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Liebe Gemeinschaft der Teefreunde,



ich begrüße euch herzlich. Ich staunte nicht schlecht, als ich heute nach langem Suchen auf dieses Forum stoß und mir bewusst wurde, dass es selbst in der Heimat eine kleine Gemeinschaft gibt, die sich dem chinesischen Tee verschrieben hat. :)



Ich selbst bin momentan im Rahmen meines Masterstudiums für ein Jahr in Nanjing als Austauschstudent und habe grade die Winterferien für einen 5 wöchigen Abenteuerurlaub/Forschungstrip durch den Südwesten Chinas genutzt. Eine Woche davon war ich in Xishuangbanna unterwegs, dem südlichsten Zipfel Yunnans und Heimat des Puer, aber das ist für die meisten hier sicherlich nichts Neues. Auf jeden Fall hatte ich bis jetzt, wenn auch sicher nicht so professionell wie manch einer hier nur meine Liebe zum grünen Tee zu einer täglichen Gewohnheit gemacht und mich in den letzten Monaten mit Top Taiping Houkui, Huangshan Maofeng und dem lokalen Yuhua Cha eingedeckt. Puer war mir bis jetzt nur als Shu Variante begegnet und hat mich nicht wirklich begeistert.



In Jinghong hatte ich jetzt aber die Gelegenheit genutzt und in den lokalen Teeläden ordentlich 品茶 Tee gekostet. Und ich war völlig verblüfft über die blumigen und honigsüßen Düfte, die der Laoban den rohen Puers entlockte! Vom Geschmack zwar etwas bitter, aber durchaus mit angenehmen Nachgeschmack, aber der himmlische Dufte hatte mich wirklich überzeugt. Ich war auch begeistert, dass er selbst nach dem 10. Aufguß noch einen recht vollen Geschmack hatte, so entschied ich mich zwei Kuchen der Marke "Naka Yeyun 那卡 野韵" 2013 zu kaufen. Siehe hier: http://img12.360buyimg.com/n1/g15/M08/05/0A/rBEhWlIQRW8IAAAAAAIg08gWGOQAACLCgIUJ9MAAiDr311.jpg



Später in Kunming kaufte ich dann noch einen 400g Kuchen Rongshi Zaochun aus Mengku. Siehe hier: http://www.hepuercha.com/product-471.html




Wieder zuhause die BITTERE Enttäuschung! Egal was ich mache er schmeckt scheußlich, leicht sauer, modrig... :(


Ich konnte ihm zwar noch einmal ungefähr den gleichen Duft entlocken wie damals in Jinghong, aber insgesamt habe ich das Gefühl es ist ein ganz anderer Tee.



Nun bin ich ein völliger Novinze im Tee zubereiten, aber so schwer kann es ja eigentlich nicht sein. Ich habe (erstmal per Augenmaß) ca. 5 gramm, ein anderes mal ca. 3 gramm vom NAKA rausgetrennt, im Gaiwan einmal gewaschen und dann mit fast kochendem Wasser für ca 20 Sekunden aufgebrüht und in eine kleine Glaskaraffe umgeschüttet... aber er hat keinen süßlichen Geruch, schmeckt/riecht leicht sauer, bitter und einfach unaromatisch, egal wie oft ich ihn aufgieße. :(



Was mache ich falsch? Es soll sich um einen ziemlich guten Puer handeln und ich glaube mal nicht, dass man mir ein minderwertiges Produkt in der falschen Verpackung untergejubelt hat, zumal ich ihm auch einmal zumindest den richtigen Geruch entlocken konnte.



Irgendwelche Tipps wie ich das Anfangserlebnis rekreieren kann?



Gruß


Traditionalist


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Hallo und willkommen auf dem Forum aller Foren für deutschsprachige nicht-alles-mit-Ceylonteewerbung-zuspammende Teegeniesser.



Sehr schön dein Bericht zu lesen - die Jungs von der dunklen Seite werden sich gewiss auf dich stürzen und dir mit Rat und Tat zur Seite stehen!


bearbeitet von GoldenTurtle

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Nun bin ich ein völliger Novinze im Tee zubereiten, aber so schwer kann es ja eigentlich nicht sein. Ich habe (erstmal per Augenmaß) ca. 5 gramm, ein anderes mal ca. 3 gramm vom NAKA rausgetrennt, im Gaiwan einmal gewaschen und dann mit fast kochendem Wasser für ca 20 Sekunden aufgebrüht und in eine kleine Glaskaraffe umgeschüttet... aber er hat keinen süßlichen Geruch, schmeckt/riecht leicht sauer, bitter und einfach unaromatisch, egal wie oft ich ihn aufgieße. :(

Also ich als "Noch"-Padawan der Dunklen Seite kann bei deiner Zubereitung (Teegeschirr, Dosierung, Wassertemperatur, Ziehzeit etc.) eigentlich keinen groben Fehler entdecken (es sei denn, du liegst mit deinem Augenmaß völlig daneben ;) )

Da hilft wohl nur, weiter zu experimentieren.

Ach ja, herzlich willkommen hier beim TeeTalk :)

Beste Grüße

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da gibt's verschiedene Möglichkeiten.



ich denke, das es schlicht und einfach am Wasser liegt das du da hast.



Achte auf Wasser ohne großen Mineralienanteil, ca. 90-95°C Aufgusstemperatur. Erst Waschen dann ca. 2 min warten, danach noch mal Waschen -> alles wegkippen. Danach nur noch mit Wassertemperatur von 85°C arbeiten und die Aufgusszeiten relativ knapp halten.



Dieser Übertriebene Waschgang entschärft die Bitterkeit bedeutend. Alternativ kann man als Kanne noch eine Duanni in Betracht ziehen, die schluckt auch noch was Bitterkeit. Aber auch feine Nuancen!


bearbeitet von chenshi-chinatee

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Hallo Traditionalist,



zuerst einmal herzlich Willkommen in unserem Teeforum.



So und jetzt nervig dich und werde pingelig. :)  Wie viel Gramm auf welche Wassermenge in Millilitern?


Als Beispiel bei mir sind es in Durchschnitt 5gr auf 50ml, 85-90° heißes Wasser. Bei älteren Pu-Erh 4g bei jüngeren 6g. Das sind aber nur meine persönlichen Werte! Ich möchte nicht, dass es dich um haut.


Wiege mal die Teemenge wirklich ab, schätzen kann fehlen. ;)


In was lässt du den Tee ziehen, also Glas, Ton, Keramik?


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der Tipp mit dem Wasser könnte helfen. Ich war sehr erstaunt, was hartes Wasser aus gutem Tee machen kann. bei TG haben sie uns eine versuchsreihe aufgebaut und ohne Übertreibung kann man behaupten, dass es Tees bitterer und saurer werden lässt, wenn sie ohnehin dazu neigen. Such der Duft war anders, eher modrig...

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Moin Traditionalist,



und herzlich willkommen bei TeeTalk!


Ach, was beneide ich Dich um Deine Reise durch Yunnan.



Die besten Tipps hat Dir Chris (chenshi -chinatee) schon gegeben. Betonen möchte ich dabei nochmal die Kürze der ersten Aufgüsse: ich erziele die besten Ergebnisse mit "Wasser auf die Blätter, Deckel auf den Gaiwan und SOFORT abgießen". So schmecken mir die ersten 3-6 Aufgüsse am besten, erst später fange ich allmählich an, die Ziehzeiten zu verlängern.



Es fallen mir noch drei mögliche Gründe ein, warum der Tee hier nicht an das Erlebnis in Yunnan herankommt:



1) Lagerungsprobleme seit dem Kauf. Das gliedert sich nochmal in zwei Bereiche, nämlich zum einen die Verpackung und Lagerung des Tees während der Reise: welchen Einflüssen war der Tee ausgesetzt, als Du die Teekuchen im Gepäck von Jinghong nach Deutschland gebracht hast? Das könnte sowohl modrige als auch saure Aromen erklären. Zum anderen ist da die Frage, wie lange Du dem Tee in Deutschland Zeit gegeben hast, sich zu akklimatisieren. Das soll jetzt keine esoterische Erklärung sein, aber wichtig für Sheng Puer sind die Mikroorganismen auf der Teeoberfläche. Die können recht sensibel auf klimatische Veränderungen reagieren. Wer schonmal mit dem durch Pilzen vergorenen Kombucha experimentiert hat, kennt das vielleicht, wie sich Temperaturschwankungen bemerkbar machen können. Zurück zum Sheng Puer: es schadet nicht, dem Tee nach der Reise von China nach Deutschland ein-zwei Wochen Zeit zu geben.



2) Das "Bodega/Balkon-Phänomen" ist etwas, das man vielleicht von Wein kennt: im Urlaub eine Bodega besucht, dort fantastischen Rotwein probiert und dann zuhause auf dem Balkon festgestellt, dass der mitgebrachte Tropfen auch nicht besser ist als der Tafelwein vom Discounter. Das kann ich mir auch bei Tee vorstellen: Du hast ihn bei einer tollen Reise kennengelernt und verknüpfst eine bestimmte Stimmung mit dem Tee. Weil sich diese Stimmung aber bei der Teestunde zuhause nicht wieder so einstellt wie erwartet, suchst Du natürlich, warum der Tee "versagt".



3) Der Verkäufer hat nicht an Tricks gespart. Am simpelsten nimmt er den Wrapper von einem schlecht verkäuflichen Tee, wickelt ihn um einen Kuchen aus besserem Tee und lässt Dich von dem Tee probieren. Außer diesem Vertauschen der Tees gibt es Tricks in der Zubereitung (kühleres Wasser nehmen als normal, damit sich unangenehme Aromen schlechter aus den Teeblättern lösen, kontrastierende Knabbereien zum Tee anbieten ...). Wenn Du mal bei MarshalN in seinen sehr guten Blog "A Tea Addict's Journal" reinschaust, wirst Du auch einige Beiträge zu abgezockten Verkäufermaschen finden.



Langer Rede kurzer Sinn: erstmal kräftig weiter ausprobieren nach Chris' Anleitung mit gutem Wasser.


Wenn es dann immer noch nicht besser wird, kann es auch an einem meiner Gründe 1-3 liegen. Also nicht gleich die ganze Gattung Sheng Puer aufgeben - es gibt noch so viel zu entdecken!


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Ja das Wasser kann einen beträchtlichen Unterschied ausmachen. Und der Urlaubseffekt ist auch nicht zu unterschätzen. Ist Pu aber nicht ziemlich hart im nehmen, und ursprünglich sogar extra für eine lange Reise konzipiert? Der Traditionalist wird ihn wohl kaum geschmacklich mariniert haben. :D Aber auch alle Punkte zusammengenommen vermögen doch kaum solch einen Unterschied auszumachen - oder irre ich mich? Abgesehen derjenige vom Etikettenschwindel natürlich.


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@Golden Turtle: pack mal einen Tee ohne luftdichte Verpackungbei schwülwarmem Wetter in den Koffer, der dann im Gepäckraum des Flugzeugs auf eisige Temperaturen runtergekühlt wird. Da würde es mich sehr wundern, wenn dabei nicht die Luftfeuchtigkeit auskondensiert und zu Moderbildung führt. Ich habe mal auf dem Weg nach Japan zwei Wochen Station in Thailand gemacht. Als ich in Japan meinen Rucksack auspackte, fühlte sich alles etwas klamm an.


Tee frühere Transport von Puer auf der Tee-Pferde-Route erfolgt ja viel langsamer mit nur graduellen Klimaänderungen. Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass damals der Tee nach der Reise auch nach Lagerfeuer und Pferdeschweiß schmeckte.


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Die Geschichte mit dem drastischen Wechsel klimatischer Bedingungen bei eingeflogenem Tee hatte ich wohl nicht zu Ende gedacht. Denn die allermeisten Sheng , die ich bisher getrunken habe, sind per Flugzeug nach Deutschland gekommen. Wenn ich z.B. an meinen Bada von gestern Abend denke - der hatte überhaupt keine Spur von Modrigkeit.


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Also mir ging es ähnlich dazumals in Mae Salong mit dem Oolong. Vor Ort leckeren Tee getrunken, diesen dann gekauft und zu Hause augegossen. Das Ergebniss war ungeniessbar und ich blieb den Teehäusern dann für mehrerere Jahre fern. War woll eine Kombination von schlechter Zubereitung und miderwertigem Tee der mir untergeschoben wurde.    :unsure:


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So ihr lieben,

ich habe vollkommen vergessen hier Bericht zu erstatten inwiefern all die kompetenten Ratschläge sich auf das Ergebnis meiner PuEr Zubereitung ausgewirkt haben.

Kurz gesagt: Es ist viel besser geworden - aber ich bin noch immer nicht ganz zufrieden. ^^

Ich denke mal das Wasser war ein wichtiger Punkt. Ich hatte damals das chinesische Standardwasser von "Nongfu" genommen, welches tatsächlich sehr mineralhaltig war, jetzt habe ich zu einem Wasser gewechselt was was "mineralfrei" ist und das Ergebnis war gleich viel besser: der modrige Geschmack war weg, in den ersten zwei Aufgüßen sowohl im Geruch als auch im Geschmack wieder diese unbeschreibliche Honigsüße, wegen der ich den Sheng PuEr so schätze. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass der Teehändler in Jinghong dem Tee selbst im 8. Aufguß noch diese Süße im Geruch entlockt hat, bei mir stellt sie sich aber relativ schnell ein. Der Tee ist leicht bitter, wenig süß und hat einen angenehmen Nachgeschmack der Speicheltreibend ist.

Insgesamt hatte ich ihn ein bisschen aromatischer und süßer in Erinnerung, aber ich denke Sheng PuEr ist tendenziell schon eher ein Tee der in die leicht bittere-starke Richtung geht, nicht wahr? Also wie gesagt, das beste für mich ist der einmalig Duft den ich den Blättern manchmal entlocke.
 

Wassertemperatur und Menge scheint auch eine wichtige Rolle zu spielen  -  ich experimentiere noch.

Einige Fragen hätte ich jetzt noch, nachdem die anfänglichen Schwierigkeiten gemeistert sind:

1. Jeden Abend für mich alleine im Gaiwan PuEr zuzubereiten ist umständlich. Jedesmal Wasser neu aufkochen für die Menge von 4, 5 Schlücken nervt.

Aber wenn ich die Teeblätter in der Tonkanne zubereite und drin lasse wird der Tee viel zu bitter. Irgendeinen Tip, wie man für eine Person PuEr zubereiten kann ohne alle 5 Minuten aufstehen zu müssen?!

2. Ich habe mittlerweile ja mit bekommen, dass man in Deutschland ganz gut an PuEr kommt, aber ich habe das Gefühl er ist in der Regel total überteuert und wenn ich schon im Heimatland des PuEr bin würde ich mich gerne hier mit gutem Tee eindecken.

Irgendwelche Tipps welche PuErs für Anfänger zu empfehlen sind? Am liebsten irgendwas mit starkem süßem Duft und wenig Bitterkeit.

Wo am besten Kaufen? Internet (Taobao?))? Teeläden? Am besten eine exakte Empfehlung und einen Preis in RMB damit ich nicht abgezogen werde, weil ich keine Ahnung habe ob ein Tee der im Laden 200 RMB kostet überteuert oder fair bepreist ist.

Was sind so die 5 "Klassiker" die jeder Sheng PuEr Liebhaber kennen/haben sollte? Ich bin völlig überfordert von der unendlichen Auswahl in China, ich habe keine Ahnung was Must Haves sind und was Mist ist....

Soweit erstmal. Danke für die zahlreichen Tipps. Es hat mir sehr geholfen.

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Das sind doch gute Neuigkeiten, dass Du Deine Sheng jetzt auch zuhause genießen kannst!

Zu 1. habe ich zwei praxiserbrobte Antworten

1a 》mit einer sehr guten Thermoskanne kann ich bei entspannten "nebenbei Teestunden" (während ich die diversen Teeblogs durchstöbere) ungefähr 10 gute Aufgüsse hinbekommen, bevor ich das Wasser frisch kochen muss

1b 》bei konzentrierten Teesessions stelle ich eine Kanne mit vorher gekochtem Wasser auf ein Stövchen mit 2 bis 3 Teelichtern darin. Das hält das Wasser ganz nahe am Siedepunkt

Zu 2. kann ich Dir keine ganz konkreten Tips geben, weil mir leider die eigenen Erfahrungen beim Einkauf in China oder über Taobao fehlen. Aber ein paar Punkte habe ich auch aus der Ferne aufschnappen können:

2a 》intensiver Duft und wenig Bitterkeit sind eigentlich die typischen Charakteristika von Tees aus Jingmai. Tees aus Yiwu passen auch sehr gut zu der Beschreibung (eher Duft von Honig als von Blumen), aber Yiwu hat so einen Hype erfahren, dass auch wahnsinnig viel Schrott unter der Bezeichnung Yiwu auf den Markt geworfen wird, um den schnellen Yuan abzugreifen.

2b 》nahc dem, was ich bei A Tea Addict's Journal und auf Teachat gelesen habe, sind die Tage der Sheng-Schnäppchen auf Taobao wohl schon vorbei. Daher würde ich, wenn ich die Chance hätte, lieber im Laden kaufen, wo ich auch probieren kann.

2c 》konkrete Empfehlungen einzelner Tees sind schwierig, weil die Lagerung ja auch eine entscheidende Rolle spielt. Bei den ganz jungen und besonders duftigen Tees hatte die Lagerung ja noch nicht soviel Chance, aus zwei identischen Tees ganz unteerschiedliche Kuchen zu machen, also werfe ich mal als vorsichtigen Vorschlag in den Ring 大益普知味. Produkte von Dayi sind so beliebt, dass sie eigentlich überall zu bekommen sein sollten (leider oft als Fakes) und sollten Händlern so bekannt sein, dass man sie gut als Referenzpunkt nehmen kann, wenn man etwas vergleichend beschreiben möchte.

Um bei der Gelegenheit noch eine Lanze für deutsche Pu-Dealer zu brechen: der 2012er 普知味 (taste ofpu)

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Sorry, da kamen Hardwareprobleme. Dabei wollte ich doch korrigieren, denn der "Dayi Spring of Menghai" 大益勐海之春 ist der blumig-fruchtige Standardsheng, den ich vorschlagen wollte.



Was ich weiter schreiben wollte:



Um bei der Gelegenheit noch eine Lanze für deutsche Pu-Dealer zu brechen: der 2012er 勐海之春 (Spring of Menghai) ist bei Chris genau so günstig zu bekommen wie bei dem großen chinesischen Versandhändler Dragon Tea House.

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Lieber Traditionalist,



Willkommen in der Runde und willkommen in good old NJ - bist du auf der 东南大学 (hier war ich) oder 南京大学?



Zubereitung lernst du im Shop, z.b. bei deinem naechstgelegenen DaYi Haendler im Gulou district:


南京市鼓楼区永庆巷01一7号 大益普洱茶专卖店13851991895



Ansonsten hast du die Gelegenheit mit dem G-Zug nach Hangzhou zu fahren und gemeinsam mit "Teeist" und mir der Ernte von Longqing, pre Qingming zu dokumentieren und probieren :-) weiteres ueber PN...



Gruess mir die Ladies im Mazzo Club (1912),


Cha Shifu


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@Gerhoha: Vielen Dank für deine Ratschläge! Zurück in Deutschland werde ich auch in einen vernünftige Wasserkocher investieren, bei dem man Wunschtemperatur und Warmhalten einstellen kann. Jetzt in China werde ich wohl erstmal bei der alten Methode bleiben.



Dann werde ich mir wohl mal beim Puer Händler um die Ecke... Siehe unten... einen DaYi Tee besorgen. ;)



@ChaShiFu: Hehe, ich bin zwar kein großer Fan von 1912 (bin zu Taiwan verwöhnt, hab dort 2 Jahre gelebt und die Nachtclubs (und Frauen) sind einfach 10x besser :P) aber ja wenn es sein muss ist Mazzo tatsächlich der beste Club wo sich die meisten Locals rumtreiben. Werde also gerne mal grüßen. ;)



Der Teeladen den du empfehlst ist nur ein Katzensprung von mir, super, werde ich morgen mal vorbei gehen! Nur wie geht man da vor. Kann ich sagen: 我想学会普洱茶的做法?Ich kenne es nur so, dass man quasi ein paar Tees kostet um sich für einen Kauf zu entscheiden. Gibt es quasi auch den Service, dass einem die Teezubereitung (茶功夫?)beigebracht wird? Ansonsten noch ne Empfehlung was man da kaufen kann und wie viel man höchstens zahlen sollte?



Hab dir ne PM geschickt.


bearbeitet von Traditionalist

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@traditionalist



auch wenn ich nicht in nanjing war oder studiert habe: bei taobao muss man teilweise lehrgeld bezahlen, sprich wenn du dich durch 4 shops gesoffen hast und bei weiteren versuchen alles gut gelaufen ist: kann man sehr gute schnäppchen machen, ist aber lotterie. konnte selbst schon einige pus von dort quasi unausgepackt in den mülleimer stecken. 



lokale läden machen es meist auch nicht besser, aber ich kann da nur von beijing, shandong und seit kurzem guangdong sprechen. die verlagen doch teilweise im laden das 3-4x fache wie es größerem rahmen gehandelt wird. ist aber auch allzu verständlich, mit laufkundschaft erreichst du nicht so viele leute, die müssen miete bezahlen und andere laufende kosten decken. denke in shanghai oder jiangsu wird das nicht anders sein. 



zu deiner frage nach den sogenannten must-haves:



viele dayi blends werden oft als referenz genannte wie z.b. 7542, 8582 oder 7532


teilweise werden auch gewisse changtais und xizihao (wo du grade taiwan erwähntest) der oberen grade sehr gelobt.



aber genauso wie dein gaumen sich von anderen unterscheidet, sind auch geschmäcker verschieden. kann sein das du einen laotongzhi 9948 von 2013 ganz toll findest (den ich z.b. eher direkt im erdreich deponieren würde) aber unglaublich billig ist. andernseits kannst du weit über 200 rmb (häng noch ne null dran) auch zu großhandelspreisen ausgeben für einen erstklassigen bing von pre 1990 und dir wird er nicht schmecken, obwohl dich das halbe forum darum beneiden würde.



daher mein tipp: solange du noch drüben bist, probiere dich ein wenig durch, bis du wirklich weißt was du willst. es gibt einfach zu viele variablen. der selbe blend von selben jahr mit selber batch nummer kann je nach lagerung dramatisch anders ausfallen!

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      Hallo Community
      Ich hatte vergangenes Jahr eine Eingebung weil ich gerne grünen Tee trinke und bei der Arbeit gern mal die Zeit aus den Augen verliere. Es ist mir schon öfter passiert, dass ich vor lauter Konzentration am PC vergessen habe, dass ich mir ja eben gerade einen Tee gemacht hatte und den Beutel rausnehmen muss. Das Resultat, der Tee schmeckte nicht mehr, war bitter und ich musste ihn noch mal machen. Ich habe mich dann am Wochenende mal zu Hause hingesetzt und einen Tee Timer entwickelt, der den Teebeutel nach Ablauf einer vordefinierten Zeit automatisch aus der Tasse zieht. Der erste Prototyp war klobig, eigentlich unpraktisch und hatte noch keine Batterie. Aber das Konzept funktionierte und ich hab das ganze dann noch verfeinert und am Ende kam ein hübsches Gerät heraus, das man im Büro problemlos auf dem Tisch betreiben kann, auch wenn keine Steckdose in der Nähe ist. 
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      Vor 2 Wochen etwa hat mir ein sehr symphatischer User von hier  5 Teeproben zugeschickt und geschenkt.
      Auch auf diesem Wege hier noch mal meinen herzlichen Dank an Dich !!!!!! Ich freue mich sehr über Deine Freundlichkeit !!
      Und heute hab ich Zeit und möchte  gerne anfangen, sie zu verkosten. Werde gleich anfangen mit der Zubereitung,und auch schöne
      Fotos für Dich /Euch machen.
      Liebe Grüße,
      Adriana
    • Von Macarona
      Hallo zusammen,
      ich habe schon mal mein Equipment zusammen gesucht und ich kann meine Teereise starten.
      Zwar etwas improvisiert, weil ich keine kleine Teekanne oder Gaiwan besitze.
      Ich habe ein paar Teeschalen bzw. auch zweckentfremdete Schalen in unterschiedlicher Größe und eine kleines Teesieb für eine Tasse. 
      Eine Feinwaage und ein Thermometer habe ich auch, das Thermometer müsste ich erst mal suchen ist ein Jahr her, dass ich es gebraucht habe.
       
      Mal so eine grundsätzliche Frage, reicht das, wenn ich die Teeblätter aus der Schale entferne zum Trinken 
      Oder muss ich den Tee in eine andere Schale umgießen und die Blätter in der vorherigen drinnen lassen zum wieder aufgießen?
       
      Ich habe noch zwei grüne Tees für jeweils eine Kanne im Schrank gefunden, die ich mir im letzten Herbst gekauft hatte, einmal Japan Sencha und Green Manjolai.
      90 Grad Celsius und eine Minute steht auf beiden, ich würde etwas kühleres Wasser nehmen so 70-80 Grad Celsius.
      Ich kann die Teebeutel auch aufschneiden und mir nur eine Tasse davon machen, eine Kanne ist für mich zu viel. 
      Diese Beiden sind glaube ich zum Tee zubereiten lernen besser geeignet, als mein Japan Tamaryokucha den ich zu Weihnachten bekommen habe.
      Ich vermute das es eine eher hochwertigere Sorte ist, weil ich vorher noch nie davon gehört habe und bei Wikipedia steht, das diese Sorte selten angebaut wird. 
      Der riecht total anders, als was ich bisher als grünen Tee kenne, so nach Mandelgebäck mit einer fruchtigen Note.
       
      Meine Teeerfahrung von gestern war so ziemlich na ja, ich hatte mir mal im Fairtrade Laden einen Weißen Tee mitgenommen.
      Ist ein Teebeutel Tee (3,70€/50g) , nur so zum Probieren habe ich den mitgenommen 100g losen Tee fand ich für den Anfang einfach zu viel.   
      Ich hatte den Tee 3 Minuten ziehen lassen und mit etwas leicht abgekühlten Wasser aufgegossen das Wasser hat noch leicht gedampft und keine Blasen auf der Oberfläche mehr gehabt.
      Auf der Packung stand 2-3 min bei 70 Grad Celsius und das es einen feinen blumigen Geschmack hat.
      Der Tee entwickelte sehr schnell eine goldene Farbe und als es auf Trinktemperatur heruntergekühlt schmeckte es wie ein schwarzer Tee  .  
      Ich mag nicht gerne fermentierte Tees, die haben immer so eine gewisse schwere für mich.
      Mit blumig verbinde ich Geschmackskomponenten, die es auch in Blütentees gibt und eher mild/ leicht sind.
      Ich muss mich mit dem Vokabular hier erstmal vertraut machen.
      Ich habe denn Teeaufguss ausgetrunken und habe es nochmal aufgesetzt mit nur einer min dann war es halt ein milder schwarzer Tee.
      Schade drum, dann gebe ich den halt zum Trinken für meine Familie frei.
       
      Warum habe ich eigentlich zwischen jeden Satz einen Absatz? Ich habe schon versucht die Absätze zu entfernen, in dem ich auf Formatierung entfernen gegangen bin.
      Viele Grüße 
      Macarona
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