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Ein Neuer aus Troisdorf


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Hallo Teegemeinde,



Ich hab mich hier angemeldet, weil ich schon lange mitlese und es mich das ein oder andere Mal in den Fingern gejuckt hat auch einen Kommentar zum Thema abzugeben.


Mit 16/17 Lenzen hatte ich endlich die Gelegenheit Tee als Getränk für mich auszuprobieren und bin seither auch dabei geblieben. Und so entwickelte ich mich zu einem Teemenschen, wie man zu der Zeit noch sagte.


Zwangsläufig auch über viele Jahre vom Tee zum Zazen und mit Zazen zurück zum Tee.


Tee und ZEN – ein Geschmack!


Dies kann ich nun aufgrund eigener Erfahrung bestätigen.


Beides, das Eine durch beständigen Genuss, das Andere durch beständige Übung, führt zu einer Geisteshaltung die man mit „offene Weite, nichts von heilig“ beschreiben könnte.


So ist mein Umgang mit der Materie Tee auch ehr von intuitiver Inspiration als von profundem Fachwissen geprägt.


Ich hole mir gern Anregungen von Anderen und baue sie dann wenn es mir sinnvoll erscheint in meine eigene Praxis ein oder erweitere sie dementsprechend.


Hierbei haben mir gerade in den letzten Jahren Erfahrungsberichte in BLOGs und in diesem Forum sehr geholfen und einen Wissenssprung hervorgerufen, so dass ich mich endlich mal von Camellia sinensis var. assamica der Camellia sinensis und ihren anderen Varietäten zuwenden kann womit sich für mich ein viel breiteres Spektrum eröffnet.



In diesem Sinne, auf eine angenehme Teegemeinschaft im Forum.


Bernd


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Hallo Bernd,



willkommen hier in der Runde! Wo liegt denn Dein Teeschwerpunkt? Japanische Sorten liegen ja nahe, aber das Naheliegende ist ja nicht zwangsläufig das Richtige.



Aus persönlicher Neugierde noch zwei Fragen: Welches "ryu" hast Du für Deinen Namen gewählt? Und dann noch ganz neugierig: Rinzai oder Soto?



Viel Spaß am großen virtuellen Teetisch wünscht Dir



Gero


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Vielen Dank für das herzliche Willkommen!






...Passiven zum Aktiven ...






Oh ja, ich hab diesen Schritt lange überlegt. Ich war lange in Terraristik Foren (speziell Vogelspinnen) unterwegs. Und wer das Gegifte um den Anspruch des Besitzes der alleinigen, einzig gültigen und universellen Wahrheit dort kennt, weiß dass man da über kurz oder lang eine ausgeprägte Phobie gegen Foren jeglicher Art entwickelt.


Sowas hab ich hier noch nicht gelesen. Von daher hab ich den Schritt, dem Forum beizutreten, gewagt.  :)


 


Zum "ZEN": ab 1977 Schwarzteetrinker, 1978 angeregt durch "Kakuzo Okakura: Das Buch vom Tee" an das ich zufällig geraten war (und das unbedingt zum Besitz eines Teetrinkers gehörte), zu "Die drei Pfeiler des Zen" Autor weiß ich jetzt nicht mehr, nur noch das es ein ganz dicker Welzer war mit weißem Einband und schwarzer Schrift. Gibt es heute , wenn überhaupt, nur noch im Antiquariat. Versuche im halben Lotossitz - oh welch Schmerzen in den Beinen. Später der Eigenbau eines Meditationsbänkchens nach Vorlage aus diesem Buch. Dann praktische Übung nach Anleitung aus diesem Buch. Muss so um 1980 gewesen sein. Danach Beschaffung umfangreicher ZEN-Literatur derer ich habhaft werden konnte. Mangelnde Konsequenz in der Übung brachten mich dann so gegen 1990 dazu einer ZEN-Gruppe in Bonn beizutreten, an deren Kontaktinformationen ich über ein Buch von Taisen Deshimaru Roshi gelangt war, dessen Bücher ich nur so verschlungen habe. Den habe ich von allen Autoren von Büchern über ZEN noch am besten verstanden. Über den Gruppenleiter die Nähe zu Meister Ludger Tenryu Tenbreul  und der Zen-Vereinigung Deutschland (http://www.zazen.de/) deren passives Mitglied ich noch Heute bin um diese wenigstens noch finanziell zu unterstützen. Die Gruppe in Bonn/Holzlar gibt es Heute nicht mehr. Tja, das Gesetz der Wandlung! Meine Praxis ist also Soto-Zen die Unterweisung Dogen-ZEN, wie Ludger sagt. Über die Dharma-Linie wäre der Bogen über Kodo Sawaki Roshi auch zu Meister Muhō Nölke geschlagen.


Nachdem mir Zazen und das Verweilen des reinen Seins im Hier und Jetzt durch die über 10 Jährige Übung in der Gruppe und auf Sesshins in Fleisch und Blut übergegangen ist sitze ich nun für mich allein. Letztendlich sitzt jeder für sich allein im Hier und Jetzt, egal in welchem Umfeld.


Zazen in Bewegung und beständige Übung ist für mich "Zuerst kochst Du Wasser, dann machst Du den Tee und trinkst ihn" (Sen no Rikyū).



Antworten auf weitere Fragen folgen.


Bernd



 
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"Letztendlich sitzt jeder für sich allein im Hier und Jetzt, egal in welchem Umfeld.", würde ich so nicht unterschreiben. Ein gutes Gegenbeispiel ist dieses Forum: freundlicher höflicher Umgang miteinander und die Möglichkeit virtuell gemeinsam Tee zu trinken und sich darüber auszutauschen. Und das Verrückte:

ES FUNKTIONIERT :)


 
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Hallo Gero,

ich kann nicht behaupten, dass ich einen Tee-Schwerpunkt hätte. 

Japan Tees sind für mich allerdings etwas besonderes, in sich abgeschlossenes.

An einem Arbeitstag rituell automatisiert einen bio Matcha aus Uji (incl. eigener kleiner, ehr pragmatischer aber ebenso meditativer Zubereitungszeremonie in Anlehnung der Zubereitung bei der Cha-no-yu), gleich danach einen Morimoto Shincha (oder wenn der aus ist einem von Herrn Volkmann (teehaus.cöln) empfohlenen guten Gyokuro oder Kabuse). Zubereitung in einem 70ml. Shibori-Dashi. Danach bin ich wach genug für die Fahrt zur Arbeit und den Ausweichmanövern vor den Autobahn bevölkernden Halbschlaf-Kamikaze-Wagenlenkern. Wer die Flughafenautobahn Köln/Bonn kennt, weiß was ich meine! An der Arbeit nur grünen Tee, u.a. ein Kännchen guten Sencha. Den Zugang zu Sencha hab ich allerdings erst mit gutem Sencha und dieser http://www.thes-du-japon.com/index.php?main_page=product_music_info&products_id=113, von der Japanese Tea Instructor Association empfohlen Kyusu gefunden. Zudem geb ich bei Japanischem Tee immer noch eine Messerspitze (also ganz wenig) Askorbinsäure mit ins Teewasser im Wasserkocher. Der gesenkte pH-Wert kommt dem in Japan verwendeten Teewasser wohl recht nahe. Jedenfalls schmeckt mir der jap. Tee dann weitaus besser. 

Ryu = Drachen ~ Im Sinne von Wissen, Weisheit, Kraft - dem aufgenommenen „Qi“ des Tee und mit dem eigenen "Qi" vereint. Also Teedrachen, dem besseren Wortklang wegen naiv ins jap. übersetzt. 

Soto-ZEN, der Lehre eines Meisters folgend, der von Eiheiji anerkannt und beauftragt ist. Dogen-ZEN im Sinne des ursprünglichen Soto-ZEN (s. Kodo Sawaki) in dem auch Koan's verwendet werden aber eben nicht so wie im Rinzai.

Auf welchem Pfad wandelst Du?


Hallo Christian (chenshi),

halb eingebürgert?

Kennst Du dann auch das gute Troisdorfer Wasser? Sicherlich, oder? http://www.stadtwerke-troisdorf.de/uploads/media/Trinkwasseranalyse_2013.pdf

Pur gut zu trinken, mit einer leichten Süße worüber ich erst begriffen habe, warum Süßwasser Süßwasser heißt.

Ich finde, es ist das beste Teewasser, was mir bisher aus der Leitung floss. Bisher kannte ich eigentlich nur Teewasser, womit man besser nur eine Ostfriesenmischung zubereiten sollte.

Aber nun genieße ich diesen Luxus bereits seit über 25 Jahren. 

Über die Spicher Straße fahre ich ein Stück, wenn ich von Bonn über die Autobahn zu meiner Wohnung fahre. Ist ja gar nicht so weit weg. Könnten wir uns bei Gelegenheit ja mal treffen.


Hallo Paul,

Janwillem van de Wetering!

Der Geheimtipp in der Sangha nach Erscheinen der Übersetzung seines Buches "Der leere Spiegel".

Danach das fiebern auf das Erscheinen der Übersetzung seines Buches "Ein Blick ins Nichts"

"Reine Leere" hab ich auch gelesen.

"Das Koan und andere Zen-Geschichten" und "Die kleine Eule und der Weg ins Leben" kenne ich nicht.

Wir, die wir von den Lehrtexten des ZEN ehr verwirrt als erleuchtet waren, erhofften uns nun ein einführendes Verständnis um das worum es beim ZEN wohl gehen mochte. Zumal uns die Begriffe um den leeren Spiegel, das Nichts und die reine Leere aus den Unterweisungen während des Zazen und aus anderer ZEN-Literatur anderer Autoren wohl bekannt waren. Leider mußten wir feststellen, dass uns seine Romane zwar Einblicke in das Leben der Sangha an entfernteren Orten gewährte, er aber ansonsten unsere Verwirrung lediglich teilte aber nicht aufzuklären vermochte. So bleibt die Erinnerung an schön geschriebene Romane.

Die Essenz des ZEN offenbahrt sich eben doch nur über die Praxis des Zazen und nicht über die Texte.

Die Texte mögen ja gute Wegweiser sein, wenn man den ersten Schritt auf dem Weg getan hat und auch ein gutes Korrektiv um festzustellen ob man sich noch auf dem Weg befindet oder aber in einer Sackgasse gelandet ist. Letzten Endes sind es aber nur Beschreibungen des Weges, den Andere bereits gegangen sind. 

Eines Schaffen die Texte jedoch mit Sicherheit: Sie verschütten Schluck für Schluck den Tee aus deiner Schale, auf dass sie erneut gefüllt werde, damit du sie erneut Schluck für Schluck verschütten kannst um selbst zur leeren Teeschale zu werden. 

Mir gelang ein Zugang zur Essenz des ZEN leichter über das Studium des Tee-Weges, denn letztendlich ist es nur eine andere Schule des ZEN (Japan) bzw. des Chan (China). 

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Da hast Du sicherlich recht, daß jeder seinen Weg selbst finden muß. Das ist das Elend und zugleich das Glück. Ich hatte in meiner Philosophieprüfung das ZenMotorrad von Herrn Pirsig  in den Ring geschoben, eine elende Zeitgeistscheißsackgasse, aber die alten Zauseln im Prüfungskollegium gezwungen zu haben "sowas" zu lesen war es unterm Strich schon wert.



Na ja, man war jung und hatte alle Zeit der Welt, heute trinke  ich stattdessen lieber eine anständige Schale Tee WENN ICH KÖNNTE (siehe die Probleme im Bannacha Proben Fred) :lol:


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Hallo Key, 



weißt Du mehr über das Trinken von Tee in jap. ZEN-Klöstern?



Auf ZEN-Sesshins (Treffen über Tage, wo intensiv praktiziert wird) kenne ich nur die Verwendung von Bancha zum Spülen der Essenschalen gegen Ende des ritualisierten gemeinsamen Essens im Dojo.


Ansonsten trank man in den Pausen lieber Kaffee, allenfalls wurde ein schwarzer Tee minderer Qualität angeboten.


In der Bonner Gruppe haben wir uns nach dem offiziellen Teil auch immer eine halbe Stunden zusammengesetzt und Tee getrunken. War auch nichts besonderes und viele waren der Meinung, dass "das Gebräu aus grünem Gemüse" nicht gerade zu ihren bevorzugten Getränken gehörte. Da war, trotz all meiner Bemühungen, nichts dran zu ändern.



Nach wie vor bin ich der Meinung, dass der geeignete Tee vor einer Zazen Periode (45min. Zazen, Kinhin (Gehmeditation) und nochmals 45min. Zazen) das Aufrechterhalten der richtigen Spannung (Körper- und Geisteshaltung) über einen längeren Zeitraum doch wesentlich unterstützt.


Das scheinen ja die Tibeter besser in ihre Praxis integriert zu haben. Die Wirkung von Pu Erh scheint mir hier die richtige zu sein. Aber in Punkto Pu Erh mache ich gerade meine ersten richtigen Gehversuche. Bisher habe ich nur heraus bekommen, dass ich einen dunklen Pu Erh einem hellen (grünen) Pu Erh vorziehe und dass mich ein weißer Pu Erh zu begeistern vermag.


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Hallo Charyu,



vielen Dank für die ganzen Antworten! Wenn man das so gebündelt sieht, wird mir deutlich, wie wir Dich mit Fragen bestürmt habe und es erscheint mir im Nachhinein schon etwas unhöflich, so über einen Neuzugang hergefallen zu sein. Sorry :blush:


Das mit der Askorbinsäure kenne ich von Tees aus japanischen Getränkeautomaten - dort wird es als Konservierungsmittel eingesetzt. Dass man damit näher am "japanischen Teewasser" sei ist eine Aussage, die sich nicht mit den Erfahrungen deckt - dafür ist das Wasser einfach zu unterschiedlich, was ich dort kennengelernt habe vom chlorstrotzenden Tokyo bis zum leicht schwefeligen Kagoshima.


Ja, Autofahren ist eine Tätigkeit, wo Achtsamkeit nicht nur zu mentalen Übung hilfreich ist. Besonders auch in unserem Landkreis, wo nicht jeder das Kenneichen deutet als "SU = Sicher Unterwegs". :whistling:



Soto ist definitiv die Art, die Lehre zu leben, welche mich am meisten anspricht. Als ich durch Japan gereist war, konnte ich auch den Eiheiji besuchen - ein wahrlich beeindruckendes Erlebnis. Aber das Beste war, als ich einen kompletten Nachmittag in einem Vorort von Niigata mit dem Priester des Dorftempels (Sotoshu) verplauderte. Das war ein Mann, der direkt die richtigen Worte fand, um bei mir den Zugang zu finden. Zurück in Deutschland fand ich Anschluss an eine Gruppe, die damals (frühe 90er) in einem Wasserschloss bei Euskirchen über einem tibetischen Zentrum einen Dojo hatte. Aber der dortige Meister sprach mich überhaupt nicht an und ich war wohl mit Anfang 20 noch nicht bereit, jeden Sonntag um 5:30 Uhr aufzustehen für die Treffen. Das hat sich über die Jahre immer noch nicht ergeben und ich fühle mich der Soto-Schule unheimlich zugeneigt, praktiziere aber nicht regelmäßig oder unter Anleitung. Jetzt bin ich über 40, vielleicht bin ich bald in der richtigen Lebensphase dafür? Ist bei jenem Herrn damals in Indien ja auch erst passiert, als er über 40 war, dass er sich unter den Baum gesetzt hat.



Aber vielleicht ist mein Weg ja auch nicht der, mit dem Gesicht zur Wand zu sitzen, sondern mit der Hand zur Teeschale!


Edited by geroha
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Hallo Key, 

weißt Du mehr über das Trinken von Tee in jap. ZEN-Klöstern?

nein, weiss ich nicht, hatte mir nur mehrmals gedanken darüber gemacht, was für teequalitäten das wohl sein könnten, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die mönche und ihre besucher spitzentees ständig trinken.

darauf gekommen war ich über die videos, die ein besucher in antai-ji während seines aufenthalts dort gemacht hatte. er hat den garten wieder hergerichtet, und in den pausen wurde halt tee getrunken...

ich guck mal, ob ich die filme auf youtube wiederfinde.

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  1. ... denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die mönche und ihre besucher spitzentees ständig trinken.

ich guck mal, ob ich die filme auf youtube wiederfinde.

zu 1.

Nö, ich auch nicht. Passt auch gar nicht zu einer puritanischen Lebensweise mit ausgesprochen schonendem Umgang mit Mitteln und Ressourcen.

zu 2.

Wäre schön, wenn Dir dass gelingt. Ich versuche schon lang heraus zu finden, welche Bedeutung Tee im Soto-ZEN in Japan hat. Bei der deutschen Sangha, wie bereits erwähnt, wird im Allgemeinen ein starker Kaffee bevorzugt.

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Wäre schön, wenn Dir dass gelingt. Ich versuche schon lang heraus zu finden, welche Bedeutung Tee im Soto-ZEN in Japan hat. Bei der deutschen Sangha, wie bereits erwähnt, wird im Allgemeinen ein starker Kaffee bevorzugt.

ab 5 minuten wird eine arbeitspause eingelegt, und da kann man dann kurz was zu tee hören. ich glaube, dass einer der mönche sich aber auch einen löslichen kaffee zubereitet...

...was mir gerade noch einfällt: hat kaffee womöglich teilweise/(fast) ganz matcha bei den meditierenden (mönchen) ersetzt?

http://www.youtube.com/watch?v=1UqK1lO4H0Q

die anderen videos von jan reider über japan sind teilweise auch recht interessant, so man sich für japan interessiert.

Edited by Key
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Hallo auch von mir.

Und vielen Dank für diese interessante Beitragsfolge.

Meine Erfahrungen mit Tee lassen mich erkenen, das es sich ständig wandelt.

Momentan wieder hin zum Minimalistischen.

Ob Tee, ob Zen, ob Qigong ... ich hab das Gefühl, dass ich einfach tun und höchstens etwas Inspiration aber wenig Anleitung haben möchte.

Gruß Krabbenhueter

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1. vielen Dank für die ganzen Antworten! Wenn man das so gebündelt sieht, wird mir deutlich, wie wir Dich mit Fragen bestürmt habe und es erscheint mir im Nachhinein schon etwas unhöflich, so über einen Neuzugang hergefallen zu sein. Sorry 

2. Das mit der Askorbinsäure ... 

3. "SU = Sicher Unterwegs". 

4. Als ich durch Japan gereist war, konnte ich auch den Eiheiji besuchen - ein wahrlich beeindruckendes Erlebnis.

5. Aber das Beste war, ...  ein Mann, der direkt die richtigen Worte fand, um bei mir den Zugang zu finden.

6. ... Wasserschloss bei Euskirchen über einem tibetischen Zentrum einen Dojo  

7. ... noch nicht bereit, jeden Sonntag um 5:30 Uhr aufzustehen für die Treffen. Das hat sich über die Jahre immer noch nicht ergeben

8. ... ich fühle mich der Soto-Schule unheimlich zugeneigt, praktiziere aber nicht regelmäßig oder unter Anleitung.

9. Jetzt bin ich über 40, vielleicht bin ich bald in der richtigen Lebensphase dafür? 

10. Aber vielleicht ist mein Weg ja auch nicht der, mit dem Gesicht zur Wand zu sitzen, sondern mit der Hand zur Teeschale!

zu ...

1: Och nö, so konnte ich gezielt nur von dem schreiben, was auch interessiert. Wobei ich mit einem solchen Interesse nicht gerechent hatte. :) 

2. Gut mal ein ungeschöntes auf eigener Erfahrung beruhendes Statement zu lesen. Nachdem was ich so gelesen habe, haben die Japaner das optimale Teewasser für ihren Tee, halt nur im sauren Bereich der pH-Wert Skala und arm an Eisen. So viel zu Literaturrecherchen. :rolleyes:

3. eine solcherart freundliche Interpretation des Kennzeichens SU kenne ich ja gar nicht. ;)

4. Oh, tiefe Verneigung. Ich hab gehört, dort käme man nur mit einem Empfehlungsschreiben oder Einladung rein. Ist doch ein reines Ausbildungskloster, oder?

5. Nach so jemandem müssen die Meisten lange suchen.

6. Hab ich mal kurz von gehört/im Internet gelesen. Aber ich hatte meine Gruppe in Bonn ja schon gefunden.

7. Ist ja auch eine unchristliche Zeit. Entspricht auch nicht den hiesigen Gepflogenheiten, solcherart Aktivitäten im Anschluss an einen Arbeitstag zu absolvieren. Ich hab Montags und Donnerstags an den Gruppenterminen ab dem frühen Abend teilgenommen. Ich meine so ab 19:30 Uhr war Einlass.

8. Dass allgemeine Problem mit der Konsequenz des Regelmäßigen kriegt man gut mit der Teilnahme an regelmäßigen Gruppenterminen hin. Allein schon wegen der Nachfrage anderer Teilnehmer warum  man denn das letzte Mal verhindert gewesen sei.

9 Der richtige Zeitpunkt und der richtige Ort klärt sich oft von ganz allein.

10. Beides zu vereinen aber trotzdem getrennt zu halten ist eine wundervolle Erfahrung. Gegenseitige Durchdringung aber nicht Vermischung.

Hallo Key,

erst mal vielen Dank für den Link nach YouTube und die Beiträge von JanReider! Das hat mich wieder so richtig schön an die Sesshins erinnert, die ich hier in Deutschland mitgemacht habe. Nur waren die nicht ganz so intensiv wie im Video beschrieben. Nicht soooo früh aufstehen, und nur über drei Tage. Aber das hat uns auch schon ganz gut geschlaucht.

...was mir gerade noch einfällt: hat kaffee womöglich teilweise/(fast) ganz matcha bei den meditierenden (mönchen) ersetzt?

da es wohl nicht so leicht ist herauszufinden, welche Rolle Tee als Meditationsvorbereitung in der heutigen Zeit spielt, gehe ich mal davon aus, dass er in Pausen parallel zu Kaffee angeboten wird. Hier in Europa kulturell bedingt wohl hauptsächlich. 

Obwohl auch immer eine Thermoskanne mit mildem schwarzen Tee von der Küche zur Verfügung gestellt wurde.

 

Nach den spärlichen Informationen, die ich mir so zusammen gelesen habe, war es wohl so, das nach der Etablierung der ersten Chan Klöster in China in Abwandlung des ritualisierten Essens in den Räumlichkeiten in denen auch Meditiert wurde, vor den Mönchen im Meditationssitz eine Schale mit pulverisiertem Tee stand, welche der Service der Reihe nach mit heißem Wasser auffüllte und der dann gemeinsam getrunken wurde. Dabei handelte es sich dem Zeitgeist entsprechend um irgend einen in einem Mörser pulverisierten grünen Chinatee.

Von der Qualität des chin. Pulvertes, den man heute auch als Matcha aus China kaufen kann, weit entfernt. Diese Tradition nahmen dann wohl jap. ZEN-Mönche aus ihrer Studienzeit in chin. Chan-Klöstern mit nach Japan. Dass griff dann wohl Sen No Rikyu auf und entwickelte daraus dann die Cha-no-yu. Der Matcha, so wie wir ihn heute kennen, dürfte sich auch erst in der darauf folgenden Zeit entwickelt haben. (Achtung! Literaturrecherche  :rolleyes: )

 

@ Moderator: Irgendwie verdoppeln sich meine Beiträge im Forum auf wundersame Weise  :wacko:

Ich kenne das Phänomen nur mit meinem Smartphone

Hallo Krabbenhueter,

ja, alles mit und rund um Tee wandelt sich ständig. Hat ja auch viel mit biologischen Vorgängen zu tun und das ist eben etwas Anderes als eine Teileproduktion, die ehr berechenbar ist.

Hast Du Dich zu Deinem Minimalismus in Bezug auf Tee irgend wo detaillierter geäußert, so dass ich mal nachlesen könnte? Hört sich interessant an.

Edited by KlausO
Text doppelt
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