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Wasser zur Teezubereitung, welches nehmt ihr?


T(ea)mo

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5L!?! Pu(h). Ich habe neulich gehört, gemäss neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen sei zu viel zu trinken genauso schädlich wie zu wenig.

5 Liter am Tag sind bei mir nicht ungewöhnlich - typischerweise davon 3,5 - 4 Liter Tee. Das kann nicht schädlich sein, denn mit 43 Jahren wachse ich noch (nämlich nach oben durch mein Haupthaar hindurch).

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Im Dezember haben Teetalker einen Wassertest gemacht und bekamen dabei im Blindversuch je drei Cups mit Black Forest, é und Leitungswasser vorgesetzt. Runde eins mit kaltem Wasser, Runde zwei mit

hab ich lange eigentlich fast immer so gemacht, und bei tastings mach ich es auch noch so. mittlerweile nehm ich für "normal" zubereiteten tee (also ausserhalb von tastings) aber auch wasser, das

Tiefe beim Tee bedeutet für mich, wenn ein Tee mich zum Denken, gar zur inneren Einkehr anregt, die Hektik der Welt vergessen lässt, und z.B. die Komplexität der Aromatik zu mir spricht. Oder die Wirk

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@Gero



du trinkst ja nicht nur 5L+ pu am tag bzw. hast getrunken über die letzten Jahrzehnten. Wenn du dich beim Rest auch gut ernährst, kein Thema. Wenn halt ein paar unterernährte Tibeter von Klein auf Kanister weise pu trinken und dann mit 40 Fluorose haben hängt das wahrscheinlich mit den billig pus zusammen als auch der nicht grade tollen Ernährungssituation. auch das Wort "Jahrzehnte" möchte ich hier noch mal unterstreichen B)


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Ich sehe das auch eher locker. Es wird vor allem Möglichen gewarnt, teilweise zu recht, teilweise ist es Panikmache. Ja, das meiste ist irgendwie ungesund, zumindest wenn man es in großen Mengen zu sich nimmt. Es ist sicherlich möglich, sich möglichst risikoarm zu ernähren, aber es macht keinen Spaß. Ich bin durchaus für eine vernünftige Ernährung, aber Genuss ist auch wichtig (ich habe die Deutschen nie verstanden, dass sie so wenig Wert auf Lebensmittel und hochwertige Ernährung legen). 



Wenn ich Berichte von über 100-jährigen lese, deren Geheimnis man auf die Spur kommen möchte, wird natürlich auch immer die Ernährung betrachtet. Die kann durchaus unterschiedlich sein (vom Gesundheitlichen her), oder die Leute haben auch mal Zeiten durchgemacht, bei denen das mit der Ernährung nicht so war, wie es sein sollte (Krieg z. B.), aber sehr viele werden damit zitiert, dass sie Spaß am Leben und auch am Essen haben. 



Ich muss nicht uralt werden, und wenn ich ein Leben lang Ernährungsweise X folgen muss und nur Wasser trinken soll, dann möchte ich gar nicht so alt werden. ;) 


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@jinx und Gero



ich teile eure philosophie was das angeht. wenn mich dann doch jemand mal fragt, wie es nun denn da so gesundheitlich ausschaut, verweise ich erst immer auf das rechtliche mienenfeld und danach werden negative und positive bekannte Aspekte erklärt, sodass wir einen Balance habe und der Fragende hoffentlich selbst irgendwann versteht, dass er weder mit dem einen oder anderen seine Lebensspanne weder drastisch verlängert noch verkürzt


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@Jinx

So so ein paar Regeln für eine gesunde Ernährung, gerade wenn es ums Alt werden geht, gibt es aber schon. So gibt es unter anderem keine wirklich alten Menschen, die ein großes Übergewicht haben. Die Dreistelligen die ich bisher in den Medien gesehen habe, sahen alle recht mager aus.

Ich bin der Letzte, der das anzweifeln will. Ich wundere mich nur, dass jedes Jahr eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird, deren Verzehr schädlich ist, meist erst in großen Mengen. Es ist schon richtig, dass man vor dem Verzehr großer Mengen dieser Lebensmitteln warnt oder dazu aufruft, nicht täglich Fleisch über offenem Feuer zu grillen. Aber andererseits kommt - völlig gesetzeskonform - der allergrößte Mist in den Handel, der nur durch massiven Einsatz von Chemie und dubiosen Inhaltsstoffen überhaupt die Optik von Essen hat und der nur durch Berge von Geschmacksstoffen genießbar ist. Das Zeug ist definitiv ungesund (bei häufigem Verzehr drohen Mangelerscheinungen, Übergewicht, Diabetes) und wirkt preisgünstig (ist es natürlich nicht, da es aus normalerweise unverkäuflichen Resten zusammengedengelt wurde). Da würde ich mir mal ein ähnliches Engagement bzw. Warnhinweise wünschen, aber das geht natürlich nicht, denn dann jault die Industrie wieder auf, die den Kram ja verkaufen will.

Was das Erreichen eines hohen Alters angeht, so haben sich die Leute bestimmt halbwegs vernünftig ernährt in ihrem Leben, aber die Faktoren, die dazu führen, sind mit Sicherheit vielfältig. Die meisten leben - so weit ich das verfolge - z. B. nicht in Großstädten, sondern auf dem Land oder in kleineren Ortschaften. 

Bearbeitet von Jinx
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Ich hab mal in einem Altenheim gearbeitet, und ich habe schon dicke 100-jährige Frauen rumkutschiert…allerdings sind mir noch keine extrem Dicken (BMI 35+) in dem Alterssegment untergekommen.


Meine Urgroßtante E. († 108) war auch nicht gerade eine Elfe, und meines Wissens hat sie keine besondere Ernährungsweise gepflegt. Ihr Bruder, mein Urgroßvater, nahm sich mit nicht ganz 101 das Leben. Er ertrug den Gedanken nicht, ein Pflegefall zu werden. Seine Gesundheit nahm erst in den letzten Jahren seines Lebens ab, er war noch lange erstaunlich fit. Und temperamentvoll. Meinem Cousin wollte er einmal wörtlich die Ohren abreißen, als er erfuhr, daß er gemein zu mir gewesen war. Ich war sein ganz besonderer Liebling, da ich (angeblich) so wie seine jüngere Schwester bin. Tante F. war eine Lebedame, die früh verstarb. Wir haben von ihr nur ein einziges Foto, und optisch besteht tatsächlich Ähnlichkeit.


Opa W. hatte eine Eigenschaft, die ich ebenfalls habe, nämlich den Hang, immer dasselbe zu essen. Ich esse zwar nicht jeden Tag dasselbe, aber meine Lieblingsgerichte in einem regelmäßigen Turnus. Und genauso wie Opa W. esse ich am liebsten Eier (die von Papas Hühnern sind die besten) und Bitterschokolade. Und wer weiß, vielleicht reiße ich auch noch mal jemandem die Ohren ab.


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Das trifft sich gut, Schildkröten haben nämlich gar keine Ohren - sie hören zwar schon, aber nur durch zwei Löcher raus.



Was ich noch anmerken wollte, ich meinte gar nicht, dass 5 L Tee ein Problem seien, sondern die neuesten Erkenntnisse gehen dahin, dass von 5 L Wasser bereits abgeraten wird.



David hat übrigens einen interessanten Link zum Thema Gesundheit in seiner Signatur.



Ich habe noch ein Video, das mich inspiriert hat, das noch weit darüber hinaus geht - soweit, dass Spezialisten von einer anderen Lebensform sprechen. Wenn jemand interessiert ist, schicke ich gerne den Link.


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Amalie, du hast gute Chancen alt zu werden. Die größte Wahrscheinlichkeit für ein hohes Alter liegt in den Genen. Hatten die Vorfahren ein langes Leben, hat man selbst die besten Chancen auch ähnlich alt zu werden.


Sport und Ernährung spielen eine untergeordnete Rolle. Das Problem ist, dass der statistische Nachweis hier nicht so einfach zu erbringen ist. Man stirbt dann wahrscheinlich gesund und nicht krank ;)


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  • 5 Monate später...

Ich bin zwar immer noch ein Fan vom Wiener Wasser, aber nicht mehr so sehr von den alten Leitungen in den hiesigen Altbauten hier. Daher bin ich in letzter Zeit, nicht weil es unbedingt notwendig gewesen wäre, aber weil mir danach war, auf Lauretana und Volvic umgestiegen, zwar wird dies keine Dauerlösung sein, da es auf die Zeit gesehen, zu teuer wird, aber mir schmecken beide Wasser unheimlich gut und passen perfekt zur Tee-Zubereitung. Ein anderes Wasser, dass extrem leicht ist und fast wie Regenwasser schmeckt eignet sich auch wunderbar zum Tee-Zubereiten: Pineo Natural ;)


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Ich bin zwar immer noch ein Fan vom Wiener Wasser, aber nicht mehr so sehr von den alten Leitungen in den hiesigen Altbauten hier. 

da ich auch in einem asbachuralt haus wohne (1898), hatte ich mich wegen der alten wasserleitungen mal erkundigt: im inneren werden die nach einiger zeit mit einer mehr oder weniger dicken kalkschicht überzogen, und man muss da weniger sorge haben, als man denkt.

morgens nutze ich das erste wasser aus der leitung zum spülen, danach dann kann ich es sehr gut zur teezubereitung, bzw. auch als trinkwasser einsetzen. schmeckt deutlich besser, als das wasser was man kaufen kann, besonders wenn es in plastikflaschen abgefüllt ist.

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@GoldenTurtle: Nö warum sollte ich. Nein, ich hab soviel mit Wasser herumhantiert, dass ich mit der Zeit die richtigen Wässerchen zur Teezubereitung gefunden habe. Darum nehme ich auch diese Sorten, da sie entweder A: am leichtesten sind und B: durch ihre Zusammensetzung am Besten zum Genuss von Tee geeignet sind. 



Wie schon oft erwähnt, halte ich von Britawasser garnichts. Ich hatte mich intensiv damit beschäftigt, aber dieses Wasser was nach dem Filtern entstand, egal ob es der 5 - 10 oder ein späterer Durchlauf war, war einfach furchtbar in meinen Augen und vor allem aus der Sicht der "Verkostung" keine Option. Wie schon damals erwähnt killed das Britawasser alle feinen Nuancen und hebt nur die max. 3 dominantesten hervor. Normalerweise schmecke ich (wenn man alle 3 Aufgüsse, die ich zu Verkostungen nutzte zusammenfasst) an die 10, oft weitaus mehr Nuancen aus einem Tee heraus. Mit Britawasser, waren es am Ende nur 3. Alles was fein war und die jeweiligen Sorten so besonders gemacht hat, ging durch Brita unter. Und ich habe alles so gemacht wie man sollte ;) keine Sorge ich kenn mich aus :)



Auf jeden Fall, bleibt es jedem selbst überlassen. Mir liegt dieses Wasser nicht besonders, daher bleibe ich entweder beim Wiener Leitungswasser oder den genannten derzeit optimalsten Kauf-Wassersorten: Volvic, Lauretana und Pineo Natural ;)



@Key: Im Grunde werde ich auch zu 99% beim Wiener Wasser bleiben, aber im Moment hatte ich Lust auf eine kleine Abwechslung, spätestens in ein paar Wochen, wenn man Vorrat zu Ende ist, werde ich wieder zum Wiener Wasser wechseln. Am Ende muss ich sagen, ist es eher eine Sache der Lust und Laune, da jedes dieser drei Wasser am Ende weder schlechter noch besser, als das Wiener Wasser ist :)


Bearbeitet von VanFersen
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Ach ja, da habe ich gar nicht mehr daran gedacht gehabt (dass dir britagefiltertes Wasser nicht passt <- Anmerkung für die Neuleser)


Hab gefragt, weil ich eben von anderen weiss, dass diese gekauftes Wasser mit bereits relativ wenig Kalzium etc. noch durch den Filter jagen.



Ich habe aber noch eine andere Frage.


Neulich, in einem Liquidationsgeschäft, gab es bei uns Brita Filter zu einem relativ günstigen Preis,


aber da habe ich etwas interessantes bemerkt - es gab Brita Filter made in Germany und Brita Filter made in UK.


Ich habe 2 6er-Packs made in Germany genommen, und wohl auch die meisten hier haben made in Germany.


Vielleicht war es bei dir made in UK?!? Weil, könnte mir vorstellen, wenn in einer anderen Fabrik produziert,


auch die Inhaltsstoffe von einer anderen Quelle stammen könnten, und folglich auch der resultierende Geschmack etwas unterschiedlich sein könnte.


Bearbeitet von GoldenTurtle
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Ausgangspunkt ist wieder mal ein Besuch im teehaus.cöln. Herr Volkmann bot mir einen Tee zum probieren an. Er war der „Mingjian Dong Pian Winter Sun“. Ein Tee, den ich bereits auf seiner Homepage entdeckt hatte, der mir der Beschreibung nach für mich nicht so interessant zu sein schien.


Doch ich muss sagen, ich war sehr überrascht. Eine Fülle geschmacklicher Varianz. Im Verlauf des weiteren Gesprächs kamen wir aufs Wasser zu sprechen, dass er für die Zubereitung verwendet. Kölner Wasser sei für die Teezubereitung qualitativ höherwertiger Tees einfach zu schlecht. Deswegen nehme er, auch zum Testing,  Quellwasser aus der Eifel, das ihm in 5-Liter Ballonflaschen nach Köln frei Haus geliefert würde. Leider hab ich nicht weiter nachgefragt, da ich davon ausgegangen bin, das ich es in Google mit Sicherheit finden würde. Herausgekommen sind diese beiden Links:


·        http://www.eifel-quellwasser.de/


·        http://www.nachtigall-wasser.de/index.php



Ich vermute mal, der Lieferant ist der, der unter dem ersten Link zu finden ist.


Leider wird Troisdorf nicht beliefert. Da wir aber näher an der Eifel sind als Köln, dachte ich, ich finde was im hiesigen Getränke-Shop.


Nun ja, fehlanzeige. L


Da hab ich mich dann dazu entschlossen folgende Wässer zum Testen mit dem „Mingjian Dong Pian Winter Sun“ einzukaufen:



·        Lüner-Quelle, D- Lüneburg: „ViO“ STILL


·        Noé-Quelle, D- Erfstadt: REWE „ja!“ STILL


·        Quelle Clairvic, F-63530 Volvic: Danone “Volvic” NATURELLE


·        Quelle: Gerolsteiner Naturell, D-54567 Gerolstein/Vulkaneifel


·        Zedern-Quelle, D-21521 Aumühle: Nestle „Pure Life“ STILL



Dann noch 2 von ALDI SÜD (um die Ecke):



·        Quellort: SCORZÉ – Venedig – Italien: “San Benedetto” mit KOHLENSÄUREZUSATZ


·        St. Lambertus-Quelle, Wolfhagen: „AQUA CULINARIS“ STILL



Und natürlich das Troisdorfer Leitungswasser.



Zubereitung: 300ml Glaskyusu, 3,6g Tee, 90°C, 2 Min. (bei jedem Aufguss)



Kurz und gut, die Wässerchen brachten beim selben Oolong unterschiedliche Geschmackserlebnisse.


So hatte ich den Eindruck unterschiedliche Oolong zu probieren. Mal dumpfer, mal klarer im Geschmack, mal mehr, mal weniger Aufgüsse dabei heraus geholt, mal mehr, mal weniger Unterschiede bei den einzelnen Aufgüssen, mal mehr, mal weniger geschmackliche Varianz und Fülle. Rückstände im jeweils zuvor von Rückständen befreiten Wasserkocher von keinen bis hin zu Rückständen der unterschiedlichsten Art (von Kalk bis hin zu Mineralablagerungen).



Das war für mich eine unerwartete Erkenntnis über die große Streubreite vom Empfinden der Qualität eines Tees.



Für mich haben sich 2 Wässerchen herauskristallisiert, mit denen ich weitere Oolong ausprobieren werde.



Zedern-Quelle, D-21521 Aumühle: Nestle „Pure Life“ STILL


Für mich hat dies Wässerchen im 2. und 3. Aufguss die größte Geschmacksvarianz herausgeholt, dafür hatte der Tee nicht die Kraft für viele Aufgüsse.


 


Quellort: SCORZÉ – Venedig – Italien: “San Benedetto” mit KOHLENSÄUREZUSATZ


Für mich hat dies Wässerchen zwar nicht diese Geschmacksgewalt aus dem Tee herausgeholt, wie das erste, doch viel mehr Aufgüsse mit gleichbleibender Qualität. Hier werde ich nochmals einen Versuch mit höherer Einwaage starten.


 


Alles in Allem hat es wohl wenig Zweck eine allgemeine Empfehlung auszusprechen, da Geschmacksempfinden individuell ist. Aber vielleicht regt Euch mein Beitrag dazu an mal selbst zu experimentieren und auszuprobieren, welches Wässerchen  euch für welchen Tee so liegt und dies hier zu berichten.



PS.: Für shu Pu Erh bleibe ich aber jedenfalls ganz klar beim Troisdorfer Leitungswasser. Damit schmeckt er mir doch noch am besten.



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Bekommt Ihr in Troisdorf nicht auch das Wasser aus der Wahnbachtalsperre? Die beliefert zumindest uns hier im westlichen Teil des Landkreises - und mit dem Wasser bin ich äußerst zufrieden! Zum Vergleich habe ich bei der Arbeit Wasser aus einer Umkehrosmosefilteranlage, was auch angepriesen wird als "so rein wie Gletscherschmelzwasser". Allerdings tendiere ich inzwischen bei Mehrfachaufgüssen immer mehr zu Leitungswasser als zum Osmosewasser. Ein Wasser kann doch auch "zu rein" sein für meinen Geschmack. Am Donnerstag wurde ich von einem Seminarteilnehmer drauf angesprochen: er hatte festgestellt, dass die ersten Aufgüsse mit Osmosewasser sehr intensiv ausfallen, spätere Aufgüsse aber flacher. Wenn man bedenkt, dass sehr weiches Wasser die Extraktion der Aromen aus dem Tee begünstigt, erscheint das logisch: Anfangs wird der Tee schneller ausgelaugt als mit Leitungswasser. Wie ein Langstreckenläufer, der anfangs zu schnell läuft und zum Schluss nur noch langsam kriechen kann.


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Am Donnerstag wurde ich von einem Seminarteilnehmer drauf angesprochen: 

hatte eben bei FB auch mit einem eurer seminarteilnehmer geschrieben: es wurde wohl auch von einem teilnehmer mal "eifel-quellwasser" mitgebracht.

weisst du da evtl. was von?

Bearbeitet von Key
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Beim Stöbern in der Getränkehandlung von Marktkauf bin ich auf die 5-Liter-Kanister Aqua Purania gestoßen. Das ist Wasser aus Tschechien und wird meist für Wasserspender benutzt. Die von mir berechnete Wasserhärte liegt bei 3,6°dH.


Durch meine Nähe zu Frankreich benutze ich auch noch verschiedene französische Wasser.


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für 90% meiner Tees benutzte ich relativ weiches Quellwasser (Nongfu Spring, 1000 Inseln See, Hangzhou) zu Longjing Tee sollte ein etwas härteres Quellwasser (Hupao aus den Teebergen rund um Longjing Dorf) verwendet werden.



Mir persönlich is es zu hart, Aufguss ferfärbt sich (grün zu dunkel gelb) was sichtbar wird, wenn man den Aufguss in einer Edelstahl Thermoskanne warm stellt.



Im Dorf meiner Schwiegereltern ist das Wasser noch härter als das von Hupao und beim Edelstahlthermoskannen Test verfärbt sich ein Grünteeaufguss zur Optik eines Schwartees mit dunkel roten Farbtönen.



Habt ihr auch schon Quellwasser (hart vs. mittel vs. weich) Erfahrungen sammeln können?


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Bekommt Ihr in Troisdorf nicht auch das Wasser aus der Wahnbachtalsperre? 

Ja, Gero. Aber das ist ein Gemisch mit Rheinuferfiltrat, wie z.B. in Bad Godesberg, welches ich im Büro zur Verfügung habe.

Reines, zu Trinkwasser aufbereitetes Wasser aus  Wahnbachtalsprerre ist wohl zu weich und Mineralarm für den menschlichen Verzehr. So jedenfalls stand es noch vor einigen Jährchen auf der Homepage der Troisdorfer Wasserwerke.

Irritierend finde ich aber, dass zum Troisdorfer Wasser noch Kalkmilch hinzugegeben wird. http://www.stadtwerke-troisdorf.de/uploads/media/Trinkwasseranalyse_2013.pdf

Dass hinterläßt dann diese lästigen Kalkablagerungen im Wasserkocher.

Nichtsdestotrotz ist das Wasser das beste Teewasser was ich in meinem Leben aus der Leitung gezapft habe.

Ich habe aber festgestellt, dass man aus gutem Oolong bei Verwendung anderen Wassers weitaus mehr Aromen und je nach Wässerchen andere herausholen kann. 

Zudem finde ich das einem Oolong die Zubereitung mit Wasser, das einen gewissen Mineralgehalt hat, recht gut tut. 

Ein optimales Wasser dazu gibt es wohl nicht. Aber schön zu wissen, dass man aus Tee aus einer Tüte unter Verwendung unterschiedlichen Wassers geschmacklich recht unterschiedliche Tees servieren kann. Und wie ich lese, unterscheiden die sich dann nicht nur im Geschmack.

Und Wasser aus der Eifel ist nicht unbedingt das selbe. Gerolsteiner kommt aus der Vulkaneifel. Mir schmeckt der Tee damit trotzdem nicht.

Das mit der Verwendung von Osmosewasser zum Teetesten verstehe ich schon. Eine gewisse gebietsübergreifende Basis beim Testing sollte schon gegeben sein. Die Gefahr besteht bei der Methode allerdings, dass die Kundschaft Qualität und Geschmack, wie von TG angegeben, unter Verwendung des eigenen Leitungswassers nicht nachvollziehen kann. Dafür gibt es dann ja das gute Bad Godesberger; Bonner und hier das gute Troisdorfer Pfund, dass, so hoffe ich, an örtliche Wasserqualitäten angepasst ist.

Ich empfinde das Teewasser mittlerweile als ein sehr schwieriges und komplexes Thema, wenn man es theoretisch angeht.

In der Praxis probiert man einfach aus und entscheidet sich für das, was einem zusagt. Oder man nimmt das was man kriegt und sucht den passenden Tee dazu (ich sach nur: Ostfriesenmischung Sorte Holzbeize   :ph34r: ). 

Aber interessant ist das Thema schon!

PS.: Lässt sich die Queen ihr Teewasser nicht aus einer bestimmten Quelle im schottischen Hochland einfliegen!?

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  • 4 Wochen später...

Von brita-Wasser halte ich auch gar nix, ganz furchtbar zu Tee. Hatte ich das nicht schon mal hier geschrieben? Pet-peeve ;)

Interessant, Teewasser ist ja ein Thema, mit dem ich mich schon lange intensiv beschäftigt habe. Und interessant zu sehen, dass andere dieselben Wässerchen wie ich nehme. Das Haus, in dem ich z. Z. lebe, ist ca. 60 (?) Jahre alt. Um die Leitungen mache ich mir nicht so einen Kopf, die haben ihre dicke Kalkschicht schon. Das Wasser hier ist aber leider sehr hart. Das eigene Brunnenwasser zu eisenhaltig, und vielleicht von der Qualität nicht so gut (Rückstände).

Ich nehme - je nach Tee - Lauretania, Black Forest und oder ein Wasser, welches ich in 5l-Kanistern beim Türken kaufe. Da sich der Name (und der Preis :( ) kürzlich geändert hat, müsste ich nachsehen; will jetzt nichts falsches schreiben. Es ist aber ein weiches Quellwasser, Pinar.... Ich nutze es auch zum Kochen manchmal. Dashi und Reis werden mit gutem Wasser viel besser.

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    • Von JuliusHgn
      Hi, 
      Wasser ist ja gerade im Zusammenhang mit Tee ein großes Thema, aber natürlich auch so. 
      Wir haben in Berlin wirklich sehr hartes Wasser und viel Kalk. Wenn man das Wasser nicht filtert, kann man den Wasserkocher alle 2 Wochen sauber machen. 
      Durch Zufall bin ich auf die Wasserfilter von Maunawai gestoßen und mit dem Filter eigentlich sehr zufrieden. 
      Ich finde den auf jeden Fall besser, als die ganzen Britta Filter etc. 
      Ich finde es aber sehr schwer zu dem ganzen Thema Informationen zu finden, da es dazu viel Affilliate Seiten gibt und einem schnell "erklärt" wird, wie schlimm unser Leitungswasser doch ist. 
      Kennt sich jemand hier mit den gesundheitlichen Aspekten von gefiltertem Wasser aus? 
    • Von Gyro
      Grundsätzlich scheint es ja so zu sein, dass Tees und Infusionen entweder mit kochendem (100° C) oder mit heißem Wasser (80° C) infundiert werden sollen. Wenn ich mich richtig erinnere wird für Schwarztee 100° C empfohlen und für Grüntee 80° C.
      Besteht da tatsächlich ein Unterschied, und wie ist der begründet? Geht es da um Geschmack? Gibt es eine Faustregel?
      Mich interessiert Euer Wissen und Eure Meinung dazu.
      Danke.
    • Von Molo
      Hallo zusammen 
       
      Als Neuling in diesem Forum sage ich zuerst einmal ein herzliches Hallo in die Runde, beigefügt an eine etwaige Entschuldigung falls dieses Thema schon so behandelt wurde, ich es jedoch übersehen habe.
      Zuerst zu meiner Backgroundstory: Als starker Raucher war mein Alltag sehr fest ritualisiert und bestimmt durch die Glimmstängel. Dies wollte ich ändern und durch neue Rituale/Zeremonien ersetzen. Dabei erinnerte ich mich an eine Zeit vor 10 Jahren wo ich regelmässig bewusste Auszeiten mit der Zubereitung und Konsum von Tee durchführte.  Diese Erinnerung nahm ich als Einladung um das Rauchen durch bewusstes Tee trinken zu ersetzen. Hierfür befinde ich mich nun schon seit knapp drei Wochen (Rauchfrei!) in einem Steinhäuschen tief in den Schweizerbergen abseits der irdischen Verlockungen (Tee selbstverständlich nicht gemeint, wenn man dies überhaupt als eine Verlockung bezeichnen kann ). seit drei Wochen zelebriere ich nun jeweils morgens eine Matcha-Zeremonie und am Abend eine Sencha-Zeremonie (jeweils in kurzer Form und nicht in der mehrstündigen, traditionellen Variante ). Tags durch begleitet mich der Mate. (Koffeinkonsum wohl eher ausgeprägt bei mir  ). Die Lust nach Rauch in der Lunge ist zwar noch da, doch habe ich mich schon lange nicht mehr so energetisch und ausgeglichen gefühlt. In zwei Wochen geht es zurück in die Zivilisation. Hierfür möchte und werde ich meine täglichen Teezeremonien ausweiten. Was auch bedeutet, dass weitere Utensilien rund um meine täglichen Teeauszeiten hinzukommen werden. Bevor ich nun jedoch (zu viel) Geld in Dinge investiere, welche ich in einer Form schon zuhause habe, dachte ich Frage mal lieber bei routinierten Teegenossen nach.
      Die erste Frage dreht sich um das Warm halten von Wasser um die 60C°-80C°. Ohne das ich einen Wasserkocher benötige, welcher Strom frisst nur um das Wasser warm zu halten. In der Hoffnung das jemand hier ähnliche Erfahrung bereits gemacht hat, ohne das ich einen Thermostat für die Wassertemperatur kaufen muss. 
      Vor meiner Abreise in die Bergen stolperte ich in einer Brockenstube über eine Eisengusskanne mit Stövchen (Platz für ein Teelicht), welche ich ohne gross nach zu denken gekauft habe (Dachte mir dabei nur: "oh wie praktisch und schick. so etwas hatte ich noch nie. Will. Ich. Kaufen!"). Die steht nun bei mir zuhause und wartet auf mich. Jedoch ist meine aktuelle Überlegung nicht den Tee dort drin warm zu halten, sondern Wasser welches ich im Vorfeld aufgekocht habe.
      Ich fand weder im Forum noch im Internet die explizite Fragestellung bzgl. Wasser in einer Eisengusskanne mit Stövchen warm zu halten. Oha... mir fällt auf das ich sehr weit ausgeholt habe um die erste Frage zu formulieren (gebe mir Mühe, dass es bei der zweiten Frage nicht so lange dauert ).
      Frage 1: Wie warm haltet sich bzw. wird das Wasser in einer Eisengusskanne, gibt es hierbei etwas zu beachten? 
      Nach weiteren Recherchen im Internet stolperte ich über die Warnung, dass man bei Eisengusskannen darauf achten sollte, dass sie innen nicht beschichtet sind. Daher die nächste Frage. Juhu, habe mich dieses mal kurz gehalten 
      Frage 2: Wie erkenne ich eine mögliche Beschichtung in der Kanne? Hatte noch nie eine Eisengusskanne. Sieht oder/und spürt man das?
      Leider kann ich nicht sagen aus was für einer Manufaktur bzw. Fabrik diese kommt. Kann ich erst überprüfen, wenn ich zuhause bin.
       
      Je nach Antwort werde ich mir wohl einen Wasserkocher für kleine Wassermengen zu tun. Mit der Eisengusskanne könnte ich eben guten gewissen den grossen brauchen, da ich so gleich das Wasser für den Matcha und danach den Mate warm halten kann. Doch hierfür habe ich keine Frage, da ich schon sah, dass es extra Wasserkocher für kleine Mengen gibt. Bei Empfehlungen habe natürlich immer zwei offene und dankbare Ohren.
      Ich bedanke mich bei allen die sich die Mühe machten bis hierhin zu lesen um schlussendlich nur zwei (ich korrigiere dreieinhalb) Fragen  vorzufinden. 
       
      Ich wünsche allen einen erfüllten Sonntag und einen Tee der in der perfekten Länge ziehen konnte.
       
      Es grüsst herzlich,
       
      Molo
       
    • Von Mandalorian
      Hallo zusammen und Guten Abend!
      Ich lese bereits seit einiger Zeit hier im Forum mit und habe mich die letzten Wochen hart um die Theorie gekümmert.
      Ich bin 40 Jahre und immer ein absoluter Kaffee Junkie gewesen. Ich habe in meinem Leben bzw. an meiner Lebensweise aber in den letzten Jahren viele Dinge geändert. Seit vergangenem Oktober habe ich meinen Kaffee Konsum stark heruntergeschraubt (Max 3 Becher am Tag)und bin vermehrt auf Tee umgestiegen. Bisher habe ich nur Beuteltee (primär Kräuter mit schärferer Note) getrunken aber trotzdem Gefallen daran gefunden und Lust auf mehr bekommen.
      Das Thema Tee begeistert mich und ich möchte gern tiefer in die Welt eintauchen. Heute war ich im lokalen TG Geschäft und habe mir voller Euphorie eine kurze Beratung geben lassen und zwei Teesorten mitgenommen (Japan Sencha Nr. 700 und Darjeeling Orange Valley TGFOP Nr. 222). Ich möchte erst einmal anfangen und fand das mit diesen beiden Tees auch sehr sinnvoll.
      Hänge aber immer noch Inder Theorie weil mir Utensilien fehlen um den Tee zubereiten zu können. 🙄
      Das Angebot erschlägt mich und viele Threads verwirren mich und ich bräuchte mal Rat. 

      Habe von Hario die Zen mit 300ml gefunden, welche mir für meine Zwecke zusagt (viel Unterschiedliches probieren mit unterschiedlichen Blattgrössen). Dazu hätte ich mir jetzt noch eine separate einfache Glas Ausschankkanne genommen um mehrere Aufgüsse machen zu können. Parallel würde ich mir noch einen günstigen Gaiwan gönnen um alternativ zubereiten zu können. 
       
      Zu guter letzt würde ich mir noch ein Teethermometer dazu nehmen.
      Haltet ihr meinen Plan für das jetzige Stadium für sinnvoll? Ich möchte noch nicht allzuviel Geld ausgeben und mich erst einmal langsam einleben und probieren.
      Danke und viele Grüße aus Dortmund 
      der Mandalorianer
    • Von Onggi
      Hallo zusammen,
      mir ist ja vor allem wichtig, dass Tee rückstandsfrei hinsichtlich Pestiziden ist (entsprechende Zertifikate werden von vielen Händlern beigebracht oder eben klassisch "Bio") und möglichst fair produziert und gehandelt wird. Zudem schätze ich weiches Wasser. Das ist so die Grundlage meines Teekonsums.
      Denn meine Zubereitungsformen sind einfach nicht auf eine Formel zu verdichten. Angesichts der zahlreichen Tee-Kulturen, die es auf der Welt gibt, und meiner individuellen Notwendigkeiten/Wünsche hinsichtlich situativer Teezubereitungen, schwanken meine Zubereitungsformen immens.
      So habe ich in den USA meinen Tee immer ganz anders gekocht als in den verschiedenen Städten in Deutschland, England oder Österreich, in denen ich länger gelebt habe (etwas weniger lang war es in der Türkei und Georgien). Ich trinke offenbar - es liegt ganz sicher am Wasser vor Ort (auch wenn ich es filtere) - in jeder Stadt mehr oder weniger andere Sorten Tee und bereite ihn entsprechend anders zu. Das wird auch immer durch die Speisen, die ich zudem in diesen Städten zu mir nehme, zusätzlich beeinflusst.
      Aber ich verändere meine Zubereitung auch noch hinsichtlich anderer Faktoren: Trinke ich Tee draußen oder drinnen? Zu welcher Jahreszeit? Mit welchen Menschen (Kollegen, Freunde, Familie - oder allein)? Morgens, mittags, abends, nachts? Mit welcher Wirkungsabsicht (belebend, beruhigend, gesundheitsfördernd, einfach nur so...)? Zu den Mahlzeiten oder zwischendurch? Das beeinflusst nicht nur die Art meiner Zubereitung, sondern auch die Art des verwendeten Tees, des Trink- oder Transportgeschirrs.
      Da ich jetzt gerade, die Lockdowns lassen grüssen, meine Haushalte zum Teil "fusioniere", habe ich eine Menge Kannen und Schalen zusammengetragen.  Es gibt offenbar gewisse "Cluster": Ich hätte es nicht gedacht, aber wenigstens hinsichtlich der Quantität sind Glas- und Eisenkannen wohl meine Favoriten. Glas nehme ich für Früchte- und Kräutertees und Tees, die einfach schön zu betrachten sind, wenn sie im Wasser schwimmen. Glas ist auch super zu reinigen. Und die Kosten sind auch nicht zu hoch. Dann habe ich allein drei 0,3l Eisenkannen, eine 0,7 und einen Testsubin. Die Eisenkannen sind meine "Arbeitspferde", vor allem die kleinen Kannen, da ich - im Unterschied zu vielen, die hier posten - gerne Tee in kleinen Kännchen aufgieße, ihn in der Kanne behalte und dann aus einer kleinen Schale trinke. Die Eisenkannen speichern die Temperatur sehr gut und ich finde sie auch schön. Einige sind jetzt so 15 Jahre alt oder älter. Sie riechen nicht und haben nur in einem Fall an der Tülle etwas Rost. Er stört mich aber nicht. Ich habe auch mit den Besonderheiten der Emaille in den Kannen zu leben gelernt. Der Tetsubin dient nur der Aufbewahrung heißen Wassers.
      (EIGENTLICH wollte ich hier mal einen Langzeitvergleichstest von einer 0,3l IWACHU Teekanne und einem baugleichen Nachbau aus China posten. Aber da Eisenkannen hier im Forum ja in der Regel erheblich schlechter wahrgenommen werden als Tonkannen - eine Meinung, die ich überhaupt nicht teile - und angesichts der generellen Skepsis gegenüber Massenprodukten aus China, denke ich, dass ich eine Diskussion meiner Überlegungen und Erfahrungen erst in einem Moment größter Gelassenheit meinerseits posten kann 🙂 . Auf den warte ich jedoch selbst schon seit geraumer Zeit. Zudem braucht das Schreiben hier zumindest für mich immer etwas Zeit. Möglicherweise ahne ich aber auch, dass Eisenkannen ohnehin unter den Teetrinker:innen hier einen so schlechten Ruf haben, dass die von mir wahrgenommenen Unterschiede und Gemeinsamkeiten eigentlich gar nicht ins Gewicht fallen, mein Vergleich daher die Meinung nicht mehr abrunden wird).
      Dann habe ich eine 250ml Tonkanne (China), eine 200ml Shiboridashi (Japan) und ein hübsches 150ml Kännchen (Taiwan). Ich hatte noch ein paar mehr, aber ich zerschlage schönes Porzellan gerne (häßliches überlebt, wie die chinesische Tonkanne...). In der Shibo bereite ich gerne hochwertigeren Grüntee zu, wenn ich Besuch bekomme, in der kleinenn Kanne Pu-Erh (jedoch seltener, ich mag den doch recht charakteristischen Geschmack nur dann und wann). Die chinesische Kanne verwende ich eigentlich gar nicht mehr. Weitere Kannen aus glasierter Keramik (ich hatte einige sehr hübsche von ZERO) verschenke ich seit geraumer Zeit an Freunde und Familie, da diese Kannen zumindest bei mir immer tropften. Was das einzige ist, was mich an Kannen stört!
      Hinsichtlich des Tees, den ich aufgieße, habe ich nach dem Blick auf die kleinen Teepackungen, die bei mir herumstehen, rein quantitativ mehr Grüntee und Oolongs in Auswahl. Ich weiß aber, dass ich in anderen Ländern gerne auch mehr Schwarztee trinke. Ich mag morgens eher den frischen Geschmack des Grüntees und - je später der Tag - um so stärker kann der Tee oxidiert sein. Und: Je dunkler die Tasse umso kälter das Wetter. Gaba kenne ich erst seit ein paar Wochen (bei Oolongs), das scheint die Zeit des Teekonsums deutlicher in den Abend zu verlängern. Ich mag an Tees offenbar jeden und alles. Preislich bleibe ich aber in der Regel klar unterhalb der Schwelle von 150€/Kilo. Es gibt sicher mal irgendeinen handgefalteten Grüntee oder so, der wahrscheinlich mehr gekostet hat, aber so einen trinke ich nur ganz selten. Ich vergreife mich manchmal leider, wenn ich in einem anderen Land Tee kaufe und im Kopfrechnen einen falschen Preis umrechne, und kaufe dann auch mal so einen Tee. Für "Haustee", den ich zu wenigstens 60% trinke, bleibe ich aber deutlich unter der Schwelle von 50€/Kilo.
      Neben meinem Eingangsstatement kann ich abschließend bilanzieren, dass ich seit über 30 Jahren sehr gerne mehrfach täglich preiswerten Tee offenbar meist aus ramponierten Eisenkannen trinke - und mir das wirklich von Herzen Freude bereitet. Ich bin sehr gerne hier und profitiere von den Erfahrungen und geschmacklichen Vorlieben, die in den Postings anderer User deutlich werden, denn ich dachte sehr lange, ich würde viel zu viel Geld für Tee und Zubereitungskram ausgeben. Aber offenbar bin ich hinsichtlich meiner Ansprüche deutlich unterhalb der Schwellen, die für richtige Teekenner:innen zu einem kultivierten Genuss dazugehören. Doch habe ich dank dieser Einblicke nun angefangen, viel intensiver über Tee nachzudenken. Vielleicht sind meine Geschmacksnerven ja auch noch nicht zu ruiniert, um wirklich guten Tee in den kommenden Jahren geniessen zu können und mir hier entsprechenden Appetit zu holen! Die Hinweise auf diverse Online-Händler haben mein Spektrum immerhin schon immens bereichert.
      (Ich schreibe nur selten, dann aber leider immer zu lang. Wer es bis hierhin geschafft hat: "Danke!")
      LG Stefan
      (Ich habe gerade nachgeschaut: Ich habe auch drei in Papier gewickelte Pus, die wohl etwas teurer waren. Aber die liegen eigentlich nur so herum, da ich immer nur ganz wenig Puerh trinke - und wohl auch ganz ohne auskommen könnte. Aber manchmal schmecken sie halt doch. Das ist wie mit gutem Whiskey...)
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