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    • Joaquin

      WICHTIG: Regeln zu den Foren Tee Geschäfte, Läden + Shops   15.11.2015

      Bitte beachte die folgenden Punkte: Hier dürfen nur Tee Geschäfte, Läden und Tee Shops behandelt und eintragen werden, wo man primär Tee und Teeutensilien kaufen oder auch trinken kann. Pro Geschäft nur ein Thread. Maximal ein Link/URL. Die Zuordnung der Geschäfte in den einzelnen Foren, erfolgt bei physikalischen Geschäften aufgrund ihres geographischen Standortes und bei Internetshops aufgrund der Ortsangabe im Impressum. Titel: In den Foren mit Postleitzahlen oder der Bereich "...Österreich + Schweiz", sollte der Titel so gestaltet werden: Stadtname - Geschäftsname Im Forum "...sonstiges Ausland", sollte der Titel so gestaltet werden:: Ländername - Geschäftsname Ansonsten sollte der Titel nur aus den Geschäftsnamen bestehen. Das Pushen des eigenen Threads wird der Fairness wegen mit Schließung geahndet. Links mit Ref-IDs werden kommentarlos gelöscht.  
miig

China (ex Malaysia, UK) - Essence of Tea (EoT)

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

neulich war schonmal die Rede vom EoT bezüglich deren Pestizid-Schmecksets. Auch haben sie ja recht ungewöhnliche YX-Kannen, nämlich modern und alle von einer Töpferin. Könnt ihr was zu deren Tees, Kannen, Preisen und Service sagen?

Hier ist der Link zum Shop:

http://www.essenceoftea.com/#1
 

bearbeitet von miig
Ort aktualisiert

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Auf dieser Seite bin ich bei meiner Suche nach einer Kanne ebenfalls gelandet. Die Kannen haben mir aber bei den Preisen dann doch zu wenig zugesagt. ;)


Ansonsten aber eine schön gemachte Website.


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Es gibt Neuigkeiten - EoT verlagern ihren kompletten Laden mitsamt dem Teelager und sich selber von Großbritannien nach Malaysia!

EoT schreibt dazu:

Over the past few years we’ve been appreciating more and more the effect that the climate in Malaysia has on ageing puerh tea. The high temperature and level of humidity seems to provide an excellent climate for ageing puerh tea at a good speed, while allowing the tea to retain it’s vitality and character. The resulting Malaysian stored tea seems to exhibit a complexity and depth that is rarely found in Taiwanese, Hong Kong or Mainland China stored tea.

kommt für mich nicht so sehr überraschend diese erkenntniss, und dazu hatte ich bereits vor einiger zeit ein thema eröffnet:

pu-erh: reifung ausserhalb von yunnan, z.b. in malaysia, singapur, ... 

eigentlich ist das klima in weiten teilen von malaysia durch die gleich bleibend hohe temperatur und luftfeuchtigkeit "krank", aber es fördert halt auch die entwicklung der mikroorganismen, die bei der reifung von pu-erh eine rolle spielen. die fermentation  läuft also auch flotter ab.

cornwall mit seinem tollen klima, wo EoT wohl im moment noch seinen sitz hat, würde ich im leben nicht gegen malaysia tauschen... 

...aber ich bin auch kein pu-erh händler. ;)

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Oh, das klingt klasse. Die Tees von EoT in Malaysia gelagert, da komm ich ins schwärmen. Ich hatte manchmal schon den Eindruck, dass ihre Tees ein bisschen mehr Feuchtigkeit in der Lagerung vertragen könnten.

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EoT ist ein rechter Schnöselladen!


Das ist meine ganz persönliche Meinung die ich hier zum Ausdruck bringe.


Die haben auf meine Schnorrmail zum teetreffeen(welche ich extra von einem englischen Muttersprachler habe übersetzen lassen) noch nicht mal geantwortet!


Ihre Tees finde ich sehr (!) überteuert und in Malaysia werden die auch nicht billiger werden.



P.S. Was heißt eigentlich Schnöselladen auf Englisch? Damit ich ihnen das auch mal persönlich schreiben kann ;)


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@miig



"Snob shop"?



So sehr wollte ich sie auch nicht bloßstellen:



"Der Ausdruck „Snob“ wandelte bis Mitte des 19. Jahrhunderts allmählich seine Bedeutung im Sinne eines Emporkömmlings aus unteren sozialen Schichten, der auf Menschen, die dort verblieben waren, verächtlich hinabblickt." ( http://de.wikipedia.org/wiki/Snob)



Außerdem gehören sie zu den "Hausgöttern" von Tobias und sind deswegen sakrosankt - aber gesagt werden mußte das schon mal mit dem Nichtantworten!


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Nun mein Fazit da schon einige darauf warten :D, denn nun hab ich beide Proben verkostet.



Ich wollte es genau wissen, darum hab ich mir mal zwei Proben geordert, denn diese waren schon teuer genug, wenn man bedenkt für 12g Rou Gui und 12g Tie Luo Han blättert man knapp über 40€ hin ist das schon recht heftig. Aber man gibt die Hoffnung auch niemals auf durch solche Investitionen eines Tages den heiligen Gral der jeweiligen Sorte zu entdecken. Aber im Gegensatz zu Tea Urchin sind die Preise bei The Essence of Tea meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt. Zwar eilt diesem Shop eine sehr hoher Ruf voraus (im positiven Sinne), auch seine Beschilderungen von Handmade und Rare etc, lassen auf MEHR hoffen, aber am Ende ist das Resultat doch eher ernüchternd. Bei einer Flatrate von fast 17€ ist das auch so eine Sache - sicherlich sehr nett wenn man sich mehrere Kannen und Tees bestellt, aber bei Proben von gerade einmal insgesamt 24g doch etwas heftig. Ok, es war noch eine gratis Probe an Tee dabei, dazu sei aber auch zu sagen, es war der billigste den sie hatten :D. Aber einen geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul. 



Wie gesagt hatte ich schon einige Erfahrungen mit kostspieligen Sorten und oftmals war nicht ersichtlich warum dieser Preis so angesetzt war, wie er eben war. Die einzigen Sorten die wirklich ihrem Ruf, Preis und Endergebnis gerecht wurden, sind jene von Tea Urchin. 



Zwar konnte ich noch keinen Tie Luo Han von Tea Urchin testen, aber dafür zwei Rou Gui und diese liegen schon ein gutes Stück über jenem hier, dennoch ist der Handmade Rou Gui 2010 von The Essence of Tea noch der Beste von den beiden bestellten. 



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Vor allem sein Aroma ist äußerst interessant, da in seinem Blattwerk ein unheimlich dichter Spiritusflair mitschwingt dessen Essenz sofort erkennbar ist "Petroleum", dazu erstreckt sich ein doch schokoladiger und teils euch im trockenen erkennbar fruchtiger Faden aus Rosinen, getrockneten Pflaumen und vor allem Feigen.



Der süß fruchtig reife Kontrast steigert sich nach dem ersten Bad umso mehr und gibt ein dichtes Fruchtfeld preis, in genannten Nuancen. Diese spiegeln sich auch gekonnt im Geschmack wieder, dennoch und wie meine Frau schon sagte "Er riecht besser, als er schmeckt" und das kommt auch ungefähr hin. Vor allem ist er durch einen langen Nachhall geprägt der stets einen schokoladigen Hauptfaden hält und dabei immer Haselnüsse inne trägt, dazu gesellt sich eine feine Spur an Feigen. Diese und seine beiden anderen Mitspieler erkennt man stets gekonnt im Hauptakt des Geschmacks. In der Ausdauer ist er recht beharrlich und gibt selbst nach dem fünften Aufguss (+1 wenn man den Waschgang mitzählt) noch viel an Charakter preis und dazu immer mehr erkennbar seine steinig mineralischen Aspekte. Dennoch fehlt diesem Tropfen dieses gewisse Etwas, vor allem wenn man den Bombastvergleich mit dem Rou Gui Reserve von Tea Urchin hat. Dieser ist zwar immens teuer, dennoch jeden Cent davon wert. Diesen Rou Gui würde ich zwar eine gute Wertung geben, aber nicht perfekt. Vom Preis her wären 30€ für 50g akzeptabel, aber nicht in dem Rahmen was er auf die Essence of Tea kostet. 




Nun zum Tie Luo Han. Dieser war gewiss sehr interessant, außerdem fehlen mir hier genügend vergleiche da ich nur jenen von Die Kunst des Tees bisher verkostet hatte. Doch dieser ging in eine gänzlich andere, weit komplexere Richtung als dieser hier von The Essence of Tea.



TLH_zps5hsy01ql.jpg



Was bei diesem Kollegen am meisten auffiel war ein sehr ungewöhnlich kräuterlicher Charakter, den ich in dieser Facette noch nie erlebt habe, es war etwas ganz eigenes und schwer zu beschreiben, muss ich gestehen. Generell schmeckt dieser Kollege sehr subtil und vor allem sehr natürlich an seinem Ursprung angelehnt. So merkt man viel an mineralisch steinigem neben einer kräuterlichen Hauptfront mit dezenter Rauchnote. Und wenn wir schon bei dezent sind, das ist auch ein Haupt-Minus bei diesem Kollegen, denn schon nach dem zweiten Aufguss ist Ende im Gelände. Traurig, vor allem wenn man den Preis in betracht zieht, aber wahr. Denn diesem Kollegen entzieht es so schnell aller möglichen Nuancen das danach wirklich so gut wie nichts weiter übrig bleibt außer ein Geschmack von alter in Wasser aufgeweichter Tageszeitung. 




Fazit: 


Es war gut nur eine kleine Probe geordert zu haben, denn in Zukunft werde ich diese Quelle eher auslassen. Es ist nicht so das die Qualität schlecht wäre, aber sie steht in keiner Relation zu ihren Preisen, in keinem Moment. Da gibt es andere Quellen mit weitaus rentablen Preisen und weit besserer Qualität, auf die man gut und gerne zurückgreifen kann. ;)


bearbeitet von VanFersen

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Ich hatte bisher einige ihrer Yancha's (sowie einige im Lager) und war mit der Qualität bisher zufrieden. Ich stimme dir aber dahingehend zu, dass die älteren Jahrgänge zu teuer sind, weshalb ich nie von diesen bestellt und mich nur an den jüngsten Jahrgang gehalten hatte. 


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Wie gesagt sind es keine schlechten Sorten, doch wenn man schon unzählige Quellen testen konnte und somit auf ein breites Spektrum an Erfahrungen zurück blicken kann, dann steht deren Qualität leider in keinem Deut zum preislichen Niveau welches sie verlangen. Wären die Sorten um die Hälfte oder mehr, günstiger dann würde Preis und Qualität stimmen, aber so war es ehr ernüchternd muss ich gestehen. Denn bei solch einem Preissegment erwartet man sich einfach mehr. Ähnliche Befürchtungen hatte ich anfangs auch bei Tea Urchin, doch diese konnten im Gegensatz dazu den Preis in Relation zu Qualität rechtfertigen. Ist halt mein Fazit aus dieser Erfahrung ;)


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Dennoch ist man selbst bei den meisten jungen Kandidaten von 2014 kaum mit unter einem 1€ pro Gramm dabei, was bei 50g auch wieder 50€ wären ;)


bearbeitet von VanFersen

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Kurze Zwischenfrage:

Wie nennt man eigentlich die Menschen, die sowohl Snops als auch Parvenüs sind?

Ich würde sagen, das sind Snüs.. klarer Fall :D

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So, der heutige Newsletter hat mich heute doch ziemlich verblüfft. Sie haben doch tatsächlich unerwarteterweise einige namenlose, aber für gut befundene, überraschend günstige Shengs ins Sortiment genommen, eine Praktik die mich an einen anderen Tee-Händler erinnert :)


We’ve spent the past couple of months hunting around in Malaysia and Fangcun tea market in Guangzhou. We had a clear goal in mind – to find tea that was unrecognised, underpriced and of exceptional quality. We tasted many teas, went down some fruitless paths, bargained hard and in the end, we’ve managed to secure stock of 3 aged puerh teas which we feel epitomise our goals.

Since the wrapper, provenance or story weren’t our goals with these teas, we’ve wrapped them with a simple plain wrapper, stamped with a Peacock. These are teas for tea lovers at a price that’s difficult to find in the market. Each one

Natürlich sind EoT sich ihres Status als Tee-Snüs sehr bewusst und können nicht mit amerikanischer Hemdsärmeligkeit ihre Wrapper verzieren. Würde ihnen als Briten auch eher seltsam zu Gesicht stehen. Nein, sehr passend sind ihre "white label"-Tees mit dem Pfauen signiert.  ^_^ 

Allgemein haben die meisten Pu-Erhs von EoT eher untypischen Stil. Ihre Tees sind eigentlich nie derb oder rauchig, sondern von klaren Aromen geprägt, die man manchmal eher von der Welt der Oolongs erwartet, was mir als Blautee-Kopf natürlich entgegenkommt :)

Jedenfalls ein ganz anderes Spektrum als Chawangshop oder white2tea. Ausserdem sind die Tees meistens verhältnismäßig teuer.

Zur Klarstellung: ich meine nicht dass EoT's Tees besser sind, sondern dass sie eben diese ganz gewisse Ausrichtung haben, ob man die mag ist natürlich eine individuelle Frage. Was der eine als edel und elegant sieht, ist für den anderen langweilig und nichtssagend.

Ich persönlich bin sehr zufrieden gewesen mit den relativ gesehen günstigen Tees von EoT (alles unter 100€ / Bing zählt bei EoT als günstig). Der Quishenggu war z.B. toll, sowohl der von 2007 als auch der von 2012. Der wilde Schwarztee Mengsong Ancient Tree Red war wirklich grandios, mit 36 Pfund  auf 200g auch ziemlich bezahlbar und wohl deswegen leider sehr schnell ausverkauft.

Wir hätten:

Den 2006er Pfau: Ein wilder Sheng, mit 38 Pfund auf 357g unglaublich günstig.

und den 2003er Pfau: Ein Ziegel aus Purple-Sheng, mit 35 Pfund auf 250g immernoch günstig, wenn er nur halb so gut ist wie versprochen.

Zuletzt sei erwähnt dass es noch einen 2000er Pfau gibt, der mit 98 Pfund (ca. 140€) auf 357g aber sehr viel eher in EoT-typischen Preisregionen angesiedelt ist.

Bin mal sehr gespannt wie Tees sich dann schlagen.  Ich persönlich bin optimistisch, aber was weiß ich schon :lol: Werde jedenfalls berichten.

bearbeitet von miig

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Danke miig, die Tees klingen wirklich interessant.

Was haltet ihr denn von dieser Kanne?

https://www.essenceoftea.com/teaware/clay/yixing/80ml-huanglongshan-pan-hu-yixing-teapot.html

Wenn das wirklich 60 Jahre gelagerter Ton ist, von einem Meister komplett handgemacht wäre der Preis doch relativ human. Oder was habe ich hier übersehen?

Habe da ein Auge drauf geworfen für mich selbst als Geburtstagsgeschenk.

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Zur konkreten Kanne kann ich zwar nichts sagen, habe aber selbst eine Kanne von EoT. Ist angeblich aus 40 jährigem Ton sowie komplett handgearbeitet. Die Fertigung ist hervorragend. 



gallery_447_29_150783.jpg


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Kanne mit Ton aus der Huanglong Mine sind heute leider sehr selten, da das Schuerfen schon seit vielen Jahren dort verboten ist, umso interessanter sind Angebote aus dieser geschichtstraechtigen Mine.

Von der Form ist es eher eine Fanggu :)

bearbeitet von Cha-Shifu

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    • Von Sheng92
      Hallo liebes Forum!
      Ich bin gerade eingetreten und möchte mich erstmal vorstellen.
      Ich bin 27 Jahre alt und trinke seit einigen Jahren gerne verschiedenen Tee.
      Das reicht von indischem Schwarztee (vorzugsweise Darjeeling 1st flush), über diversen Oolong bis hin zu Sheng Puerh.
      Zu grünem Tee sage ich auch nicht nein, gefällt mir, aber reizt mich nicht so.
      Nun hatte ich vor langer Zeit einen Sheng Puerh Abbruch zur Probe, welcher mich umgehauen hat.
      Es war ein 2008er Jahrgang aus Yiwu, von Meister Yu.
      Leider musste ich, da ich nun mal einej ganzen Kuchen dieses leckeren Tees erwerben möchte, feststellen, dass er in fast allen shops bis an die 300€ pro Kuchen kostet.
       
      Kennt jemand den Tee und hat nen Geheimtipp für einen shop?
      Oder auch einen alternativen, bezahlbaren Tee, der ihm geschmacklich nahe kommt?
       
      Liebe Grüße Sheng92
    • Von Diz
      Soeben sind neue Tees vom Panda eingetroffen!
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      Hier der Link zum Mansa Gushu Spring 2017 Huang Pian:
      https://www.teamania.ch/mansa-gushu.html
    • Von MrHilarious
      Hallo Leute,
      Ich habe erst kürzlich ein Paket von China bekommen, welches ich bestellt habe und benötige ein wenig Hilfe bei der Entzifferung.
      Ist denn jemand hier der das Lesen kann? Ich habe eig. diesen Kuchen hier bestellt:
      https://www.umiteasets.com/raw-puer-tea-cake.html
      habe aber dann daraufhin den Vorschlag bekommen diesen als Geschenk beigelegt zu bekommen. Allerdings befand sich dann definitiv ein anderer Kuchen im Paket. 
      Optisch eben komplett anders etc. also ganz normal, nicht so fancy wie das Bild oben. Auf der Webseite sind allgemein sehr wenig Informationen zum Tee vlt. kann der ein oder andere ein paar Sachen lesen? Herkunftsort, etc.
       
      Viele Grüße,
      Markus
       

    • Von Tobias82
      Hallo zusammen,
      hier wieder ein paar Tees zu verkaufen:
      1.: JinuoShan Kuchen 2016 + JinuoShan Tuocha 2016
      Von beiden Tees wurde je eine Session gemacht. Von dem Kuchen sind noch ~90g und von dem Tuo noch ~93g übrig. Die Tees kann man
      gut parallel trinken, da sie aus ähnlichem Blattgut, aber unterschiedlichen Blattgraden hergestellt sind. Wurde auch als Vergleich "alter Stil
       
    • Von xióngmāo
      Vorab, der folgende Text schildert eine Momentaufnahme, ein Work in Progress, unter der Kenntnis von begrenztem, akkumuliertem Teewissen, und noch dazu, unerhörter Weise, einen äußerst subjektiven Eindruck. Ich vermute, dass sich das über viele Jahre als Vorspann eigentlich immer voranführen lässt, oder aber auch gleich ganz weglassen. 
      Des Weiteren habe ich die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen; im Gegenteil, es fühlt sich oft an, als würde ich mit der kleinen Kuchengabel ein paar Brösel vermeintlicher Weisheit aufsammeln, von denen ein beträchtlicher Teil zwischen den Spießen durchrieselt, um dann Jahre später erst in den Couchrinnen der Erinnerungen wiedergefunden zu werden. 
       
      Genug Abschweifungen, ohne Umschweif nun der Frevel, den ich hiermit an die Beitragstür nageln werde: Alter Tee ist und bleibt ... alter Tee. 
      Um dem ungehörten Skandal in dieser Aussage nochmal aufs Pferd zu helfen: Für mich verliert gereifter Pu Erh prinzipiell ebenso viel, wie er gewinnt. Als unwissender Westler darf ich das ohnehin behaupten, und noch dazu fühle mich vom wohlig wärmenden Strom aus westlichem Marketingflausch auch richtig davon getrieben in meiner Welt. Und noch viel Schlimmer ... was bleibt mir denn anderes übrig, ohne mich zu ruinieren? 
      Und um jetzt wieder etwas die Schärfe aus dem Gesagten zu nehmen, nochmal etwas rationaler eingeordnet in die Bildbände meiner Geschmacksbilbliothek: Ich weiß den Geschmack von gereiftem Pu Erh, soweit ich bisher welchen probieren konnte, den Koryphäen des Elements sowie Pu Erh Allwissende aus Gegenden Chinas, die nach mindestens mehreren Jahrzehnten Reifezeit verlangen, noch als Aged oder Semi-Aged zulassen würden. 
      Allerdings ist der springende Punkt in meinem Widerwillen himmelhochjauchzend in den Lobesgesang alten Shengs oder einfach nur kopfnickend in das Mantra des Alt ist besser einzustimmen, eben der, dass da eben im Alten Tee so viel weniger in Wilde Richtungen entspringt. 
      Es ist herrlich in die Welt der Aromen von Leder, altem Pergament, Herbstlaub, Kampfer und Krypta-Weihrauch Mystik einzutauchen. Aber auch wenn es hier durchaus große Unterschiede gibt, und manchen Tees das Aufstoßen der Pforte in diese Hallen des gereiften Geschmacks verwehrt bleiben mag, im Grunde bleibt für mich diese Geschmackswelt der große Gleichmacher der ungestümen Vielfalt eines lebendigen und faszinierenden Guts, wie es junger und älter werdender Sheng nunmal sein kann. 
      Da sprießt aus der Jugend des Tees so viel Herkunft, Terroir, Weisheit und Perfektion der Verarbeitung, gewollte Beeinflussung von natürlicher Entwicklung des jungen Tees, ungestüme Bitterkeit und erstaunliche Süße, dass es mir schwer fällt eine ähnliche Vielfalt in den reifen Jahren zu finden. Das hat mitnichten mit Komplexität in meiner Wahrnehmung zu tun, die noch eher steigen kann, aber nicht muss. Es hat mit Vielfalt zu tun, die sich auf einen engeren geschmacklichen Bereich einengt mit dem Alter. Die geschmacklichen Diskussionsrunden des Alters sind über die Vielfalt der Jugend im Vergleich doch in engerer Runde verbunden. Höre ich mich richtig, ist alt jetzt schlechter als jung? Das frage ich mich kopfschüttelnd. 
      Ich habe mit Interesse wahrgenommen, was James von TeaDb dazu zusammenfassend aus Zhang Jinghongs Puer Tea: Ancient Caravans and Urban Chic vorzutragen hat. Konsequenterweise hat sich jenes Buch auch ganz oben auf meinen eigentlich nach First Come First Served abzuarbeitenden Buchturm zu Babel gemogelt. Kurz gesagt, scheint es durchaus auch im Reich der Mitte diverse Meinungen dazu zu geben. Auf die unterschiedlichen Meinungen und korrespondierenden Gruppierungen und die Frage, ob das bei Tee-Farmern eine freiwillige Entscheidung zu jung Getrunkenem ist, das Diktat der Erfahrenen es andersherum vorgibt, oder es bei erst jüngst erschlossenen Zielgruppen schlichtweg Unwissenheit sein muss, gehe ich nicht weiter ein, weil mir die Buchstaben ausgehen und ich es gerade ohnehin hinreichend getan habe. 
      Nun dann, ich lasse mich gerne von weiteren Tees, insbesondere gereiften, auch weiter vom Gegenteil überzeugen. Ich glaube aber in meinem Zustand der augenblicklichen Überheblichkeit nicht daran, dass es so leicht machbar wird. 
      Vielmehr scheint mir das momentan mit dem gereiften Tee vielmehr so zu sein, wie mit dem Leben und der Weisheit an sich, ganz pathetisch, ganz allegorisch, ganz überheblich. Trinke ich jungen Tee, so bewundere ich all die Kraft und frühen Mut und Vielfalt, die er mit sich bringt und erwische mich dabei, daran zu denken, wie er sich wohl weiterentwickeln mag, über Jahre oder Jahrzehnte hinweg. Trinke ich älteren Tee, bin ich begeistert, ob der gesetzten Weisheit und manchmal überrascht, ob der festgefahrenen Engstirnigkeit und frage mich, mit Wehmut, wie er wohl jung war und was da noch alles dahinter steckte und was ihn zu dem gemacht hat, das er ist. Ich frage mich, was seine Lebensgeschichte ist und denke mir Geschichten aus, weil ich sie nicht kenne. 
      Was ich mir noch ausmale ist, einen Tee über Jahre zu trinken, und diese Geschichten zu erleben, die frühe Überheblichkeit und lauten Töne, die Wehmut der vergangenen Jugend und den Stolz auf das gelungene älter werden zu kennen und das Erreichen gesetzter Weisheit zu verstehen. 
      Und das bringt mich zu meiner These:
      Alter Tee ist Alter Tee. 
      Umgekehrt gilt das auch.
      Mit einem Tee zu Altern, das ist großes Kino.
      Was soll ich jetzt schon in Wehmut verfallen, indem ich mein Tee-Budget überschwänglich für Weisheit ausgebe, über die ich nur fabulieren kann. 
      Und wie das so ist, mit solchen Erkenntnissen, sind sie meist nicht die Bits Wert, in denen sie geschrieben sind. 
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