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Noch nie Tee getrunken + Interesse & großer Lernwille = ?


ILikeCoffee

Frage

Hallo ihr Teeverrückten! :)

Ich komme mit einer vielleicht eher ungewöhnlichen Ausgangssituation zu euch: Ich habe noch nie Tee getrunken. Zumindestens nicht bewusst – vielleicht vor 5 Jahren mal einen Beuteltee oder so, aber das wars.

Dafür bin ich in Sachen Kaffee absolut top unterwegs. In entsprechenden Foren würde ich mich mit durchschnittlich knapp 1000 Beiträgen pro Jahr als sehr aktiv bezeichnen, im Thema Kaffee stecke ich also tief drin. Handfilter, penibelst eingesteller Espresso – ich bin dabei.

Da ich aus Forenerfahrung weiß, dass Anfänger gerne… naja nennen wir es mal unkluge Kaufentscheidungen treffen, wende ich mich einfach direkt an euch. :)

Was will ich?

Meinen Horizont der hochwertigen Heißgetränke erweitern. Wie gesagt, ich habe keine Ahnung wie guter Tee oder verschiedene Teesorten schmecken, ich bin jedoch offen für alles und möchte die Welt der hochwertigen Tees kennenlernen.
Eh ich mir das Erlebnis mit schlechtem Tee aus dem Supermarkt versaue (ich nehme mal an, das ist bei Tee nicht anders als bei Kaffee?), will ich es richtig angehen und möchte mich deshalb einmal quer durch die Welt der traditionellen, hochwertigen Tees testen.

Was besitze ich?

Temperaturgesteuerter Schwanenhalskocher, diverse hochwertige Glaskaraffen in verschiedensten Größen, massig Tassen und Gläser, Feinwaage mit Timer, gutes aufbereitetes Wasser, eine große Portion Lernwillen.

Was wäre mein Plan?

Schritt 1: Hochwertigen Tee bestellen. Eine meiner Kaffee-Quellen bieten auch chinesischen Tee im Preisbereich von 15-50€/100g an, 11 Sorten auch in kleinen 7g Kugeln.  Mein Plan wäre bei der nächsten Kaffeebestellung einfach diese 11 Kugeln mit zu bestellen und mich durchzutesten.
Tee - Good Karma Coffee

Schritt 2: Eine 200ml Glaskanne als Brühgefäß verwenden, eine Untertasse als Deckel passt drauf. Nach Brühzeit X durch ein Sieb in eine andere Karaffe umfüllen und von da aus servieren – dann die Teeblätter wieder zurück in Kanne 1 und das Ganze für X Aufgüsse wiederholen.

Schritt 3: Wenn mir das Geschmacksprofil von Tee grundsätzlich zusagt, mich tief in Literatur, Videos etc. stürzen, evtl traditionelle Gefäße kaufen, und so weiter – also die Fortbildung vom Kaffeenerd zum Kaffee- und Teenerd antreten. :)

Was sind meine Fragen?

Passt dieser Plan so oder habe ich mit dieser Art der Zubereitung irgendwelche Nachteile gegenüber dem Aufguss in traditionellen Gefäßen? Also reicht das für den Anfang oder benötige ich für Top Ergebnisse direkt spezielles Equipment, welches ich noch nicht besitze?

Könnte mal jemand bitte kurz über die Teesorten im Link oben drüber schauen, ob das nach einem vernünftigen Plan klingt oder ich lieber bei einer anderen Quelle bestellen sollte? Ist das ein guter Überblick oder fehlen da sehr wichtige Sorten?

 

Vielen Dank fürs Durchlesen und sorry für die vielen Fragen! :)
 

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Empfohlene Beiträge

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Willkommen!

Und das ist ja interessant: ein W2T-Reseller innerhalb von Europa - das sind zwar eher günstige Produktionen aber gerade zum mal reinschnuppern ist das ja nicht schlecht und W2T macht durchaus ordentliche Tees (wenn man Blends mag - aber auch hier würde ich sagen, dass das zum reinschnuppern kein Problem ist, single origin ist dann immer noch was für später). Dein Plan aufzugießen geht sicher auch (könntest auch ohne Sieb arbeiten, such mal nach "Grandpa-Style") und das wichtigste hast du schon mal: gutes Wasser. Mit entsprechender Keramik kann man zwar mehr aus einem Tee rauskitzeln aber Tee kennenlernen geht sicher auch so. Da die unterschiedlichen Sorten doch sehr eigene Charakteristika haben, würde ich dir evtl. empfehlen neben Pu'erh, weißem und schwarzen Tee auch noch einen chinesischen grünen Tee, einen japanischen grünen Tee und den ein oder anderen Oolong (Klassiker wie ein Tie Guan Yin und vielleicht ein Yancha) zu probieren - wer weiß was dir liegt. Schau da mal bei einschlägigen Händlern wie TKK.

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vor 3 Minuten schrieb doumer:

"Grandpa-Style"

Guckstu hier:

Kleiner überblick über Teesorten, guckstu da:

Ach, und übrigens: Welcome to Hell👍

 

 

vor 40 Minuten schrieb ILikeCoffee:

7g Kugeln

Das einzeln Pressen und Abpacken sind natürlich extra Schritte die sich die Produzenten natürlich auch bezahlen lassen... Für den Anfang wärs vielleicht besser loose Proben zu kaufen, zumal du ja sowieso schon eine Feinwaage besitzt.

Außerdem bieten viele Teeverkäufer Probensets an, die könnten auch interesannt sein.

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 45 Minuten schrieb doumer:

Willkommen!

Und das ist ja interessant: ein W2T-Reseller innerhalb von Europa - das sind zwar eher günstige Produktionen aber gerade zum mal reinschnuppern ist das ja nicht schlecht und W2T macht durchaus ordentliche Tees (wenn man Blends mag - aber auch hier würde ich sagen, dass das zum reinschnuppern kein Problem ist, single origin ist dann immer noch was für später). Dein Plan aufzugießen geht sicher auch (könntest auch ohne Sieb arbeiten, such mal nach "Grandpa-Style") und das wichtigste hast du schon mal: gutes Wasser. Mit entsprechender Keramik kann man zwar mehr aus einem Tee rauskitzeln aber Tee kennenlernen geht sicher auch so. Da die unterschiedlichen Sorten doch sehr eigene Charakteristika haben, würde ich dir evtl. empfehlen neben Pu'erh, weißem und schwarzen Tee auch noch einen chinesischen grünen Tee, einen japanischen grünen Tee und den ein oder anderen Oolong (Klassiker wie ein Tie Guan Yin und vielleicht ein Yancha) zu probieren - wer weiß was dir liegt. Schau da mal bei einschlägigen Händlern wie TKK.

Vielen Dank für die nette Nachricht! :) Dann werde ich bei der nächsten Kaffeebestellung mal ein paar der Kugeln mit bestellen und das ganze durch eine Bestellung bei TKK ergänzen.

Vielleicht noch eine Frage bzgl. Tee kaufen und Preise: Bei Kaffee kann man so als Faustformel sagen, dass unter 20€/kg kein anständiger Kaffee, einigermaßen fair gehandelt, existieren kann. Für 30€/kg kriegt man gute Kaffees. Für tolle, hochwertige Bohnen ist man schnell mit 50-60€ dabei und für Spezialitäten bist du schnell dreistellig, nach oben hin keine Grenzen.

GIbt es solche Faustformeln auch für Tee? Also zb "für einen anständigen, leckeren Tee musst du mindestens 20€/100g einplanen, hochwertiges Zeug geht ab X €/100g los, unter X €/100g brauchst du es nicht versuchen" oder sowas in der Richtung?

 

vor 33 Minuten schrieb FireStream:

Guckstu hier:

Vielen Dank für das Video, Grandpa Style werde ich auf jeden Fall versuchen. Eine Frage, die sich mir jedoch stellt: Bei einem groben Überblick hier im Forum lese ich bei Zubereitungsmethoden in Porzellan teilweise von sekundengenauem Timing, Aufgüsse von nur einigen Sekunden Dauer und einer hohen Wahrscheinlichkeit, bei langen Extraktionsdauern eine bittere Tasse zu erhalten.
Hier wird ja eigentlich alles nach Gefühl in die Tasse / das Glas geworfen und auf unbestimmte Zeit ziehen gelassen - wie passt das zusammen? Für mich wirkt das wie der komplette Gegensatz. 

vor 33 Minuten schrieb FireStream:

Kleiner überblick über Teesorten, guckstu da:

Dankeschön! werde ich mir heute Abend zu Gemüte führen.

vor 33 Minuten schrieb FireStream:

Ach, und übrigens: Welcome to Hell👍

Hehe nice, da will ich rein :D

Bearbeitet von ILikeCoffee
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@ILikeCoffee, erst einmal, herzlich Willkommen im Teeforum.

Mit den "Kugeln" Pu-Erh würde ich ich nicht anfangen. Wenn dir der Geschmack nicht gefällt, was als Anfänger sehr wahrscheinlich ist, willst du gar keinen Tee mehr.
Falls du einen gut bestücken Teeladen in deiner Nähe hast, würde ich diesen zuerst einmal besuchen und dem deine Wünsche mitteilen. Ansonsten ist TKK sicher eine gut Wahl. Hier würde ich mich aber per E-Mail bei Oli melden und ihn eine Probeset zusammenstellen lassen. Ich selber würde mit verschieden Schwarztees beginnen.

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vor 32 Minuten schrieb ILikeCoffee:

Hier wird ja eigentlich alles nach Gefühl in die Tasse / das Glas geworfen und auf unbestimmte Zeit ziehen gelassen - wie passt das zusammen? Für mich wirkt das wie der komplette Gegensatz. 

Ja und nein: Du spielst mit den Verhältnissen von g zu ml. Granpa hat häufig mehr Wasser als Gong Fu (das was du warscheinlich gesehen hast). Wichtig ist auch die Temperatur: unterschiedliche Stoffe lösen sich bei identischen Parametern unterschiedlich. Dann kann man ja auch noch frisches Wasser beimischen, falls der Aufguss zu stark wird.

vor 38 Minuten schrieb ILikeCoffee:

GIbt es solche Faustformeln auch für Tee? Also zb "für einen anständigen, leckeren Tee musst du mindestens 20€/100g einplanen, hochwertiges Zeug geht ab X €/100g los, unter X €/100g brauchst du es nicht versuchen" oder sowas in der Richtung?

Schwierig und sehr Unterschiedlich pro und auch innerhalb von Teearten (gemeint: grün, oolong, schwarz usw.).

Ich hab schon leckeren Tee gehabt für 4 Euro pro 100g gehabt, genauso aber auch wesentlich teureren der mir gar nicht zugesagt hat. Wenn du abseits der Mainstream Gebiete suchst, kann wichtig KANN es sehr günstige Tees geben, die gut schmecken, denn Pestige wird sehr hoch bezahlt (und wo Gewinnspanne existiert sind Kopien nicht weit).

 

Da gabs doch mal so ein Set in Koop mit Teelix: https://www.tee-kontor-kiel.de/tee/schwarzer-tee/klassischer-schwarztee/teelix-teatasting-set-komplett-10-x-10g

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vor 1 Stunde schrieb KlausO:

Mit den "Kugeln" Pu-Erh würde ich ich nicht anfangen. Wenn dir der Geschmack nicht gefällt, was als Anfänger sehr wahrscheinlich ist, willst du gar keinen Tee mehr.

Alles klar, vielen Dank für deine Einschätzung! Dann lasse ich die lieber weg. Das betrifft sowohl rohen als auch reifen Pu Erh?

vor 1 Stunde schrieb KlausO:

Falls du einen gut bestücken Teeladen in deiner Nähe hast, würde ich diesen zuerst einmal besuchen und dem deine Wünsche mitteilen.

Leider ist der nähste knapp 40 Minuten mit dem Auto entfernt. :( Wenn ich mal wieder in einer größeren Stadt bin halte ich Ausschau, bei mir in der Gegend ist leider nichts.

vor 1 Stunde schrieb KlausO:

Hier würde ich mich aber per E-Mail bei Oli melden und ihn eine Probeset zusammenstellen lassen. Ich selber würde mit verschieden Schwarztees beginnen.

Vielen Dank für den Tipp! :)

vor 1 Stunde schrieb FireStream:

Ja und nein: Du spielst mit den Verhältnissen von g zu ml. Granpa hat häufig mehr Wasser als Gong Fu (das was du warscheinlich gesehen hast). Wichtig ist auch die Temperatur: unterschiedliche Stoffe lösen sich bei identischen Parametern unterschiedlich. Dann kann man ja auch noch frisches Wasser beimischen, falls der Aufguss zu stark wird.

Alles klar, vielen Dank! :) Ich bin gespannt.

vor 1 Stunde schrieb FireStream:

Da gabs doch mal so ein Set in Koop mit Teelix

Ui cool, okay das klingt ja nach einer nützlichen Auswahl, das werde ich mir wahrscheinlich einfach bestellen. Vielen Dank euch allen! Dann begebe ich mich auf die Beschaffung nach anständigem Tee und melde mich dann zurück. :)
 

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vor 3 Stunden schrieb KlausO:

Beides, für den Anfang.

Würd ich nicht unbedingt sagen - ich kenne Kaffeetrinker, denen fiel der Umstieg gerade auf Shou gar spielend leicht, weil Kaffee und Shou doch eine transzendentale Verwandtschaft aufweisen - ich behaupte sogar, ein Nebenziel des 7572ers der Menghai Factory waren bestimmte Kaffee-Aromen.
Und was Sheng angeht - die modern verarbeiteten Shengs von W2T sind i.d.R. auch ziemlich gut zugänglich.

vor 5 Stunden schrieb KlausO:

Mit den "Kugeln" Pu-Erh würde ich ich nicht anfangen.

Trotzdem würde ich hier beipflichten, aber aus einem ganz anderen Grund, weil Kugeln (Long Zhu, Drachen-Ei genannt) oft ein sehr eigenwilliges und untypisches Aufgussverhalten an den Tag legen im Vergleich zu losem Tee.

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vor 11 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Trotzdem würde ich hier beipflichten, aber aus einem ganz anderen Grund, weil Kugeln (Long Zhu, Drachen-Ei genannt) oft ein sehr eigenwilliges und untypisches Aufgussverhalten an den Tag legen im Vergleich zu losem Tee.

Ich kann bestätigen, dass Dragon Balls nicht sehr beliebt sind. Besser ist looser Tee zum anfangen auf jeden Fall. Eine Händler bieten auch Probierpakete an. Das ist auch eine Möglichkeit. Und du könntest schauen ob es ein Tee treffen bei dir in der Nähe hat. Das kannst du dich dann persönlich austauschen. 

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vor 17 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Würd ich nicht unbedingt sagen - ich kenne Kaffeetrinker, denen fiel der Umstieg gerade auf Shou gar spielend leicht, weil Kaffee und Shou doch eine transzendentale Verwandtschaft aufweisen - ich behaupte sogar, ein Nebenziel des 7572ers der Menghai Factory waren bestimmte Kaffee-Aromen.
Und was Sheng angeht - die modern verarbeiteten Shengs von W2T sind i.d.R. auch ziemlich gut zugänglich. Trotzdem würde ich hier beipflichten, aber aus einem ganz anderen Grund, weil Kugeln (Long Zhu, Drachen-Ei genannt) oft ein sehr eigenwilliges und untypisches Aufgussverhalten an den Tag legen im Vergleich zu losem Tee.

Oh, okay das klingt wiederum sehr interessant! Gerade auch bei Kaffee bin ich mittlerweile bei eher exotischeren Dingen unterwegs, anaerob fermentierte Bohnen z.B. finde ich fantastisch. Dann bestelle ich bei TKK einfach mal eine lose 10g Probe Sheng und Shou mit.

vor 16 Stunden schrieb FireStream:

Jetzt aber mal ne Frage zurück: Schonmal so ein Ding gesehen/benutzt?

Sowohl kennen, gesehen und benutzt: ja. :D Hab es nach dem verlinkten JH Video aus Interesse gekauft und für 2 Wochen besessen. Funktioniert zwar - das Erhitzen des Kaffees mit dem Wasser in Kombination mit der geringen Extraktionstemperatur gibt aber nicht die beste Tasse Kaffee in der Welt. Das in Kombination mit der vergleichsweise geringen Flüssigkeitsmenge, der unregelmäßigen Extraktion (Kaffeepartikel am Rand der Bripe, dort wo die Flamme auftrifft, werden überextrahiert und geben somit Fehlaromen ab) und des vergleichsweise hohen Preises (90€) machen das Teil zum Liebhaberstück. Für mich ist es nichts.

Die mMn mit Abstand beste Methode für Kaffee unterwegs ist eine Aeropress. Mit dieser hast du deutlich mehr Kontrolle über alle relevanten Variablen - trotzdem bleibt das beim Camping noch absolut im machbaren Rahmen. Für 30€ eine super Investition. Zudem gibt es auch Handmühlen, die direkt in den Griff der Aeropress gesteckt werden können, für unterwegs top.

 

Will man das ganze dann auf die Spitze treiben, kann man den Prozess zu Hause noch deutlich verkomplizieren, für die Aeropress gibt es sogar eine Weltmeisterschaft. Aus dem Teil kann man wirklich absolut geilen Filterkaffee erhalten. Aber da schweife ich mal nicht weiter aus.

 

Jedoch um mal beim hier korrekten Heißgetränk zu bleiben: In der AP kann man auch Tee zubereiten. :D 

 

 

vor 6 Stunden schrieb Diz:

Ich kann bestätigen, dass Dragon Balls nicht sehr beliebt sind. Besser ist looser Tee zum anfangen auf jeden Fall. Eine Händler bieten auch Probierpakete an.

 

vor 6 Stunden schrieb GoldenTurtle:

 Es wär aber ganz amüsant, wenn er zum Anfang mit den üblichen Parametern eine 7g Kugel aufzugiessen versuchen würde. 🤣

Ist verstanden, dann lasse ich das mit den Kugeln erstmal und lege mir vernünftigen, losen Tee zu. :)

vor 6 Stunden schrieb Diz:

Und du könntest schauen ob es ein Tee treffen bei dir in der Nähe hat.

Danke für die Idee! Erstmal werde ich selbst etwas in das Thema einarbeiten, aber dann ist so ein Treffen sicherlich eine gute Gelegenheit um Dinge zu probieren und sich auszutauschen. Vielen Dank!

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Willkommen im Club der von Kaffee zu Tee-Changer 😉 Ich bin seit ein paar Wochen dabei und verstehe, glaub ich, Dein Problem ganz gut...

Das Ding ist, daß man als Kaffeexperte eine geschulte Sensorik hat und auch gewohnt ist peinlichst genau Brühparameter zu befolgen. Beides steht im Gegensatz zu sonstigen Teeanfängern und so ist es für die Teeexperten gar nicht soo leicht hilfreiche Tips zu geben.

Nach meiner bescheidenen wenigen Wochen alten Einschätzung ist Tee im Vergleich zu Kaffee viel gutmütiger was die Brühparameter anbelangt: man vergurkt nicht gleich und holt andrerseits auch nicht 50% und mehr raus. D.h. die grobe Richtung muss natürlich stimmen, entscheidend ist aber die Teequalität. Ich hatte/habe das Glück 2 gute "nur"Teeläden in der Nähe zu haben, wo ich quasi blind kaufen konnte und schnell merkte was es mit den Tees auf sich hat.

TKK ist mit Sicherheit eine Topempfehlung und ich würde das auch so machen- mir von dort ein Probierset zuschicken lassen.

Geschmacklich sollte man evtl. folgendes andeuten (s. Grafik oben mit dem Oxidationsgrad): Röstnoten, Kakao,Leder,Tabak,Schokolade: das ist eher bei den (stark) oxydierten Tees, während Umami und Grasigkeit auf der grünen Seite sind (Senchas z.b.). Süsse, Fruchtigkeit, Nussaromen können überall auftauchen (so meine Wahrnehmung als Espressotrinker).

Bei der Wahl der Brühgeräte bin ich aber gleich auf "Gong Fu Cha" Styl eingeschwenkt (weil das ähnlich wie Espresso funktioniert von der Tee/Wasserratio) und würde Dir da eher was um die 100ml bis 150ml empfehlen, um auch mit erstmal kleineren Teemengen experimentieren zu können. Auf die Trinkmenge kommt man dann über die ganzen Aufgüsse. Ich mache gefühlt immer 5 und mehr Aufgüsse um den Tee zuzuschauen, was dann so nach und nach wegbleibt und wo die Spitzen sind.

Insgesamt kann ich jetzt eher sagen: einfach machen. Sencha halt nicht zu heiss und lang brühen, wobei eben in den guten Tees erstaunlich wenig Bitterstoffe drin sind (im Vergleich zu dem was man sonst kennt). Auch wenn der Laden hier etwas verschrien ist, aber von dort hol ich mir öfters die detaillierene Brühparameter, die man sonst so schnell nicht findet: Sunday.de

Insgesamt kann ich nur warnen: dieser doofe Tee hat derart viel Abwechslung drauf, daß man echt manchmal nur staunt, wie das möglich ist aus einer Pflanze udn andererseits kosten die guten Qualitäten wirklich echt viel Knete und die Bandbreite ist hier viel weiter gestreckt. Rein Gramm/Euromässig viel viel teurer als Kaffee (die guten Tees). Aber man braucht zum Glück (bei Gong Fu zumindest) immer nur wenige Gramm für eine Session.

Viel Freude beim neuen Trinkerlebnis!

Bearbeitet von frenchcopper
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vor 15 Stunden schrieb frenchcopper:

Willkommen im Club der von Kaffee zu Tee-Changer 😉

Dankeschön! :) Changer wird es nicht werden, dafür mag ich guten Kaffee zu sehr, aber man kann ja mal über den Kaffeetassenrand hinausschauen ;)

Vielen Dank auch für deine sonstige Einschätzung! Ja, vom Lesen hier im Forum habe ich auch das Gefühl, dass Tee um Welten verzeihender ist als Kaffee. Im Espresso ist der Unterschied zwischen 91 und 95 Grad Brühtemperatur ein riesiger Unterschied, der das Ergebnis entweder stark in die positive Richtung lenkt oder fast schon die Tasse im Abfluss landen lässt. So krass scheint es hier ja nicht zu sein, klingt deutlich entspannter :D

Bei TKK hab ich mir jetzt mal 14 Sorten 10g Proben bestellt. Drei schwarze Tees, zwei japanische grüne Tees, zwei chinesische grüne Tees, zwei weiße Tees, drei Oolongs, einen Sheng und einen Shou. Sollte erstmal einen vernünftigen, ersten Überblick geben.

Gong Fu finde ich auch sehr interessant. Mein Plan wäre erstmal jede Sorte einmal Grandpa Style zu probieren, um eine geschmackliche Baseline zu erhalten. Dann werde ich mir sicherlich mal nen Gaiwan oder ähnliches zulegen, mal sehen. Kann ja auch sein mir schmeckt es überhaupt nicht, dann hätte ich unnötiges Equipment herumstehen - ein Gaiwan wird ja wie du es sagst das Geschmackserlebnis nicht um 100% wandeln. Aber schauen wir mal ;)

Und preislich gesehen finde ich Tees ziemlich gleichwertig mit Kaffee, wenn ich mir das Sortiment von TKK anschaue. Sagen wir, für eine Session Gong Fu brauche ich 5g Tee im 100ml Kännchen und kriege daraus 5 Aufgüsse, also 500ml Tee. Für 500ml Filterkaffee brauche ich 30g Kaffee. Dann würde eine 40€/kg Filterröstung (vernünftige Bohne, aber noch nichts besonderes) einem 240€/kg Tee entsprechen.
So wie ich das sehe, entspricht das ja in etwa der gleichen Einschätzung wie beim 40€ Kaffee - gute Rohware, macht Spaß, trotzdem noch locker täglich trinkbar, Spezialitäten sind aber bei beiden Sachen teurer. Von daher finde ich das preislich ziemlich normal.

 

vor 14 Stunden schrieb Diz:

Da fällt mir eine Anekdote von Mobility Mat (vom Team @nannuoshan) ein. Er war an einem coffee cupping und meinte ganz begeister: Die sind wie wir, einfach mit Kaffee statt Tee! :lol:

Soweit ich das bisher mitgekriegt habe: unterschreibe ich vollkommen :D

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vor 7 Stunden schrieb ILikeCoffee:

Für 500ml Filterkaffee brauche ich 30g Kaffee. Dann würde eine 40€/kg Filterröstung (vernünftige Bohne, aber noch nichts besonderes) einem 240€/kg Tee entsprechen.
 

Da spricht der Aeropressler... ich as Espressoianer (dessen Machina kaputt ist) habe da andere Brührationen....... Selbst für meinen Ibrik (den ich aktuell nutze) brauche ich 10g auf 100ml.  und ja: schau dich hier mal um, die wirklich besonderen Tees (die man so gar nicht einfach kaufen kann) liegen dann doch etwas über dieser Rechnung. Seis drum: das Erlebnis zählt. Ich bereue bisher keinen einzigen meiner "teuren" Tees, während ich "normale" Tees als untrinkbar mittlerweile einordne...

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vor 45 Minuten schrieb frenchcopper:

Da spricht der Aeropressler... ich as Espressoianer (dessen Machina kaputt ist) habe da andere Brührationen....... Selbst für meinen Ibrik (den ich aktuell nutze) brauche ich 10g auf 100ml.  und ja: schau dich hier mal um, die wirklich besonderen Tees (die man so gar nicht einfach kaufen kann) liegen dann doch etwas über dieser Rechnung. Seis drum: das Erlebnis zählt. Ich bereue bisher keinen einzigen meiner "teuren" Tees, während ich "normale" Tees als untrinkbar mittlerweile einordne...

Ja gut ich hab jetzt einfach mal Filter genommen, weil die Trinkstärke einigermaßen vergleichbar ist. Klar, meine Espressoshots ziehe ich je nach Sorte mit 19-23g Input und 35-50g Output, auf den Liter gerechnet ist das natürlich teurer. Aber sei's drum, darum soll es mir hier eigentlich gar nicht gehen, Preis würde ich erstmal hinten anstellen.

In welchen Preisregionen lohnt es sich denn zu schauen, wenn man einen "teuren" Tee haben möchte, bzw ab wann ist es deiner Meinung nach nicht mehr "untrinkbar"?

Und mit dem Thema Import aus China / Japan etc möchte ich mich ehrlich gesagt jetzt noch nicht beschäftigen - es sollte ja glaube möglich sein auch innerhalb von Europa / Deutschland was leckeres zu bekommen, wenn nicht korrigiert mich bitte. 

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Am 21.5.2022 um 16:00 schrieb ILikeCoffee:

Aeropress

Sieht so schrecklich... vernünftig aus.🤣

 

Und nochmal zu dem Bripe Ding:

Kaffeetrinker scheinen zwar, wenn ich mir das Marketing so ansehe, eigentlich die Hauptadressaten zu sein und Teetrinker eher so ein Zusatz bzw. Beifang, aber was die Probleme angeht ist Tee da eigentlich weniger von betroffen:

Am 21.5.2022 um 16:00 schrieb ILikeCoffee:

geringen Extraktionstemperatur

80°C sind für viele Tees eigentlich ganz brauchbar.

Am 21.5.2022 um 16:00 schrieb ILikeCoffee:

geringen Flüssigkeitsmenge

Da muss man eventuell ein bisschen an der Technik feilen und etwas zwischen Granpa und Gung Fu finden... Oder einfach einen unverwüstlichen Tee nutzen.

Am 21.5.2022 um 16:00 schrieb ILikeCoffee:

dort wo die Flamme auftrifft

Habe mir schon überlegt erst das Wasser in dem Gerät zu kochen und dann den Tee einzurühren... Was ähnliches Stand glaub ich auch auf reddit.

Am 21.5.2022 um 16:00 schrieb ILikeCoffee:

Kaffeepartikel

Da ist ja dann auch noch das Problem mit den Partikeln im ersten Schluck... Tee, solange man keinen Matcha oder Dust (Ketzerei das in einem Satz zu verwenden, ich weiß🤣) nimmt sollte von dem Filter gut abgehalten werden.

 

Und jetzt einmal zu dem hier:

vor 14 Minuten schrieb ILikeCoffee:

"untrinkbar"

Für den Anfang würde ich die untere Grenze erstmal bei 15-10 Euro pro 100g ansetzen. Heißt nicht das es darunter keine guten Tees gibt, grade Nischen Tees wie z.B Fu Zhuan, aber die Ausfallquote wird wehsentlich besser. Ein Tipp: Statt von einem Tee direkt 100g zu kaufen, besser eine kleinere Größe wählen und dafür mehr Sorten. Bei Beispielsweise Oolong ist es gar nicht unüblich das dieser in kleinen 30g oder gar Portionstütchen eingschweißt gehandelt wird.

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vor 48 Minuten schrieb ILikeCoffee:

 ab wann ist es deiner Meinung nach nicht mehr "untrinkbar"?

Und mit dem Thema Import aus China / Japan etc möchte ich mich ehrlich gesagt jetzt noch nicht beschäftigen - es sollte ja glaube möglich sein auch innerhalb von Europa / Deutschland was leckeres zu bekommen, wenn nicht korrigiert mich bitte. 

Achtung: jetzt kommt nur meine sehr kurze (2monate) Erfahrung vs. 20 jahre "ach, ich könnte mir doch auch mal nen Tee kaufen"...:

"untrinkbar" ist bei mir zur Zeit alles was so im "normalen" Handel als Tee verkauft wird. Schliesslich müssen die Tonnen an kommerziell produzierten Tee ja auch verkauft werden...

Im Moment kaufe ich quasi bei mir um die Ecke bei "Teewald" und Teerausch", beide auch mit Onlineshop und rein gefühlt würde ich es so sagen, daß da aufgrund persönlicher Beziehungen gute Tees angeboten werden. So ein bisschen a  la Microlot im kaffebereich, alsoe absoluter herkunftsnachweis bis zum Bauern usw... TKK dito (hab ich noch nicht gekauft, aber es existieren eben persönliche Bande zwischen Hersteller und Laden.

Was will ich sagen: es ist evtl. weniger der Preis, als eher die Kunst, dass der Teehändler in der Lage ist gute Ware ranzuschaffen und seine Produzenten kennt. Bei Tee ist es auch so (im Gegensatz zu kaffee!!!), daß gute Pflückungen durchaus auch vor Ort getrunken werden oder das Land gar nicht gross verlassen... Schon deshalb ist die Vernetzung des Händlers mit den Bauern von grosser Wichtigkeit.

Leider ist das Forum hier (obwohl sehr gute Teekenner versammelt), aus meiner Sicht mit der Suche nicht gut durchforstbar. Aber mit ein wenig Geduld findet man schon was. Yutaka-Tee würde ich noch empfehlen, TKK sowieso. Zum "reinkommen" in die verschiedenen Arten reicht das sicher. Hüte dich vor der Gearschlacht in Bezug auf Kännchen usw.......;-))) Erstmal gute Tees kaufen. Später dann diverse Kännchen usw. ...(mir ist schon ein Gaiwan zerbrochen). Ich bin dankbar über mein Titanset (siehe irgendwo hier im Forum), denn ds ist immer dabei und tut...) Mal so von Kaffe zu Kaffefreund: ich hab aktuell von "Teerausch" Olong bekommen, der nach Milch schmeckt- wirklich ungewöhnlich! (für Kaffetrinker und Teenovizen) quasi so eine Art Milchtee (obwohl da keine Milch drin ist, so sagen sie zumindest). Also hier geht wirklich viel. und leiste Dir irgendwoher mal einen Shincha, oder Gyokoru, damit man mal die Rahmenbedingungen des Tees kennt. Ansonsten hier einfach schmökern, die goldene Kröte und diverse andere Teefreunde sind doch ganz gut dabei beim trinken, Tee reifen, lagern usw....

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vor einer Stunde schrieb FireStream:

Und nochmal zu dem Bripe Ding:

Kaffeetrinker scheinen zwar, wenn ich mir das Marketing so ansehe, eigentlich die Hauptadressaten zu sein und Teetrinker eher so ein Zusatz bzw. Beifang, aber was die Probleme angeht ist Tee da eigentlich weniger von betroffen:

80°C sind für viele Tees eigentlich ganz brauchbar.

Da muss man eventuell ein bisschen an der Technik feilen und etwas zwischen Granpa und Gung Fu finden... Oder einfach einen unverwüstlichen Tee nutzen.

Habe mir schon überlegt erst das Wasser in dem Gerät zu kochen und dann den Tee einzurühren... Was ähnliches Stand glaub ich auch auf reddit.

Da ist ja dann auch noch das Problem mit den Partikeln im ersten Schluck... Tee, solange man keinen Matcha oder Dust (Ketzerei das in einem Satz zu verwenden, ich weiß🤣) nimmt sollte von dem Filter gut abgehalten werden.

Ah okay, jo da sollte das denke ich auch funktionieren. Wenns dich interessiert kaufs dir einfach und probier es aus, wird schon was leckeres bei rauskommen :D Problem was ich eher sehe für Tee ist die Ziehzeit, wenn du den Tee mit dem Wasser erhitzt. Das Ding braucht ja auch ne Weile, bis es auf Temperatur ist - ist die Frage, ob dein Tee da nicht schon über dem gewünschten Punkt hinaus ist. Ließe sich höchstens durch das später einrühren lösen. Aber wenns dich interessiert kauf dir einfach eine, kriegt man im Zweifel schon wieder los. MMn kann man die 90€ jedoch besser investieren :D

vor einer Stunde schrieb FireStream:

Für den Anfang würde ich die untere Grenze erstmal bei 15-10 Euro pro 100g ansetzen. Heißt nicht das es darunter keine guten Tees gibt, grade Nischen Tees wie z.B Fu Zhuan, aber die Ausfallquote wird wehsentlich besser. Ein Tipp: Statt von einem Tee direkt 100g zu kaufen, besser eine kleinere Größe wählen und dafür mehr Sorten. Bei Beispielsweise Oolong ist es gar nicht unüblich das dieser in kleinen 30g oder gar Portionstütchen eingschweißt gehandelt wird.

Ah okay, da hab ich ja bisher alles richtig gemacht. Vielen Dank!

vor 46 Minuten schrieb frenchcopper:

"untrinkbar" ist bei mir zur Zeit alles was so im "normalen" Handel als Tee verkauft wird. Schliesslich müssen die Tonnen an kommerziell produzierten Tee ja auch verkauft werden...

Ach ja gut, im Supermarkt hatte ich eh nicht vor mir was zu kaufen, siehe weiter oben. Dachte jetzt kommt sowas wie "Auch bei TKK brauchst du nicht unter 25€/100g zu schauen" oder so. Das ganze Thema mit Microlots, Nachverfolgung etc ist mir klar und natürlich immer im HInterkopf. :)

vor 47 Minuten schrieb frenchcopper:

Yutaka-Tee würde ich noch empfehlen, TKK sowieso.

Yutaka ist notiert, von TKK die Bestellung bereits unterwegs :)

vor 48 Minuten schrieb frenchcopper:

Hüte dich vor der Gearschlacht in Bezug auf Kännchen usw.......;-))) Erstmal gute Tees kaufen.

Wird gemacht, ist der Plan ;)

vor 48 Minuten schrieb frenchcopper:

und leiste Dir irgendwoher mal einen Shincha, oder Gyokoru

In meiner Bestellung ist der "Bio Gyokuro Shincha 2021 Homare" bereits enthalten - sollte ich beides damit abgedeckt haben :D

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Am 21.5.2022 um 21:22 schrieb Diz:

Da fällt mir eine Anekdote von Mobility Mat (vom Team @nannuoshan) ein. Er war an einem coffee cupping und meinte ganz begeister: Die sind wie wir, einfach mit Kaffee statt Tee! :lol:

Stimmt, daran erinnere ich mich auch noch - und schön, dass mal den guten, alten Mobility Mat erwähnst! 👍
Man weiss zwar selten wo er ist, aber er wird bestimmt irgendwo unterwegs sein.

Interessanterweise fand Kaffee bei uns an Teerunden ja kaum je Erwähnung, obwohl wir bei offline Teefreunden doch einige High-End Kaffee-Liebhaber mit dabei haben.

Erst gestern habe ich beim Besuch meines Vaters (ein unverbesserlicher Kaffee-Liebhaber, der Kaffee stets ungezuckert trinkt und dadurch eigentlich ein gutes Potential hätte, aber bereits schon bei der Erwähnung von "Tee" zusammenzuckt) einen jugendlichen 7572er der Menghai Factory aufgegossen - jedoch auch dieser ohne messbaren Erfolg (bei ihm zumindest - mir hingegen hat er ausgezeichnet geschmeckt) ... was mir aufgefallen ist - einige ältere Leute haben mit Tee so schlechte Erfahrungen gemacht, dass sie instinktiv blocken ... und ich hörte schon mehrfach von älteren Leuten die Aussage "Tee trinke ich nur wenn ich krank bin." ... 🤔 ... nächstes Mal könnte ich sagen, dass das Kaffee sei, dann schmeckt es ihm bestimmt!

Ganz nach dem Motto von Abraham Lincoln:

if-this-is-coffee-please-bring-me-some-tea-but-if-.jpg

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 7 Stunden schrieb Diz:

Da bekomme ich nur schon vom lesen Migräne :fieber:

Naja, also evtl. hab ich mich da zu platt ausgedrückt: es gibt in all den Aromen diesen Hauch von Milchsüsse. Für Tee finde ich das erstaunlich, bzw. das sind Aromarichtungen die eben Kaffee nur hat, wenn man Capuccino o.ä. draus macht;-)

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Das Problem bei den meisten Milky Oolong aus China ist, dass diese mit künstlichen Aromen versetzt sind. Und wenn ich mir die Beschreibung gewisser Händler anschaue wonach der Tee angeblich mit Milch behandelt wurde (China ist ja das Milchland schlechthin) da läuten bei mir die Alarmglocken bzw. der Bullshit Bingo Detektor.

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vor 7 Stunden schrieb Diz:

Das Problem bei den meisten Milky Oolong aus China ist, dass diese mit künstlichen Aromen versetzt sind.

Das kann einem auch bei taiwanesischen passieren ... Ist schon 'ne Weile her, aber ich erinnere mich, dass da wildesten Stories erzählt wurden, als der auf den Markt kam. Z.B. der würde über kochender Milch gedämpft oder mit (offensichtlich unsichtbarem) Milchpulver versetzt und solchen bullshit ...

So lange es nur ein

vor 8 Stunden schrieb frenchcopper:

Hauch von Milchsüsse

ist, der sich da bemerkbar macht, dürfte er nicht gepimped sein. Nur ist das für einen großen Teil der Kundschaft zu subtil. Deswegen gibt es ja auch die beliebten parfümierten Tees (nicht immer nur mit Blütenblättern) ...

Bei der Gelegenheit - ich hatte gestern einen altmodisch produzierten Kamairicha aus älteren Zairai - Büschen in der Tasse, der mir persönlich weniger "nussig" schmeckte, sondern einen Hauch von Puffreis mitbrachte. Natürlich nicht exakt identisch, aber nahe genug dran - was mich zu der Überlegung veranlasste, ob dieser 'Effekt' wohl das gustatorische Vorbild des beliebten Genmaicha war.

Bearbeitet von SoGen
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    • Gast
      Von Gast
      Hallo Tee-Liebhaber,
       
      wie in meinem Vorstellungsthread angekündigt bin ich ja blutiger Anfänger, dessen Fragenbombardement nun Eurer heimeliges Forum heimsucht . Für den Einstieg bietet das Forum natürlich bereits einen enormen Fundus an Informationen, was man braucht und worauf grundsätzlich zu achten ist (vielen Dank an all die aktiven Mitglieder ), aber nach den ersten eigenen Schritten öffnet sich ja erst einmal das Tor der großen Unwissenheit, die ich hoffe, zumindest einen Teil bereinigen zu können.
      Ich habe mich entschieden, für meine Fragen nur einen Thread zu eröffnen. Vielleicht wird das ja auch eine Art Tee-Tagebuch? Andere Leser stolpern zudem vielleicht auf ähnliche Fragen. Zumindest war häufig mein Problem, dass man bei der anfänglichen Recherche auf etwas gestoßen ist, das auf den ersten Blick uninteressant, da schon zu tief in der Materie schien, ein paar Tage später aber genau diese Frage selbst aufkam und die Info dann in den Tiefen des Internets nicht mehr auffindbar war
      Bevor Diskussionen hier dann zu umfangreich werden, können wir diese ja auslagern?
       
      Ich fang mal jetzt einfach mal an:
      Ich habe nach dem vielen Lobgesang gleich zu Beginn einen kleinen Gaiwan besorgt und bereite den Tee nicht nach westlicher Methode zu. Als bequemes Mittelding hat sich auch die Opa-Methode herausgestellt und ich habe einen Tee aus dem lokalen Handel (einen Pai Mu Tan (~6,50 €/100 g) [ich schreib mal immer die Preise dazu, da diese ja zumindest eine grobe Richtung angeben, von welcher Qualität der Tee ist]), der sich damit sehr lecker trinken lässt - besser als westlich aufge"kocht" oder nach gong-fu-cha. Mir ist bewusst, dass sich Tees je nach Zubereitung unterscheiden und ihre Stärken und Schwächen offenbaren und gong-fu-cha - wie auch an dem (günstigeren?) Pai Mu Tan zu sehen - nicht das Optimum sein muss.
      Der Gaiwan ist der kleine, innen glasierte (oder Porzellan?) Ton-Gaiwan, der mit 120 ml Füllmenge angepreisen wird. Die Füllmenge, habe ich schnell herausgefunden, bezieht sich auf bis obenhin gefüllt. Tatsächlich füllt man ja auf etwa die Höhe der Deckelkante. Das sind dann in dem Gaiwan etwa 80 ml, und darauf möchte ich meine Mengenangaben beziehen. Ich habe noch einen zweiten Gaiwan (auch so ein Allerwelts-Standard-Ding), der etwas mehr als doppelt so viel fasst, da rechne ich dann hoch.
      Bislang bereite ich v.a. einen Pi Lo Chun (10 €/100 g) im Gaiwan zu und einen Pouchong (11 €/100 g). Ich gebe dafür bspw. 3g in den vorgewärmten Gaiwan und lasse diese im ersten Aufguss bei 80°C (Wassertemperatur VOR dem aufgießen, also kühler beim Ziehen) ca. 20 s ziehen. Die Zeit rechne von 1. Wasserkontakt bis zur vollständigen Leerung des Gaiwan (bis es nur noch tröpfelt).
      Das Wasser koche ich nicht auf und lasse es abkühlen, sondern erhitze mittels Temperatureinstellung am Wasserkocher nur bis zur Zieltemperatur. Dies am Rande, da es da ja schiere Glaubenskriege zu geben scheint. Das Wasser ist Brita-gefiltert.
      Der erste Aufguss ist ein wahr gewordener Traum: so wollte ich Tee schmecken . Jedoch ist der zweite Aufguss immer ein etwas abruptes Aufwachen aus dem Traum: die Tees sind deutlich herber (adstringent? den Unterschied muss ich noch erlernen), die süße Fruchtigkeit des Pi Lo Chun ist wie weggeblasen, das Blumige des Pouchong wird krautig/grasig. Dabei soll doch eben jener 2. Aufguss der Tee des guten Geschmacks sein? Auch die Halbierung der Ziehzeit des ersten Aufgusses für den zweiten bewirkt nur, dass der Tee nicht ganz so herb ist, filigrane Aromen scheinen aber schon ausgewaschen zu sein
      Ich habe auch schon mit anderen Temperaturen experimentiert (z.B. 90°C, was dann tatsächlich 80°C im Gaiwan entspricht (=empfohlene Temperatur der Shops für die Tees) [mir ist klar, dass höhere Temperatur mehr Bitterkeit bedeutet, wollte aber auf die empfohlene Temperatur eingehen]) und höheren als auch niedrigeren Teemengen und veränderte Ziehzeiten. Als Faustregel rechne ich die prozentuale Erhöhung der Teemenge um auf die Verringerung der Ziehzeit (also z.B. bei 4g statt 3g nur 15 s statt 20 s)., bin aber aus Testgründen auch deutliche Extreme (extrem kurz oder extrem lang ziehen lassen) eingegangen.
      Bei manchen Videos (v.a. asiatischer Herkunft) auf Youtube habe ich gesehen, dass bei den helleren Teesorten (weiß, grün) der Deckel beim Ziehen nicht ganz geschlossen wird, und zwischen den Aufgüssen auch heruntergenommen wird (damit der Tee nicht auskocht). Auch das habe ich probiert: ohne Deckel zwischen den Aufgüssen kommt mir dabei tatsächlich angenehmer vor (nur angenehmer, das grundsätzliche "Problem" bleibt bestehen). Kühlt dann aber der Tee/Gaiwan nicht zu sehr aus? Ich brauche ja so 5-15 min bis zum nächsten Aufguss und ein warmes Gaiwan ist doch besser für den nächsten Aufguss? Oder eben genau nicht, da der ausgekühlte Tee nicht so sehr nachzieht?
      Ist die empfohlene Aufgusstemperatur des Herstellers/Shops auch für Gong-fu-cha anwendbar, obwohl sie für die westliche Methode angegeben ist? Ich kenne auch das Brewing Chart von Mei Leaf, die Werte weichen aber teils erheblich von den Empfehlungen ab - sind ja aber auch nur Richtwerte.
      Selbstverständlich geht Probieren über Studieren, insbesondere in der Genußwelt - wer weiß außer mir schon, was und wie mir etwa schmeckt oder gefällt. Bevor ich mich aber "verrenne" und falsche Schlüsse folgere, würde ich mich freuen, ein bisschen Hifestellung zu bekommen. Sind die Tees vielleicht einfach nix, wobei ich mir das in der Preisklasse nicht vorstellen mag. Habe ich doch bewusst schon nicht das billigste Kraut genommen.
      So, jetzt wurde der Text schon länger als gedacht, mehr dann im weiteren Verlauf 
      Vielen Dank
    • Von tristan
      Hi, ich bin Tristan, passionierter Tee-Trinker seit 7 Jahren. Begonnen hat alles mit Pai Mu Tan von Stick Lembke im Drogerie Markt und jetzt sitze ich hier mit 20 Jahren altem Shu Pu’Er und sippe und genieße gemütlich. Tee hat mich durch die „ups and downs” begleitet, wodurch ich eine starke emotionale Bindung zu diesem unglaublich vielfältigen Getränk entwickelt habe. Die letzten 3 Jahre durfte ich mehr und mehr Menschen mit der gleichen Leidenschaft für das Thema kennenlernen und habe somit auch die schöne Seite der Community im Tee erfahren. Mittlerweile arbeite ich an meinem eigenen kleinen Tee Projekt und suche Übersetzer die auf freiwilliger Basis helfen möchten etwas zur Tee-Community beizutragen.
      Ich bin gespannt, was mich im TeeTalk hier erwartet... ich fuchse mich jetzt mal durch die ganzen Themen hier durch.
    • Von Aaron B
      Hallo, an Alle...
      Ja, ich bin auch ein Neuer... hier in diesem Forum. Tee allerdings begleitet mich schon seit 45 Jahren. Ich bin nicht zwingend auf grünen Tee festgelegt, obwohl es doch schon den Hauptanteil bei meinem Teekonsum ausmacht... Aber ich kann auch etwas mit Assam, Darjeeling, sowie einer guten schwarzen Mischung anfangen. Auch ein toller Earl Grey darf es sein.
      Somit bin ich im Thema Tee stets aufgeschlossen und lass mich auch gerne auf Experimente ein...
      Auf dieses Forum bin ich fast zufällig gestoßen. Schön das es das gibt und ich bin sehr gespannt was mich hier so alles erwartet.
      LG Aaron
       

    • Von FireStream
      Hallo zusammen,
      ich bin ein Student aus dem Großraum Aachen der gerne Tee trinkt:
      Kaffee war nie so meins und seit einem Schüleraustausch nach England bin ich halt dem Kameliensaft verfallen.
      Am liebsten trinke ich meine Tees draußen, in einem der schönen asiatischen Parks in Nrw.
      (Ein toller Vorteil des Student-Seins: das günstige Reisen🥰)
      Seit mir auf einer dieser Reisen mein damals einziges Yixing Kännchen versoffen ist, hab ich mich mit einigen
      günstigen Reiseteesets aus einem bekannten online Shop eingedeckt.
      Zu meiner Verteidigung: Sie sind niedlich und ich brauch sie alle... ganz bestimmt sogar!!😂
       
      Getrunken wird bei mir so ziemlich alles, was nicht bei 3 raushüpft, aber (momentan)
      am liebsten älter weiße Tees. Die einzige Teesorte mit der ich so meine Probleme habe ist,
      wie könnte es anders sein: Pu erh.... Diese verdammten kleinen Kügelchen im Asia Shop waren
      äußerlich so niedlich aber innerlich sooo teuflisch.😭
       
      So genug der Selbstvorstellung:
      Auf nette Bekanntschaften und
      Eine gute Tasse uns allen.
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    • Von Samurai
      Hallo an alle Mitglieder  !!
      Ich bin heute dem Forum beigetreten, weil ich denke, dass ich trotz 45 jährigejähriger Teeliebhaberei noch das Eine oder Andere lernen kann. Ich bin 67 Jahre alt, aber im Kopf ziemlich jung geblieben. Ich habe in all den vielen Jahren unzählige Teesorten probiert und erkannte das ich keinen Grüntee mag. Ich liebe besonders schwarze Teesorten, weißen Tee, und gelben Tee. Ich habe kürzlich zum ersten mal Matcha Tee in 4 verschiedenen Sorten ausprobiert und komme damit garnicht klar. Das sieht aus wie grüne Farbe aber nicht wie Tee. Ich habe für die 4 kleinen Döschen ein kleines Vermögen ausgegeben und musste mich nach der 1. Schale gleich übergeben. Mein Favorit ist PU ERH und auch Darjeeling, sowie BLACK MAKOMU schwarzer Tee aus Tansania. Ich freue mich auf viele neue Bekannte und Erfahrungen die ich noch dazu lernen kann. Bis bald herzliche Grüße von Samurai. 
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