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Schwarztee mit störender Säure: Hoffnung auf Besserung durch bestimmte Lagerung?


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Ich habe vo einiger Zeit einen Schwarztee gekauft, der mir eigentlich ziemlich gut gefällt. Das einzige was mich an dem Tee stört, ist eine gewisse Säure, die der Tee in frühen Aufgüssen zeigt, welche sich im Verlauf in eine durchaus angenehme Süße verwandelt.

Meine Frage ist nun: Besteht die Hoffnung, das der Tee diese Säure nach einer gewissen Lagerzeit verliert? Wenn ja: Wie lange dauert sowas und kann man diesen Prozess durch bestimmte Umweltbedingungen beschleunigen bzw. begünstigen?

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vor 9 Minuten schrieb Benedicta:

Möchtest du uns genauer sagen, um was für einen Tee es sich handelt?

Problem ist folgendes:

Es könnte sein, das der Händler hier auch angemeldet ist (überblicke das noch nicht ganz😅) und wenn dem so sein sollte, dann möchte ich niemandem aufrund eines persöhnlichen Empfindens "auf die Füße trehten".

 

vor 5 Minuten schrieb Manfred:

Du könntest versuchen, in den ersten Aufguß eine winzige Prise Natronpulver zu streuen. Dabei würde ich zuerst beobachten, ob es aufschäumt, and dann natürlich, wie sich der Geschmack verändert hat. Aber es dürft natürlich nur eine winzige Menge sein.

Das ist natürlich eine Idee: werd ich gleich mal probieren👍

 

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vor 4 Stunden schrieb FireStream:

Besteht die Hoffnung, das der Tee diese Säure nach einer gewissen Lagerzeit verliert?

Wenn du ihn nicht in quasi subtropischem Klima luftdurchlässig lagerst eher nicht ... zudem würden bei solch einer Lagerung auch etliche andere Noten verfliegen, dafür sich möglicherweise neue bilden, die aber wahrsch. eher nicht deinem Geschmack entsprechen würden.

ABER:

1. Verwende zum Testen mal eine poröse Tonkanne wie bspw. einen Dai Gaiwan aus Yunnan, oder billige Yixing Fälschungen - sehr poröser oder niedrig gebrannter Ton schluckt gerne Säurespitzen von Tees - bei hochqualitativem Tee ist das schade, wenn es sich hingegen um eine fehlerhafte oder auch nur dem eigenen Geschmack unliebsame Note handelt, kommt diese Eigenschaft solcher Kannen wie bestellt.

2. Fange mit niedrigeren Aufgusstemperaturen und eher kurzen Ziehzeiten an, bei Hongcha z.B. mit 70°, beim 2. Aufguss vielleicht mit 80°, beim 3. 90° und ab dann mit kochendem Wasser.
Der Grund: eine niedrigere Aufgusstemperatur "gräbt" weniger tief im Tee, man nähert sich so schichtweise dem Kern.

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Ganz grob handelt es sich bei dem Tee um einen Schwarztee aus Georgien. Ich werde morgen mal berichte ob er sich bessert.

Eine Poröse Tonkanne habe ich momentan nicht aber werde ich testen wenn die 2 ankommen.

Das mit der Temperatur klingt interessant: bis jetzt habe ich nur einmal Wasser gekocht, welches dann im Verlauf der Session kälter wird, also quasi der umgekehrte Weg. Werde ich auch mal testen.

Bearbeitet von FireStream
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vor 7 Minuten schrieb GoldenTurtle:

oder billige Yixing Fälschungen

Es ist mir schleierhaft, wieso Du hier offenkundig Yixing-Fälschungen EMPFIEHLST??!! O.o.

Ganz abgesehen davon, dass man im allerbesten Fall froh sein kann, wenn es nur einfacher Ton ist, welcher nicht mit iwelchen Schadstoffen belastet ist und der Tatsache, dass man das Geschäft mit gefälschten Kannen nicht unterstützen sollte, gibt es tausend bessere Alternativen für offenporige Keramik, welche zudem ehrliches und gutes Töpferhandwerk unterstützen. 

Es muss auch nicht immer China sein! :)

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Ja, das mit den potentiellen Schadstoffen im Ton habe ich auch schon gelesen.                                                                                                                                           Da stellen sich mir allerdings auch immer wieder folgende Fragen: Ist ein Keramiker nur weil er nicht aus China kommt direkt "besser"? -> Nö, der kann genauso Mist verkaufen, genauso kann der chinesische Keramiker auch guten Ton verwenden: Wer hat schon was davon wenn ihm die Kunden wegsterben?

Und dann gibt es da eine nahezu immer übersehene Unterscheidung: Die eigentliche Frage sollte nicht lauten: Ist die Keramik schadstoffbelastet? sondern Gibt die Keramik Schadstoffe an den Tee ab und wenn ja in einem Maß das bei gelegentlichem trinken Schäden hervorruft? und hierbei ist die Zeit, die der Tee in der Kanne verbringt auch von Bedeutung: Wenn die Schadstoffe so wasserlöslich wären, dass sie innerhalb von Sekunden/ Minuten im Aufguss landen, wären sie dann nicht schon bei der obligatorischen Erstreinigung aus der Kanne herausgelöst worden? Nun könnte man ja auch agumentiere, dass Wasser ein anderes Lösungsmittel ist als Tee (Tee hat z.B einen pH Wert von ca. 5,5). Aber was hält einen davon ab, die Teekanne mit einer sauren Substanz durchzuspülen?

Nunja, da bin ich von der eigentlichen Frage etwas abgekommen.... Aber dieses Thema interssiert mich auch brennend, da viele meiner Teesets aus China stammen und recht günstig waren: Vielleicht findet sich ja hier jemand der sich mit der Materie etwas besser auskennt als ich.😁

(Hat auch ganz sicher nix damit zu tun, das mich diese Schönheit in den nächsten Tagen erreicht:🤣🤣)Unbenannt.JPG.3a63da3f7a6f7861d1fdf8b85ef2bd8b.JPG

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vor 2 Stunden schrieb Anima_Templi:

Es ist mir schleierhaft, wieso Du hier offenkundig Yixing-Fälschungen EMPFIEHLST??!! O.o.

Grundsätzlich empfiehl ich die schon nicht, aber in diesem Fall, weil die Tee mit Misstönen gut dämpfen / abrunden. 😅

Dies u.a. weil die i.d.R. niedriger gebrannt sind, um die Ausfallquote zu minimieren.

Aber der Witz ist, dass hier eh schon viel mehr Yixing Fälschungen besitzen, als angenommen wird.

Man muss das endlich mal realistisch und nüchtern betrachten - global gesehen sind von 10 "Yixing" Kannen wohl etwa 9 Fälschungen. Auch ich habe mit hoher Wahrscheinlichkeit die eine oder andere Fälschung.

Es ist mir aus dieser Perspektive auch klar, weshalb mir das Resultat einer vermeintlichen Yixing früher gar nicht so gut gepasst hat - der Tee war für mich viel zu stark gedämpft und abgerundet.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 13 Stunden schrieb FireStream:

Die eigentliche Frage sollte nicht lauten: Ist die Keramik schadstoffbelastet?

Ich finde schon, dass die grundsätzliche Frage so lauten sollte. Warum sollte ich mich ernsthaft mit solchen Überlegungen, die Du in Deinem Post weiterhin ausführst, beschäftigen? Dafür ist mir meine Zeit zu schade... 

Wenn ich sauberen Ton habe, habe ich sauberen Ton. Fertig.

Zu deinem Set: Mit Yixing-Ton hat das, m.M.n., nichts zu tun. Im besten Fall ist es irgendein dunkelbrauner Ton, der sich einwandfrei zur Teezubereitung verwenden lässt.

Ganz abgesehen von der Ästhetik des Sets, über die sich streiten lässt, habe ich für mich andere qualitative Maßstäbe bei offenporiger - sprich unglasierter - Keramik gesetzt.

Zum einen aus den eingangs erwähnten Gründen, zum anderen weil ich vor allem ehrliches Töpferhandwerk unterstützen möchte und nicht den industriellen Massenmarkt.

Diesen Anspruch sollte aber jeder für sich selbst definieren und wenn Dich dieses Set anspricht und Du damit zufrieden bist, freut es mich sehr für Dich. :)

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vor einer Stunde schrieb Anima_Templi:

Wenn ich sauberen Ton habe, habe ich sauberen Ton. Fertig.

Das ist ein sehr einfaches Fazit, respektive hilft dieses den Leuten wenig, weil behauptet wird in der Teewelt viel.
Viele Händler kaufen irgendwo und behaupten dann einfach weiter, was ihnen gegenüber gesagt wurde.

Ich hab z.B. aus einer in der Teewelt vielfrequentierten Quelle eine typisch dunkelrote "Yixing" Tasse, welche über die Jahre Patina angesetzt hat, und als sich diese irgenwann dann doch gelöst hat, hat sich auch eine äusserst robuste aber hauchdünne Farbschicht mit abgelöst, und darunter kam ganz üblicher, hellroter Ton (vergleichbar mit Terrakotta) zum Vorschein.

Im Gegensatz dazu eine Yixing Kanne, wo alles wie ein rotes Band nachvollziehbar ist (da steht dann eben Ehre auf dem Spiel), von der ich auch den Kurator persönlich kennengelernt habe, und als ich an der Kanne mal etwas gefeilt habe, kam darunter der gleiche Ton und die gleiche Farbe zum Vorschein wie die Kanne auch oben hat.

Ok, und jetzt kommts! Ich drehe alle bisherigen Erkennungsmerkmale um und behaupte, echten Yixing erkennt man in erster Linie an einem besonderen, herausragenden Resultat in der Tasse.

Warum kann man das sagen?

Wer echten Yixing Ton zum Verarbeiten kriegt, der weiss auch, was er damit anstellt!

In China (und in Japan ist mir das auch schon aufgefallen) haben echte Künstler (bereits schon junge, die es werden wollen) einen ganz hohen Berufsethos - richtige Qualität zu liefern bedeutet ihnen persönlich sehr viel - oft kommt B-Ware nicht einmal in den lokalen Verkauf, sondern wird zerstört!

Und auch bei den wirklich renommierten Teeorten kann man das Gleiche sagen! Ich hörte dereinst von einem Teebauern in einem Yancha Kerngebiet, der sagte, dass jeder, der Pflückgut von dort kriegen würde, sehr gut wüsste, wie dies optimal zu verarbeiten ist. Wenn man also irgendwo bspw. einen Yancha aus dem Kerngebiet so und so kriegt, der aber nicht wirklich besonders ist, dann glaube ich das nicht mehr, dass der echt ist.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Nochmal: beziehe nicht alles auf Yixing!

Mein abschließend Fazit bezieht sich auch auf alle europäischen Keramiker.

Und es ist durchaus möglich sauberes und authentisches Yixing Geschirr zu bekommen, aber man muss eben mehr Geld dafür ausgeben.

Übrigens halte ich deine wie Du sagst "vielfrequentierte Quelle" in vielerlei Hinsicht für nicht seriös und das nicht nur auf Yixing Zubehör bezogen. Schon allein wegen der schieren Masse des Angebotes.

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vor 15 Stunden schrieb FireStream:

da viele meiner Teesets aus China stammen und recht günstig waren:
Vielleicht findet sich ja hier jemand der sich mit der Materie etwas besser auskennt als ich.😁

Unbenannt.JPG.3a63da3f7a6f7861d1fdf8b85ef2bd8b.JPG

Ich finde weniger ist mehr - lieber weniger Stücke, dafür echte Qualität.

Obiges Set ist meiner persönlichen Einschätzung nach angemalt und/oder es wurde eine eisenhaltige Beschichtung aufgetragen, die beim Brand (dunkel) glasiert.

Hier ein Foto einer Kanne aus Japan, bei der man das sehr gut erkennt, weil die Auflagefläche des Deckels ausgespart wurde:

Am 4.8.2021 um 13:12 schrieb GoldenTurtle:

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Wie SoGen dereinst hervorragend konstatierte (dies war mMn der beste Beitrag von SoGen aller Zeiten):

Am 25.7.2021 um 12:39 schrieb SoGen:

In der Tat wirkt die Oberfläche sehr glatt; ich gehe jedoch davon aus, dass das Ausgangsmaterial ein aufbereiteter Shudei ist, der a) sehr feinkörnig und b) stark mit Eisenoxid (Bengara) versetzt ist, das dann bei der hohen Temperatur des Reduktionsbrandes verglast. Das ergibt dann eine sehr dichte Oberfläche - und das Material ist ziemlich inert, wenn wohl auch nicht so sehr wie Porzellan.

Tee in Kannen mit solchen Beschichtungen aufzugiessen finde ich persönlich der Wirkung von Glas aber noch näher als dem von Porzellan - auf jeden Fall hat es nichts mit dem Spiel der Elemente beim Aufguss in einer unglasierten Tonkanne zu tun.

Hach ich würde ja sofort an einer Tasse unten ordentlich was abschmirgeln, abspülen, trocknen lassen und gucken welche Farbe zum Vorschein kommt!

PS: Hier noch das äusserst lehrreiche Bild dem Beitrag sauber angehängt, falls es dereinst einmal von der ursprünglichen Quelle verschwinden sollte:

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PPS: Solche angemalten und/oder beschichteten Stücke sind leider auch nicht dazu geeignet übermässige Säure eines Tees zu dämpfen. Es müsste dafür schon eine Fälschung sein die nicht so glänzt. 

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 52 Minuten schrieb GoldenTurtle:

lieber weniger Stücke, dafür echte Qualität.

Dem möchte ich zustimmen. Wobei ich hinzufügen möchte, dass es einiger Zeit des Umgangs mit diesen 'Stücken' bedarf, um diese Art Bescheidenheit :angel: zu erlernen. Bescheidener ;) gesagt: zu lernen, seine Ressourcen lieber in Qualität als in Quantität zu investieren. Was in noch höherem Maß für den mit diesen 'Stücken' behandelten Tee gilt. Ich habe z.B. als Teenager vor einem halben Jahrhundert meinen Teeweg damit begonnen, mit großem Ehrgeiz eine äußerst vielfältige Kollektion aromatisierter Tees von Apfel bis Zimt anzulegen :sick:. Als Begleitung zum Trinken der Qualm billiger Räucherstäbchen. Selbst großzügigstes Teilen reduzierte die Bestände nur unerheblich - und der Rest landete dann irgendwann auf dem Kompost. Jugendsünden ... 9_9

Um auf den Mythos 'Yixing' zu kommen - der ist mE nicht unbegründet, aber auch nicht unproblematisch. Wie @GoldenTurtle schon andeutete: wo ein Trog ist, sammeln sich die Schweine. Das Problem ist, dass die Lagerstätten des Tons, die diesen Mythos begründet haben, abgebaut sind. Was nun nicht bedeutet, dass man diesen natürlichen Ton - seine physikalischen und chemischen Eigenschaften - nicht synthetisch 'nachbauen' könnte. Aber das (wenn das Ergebnis etwas taugen soll) ist sehr viel teurer als Förderung von natürlichem Ton. Was wiederum zu einer Unmenge billig und schlecht produzierten Yixing-Imitaten führt (die, wie von @Anima_Templi angedeutet, womöglich auch gesundheitlich nicht unbedenklich sind). Natürlich wird nach wie vor großartiges Yixing produziert - aber bei den Geschichten über die privaten Lager von altem, natürlichem Yixing-Ton (Kilotonnen, wenn diese Geschichten denn alle wahr sind ...) bin ich eher skeptisch.

Immerhin gibt es bei Yixing den interessanten Aspekt, dass es in der Ära der Kulturrevolution eine regelrechte Massenproduktion gab. Nach dem Motto: Yixing in die Hände der werktätigen Massen. Was dann auch zur Erschöpfung der Lager führte ... Immerhin kann man bei diesen Stücken davon ausgehen, dass sie aus natürlichem Yixing-Ton produziert wurden, was sie trotz ihrer Schmucklosigkeit heute recht begehrt macht.

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Man sieht, dass es sich (trotz F1 - Siegel) um Serien-, wenn nicht Massenfertigung handelt. Ich habe es vor einigen Jahren relativ preisgünstig bei einem japanischen Händler erstanden. Erstaunlicherweise unbenutzt, wobei sich die Ursache dafür beim ersten Test herausstellte: das Luftloch im Deckel war zu, was eine kolossale Schweinerei beim Abgießen ergab, weil der Deckel natürlich auch nicht sonderlich dicht sitzt. Jedenfalls - mit viel Geduld und einem Sortiment Nähnadeln ließ sich das Luftloch durchbohren, ohne Schaden anzurichten. Sie ist jetzt für Fenghuang-Oolongs zuständig und macht einen prima Job, sowohl was Handhabung als auch Geschmacksoptimierung angeht. Den etwas rustikalen Charme finde ich gar nicht verkehrt.

Wenn man mehr Geld anlegen kann und möchte, gibt es natürlich auch Stücke gehobener handwerklicher Qualität aus dieser Zeit vor Erschöpfung der Minen. Die wurden dann gezielt als Devisenbringer für das Ausland produziert - insbesondere wohlhabende Auslandschinesen.

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Erstes Stück über Taiwan erworben, den Gaiwan fand ich in einem Chinaladen in Paris. Beides schon vor einigen Jahrzehnten, heute könnte ich mir das wohl nicht mehr leisten ...

 

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vor einer Stunde schrieb SoGen:

Natürlich wird nach wie vor großartiges Yixing produziert - aber bei den Geschichten über die privaten Lager von altem, natürlichem Yixing-Ton (Kilotonnen, wenn diese Geschichten denn alle wahr sind ...) bin ich eher skeptisch.

Doch, die gibt es tatsächlich! Ich meinte dereinst mal Aufnahmen gesehen zu haben (nicht im Netz, offline).
Aber das Material ist natürlich dennoch entsprechend wertvoll, und die langjährige Lagerung macht es noch umso wertvoller.
Bereits solch Rohmaterial ist geschätzt etwa so teuer, wenn nicht noch teurer, als der Endverbraucherpreis günstiger "Yixings", bei denen das Ausgangsmaterial, wenn man zurückrechnet, eigentlich fast gar nichts gekostet haben darf.

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@Anima_Templi:

Ich kann durchaus nachvollziehen das solch eine aufwändige Reinigungsprozedur nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Allerdings hast du es dir mit dem Satz:

vor 9 Stunden schrieb Anima_Templi:

Wenn ich sauberen Ton habe, habe ich sauberen Ton. Fertig.

doch recht einfach gemacht: Woher nehmen den guten Stoff? Das setzt ja irgendwo voraus, das ich in das gesammten Produktions und Vertriebssystem irgendwoher Vertrauen habe. Aber weshalb/ woher? Zertifikate? -> Die sind zur Not in ein Paar Minuten in Photoshop und co gebastelt... Und wie Eingangs beschrieben verstehe ich nicht so ganz warum du europäischen Keramikern einen solch großen Vertrauensvorschuss engestehst: Für die gilt doch eigentlich die selbe Frage: ist der Ton sauber und weshalb sollte ich dir vertrauen?

vor 8 Stunden schrieb GoldenTurtle:

echten Yixing erkennt man in erster Linie an einem besonderen, herausragenden Resultat in der Tasse.

Das hier ist zumindest für einen Anfänger auch recht schwierig, da dann ja die Referenzwerte fehlen😅 und grade weil die Referenzwerte fehlen könnte man ja auch  auf die Idee kommen: Ist das echt oder bin ich bei "des Kaisers neue Kleider" gelandet? Wobei das nicht mal unbedingt böse gemeint ist: Das Setting (oder böse: die Rosarote Brille) ist ja auch entscheidender Teil des Erfahrens einer Sache.

Und was das von mir gepostete Teeset angeht: Das habe ich überhaubt nicht mit der Erwartungshaltung (kommt von Aliexpress) gekauft, das es Yixing sein könnte: Es soll lediglich als Möglichkeit dienen mit Menschen zusammenzusitzen und gemeinsam Tee zu trinken. Und sollte es ein paar raue Stellen habe: Ich habe Schleifpapier und ich werde es benutzen😜. (Wenn man selbst Hand anlegt steigert das -so empfinde ich das zumindest- den emotionalen Wert eines Gegenstandes im Vergleich zu einem "nur" gekauften ungemein👍)

@GoldenTurtle (scheint als wäre ich doch auf dem besten Weg zum Polit-Forum😅🤣):

Versteh mich bitte nicht falsch: Ich liebe das romantische Narrativ von der Kanne die mit ihrem Besitzer zusammen reift, altert und womöglich noch an die nächste Generation weitergegeben wird: Deshalb habe ich mir ja eine Yixing Kanne gekauft, welche mir dann leider zerbrochen ist. Zu dem Zeitpunkt war das mein einziges Aufbrühgefäß, ergo saß ich auf tollen Teeblättern, die aber dann nicht mehr aufgegossen werden konnten. Daraus habe ich für mich geschlossen, dass die Teesets, welche ich mit auf die Reise nehme, zerbrechen dürfen sollen. Denn im Endeffekt ist ein Teeset, egal wie toll oder teuer, nur ein toter Gegenstand. Das was -für mich- zählt sind die Menschen mit denen ich den Tee trinke. (Hilfe, ich klinge schon wie ein Glückskeks🤣😅)

Und was die Beschichtung angeht: ehrlich gesagt ist es mir sogar lieber so, denn in glasiert war das Teeset nicht zu bekommen und dann leidet der Geschmack nicht so sehr wenn jeder in der Runde abwechselnd seine Blätter in den Topf wirft.👍 Aber Vielen Dank für den Hinweis.

 

@SoGen:

Der(?😅) Gaiwan sieht echt toll aus: ist das ein Phönix oder ein Pfau auf dem Deckel (oder gar was anderes, sorry mit China kenne ich mir nur sehr bedingt aus.)

vor 5 Stunden schrieb SoGen:

F1 - Siegel

Mal eine vorsichtige Frage: Was genau hat es damit auf sich? Warum F und warum 1? Ich gehe mal schwer davon aus, das das nichts mit Motorsport zu tun hat. Und die 2. Kanne: Sieht die nur so rundlich aus oder geht da wirklich viel Tee rein?

Bearbeitet von FireStream
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  • 1 Monat später...

jetzt lese ich immer wieder von Yixing.... kann mir irgendwer sagen (möglichst soweit es konkret möglich ist) was nun die herausragenden Eigenschaften dieses Tones sind? Was davon beeinflusst davon die Teequalität?

Der Hintergrund wäre, daß es doch sicher auch andere Tone mit ähnlichen Eigenschaften geben müsste, die dann sich ähnlich verhalten sollten? Oder anders: es gibt doch sicher erfahrene Töpfer, die versuchen dem nahe zu kommen: kann man da Namen nennen?

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