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  • 1 Monat später...

Ein ca. halbes Jahr später zeigt sich der Huang Jin Ya (gelber Sprossentee aus Yunnan - Cut ähnlich wie ein Golden Needle Rottee) sehr schön! Er ist jetzt süssebetonter und bereits etwas weniger herb geworden, schwächelt aber in keinster Weise - mMn rundum besser. Zumindest Yunnan Gelbtee aus Sprossen scheint mir ein positive Lagerentwicklung aufzuweisen, ob so gut und so ausdauernd wie Weisstee weiss ich (noch) nicht, aber ich bleibe dran! Ich hoffe, das ist nicht bereits der Zenit.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Das Thema hat mich vor kurzem auch beschäftigt. Ich hatte noch zwei luftdicht verschließbare Tüten mit recht hochwertigen weißem Tee, eine angebrochen, die andere noch versiegelt. Beide Proben waren deutlich über zwei Jahre alt und schmeckten überraschenderweise ganz ähnlich - nämlich furchtbar. War mir eine Lehre...

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vor 9 Stunden schrieb michdal:

Ich hatte noch zwei luftdicht verschließbare Tüten mit recht hochwertigen weißem Tee, eine angebrochen, die andere noch versiegelt. Beide Proben waren deutlich über zwei Jahre alt und schmeckten überraschenderweise ganz ähnlich - nämlich furchtbar. War mir eine Lehre...

Was genau war das für ein Weisstee? Ich habe da z.B. einen Ceylon Rottee (im Golden Bud Stil), den ein Händler versehentlich als Weisstee klassifiziert hat ... vielleicht ein ähnlicher Fall?
Dass sich Weisstee zum Lagern nicht nur eignet, sondern davon überaus profitiert ist nicht unsere Erfindung. Noch bevor man damit begonnen hat, Pu'Er absichtlich zu lagern, war bereits Weisstee der erste bekannte Lagertee und galt in China sogar als edelster Tee überhaupt.
Ich war aber auch ziemlich lange im Unklaren, ob dies nur für Yin Zhen gilt (->Sprossen), fand letztlich aber heraus (Dank @Formosa Wulong), dass dies z.B. auch auf Bai Mu Dan zutrifft, obwohl der einen grossen Blattanteil aufweist. Es liegt also wie beim Oolong an der Verarbeitung, ob er lagerfähig ist oder nicht. Das impliziert aber auch, dass es mit Sicherheit falsch produzierte "Weisstees" gibt, welche sich nicht für die Lagerung eignen. Z.B. beim Gelbtee ist es ja enorm, wie viele nicht ganz richtig produzierte Gelbtees es gibt - @nannuoshan kann ja mal ein kleines Liedchen davon singen. :D

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 2 Stunden schrieb GoldenTurtle:

Was genau war das für ein Weisstee? Ich habe da z.B. einen Ceylon Rottee (im Golden Bud Stil), den ein Händler versehentlich als Weisstee klassifiziert hat ... vielleicht ein ähnlicher Fall?

Es ist ein Fujian Yin Zhen, ziemlich weiß also. ^_^ Das mit der Lagerung scheint zuzutreffen. Ich habe mal nachgeschaut: Der Händler verkauft diesen Tee heute (wenn ich mich recht entsinne) für einen höheren Preis, obwohl er mittlerweile über fünf Jahre alt ist. Frische weiße Tees schätze ich sehr, vor allem weil sie lieblich-würzig und zugleich sehr lebendig und vielschichtig sind. Der hier schmeckt ziemlich unfrisch, sogar leicht angegoren. Muss man wohl mögen. ;)

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Vielen Dank fuer das aufklaerende Telefonat @GoldenTurtle 

Ich bin mir sicher, das der ein oder andere hier im Forum ist, der an Deiner Aussage und deren Belastbarkeit interessiert ist und das damit implizierte Bild, dass Du da von Deiner Teeexpertise zeichnest, aus der vorallen Teeneulinge profitieren wollen.

Du meinst Dich also zu erinnern, das waerend einer Teerunde, war es nun mit Menglin, Nanuoshan oder anderen Teetrinkern hattest, jemand sagte:

Zitat

Weisstee wuerde sich seit langem zum Lagern eignen.

daraus schliesst Du dann, ggf unter gewissen Einfluessen (Cha Qi :D) sich zu eben jener, zumindest fragwuerdigen These hinreissen lassen:

Am March 10, 2016 um 15:54 schrieb GoldenTurtle:

Dass sich Weisstee zum Lagern nicht nur eignet, sondern davon überaus profitiert ist nicht unsere Erfindung. Noch bevor man damit begonnen hat, Pu'Er absichtlich zu lagern, war bereits Weisstee der erste bekannte Lagertee

Nimms bitte nicht persoenlich, aber ich bin der festen Ueberzeugung, dass Teewissen dem Form mehr Wert liefert, als da was Du da beisteuerst. 

Waere es nicht hilfreicher im Thesenstil zu formulieren, diese mit transparenten Quellen zu diskutieren und daraus dann robuste Empfehlungen zu gewinnen?

Bearbeitet von Cha-Shifu
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@Cha-Shifu Danke ebenfalls! Und ich bin ehrlich froh, dass dich das Holzpalett nicht erwischt hat! Meine Antwort war zugegeben undokumentiert, fast eine Schock-Reaktion auf michdal's Posting am 9.3., welches den Schluss zuliess, dass Weisstee sich nicht zum Lagern eignet - das konnte ich so nicht stehen lassen!

@Formosa Wulong Hast nicht du mir mal von der Tradition der Lagerung von Weisstee bei einer Teerunde erzählt?!?

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in Vorbereitung auf eine profunde Antwort @michdal habe ich heute morgen noch 2014er Huang Ya (luftdicht eingeschweisst, Plastikkombi) rausgekramt, well well der hatte schon bessere Tage... Letzte Verkostung war Dez 2014 :thumbup:

Es warten noch 3 Weisse T' von 2007, 2011, 2014 auf parallel Verkostung, dann teile ich die Erfahrung gerne :)

image.jpeg

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  • 4 Wochen später...

Uff, langsam sieht es düster aus um die verwegene Anti Aging Weisstee Theorie von Chashi. :lol:

PS: Mir kam neulich noch etwas dazu in den Sinn, mir sagte mal ein Händler, dass Weisstee frisch häufig noch etwas grünlich schmecke, und sich das durch 1, 2, 3 Jahre Lagerung verflüchtigen würde (evtl. vergleichbar mit dem Wodui bei Shou).

Bearbeitet von GoldenTurtle
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  • 7 Monate später...
  • 7 Monate später...
Am ‎21‎.‎05‎.‎2014 um 21:51 schrieb GoldenTurtle:

Je näher am "pure bud", also nicht Blätter sondern reine Knospen / Sprossen, desto besser ist das grundsätzliche Lagerungspotential.

Yippie!!

Meine Theorie vor drei Jahren hat sich in der Zwischenzeit bei Weiss-, Gelb-, Rot- und sogar zu einem gewissen Grad bei Grüntee erwiesen (solcher Grüntee schmeckt einfach länger gut, wird aber schon nicht besser).

Zum Thema: Ich trinke gerade einen 15er Yunnan Knospen Gelbtee der absolut herrlich ist, für mich effektiv besser als frisch. Lustigerweise ist er einem Weisstee ähnlicher geworden, und sehr fruchtig, mmmmh.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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  • 3 Jahre später...

da im puerh-lager thread keiner darauf eingegangen ist und ich hier seh dass noch nicht wirklich ausführlich drüber gesprochen wurde wollt ich das thema gern nochmal erneuern.

da ich auch gerade anfange weißen tee zu horten. wie lagert ihr eure weißen tees?

 

hab mir das video von oolongowl und teadb angesehen über aged white tea. oolongowl kann ich als blog empfehlen. mag die gerne und sie ist kompetent.

sie lagert ihren weißen tee luftdicht und möglichst trocken.
so wie andere tees. schlecht wurden die immer nur wenn zu viel Feuchtigkeit dran kam. 62%rh ist also schon zu hoch. eher unter 50

beachten an den obrig genannten Beispielen mit den eingeschweißten Säcken muss man wrsl auch beachten ob die metall oder plastiksäcke sind da plastik ja bekanntlich gase und auch luft durchlässig ist.

luftdicht findet oolongowl bei weißen tees ganz wichtig um die aromen zu konservieren.

deshalb auch nicht mit sheng lagern.

und silbernadel, bai mu dan von shou und gongmei trennen.

weißer tee hat außerdem laut ihr auch eine "awkward" phase. also kurz nach der frische zeit für ein paar jahre

ich werd demnach die tees wohl einzeln in mylar folienbeutel stecken und fertig

Bearbeitet von Toha0652
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Die Frage ist ein wenig, was dein Ziel ist. Kaufst du den Tee und möchtest ihn innerhalb von 1-2 Jahren trinken, ohne dass er verdirbt? Oder ihn so richtig über längere Zeiträume hin reifen lassen?

In ersterem Falle brauchst du nichts zu machen. Dunkel, leidlich kühl, etc., das übliche. Hab auf diese Art Weißtees auch schon deutlich länger gelagert, sie entwickeln sich meiner Meinung nach ziemlich schnell.

Du kannst sie natürlich vakuumieren, wenn du möglichst jede Entwicklung unterbrechen willst. Oder eine bestimmte Atmosphäre herstellen, um die Reifung zu forcieren. Aber du musst kein so ein Brimborium machen ;)

 

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vor 18 Stunden schrieb Toha0652:

naja ihr nach zumindest jedenfalls sollte man weißen tee, auch zur längeren reifung - nicht wie puerh lagern

Aaah, von sollte kann doch hier keine Rede sein, das sind lediglich persönliche Präferenzen.
Die Einen sind halt scharf auf die Konservierung der Frischearomen,
andere stehen mehr auf die Aromen einer Luft- und Feuchtigkeitsexponierten Lagerung/Entwicklung.

Für mich persönlich stellt enganliegender und dicht geflochtener Bambus (oder natürlich auch das Bambusblatt um den Tong herum) wie im Pu'Er Lagerthema ausführlich geschildert den bestmöglichen Mittelweg zwischen Konservierung UND Entwicklung dar.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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ja ich habs selbst noch nicht ausprobiert, kann nur wiedergeben was ich von verschiedenen Quellen gehört hab.

einer bekannter aus kanada der auch regelmäßig tea expos besucht, seit jahrzehnten im Geschäft ist usw usw.... und sich ziemlich gut auskennt hat mir ggeraten weißen tee ssoga ausschließlich unter 50%RH zu lagern.

interessant wie die verschiedenen auffassungen da komplett verschieden sind. aber ist ja selbst in china oft nicht anders. bin mal gespannt wie meine dann reifen werden.

dass vieles da persönliche Präferenz ist stimmt aber wohl sicher.

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vor 2 Stunden schrieb Toha0652:

hat mir geraten weißen tee sogar ausschließlich unter 50%RH zu lagern.

In einem sehr bis ganz dich verschlossenen Gefäss ist die äussere Luftfeuchtigkeit erstens einmal fast vollkommen irrelevant.
Dann, diese Zahl bedeutet wenig - wenn es 30° warm ist, ist 50% relative Luftfeuchtigkeit schon eher viel, wenn es 15° warm ist, ist 50% relative Luftfeuchtigkeit sehr trocken.
Die relative Luftfeuchtigkeit ist für die Teelagerung relativ irrelevant.

Das wahre Problem ist, wenn Yin Zhen z.B. in einer Tüte oder in einem Gefäss gelagert wird, das nicht fähig ist überflüssige Feuchtigkeit auch nach aussen hin zu regulieren, dass Yin Zhen selbst häufig schon eine zu hohe Feuchtigkeit aufweist, mehr als was der Tee unter normalen, relativ exponierten Lagerbedingungen aus der Luft aufnehmen würde.

Am 11.6.2020 um 21:29 schrieb GoldenTurtle:

Neulich war das auch mit Teefreunden und einem darunter befindlichen Weissteekenner ein ausführlich behandeltes Thema, demzufolge ist das häufige Lagerproblem mit Yin Zhen lediglich auf eine oft vorkommende zu hohe Feuchtigkeit zurückzuführen, welcher so dann dazu neigt, nach ein paar Jahren ein (für Weisstee unpassendes) Waldbodenaroma anzunehmen. D.h. bevor man Yin Zhen einlagert sollte dieser am besten kurz an der Sonne ausgelegt etwas trocknen - bei Weisstee lieber zu trocken als zu feucht.

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