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Merkmale von grünem Tee Japan/China ??


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Hallo zusammen,ich hätte da mal eine Frage zu grünem Tee :
Ich hab schon mehrfach gelesen, dass man sich , wenn man gerne Grünen Tee trinkt zumeist entweder für Japanischen oder Chinesischen entscheidet…..und dann sich zumeist einer Linie treu bleibt.
Was hat das für ein Hintergrund ?? Gibt’s da jeweils verschiedene Anbauvarianten /Verarbeitungsprozesse ?? dass der Tee aus Japan oder China jeweils bestimmte Geschmackskomponenten aufweisst,die die andere Linie nicht aufweisst ??
 
Was sind das für Kriterien ??
 
Ich teste mich bisher bunt durchs Sortiment der verschiedensten Anbieter um verschiedene Tees und Geschmacksrichtungen etc. kennen zu lernen….habe aber bisher nur bei den Japanischen Grüntees schon Lieblinge gefunden. Aber weshalb gerade bei denen kann ich nicht sagen.
Ich hoffe Ihr versteht was ich meine….ich kann es nicht anderst beschreiben.
 
 

P1220675.JPG

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Ich stelle mir bei Blatttee weniger die Frage ob China oder Japan, sondern gehe nach Qualität. Es gibt aus jedem Land phänomenale Grüntees und auch eben recht schlechte. Japanische wirken derzeit auf mich, etwa hinsichtlich ihres Duftes, manchmal frischer. Da mögen mich aber die kommenden Jahre eines besseren belehren. Und Genmaicha und Bancha sind so gewöhnlich, dass ich da eher nach der Tageszeit gehe, wann ich sie trinke.

Im Freundes- und Bekanntenkreis kämpfe ich aber gegen ein per se abschätziges Urteil gegenüber chinesischen Grüntees an, der wohl in traumatischen Verkostungen von billigem Gunpowder wurzelt. Den bekomme ich auch nicht die Kehle runter. 

Am chinesischen Grüntee schätze ich, dass wohl einige Sorten hier im Handel unter "grünem" Tee subsumiert werden, die eigentlich eher in einen "nicht-grünen" Bereich passen würden. Geschmacklich ist - nicht nur angesichts der großen Zahl verschiedener Tees - bei chinesischen Grüntees die Bandbreite sicher viel größer als oft gedacht.

Bei Matcha gibt es für mich nur japanische Sorten.

(Als Allerweltshaustee zum Frhstück nehme ich eine selbstgemachte, vergleichsweise preiswerte Mischung eines eher blumigen grünen Darjeelings und eines kräftigen Sencha (2:1), da der Geschmack der verzehrten Speisen jeden fein nuancierten Tee überdecken würden. Zum Runterspülen und Wachwerden eignen sich dieser Tee jedoch sehr gut. Aber das ist so funktional orientiert, dass ich das kaum als Teetrinken wahrnehme.)

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vor 12 Stunden schrieb Onggi:

Am chinesischen Grüntee schätze ich, dass wohl einige Sorten hier im Handel unter "grünem" Tee subsumiert werden, die eigentlich eher in einen "nicht-grünen" Bereich passen würden.

Verstehe ich nicht. Kannst Du vielleicht ein konkretes Beispiel nennen?

@Adriana: in aller Regel unterscheiden sich die Tees doch recht deutlich. Es handelt sich auch um verschiedene Subspecies des Teestrauchs (Camellia sinensis var. sinensis / Camellia sinensis var. japonica) und Japaner sind idR gedämpft, Chinesen gewokt oder gebacken (was allerdings nur eine Faustregel ist). Hinzu kommen andere Umweltbedingungen - in Japan nördlicher gelegene Anbaugebiete, geringere Höhenlage (max. 600m), vorwiegend Vulkanböden. Auch, wenn das jetzt stark verallgemeinert ist, ergibt das Tees von doch recht verschiedenem Charakter. Wobei das Geschmacksspektrum in China natürlich deutlich breiter ist - schließlich ist die Anbaufläche für Grüntee in China ca. das 30-fache der Fläche in Japan ...

 

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vor 33 Minuten schrieb SoGen:

Verstehe ich nicht. Kannst Du vielleicht ein konkretes Beispiel nennen?

@Adriana: in aller Regel unterscheiden sich die Tees doch recht deutlich. Es handelt sich auch um verschiedene Subspecies des Teestrauchs (Camellia sinensis var. sinensis / Camellia sinensis var. japonica) und Japaner sind idR gedämpft, Chinesen gewokt oder gebacken (was allerdings nur eine Faustregel ist). Hinzu kommen andere Umweltbedingungen - in Japan nördlicher gelegene Anbaugebiete, geringere Höhenlage (max. 600m), vorwiegend Vulkanböden. Auch, wenn das jetzt stark verallgemeinert ist, ergibt das Tees von doch recht verschiedenem Charakter. Wobei das Geschmacksspektrum in China natürlich deutlich breiter ist - schließlich ist die Anbaufläche für Grüntee in China ca. das 30-fache der Fläche in Japan ...

 

und die Chinesen haben unwesentlich früher angefangen mit dem grünen Tee als die Japaner;)

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@SoGen Ich meinte so einen Tee: https://www.tee-kontor-kiel.de/tee/gruener-tee/china-taiwan/bio-snow-dragon-xue-long-dongzhai

Der schmeckt wunderbar, ist aber eher ein weißer Tee geschmacklich. Da wäre dann "grün" eher auf das Etikett zu schieben und nicht so sehr auf das Blatt. Der von mir angesprochene "grüne" Darjeeling ist geschmacklich und vom Blatt auch eher "dunkler". Kein Vergleich zu einem frischen japanischen Tee.

Am dem "weißen" bzw. "roten"/"schwarzen" Rand franst das Etikett "grüner Tee" halt etwas aus.

Bearbeitet von Onggi
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@Onggi: Xue Long ist ein etwas kompliziertes Thema - den verlinkten (oder auch andere, falls es sie geben sollte) aus Simao kenne ich nicht. Dongzhai ist eine noch recht junge (Groß-)Plantage mit breiter Produktpalette und die Produktion dort hat mit der traditionellen Teeproduktion in Simao / Yunnan nicht viel zu tun. Vorbild (nicht im Aussehen, aber wohl im Geschmackstypus) ist offensichtlich der Xue Long aus Fujian und der ist tatsächlich ein weißer Tee und wie es sich gehört auch mit dem Bai Hao - Kultivar produziert. Anders als der aus Simao ist das Original ein Bianxing Cha (扁形茶 - 'flach geformter Tee').

Da die Produktion von echtem Weißtee wegen der Abhängigkeit von den Wetterbedingungen nach Lese schwer zu standardisieren bzw. riskant ist, werden Fujian Xue Long von manchen Produzenten auch gewokt und dabei wie Long Jing gepresst. Also zu grünem Tee verarbeitet; manche Produzenten mischen dabei sogar Bai Hao - und Long Jing - Material. Der weiße Xue Long wird hingegen gewalzt (aber nicht erhitzt dabei) - unterscheidet sich also optisch kaum vom grünen.

Mit entsprechend langer Welk- und Trockenzeit vor dem Woken kann man sich dem Weißtee-Charakter ein Stück weit annähern; dann ist das Woken eine Art vorgezogene Endfeuerung. Trotzdem franst da mE nicht aus. Weißer Tee wird gewelkt und an der Sonne getrocknet; einfachere Qualitäten auch maschinell - jedenfalls aber bei relativ niedriger Temperatur. Danach kann (muss nicht) abschließend zur Konservierung noch eine Erhitzung bzw. leichte Röstung erfolgen, ähnlich dem hiire bei gedämpften japanischen Grüntees. Das ist dann aber nur 'finishing'. Grüner Tee wird hingegen nur kurz gewelkt und dann stark erhitzt (shaqing) - ein eindeutiger Unterschied bei der Fertigung, der sich auch geschmacklich bemerkbar macht.

Die oben umrissene "Annäherung" von Grün- und Weißtee-Charakter geht nach meinem Empfinden eher auf Kosten des weißen Tees - der 'grüne' Produktionsprozess ist deutlich schneller und so kann im selben Zeitraum mehr an Menge produziert werden. Für mich ein Grund, diese halbfertigen 'Pseudo-Weißen' zu meiden - aber das ist zweifellos Geschmackssache.

 

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Am 4.1.2022 um 23:22 schrieb Onggi:

gedenke, den wirklich leckeren Tee auch weiterhin zu genießen.

Tu das, bitte tu das. Ich denke, trotz allen Frotze- und Sticheleien wissen wir hier doch, dass wir über persönliche Geschmackspräferenzen schreiben, wenn wir hier Tees 'bewerten' - und da auch jedem seine eigenen subjektiven Bewertungen zugestehen. Glücklicherweise haben wir hier keinen Teepapst, der ex cathedra das alleinseeligmachende Geschmacksideal verkündet. Wobei - reizen würde mich der Job schon ... :thumbdown::yahoo:

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@SoGen hat ja im Grunde die wesentlichen Unterschiede zwischen japanischem und chinesischem Grüntee bereits benannt. Weil die Diskussion ausdrücklich als Anfängerfrage begonnen wurde, kann es aber vielleicht nicht schaden, bei den einzelnen Punkten noch etwas mehr ins Detail zu gehen. Die Experten hier im Forum müssen nicht weiterlesen, weil ihnen das Folgende bereits bekannt sein dürfte.

Wie @Paul richtig angemerkt hat, haben die Japaner den Tee von den Chinesen übernommen, nachdem diese bereits eine jahrhundertelange Erfahrung mit dem Anbau von Teepflanzen und der Teeherstellung hatten. Die Japaner haben dann ihren Tee "nach und nach dem Geschmack eines Volkes von Fischessern angepasst" angepasst. So hat es John Blofeld in seinem Buch Das Tao des Teetrinkens formuliert.

Am 4.1.2022 um 15:38 schrieb SoGen:

Japaner sind idR gedämpft, Chinesen gewokt oder gebacken

Dies ist der auffälligste Unterschied bei der Verarbeitung. Um die beim Grüntee ungewollte Oxidation der Teeblätter zu verhindern, steht am Anfang des Produktionsprozesses das so genannte Kill Green. Um die an der Oxidation beteiligten Enzyme zu deaktivieren, werden die Blätter nach der Ernte so schnell wie möglich erhitzt. Während das bei chinesischem Tee in der Regel in großen wok-ähnlichen Pfannen (pan-frying) geschieht, werden Japantees meist maschinell gedämpft (steaming). Die Blätter werden in China also trocken erhitzt, während sie in Japan einen einige Sekunden bis mehrere Minuten langen Dämpfprozess in einer speziellen Dämpftrommel (Mushiki) durchlaufen.

Je nach Dauer der Dämpfung bezeichnet man die Tees dann als Asamushi, Chumushi oder Fukamushi. Die Dämpfung gilt als Hauptgrund für den charakteristischen Geschmack der Japantees. Außerdem wurden sowohl in Japan als auch in China jeweils besondere Kultivare gezüchtet, die sich ebenfalls im Geschmack unterscheiden. Erwähnenswert ist möglicherweise auch noch, dass hochwertige chinesische Tees in der Regel mit sehr viel Handarbeit (Ernte, Rollen) hergestellt werden, wohingegen die wesentlichen Verarbeitungsschritte in Japan mit Hilfe von Maschinen ausgeführt werden. 

Am 4.1.2022 um 15:38 schrieb SoGen:

Hinzu kommen andere Umweltbedingungen - in Japan nördlicher gelegene Anbaugebiete, geringere Höhenlage (max. 600m), vorwiegend Vulkanböden.

Boden und Klima spielen selbstverständlich auch eine Rolle.

Am 4.1.2022 um 15:38 schrieb SoGen:

Wobei das Geschmacksspektrum in China natürlich deutlich breiter ist - schließlich ist die Anbaufläche für Grüntee in China ca. das 30-fache der Fläche in Japan...

Dass es in China eine so viel größere Vielfalt an Teesorten gibt als in Japan, hat natürlich etwas mit der Größe des Landes zu tun. Auch in der chinesischen Küche gibt es ja große regionale Unterschiede. Ein anderer Grund mag darin liegen, dass es in Japan ein einheitlicheres Geschmacksideal zu geben scheint. Dies spiegelt sich meines Erachtens in den Ergebnissen des jährlichen Nihoncha-Wettbewerbs wider.

Einen Thread zu den Unterschieden von japanischen und chinesischem Grüntee gab es hier im Forum übrigens schon einmal. Allerdings wurden damals  die in dieser Diskussion angesprochenen Punkte nicht thematisiert. Zum Nachlesen:

https://www.teetalk.de/forums/topic/4237-japanischer-und-chinesischer-grüner-tee-ein-vergleich/

Bearbeitet von teewelt
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  • 2 Wochen später...

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    • Von SoGen
      Heute in der Schale: der letzte Rest der vorjährigen Mingqian-Pflückung eines Yang Xian Xue Ya (阳羡雪芽), gesourced und bezogen von DTH (105 $/250 gr). Also Zeit, ihn vorzustellen, bevor die Erinnerung verblasst. Dass dies nun hier und nicht im WTIHIET-Thread geschieht hat seinen Grund darin, dass sich dieser Tee hierzulande doch eher selten in einer Teeschale findet; bei Recherchen zu diesem Tee ist die Vorstellung hier dann vielleicht etwas einfacher zu finden.
      Die grünen Tees der 'Ostküste' (was für mich konkret Zhejiang, Jiangsu und das im Hinterland gelegene Anhui bedeutet) sind zu recht weltberühmt, wobei diese Bekanntheit über den Inlandsmarkt hinaus vor allem von zwei Faktoren abhängt: ausreichend Anbauflächen, um deutlich über den lokalen Bedarf hinaus zu produzieren sowie eine gute Anbindung an überregionale Märkte. Interessant (nicht zuletzt auch hinsichtlich Preis-/Leistungsverhältnis) sind nun durchaus auch die Tees, die es mangels Masse nur selten auf den internationalen Markt schaffen. Bezeichnenderweise findet man sie oft in der Nähe alter Handelszentren, unter deren urbaner Bevölkerung sie wohl in erster Linie ihre Abnehmer finden. Beispiele sind etwa der Yu Hua Cha aus der Nähe Nanjings und auch der hier vorgestellte Tee: Yang Xian ist der alte Name des Zentrums der Keramikindustrie Jiangsus (mit Bedeutung weit über die Provinzebene hinaus): Yixing. "Xue Ya" würde ich mal mit "Schneeknospen" übersetzen - wobei der Tee gar nicht so recht danach ausschaut:

      Die weißen 'Spots' sind dünn gesät - aber, auch wenn man es wegen der Verarbeitung zu einem flach gepressten Tee (bianxing cha) dem Blatt nicht ansieht, hat es doch einiges an Flaum, das sich im Aufguss als 'milchige' Trübung zeigt - wenn auch schwächer als etwa bei einem Bi Luo Chun. Das abgearbeite Blatt (letztes Bild) zeigt sorgfältige Handpflückung nach Maojian-Standard (Knospe und 1. Blatt).

      Nun hätte es natürlich nahe gelegen, den Tee in Yixing-Keramik aufzugießen - ich denke mal, in seiner Heimat tut man das auch. Da meine Yixings jedoch alle auf unterschiedliche Oolong-Typen (Wuyi, Fenghuang, Anxi) eingefahren sind, habe ich davon Abstand genommen. Zum Einsatz kam also mein Standard Banko-Set von Yamamoto Taisen, der mit dieser etwas ungewöhnlich geformten Kyusu offensichtlich auf chinesische Formen anspielt.

      Weitere Aufgussparameter: 10 gr auf ca. 160 ml, Temperatur um die 75° C (für die Aufgüsse 4 - 6 leicht angehoben). Blanchieren bei ca. 60° C, 6 Aufgüsse: 20'', 30'', 50'', 1'20'', 2', 3'. Bis auf das Gewicht alles nur ungefähre Angaben - der Atem misst nicht so genau wie eine Stoppuhr, aber zumindest für mich ist er hinreichend.
      Verkostungsnotizen:
      Trockenes Blatt: unbestimmt blumiger Duft.
      1. Aufguss
      Nase: weisse Lilien ("Friedhofsblumen", um ganz unschuldig meine Schwiegermutter zu zitieren) - einschließlich des typischen wachsartigen Grundtons.
      Geschmack: hat erstaunlich wenig mit der Ankündigung durch die Nase zu tun. Füllig, gemüsig - Anklänge von Chicorée ohne Bitterkeit (ein Oxymoron, ich weiss ...), weißer Spargel.
      Abgang: anhaltende, leichte Süße. Kein hui gan, aber mit leichten, minzigen Obertönen. Was mich zu der Theorie inspiriert hat, dass dies Anlass zur Namensgebung war -  ein wenig wirkten diese Obertöne schon wie kleine Schneeflöckchen auf Teeknospen.
      2. Aufguss
      Nase: verstärkt Wachs - hier steht übrigens ein ernstzunehmender Grenzpfahl für die Dosierung. Bei Überdosierung beginnt das schon sehr unsubtil nach Schuhcreme zu duften.
      Geschmack: Gemüsesuppe - keine Minestrone, sondern eine klare, komplex strukturierte Gemüseconsommée.
      Abgang: erste, edelbittere Noten, die den Abgang ergänzen. Die 'Minzigkeit' ist weg, der Schnee geschmolzen.
      3. Aufguss
      Nase: baut jetzt merklich ab, hellere Noten ('Obertöne') fehlen
      Geschmack: leichte Zunahme der bitteren Noten - ein Prozess, der sich in den folgenden beiden Aufgüssen verstärkt. In gleicher Weise wird der gemüsige Geschmack zunehmend grundtöniger.
      Abgang: die Süße ist verschwunden, es bleibt ein angenehmes Mundgefühl. Leichtes Taubheitsgefühl der Wangeninnenseite, angeregter Speichelfluss.
      4. Aufguss
      Nase: leicht, undifferenziert gemüsig.
      Geschmack:  siehe vorheriger Aufguss
      Abgang: siehe vorheriger Aufguss - die leichte Adstringenz der Wangen weitet sich auf den gesamten Mundraum aus.
      5. Aufguss
      Nase: schwach
      Geschmack: siehe 3. Aufguss
      Abgang: siehe vorheriger Aufguss
      6. Aufguss
      Nase: leichte Noten von weißer Asche (kann man so was riechen? Ich schon ...).
      Geschmack: die Grundtöne 'verholzen' - saftiges, junges Holz. Was es mE lohnend macht, dem Tee so weit auf den Grund zu gehen.
      Abgang: gefühlt hat sich die Adstringenz über die Speiseröhre  bis in den Magen ausgebreitet, ohne dass dieser protestieren würde (und ich bin da durchaus empfindlich). Die Speichelproduktion ist deutlich zurückgegangen, ohne dass sich die Schleimhäute trocken anfühlen würden. Bei einer Kombination mit Essen würde ich zu einer Verwendung als Digestif raten.
       
       
       
       
    • Von JaquiMars
      Hallo ihr Lieben,
      ich bin neu hier und verzweifelt auf der Suche nach einer Tee-Sorte. Er stand als Mitbringsel allein in der Küche im Büro, niemand wollte ihn und ich liebe ihn abgöttisch. 
       
      Er neigt sich langsam dem Ende und ich würde ihn gerne Nachbestellen ohne gleich nach Taiwan zu reisen
      Vielleicht kennt die Sorte von euch Kennern ja jemand, ich wäre sehr dankbar. 

    • Von shachtyor
      Hallo allerseits,
      ich suche nach der Idee für einen guten Einsteiger-Grüntee-Mix. Können einzelne Sorten sein oder ein fertiger Mix. Was würdet ihr empfehlen, um ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bekommen?
      Über den Geschmack der Beschenkten weiß ich so gut wie nix. Nur dass sie Tee sehr gerne mögen und aus Sri-Lanka kommen (dass Sri-Lanka nicht viel mit grünerm Tee u tun hat, sit mir klar, aber mit dem schwarzen Tee ist das paar eh gut versorgt und den grünen trinken die auch gerne).
      Preislich wäre cih bereit 75-100 € auszugeben.
    • Von Onggi
      Hallo zusammen,
      ich heiße Stefan und bin neu im Forum.
      Tee trinke ich bewusst seit ungefähr 35 Jahren, vielleicht etwas länger. Ich habe in dieser Zeit in sehr vielen verschiedenen Ländern gelebt und gearbeitet, seit 15 Jahren aber lebe ich in Wien und Berlin. Ich bin sehr offen für die Vielfalt des Tees und schätze leckeren Tee, wenn er richtig zubereitet ist, egal wie sehr die Zubereitung sich von europäischen Gewohnheiten auch unterscheiden mag.
      Tee trinke ich in allen denkbaren Variationen. Es lag und liegt immer am Ort, dem Wasser, der Jahreszeit und den sonstigen Speisen - und natürlich dem Teeangebot - welchen Tee ich wo und wie selbst zubereitet und getrunken habe. Seit ca. 15 Jahren trinke ich meist Grüntee, Oolong und Kräuter/Früchtetees. Ich mag die Nuancen, wenn Grüntee immer mehr in Richtung Schwarztee geht. Puerh-Tee (schreibt man den hier so?) schätze ich ebenfalls, trinke ihn aber seltener. Hingegen ist der frische Duft einen guten Grüntees einfach immer etwas, was meinen Teedurst weckt.
      Hinsichtlich meiner Speisegewohnheiten bin ich sehr schlicht, ich zähle nicht zu den Menschen, die rund 2000 unterschiedliche Gerichte oder mehr kennen. Kochen kann ich wahrscheinlich selbst nur ein Dutzend Gerichte maximal, ich esse einfach lieber als dass ich koche. Umgekehrt habe ich in den unterschiedlichsten Ländern sicher viele unterschiedliche Tees kennengelernt. Ich trinke jedoch nur Tee, der entweder von mir selbst oder von gleichgesinnten Teekenner:innen zubereitet wird. Ich nehme auch gerne Wasser, Tee und Geschirr mit, wenn ich für mich oder andere irgendwo Tee zubereite. In normalen Restaurants oder Cafes trinke ich so gut wie nie Tee, auf keinen Fall; wenn "Tee" darin besteht, in sprudelnd heißes Wasser einen Teebeutel zu werfen.
      Für mich ist es wichtig, dass Tee ökologisch angebaut (oder wenigstens rückstandfrei ist) und möglichst fair angebaut/gehandelt wird. Da gibt es ja zum Glück in den letzten Jahren eine Menge Angebote. Seit geraumer Zeit kaufe ich keinen anderen Tee mehr. 
      Preislich habe ich von preiswerten Bio-Tees bis hin zu besonderen Raritäten alle möglichen Sorten im Schrank stehen. Ebenso sieht es beim Geschirr aus, von preiswerten Glaskannen aus dem schwedischen Möbelmarkt bis hin zu handgetöpferten Kännchen aus Fernost ist alles da. Es sind ja bei mir ein paar Jahrzehnte an Spontankäufen zusammengekommen. Ich mag Eisenkannen und einfache Glaskannen sehr, wenn es um einfachen Haustee geht, den ich über den Tag verteilt trinke; erstere, weil sie nicht kaputt gehen, letztere, weil sie schnell ersetzt werden können, wenn sie kaputt gehen.
      Jeder Tee, jedes Geschirr, jede Zubereitungsform hat m. E. seine Nachteile und Vorteile. Das ist ja das Schöne, dass man bei Tee niemals auslernt und immer neue Aspekte entdecken kann.
      Eine Sache aber hasse ich: TROPFENDE KANNEN! Die wandern, so schön sie auch sein mögen, nach zwei Wochen nach hinten aufs Regal und werden dann weiterverschenkt. Es gibt eine Menge Menschen, die sich darüber freuen und die regelmäßig bei mir nachfragen...
      Ich habe hier im Forum schon etwas in vielen älteren Postings gelesen und bin dankbar, dass berufenere Teekenner:innen als ich so viele schöne Worte kennen, um verschiedene Tees in ihren Vor- und Nachteilen zu beschreiben. Das war schon sehr hilfreich. Gegenüber einem Nachbarn etwa konnte ich anmerken, dass mein güner Darjeeling nicht etwa labberig sei, sondern mich - sinngemäß - hinsichtlich seiner blumigen Noten geschmacklich "nicht sonderlich überfordere". Das ist prima, denn ich mag diesen Tee, auch wenn er halt einfach labberig schmeckt. Aber ordentlich dosiert, erkaltet und mit Zitrone versetzt, ist er im Sommer halt sehr erfrischend im Garten. Dort kann ich schlichtweg auch nichts trinken, was mich überfordern würde! 🙂
      Ich denke also, dass ich hier von den klugen Gedanken anderer immens profitieren werde und lasse mir gerne viele Dinge erklären, die ich sonst nicht verstehe. Viele haben hier wunderbare Einblicke in die wissenschaftlichen Dimensionen des Tees und kennen alle möglichen Aspekte, die mir verborgen geblieben sind. Das ist auch der Grund, weshalb ich hier nicht nur mitlese, sondern mich auch angemeldet habe: Ich kann endlich Dinge fragen, die jemand beantworten kann. Vielleicht, wenn ich mal verstanden habe wie man hier Bilder einstellt, poste ich auch mal Fotos von meinen Sachen oder so.
      Liebe Grüße
      Stefan
       
    • Von Andi2211
      Hallo
      Nachdem ich nun schon einige Male aromatisierten Grüntee getrunken hab, wollte ich mich nun mal an "richtigen" Grüntee herantasten.
      Ich dachte .... ok, schaun wir halt mal was es so gibt ... und nun mein Problem ... ich wußte nicht, dass es sooooo viele Grüntees gibt.
      Vielleicht habt ihr ja eine Empfehlung für mich, welchen ich für den Anfang am Besten nehmen kann und wie man ihn richtig zubereitet.
      Vielen Dank für eure Hilfe
      LG Andi
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