Key

jadequell: video zur teezeremonie, vorstellung des esten teezeremonie-automaten der welt

Empfohlene Beiträge

Also, ich habe nichts gegen Teeautomaten, aber einen "Zeremonie"-Automaten finde ich sinnlos, da die Handlung ja Teil der Zeremonie ist. Für mich gilt: Entweder Automat oder Zeremonie. ;) 



Persönlich ist für mich das Hantieren mit dem Gaiwan und dem Geschirr Teil des Spaßes. Der fehlt mir bei einem Automaten, auch wenn er aussieht wie ein Teeschiff.



Abgesehen davon: Die Abdeckung aus Nussbaum erinnert mich an einen gewissen Typ Couchtisch ... auch nicht so meins. 


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

"Der erste Teezeremonie-Automat der Welt", da käst einem doch das Hirn! Wie Frau Dr. Erika Fuchs zu sagen pflegte.



Andererseits: Vorsicht Satire!



Man kann wenn man diesen innovativen Gedanken der jungen Unternehmer weiterdenkt auch andere eingefahrene Zeremonien durch Automaten ersetzen. z. B. das Abendmahl, Politikerreden zur Lage der Nation, Besuche von Kanzlern/Kanzlerinnen in Überflutungsgebieten, das Liebespiel, Ehestreit usw usw.


Ein glückliches Leben, wir sitzen mit unseren armen Eltern ( oder sind es wenigstens bezahlte Schauspieler in dem Video) auf dem Sofa, reden wie debile Schauspielschüler im ersten Semester und schauen dem Automaten zu.



Ernsthaft  geht es mir wie Jinx:  mir fehlt die Hand, (ich bete es ja schon fast mantramäßig runter, daß Lesen bildet: Richard Sennet "Handwerk", das Buch des amerikanischen Philosophen, hätte man es gelesen, wüßte man warum ich mir sicher keinen solchen "Automaten" kaufen werde;


und Nußbaum, da hat Jinx noch mal recht geht schon gar nicht!


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich mach´s kurz:



Ich finde den Automaten, für das Publikum für das er konzipiert wurde, wunderbar.


Ich finde das Präsentationsvideo zum Gründerpreis sehr gelungen!


Wenn´s nach mir ginge hättet Ihr den Gründerpreis mehr als verdient!


Hut ab! :)


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo,


ich stimme Anima voll und ganz zu, dieser "automat"passt in unsere heuteige technisch orientierte Welt, einfach perfekt. Hut ab.


Ich persöhnlich lebe leider mit den unperfektionierten mehr oder weniger klasischen Aufgüssen die ich selber zubereite und hoffen einen Tages die Vollendung oder die perfektionie meiner Tees in diesem leben zu ereichen. ich glaube meinem selbstgewähtlen Zitat am Ende ist nichtgs hinzu zufügen. :D


Trotzdem halte ich die "automatischen Teezeremonie" in unserer Welt für angebracht, ich wünsche euch Erfolg für euer Modell, mir währe Bambus lieber ;)


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Weil ich wie Anima_Templi beim Treffen im Mai die Möglichkeit hatte, mit Conny über das Gerät zu sprechen, sehe ich es ähnlich wie er.



Etwas irreführend ist vielleicht die Bezeichnung "Automat" ... da denke ich an diese Kaffeevollautomaten, wo man nur einen Knopf zu drücken braucht und dann im Inneren ganz verborgen vom mahlen der Bohnen bis zum Einschenken des Getränks völlig losgelöst vom Menschen passiert. Das ist hier ganz anders: in einer Einheit sind zusammen mit dem Teetisch der Wasserkocher, eine Waage, ein Timer (und ein Thermometer?) verbaut. Aber ich wiege selber die Blätter ab, halte selber Gaiwan oder Kännchen unter den Heißwasserspender und überlege mir selber, ob ich mich auf den Timer oder meine eigene Einschätzung verlasse.


Wer ganz neu an die chinesische Teezeremonie herantritt, hat hier erstmal eine praktische Hilfe. Wer sich schon freigeschwommen hat, kann sich darüber freuen, alle praktischen Hilfsmittel in einem Gerät zu haben.



Wer die Tees von Jadequell probiert hat, wird ziemlich schnell merken, dass Conny und Bastian wirklich Ahnung von Tee haben. Da wird der "Automat" schon nicht so verkehrt sein. Bis auf das Wort "Automat" finde ich das Video auch richtig gelungen. Aber für die ganz technikaffinen Teetrinker mag das Wort genau der Schlüssel zur Kaufentscheidung sein. ;)



@Conny & Bastian: ich drücke Euch die Daumen!



(Zur Klarstellung: ich bekomme keinerlei Vergünstigungen oder Zuwendungen von Jadequell - alles aus ganz eigenem Antrieb geschrieben!)


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das geht schon sehr weit in Richtung "All-in-One"-Lösung. Allerdings sollte man sich auch fragen, warum/weshalb man Tee "trinkt" oder zelebriert.


Für Einige geht es sicher darum, nicht nur Tee fertig aus dem Automaten zu trinken, sondern es sollte ein bewusstes Zubereiten bleiben. Eine "handwerkliche" Tätigkeit, in der man sich die Zeit nimmt um auch zu sich und zur Natur zurückzukehren. Also eine Rückkehr zur Natürlichkeit von dieser teils künstlichen Welt. Die Verwendung von Naturmaterialen, wie Holz, Stein, Keramik,Ton,etc., Wasser, Feuer, Blätter der Teepflanze unterstreicht dies noch.


Wir versuchen den Tee mit allen Sinnen wahrzunehmen (Riechen, Schmecken, Fühlen,..). Es entsteht mitunter eine geistige Verbindung. Tee als Wegweiser zurück zum eigenen Ich. (Stichwort Meditation)


Versucht man mit einem Automaten nicht auch das Ganze "massentauglich" zu machen? Das Persönliche/Eigene könnte in der Massenware auf der Strecke bleiben. Die Tiefe geht verloren, wenn man die Teezeremonie zu oberflächlich behandelt. Das Besondere verliert seinen Wert wenn es immer einfach und ständig verfügbar ist.


Ein gegenläufiger Trend könnte sein, dass man seine Teekännchen, -becher selber töpfert, den Teetisch selber baut, etc. .. Dann bekommt das Ganze einen ganz anderen Wert.


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Grade das 'handwerklich-zeremonielle', das Sortieren meiner Gedanken (welche Teesorte, wieviel Gramm, wieviel Grad, welches Kännchen) ist es, dass mich beim Tee machen zur Ruhe kommen lässt, mich vom Alltag entschleunigt und damit einen wesentlichen Teil meines Teevergnügens darstellt.



Ob ich mich hierbei von einem Tee-'Automaten' (wirklich kein schönes Wort für ein Gerät, das eine Hilfe bei einer Zeremonie sein möchte) unterstützen lassen möchte ... bezweifel ich stark.



Allerdings kann ich es anhand des Videos und der Beschreibung bei Jadequell nicht abschließend beurteilen. Mir fehlen hier Detailinformationen zum Gerät, der Ausstattung und konkreten Handhabung.



Ich wünsche Jadequell sehr, dass das Gerät seine Zielgruppe findet. Wie den obigen Posts bereits zu entnehmen ist, wäre wohl das Angebot unterschiedlicher Holzausführungen der Zubereitungsfläche dabei hilfreich.


(Auch mich würde denn Bambus mehr ansprechen als Nussbaum.)


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich trinke ja zu Hause praktisch nur Tee, und habe lediglich einen Wasserkocher nebst diversen Teekannen, -tassen, -schalen, -bechern ... Ich denke, ich bin einfach nicht so der Typ für so einen Automaten, auch nicht für einen Teebereiter und was es sonst so gibt. 



Für mich gehört auch für die ganz normale Gebrauchtstasse das Machen einfach dazu. Ich überlege mir, welchen Tee ich trinken möchte, und danach wähle ich die passende Kanne, Wassertemperatur, Ziehzeit etc. Das ist für mich ganz selbstverständlich, kostet praktisch keine Zeit und lässt mir - z. B. bei meinen Grüntee- und Gong-Fu-Cha-Versuchen (denen ich mich konzentriert widme, wo also auch der Trinkprozess etwas Ausschließliches ist) Raum für Experimente mit Mengen, Ziehzeiten etc. Ich probiere Tee mal im Gaiwan, mal in der Kanne, und da kann ich einfach keine Waage etc. gebrauchen - und auch keine Automatisierung mit Ausnahme des Wasserkochers. Ich will da auch keine wasserhahnähnliche Konstruktion am Teebrett. 



Ich habe aber auch überhaupt kein Problem mit solchen Maschinen - wenn es jemandem die Zubereitung sinnvoll erleichtert oder jemanden zum Teetrinken hinführt, warum nicht? 


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich seh das ganze ganz und garnicht als Automat sondern Eher als schicken Teetisch mit ein paar praktischen Extrafunktionen -so kann man sich ohne Aufwand voll und ganz auf den Tee konzentrieren, den man aufgießen möchte( und muss nicht zum Beispiel aus der einen Ecke die Waage auskramen und dann auf der anderen Seite das abgekühlte Wasser holen, etc.)- und kann geroah nur zustimmen. Ich find die Umsetzung ist wirklich elegant gelungen aber der Preis spricht leider eine Budgetklasse über der meinen an ;)

Trotzdem viel Erfolg mit dem Teetisch ihr beiden, ich werd ihn auf jeden fall weiter verfolgen!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Übertreiben ein paar Leute hier nicht etwas? Das ist doch nur ein Teetisch mit integrierter und angepasster Waage und Wasserkocher und kein Roboter, der alles übernimmt. Das einzige, was wirklich daneben ist, ist die Wortwahl mit "Automat" - daran erregen sich hier ja viele Gemüter. Man könnte fast den Verdacht hegen, hier haben manche nur den Begriff Teezeremonie-Automat gelesen und gleich mit schreiben angefangen :P


bearbeitet von ckaden

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

ich find das nicht übel. man muss, bei der vorangegangen kritik sehen, dass das teil richtet sich in keinster weise an die leute, die hier in diesem forum rumhängen.



bei diesem teil geht es um solvente kundschaft, die keine lust oder zeit hat, aber trotzdem richtig tee trinken möchte. die lücke wird damit gefüllt. 


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich finde den Namen auch nicht so verkehrt, wobei man sich da nicht so daran aufhängen sollte. In meinen Augen ist es eine schicke All-In-One-Gong-Fu-Cha-Lösung. Und was er kann ist gar nicht mal so ohne.



Schöner Teetisch mit dezentem Wasserspender. Aus diesem kommt eine genau dosierte Wassermenge in genau definierter Wassertemperatur. Gesteuert wird dies durch ein Computer, welcher mittels eines Touch-Displays bedient wird und daneben eine Waage und Zeitgeber hat. Wie die Information auf dem Display präsentiert wird, hat mir auf dem Video auch sehr gefallen.



Im Gespräch mit Conny bei unserem Treffen sagte sie uns, dass dort schon je nach Tee, einige Parameter für einen guten, optimalen Teegenus voreingestellt sind. Mein Frage war natürlich gleich, ob man diese nicht den eigenen Bedürfnissen anpassen könne. Dies wurde dann bejaht.



Also wenn ich mal die Nase voll habe von den Standarteingaben oder gar andere Tees ausprobieren will, kann ich mit diesem "Automaten" so lange herumspielen, bis ich meine persönlichen Parameter gefunden habe und kann diese dann dort einspeichern. Natürlich könnte ich auch darüber selbst Tagebuch führen und mir notieren, dass ich den Tee-XYZ, in der Kanne-ABC, mit dem Fassungsvermögen-HIJ, mit so viel Gramm-LMN aufgefüllt habe und dann bei einer Temperatur-OPQ, die Zeit-TUV lang habe ziehen lassen und beim Aufguss zwei-drei-vier-fünf sich dann die Werte um das-und-das ändern...



Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ausschaut, aber ich führe ehrlich gesagt kein Tee-Tagebuch darüber und würde mich nach eine Jahr nicht mehr daran erinner wie ich damls diesen einen Tee so gut hin bekommen hatte :)



Es geht hier weniger darum, dass man Waage, Wasserkocher, Wasserspender, Uhr, Datenbank und Erste-Tee-Hilfe integriert hat. So etwas ist eigentlich nie die Frage. Auch beim iPhone ging es nie darum, dass man hier mehrere Geräte unter einem Gehäuse gepackt hat, sondern es geht immer nur darum, wie gut und wie sinnvoll das hier geschehen ist.



In meinen Augen ist dies hier sehr gut gelungen. Man hat noch den Flair der Teezeremonie und wird dabei sinnvoll und ansprechend unterstützt.



Es ist kein Voll-Automat, wo ich oben einen Teespeicher habe, einen Knopf drücke, irgendetwas dann in der Maschine passiert und sich am Ende der Tee in eine darunter gestellte Tasse ergießt. Aus diesem Grunde finde ich schon, dass hier der Begriff Teezeremonie, durchaus im Namen noch seine Berechtigung hat.



Ganz ehrlich, ich finde das Teil richtig cool :thumbup:



Leider weiß ich auch, was Der Jadequell so ungefähr kosten wird und das ist bis jetzt mein einziger Kritikpunkt ;)


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Übertreiben ein paar Leute hier nicht etwas? Das ist doch nur ein Teetisch mit integrierter und angepasster Waage und Wasserkocher und kein Roboter, der alles übernimmt. Das einzige, was wirklich daneben ist, ist die Wortwahl mit "Automat" - daran erregen sich hier ja viele Gemüter. Man könnte fast den Verdacht hegen, hier haben manche nur den Begriff Teezeremonie-Automat gelesen und gleich mit schreiben angefangen :P

Nein, ich habe mir das Video angesehen und auch die HP. Das Wort "Automat" stört mich auch nicht, aber ich will nun mal keine Waage und keinen Wasserhahn. ;) Das ist alles. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Heut zu Tage ist sowieso schon so vieles modernisiert, da ist doch gerade Tee so ein Ausgleich, der einem an alte Zeremonien heranführt, an etwas das im hier und jetzt existiert, aber einem einen Einblick in etwas alt traditionelles gewährt. Warum soll einem auch unbedingt immer alles leichter gemacht werden?



Gerade die Hingabe und die Zeit die man in jeden Schritt bei einer Teezeremonie investiert, ist doch genau der Reiz daran. Und es ist wie mit dem eigenen selbst. Bei der Zeremonie geht es darum, sich immer mehr zu verbessern, seine Techniken zu verfeinern und somit eines Tages an seine ganz persönliche eigene Perfektion heranzuwachsen. Sicher für Teefaule Menschen passt dieses Gerät wunderbar, aber ansich verfehlt dieses Gerät eindeutig die Bedeutung hinter dem Thema Tee. 



Erst letztens habe ich mit einer taiwanischen Dame (ihres Zeichens Besitzerin des Artee Teehaus) gesprochen und da vielen mir in ihrem Geschäft diese chinesischen Teetischchen auf, wo heut zu Tage ja schon einige Abflüsse haben. Sie hatte aber keine solche und ihre Meinung zu solchen Abflüssen "Alleine dieses störende Geräusch, wenn das Wasser abläuft, behindert die Ruhe der Zeremonie ungemein" 



Ich kann ihr nur beipflichten. Warum brauchen wir sowas? Es ist nur meine Meinung, aber mit all diesem Schnick Schnack geht am Ende einfach die Romantik und auch der eigentlich Sinn der Sache verloren. Es ist gut wenn man sich für etwas Gutes auch bemühen muss. 



Nur durch Anstrengung erreicht man vielleicht eines Tages Perfektion 


bearbeitet von VanFersen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

"Nur durch Anstrengung erreicht man vielleicht eines Tages Perfektion"

Wir haben beim Trinken der sehr guten chinesischen Grüntees gemerkt, dass es sehr lange dauert, diese Perfektion zu erreichen. Ganz viele Menschen springen vorher ab und sagen, ihnen schmeckt Grüntee nicht. Und daher kam die Idee zum Jadequell: alle Technik - auf Knopfdruck die richtige Wassermenge in der gewünschten Wassertemperatur, Waage für die Teeblätter, Ziehzeiten - in ein schönes Gerät zu packen und dem Nutzer auch Empfehlungen für die Zubereitung mit an die Hand zu geben. So kann man sich sicher sein, dass der Tee gut schmeckt, selbst wenn man kein Profi ist. Und die Bedienung ist so einfach, dass sich früh und nicht erst nach jahrelangem Üben die Entspannung einstellt.

Wer Wassertemperatur, die Mengenverhältnisse und Ziehzeiten so gut im Gefühl  hat, dass er das Beste aus seinem Tee hervorholen kann, braucht natürlich keinen Jadequell. Ich selbst finde es sehr spannend, mit dem Jadequell zu experimentieren und zu beobachten, wie unterschiedlich der gleiche Tee bei verschiedenen Wassertemperaturen schmeckt. Und auch für Parallelverkostungen sind die objektiv vergleichbaren Parameter sehr nützlich.

Danke für das Feedback zum Nussbaumholz, es kann sein, dass wir das noch ändern.

Und für die Rückmeldung zum Begriff "Automat" auch vielen Dank. Wir wollen damit ausdrücken, dass es sich nicht nur um einen Teetisch handelt, sondern auch viel Technik drin steckt. Aber stimmt, der Begriff ist nicht ganz korrekt, es kommt nicht automatisch Tee aus dem Wasserhahn, sondern die Teezeremonie muss der Benutzer selber machen. Übrigens mit der Kanne oder dem Gaiwan, die er möchte. Aber nochmal zum "Automat": Bessere Vorschläge sind herzlich willkommen :) Und ich freue mich über noch mehr Feedback zu dem Begriff.

Conny (von Jadequell)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Wie gesagt, ich denke wenn man nicht die Geduld und die Zeit, vielleicht auch die Lust oder Ruhe hat, eines Tages zu dem Punkt zu gelangen, dass man für sich der eigenen Perfektion nahe kommt, ist dieses Tischchen sicher eine gute Sache. Und ich respektiere auf jeden Fall die Tatsache, dass sicher viel Ideenreichtum und Arbeit dahinter steckt, dennoch spricht es mich persönlich nicht an, da es für mich die Romantik knickt. 



Aber ich bin mir sicher, dass es für viele eine sehr gute Sache sein wird ;)


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Die Diskussion zwischen Tradition und Moderne gibt es auf zahlreichen Gebieten.



Um es drastisch auszudrücken, ich will meinen Tee weder selbst anbauen, noch pflücken, fermentieren usw. und Töpfern will ich auch nicht mein Teegeschirr. Bei der Zeit verwende ich moderne Zeitgeber und richte mich nicht nach der Sonne oder den Blättern der Vegetation. Ich habe auch keine echte Waage mit Gewichten, sondern meine ist nur Digital. Schallplatten, Tonbänder und Kassetten verwende ich auch schon lange nicht mehr, sondern aus dem iPod, iPhone, digitalem Radio und Internet. Weil es dort für mich keinen Sinn macht. Analog bin ich weiterhin, wenn ich selbst zur Gitarre greife und auch dazu singe, aber Aufnahmen mache ich mitnichten mit alten, analogen Bandgeräten usw., da setze ich modernste, digitale Technik ein, da sie besser und preisgünstiger ist.



Briefe schreibe ich in der Regel nur bei geschäftlichen Dingen und auch da nicht handgeschrieben, sondern aus dem Drucker. Ansonsten Email, Telefon und Skype.



Wen mir die Technik und moderne Methoden besser helfen und mich schneller ans Ziel bringen, dann nutze ich diese gerne.



Hier muss jeder für sich entscheiden, wo und wann er wie viel Ursprünglichkeit wirklich benötigt. Beim Zahnarzt zum Beispiel, sind mir die modernen Ärzte und deren Methoden, sehr viel lieber als ein Wanderarzt á la Doktor Eisenbart ;)


Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Das Schöne an unserer modernen Zeit ist ja, dass sich in vielen Bereichen des Lebens jeder selber aussuchen kann, inwieweit er die neuen Optionen nutzt.



Schauen wir zu den Kaffeetrinkern rüber, so gibt es dort mittlerweile eine enorme Bandbreite an Möglichkeiten der Kaffeezubereitung - von Omas Porzellanfilter, über die Frenchpress und ihre Ableger, die klassische Kaffeemaschine, Padmaschinen aller Couleur bis hin zu den edelsten Alleskönner-Kaffeemaschinen, die man früher nur bei den Profis im Restaurant fand. Und sie haben alle ihre Anhänger.



Warum also nicht die Bandbreite bei Tee erhöhen. Küchenplatztechnisch müssen dann einige wohl langsam anbauen ...


Zum Jadequell habe ich immernoch ein paar Fragen, als da wären: Stromzufuhr? Wasserzufuhr / Kapazität? Brubbelt in dem Gerät unten ein Wasserkocher vor sich hin? Wie wird das Wasser auf Temperatur gehalten? Speicherkapazität für die Infos zu Teesorten und Zubereitung? Will heißen: kann ich da Nummern eingeben oder xy Tees mit Namen und jeweiliger Zubereitung hinterlegen? Wenn ich den Jadequell nicht in der Küche, sondern im Wohnzimmer zu stehen habe ... Kann ich dann vielleicht den Wasserhahn bei Nichtgebrauch abnehmen und unten verstauen? Wie schwer ist das Gerät? Ich kann mir vorstellen, dass man es auch mal mit zu Freunden transportieren möchte, wie heutzutage ja auch ein Raclette- oder Fondueset. Und wie teuer ist das gute Stück eigentlich? Ich konnte dazu keine Angaben finden.



Zum Namen: spontan eingefallen ist mir Teezeremat.


bearbeitet von Charlotte

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Aber nochmal zum "Automat": Bessere Vorschläge sind herzlich willkommen :) Und ich freue mich über noch mehr Feedback zu dem Begriff.

Warum nicht einfach nur "Jadequell" und den Rest in die Beschreibung? Etwa wie "Teetisch mit integrierten Dies und Das"?

Zum Thema Teezeremonie an sich:

Ist ja schön und toll wie man das hier quasi als Meditation empfindet und als höchstes Ideal, aber leider wird wieder dabei ein eigenes Süppchen gekocht. Für die chinesische Teezeremonie kann ich nicht sprechen, aber ich denke mal, da wird es nicht großartig anders sein. In der japanischen Teezeremonie (folgend: Chado) ist zumindest als Gastgeber nichts mit Ruhe und Kraft finden, das ist einfach verdammt anstrengend. Gerade wenn man Chado erlernt, merkt man, wie körperlich anstrengend das Training ist und wie langwierig. Als Gast ist das toll anzuschauen, aber zuhause macht das so kaum jemand. Das gilt auch für Senchado, die japanische Variante zur Zubereitung von Blättertee, die kaum jemand außerhalb Japans kennt. Und ich bezweifle stark, dass selbst diejenigen, die von sich denken, die Zeremonie zu können, diese auch wirklich korrekt beherrschen. Von daher wird fast jeder hier seine eigene kleine Zeremonie haben, ich eingeschlossen.

Daher frage ich mich, worum es den meisten eigentlich geht? Noch um den Tee selbst und dessen Genuß, oder möglichst um die authentische Zubereitung? Klar, auch die Zubereitung sollte in einem gewissen Rahmen bleiben und nicht etwa den Gyokuro mit kochend heißen Wasser zuschütten und aus der Kyusu dann rüttelnd in einen Becher pressen. Aber sobald es nicht mehr wirklich nur um den Tee geht, ist meiner Meinung nach was schief gegangen. Warum kann man also die Zubereitung mit Jadequell nicht genauso genießen als wenn man das heiße Wasser in einem separaten Gefäß nebenan stehen hat?

/rage Ende

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Fragen beantworte ich natürlich gerne.



Der Jadequell wird etwa 1.199 EUR kosten. 



Er hat einen normalen 230V Stecker mit Kabel. Wir haben keinen Wasserkocher, sondern Durchlauferhitzer eingebaut, d.h. es wird nur so viel Wasser erhitzt, wie gerade benötigt wird. Das Wasser wird aus einem Frischwasservorrat mit ca. 1,2 l Fassungsvermögen entnommen. 


Es gibt für die gängigen Teesorten voreingestellte Standards für Wassertemperatur, Mengenverhältnisse, Anzahl Aufgüsse und Ziehzeiten. Wenn du einen eigenen Tee einspeichern willst, kannst du alle Informationen über die Tastatur im Touchscreen inkl. einem eigenen Namen einspeichern. Es wird auch einen Nummerncode geben, um die Informationen schneller einzugeben. Wir wissen noch nicht, wieviele Tees eingespeichert werden können. Wieviele hättest du denn gerne?



Das Gewicht steht noch nicht fest, aber der Jadequell soll auf jeden Fall gut zu transportieren sein. Wir stellen uns als Ort eher das Wohnzimmer als die Küche vor und wollen den Jadequell auch mitnehmen zu Freunden oder an andere Orte. Auch für die Gastronomie mit unterschiedlichen Tischen ist das ein wichtiger Punkt. Der Wasserhahn ist nicht abnehmbar.



Teezeremat weckt die gleichen Assoziationen an Automat, oder? Ich würde gerne den Namen "(Der) Jadequell" verwenden. Dazu brauchen wir dann noch die Antwort auf die Frage "Was ist das?". Teetisch mit integriertem ... ist eigentlich länger, als ich es gerne hätte, aber für Tee-Experten bestimmt ansprechender. Charlotte und Ckaden, auf jeden Fall Danke für die Ideen! 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Der Begriff "Teezeremonie-Automat" ist natürlich sehr unglücklich gewählt und ich vermute, die grösste Kritik ist v.a. hiermit verbunden. Die Idee ist in der Tat nett, obwohl es letztlich eine Frage des Preises ist, ob einem ein Wasserkocher mit Temp.-Wahl und Waage soviel wert ist. Klar, das Ding kann noch mehr, aber da sehe ich den effektiven Nutzen eher begrenzt bzw. finde auch ich, man sollte nicht alles "vertechnisieren"

Optisch sieht das Produkt auf der Website, welches sich von jenem im Youtube-Video unterscheidet, sehr ansprechend aus.

Fazit: sieht netter aus als ein Wasserkocher und hat sicherlich seinen Nutzen. Viele werden (offensichtlich) v.a. die technische Komponente ablehnen und andere, denen die Idee eigentlich gefällt, sind wohl i.d.R. zu wenig Teebegeistert, um eine entsprechende Summe auszugeben. 

^_^  rein fürs Wasser würde ich jedoch nicht nein sagen..



Wir haben keinen Wasserkocher, sondern Durchlauferhitzer eingebaut, d.h. es wird nur so viel Wasser erhitzt, wie gerade benötigt wird. Das Wasser wird aus einem Frischwasservorrat mit ca. 1,2 l Fassungsvermögen entnommen. 

Durchlauferhitzer? Überrascht mich jetzt, da kleine meist höchstens 50° schaffen. Aber auf jeden Fall eine gute Sache! ;)

bearbeitet von theroots

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Fragen beantworte ich natürlich gerne.

Der Jadequell wird etwa 1.199 EUR kosten. 

Da würde sich bei mir schon, dass grundlegende Problem auftun, da der Preis doch extrem vom Hocker haut. Sicherlich muss man die Arbeitszeit und auch Materialaufwand mitein rechnen. Aber ich denke die Abnehmerscharr wird sich dadurch um einiges noch weiter dezimieren.

1. Um es drastisch auszudrücken, ich will meinen Tee weder selbst anbauen, noch pflücken, fermentieren usw. und Töpfern will ich auch nicht mein Teegeschirr.

2. .....digitale Technik ein, da sie besser und preisgünstiger ist.

1. Wenn ich könnte würde ich das sehr gerne selber machen. Nur leider wohne ich nicht in Japan und die Zeit hätte ich hier leider auch nicht. Würde ich Japaner sein in Japan wäre ich sicher Musiker / Teebauer / und Töpfer :D

2. Wenn wir das rein auf diesen Teetisch beziehen, wäre wir da sehr weit weg von "preisgünstig"

Ist ja schön und toll wie man das hier quasi als Meditation empfindet und als höchstes Ideal, aber leider wird wieder dabei ein eigenes Süppchen gekocht. Für die chinesische Teezeremonie kann ich nicht sprechen, aber ich denke mal, da wird es nicht großartig anders sein. In der japanischen Teezeremonie (folgend: Chado) ist zumindest als Gastgeber nichts mit Ruhe und Kraft finden, das ist einfach verdammt anstrengend. Gerade wenn man Chado erlernt, merkt man, wie körperlich anstrengend das Training ist und wie langwierig. Als Gast ist das toll anzuschauen, aber zuhause macht das so kaum jemand. Das gilt auch für Senchado, die japanische Variante zur Zubereitung von Blättertee, die kaum jemand außerhalb Japans kennt. Und ich bezweifle stark, dass selbst diejenigen, die von sich denken, die Zeremonie zu können, diese auch wirklich korrekt beherrschen. Von daher wird fast jeder hier seine eigene kleine Zeremonie haben, ich eingeschlossen.

Daher frage ich mich, worum es den meisten eigentlich geht? Noch um den Tee selbst und dessen Genuß, oder möglichst um die authentische Zubereitung? Klar, auch die Zubereitung sollte in einem gewissen Rahmen bleiben und nicht etwa den Gyokuro mit kochend heißen Wasser zuschütten und aus der Kyusu dann rüttelnd in einen Becher pressen. Aber sobald es nicht mehr wirklich nur um den Tee geht, ist meiner Meinung nach was schief gegangen. Warum kann man also die Zubereitung mit Jadequell nicht genauso genießen als wenn man das heiße Wasser in einem separaten Gefäß nebenan stehen hat?

Es geht ja nicht darum unbedingt Chado durchzuführen, aber ich denke jeder hat ein anderes Goal. Meines ist, soviel auf natürlichem Wege zu machen wie möglich und durch eigenes dazutun etwas zu erreichen, dass mit Übung und Probieren / Experimentieren immer besser und besser 

wird.

Der Sinn dieses Threads war gleich mit dem ersten Satz, die "persönliche" Meinung zu erfahren. Dies ist meine, keiner muss sie teilen oder gut finden, aber deswegen werde ich sie nicht ändern ;)

Wie gesagt, ich sehe den Aufwand und den Ideenreichtum hinter diesem Projekt und respektiere das und schätze es Wert. Aber mein Weg ist es nicht.

Nur weil uns heut zu Tage schon so vieles erleichtert wird, ist das nichts gutes. Man sieht ja wie verweichlicht wir alle sind. Wenn ich mir meine Eltern ansehe und wie selten (nur zB) Krank sind und wie oft ich im Jahr eine Grippe habe. Wir verstehen heute garnichts mehr von Arbeit und wirklich dem Wort Aufopferung, ich schließe mich da auch selbst nicht aus. Aber eben deshalb muss man einfach nicht alles immer einfach und leichter für uns machen. Aber wie gesagt, ist das Ansichtssache. Ich denke mir nur, etwas das man nicht so einfach bekommt oder erhält, schätzt man mehr Wert, als wenn man es ganz einfach machen, kaufen oder bekommen kann. 

Dies sind die Gedanken eines einzelnen Menschen ;)

bearbeitet von VanFersen

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

"Nur durch Anstrengung erreicht man vielleicht eines Tages Perfektion"

Wir haben beim Trinken der sehr guten chinesischen Grüntees gemerkt, dass es sehr lange dauert, diese Perfektion zu erreichen. Ganz viele Menschen springen vorher ab und sagen, ihnen schmeckt Grüntee nicht. Und daher kam die Idee zum Jadequell:

Ihr seht also als Zielgruppe eher die Einsteiger, die noch unerfahren in der Handhabung sind. Ob Teeneulinge aber bereit sind, sich ein solches Gerät zu diesem Preis anzuschaffen?

Die teuren Edelstahl-Kaffee-/ Cappucino-/ Espressomaschinen haben ja meist auch eher die sehr gut verdienenden Hardcorefans bzw. Schickimicki-Leute, die das als Statussymbol sehen.

Na, ihr werdet es erfahren. Meinen Budgetrahmen für diese Anschaffungskategorie würde er jedenfalls sprengen.

Speicherplätze? Also ich habe so fünf bis sechs Teesorten fest im täglich wechselnden Gebrauch, die zum Teil die gleiche Zubereitung haben (Sencha, Jasmin, Oolong, ein Earl Grey verirrt sich auch mal dazwischen), nehmen wir noch einen Pu Erh dazu und zwei freie Plätze für neue Experimente. Wären bei mir dann summasummarum sechs bis acht Speicherplätze - sinnhaft aufzurunden dann vielleicht gleich 10.

bearbeitet von Charlotte

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

  • Gleiche Inhalte

    • Von KlausO
      Hallo,
      ein Geschäftskollege hat einen Beitrag über eine neue Teemaschine gefunden und mir gmail. Hier der Link zu Hersteller und vielleicht eure Erfahrungsberichte
      https://temial.vorwerk.de/teemaschine/
    • Von skyman
      Hallo TeeTalk Forum,
      gibt es "Richtwerte" für die Menge des Tees bezogen auf das Wasservolumen? Eine Angaben 2EL / Ltr, wie häufig zu finden, ist mir zu wage, da ich meistens 200 - 250 ml Tee aufgieße und EL nicht gleich EL ist. . Grammangaben gibt es zwar auch häufig, die variieren von Tee zu Tee mitunder auch sehr stark.....
      Mir ist klar, das jeder Tee mit eigenem Charakter ein individuelles Optimum von Tee / Wasser Verhältnis, Ziehzeit und Temperatur hat, die man wahrscheinlich für sich selbst herausfinden muss.
      Gibt es aus eurer Erfahrung heraus eine Basis für einen guten Startpunkt von dem aus man sich weitertasten kann?
      Wie geht Ihr vor, wenn Ihr einen Tee ohne "Bedienungsanleitung" habt?
      Sorry wenn meine Fragestellung naiv erscheint, aber ich bin noch blutiger Anfänger.....
      Schönes Wochenende!
      Bernd
       
    • Von VanFersen
      ~~
      ~Mein Tee-Guide~
      Es wird so oft gefragt, was nutzt man hierfür, wie mache ich dies, wie lange zieht dies, was, wie, wann und warum? Darum dachte ich mir wäre ein Thread für alle zukünftigen Fragen und um sich Tipps zu holen, gerade am Anfang wenn man dem Tee anfängt zu frönen, hier genau richtig
      Ich wurde erst letztens angeschrieben und gefragt, wie ich meinen Sencha zubereite und als ich fast einen Essay schrieb, kam mir die Idee für diesen Thread. Schreibt eure persönlichen Erfahrungen auf, richtig oder falsch gibt  es da nicht. Wie habt ihr entdeckt, dass euch euer Tee so oder so am Besten schmeckt?
      ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      1. Der Tee steht am Anfang:
      Welchen Tee ihr woher bezieht, steht euch ganz alleine zur Auswahl, auch wenn ich mehr auf der japanischen Seite mich persönlich zu Hause fühle, gibt es da kein Optimum oder ein "das ist besser oder nicht". Tee, wie so vieles andere bauch im Leben ist eine Frage des persönlichen Geschmacks.
      Warum habe ich mich für, gerade japanischen Tee, entschieden?
      Ich habe immer schon Tee getrunken, seit dem ich ein kleines Kind war, nur war mein Verständnis von Tee damals, heißes Wasser aus der Wasserleitung auf einen Beutel Kamillen oder Früchte Tee zu gießen . Erst später wurde mir klar, dass es im Grunde keine Tees waren, sondern im eigentlichen Sinne Aufgüsse, was aber nicht heißt, dass sie nicht gut sein können, aber nach fast 30 Jahren, ist mein Geschmack nun in eine andere fernöstlichere Richtung gewandert.
      Vor gut einem halben Jahr hab ich mich speziell für Grün Tee entschieden, zuerst aus gesundheitlicher Sicht, dann aber weil es einfach unglaublich gut schmeckt und meinem Gaumen am meisten entspricht. Die Vielfalt ist hierbei fast Grenzenlos. Obwohl es sich nur um eine einzige Pflanze handelt, lässt sich daraus eine Vielfalt an Geschmackssorten erreichen, die von Süß bis Bitter alles beinhalten. Außerdem wird dem japanischen Grün Tee (Sencha) am meisten der gesundheitliche Aspekt zugesprochen, aber da streiten sich die Geister (bei mir wirkt es)
      Am Anfang suchte ich alle alten Teehäuser meiner Stadt ab, aber schnell wurde mir klar, dass dies nicht das Optimum für mich war. Denn auch wenn die Tees oftmals keine schlechten waren, geht sehr schnell durch die Bescheidene Lagerung das Aroma verloren. Da ich sowieso nach längerem Testen, einfach auf japanischem Sencha und Co hängen blieb, war für mich der vorab in Japan verschweißte Sencha, die erste Wahl. Hierbei wird der Tee so schnell als möglich nach der Ernte in Vakuum verpackte Aromaschutzhüllen versiegelt. Dadurch ist eine länger Langlebigkeit gesichert.
      ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      2. Wie den Tee lagern und wo?:
      Nun ist der Tee da, was nun, wie lagern und wie aufbewahren?
      Nach langem überlegen, blieb ich bei meiner Variante, den Tee in meinem Küchenschrank zu belassen. In meiner Küche ist es nie wirklich heiß und da der Schrank auch nie im direkten Sonnenlicht steht, sondern schattig, ist es Ideal um den Sencha, Gyokuro etc. zu lagern. (der Kasten hat natürlich Türen, am Foto ist er offen).

      Es wird oft die Streitfrage diskutiert "Soll der Tee auf Zimmertemperatur bleiben oder lieber in den Kühlschrank?" 
      Ich hatte zwar extra meinen Kühlschrank komplett entleert und ihn so geputzt, dass er Geruchsfrei ist, aber am Ende entschied ich mich dagegen. Warum?
      Es kann passieren, dass beim öffnen aus dem Kühlschrank entnommener Tees, Kondenswasser in den Tee gelangen kann, was ihn ruinieren würde. Man muss auf sehr vieles achten, da ein immer wieder erneutes heraus und wieder hineingeben der Tees, zu diesem Resultat führen kann. Darum habe ich meinen Küchenschrank komplett aufgeräumt, alles was Gerüche wie (Gewürze, andere Tees etc) abgeben kann, in separate Plastikgeschirr-Boxen gegeben.
      Was ist wichtig?:
      1. Keine direkte Sonneneinstrahlung
      2. Keine direkte dauerhafte Hitzeeinwirkung (zB Heizkörper direkt darunter)
      3. Geruchsneutral lagern (Alles was Fremdgerüche abgibt, in anderen verschließbaren Behältern lagern)
      4. Dosen immer schnell verschließen, sonst geht das Aroma schneller verloren
      Worin bewahre ich meinen Sencha / Matcha / Gyokuro auf?
      Es gibt alle möglichen Aufbewahrungsmöglichkeiten von Materialien und Formen. In Japan nutzt man traditionell "Natsume" welche meist aus Kirschholz sind. Diese sind meist recht kostspiellich und sind am Ende, wegen oftmals fehlender Aromakappe, nicht perfekt geeignet für eine längere Aufbewahrung von Tee. Bei den meisten Dosen, aller Art ob nun Keramik, Holz, Stein oder Bambus, ist meist der fehlende Aromaschutz ein Manko. Ich benutze diese hier aus Japan kommenden Dosen. Ähnliche Dosen gibt es auch mit Origamiummantelung. Vorteil, nicht nur einen Außendeckel, sondern auch eine Aromaschutzkappe innen

      Was ist wichtig?:
      1. Am Besten natürliche Produkte nehmen, da alles syntetische nur Gerüche abgibt. Wo hingegen, Kirschholz sogar fördernd für die Gewisse Note bei der Aufbewahrung von Sencha, sein soll
      2. Zwei Deckel / Kappen sind immer besser, als eine. Denn mit einer Aromakappe innen, wird der Geschmack des   Senchas und Co, länger erhalten. Wichtig ist, das sowohl keine Fremdgerüche von außen, nach innen gelangen können, als auch umgekehrt.
      3. Nicht die Tees wechseln. Seht zu, dass immer nur eine Sorte von Tees in ein und der selben Dose ist. Das heißt, Sencha bleibt Sencha. Nicht zum Beispiel eine Dose für Pu Erh nutzen und dann Sencha hineingeben. 
      Wenn ihr die Dosen auswascht, nach dem ein Sencha aufgebraucht ist und ihr einen anderen Sencha darin lagern wollt, dann nur mit heißem, echt heißem Wasser, immer wieder auswaschen und dann für 1-2 Tage draußen trocknen lassen. Aber vorher mit einem Küchentuch abtrocknen, sonst kann "Flugrost" entstehen.
      --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      3. Zubereitung und Utensilien:
      Woraus trinke ich meinen Tee?
      Dafür gibt es keine Allzwecklösung. Es gibt, wie mit vielem beim Thema Tee, kein richtig oder falsch. Von Keramikerzeugnissen aus Europa, China und Japan, nur ein paar wenige Vertreter, sind die Möglichkeiten unendlich. Es ist eine Frage des Geschmacks, mag man es lieber ursprünglich, rustikal, wenn man so will "Erdverbunden" Nimmt man zB Erzeugnisse aus Japan, China, der alten Garde. Von Kannen mit seitlichem Henkel, genannt "Kyusu", zu Matcha Schalen, diese variieren in ihrer Form und Bezeichnung. Umso moderner das Erzeugnis und deren Form, desto schneller ist es möglich diese auch sofort in Nutzung zu nehmen. Ich nutze, zum Tee (nur Sencha, Gyokuro) trinken, diese Oribe Chawan Matcha Schale. Sie umfasst 500ml und war deshalb meine erste Wahl. 

      Generell wird empfohlen kleinere Kannen (200-300ml) zu nehmen, diese, wenn sie mit Sencha versehen sind, öfters aufzugießen (bis zu 5mal) und diese wiederum aus kleinen Schalen zu trinken, worin meist ein gesamter Aufguss sofort abgegossen werden kann. Aber wenn man wie ich, zwar oldschool ist, aber dennoch nicht ganz traditionell verfährt, weil ich einfach gerne mehr trinke, ist dies die Beste Lösung, mit der man etwas traditionelles auf seine Speziellen Wünsche abgestimmt nutzen kann. Ich mache mir meist 2 Aufgüsse in dieser Schale und trinke diese auch zügig, was dann ca. 1 Liter entspricht. Stylisch dazu, habe ich mir diese Schieferplatten (siehe Foto rechts unten) gekauft, wo meine Oribe Schale abgestellt wird. 
      Was ist wichtig?:
      1. Beim kauf immer darauf achten, dass die Schalen und Kannen, am Besten ein Zertifikat aufweisen können. Alarmierend ist schon, wenn eine Kanne um die unter 20€ verkauft wird, da ist meist ein Hacken an der Sache und dieser heißt schlechte Verarbeitung und billige, oftmals nicht ganz ungiftige Materialien. Im japanischen wird gesagt, das eine hochwertige Kanne, den Geschmack des Tees noch fördert. Also kann man sich auch schon denken, wenn es zu billig ist, was das Gegenteil bewirken kann. Beim Direktkauf ist darauf zu achten, dass man nachsieht, ob die Kanne ein Zertifikat hat und einen Stempel um Tonerzeugnis selbst. (meist unten) Und der Geruchstest. Riecht die Schale oder die Kanne schon am Anfang modrig oder zu erdig, ist das nicht unbedingt ein gutes Zeichen.
      2. Besonders bei unglasiertem Stein / Keramik / Tongut, ist am Anfang ein gewisser erdiger / tonstarker Geruch vorhanden. Diesen kann man mit etwas Aufwand beseitigen. Dazu kocht man Wasser auf, gießt dieses mit zB Sencha (kommt darauf an mit was man die Kanne / Schale in Zukunft nutzen möchte) in der Kanne / Schale auf und lässt das Ganze über Nacht stehen. Danach spült man alles mit warmen Wasser aus. Sollte dies nicht gleich beim ersten Versuch funktioniert haben, wiederholt man diesen Vorgang so oft bis es passt. Meist genügen höchstens 3 Wiederholungen. 
      3. Niemals mit Spülmittel oder rauen Schwämmen reinigen, dadurch zerstört man die Glasur. Am besten nutzt man hierfür nur warmes - heißes Wasser und einen, wie ich im Foto zB zellulose Schwamm, der sehr weich ist.
      Abtrocknen nur mit geruchsfreien Materialien, wie zB Küchenpapiertücher. Ton/Keramikerzeugnisse die unglasiert und matt sind, soll man nur ausspülen und am besten nur mit immer dem selben Tee benutzen, da dieser in die unglasierten Wände aufgenommen wird und somit, wie es im japanischen heißt, das Aroma und die Entfaltung des Tees fördert. Dies nennt sich "platina" oder japanisch "aji"
      4. Egal ob glasiert oder nicht, immer nur verwandte Teesorten nutzen "Sencha, Gyokuro, Matcha, Weißer Tee" = Ja, aber "Pu erh, Oolong, Früchtetee" nicht mit Senchas zusammen. Besonders Früchte Tees sollten nicht in unglasierten Erzeugnissen genutzt werden, da die Säuren die Struktur des Gefäßes angreifen.
      Mit was bereite ich den Tee zu (worin)?
      Hierbei scheiden sich wieder die Geister. Ich habe viel herumexperimentiert, Fakt ist, dass alles was zu Eng ist, den Tee daran hindert sich richtig zu entfalten. wichtig ist VIEL PLATZ. Auch geben gewisse Materialen Eigengerüche ab, die wiederum den Geschmack und das Aroma des Tees, verfälschen könnten. Ich nutze in meinem Fall meist ein großes Sieb aus Edelstahl, welches perfekt in meine Matcha Schale passt, aber auch in kleinere und weit bis nach unten reicht. Durch den weiten Platz können sich die Tees besser entfalten.
      Was ist wichtig?:
      1. Siebe sind am Besten geeignet, vorzugsweise Kyusu Kannen in denen schon ein Tonsieb integriert ist oder ein Edelstahlsieb. Papierfilter hemmen laut einiger Meinung das Aroma der Tees und halten so einiges zurück. Der Unterschied viel mir nicht so stark auf, aber der Geschmack in Sieben, liegt dennoch darüber. Außerdem ist der Tee in solchen Papierfilter wieder zu sehr eingeengt. Plastik/Kunststoff ist am schlechtesten, generell darauf achten, bei allem was mit Tee zu tun hat, am ehesten auf Plastik zu verzichten, da diese immer einen gewissen Eigengeruch abliefern. Ton oder Edelstahl eignet sich da am Besten. 
      2. Tee braucht Platz um sich zu entfalten.
      3. Wenn möglich darauf achten, das man den Tee, während er zieht, zudecken kann, damit das Aroma im Wasser bleibt. 
      Das Wasser und worin koche ich es?
      Ein sehr wichtiges Thema, wenn nicht sogar das wichtigste um das sich alles dreht. Ich habe in diesem Zusammenhang sehr viel ausgetestet. Ich habe die unterschiedlichsten Wassersorten getestet von Lauretana, Volvic, Fiji, Island Wasser, Icelandic und und und. Fazit war, dass unser Leitungswasser in Wien, immer noch am Besten war. Aber Vorsicht!!!
      Nicht jeder hat das Glück mit gutem Wasser in seiner Gegend gesegnet zu sein, kommt einem nach öffnen der Wasserleitung schon das Kalkgestein entgegen, ist das der Tot für den Tee. Abzuwenden ist dies nur noch mit einem Filter, am Besten und Günstigsten eignet sich da der Brita Filter. Da ich bisher zufrieden mit meinem Wienerwasser war, konnte ich diesen Brita Filter nur insoweit testen, dass ich in dem japanischen Teehaus meiner Stadt, die Brita Wasser nutzen, öfters Tee genossen habe, aber ehrlich gesagt, wäre mir der Unterschied nicht wirklich aufgefallen. Also. Ich nutze einen Edelstahl Wasser koche, den ich dann auch meine Herdfläche stelle. 

      Was ist wichtig?:
      1. Kalk ist der Tot für den Tee. Ist das Leitungswasser gut, reicht es allemal aus, aber ansonsten ist der Griff zum Brita Filter unabdingbar. (nicht vergessen, ab und an entkalken, gilt auch für den Wasserkocher)
      2. Wasserkocher, immer nur aus Edelstahl, hier gilt auch, desto weniger Plastik umso besser, denn dieses gibt Stoffe und Geruch ab, was nicht förderlich ist. Am Besten wäre einer mit dem man die Kochtemperatur bestimmen kann.
      3.1. Die Zubereitung:
      Wasser kochen / Temperatur?
      Ich habe viel experimentiert, mit den Temperaturen und auch mit der Ziehzeit etc. Temperaturen kann man entweder nach Gefühl abschätzen, dass heißt, kochendes Wasser, wie in meiner Kanne oben, braucht ca 20-30 min bis es auf 70-60° runter ist. Oder man überlässt , wie ich, nicht mehr seinem Gefühl die Entscheidung, sondern einem Thermometer. Der nutzt dann ein Tee-Thermometer wie ich es hier habe (es gibt auch schon welche mit elektronischer Anzeige)

      Ansonsten noch ein guter Tipp, besorgt euch eine Stopp-Uhr, gibt genug free Android Apps die einem mit dieser Funktion versorgen. Denn nicht nur Wasser, Temperatur sind wichtig, sondern auch die Zeit des Ziehens. Hierbei weiche ich nach einigem herumprobieren, immer ein wenig von der Beschreibung auf der Teepackung ab. Ich habe das für mich so nach langem Testen herausgefunden: 
      Wenn als Ziehzeit sagen wir 60Sec steht, bleib ich meist auch dabei oder liege knapp darunter oder auch mal darüber, also plus / minus 5 Sec. Wenn aber angegeben ist 120 Sekunden (2 Minuten), bin ich immer weit darunter, sonst wird der Tee meist zu bitter. Also man kann sagen bei 2 Minuten, nehme ich 90-100Sekunden. Ich finde das es bisher kaum einen Sencha gab, dem 2 Minuten gut getan hätten, aber das ist sicher Geschmackssache.
      Es wird meistens auch empfohlen bei den 2ten oder 3ten Aufgüssen nur meist 5-30 Sekunden zu nehmen, was ich wiederum als zu wenig erachte, denn da schmeckst du kaum etwas, außer du erhöhst wieder die Temperatur, aber da ist wieder der negative Effekt, das der Tee durch die hohen Temperaturen, nicht mehr so gut schmeckt, also Fazit, es bringt nix.
      Meiner Meinung und da beziehe ich mich rein nur auch Grüne Tees und Co, ist die Beste Temperatur, wo sich der Tee am Idealsten entfalten kann, zwischen 50-max. 55°. Bleibt man also bei 50-55° müssen es mehr als 30 Sec sein. Sind normal 10 Sek empfohlen beim 2ten Aufguss, würden dann 30-40 reichen. Sind aber 30 Sekunden empfohlen, würde ich 40-50 mindestens nehmen. Das muss man dann austesten. Jede Temperaturschwankung, jede Ziehzeit Abweichung, kann aus ein und dem selben Tee zig Male einen anderen machen und man glaubt man trinkt unterschiedliche Senchas, obwohl es nur ein und der Selbe ist. Umso mehr du deine Sinnesorgane schulst, desto mehr, werden dir solche Geschmacklichen Unterschiede bewusst. 
      Entscheidend ist wirklich die Temperatur, denn 70° die meist empfohlen werden, sind meines Erachtens tödlich für den  Geschmack und den Genuss. Zu heiß, ist einfach nicht gut. Wie gesagt, die besten geschmacklichen Erfolge, liegen bei mir immer mit 50-max.55° 
      Als Maß nehme ich immer diese Teelamaß Löffel vom Gschwendner (siehe ganz oben auf dem rechten Foto, meiner Aufbewahrungsdose) Ein Löffel sind ca. 2 Gramm, für 500ml braucht man 3 davon, also 6 Gramm gut behäuft.
      FAZIT und WAS IST WICHTIG ZUM SCHLUSS: 
      1. Temperatur am Besten zwischen 50-55°
      2. Immer kaltes Wasser aufkochen und wirklich zum kochen bringen und dann abkühlen lassen. Der Geschmack wird es dir danken
      3. 2 Minuten sind zu lange. Immer etwas herumexperimentieren. (Siehe Zeiten)
      4. Immer die Schale aus der man trink mit warmen Wasser vorwärmen und dann bevor man den Tee hineingießt, ausleeren und mit dem Tee füllen. In warmen Schalen kann sich der Tee besser entfalten.
      5. Den Tee (die Blätter) nur abtropfen lassen, sofern man ihn in einem Sieb hat, nicht den Inhalt ausdrücken, denn so gelangen die ganzen Bitterstoffe in den Tee.
      6. Wenn man mit dem Trinken fertig ist, wird die Schale / Kanne mit warmen Wasser ausgewaschen, glasierte Stücke, mit einem weichen Schwamm durchgewischt, leicht abgetrocknet (Küchenpapier) und bis zum nächsten Mal zum trocknen hingestellt.
      ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Last but not least:
      Mag vielleicht Einbildung sein, aber eines der wichtigsten Dinge die man beachten sollte, liegt schon im Ursprung selbst. Kannen und Schalen, sind oft uneben und dadurch wird eine Perfektion im Imperfekten erreicht. Also, nicht zu hart probieren und unbedingt das Beste an Geschmack erreichen wollen, den dann schmeckt es am wenigsten. Umso mehr Zeit man sich und dem Tee gibt, desto eher findet man seine persönliche goldene Mitte und somit auch den perfekten Geschmack
      VanFersen
  • Neue Themen