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Ich darf bekanntmachen,


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... nämlich mich. Dem Forum ist offensichtlich entgangen, daß seit ungefähr 1918, also seit dem Untergang des alten wie neuen Adels, ebenso des denselben nachahmenden Groß- und Finanzbürgertums nichts und niemand mehr vorgestellt wird. Bei Proust passiert das noch, aber die entsprechenden Stellen wirken und sind reichlich angestaubt. Seither wird bekanntgemacht, und das hat sogar der Deutsche Tanzlehrerverband nicht leugnen können. Ich darf um so deutlicher auf diese Praxis hinweisen, als meine Familie eher zum alten Adel gehört (ich muß mich vor Queen Elisabeth nicht erheben, die Sachsen-Coburgs sind jüngeren Geschlechts - warum, kann man lustigerweise wiederum bei Proust nachlesen).

Trotz besagter Liberalität, oder gerade wegen ihr seien mir ein paar Fragen gestattet. Die Namenswahlder Pseudonyme scheint ja nicht nur sehr locker gehandhabt zu werden, vielmehr glaube ich, einen gewissen Hang zu möglichst seltsamen Tarnnamen zu erkennen. <Beleidigung entfernt - Admin>

Vielleicht wagt sich jemand auf mein Niveau herab und erklärt mir, warum man so heißt (heißen möchte), wie man heißt.

Jetzt aber zum Tee! An die blumigen Beschreibungen dessen, was man riecht oder schmeckt, kann ich nicht glauben. Das einzige, zu dem ich fähig bin, ist die Unterscheidung, ob mir ein Tee besser oder weniger gut schmeckt als ein anderer.

Nach dieser Methode trinke ich gerade zwei Oolong parallel:

einen Pseudo-Oolong eines großen Versenders (dem noch etwas Ceylon beigemischt ist), für 4,00 € pro 100 Gramm, und

einen Li Shan Xue Pian, für 138,00 €/100 Gramm.

Der Witz ist (wenn man überhaupt von einem solchen sprechen möchte): Beide munden mir hervorragend, wobei ich die Qualitäten der tanzenden Schneeflocken überhaupt nicht leugnen möchte.

Maria

 

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vor 2 Stunden schrieb Maria Domingas:

Jetzt aber zum Tee! An die blumigen Beschreibungen dessen, was man riecht oder schmeckt, kann ich nicht glauben. Das einzige, zu dem ich fähig bin, ist die Unterscheidung, ob mir ein Tee besser oder weniger gut schmeckt als ein anderer.

Nur weil man zu etwas nicht fähig ist, sollte man den Glauben daran nicht verlieren ;) 

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vor 13 Stunden schrieb Maria Domingas:

Das einzige, zu dem ich fähig bin, ist die Unterscheidung, ob mir ein Tee besser oder weniger gut schmeckt als ein anderer.

Das ist ja schon einmal ein guter Ausgangspunkt. Vielleicht kommt ja bald die Unterscheidung, ob der Tee bitter ist, oder nicht, sauer oder nicht, süßlich oder nicht, usw. dazu. Und im Laufe der Jahre differenziert sich das noch mehr. Aber ich verstehe deinen Punkt, die blumigen Beschreibungen, sie es bei Tee oder Wein, sagen mir auch wenig, dafür muß man wohl eine sehr trainierte Nase haben.

vor 11 Stunden schrieb linda_leniem:

Wtf?

Kannst du das genauer erkären?

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vor 16 Stunden schrieb Maria Domingas:

Die Namenswahlder Pseudonyme scheint ja nicht nur sehr locker gehandhabt zu werden, vielmehr glaube ich, einen gewissen Hang zu möglichst seltsamen Tarnnamen zu erkennen. <Beleidigung entfernt - Admin>

🤣

vor 16 Stunden schrieb Maria Domingas:

Vielleicht wagt sich jemand auf mein Niveau herab und erklärt mir, warum man so heißt (heißen möchte), wie man heißt.

Die Verwendung eines Pseudonyms ist seit mehreren Jahrzehnten eine gängige Praxis im Internet. Da wählt man halt irgendwas aus. Da dies meist aus einem Moment heraus geschieht, finde ich nicht, dass dies ein wichtiges Thema ist.

vor 16 Stunden schrieb Maria Domingas:

Der Witz ist (wenn man überhaupt von einem solchen sprechen möchte): Beide munden mir hervorragend, wobei ich die Qualitäten der tanzenden Schneeflocken überhaupt nicht leugnen möchte.

Das ist sogar nachvollziehbar - Anfängern entgehen oft die filigranen Details - Komplexität, Bitterkeit und Huigan bedeutet ihnen nichts (muss es aber auch nicht - Tee ist ein Genuss und ein Kenner ist deswegen kein besserer Mensch), sondern Anfängern munden meist fruchtigere / süssere Tees besser.

vor 16 Stunden schrieb Maria Domingas:

warum, kann man lustigerweise wiederum bei Proust nachlesen

Da bin ich nur bis zur Hälfte gekommen ... irgendwann hatte ich dieses Gehabe und Gelüge satt, nur weil die Menschen nicht dazu stehen, was sie wirklich denken und wollen.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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PS: Noch ein Nachtrag hinsichtlich des oben erwähnten Begriffes Komplexität:

Ich sehe Komplexität grundsätzlich in 2 Dimensionen: im Moment, d.h. die geschmacklich-aromatische Vielschichtigkeit, aber auch über die Zeit gesehen; die Wandlung über die Aufgüsse hinweg

(@doumer würde wohl noch eine dritte Dimension anfügen: die Komplexität der Wirkung - keine, eindimensional oder facettenreich - aber das führt wohl etwas zu weit und hat auch viel mit der persönlichen Ver- und Auffassung zu tun)

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Hallo Maria, herzlich willkommen im Forum. Mit dieser Vorstellung mußt Du Dich auf einige Sticheleien gefaßt machen, selbst an Kaisers Geburtstag. Ich kann Dir aber versichern, sie meinen es nicht so. Die wollen nur spielen.

Mein Forenname spricht für sich - ein klassisches Cognomen. Hingegen hast Du versäumt, uns Deinen Namen zu erläutern. Klingt für mich nach spanischer Karmelitin, was nicht negativ gemeint ist.

Na dann Proust! :trink_tee:

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Guten Tag @Maria Domingas, kennen wir uns nicht? Du warst doch vor knapp einem Jahr an einer Teerunde in Köln dermassen teetrunken, dass Du nackt auf dem Teetisch getanzt und dazu Gedichte von Schiller rezitiert hast. Du erinnerst Dich wahrscheinlich nicht mehr daran, aber für uns andere war es ein denkwürdiger Abend. Schön, dass Du es auch an den virtuellen Teetisch geschafft hast, ich erwarte wieder einiges von Dir! 

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Okay, von mir auch ein etwas verspätetes Willkommen. Pseudonym habe ich keins, ich benutze hier lediglich nicht den 'bürgerlichen' Namen, unter dem ich bei den staatlichen Behörden registriert bin. @Paul: Danke für dieses anschauliche Beispiel dafür, was generationlange Inzucht so anrichtet. Da entwickelt man schon ein gewisses Verständnis für die jakobinische Lösung. Aber wenn man die SPD schon eine Revolution ausrichten lässt ... "Wegen ungünstiger Witterung fand die deutsche Revolution in der Musik statt", wie Tucholsky diagnostizierte. "Verständnis" heisst jetzt nicht, dass ich solche Lösungen gut heiße, aber sie war zweifellos geeignet, Rückforderungen dauerhaft ihre Grundlage zu entziehen. "Möge das Volk erklären, daß es die Herausgabe alles Gestohlenen verlangt, alles dessen, was die Reichen den Armen schändlicherweise weggenommen haben! Eine solche Rückerstattung wird gewiß nicht weniger rechtmäßig sein als die Entschädigung der Emigranten. Wir wollen durch die Wiederaufrichtung der Demokratie erstens, daß wir unsere Lumpen [...] zurückerhalten und daß diejenigen, die sie uns genommen haben, künftig daran gehindert werden, ähnliche Verbrechen zu begehen." (Gracchus Babeuf 1795)

@GoldenTurtle: Du bist (wie sicherlich viele) an einer Aufgabe gescheitert, die einige Zeit und Mühe erfordert. Da muss man durch, aber man wird dafür auch belohnt, wenn sich Prousts 'Recherche' mit dem letzten Band formal und inhaltlich rundet - erst dann lässt sich dieses (mE alles andere als "angestaubte") Werk angemessen würdigen. Aber mach Dir nichts aus meinem Tadel - ich für meinen Teil habe es nie geschafft, den "Mann ohne Eigenschaften" zu Ende zu lesen und das wird wohl auch nix mehr. Die so oft gepriesene Ironie Musils ist - mal von der 'Parallelaktion' abgesehen - wohl doch etwas zu subtil für meinen Geschmack.

Maria Domingas jedenfalls ist für mich dank Gato Barbieri vorerst durchaus positiv konnotiert. Das mischt auf ...

 

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