Zum Inhalt springen

Eine Schale - der Weg des Tees


Paul

Empfohlene Beiträge

Das ist eine gute Frage. Wie im Text schon erwähnt, sind die ursprünglichen Schalen ganz einfache Reisschalen gewesen, die von der Landbevölkerung genutzt wurden. Ihre Rustikalität ist eine ungewollte, der Töpfer hat diese Schalen ohne einer  kunstvollen Absicht hergestellt. In einer solchen Produktion spielt der ungewollte Zufall eine große Rolle. Die Verformungen sind auf gewisse Weise natürlich, weil unbewusst entstanden. Sie unterscheiden sich daher deutlich von den späteren Werken, da diese bereits mit der Intention gefertigt wurden, als Teeschalen verkauft zu werden.

Bei dieser Abgrenzung kann ich der Argumentation folgen und würde ich dir vollkommen zustimmen :)

Hier noch ein Blogeintrag zum Thema Ido Chawan, auf welchen ich gerade per Zufall gestossen bin, obwohl ich eigentlich nach etwas komplett anderem gesucht habe: http://chahai.net/history-one-cup-at-a-time/

Link zu diesem Kommentar

Schönheit!



Da wäre ich wieder.



@Charyu



"Magst Du vielleicht erst einmal Deine Absicht und Zielsetzung, die Du hier verfolgst darlegen und Deine Spielregeln erläutern, denen zu Folge eine Diskussion abzulaufen hat?"



Keine Absicht keine Regeln! (Regeln darf nur der Joaquin aufstellen :) ) Einfach nur eine kleine nette Unterhaltung über die Schönheit einer Teeschale - mehr nicht, aber auch nicht weniger.



Also gleich mal zur "Schönheit liegt im Auge des Betrachters". Diese etwas einfache Theorie kommt wie Du sicherlich weißt von (hat ihre Wurzeln in) John Ruskins Fußnote zu § 5 seines Lehrbuchs:  The Elements of Drawing 1856, "the innocence of the eye". Diese "Unschuld des Auges" ist schon von Nelson Goodman und Ernst Gombrich zur Genüge bespöttelt worden: "The innocent eye is a myth" - falls Du mehr moderne bodenständigere Argumente gegen diese Theorie brauchst, lies mal die Ausführungen von Polizeipsychologen über die Aussagen von Augenzeugen - ein Quell unerschöpflichen Spaßes!



@Ryokucha


 

Deine Überlegungen zur Subjekt/Objekt Beziehung führen uns auf der Suche nach Schönheit auf jeden Fall sicher an einer ganzen Reihe von Fallgruben vorbei! Wenn man dann noch die Zeit als verwirrenden Faktor erkennt ist viel gewonnen.

 

Richtig und am spannensten ist sicherlich die Frage nach dem was für alle Menschen schön ist und dann die Überprüfung, was von den gefundenen Kriterien zum Beispiel auf die Teeschale zutrifft.

 

Nicht zielführend ist sicherlich wenn wir als Einzelwesen sagen, was wir für uns schön finden;  und uns dann auf die Position eines trotzigen Kleinkindes zurückziehen: "Aber, wenn ich doch Cola nun mal gerne trinke!"

 

Man wird aber nicht umhin kommen dem Schönheitsbegriff noch andere hinzuzugesellen. So hat Platon Das Schöne mit Dem Guten verbunden, aber wir haben es ja leicht, wir suchen ja nur nach der Schönheit der Dinge!

 

Also "Drauf und dran, Spieß voran!" laßt uns weitersuchen :)
Link zu diesem Kommentar
  • 2 Monate später...

Dein Kommentar

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Konto hast, melde Dich jetzt an, um unter Deinem Benutzernamen zu schreiben.
Hinweis: Dein Beitrag muss vom Moderator freigeschaltet werden, bevor er sichtbar wird.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

×
×
  • Neu erstellen...