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Man sieht mit Geringschätzung auf Dilettanten herab, welche die Kunst aus Liebe und Freude an ihr betreiben; dagegen ehrt man die Fachleute, die sich des Verdienens wegen damit befassen. (Arthur

So, ein Verwandter von mir hat jetzt auch mal eine gute Aktion gebracht. Der trinkt ein paarmal im Jahr genußvoll Gongfu-Tee.   Diesmal gab es einen 2006 Yiwu, feucht gelagert, wow. Da

Es ist allerdings wahr! Schon die Bings, die von Bäumen gepflückt werden, sind oft schwer zu entschlüsseln. Wenn sie aber erstmal in großen Maden gelandet sind, sind meistens alle Spuren verwischt

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Also wenn das wirklich von Schopenhauer ist, würde ich gern den Zusammenhang kennen. So klingt es für mich doch eher unpassend.

Allerdings: Auch der beste Profi fiel nicht gleich als solcher vom Himmel. Und viele von ihnen begannen mal als Amateure. Ja, auch hier steckt im wahrsten Sinne des Wortes Liebe drin ;-)

 

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vor 19 Stunden schrieb nemo:

Also wenn das wirklich von Schopenhauer ist, würde ich gern den Zusammenhang kennen.

Da geht es mir genauso 🙂. Die Angabe "Schopenhauer zugeschrieben" war schon bewusst so gemacht. Ich war auf das Zitat eher beiläufig auf einer Internetseite gestoßen und weitere Recherchen haben außer der Namensangabe keine genauere Quellenangabe erbracht. Wie häufig bei solchen Zitaten im Internet hat sich vermutlich einer den Autor nach dem Motto 'si non è vero è ben trovato' aus den Fingern gesaugt und alle anderen haben bei ihm abgeschrieben ... fake philosophy halt; im Internet-Zeitalter muss man auch damit leben. Jedenfalls hat mich die Frage nach Herkunft des Zitats nicht genug umgetrieben, um meine Zürcher Ausgabe abzustauben und dort danach zu suchen. Man kann Schopenhauer zwar durchaus drei oder vier mal lesen (zwei Mal ist zumindest bei der 'Welt als Wille und Vorstellung' ohnehin Minimum, gibt einem zumindest Schopenhauer selbst mit auf den Weg) - aber angesichts meines fortgeschrittenen Alters und der Zahl noch ungelesener Bücher wird das wohl nichts mehr.

Ansonsten, lieber @Paul, halte ich mich an den Ursprung dieses (wohl Ende des 17. Jahrhunderts) aus dem Italienischen übernommenen Lehnworts, und das wohlklingende 'dilettare' (jedenfalls wohlklingender als das steife lateinische 'delectare') heisst ja lediglich "sich an etwas erfreuen", "etwas genießen". Wozu - wenn die Empfindung denn eine reine sein soll - auch der Amateur (zu Deutsch: der Liebhaber) einer Herzens- und Sinnesbildung bedarf. Der verächtliche Beiklang des Titels 'Dilettant' geht wohl auf die beiden klassischen Dichterfürsten zurück, denen es vermutlich vorwiegend darum ging, sich von ihren dritt- bis x-klassigen Epigonen abzugrenzen. Nicht zuletzt von der literarischen Produktion ansonsten unterbeschäftigter und gelangweilter Damen des sogenannten 'gehobenen' Standes. Wobei man diese Art von mediokrem Dilettantismus (wo, um Deinen Einwurf aufzugreifen, eine Disparität von 'mögen' und 'können' besteht) durchaus beiden selbst unterstellen kann, wenn auch nicht auf literarischem Gebiet. Schiller hat seinen Zeitgenossen einen großen Gefallen damit getan, nicht in seinem erlernten Beruf als Arzt in diesem Sinne zu dilettieren und Goethe dilettierte zwar durchaus achtenswert als Anatom, seine Farbenlehre allerdings ist ein Musterbeispiel für missglückten Dilettantismus. Dass der vielversprechende Sohn seiner Busenfreundin Adele Schopenhauer (um nun wieder zu ihm die Kurve zu kriegen), den Goethe bei seinen Untersuchungen dieses Themas gerne als Wasserträger eingesetzt hätte, das Thema eher beiläufig aus dem Handgelenk behandelte (nicht ohne Lücken und Unzulänglichkeiten Goethes etwas herablassend zu korrigieren) führte ja dann auch zu einer dauerhaften Verstimmung ...

Was nun unser Thema Tee betrifft, so ging es mir bei dem Zitat darum, auf den Stellenwert zu verweisen, den da die Liebe hat. Und das sehe ich ähnlich wie Dein heiliger Namensvetter: da gibt es Wissen, Können und Liebe - "aber die Liebe ist die größte unter ihnen". Amen :angel:.

_()_

P.S.: es war wohl der Meng Ding Huang Ya (top grade, handgefertigt) heute morgen, der mich so geschwätzig gemacht hat ...

Bearbeitet von SoGen
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vor 23 Stunden schrieb Paul:

Man muß es können und man muß es mögen - so wird ein Schuh draus.

 

vor 22 Stunden schrieb nemo:

Allerdings: Auch der beste Profi fiel nicht gleich als solcher vom Himmel. Und viele von ihnen begannen mal als Amateure. Ja, auch hier steckt im wahrsten Sinne des Wortes Liebe drin 😉

Gute Replik nemo!
Denn im Müssen, im Erzwingen, im "so sollte es sein" ist keine Liebe.

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  • 1 Monat später...

So, ein Verwandter von mir hat jetzt auch mal eine gute Aktion gebracht. Der trinkt ein paarmal im Jahr genußvoll Gongfu-Tee.

Setup1.thumb.jpg.257aac983e02202eb9e922d1467d273f.jpg

 

Diesmal gab es einen 2006 Yiwu, feucht gelagert, wow. Dann verblüffte der Teekenner mich aber mit der überraschenden Erkenntnis, dass der zweite Aufguss wirklich sehr mild ausfiel:

 

 Setup2.jpg.4ae354f109b572cc85279a4d9b636643.jpg

 

"Der 2. Aufguss ist überraschend hell." wird in meinem persönlichen Zitatenschatzkästlein definitiv einen Ehrenplatz erhalten.

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  • 3 Monate später...
  • 1 Jahr später...
Zitat

Denn genau das ist es, weshalb ich meist kein all zu großer Fan von Yibang Shengs bin: sie sind mir einfach zu bunt, zu laut, mehr Disko als Tempel

Zitat

Für mich ist das nach dem Rareness 4 (der jedoch eher in die Kategorie "party hard" fällt) einer der besten Yibangs bisher

@doumer
in Bestform 🔥

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  • 1 Monat später...

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