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jadequell: video zur teezeremonie, vorstellung des esten teezeremonie-automaten der welt

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Also, ich habe nichts gegen Teeautomaten, aber einen "Zeremonie"-Automaten finde ich sinnlos, da die Handlung ja Teil der Zeremonie ist. Für mich gilt: Entweder Automat oder Zeremonie. ;) 



Persönlich ist für mich das Hantieren mit dem Gaiwan und dem Geschirr Teil des Spaßes. Der fehlt mir bei einem Automaten, auch wenn er aussieht wie ein Teeschiff.



Abgesehen davon: Die Abdeckung aus Nussbaum erinnert mich an einen gewissen Typ Couchtisch ... auch nicht so meins. 


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"Der erste Teezeremonie-Automat der Welt", da käst einem doch das Hirn! Wie Frau Dr. Erika Fuchs zu sagen pflegte.



Andererseits: Vorsicht Satire!



Man kann wenn man diesen innovativen Gedanken der jungen Unternehmer weiterdenkt auch andere eingefahrene Zeremonien durch Automaten ersetzen. z. B. das Abendmahl, Politikerreden zur Lage der Nation, Besuche von Kanzlern/Kanzlerinnen in Überflutungsgebieten, das Liebespiel, Ehestreit usw usw.


Ein glückliches Leben, wir sitzen mit unseren armen Eltern ( oder sind es wenigstens bezahlte Schauspieler in dem Video) auf dem Sofa, reden wie debile Schauspielschüler im ersten Semester und schauen dem Automaten zu.



Ernsthaft  geht es mir wie Jinx:  mir fehlt die Hand, (ich bete es ja schon fast mantramäßig runter, daß Lesen bildet: Richard Sennet "Handwerk", das Buch des amerikanischen Philosophen, hätte man es gelesen, wüßte man warum ich mir sicher keinen solchen "Automaten" kaufen werde;


und Nußbaum, da hat Jinx noch mal recht geht schon gar nicht!


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Ich mach´s kurz:



Ich finde den Automaten, für das Publikum für das er konzipiert wurde, wunderbar.


Ich finde das Präsentationsvideo zum Gründerpreis sehr gelungen!


Wenn´s nach mir ginge hättet Ihr den Gründerpreis mehr als verdient!


Hut ab! :)


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Hallo,


ich stimme Anima voll und ganz zu, dieser "automat"passt in unsere heuteige technisch orientierte Welt, einfach perfekt. Hut ab.


Ich persöhnlich lebe leider mit den unperfektionierten mehr oder weniger klasischen Aufgüssen die ich selber zubereite und hoffen einen Tages die Vollendung oder die perfektionie meiner Tees in diesem leben zu ereichen. ich glaube meinem selbstgewähtlen Zitat am Ende ist nichtgs hinzu zufügen. :D


Trotzdem halte ich die "automatischen Teezeremonie" in unserer Welt für angebracht, ich wünsche euch Erfolg für euer Modell, mir währe Bambus lieber ;)


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Weil ich wie Anima_Templi beim Treffen im Mai die Möglichkeit hatte, mit Conny über das Gerät zu sprechen, sehe ich es ähnlich wie er.



Etwas irreführend ist vielleicht die Bezeichnung "Automat" ... da denke ich an diese Kaffeevollautomaten, wo man nur einen Knopf zu drücken braucht und dann im Inneren ganz verborgen vom mahlen der Bohnen bis zum Einschenken des Getränks völlig losgelöst vom Menschen passiert. Das ist hier ganz anders: in einer Einheit sind zusammen mit dem Teetisch der Wasserkocher, eine Waage, ein Timer (und ein Thermometer?) verbaut. Aber ich wiege selber die Blätter ab, halte selber Gaiwan oder Kännchen unter den Heißwasserspender und überlege mir selber, ob ich mich auf den Timer oder meine eigene Einschätzung verlasse.


Wer ganz neu an die chinesische Teezeremonie herantritt, hat hier erstmal eine praktische Hilfe. Wer sich schon freigeschwommen hat, kann sich darüber freuen, alle praktischen Hilfsmittel in einem Gerät zu haben.



Wer die Tees von Jadequell probiert hat, wird ziemlich schnell merken, dass Conny und Bastian wirklich Ahnung von Tee haben. Da wird der "Automat" schon nicht so verkehrt sein. Bis auf das Wort "Automat" finde ich das Video auch richtig gelungen. Aber für die ganz technikaffinen Teetrinker mag das Wort genau der Schlüssel zur Kaufentscheidung sein. ;)



@Conny & Bastian: ich drücke Euch die Daumen!



(Zur Klarstellung: ich bekomme keinerlei Vergünstigungen oder Zuwendungen von Jadequell - alles aus ganz eigenem Antrieb geschrieben!)


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Das geht schon sehr weit in Richtung "All-in-One"-Lösung. Allerdings sollte man sich auch fragen, warum/weshalb man Tee "trinkt" oder zelebriert.


Für Einige geht es sicher darum, nicht nur Tee fertig aus dem Automaten zu trinken, sondern es sollte ein bewusstes Zubereiten bleiben. Eine "handwerkliche" Tätigkeit, in der man sich die Zeit nimmt um auch zu sich und zur Natur zurückzukehren. Also eine Rückkehr zur Natürlichkeit von dieser teils künstlichen Welt. Die Verwendung von Naturmaterialen, wie Holz, Stein, Keramik,Ton,etc., Wasser, Feuer, Blätter der Teepflanze unterstreicht dies noch.


Wir versuchen den Tee mit allen Sinnen wahrzunehmen (Riechen, Schmecken, Fühlen,..). Es entsteht mitunter eine geistige Verbindung. Tee als Wegweiser zurück zum eigenen Ich. (Stichwort Meditation)


Versucht man mit einem Automaten nicht auch das Ganze "massentauglich" zu machen? Das Persönliche/Eigene könnte in der Massenware auf der Strecke bleiben. Die Tiefe geht verloren, wenn man die Teezeremonie zu oberflächlich behandelt. Das Besondere verliert seinen Wert wenn es immer einfach und ständig verfügbar ist.


Ein gegenläufiger Trend könnte sein, dass man seine Teekännchen, -becher selber töpfert, den Teetisch selber baut, etc. .. Dann bekommt das Ganze einen ganz anderen Wert.


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Grade das 'handwerklich-zeremonielle', das Sortieren meiner Gedanken (welche Teesorte, wieviel Gramm, wieviel Grad, welches Kännchen) ist es, dass mich beim Tee machen zur Ruhe kommen lässt, mich vom Alltag entschleunigt und damit einen wesentlichen Teil meines Teevergnügens darstellt.



Ob ich mich hierbei von einem Tee-'Automaten' (wirklich kein schönes Wort für ein Gerät, das eine Hilfe bei einer Zeremonie sein möchte) unterstützen lassen möchte ... bezweifel ich stark.



Allerdings kann ich es anhand des Videos und der Beschreibung bei Jadequell nicht abschließend beurteilen. Mir fehlen hier Detailinformationen zum Gerät, der Ausstattung und konkreten Handhabung.



Ich wünsche Jadequell sehr, dass das Gerät seine Zielgruppe findet. Wie den obigen Posts bereits zu entnehmen ist, wäre wohl das Angebot unterschiedlicher Holzausführungen der Zubereitungsfläche dabei hilfreich.


(Auch mich würde denn Bambus mehr ansprechen als Nussbaum.)


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Ich trinke ja zu Hause praktisch nur Tee, und habe lediglich einen Wasserkocher nebst diversen Teekannen, -tassen, -schalen, -bechern ... Ich denke, ich bin einfach nicht so der Typ für so einen Automaten, auch nicht für einen Teebereiter und was es sonst so gibt. 



Für mich gehört auch für die ganz normale Gebrauchtstasse das Machen einfach dazu. Ich überlege mir, welchen Tee ich trinken möchte, und danach wähle ich die passende Kanne, Wassertemperatur, Ziehzeit etc. Das ist für mich ganz selbstverständlich, kostet praktisch keine Zeit und lässt mir - z. B. bei meinen Grüntee- und Gong-Fu-Cha-Versuchen (denen ich mich konzentriert widme, wo also auch der Trinkprozess etwas Ausschließliches ist) Raum für Experimente mit Mengen, Ziehzeiten etc. Ich probiere Tee mal im Gaiwan, mal in der Kanne, und da kann ich einfach keine Waage etc. gebrauchen - und auch keine Automatisierung mit Ausnahme des Wasserkochers. Ich will da auch keine wasserhahnähnliche Konstruktion am Teebrett. 



Ich habe aber auch überhaupt kein Problem mit solchen Maschinen - wenn es jemandem die Zubereitung sinnvoll erleichtert oder jemanden zum Teetrinken hinführt, warum nicht? 


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Ich seh das ganze ganz und garnicht als Automat sondern Eher als schicken Teetisch mit ein paar praktischen Extrafunktionen -so kann man sich ohne Aufwand voll und ganz auf den Tee konzentrieren, den man aufgießen möchte( und muss nicht zum Beispiel aus der einen Ecke die Waage auskramen und dann auf der anderen Seite das abgekühlte Wasser holen, etc.)- und kann geroah nur zustimmen. Ich find die Umsetzung ist wirklich elegant gelungen aber der Preis spricht leider eine Budgetklasse über der meinen an ;)

Trotzdem viel Erfolg mit dem Teetisch ihr beiden, ich werd ihn auf jeden fall weiter verfolgen!

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Übertreiben ein paar Leute hier nicht etwas? Das ist doch nur ein Teetisch mit integrierter und angepasster Waage und Wasserkocher und kein Roboter, der alles übernimmt. Das einzige, was wirklich daneben ist, ist die Wortwahl mit "Automat" - daran erregen sich hier ja viele Gemüter. Man könnte fast den Verdacht hegen, hier haben manche nur den Begriff Teezeremonie-Automat gelesen und gleich mit schreiben angefangen :P


bearbeitet von ckaden

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ich find das nicht übel. man muss, bei der vorangegangen kritik sehen, dass das teil richtet sich in keinster weise an die leute, die hier in diesem forum rumhängen.



bei diesem teil geht es um solvente kundschaft, die keine lust oder zeit hat, aber trotzdem richtig tee trinken möchte. die lücke wird damit gefüllt. 


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Ich finde den Namen auch nicht so verkehrt, wobei man sich da nicht so daran aufhängen sollte. In meinen Augen ist es eine schicke All-In-One-Gong-Fu-Cha-Lösung. Und was er kann ist gar nicht mal so ohne.



Schöner Teetisch mit dezentem Wasserspender. Aus diesem kommt eine genau dosierte Wassermenge in genau definierter Wassertemperatur. Gesteuert wird dies durch ein Computer, welcher mittels eines Touch-Displays bedient wird und daneben eine Waage und Zeitgeber hat. Wie die Information auf dem Display präsentiert wird, hat mir auf dem Video auch sehr gefallen.



Im Gespräch mit Conny bei unserem Treffen sagte sie uns, dass dort schon je nach Tee, einige Parameter für einen guten, optimalen Teegenus voreingestellt sind. Mein Frage war natürlich gleich, ob man diese nicht den eigenen Bedürfnissen anpassen könne. Dies wurde dann bejaht.



Also wenn ich mal die Nase voll habe von den Standarteingaben oder gar andere Tees ausprobieren will, kann ich mit diesem "Automaten" so lange herumspielen, bis ich meine persönlichen Parameter gefunden habe und kann diese dann dort einspeichern. Natürlich könnte ich auch darüber selbst Tagebuch führen und mir notieren, dass ich den Tee-XYZ, in der Kanne-ABC, mit dem Fassungsvermögen-HIJ, mit so viel Gramm-LMN aufgefüllt habe und dann bei einer Temperatur-OPQ, die Zeit-TUV lang habe ziehen lassen und beim Aufguss zwei-drei-vier-fünf sich dann die Werte um das-und-das ändern...



Ich weiß ja nicht, wie es bei euch ausschaut, aber ich führe ehrlich gesagt kein Tee-Tagebuch darüber und würde mich nach eine Jahr nicht mehr daran erinner wie ich damls diesen einen Tee so gut hin bekommen hatte :)



Es geht hier weniger darum, dass man Waage, Wasserkocher, Wasserspender, Uhr, Datenbank und Erste-Tee-Hilfe integriert hat. So etwas ist eigentlich nie die Frage. Auch beim iPhone ging es nie darum, dass man hier mehrere Geräte unter einem Gehäuse gepackt hat, sondern es geht immer nur darum, wie gut und wie sinnvoll das hier geschehen ist.



In meinen Augen ist dies hier sehr gut gelungen. Man hat noch den Flair der Teezeremonie und wird dabei sinnvoll und ansprechend unterstützt.



Es ist kein Voll-Automat, wo ich oben einen Teespeicher habe, einen Knopf drücke, irgendetwas dann in der Maschine passiert und sich am Ende der Tee in eine darunter gestellte Tasse ergießt. Aus diesem Grunde finde ich schon, dass hier der Begriff Teezeremonie, durchaus im Namen noch seine Berechtigung hat.



Ganz ehrlich, ich finde das Teil richtig cool :thumbup:



Leider weiß ich auch, was Der Jadequell so ungefähr kosten wird und das ist bis jetzt mein einziger Kritikpunkt ;)


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Übertreiben ein paar Leute hier nicht etwas? Das ist doch nur ein Teetisch mit integrierter und angepasster Waage und Wasserkocher und kein Roboter, der alles übernimmt. Das einzige, was wirklich daneben ist, ist die Wortwahl mit "Automat" - daran erregen sich hier ja viele Gemüter. Man könnte fast den Verdacht hegen, hier haben manche nur den Begriff Teezeremonie-Automat gelesen und gleich mit schreiben angefangen :P

Nein, ich habe mir das Video angesehen und auch die HP. Das Wort "Automat" stört mich auch nicht, aber ich will nun mal keine Waage und keinen Wasserhahn. ;) Das ist alles. 

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Heut zu Tage ist sowieso schon so vieles modernisiert, da ist doch gerade Tee so ein Ausgleich, der einem an alte Zeremonien heranführt, an etwas das im hier und jetzt existiert, aber einem einen Einblick in etwas alt traditionelles gewährt. Warum soll einem auch unbedingt immer alles leichter gemacht werden?



Gerade die Hingabe und die Zeit die man in jeden Schritt bei einer Teezeremonie investiert, ist doch genau der Reiz daran. Und es ist wie mit dem eigenen selbst. Bei der Zeremonie geht es darum, sich immer mehr zu verbessern, seine Techniken zu verfeinern und somit eines Tages an seine ganz persönliche eigene Perfektion heranzuwachsen. Sicher für Teefaule Menschen passt dieses Gerät wunderbar, aber ansich verfehlt dieses Gerät eindeutig die Bedeutung hinter dem Thema Tee. 



Erst letztens habe ich mit einer taiwanischen Dame (ihres Zeichens Besitzerin des Artee Teehaus) gesprochen und da vielen mir in ihrem Geschäft diese chinesischen Teetischchen auf, wo heut zu Tage ja schon einige Abflüsse haben. Sie hatte aber keine solche und ihre Meinung zu solchen Abflüssen "Alleine dieses störende Geräusch, wenn das Wasser abläuft, behindert die Ruhe der Zeremonie ungemein" 



Ich kann ihr nur beipflichten. Warum brauchen wir sowas? Es ist nur meine Meinung, aber mit all diesem Schnick Schnack geht am Ende einfach die Romantik und auch der eigentlich Sinn der Sache verloren. Es ist gut wenn man sich für etwas Gutes auch bemühen muss. 



Nur durch Anstrengung erreicht man vielleicht eines Tages Perfektion 


bearbeitet von VanFersen

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"Nur durch Anstrengung erreicht man vielleicht eines Tages Perfektion"

Wir haben beim Trinken der sehr guten chinesischen Grüntees gemerkt, dass es sehr lange dauert, diese Perfektion zu erreichen. Ganz viele Menschen springen vorher ab und sagen, ihnen schmeckt Grüntee nicht. Und daher kam die Idee zum Jadequell: alle Technik - auf Knopfdruck die richtige Wassermenge in der gewünschten Wassertemperatur, Waage für die Teeblätter, Ziehzeiten - in ein schönes Gerät zu packen und dem Nutzer auch Empfehlungen für die Zubereitung mit an die Hand zu geben. So kann man sich sicher sein, dass der Tee gut schmeckt, selbst wenn man kein Profi ist. Und die Bedienung ist so einfach, dass sich früh und nicht erst nach jahrelangem Üben die Entspannung einstellt.

Wer Wassertemperatur, die Mengenverhältnisse und Ziehzeiten so gut im Gefühl  hat, dass er das Beste aus seinem Tee hervorholen kann, braucht natürlich keinen Jadequell. Ich selbst finde es sehr spannend, mit dem Jadequell zu experimentieren und zu beobachten, wie unterschiedlich der gleiche Tee bei verschiedenen Wassertemperaturen schmeckt. Und auch für Parallelverkostungen sind die objektiv vergleichbaren Parameter sehr nützlich.

Danke für das Feedback zum Nussbaumholz, es kann sein, dass wir das noch ändern.

Und für die Rückmeldung zum Begriff "Automat" auch vielen Dank. Wir wollen damit ausdrücken, dass es sich nicht nur um einen Teetisch handelt, sondern auch viel Technik drin steckt. Aber stimmt, der Begriff ist nicht ganz korrekt, es kommt nicht automatisch Tee aus dem Wasserhahn, sondern die Teezeremonie muss der Benutzer selber machen. Übrigens mit der Kanne oder dem Gaiwan, die er möchte. Aber nochmal zum "Automat": Bessere Vorschläge sind herzlich willkommen :) Und ich freue mich über noch mehr Feedback zu dem Begriff.

Conny (von Jadequell)

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Wie gesagt, ich denke wenn man nicht die Geduld und die Zeit, vielleicht auch die Lust oder Ruhe hat, eines Tages zu dem Punkt zu gelangen, dass man für sich der eigenen Perfektion nahe kommt, ist dieses Tischchen sicher eine gute Sache. Und ich respektiere auf jeden Fall die Tatsache, dass sicher viel Ideenreichtum und Arbeit dahinter steckt, dennoch spricht es mich persönlich nicht an, da es für mich die Romantik knickt. 



Aber ich bin mir sicher, dass es für viele eine sehr gute Sache sein wird ;)


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Die Diskussion zwischen Tradition und Moderne gibt es auf zahlreichen Gebieten.



Um es drastisch auszudrücken, ich will meinen Tee weder selbst anbauen, noch pflücken, fermentieren usw. und Töpfern will ich auch nicht mein Teegeschirr. Bei der Zeit verwende ich moderne Zeitgeber und richte mich nicht nach der Sonne oder den Blättern der Vegetation. Ich habe auch keine echte Waage mit Gewichten, sondern meine ist nur Digital. Schallplatten, Tonbänder und Kassetten verwende ich auch schon lange nicht mehr, sondern aus dem iPod, iPhone, digitalem Radio und Internet. Weil es dort für mich keinen Sinn macht. Analog bin ich weiterhin, wenn ich selbst zur Gitarre greife und auch dazu singe, aber Aufnahmen mache ich mitnichten mit alten, analogen Bandgeräten usw., da setze ich modernste, digitale Technik ein, da sie besser und preisgünstiger ist.



Briefe schreibe ich in der Regel nur bei geschäftlichen Dingen und auch da nicht handgeschrieben, sondern aus dem Drucker. Ansonsten Email, Telefon und Skype.



Wen mir die Technik und moderne Methoden besser helfen und mich schneller ans Ziel bringen, dann nutze ich diese gerne.



Hier muss jeder für sich entscheiden, wo und wann er wie viel Ursprünglichkeit wirklich benötigt. Beim Zahnarzt zum Beispiel, sind mir die modernen Ärzte und deren Methoden, sehr viel lieber als ein Wanderarzt á la Doktor Eisenbart ;)


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Das Schöne an unserer modernen Zeit ist ja, dass sich in vielen Bereichen des Lebens jeder selber aussuchen kann, inwieweit er die neuen Optionen nutzt.



Schauen wir zu den Kaffeetrinkern rüber, so gibt es dort mittlerweile eine enorme Bandbreite an Möglichkeiten der Kaffeezubereitung - von Omas Porzellanfilter, über die Frenchpress und ihre Ableger, die klassische Kaffeemaschine, Padmaschinen aller Couleur bis hin zu den edelsten Alleskönner-Kaffeemaschinen, die man früher nur bei den Profis im Restaurant fand. Und sie haben alle ihre Anhänger.



Warum also nicht die Bandbreite bei Tee erhöhen. Küchenplatztechnisch müssen dann einige wohl langsam anbauen ...


Zum Jadequell habe ich immernoch ein paar Fragen, als da wären: Stromzufuhr? Wasserzufuhr / Kapazität? Brubbelt in dem Gerät unten ein Wasserkocher vor sich hin? Wie wird das Wasser auf Temperatur gehalten? Speicherkapazität für die Infos zu Teesorten und Zubereitung? Will heißen: kann ich da Nummern eingeben oder xy Tees mit Namen und jeweiliger Zubereitung hinterlegen? Wenn ich den Jadequell nicht in der Küche, sondern im Wohnzimmer zu stehen habe ... Kann ich dann vielleicht den Wasserhahn bei Nichtgebrauch abnehmen und unten verstauen? Wie schwer ist das Gerät? Ich kann mir vorstellen, dass man es auch mal mit zu Freunden transportieren möchte, wie heutzutage ja auch ein Raclette- oder Fondueset. Und wie teuer ist das gute Stück eigentlich? Ich konnte dazu keine Angaben finden.



Zum Namen: spontan eingefallen ist mir Teezeremat.


bearbeitet von Charlotte

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Aber nochmal zum "Automat": Bessere Vorschläge sind herzlich willkommen :) Und ich freue mich über noch mehr Feedback zu dem Begriff.

Warum nicht einfach nur "Jadequell" und den Rest in die Beschreibung? Etwa wie "Teetisch mit integrierten Dies und Das"?

Zum Thema Teezeremonie an sich:

Ist ja schön und toll wie man das hier quasi als Meditation empfindet und als höchstes Ideal, aber leider wird wieder dabei ein eigenes Süppchen gekocht. Für die chinesische Teezeremonie kann ich nicht sprechen, aber ich denke mal, da wird es nicht großartig anders sein. In der japanischen Teezeremonie (folgend: Chado) ist zumindest als Gastgeber nichts mit Ruhe und Kraft finden, das ist einfach verdammt anstrengend. Gerade wenn man Chado erlernt, merkt man, wie körperlich anstrengend das Training ist und wie langwierig. Als Gast ist das toll anzuschauen, aber zuhause macht das so kaum jemand. Das gilt auch für Senchado, die japanische Variante zur Zubereitung von Blättertee, die kaum jemand außerhalb Japans kennt. Und ich bezweifle stark, dass selbst diejenigen, die von sich denken, die Zeremonie zu können, diese auch wirklich korrekt beherrschen. Von daher wird fast jeder hier seine eigene kleine Zeremonie haben, ich eingeschlossen.

Daher frage ich mich, worum es den meisten eigentlich geht? Noch um den Tee selbst und dessen Genuß, oder möglichst um die authentische Zubereitung? Klar, auch die Zubereitung sollte in einem gewissen Rahmen bleiben und nicht etwa den Gyokuro mit kochend heißen Wasser zuschütten und aus der Kyusu dann rüttelnd in einen Becher pressen. Aber sobald es nicht mehr wirklich nur um den Tee geht, ist meiner Meinung nach was schief gegangen. Warum kann man also die Zubereitung mit Jadequell nicht genauso genießen als wenn man das heiße Wasser in einem separaten Gefäß nebenan stehen hat?

/rage Ende

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Fragen beantworte ich natürlich gerne.



Der Jadequell wird etwa 1.199 EUR kosten. 



Er hat einen normalen 230V Stecker mit Kabel. Wir haben keinen Wasserkocher, sondern Durchlauferhitzer eingebaut, d.h. es wird nur so viel Wasser erhitzt, wie gerade benötigt wird. Das Wasser wird aus einem Frischwasservorrat mit ca. 1,2 l Fassungsvermögen entnommen. 


Es gibt für die gängigen Teesorten voreingestellte Standards für Wassertemperatur, Mengenverhältnisse, Anzahl Aufgüsse und Ziehzeiten. Wenn du einen eigenen Tee einspeichern willst, kannst du alle Informationen über die Tastatur im Touchscreen inkl. einem eigenen Namen einspeichern. Es wird auch einen Nummerncode geben, um die Informationen schneller einzugeben. Wir wissen noch nicht, wieviele Tees eingespeichert werden können. Wieviele hättest du denn gerne?



Das Gewicht steht noch nicht fest, aber der Jadequell soll auf jeden Fall gut zu transportieren sein. Wir stellen uns als Ort eher das Wohnzimmer als die Küche vor und wollen den Jadequell auch mitnehmen zu Freunden oder an andere Orte. Auch für die Gastronomie mit unterschiedlichen Tischen ist das ein wichtiger Punkt. Der Wasserhahn ist nicht abnehmbar.



Teezeremat weckt die gleichen Assoziationen an Automat, oder? Ich würde gerne den Namen "(Der) Jadequell" verwenden. Dazu brauchen wir dann noch die Antwort auf die Frage "Was ist das?". Teetisch mit integriertem ... ist eigentlich länger, als ich es gerne hätte, aber für Tee-Experten bestimmt ansprechender. Charlotte und Ckaden, auf jeden Fall Danke für die Ideen! 

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Der Begriff "Teezeremonie-Automat" ist natürlich sehr unglücklich gewählt und ich vermute, die grösste Kritik ist v.a. hiermit verbunden. Die Idee ist in der Tat nett, obwohl es letztlich eine Frage des Preises ist, ob einem ein Wasserkocher mit Temp.-Wahl und Waage soviel wert ist. Klar, das Ding kann noch mehr, aber da sehe ich den effektiven Nutzen eher begrenzt bzw. finde auch ich, man sollte nicht alles "vertechnisieren"

Optisch sieht das Produkt auf der Website, welches sich von jenem im Youtube-Video unterscheidet, sehr ansprechend aus.

Fazit: sieht netter aus als ein Wasserkocher und hat sicherlich seinen Nutzen. Viele werden (offensichtlich) v.a. die technische Komponente ablehnen und andere, denen die Idee eigentlich gefällt, sind wohl i.d.R. zu wenig Teebegeistert, um eine entsprechende Summe auszugeben. 

^_^  rein fürs Wasser würde ich jedoch nicht nein sagen..



Wir haben keinen Wasserkocher, sondern Durchlauferhitzer eingebaut, d.h. es wird nur so viel Wasser erhitzt, wie gerade benötigt wird. Das Wasser wird aus einem Frischwasservorrat mit ca. 1,2 l Fassungsvermögen entnommen. 

Durchlauferhitzer? Überrascht mich jetzt, da kleine meist höchstens 50° schaffen. Aber auf jeden Fall eine gute Sache! ;)

bearbeitet von theroots

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Fragen beantworte ich natürlich gerne.

Der Jadequell wird etwa 1.199 EUR kosten. 

Da würde sich bei mir schon, dass grundlegende Problem auftun, da der Preis doch extrem vom Hocker haut. Sicherlich muss man die Arbeitszeit und auch Materialaufwand mitein rechnen. Aber ich denke die Abnehmerscharr wird sich dadurch um einiges noch weiter dezimieren.

1. Um es drastisch auszudrücken, ich will meinen Tee weder selbst anbauen, noch pflücken, fermentieren usw. und Töpfern will ich auch nicht mein Teegeschirr.

2. .....digitale Technik ein, da sie besser und preisgünstiger ist.

1. Wenn ich könnte würde ich das sehr gerne selber machen. Nur leider wohne ich nicht in Japan und die Zeit hätte ich hier leider auch nicht. Würde ich Japaner sein in Japan wäre ich sicher Musiker / Teebauer / und Töpfer :D

2. Wenn wir das rein auf diesen Teetisch beziehen, wäre wir da sehr weit weg von "preisgünstig"

Ist ja schön und toll wie man das hier quasi als Meditation empfindet und als höchstes Ideal, aber leider wird wieder dabei ein eigenes Süppchen gekocht. Für die chinesische Teezeremonie kann ich nicht sprechen, aber ich denke mal, da wird es nicht großartig anders sein. In der japanischen Teezeremonie (folgend: Chado) ist zumindest als Gastgeber nichts mit Ruhe und Kraft finden, das ist einfach verdammt anstrengend. Gerade wenn man Chado erlernt, merkt man, wie körperlich anstrengend das Training ist und wie langwierig. Als Gast ist das toll anzuschauen, aber zuhause macht das so kaum jemand. Das gilt auch für Senchado, die japanische Variante zur Zubereitung von Blättertee, die kaum jemand außerhalb Japans kennt. Und ich bezweifle stark, dass selbst diejenigen, die von sich denken, die Zeremonie zu können, diese auch wirklich korrekt beherrschen. Von daher wird fast jeder hier seine eigene kleine Zeremonie haben, ich eingeschlossen.

Daher frage ich mich, worum es den meisten eigentlich geht? Noch um den Tee selbst und dessen Genuß, oder möglichst um die authentische Zubereitung? Klar, auch die Zubereitung sollte in einem gewissen Rahmen bleiben und nicht etwa den Gyokuro mit kochend heißen Wasser zuschütten und aus der Kyusu dann rüttelnd in einen Becher pressen. Aber sobald es nicht mehr wirklich nur um den Tee geht, ist meiner Meinung nach was schief gegangen. Warum kann man also die Zubereitung mit Jadequell nicht genauso genießen als wenn man das heiße Wasser in einem separaten Gefäß nebenan stehen hat?

Es geht ja nicht darum unbedingt Chado durchzuführen, aber ich denke jeder hat ein anderes Goal. Meines ist, soviel auf natürlichem Wege zu machen wie möglich und durch eigenes dazutun etwas zu erreichen, dass mit Übung und Probieren / Experimentieren immer besser und besser 

wird.

Der Sinn dieses Threads war gleich mit dem ersten Satz, die "persönliche" Meinung zu erfahren. Dies ist meine, keiner muss sie teilen oder gut finden, aber deswegen werde ich sie nicht ändern ;)

Wie gesagt, ich sehe den Aufwand und den Ideenreichtum hinter diesem Projekt und respektiere das und schätze es Wert. Aber mein Weg ist es nicht.

Nur weil uns heut zu Tage schon so vieles erleichtert wird, ist das nichts gutes. Man sieht ja wie verweichlicht wir alle sind. Wenn ich mir meine Eltern ansehe und wie selten (nur zB) Krank sind und wie oft ich im Jahr eine Grippe habe. Wir verstehen heute garnichts mehr von Arbeit und wirklich dem Wort Aufopferung, ich schließe mich da auch selbst nicht aus. Aber eben deshalb muss man einfach nicht alles immer einfach und leichter für uns machen. Aber wie gesagt, ist das Ansichtssache. Ich denke mir nur, etwas das man nicht so einfach bekommt oder erhält, schätzt man mehr Wert, als wenn man es ganz einfach machen, kaufen oder bekommen kann. 

Dies sind die Gedanken eines einzelnen Menschen ;)

bearbeitet von VanFersen

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"Nur durch Anstrengung erreicht man vielleicht eines Tages Perfektion"

Wir haben beim Trinken der sehr guten chinesischen Grüntees gemerkt, dass es sehr lange dauert, diese Perfektion zu erreichen. Ganz viele Menschen springen vorher ab und sagen, ihnen schmeckt Grüntee nicht. Und daher kam die Idee zum Jadequell:

Ihr seht also als Zielgruppe eher die Einsteiger, die noch unerfahren in der Handhabung sind. Ob Teeneulinge aber bereit sind, sich ein solches Gerät zu diesem Preis anzuschaffen?

Die teuren Edelstahl-Kaffee-/ Cappucino-/ Espressomaschinen haben ja meist auch eher die sehr gut verdienenden Hardcorefans bzw. Schickimicki-Leute, die das als Statussymbol sehen.

Na, ihr werdet es erfahren. Meinen Budgetrahmen für diese Anschaffungskategorie würde er jedenfalls sprengen.

Speicherplätze? Also ich habe so fünf bis sechs Teesorten fest im täglich wechselnden Gebrauch, die zum Teil die gleiche Zubereitung haben (Sencha, Jasmin, Oolong, ein Earl Grey verirrt sich auch mal dazwischen), nehmen wir noch einen Pu Erh dazu und zwei freie Plätze für neue Experimente. Wären bei mir dann summasummarum sechs bis acht Speicherplätze - sinnhaft aufzurunden dann vielleicht gleich 10.

bearbeitet von Charlotte

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      Um nur ein Kilogramm dieser besonderen Teevariante und Kostbarkeit zu gewinnen, bedarf es mehr als 30.000 von Hand gepflückte, ungeöffnete, obere Blattknospen! Noch immer werden die Teespitzen in den weltweit einzigartigen Teeanpflanzungen im Hochland Chinas auf traditionelle Weise gepflückt und auch heute noch werden zum Teil Erntemethoden gepflegt, die früher dem Kaiser und seinem Hofstaat vorbehalten waren. Bei der „kaiserlichen Pflückung“ wurden seinerzeit nur Knospen gepflückt, deren Reinheit nicht befleckt wurde – und zwar von der Ernte bis in die Teeschale des chinesischen Kaisers. Die jungen Teepflückerinnen trugen bei der Ernte Handschuhe und gaben die behutsam abgeschnittenen weißsilbrigen Knospen zum Trocknen in geflochtene Körbe.

      (Doch weiß niemand genau, welche besonderen Vorsichtsmaßnahmen in der heutigen Zeit ergriffen werden, um das faszinierende, an Orchideen erinnernde Aroma der Silbernadeln zu bewahren. Teekenner jedenfalls lieben diesen himmlischen Duft) 😊

      Was den Silbernadeltee zudem noch rarer macht: Er wird bloß zweimal im Jahr geerntet – und dann auch nur an zwei Tagen, die zuvor sorgfältig geplant werden. Ist es an jenen Tagen entgegen der Wetterprognose windig oder regnerisch, verzichtet man lieber auf die Ernte…

      Silbernadeltee in der Kultur

      Der kostbare Silbernadeltee ist Bestandteil vieler Zeremonien der traditionellen chinesischen Teekultur, die über viele Jahrhunderte gewachsen ist. „Gong Fu Cha“ gilt als bekannteste chinesische Teezeremonie, ihr Ritus hat schon lange einen festen Platz in Chinas faszinierender Teekultur.

      Gong Fu Cha  beschreibt die besondere Perfektion, die man nur durch Erfahrung und besondere Übung erreichen kann. Im Zentrum steht dabei das stetige Bemühen des Teemeisters, den perfekten Tee zuzubereiten, was zum einen handwerkliches Geschick und zum anderen die richtige meditative Verfassung braucht. (Wenn Sie einen Besuch in China planen, nehmen Sie unbedingt an einer unvergesslichen klassischen Teezeremonie teil.)

      Mehrere Aufgüsse

      Bei Gong Fu Cha wird der Tee in mehreren Aufgüssen getrunken. Beim ersten Aufguss sollen sich zunächst die Knospen öffnen - vorab wird der betörend schöne Duft genossen, darum wird der Tee zur ersten Einstimmung direkt in die Schalen eingeschenkt. In China nennt man dies  den „Aufguss des guten Duftes“. Anschließend folgt der „Aufguss des guten Geschmacks“ – und jetzt, beim zweiten Aufguss, können sich die Aromen so richtig entfalten!

      Poetisch bezeichnet man die weiteren Aufgüsse des Tees als „Aufguss der sehr langen Freundschaft“, denn solange man den Tee immer wieder aufgießt, ist man ihm symbolisch freundschaftlich zugewandt. 😊 Mit jedem weiteren Aufguss muss der Tee jeweils zehn Sekunden länger ziehen, auf diese Weise schmeckt er immer wieder ein bisschen anders und man kann bald feststellen, wie mannigfaltig seine Geschmacksvariationen doch sind!

      Teezeremonie

      Wer eine Teezeremonie mit Silbernadeltee begehen möchte, geht dabei wie folgt vor: Zunächst werden die Teegefäße/Teekanne erwärmt. Im nächsten Schritt werden Gefäß oder  Kanne mit etwas frisch aufgebrühtem Wasser gefüllt und der Silbernadeltee hineingegeben. Mit heißem Wasser auffüllen, den Duft wahrnehmen – und das Wasser wieder abgießen.

      Nun einen zweiten Aufguss mit 70-80 Grad heißen Wasser vornehmen, und (je nach Geschmack) 3-5 Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb kreisförmig in die Teeschale eingießen. Den Duft genießen, das Auge an der Farbe erfreuen! Schließlich kann der Tee getrunken werden. Jeder weitere Aufguss sollte dann 10 Sekunden länger ziehen. Am Schluss dieser schönen Teezeremonie werden die gebrauchten Teeblätter schließlich in saubere Teeschalen gelegt und den Gästen als Geschenk und Erinnerung überreicht. 😄🌿🍵

      Eine gepflegte Teezeremonie mit Silbernadeltee bietet uns in unserer heutigen schnelllebigen Zeit ein wunderschönes Ritual, um im Familien- oder Freundeskreis einmal so richtig abzuschalten und ein wenig „herunterzufahren“. 😊
       

    • Von QLONKER
      Hallo Community
      Ich hatte vergangenes Jahr eine Eingebung weil ich gerne grünen Tee trinke und bei der Arbeit gern mal die Zeit aus den Augen verliere. Es ist mir schon öfter passiert, dass ich vor lauter Konzentration am PC vergessen habe, dass ich mir ja eben gerade einen Tee gemacht hatte und den Beutel rausnehmen muss. Das Resultat, der Tee schmeckte nicht mehr, war bitter und ich musste ihn noch mal machen. Ich habe mich dann am Wochenende mal zu Hause hingesetzt und einen Tee Timer entwickelt, der den Teebeutel nach Ablauf einer vordefinierten Zeit automatisch aus der Tasse zieht. Der erste Prototyp war klobig, eigentlich unpraktisch und hatte noch keine Batterie. Aber das Konzept funktionierte und ich hab das ganze dann noch verfeinert und am Ende kam ein hübsches Gerät heraus, das man im Büro problemlos auf dem Tisch betreiben kann, auch wenn keine Steckdose in der Nähe ist. 
      Man hängt einfach den Teebeutel oder ein Tee-Ei an den Heber und startet das ganze. Der Heber schwenkt den Tee sogar noch während der gesamten Ziehzeit und wenn die Zeit abgelaufen ist, wird der Beutel (oder das Ei) aus der Tasse gezogen. Ich verkaufe das Teil mittlerweile auf meiner Webseite und versuche das Gerät weiter zu entwickeln. Ich würde jetzt gerne wissen, wie Ihr darüber denkt. Der Preis ist damit gerechtfertigt, dass ich die Dinger von Hand selbst aus hochwertigem Holz baue. Kein Kunststoff aus der Maschine. 
      Hier meine Webseite: <Link entfernt>
    • Von nick
      Kennt ihr das? Ihr habt euch mal wieder einen etwas teueren Sencha beim Händler eures Vertrauens gegönnt. Schon im Geschäft wart ihr überwältigt vom Duft des selbigen und zu Hause schließlich bereitet ihr ihn nach bestem Wissen zu. Das Ergebnis ist überwältigend. Er schmeckt wie er duftet, hat genau die richtige Balance zwischen Bitterkeit und Süße. Zudem ist er herrlich vollmundig. Fast sahnig…Ihr möchtet sofort all eure Freunde einladen, die vielleicht bislang dem Teegenuss eher ablehnend gegenüber standen, und ausrufen: „Seht ihr, deswegen liebe ich dieses Zeug so. Endlich habe ich die perfekte Zubereitung gemeistert - es hat auch lang genug gedauert.“
      Am nächsten Tag greift ihr voller Vorfreude zu der neuerworbenen Teepackung, die ihr natürlich gewissenhaft verstaut hattet. Wie immer achtet ihr penibel auf die Temperatur des Wassers. Natürlich. Selbstverständlich benutzt ihr auch eine Waage zur Abmessung des Tees. NICHTS KANN NUN JEMALS WIEDER SCHIEF GEHEN. Ihr habt gefunden, wonach ihr so lange gesucht habt. Es ist das schönste Hobby der Welt und für das gestrige Erlebnis seid ihr auch bereit in Zukunft tiefer in die Tasche zu greifen! Ihr riecht an dem trockenen Tee … Ein Genuss - die Vorfreude steigt ins Unermessliche.
      Dann der erste Schluck. Ernüchterung, grenzenlose Enttäuschung. Der Tee schmeckt nach nichts oder einfach nur bitter. Eventuell habt ihr auch einen der oben genannten Freunde dabei: „Na ja, schmeckt halt wie grüner Tee, du weißt ja, dass ich damit nichts anfangen kann.“ „NEIN! Gestern hat der noch total nach Kirsche geschmeckt …. WIRKLICH!“
      Die nächsten Tage versucht ihr das ursprüngliche Erlebnis zu wiederholen. Schraubt an den Parametern. Mit mehr oder weniger Erfolg. Nicht schlecht… aber auch nicht überwältigend. Damals wart ihr wohl zu enthusiastisch, vielleicht habt ihr euch das alles auch nur eingebildet.Wahnsinn, wie schnell dieser Tee seinen Geschmack verliert.
      Eine Woche später dann die Überraschung … da ist er wieder der perfekte Geschmack! Wie habe ich das bloß hinbekommen?
      Ich frage mich, ob man das einfach akzeptieren muss oder ob ich hierzu doch noch die Ursache finde. Wie einfach war da noch die Zeit, als man einfach einen günstigen Gunpowder in der Tasse hatte und nichts erwartete bzw. erwarten durfte. Ganz ähnliche Erfahrung habe ich übrigens mit dem Brot backen … Da weiß man auch nie, wie die Hefe reagiert, ob der Teig richtig aufgeht, ob man zu lange oder zu kurz geknetet hat.
      Geht euch das eigentlich auch so? Ist japanischer Tee wirklich so empfindlich? Mein neuster Verdacht ist, dass es an der Kartusche des Wasserfilters liegt. Tatsächlich habe ich den Eindruck, dass mir der Tee immer am besten schmeckt, wenn die so in der Mitte ihrer Haltbarkeit angelangt ist. Am Anfang schmeckt der Tee immer etwas dünn und metallisch. Am Ende… na ja, das kennt ihr ja.
      Was haltet ihr denn, außer den bekannten Faktoren (Wasserhitze, Ziehzeit etc.), für unerlässlich bei der Zubereitung eines wirklich guten Senchas?
    • Von mamba
      Hallo,
      Wie bereitet ihr eure Mini Tuo Cha's zu?
      Mir wären so einige richtungsführende Hinweise hilfreich. Insbesondere der erste Aufguss und die Ziehzeiten. 
      Wenn ich einen Mini Tuo Cha von 5-8 g habe, soll ich die ersten Aufgüsse um die 3-5 min ziehen lassen damit er aufgeht und die letzten Aufgüsse kürzer? Oder soll ich ihn aufbrechen oder ganz lassen? Und welche Wassermengen für einen Aufguss nehmt ihr?
      Welche Parameter wählt ihr und was könnt ihr mir empfehlen?
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