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Bannacha Manghong Gushu 2014


miig

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Auch bei krümeligen Pu's?


Ist schon stark, ich nehme meist zum Kennenlernen 4,5 - 5 gr in meinen 100 ml Testgaiwan.



In letzter Zeit trinke ich auch oft meinen Pu so:



2,5 (!) gr in die 250 ml Porzellankanne, zweimal kurz waschen mit steigender Wasserthemperatur, dann kochend aufgießen und ca 2-3 min ziehen lassen, das geht bei anständigen Pu's bis zu 4 x , natürlich mit steigenden Ziehzeiten.



Das Verblüffende daran ist, daß man ganz andere Seiten an seinen guten Alten Bekannten entdeckt!!!


Ich mach mal bei Gelegenheit einen Spezialpost darüber.


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  • 1 Monat später...

Ich bin bei den ~5g/100ml geblieben. Mich würden eure Eindrücke interessieren. Vom Duft und Geschmack der ersten Aufgüsse her fand ich ihn bislang recht zurückhaltend und wenig differenziert, aber möglicherweise entfaltet er eine prononcierte physiologische Wirkung (aber nicht die Pumpe). Kann aber auch eine zufällige Korrelation sein, will mich da noch nicht festlegen. Das überrascht mich etwas, hätte ich in der Form - wenn es denn am Tee nur liegt - bei einem so jungen Tee nicht erwartet.


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Ich muss gestehen, ich hatte trotz der Klaus'schen Vorwarnungen nicht so ganz mit einer solchen Wirksamkeit gerechnet, da ich zum einen untypisch auf Koffein reagiere und zum anderen, weil ich eine moderatere Dosierung wähle als er. Beim ersten Mal hielt dieser Tee lange durch (kurze Ziehzeiten), nach einigen Aufgüssen plötzlich Auftreten einer leichten Bitterkeit und Herbheit. Sonst eher fruchtige Noten, aber zurückhaltend.



Beim nächsten Mal würde ich wohl eine geringere Einwaage nehmen und ggf. die Temperatur leicht senken und ggf. auch mal die in den letzten paar Tagen hier immer wieder mal erwähnte "westliche" Aufgussweise antesten.


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Bei den diesjährigen Sheng bin ich jetzt generell dazu übergegangen, das Wasser etwas abkühlen zu lassen, bevor ich es auf die Teeblätter gebe. Hat für mich die Verträglichkeit und den Genuss deutlich gesteigert.

Hatte ich eigentlich auch gemacht, aber nicht nachgemessen, kann also keine richtigen Angaben machen. Auf wieviel Grad bist du denn gegangen?

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So langsam festigt sich meine Meinung, dass dieser Tee mein Favorit aus den 4 ist. Zugegeben - der Tee knallt kräftig rein, der sollte vorsichtig und keinesfalls auf leeren Magen getrunken werden. Aber diese Power hebt den Tee deutlich aus der allgemein gefälligen Blumigkeit heraus, die Jingmaitees nach häufigem Konsum für mich langweilig werden lassen können.


Dieser Tee bietet mir neben der Kraft auch geschmacklich einiges: eine feine Süße, leichte Röstaromen (?) und eine sehr ausgewogene Würze. Dazu kommt die (bei mir nasenbefreiend wirkende) Gushu-Note und ein zwar zarter, aber lang anhaltender Nachgeschmack.



Würde mich interessieren, wie dieser Tee nach 10 Jahren Lagerung daherkäme. Ob die wilde, rohe Kraft dann wohl etwas ruhiger und ausgleichender wäre? Kann mir nicht vorstellen, dass dieser Tee bei richtiger Lagerung langweilig wird ... allein: mir fehlt es am Vertrauen in meine Lagerung.

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  • 6 Jahre später...

10 Jahre waren es jetzt noch nicht, aber wie @GoldenTurtle versprochen, hier ein kurzer Bericht, wie sich der Tee in der Zwischenzeit bei mir entwickelt hat.

Das Blattgut macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Nur leicht gepresst lässt es sich noch immer ganz einfach lösen, was ich persönlich gerne mag. Insbesondere an der Außenseite des Kuchens finden sich relativ große Blätter, die in den 6 Jahren seit der Produktion inzwischen nachgedunkelt sind.
Gelagert wurde der Tee in einem einfachen Bambuskorb in einem Schränkchen ohne weiteren Schnickschnack. Natürlich hat er dadurch etwas Intensität hinsichtlich Aroma und Geschmack eingebüßt, daher fällt die Dosierung entsprechend größer aus als bei Frischlingen.

Geschmacklich dominieren würzige Kräuternoten, die ich nicht wirklich näher beschreiben könnte. Fruchtige Süße zeigt sich dann vor allem im Nachhall und stellt auf geschmacklicher Ebene den momentan besten Aspekts des Tees dar. Insgesamt wirkt der Tee aber zum jetzigen Zeitpunkt auf mich unrund und hat auch eine kleine (nicht-frucht)säuerliche Komponente, die mich stört. An ihre Stelle könnten für meinen Geschmack gerne die Anklänge von Honig treten, die sich bei eher niedriger Dosierung oder bei späteren Aufgüssen offenbaren. Also wieder in den Schrank mit ihm in der Hoffnung, dass er sich noch etwas harmonisiert. Auch wenn die Region nicht zu denjenigen gehört, denen man großes Lagerpotential nachsagt, Energie hat er definitiv noch mehr als genug.

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@nemo Cool! Wie fällt denn der Vergleich zu damals aus? Haben sich durch Zeit und Lagerung auch neue Noten entwickelt, welche an Stelle der verflogenen Frischenoten getreten sind?
Dass genau da Noten nachkommen, das ist der wohl kniffligste Punkt an der Sheng Lagerung.
Die beiden Extreme; entweder man setzt voll auf Entwicklung, d.h. Wärme, Luftfeuchtigkeit und Luftkontakt en masse, oder man geht voll auf Konservierung, d.h. trocken, möglichst wenig Luftkontakt und evtl. sogar gekühlt ... den praktikablen Mittelweg, den Königsweg zu finden, im lokalen Klima und der eigenen Wohnung, dafür finde ich Achtsamkeit bei der Verkostung von mehrere Jahre so gelagerten wichtig. Wenn z.B. bei dir wenig Aromen durch die Lagerung nachkommen, wäre eine Erhöhung der Luftfeuchtigkeit zumindest während der kühleren (und dementsprechend zwingend trockeneren) Jahreszeit empfehlenswert.

vor 28 Minuten schrieb nemo:

Insgesamt wirkt der Tee aber zum jetzigen Zeitpunkt auf mich unrund und hat auch eine kleine (nicht-frucht)säuerliche Komponente, die mich stört.

Waren diese säuerlichen Noten schon damals? Durch diese Art der Lagerung sollten sie auf jeden Fall nicht entstehen.

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Da ich keine Verkostungsnotizen mache, kann ich nur aus der Erinnerung heraus antworten. Und das ist meiner Meinung nach doch sehr fehleranfällig. Außerdem war mein Equipment damals ein anderes und wie sehr sich das auch ohne Zauberschlamm auswirken kann, wissen wir ja ;)

Was allerdings beim Vergleich hilft, ist die Erfahrung mit anderen Tees, die ähnlich lange bei mir liegen. Sowohl die dezent säuerlichen als auch die Honignoten erkenne ich da wieder. Das Säuerliche hat bei einem anderen Tee, den ich noch etwas länger habe ab- und der Honig zugenommen. Daher auch die geäußerte Hoffnung beim Bannacha hier.

Die Luftfeuchtigkeit liegt aktuell bei ca 62% in 20°C.  Auf längerfristige Reifung in größerem Stil setze ich eigentlich gar nicht wirklich, sondern überlasse das Produzenten und Händlern, die ich für eine gute Lagerung dann auch gerne bezahle. Mehr als ein paar Experimente hatte ich an dieser Stelle nicht vor. Aber die wenigen finde ich tatsächlich spannend :)

Weißt Du was? Den anderen o. g. gelagerten nehme ich mir jetzt auch direkt noch vor. Hast mich da auf eine gute Idee gebracht. Und später vielleicht noch den 09er Jingmai von Yu Jinsong. Klingt nach dem guten Plan :D

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vor 22 Minuten schrieb nemo:

Zauberschlamm

🤣

vor 22 Minuten schrieb nemo:

Das Säuerliche hat bei einem anderen Tee, den ich noch etwas länger habe ab- und der Honig zugenommen.

Sehr erfreulich!

vor 22 Minuten schrieb nemo:

sondern überlasse das Produzenten und Händlern, die ich für eine gute Lagerung dann auch gerne bezahle.

Das ist so ne Sache ............................ puh ...... ich hab schon gut produzierte Shengs deutlich zu trocken gelagert gekriegt, die ich dann über Dampf wiederbeleben musste, was jedoch ein nicht gerade risikofreies Verfahren ist. Ich nenn in dem Zusammenhang jetzt keine Namen und möchte ganz bewusst allen Händlern die Möglichkeit zur Optimierung ihrer Sheng-Lagerung gewähren.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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  • 2 Wochen später...

Wow, ich hätte den Tee gerade kaum wiedererkannt. Offenbar hat er sich noch einmal extrem geöffnet, nachdem ich ihn neulich aus dem Kuchen gebrochen und seitdem gelöst aufbewahrt hatte.

Nach einer initialen Süße kommen kräuterige Noten nach und das säuerliche ist fast komplett verschwunden. Gefällt mir deutlich besser als bei den drei Verkostungen direkt nach dem Anbrechen.

Wenn ich einen Kuchen beginne zu trinken, löse ich immer so 100-150g auf einmal und verwahre diesen dann in Tondosen für den mittelfristigen Konsum. Überzeugt davon, dass es dem Tee gut tut, atmen zu können, war ich schon immer. Die Erfahrung eben war aber das deutlichste an Öffnung, was ich bislang erlebt habe :)

@GoldenTurtle
Wenn Du magst, lass ich Dir gerne etwas von dem Tee zukommen als Dankeschön für Deine Initiative mit der gemeinsamen Verkostung und Deine Beiträgen hier generell, die das Forum hier ordentlich mit Leben füllen. Aufgrund Deines PN-Features geht das Angebot ja leider nur öffentlich.

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