Frage

Hallo alle! Auch ich habe erst vor einem Jahr angefangen Matcha zu trinken. Was mir besonders gefällt ist, daß er ein kühlendes Lebensmittel ist. Ich habe mit einem günstigen angefangen, “Bio Yamashiro Uji Matcha” von Marimo, der zwar geschmacklich mittelmäßig, aber zumindest günstig und Bio und weit genug weg von Fukushima. Als nächstes habe ich einen gekauft mit dem Namen “Bio Matcha Breakfast Edition” von Kiyora. Der schmeckt viel frischer. Nun ist die Farbe auch grüner, daher meine erste Frage: je grüner desto besser? ist Matcha-Qualität an der Farbe erkennbar?


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Achso, habe absolut nichts mit Kiyora zu tun, keine Sorge :-)
 
Und, meine zweite Frage, gibt es einen richtig Quietsch-Grünen, der auch noch günstig ist, kann ruhig ein Kochmatcha sein?
bearbeitet von Chasen1978

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Guten Abend und Willkommen hier im Forum! :)

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass sich die Qualität sehr wohl an der Farbe des Produkts erkennen lässt. Günstigere Produkte, welche für den Kochbereich gedacht sind, haben meist einen klaren Stich, welcher ins ockerfarbige geht. Je klarer/purer das Grün, desto besser ist i.d.R. die Qualität. Unter jenen, welche ein klares Grün haben, können m.E. sowohl jene mit frischem "knalligen" Grün als jene mit eher hellem, etwas blasserem Grün qualitativ gut sein. 

Wirklich guten Matcha, welcher sich auf Kochmatcha-Level befindet, gibt es meiner Meinung nach nicht. Denn Kochmatcha zeichnet sich ja schliesslich dadurch aus, dass er eher nicht zum reinen Genuss geeignet ist. Eventuell ist es daher hilfreicher, wenn du ein klares Budget nennst, welches du bereit bist, für 20g auszugeben.

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und der hat sich immer ziemlich schnell abgesetzt. Ist das normal und ich trink zu langsam oder sollte der sich vollständig auflösen?

Matcha wird normalerweise eher zügig getrunken, denn wie du richtig feststellst: Selbst bei gut aufgelöstem Tee setzt sich dieser zwangsweise nach einer gewissen Zeit wieder ab. Daher ist es natürlich sinnvoll, den Matcha bis dahin zu geniessen, da ansonsten der letzte Schluck mitunter recht deftig werden kann. ;)

Wie würdet ihr die grüne Farbe von der Breakfast Edition beurteilen, da geht noch mehr richtung grün, oder?

Sieht zumindest nicht schlecht aus, auch wenn ich ungern rein anhand Fotos urteile, da diese selten wirklich "farbecht" sind. Nachfolgend einige Produkte,  welche ich verkostet habe (mitunter aber eher über deinen Preisvorstellungen liegen):

Abgesehen davon sind - wie ckaden schon erwähnt hat - Produkte von Koyamaen, eines der rennomiertesten Hersteller überhaupt, zu empfehlen. Dieser bietet für fast jede Preisspanne etwas. Generell lese ich auch über Produkte von Aiya immer gute Rückmeldungen. So oder so würde ich mich aber nicht zu sehr allein auf die Farbe versteifen. Sie ist zwar ein wichtiges Indiz, ob der Matcha aber wirklich schmeckt, steht immer noch auf einem anderen Blatt. Zur Farbe noch ein Hinweis: Eine unschöne Einfärbung kann nicht nur dadurch entstehen, dass das Grundmaterial schlecht ist, sondern auch dadurch, dass die Lagerung fehlerhaft und insbesondere auch zu lange war. 

bearbeitet von theroots

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Ich kann Anfängern Matcha von Marukyu Koyamaen sehr ans Herz legen, denn dort stimmt die Qualität auf jeden Fall, selbst bei deren günstigen Matcha. Weiß man, wie dieser Matcha aussieht und schmeckt, kann man danach andere Matcha besser beurteilen, ob die Murks sind oder nicht. Matcha von Marukyu Koyamaen findest du bei mindestens zwei verschiedenen deutschen Onlinehändlern.


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Hallo Chasen, willkommen im Forum :)

Melde mich hiermit als jemand, der auch ein Matcha-Neuling ist, aber ein richtiger :D
Hab nämlich jetzt vier, fünfmal Matcha zubereitet und der hat sich immer ziemlich schnell abgesetzt. Ist das normal und ich trink zu langsam oder sollte der sich vollständig auflösen?
 

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Freue mich über eure Beiträge und Ratschläge. Die Frage nach meinem Budget ist nicht so einfach zu beantworten. Ich habe ein bißchen die Preise verglichen und gescheiter Kochmatcha geht bei 15 € auf 50 g los, einfacher Trinkmatcha bei 15 € bis 25 € auf 50 g. In dem Bereich möchte ich bleiben und hätte dafür wenn es geht ein knalliges Grün :-) Wie würdet ihr die grüne Farbe von der Breakfast Edition beurteilen, da geht noch mehr richtung grün, oder?


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Ich würde mich gern mal kurz mit ner Frage einhängen:



Aus welchen Teesorten wird denn eigendlich der gute Matcha gemahlen?



Ich selbst hatte gerade den Feinanteil von meinem Shincha vermahlen und als Matcha probiert. Da ich nicht so die Erfahrungen habe, mal von Proben und so abgesehen, war ich eigendlich ganz zufrieden.



Na, vieleicht war das Wasser zu kühl und etwas zu viel. :) Aber ...



gemahlen sah der schon mal ganz gut aus und frisch natürlich ;)


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  • 0

Aus welchen Teesorten wird denn eigendlich der gute Matcha gemahlen?

Matcha wird aus Tencha produziert. Dieser wird wie Gyokuro beschattet, jedoch - verständlicherweise -  nach der Ernte nicht gerollt. 

bearbeitet von theroots

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Ich kenne die Farbverschiebung Richtung ocker von unserem Kochmatcha her. Dies wird vermutlich durch Oxidation verursacht. Hochwertiger Matcha wird deshalb immer nur in kleinen Portionen verkauft und kühl gelagert.


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Ich selbst hatte gerade den Feinanteil von meinem Shincha vermahlen und als Matcha probiert. Da ich nicht so die Erfahrungen habe, mal von Proben und so abgesehen, war ich eigendlich ganz zufrieden.

Na, vieleicht war das Wasser zu kühl und etwas zu viel. :) Aber ...

gemahlen sah der schon mal ganz gut aus und frisch natürlich ;)

diese kyocera-teemühle hatte ich auch mal überlegt anzuschaffen. ist dann so ein wenig wie früher mit den handbetriebenen kaffeemühlen...

ich brauch so 2g pulvertee in etwa pro durchgang. wie lang kurbelt man dafür etwa?

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@theroots @ckaden Ihr habt recht, der Aoarashi von Koyamaen sieht im Verhältnis zu seinem günstigen Preis schon sehr grün aus, kein Vergleich zum ockerfarbenen Yamashiro Uji von dem ich oben ein Photo gepostet habe. Ich glaube der Aoarashi wird mein nächster Testkandidat.



Was das Geld sparen betrifft, sind normalerweise große Gebinde günstiger als kleine, deshalb kaufe ich gerne 50 g aufwärts. Die Überlagerung ist kein Problem, da ich Überschuß einfriere.


bearbeitet von Chasen1978

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Kurze Frage: wie fein müsste man denn Shincha zermahlen, bis man etwas wie Matcha erhält?

Eventuell auch mit einem Gewürzmörser?

es gibt verschiedene techniken, wie matcha gemahlen wird.

die hochwertigen werden mit granitmühlen sehr langsam, aber auch sehr, sehr fein verrieben (angeblich 10 mikrometer). in einer stunde sollen es wohl nur so 30 - 40g sein.

die einfachen sorten kommen teilweise in trommeln in denen viele keramikkugeln sind. die pulverisieren dann beim drehen die teeblätter, allerdings nicht so fein wie granitmahlsteine (angeblich 15 mikrometer).

P4200047.jpg

In der Mühle für Taberucha zerschlagen Keramikkugeln den Tencha in 15 Mikrometer feines Pulver, die, wenn man den Taberucha als Tee trinkt, ein leicht sandiges Gefühl auf der Zunge hinterlassen. Auch ist der Taberucha wegen der geringeren Feinheit im Gegensatz zu traditionellem Matacha weniger grün.

http://teeshop.de/blog.php/?p=427 

über eine teemühle wird man aber glaube ich auch keine 15 mikrometer schaffen, und mit einem mörser vermutlich auch nicht, es sei denn, du arbeitest da stunden dran...

...einen soliden pulvertee sollte man aber hinbekommen, und dank seiner frischen pulverisierung, sollte er auch gut schmecken. 

bearbeitet von Key

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Über solche Teemühlen für z.H. gab es doch mal ein Thema hier samt Amazon Links, nicht?


Mörser würde ich aber definitiv nicht empfehlen für Grüntee, ausser wenn man ihn vorher noch voll durchtrocknen würde, sonst wird das eher ein Matsch.

Aber wahrscheinlich werden die Blätter für Matcha vorher auch voll durchgetrocknet, wenn ich so darüber nachdenke. Insofern könnte ich das mal ausprobieren, weil wenn die Blätter knochentrocken sind, geht das sehr gut im Mörser, das weiss ich aus Erfahrung mit Kräutern.

bearbeitet von GoldenTurtle

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Aber wahrscheinlich werden die Blätter für Matcha vorher auch voll durchgetrocknet, wenn ich so darüber nachdenke.

Die Verarbeitung von Tencha ist, abgesehen vom Rollen, jener üblicher Sorten Grüntees sehr ähnlich. 

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Ich habe mal testweise Bancha im Mörser zerkleinert. Mit viel Arbeit bin ich da auf eine Körnigkeit von unter einem Millimeter gekommen, von Mikrometer gar nicht zu reden :-) Also meine Erfahrung war, daß man den Mörser glatt vergessen kann. Es gibt gute Getreidemühlen, aber die sind sehr teuer, mehrere hundert Euro. Die Anschafftung lohnt sich daher kaum, zumal man bei eigener Herstellung gar nicht so viel Geld einspart, denn Tencha bekommt man kaum günstiger als Matcha.


bearbeitet von Chasen1978

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Die Anschafftung lohnt sich daher kaum, zumal man bei eigener Herstellung gar nicht so viel Geld einspart, denn Tencha bekommt man kaum günstiger als Matcha.

Abgesehen davon zweifle ich sowieso an der Sinnhaftigkeit dieses Unternehmens ;)

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http://www.amazon.de/gp/product/B0002JZCES/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B0002JZCES&linkCode=as2&tag=kaffee-tee-21
Also ich habe diese da.

Eigendlich hab ich sie mir angeschafft um feine Teereste zu vermahlen, damit ich Kekse backen kann. Oder woimmer man sonst Teepulver dazugeben kann beim Kochen und Backen.

Aber ich hatte damals aus dem Teesalon sehr günstigen jap. Güntee und die ergaben sehr schöne grüne Kekse.

Als ich jetzt den Feinanteil in meiner Shinchatüte sah, musste ich es einfach mal probieren.

Ich glaub schon, dass der relativ fein ist. Da ist ein Keramikmahlwerk drin. Und ich mahle 2 mal durch bei 3g dauert nicht so lange.

Gegebenenfalls denke ich mal über ein Matchasieb nach.


Abgesehen davon zweifle ich sowieso an der Sinnhaftigkeit dieses Unternehmens ;)


Wie gesagt, der Sinn ist nicht unbedingt preiswert selbst Matcha zu produzieren, sondern meine feinen Teereste zu verarbeiten.

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@Krabbenhueter Interessant. Wie fein bekommst du mit dieser Mühle das Pulver, kannst du mal ein Makro-Photo machen bitte?



Der eine der beiden Rezensenten schreibt: "Diese Mühle macht das Leben erst lebenswert."

Lach. Manch einer ist eben schon mit wenig im Leben zufrieden. Oder bevorzugt lieber Geld und wird bezahlt für seine Schleichwerbung.

bearbeitet von Chasen1978

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Aber wahrscheinlich werden die Blätter für Matcha vorher auch voll durchgetrocknet, wenn ich so darüber nachdenke.

 

anima-templi hatte doch mal in den usa tencha in einem teehaus getastet. er bekam dafür eine andere kanne, damit die teemenge reinpasste:

DSC_0361.JPG

Tencha (enorme Menge für eine Kanne!)

und im posting zu tencha hatte ich folgendes geschrieben:

darauf folgt ein sehr sorgfältiges trocknen, was so wichtig ist, da zuviel restfeuchte die spätere verreibung zu matcha behindern würde. getrockneter tencha wiegt nur halb so viel bei gleichem volumen wie gyokuro.  

ansonsten wie rootie schon schreibt, sehr viel ähnlichkeit mit anderen jap. grüntees, besonders gyokuro.

bearbeitet von Key

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