 schrieb GoldenTurtle:

Einer der Lieblingstees von @theroots ist meiner Observierung nach die 99er Edition davon ... zumindest habe ich ihn über die Jahre regelmässig dabei erwischt, sich immer wieder Nachschlag davon zuzutun. Ob es aber davon auch heutzutage noch gibt weiss ich jedoch nicht.

M.E. in der Tat ein sehr gefälliger Tee von welchem ich zum Glück immer noch etwas an Lager halte.. ;) 
Bei S.T. aber wohl inzwischen vergriffen meinte ich, hatte daher zwischenzeitlich noch etwas aus Bern besorgt. 

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@theroots Das ist ja witzig! Falls in Bern alle ist, hat Jiri davon bestimmt auch noch was gebunkert. 🤣
Es würde mich aber interessieren, was dich daran so besonders anspricht - ich bin noch an der ursprünglichen Packung, von welcher wir beide etwa 2014 meinte ich das erste Mal bezogen haben und habe mir auch nie eine weitere Reserve zugelegt.
Hast du von dem von mir oben erwähnten Cuifeng (Lishan) Dongpian mal probiert?
Ich muss halt schon sagen, insb. die insektenbefallenen Hochländer, teils auch noch deren Winterernten, können ab einem Alter von 5 Jahren mMn schon ordentlich was hermachen. Ich will aber nix gegen Dong Dings gesagt haben, auch von jenen überflügeln mehrere den 99er Fo Shou, zumindest meinem Geschmack nach, aber diese eben auch frühestens nach 5, besser noch 7 Jahren Lagerung. Ausser ein sehr heller Dongding von ihm, der muss etwa Jahrgang 2015 gewesen sein, der war ganz frisch auch schon eine geschmackliche als auch eine aromatische Offenbarung.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 12 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Es würde mich aber interessieren, was dich daran so besonders anspricht

Gibt selbstverständlich durchaus bessere Tees, rührt eher von einer spezifischen Assoziation mit einer Kindheitserinnerung (ehemaliges Chalet im Wallis ;) ). Somit eine subjektive Angelegenheit.. :D

vor 12 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Hast du von dem von mir oben erwähnten Cuifeng (Lishan) Dongpian mal probiert?

Noch nicht, war aber heute in der Gegend und habe mir bei dieser Gelegenheit einen 2015er (?) geholt. Zusätzlich noch eine Packung 93er Mao Xie sowie einen 2012er Lishan Qingxin.

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