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heute, gestern, letztes jahr: was habt ihr gekocht - eine rezeptsammlung

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Heute frisch gemacht: Hummus. 

Wer einmal echtes, selbst gemachtes Hummus gegessen hat, wird sich mit Grauen von dem Kram abwenden, den es fertig im Supermarkt gibt. Und sich ans Werk machen, in der Küche diese seidig-samtige Köstlichkeit herzustellen. Um sich dann mit Grauen abzuwenden ...

Nee, Scherz beiseite. So schwierig ist es gar nicht. Man muss sich nur vergegenwärtigen, dass das perfekte Hummus keine Angelegenheit von "ich geh jetzt mal in die Küche und mach das" ist, sondern das Ganze mehr so als Weg begreifen. 

Hummus besteht eigentlich nur aus Kichererbsen, Tahin, Knoblauch, Oivenöl, Kreuzkümmel, Salz und Zitronensaft. Lasst euch bloß nicht von den Sorten verarschen, die es fertig zu kaufen gibt und die dann "mit Curry" oder "mit roter Beete" gemacht sind. Das ist alles falsch. 

Es gibt ein paar Dinge zu beachten. Das erste ist, wirklich getrocknete Kichererbsen zu vewenden und keine Dosen. Da Kichererbsen wohl die hartleibigsten und allen Garversuchen gegenüber resistenteten Hülsenfrüchte sind, müssen die am Vortag eingeweicht werden (gern mit etwas Natron) und dann auf kleiner Flamme mindestens 2, vermutlich eher 3 Stunden gekocht werden. Auf gar keinen Fall salzen, dann werden sie nie weich. 

Der zweite wichtige Punkt ist, man muss die gewisse "Schaligkeit" nach dem Pürieren irgendwie vermeiden. Kichererbsenschalen sind hartnäckig, und es bleiben immer Reste nach dem Pürieren über. Das macht für den Geschmack nicht viel aus, aber das Mundgefühl stimmt dann nicht mehr. Also die pürierte Pampe durchpassieren. Eine Flotte Lotte mit der feinsten Scheibe funktioniert am besten und geht schnell. 

Jetzt die übrigen Zutaten untermischen und sehr gut verrühren. Die Konsistenz darf keinesfalls hart und steinartig sein, sondern muss, weich, leicht, locker, sahnig, samtig und seidig sein.

Man kann das Hummus mit Chili- oder Peperonipulver bestreuen. Vor dem Servieren noch einen Schuss Olivenöl darüber geben. 

 

DSC_5440_small.JPG

bearbeitet von Jinx
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vor 2 Stunden schrieb Jinx:

Der zweite wichtige Punkt ist, man muss die gewisse "Schaligkeit" nach dem Pürieren irgendwie vermeiden. Kichererbsenschalen sind hartnäckig, und es bleiben immer Reste nach dem Pürieren über. Das macht für den Geschmack nicht viel aus, aber das Mundgefühl stimmt dann nicht mehr. Also die pürierte Pampe durchpassieren. Eine Flotte Lotte mit der feinsten Scheibe funktioniert am besten und geht schnell. 

Ich meinte mich mit @Tobias82 vor vielleicht einem halben Jahr darüber unterhalten zu haben ... es gibt was ... die ungeschälten Kichererbsen mit etwas Backpulver kochen ... macht die ganze Sache im Resultat beim Pürieren ohne weiteren Aufwand sehr geschmeidig ,,, einfach und simple.

bearbeitet von GoldenTurtle

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Gerade eben schrieb GoldenTurtle:

Ich meinte mich mit @Tobias82 vor vielleicht einem halben Jahr darüber unterhalten zu haben ... es gibt was ... die ungeschälten Kichererbsen mit etwas Backpulver kochen ... macht die ganze Sache sehr geschmeidig, einfach und simple.

Den Trick kenne ich auch, aber damit kriegt man das Schalige nicht völlig weg. ;)

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vor 41 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Du hast vielleicht Ansprüche. ;)

Sagen wir, ich habe in Israel sehr gutes Hummus gegessen. Das hat mich verdorben. :D

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Am 9/20/2017 um 23:00 schrieb Jinx:

Sagen wir, ich habe in Israel sehr gutes Hummus gegessen. Das hat mich verdorben. :D

Ja, es ist allerdings schon krass wie gut Hummus sein kann. Von da ist es sehr schwer, zu dem wässrig-mehligen Zeug zurückzukehren, als das man 'normales' Hummus von da ab wahrnimmt :ph34r:.

Ähnlich gehts mir mit einer ganz anderen Sache - hab durch Zufall mal frischen Kurkuma ausprobiert. Das ist wirklich herrliches Zeug - so viel leckerer und angenehmer als das Pulver, das sehr schnell eine unangenehm penetrante Note bekommt. Kann ich nur allerseits empfehlen, das mal auszuprobieren!

 

Kurkuma.jpg

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