Paul

Frankfurt a. Main - die geheime Hauptstadt des Tees?

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Am Donnerstag den 14. d. M. waren ein weiteres Mitglied des Teeforums und meine Wenigkeit bei Frau Kwok Ying von Beuningen in Frankfurt Eschborn zum Tee geladen.



Frau von Beuningen ist die Inhaberin der Firma Kunst des Tees:


http://www.diekunstdestees.de/



Sie betreibt keinen Laden, bei dem man einfach mal "reinschneien" kann, sondern einen Internethandel.



Die Verkostung begann um 14 Uhr, wo wir beide, uns pünktlich einfanden. Es war alles vorbereitet und liebevoll arrangiert.


Trifft man sich in "unseren Kreisen" zur Teeverkostung werden meistens viele Tees probiert, jeder zeigt sein "highlight" und will daß es leuchtet und nicht unter dem sprichwörtlichen Scheffel steht.



Diesmal war es etwas anders: verkostet wurde nur ein Tee:


http://www.diekunstdestees.de/epages/63140717.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63140717/Products/TW-SM18-13



Ein Schwarztee aus Taiwan;  "... dieser Formosa #18. Er ist auch unter dem Namen "Ruby" bekannt. Im Sommer 1999 wurde er "geboren"; sein Vater ist ein einheimische Shan Cha und die Mutter stammt aus Burma. Das Klima und Gebiet um Sun Moon Lake bietet die beste Umgebung für das Wachstum dieses Tees. Nach seiner Tassenfarbe wird er als Roter Tee eingeordnet. Er ist sehr geschmeidig, vollmundig, mit sehr feiner Blumigkeit und minziger Note. "



Das Besondere daran war, daß dieser eine Tee in verschiedenen Zubereitungsarten vorgeführt wurde, eiskalt, als Aufguß und als Pudding!



Noch viel mehr als diese "ungewöhnliche" Art der Verkostung genoß ich die entspannte Art der Verkostung: keine Wasserkaskaden, keine anstrengenden Rituale, keine Proselytenmacherei, sondern man trank Tee, unterhielt sich dabei und hörte sich -  und gemeinsam dem Tee zu.



So soll es sein! Vielen Dank Frau von Beuningen.



P.S. Die Puabteilung bei Der Kunst des Tees hat sich geändert, ein Nachschauen lohnt!


http://www.diekunstdestees.de/epages/63140717.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63140717/Products/CN-PE14-1





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Ich sag Dir einfach Bescheid, wenn wieder neue Ausflüge in die Welt des Tees anstehen - Dortmund liegt ja nicht in Australien.


Fährt irgendwer eigentlich am 21.9 d. J. nach Frankfurt zur Pu Er Schulung bei Schnorr's:

Liebe Teefreude!

am Sonntag, dem 21.09.2014, findet in unseren Räumen in der Flinschstrasse 61 ein ganz besondere Tee Event statt! Pu Er Meister Jin Song You ist zu einer einzigen Pu Er Teeschulung in Deutschland. Es werden aussergewöhnliche, alte Pu Er degustiert und erklärt. Die Plätze sind stark limitiert.

Die Schulung findet am Sonntag, dem 21.09.2014 von 12:00 bis 18:00 Uhr statt, der Preis für die Schulung beträgt 150 Euro. 

-Übersetzt wir von Frau Meng Lin Chou aus Zürich-

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Hah! Beim Titel hast du doch etwas gar dick aufgetragen!  :lol:


Also, nicht dass mir in den Sinn käme, Zürich für etwas in diese Richtung zu halten, meinen Einwand da bitte nicht falsch einordnen,


aber schon "nur" mit Hong Kong kann sich wohl keine westliche Stadt messen,


geschweige denn prozentual gesehen mit den Dörfern, in welchen es sich in Belangen


der Arbeit und des Genusses bei einigen kaum um anderes dreht.


Solltest du aber "nur" von der Teehauptstadt Deutschlands sprechen, dürfte dir aber auch hier der Einwand einiger


Berliner oder Hamburger gewiss sein, und ich spreche hier nicht von einem Lebensmittel-Aufstand.




Diesmal war es etwas anders: verkostet wurde nur ein Tee:

http://www.diekunstdestees.de/epages/63140717.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63140717/Products/TW-SM18-13



Ein Schwarztee aus Taiwan;  "... dieser Formosa #18. Er ist auch unter dem Namen "Ruby" bekannt. Im Sommer 1999 wurde er "geboren"; sein Vater ist ein einheimische Shan Cha und die Mutter stammt aus Burma. Das Klima und Gebiet um Sun Moon Lake bietet die beste Umgebung für das Wachstum dieses Tees. Nach seiner Tassenfarbe wird er als Roter Tee eingeordnet. Er ist sehr geschmeidig, vollmundig, mit sehr feiner Blumigkeit und minziger Note. "



Das Besondere daran war, daß dieser eine Tee in verschiedenen Zubereitungsarten vorgeführt wurde, eiskalt, als Aufguß und als Pudding!





Ach Paul, bei uns kannst du es schon zugeben - du warst doch bestimmt etwas enttäuscht, dass nicht ein prächtiger Fladen


freigelassen wurde.



Ich zumindest wäre schon etwas enttäuscht gewesen, obwohl ich diese Art einer Degustation durchaus für kreativ halte,


aber nicht angemessen für richtige Tee Fanatiker, sondern vielleicht eher etwas für Gelegenheitstrinker.


bearbeitet von GoldenTurtle

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Ersteinmal steht hinter meinem Thema ein Fragezeichen, hast Du bestimmt übersehen ;)



Zum anderen war ich alles andere als enttäuscht, sondern habe einige sehr  wichtige Dinge gelernt!



Die Abhakmentalität ("den hab ich getrunken und den hab ich getrunken und der hat soviel gekostet und meiner war aber sehr teuer") mancher Tee Fanatiker ist schon ein wenig infantil?



Allein das Gushugeschrei!



Ich hab schon erstklassige Pu's getrunken, die wußten nicht mal was Gushu ist (damit keine Mißverständnisse entstehen ich meine das Teefaktum nicht den ähnlich klingenden Nick)


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Ersteinmal steht hinter meinem Thema ein Fragezeichen, hast Du bestimmt übersehen ;)

Stimmt! :)

Zum anderen war ich alles andere als enttäuscht, sondern habe einige sehr  wichtige Dinge gelernt!

Toll! Lass hören. :)

Die Abhakmentalität ("den hab ich getrunken und den hab ich getrunken und der hat soviel gekostet und meiner war aber sehr teuer") mancher Tee Fanatiker ist schon ein wenig infantil?

Hier verstehst du mich falsch. Geht mir absolut nicht ums Abhaken, sondern um den Genuss!!!

Stehe halt nicht so sehr auf taiwanesische Schwarztees, das hat mein Bild des Events evtl. auch getrübt. :lol:

Allein das Gushugeschrei!

Der Hype ist teilweise schon berechtigt, Authentizität vorausgesetzt.

Komplexität, die unendlichen Weiten des Geschmacks, Kraft und Tiefgang alter Bäume, you know. :D

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Zu den gelernten Dingen bei Gelegenheit etwas längeres.

"Hier verstehst du mich falsch. Geht mir absolut nicht ums Abhaken, sondern um den Genuss!!!"


Abhaken oder Genuss - beides  das Gleiche - ein Knoten in der Peitsche des Herrn!
 
(damit Du nicht so lange Suchen mußt: "Das Tier entwindet dem Herrn die Peitsche und peitscht sich selbst, um Herr zu werden, und weiß nicht, daß das nur eine Phantasie ist, erzeugt durch einen neuen Knoten im Peitschenriemen des Herrn." - Kafka, aus dem ersten Oktavheft )
 

"Komplexität, die unendlichen Weiten des Geschmacks, Kraft und Tiefgang alter Bäume, you know"

Kluge Leute sagen, daß man das alles schmeckt, wenn man weit gekommen ist auf dem Teeweg - aus einer leeren (!) Teeschale.

 
 

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"Hier verstehst du mich falsch. Geht mir absolut nicht ums Abhaken, sondern um den Genuss!!!"

Abhaken oder Genuss - beides  das Gleiche - ein Knoten in der Peitsche des Herrn!

Paul, du schreibst mir so viele Bibel- und andere Zitate, nun will ich dir auch mal eines zitieren.

Dass Genuss etwas schlechtes oder ungeistlich sei, ist eben schon wieder so eine Kack-Irrlehre.

"Den Reichen in der jetzigen Weltzeit gebiete, nicht hochmütig zu sein, auch nicht ihre Hoffnung auf

die Unbeständigkeit des Reichtums zu setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich

zum Genuß darreicht.

Sie sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig sein, bereit, mit anderen zu teilen,
damit sie das ewige Leben ergreifen und so für sich selbst eine gute Grundlage für die Zukunft sammeln."

1. Tim. 6,17-19

Es geht um Balance. Geniessen, ja, aber nicht als einziges im Leben sich nur um sich selbst drehen.

Das gibt gerne Depression, wenn man sich nur um sich selbst dreht im Leben.

Aber genauso falsch ist es, sich nur um die Nöte anderer zu kümmern, und sich selbst vergisst/vernachlässigt/

nicht liebt.

Dann ist auch das Kümmern um andere eher ein Pflicht-Akt statt Herzensangelegenheit.

Im Prozess, eine echte, herzliche Anteilnahme am Leben anderer zu "entwickeln",

ist das "sich selbst wichtig sein" wohl ein essentieller Bestandteil, ich schätze, für die Einfühlsamkeit.

Eine gesunde Balance zu lernen ist aber nicht leicht.

bearbeitet von GoldenTurtle

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Das ist aber nett, mein Bester, daß Du eine kleine theologische/semantische Diskussion anfängst.



Im Neuen Testament, das übrigens auf Altgriechisch geschrieben ist, ist der Begriff, den Du so leichthin mit Genuß zitierst "apolauo" (in lateinischen Buchstaben zum besseren Verständnis) Dieses "apolauo" hat nun ein gewisses Bedeutungsfeld (anders als bei schwarz und weiß) deswegen ist Altgriechisch auch so hübsch und spannend. Es bedeutet u. a.: etw. fassen, packen, genießen, sich zunutze machen, Vorteil haben, ironisch: etw. zu verdanken haben, jem. zum Besten haben - um nur einen kleinen Teilbereich aufzuzeigen.



Du wirst zugeben, daß es einen kleinen Unterschied macht wenn man wie Du übersetzt s. o. oder wie ich vorschlagen würde: Der Reiche soll nicht seine Hoffnung auf sein Geld setzen, sondern auf den Gott der uns alles reichlich gibt was wir brauchen.



Man umgeht so die Falle, daß Utilitaristen apolauo so verstehen, daß ein zwei Bierchen über den Durst auf Mallorca schon in Ordnung sind, und "...wenn ich es mir leisten kann was spricht dagegen?"



Der Begriff Genusz ist hochinteressant: http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GG08070



Fazit: Deine Bibelstelle ist eine von vielen, die sich auf Mt. 6, 26 http://bibeltext.com/matthew/6-26.htm beziehen, die davon handelt, daß der Mensch alleine aus der Gnade Gottes lebt. Ein wenig Freude und Dankbarkeit über die Gnadengaben sollte aber auch dabei sein, besonders wenn es ein feiner Oolong ist, wie ich ihn gerade im Schälchen habe :)



Und damit Schluß mit den theologischen Diskussionen, ich weiß nicht was Joaquin zu solchen Audflügen sagt und einen Verwarnungspunkt möchte ich mir dafür nicht einhandeln!



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Das ist wirklich höchst interessant wie schnell man hier von Kwok Yins Schwarztee zu Matthäus kam! Als alter Trekkie bin ich natürlich etwas enttäuscht dass die Vorlage

die unendlichen Weiten

völlig ungenutzt liegen gelassen wurde, aber ich sehe ein dass die Reise zwar nicht ins Weite, dafür aber umso mehr in die Tiefe geführt hat.

Um aber zum Thema zurückzukommen:

Ich find das ja wirklich sehr spannend. Von Essence of Tea gabs auch einen "Sun Moon Lake Red Tea", die Region scheint ja grad wirklich ziemlich in Mode zu sein. Und zu Recht, es ist wirklich ein toller, vielschichtiger Schwarztee der mich an die edlen Ganzblatt-Rot (bzw. Schwarz-)Tees aus Yunnan erinnert. Ist sicher nicht der gleiche Tee, aber wenn ich den schon so toll fand will ich gar nicht wissen wie gut dann der Ruby ist.

Das Besondere daran war, daß dieser eine Tee in verschiedenen Zubereitungsarten vorgeführt wurde, eiskalt, als Aufguß und als Pudding!
 
Das ist natürlich wirklich eine grandiose Idee, die ja die Teewelt mit der Haute Cuisine verbindet. Kann ich mir gut vorstellen dass ein talentierter Koch da mannigfaltigste Ideen hat wie man die überbordende Vielfalt der Aromen der Tee-Welt nutzen kann, und so ein schöner Schwarztee, der ja ohnehin schon gut zu Gebäck passt leiht seine Aromen sicher gerne einer liebevoll bereiteten Süßigkeit. Natürlich sieht das erst nach einem Gag aus, aber wenn man wirklich kochen kann sind hier sicher wirklich anspruchsvolle Kreationen möglich.
Es ist wohl überhaupt einer der Vorteile der Tatsache dass hochwertiger Tee im Westen immer mehr Aufmerksamkeit erfährt, neben der zahlreichen Nachteile, dass immer mehr experimentiert wird und neben so manchem Rohrkrepierer auch der eine oder andere Stern aufgeht.
 
Wie fandest du denn die verschiedenen Zubereitungsarten? Der Tee ist ja offensichtlich über jeden Zweifel erhaben, was wohl die meisten Teetrinker nicht so sehr verblüfft - aber wie waren insbesondere Kaltaufguss und Pudding?
bearbeitet von miig

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Und damit Schluß mit den theologischen Diskussionen, ich weiß nicht was Joaquin zu solchen Audflügen sagt und einen Verwarnungspunkt möchte ich mir dafür nicht einhandeln!

Wir müssen schon vorsichtig sein.  ;)

Die Spanier hätten nicht das erste Mal in der Geschichte hart durchgegriffen,

wenn ihnen in dieser Hinsicht was nicht gepasst hat.

Will aber nicht heissen, dass ich nicht auch noch einige Hühnchen meinerseits

mit dir zu rupfen hätte.  ;) Erwähne nur noch diesbezüglich die Theorie

vom urspr. (mind. teilweise) hebr. NT-Urtext ... macht zurückübersetzt teilweise 

erstaunliche "Sinnsprünge".

On topic:

Ein Laden allein kann noch nicht eine Stadt zur Hauptstadt machen.

Da muss es schon eine grössere Verdichtung von Qualität geben.

bearbeitet von GoldenTurtle

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Ein Gushu hat immer ein Bonus in meinem Herzen, selbst wenn das "Gushu gehype" oft unberechtigt ist da es auch viele erstklassige "jüngere" Tees gibt. Aber ich habe sowieso eine ganz andere Beziehung zu Bäumen und der Natur, ich würde nie ein uralter Gushu aus ökonomischen Gründen vom Platz fegen wollen, denn es ist etwas dem ich mit Respekt begegne. Ich glaube man kann sowas sowieso nur richtig wertschätzen wenn man den nötigen Respekt hat, für viele andere meist rational denkende Leute ist es darum eher "Geschrei".


Das mit diesen Bibelsachen, da fehlt es an einem Weg, den Kontext, diese starrsinnigen Begriffsdeutungen und Zurückverfolgungen sind jenseits jeglicher Vernunft und führen nicht zum Ziel. Ich sage es immer wieder dass man aufhören soll mit trockenen Wissenschaften aber dafür umso mehr alles in einen gesunden Kontext mit allem was uns umgibt einbinden kann, ein Teil des Lebens und nicht ein Leben vom Teil. Die alten Kulturen waren auch nicht der Weisheit letzter Schluss, wir wissen heute soviel mehr was nahezu alle Wissenschaften anbelangt. Man muss also aufhören so verurteilend und rückwirkend zu denken, dafür umso mehr der allgemeinen Moral und Ethik einen höheren Stellenwert geben, das ist die Grundaussage vieler philosophischen Werke die sich dem Geistlichen widmen. Wegen Balance finde ich das von Kröt schön gesagt, er versteht mehr von Philosophie als viele meinen, allerdings ist das mit dem "selbst" etwas komplexer aber kann ich in diesem Topic jetzt nicht kommentieren, das wäre zuviel OT (Blogmaterial).

bearbeitet von Gushu

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@S-Kröte

Dein Fanbeauftragter hält Dich ja für einen großen Philosophen, aber das Florett der Germanistik führst Du nicht! (Kannst Du ja auch nichts für, bist halt kein Muttersprachler :yahoo: Das ist ein kleiner Scherz zwischen Freunden; reg Dich nicht auf G!)

Ich habe nie behauptet Frankfurt sei die Hauptstadt des Tees, sondern ich habe es als Frage gestellt - zwar als rerhorische Frage, aber immerhin als Frage!

"Ein Laden allein kann noch nicht eine Stadt zur Hauptstadt machen."

Cha Dao in Neuisenburg (Noch mit NV zu erreichen also Stadtgebiet)

Die Kunst des Tees

Schnorr

DREI! Da fällt Zürich schwer ab und verschwindet im TeeOrkus, obwohl  eure Frau X ihren Meister in, ja wo wohl? in Frankfurt! vorführt und tanzen läßt, für 150 Euro Eintritt, die Gute, die ja ach so wenig von den pekuniären Segnungen der Welt hält ;) Aber der große Shu-Hu beobachtet das alles von oben und wir werden informiert auf unserer nächsten Geheimsitzung - ich werde berichten, falls ich die Erlaubnis erhalte.

@miig

"Wie fandest du denn die verschiedenen Zubereitungsarten? Der Tee ist ja offensichtlich über jeden Zweifel erhaben, was wohl die meisten Teetrinker nicht so sehr verblüfft - aber wie waren insbesondere Kaltaufguss und Pudding?"

Verblüfft war ich über den eiskalten Auszug, der eine beeindruckende Aromenvielfalt bot, die ich so nicht kannte; da ich selber ein wenig koche, und nach der Molekularküche von Ferran Adria, kann mich eigentlich nur sehr wenig auf diesem Gebiet überraschen, so  fand ich den  Pudding  sehr nett und liebevoll gemacht. Klasse für eine Teeverkostung!

Was den eigentlichen Reiz dieser Verkostung ausmachte, war die Reduzierung auf einen Tee, und die stressfreie entspannte Atmosphäre - das "Wassergepannsche" bei Gong fu Cha paßt auch nicht jedesmal! Der Aspekt der entspannten Ruhe, den Frau von Beuningen in ihren Teeverkostungen in Zukunft anstrebt und zeigen will ist sicherlich spannend.


@G
Aus "Bibelsachen" halt dich mal raus mein Bester und geh im Teewald spielen.
GushuGeschrei ist übrigens eine Alliteration und eine besonders hübsche, weil mehrdeutige :yahoo:

 

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womöglich ist berlin das vollkommen egal... ;)



als nichberliner komm ich spontan auf 5 bekannte läden (incl. der tadschikischen teestube), und wenn kleinere spezialanbieter und das umland mit dazu kommen, dürfte man wohl sehr schnell zweistellig werden. in wie weit solche vergleiche sinnvoll sind, lass ich mal offen...


bearbeitet von Key

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Dein Fanbeauftragter hält Dich ja für einen großen Philosophen

Bitte lass doch solche Kommentare mal beiseite, das zeichnet dich doch auch nicht gerade aus.

das Florett der Germanistik führst Du nicht!

...

rerhorische Frage

Ach, du kannst mir doch keine freundschaftlich-germanistische Standpauke halten,

und dann ein paar Zeilen weiter mit einem solchen Grundschulschnitzer aufwarten.

Zuerst vor der eigenen Haustür die Balken durchs Nadelöhr spedieren. ;)

Das mit diesen Bibelsachen, da fehlt es an einem Weg, den Kontext, diese starrsinnigen Begriffsdeutungen und Zurückverfolgungen sind jenseits jeglicher Vernunft und führen nicht zum Ziel. Ich sage es immer wieder dass man aufhören soll mit trockenen Wissenschaften aber dafür umso mehr alles in einen gesunden Kontext mit allem was uns umgibt einbinden kann, ein Teil des Lebens und nicht ein Leben vom Teil.

Das gefällt mir ausgesprochen.

Ich kenne verschiedene jahrzehntelange, oder wenn man will, jahrzehntetiefe geistliche

Grübler und Schürfer, bei denen letztlich aber kaum je etwas fruchtbares es in die Realität,

ins wahre Leben geschafft hat. Und dies ist für mich der Gradmesser.

Nicht, dass ein Studium grundsätzlich etwas verkehrtes wäre, das sei ferne, aber wenn ein

geistliches Studium keinen relevanten Ansatz ins alltägliche Leben hat, und tatsächlich positives,

erfreuliches hervorbringt, ist es meist vergeudete Zeit und Lebenskraft.

Jene können aber unglaublich gelehrt und wohlklingend sprechen, aber sind wegen mangelnder

Umsetzung und Unterlassungen oft verbittert, und darum auch häufig von flatterndem Nervenkostüm.

Letztlich und abschliessend mathematisch ausgedrückt:

Sich selbst hinterfragende und korrigierende Praxis (failing forward) > perfekte Theorie

On topic:

womöglich ist berlin das vollkommen egal... ;)

Vor wenigen Tagen traf ich einen angereisten Berliner bei, na bei wem wohl.

Hab mit dem etwas gequatscht, da hat er plötzlich verlautbart, nichts in Berlin komme hier ran.

Dies ist nicht meine Meinung - ich habe mit Berlin keine Erfahrung.

Wollte es euch aber doch noch unter die Nase reiben. :lol:

bearbeitet von GoldenTurtle

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Um zurück zum Tee/Thema zu kommen: Frau von Beuningen ist wirklich klasse - habe sie vor ein paar Jahren mal kennengelernt. Dank der edlen Spender hier im Forum habe ich auch schon ein oder zwei Tees von ihr probieren können. Wirklich sehr fein!


Auf eben solchem Wege habe ich auch schon etwas von Herrn Thamm (Neu Isenburg) probieren dürfen und weiß nun, dass ich dringend einen moderaten Lottogewinn brauche, um mir alle meine Wünsche aus seinem Sortiment erfüllen zu können. Nicht, dass die Preise zu hoch seien - allein der Verlockungen finde ich zuviele für mein Budget.



Auch wenn hier im TeeTalk nicht häufig die Rede von Ronnefeldt Tee ist, sollten wir diese Frankfurter Institution nicht vergessen. In neun Jahren wird das Teehaus Ronnefeldt 200 Jahre alt - das ist im deutschgen Teehandel schon eine wirklich altehrwürdige Marke. Noch ein Punkt für Frankfurt.


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Wenn du Neuinsenburg Frankfurt einverleibst,

hört sich das nun so nach drei guten Argumenten an. :thumbup:

Da muss Berlin erst mal kontern.

Plus evtl. Phoenix Tea, wäre ein vierter in Frankfurt. Jemand Erfahrungen dort gemacht?

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Ja! Ich ;-)



Ich kann ja mal meine Erfahrung (von einem Besuch) mitteilen auch wenn es schon eine Weile her ist:



Phönix Tea ist sowohl Verkauf wie auch eine kleine "Teestube", da im hinteren Teil des Ladens eine gemütliche Sitzecke untergebracht ist. Man kann sich dort niederlassen und auf einer Karte den Tee auswählen. Es gibt Grüntees, Oolongtees und Schwarztees (andere Tees weiß ich nicht mehr) und da auch sehr schön übersichtlich gehalten. Damals hatte mein Freund und ich einen Oriental Beauty und einen Dong Ding Oolong. Die Tees wurden in mittelgroßen Yixingkännchen (die Kännchen waren nicht bis obenhin voll, ergaben aber ca. 200ml Tee pro Aufguss) schon ein erstes Mal aufgegossen an den Platz gebracht. Man gießt sich dann selber in eine Teeschale ab. Für weitere Aufgüsse stehen große Thermoskannenwasserspender mit Heißwasser zentral in der "Teestube". Man kann dort selbst seinen Tee neu aufgiessen. Je nach Teesorte werden die Tees passend in Yixing/Tonkannen, japanischen Kannen oder anderen Kannen serviert.



Dazu wird eine kleine Speisekarte mit vietnamesischen/asiatischen Suppen, -Rollen und vietnamesischem Kuchen/Teegebäck zum Tee angeboten.



Im Verkaufsraum gibt es Yixing/Tonkannen und anderes chinesisch/taiwanesisches/japanisches Teezubehör. Die gleichen Tees, die auf der Karte angeboten werden, sind auch zu kaufen. Da wir dort eher wegen dem "Tee vor Ort genießen" dort waren, habe ich mir nicht so genau die Teeliste im Verkauf angeschaut.



Ich fand die Atmosphäre sehr schön, ruhig und entspannend. Besonders gefallen hat mir die individuelle Art des Servierens des Tees in je nach Teesorte passenden Teekannen und die Möglichkeit, sich selber den Tee wieder aufgiessen zu können.


bearbeitet von Guanabana

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