TaoTeaKing

Kintsugi: "Möchtegern", "echt" und alles dazwischen.

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Vor über einem Jahr hat meine Frau etwas auf meine Chawan fallen lassen und ihr damit zwei relativ große Macken verpasst. 

Vor kurzem habe ich hier im Forum von der Kintsugi Reperatur "Tradition" erfahren. 

Hier    http://www.teeweg.de/forum123/viewtopic.php?f=16&t=131 in einem anderen, speziell auf japanische Tee-Zeremonie spezialisierten Forum, habe ich von jemandem gelesen der auch seine Chawan reparieren wollte. Er hat sogar zu beginn überlegt es, traditionell selber mit Urushi (Kintsugi)  (#Wiki) zu versuchen... 

Allerdings hat es es letztendlich, nach einem Ratschlag aus dem Forum mit 2K Kleber (Uhu Endfest) versucht... er hat dem Kleber schwarzes Pigment untergemischt, da er eine schwarze Chawan repariert hat... 

Ich habe mich bei der Reperatur meiner Chawan an Blatt-Metall (unechtes "Blattgold") gehalten, welches ich in großen Mengen dem Kleber untergemischt habe... 

Ich finde das Ergebnis nicht berauschend (finde die goldenen Stellen wirken extrem grob und das Gold "flockig" nicht richtig verlaufen ... wie ich es von den Kintsugi-Bildern im Netz kenne)

... aber auf jeden Fall besser als vorher...  :yahoo: 

Es war nicht besonders schwer,  man braucht eigentlich nur etwas Geduld, 2K Kleber und Blattgold... (alles für insgesamt unter 20 Euro). 

(Bilder leider etwas sehr unscharf ... :blush:  ) 

 
 
 

bearbeitet von TaoTeaKing

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Mit Kintsugi ist es so eine Sache. Ich bin selbst grosser Anhänger dieser Reparaturmethode und besitze einige so reparierte Objekte (klick, klick, klick). Seit längerer Zeit stecke ich zudem in einem eigenen Projekt, bei dem ich nur ursprüngliche Materialien verwende (insb. Urushi-Lack und "Gold"-Pulver). Eines lässt sich dabei sagen: Entweder man ist geschickt oder investiert viel Zeit und Fleiss. Fehlt es an beidem, ist das Resultat meist nicht sehr ansehnlich. ;)



Wirklich gut ausgeführte Arbeiten sind daher sehr rar! Eigene Versuch am echten Kintsugi sind nicht sehr teuer, lohnen sich aber nur, wenn man sich wirklich dafür interessiert. 



Bei dir scheint ein kintsugi-naher Weg ja auch recht gut funktioniert zu haben. Wäre interessant, die Reparaturstelle noch etwas grösser abgebildet zu sehen. 


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Mit Kintsugi ist es so eine Sache. Ich bin selbst grosser Anhänger dieser Reparaturmethode und besitze einige so reparierte Objekte (klick, klick, klick). Seit längerer Zeit stecke ich zudem in einem eigenen Projekt, bei dem ich nur ursprüngliche Materialien verwende (insb. Urushi-Lack und "Gold"-Pulver). Eines lässt sich dabei sagen: Entweder man ist geschickt oder investiert viel Zeit und Fleiss. Fehlt es an beidem, ist das Resultat meist nicht sehr ansehnlich. ;)

Wäre neugierig dazu ein paar Bilder zu sehen...  :)

Ja, versuche morgen bei Tageslicht noch mal ein paar bessere Bilder zu machen. Auf den Fotos sieht man gleich jeden Fehler  :lol:  in echt gefällt der Chawan mir noch besser  ;)

(sagt man eigenltich "die" oder "der" Chawan?) 

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Eine wirklich gute Arbeit zeichnet sich dadurch aus, dass die Reparaturstellen perfekt in die Oberfläche eingepasst wird. Dies ist leider eher selten der Fall. 



gallery_447_29_226039.jpg






Hier einige Bilder meines eigenen Projekts:



gallery_447_29_139602.jpg




gallery_447_29_195102.jpg




gallery_447_29_90108.jpg






Schwierigkeiten bereitet insbesondere eine gute Mischung des Grundmaterials sowie das Zusammenfügen und Reinigen der einzelen Stücke/Nähte. Das Goldfinish dürfte dann wohl die leichteste Aufgabe sein.  ;)









(sagt man eigenltich "die" oder "der" Chawan?) 






"Die" würde ich behaupten, zumindest wenn man sich dabei an der Deutschen Übersetzung ausrichtet (Tee-Schale). :)


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Ich zähle mich ja leider nicht zu den Feinmotorikern. Wenn theroots schon so Probleme damit hat, dann sollte ich meine kaputte yunomi professionell reparieren lassen. Hat jemand Erfahrungen, was das kosten kann? 


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(sagt man eigenltich "die" oder "der" Chawan?) 

hatte vor einiger zeit mal nachgesehen: die chawan, aber der gaiwan.

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Aha, du übernimmst den Fall!?  :D

Da fehlt mir wohl doch noch die Übung, um Utensilien zu verunstalten, die nicht mir selbst gehören.  :lol:

Aber so liesse sich zumindest der Arbeitsaufwand und somit die Kosten schätzen. 

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Hehe, neee sooo ja nicht. Nicht, dass ich dir nicht vertrauen würde, aber an diesem Stück hängt mein Herz, daher würde ich es tatsächlich professionell machen lassen, wenn es nicht zu teuer wird.



Es handelt sich bei meinem Becher um zwei Haarrisse, weswegen der Becher undicht ist. 


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@rootie 


Hier noch die Nahaufnahmen die du sehen wolltest, leider, wie schon gesagt, wirklich absolut kein Meisterwerk...  aber ich kann damit sehr gut leben und finde es schön, dass jetzt ein Stück meiner eigener Arbeit in der Chawan steckt   :angel:



(Noch näher geht mit dem komischen Iphone-Dings nicht.) 


post-872-0-29786200-1413919018_thumb.jpg

post-872-0-19969300-1413919029_thumb.jpg

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Es handelt sich bei meinem Becher um zwei Haarrisse, weswegen der Becher undicht ist. 

Aufwändig wird die Sache v.a., wenn einzelne Teile fehlen und mit einer anzumischenden Masse rekonstruiert werden müssen. Ebenso, falls einzelne Teile zusammengeklebt werden müssen. In deinem Fall dürfte es jedoch reichen, beim dritten Schritt einzusteigen. Dabei werden die Haarrisse mit einer Schicht Urushi-Lack überzogen und, falls gewünscht, die Naht mit Pulver veredelt (ansonsten bleibt eine schwarze oder rote Naht).

Dies ist weitaus der einfachste Teil, den jemand mit Übung in weniger als einer halben Stunde durchführen kann. Soviel zur Arbeitszeit. Der Rest der Kosten hängt natürlich vom allenfalls verwendeten Metall ab: Bei (echtem) Goldpulver kann die Sache je nach Risslänge dennoch teuer werden. Bei Verwendung von Gold-Substituten (i.d.R. ein auf Messing basierendes Gemisch) oder je nach Farbe der Chawan allenfalls auch Silber (oder Silber-Substitut), fallen die Materialkosten nicht übermässig ins Gewicht. Ausgehend hiervon, kannst du dir ein relativ gutes Bild von den Kosten machen. :)

Aufgrund ihres tiefen Schwierigkeitsgrads könnte man diese Arbeit zudem, falls man sich dafür begeistern könnte/möchte und ausserdem vorgängig an ein einer Tasse oder Teller übt, sicherlich auch selbst versuchen. Preislich dürfte dies aber nicht günstiger kommen. 

 finde es schön, dass jetzt ein Stück meiner eigener Arbeit in der Chawan steckt   :angel:

Danke für die Bilder. Und da stimme ich dir voll und ganz zu!  ;)

bearbeitet von theroots

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Vielen Dank für die ausführliche Erklärung @theroots Da ich es mit der Feinmotorik nicht so habe, würde ich diesen Kelch eher an meine Frau weiterreichen. Schließlich ist sie diejenige, die ihn kaputtgemacht hat  <_< Kannst Du mir nochmal den Link zum Set geben?


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 Schließlich ist sie diejenige, die ihn kaputtgemacht hat  <_<

:D   :lol:  Wie lustig, bei mir auch  :D  :lol:

Bin ich hier richtig in der Selbsthilfegruppe für Männer deren Frauen ihre Tee-Sachen kaputt gemacht haben?!  :huh:

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:D   :lol:  Wie lustig, bei mir auch  :D  :lol:

Bin ich hier richtig in der Selbsthilfegruppe für Männer deren Frauen ihre Tee-Sachen kaputt gemacht haben?!  :huh:

Hehe, ja so sind sie. Meine Frau sträubt sich aber... ich sehe mich das schon selbst machen...

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Eine ruhige Hand kann allerdings bei der Linienführung nicht schaden..  :lol:


Habe mein Set von hier. Grundsätzlich würde eine Tube Urushi-Lack, eine Portion Pulver sowie, falls nicht schon vorhanden, ein Pinsel ausreichen.


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Allerdings hat es es letztendlich, nach einem Ratschlag aus dem Forum mit 2K Kleber (Uhu Endfest) versucht... er hat dem Kleber schwarzes Pigment untergemischt, da er eine schwarze Chawan repariert hat... 

Es war nicht besonders schwer,  man braucht eigentlich nur etwas Geduld, 2K Kleber und Blattgold... (alles für insgesamt unter 20 Euro). 

Wollte noch mal fragen wegen den schwarzen Pigmenten. Was könnte ich da nehmen? Hab eine schwarze Kanne und da ist der Griff raus. Also würde Schwarz schon besser aussehen.

Und dann noch: Wie hoch darf denn hinterher die Temperatur sein. Hält der 2K bis 100 grad bei heißem Wasser aus?

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Ja daher mein Fazit, dass man bei einmaliger Reparatur preislich wohl etwa gleich rauskommen würde, wie wenn man den "professionellen" Weg wählt.  ;)


bearbeitet von theroots

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