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Tamaryokucha


Ahasja

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Nun, da darf man bestimmt auch nicht alle über einen Kamm scheren. Ich hatte bishe erst einen Tamaryokucha, dieser hat mir aber sehr gut geschmeckt. Ich fand


auch, dass dieser sich von "normalen" Sencha-Verarbeitungen abhebt, im Erscheinungsbild des Blattmaterials, der Aufgussfarbe und auch geschmacklich.


Der Tee hatte einen deutlich intensiveren Geschmack in die herbere Richtung und äusserst aromatisch. Aber gerade das hat mir an diesem Tee sehr gut gefallen. 



I


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Sencha besitzt ja, was Duft und Geschmack angeht, eine große Bamdbreite, wenn man sich da den kleinsten gemeinsamen Nenner raussuchen würde, erhielte man ein Profil (gemeint ist hier: der Duft, eine Tassenfarbe von gelblich bis grün, im Geschmack die drei Komponenten: Süße, Herbe und Umami) das in jedem Sencha zu bestimmten Teilen vorkommt. Dieses Profil meinte ich. Und das unterscheidet sich meines Wissens nicht sehr stark von dem eines (bedampften) Tamaryokuchas. Bei sonst gleichen Variablen, wie Kultivar, Länge der Bedampfung, Beschattung, Anbaugebiet, hi-ire usw!

Natürlich kann sich Sencha A von Tamaryokucha B unterscheiden, das liegt dann aber meist an anderen Variablen als am Herstellungsprozess alleine.

Etwas stutzig macht mich allerdings deine Beschreibung der Aufgussfarbe. Wenn es sich um einen "normalen" bedampften Tamaryokucha handelt, sollte die eigentlich im Sepktrum gelb (normaler Tamaryokucha) bis grünlich (Fukamushi Tamaryokucha) sein. Braun würde entweder auf eine Nachröstung, wie z.B. bei Hoji-cha, oder eine Oxidation, also Überlagerung, hindeuten. Bist du sicher, dass es sich um einen bedampften Tamaryokucha handelt, oder könnte es auch ein pfannengerösteter (Kamairi-cha) sein? Der würde geschmacklich schon eher zu dem von dir genannten Gunpowder passen.

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@seika



Hier ist der Tee


http://www.teegschwendner.de/tee/shop_japan_gruentee_de.mfpx?ActiveID=1629



Nr. 717



Ich kann ja nächstes Mal die Tassenfarbe fotografieren. Je nach Auslegung kann man auch von einer dunkleren gelben Farbe sprechen. Tiefbraun ist er nicht. Irgendwo an der Grenze von Gelb zu Braun vielleicht. Der Gunpowder Touch ist für mich schon signifikant.


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... Außerdem, wenn der beschattete Anbau erst 1835 im Zuge von Gyokuro entdeckt wurde, heisst das ja, dass Tencha vorher nicht beschattet wurde. Also kein Tencha im heutigen Sinne war. 

Das ist damit nicht unbedingt gesagt... es gibt schließlich auch natürliche Beschattung und C. sinensis ist wie alle Camellien ein "Untergehölz" in Laubwäldern. Wenn man davon ausgeht dass die ersten Anpflanzungen unter natürlichen Bedingungen erfolgten war eine künstliche Beschattung nicht notwendig. Teeplantagen wie wir sie heute kennen wird es damals noch nicht gegeben haben.

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  • 3 Wochen später...

Also ich hatte das Glück den Tamaryokucha Gold von Familie Soejima für 20,- statt an die 40,- zu erwerben, da Ernte 2013 und muss sagen das dieser richtig tiefgrüne Aufguss einem den Kopf leicht zum hämmern bringt. Das verträgt gewiss nicht jeder aber der Geschmack ist meines Erachtens einzigartig, wobei darauf zu achten ist die Sorte am besten mit der Lichtquelle zuzubereiten


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Die Lichtquelle ist eines der verschiedenen Wassersorten aus der St.Leonhardts Quelle und meines Erachtens das mit dem angenehmsten Geschmack um sich einen guten Grüntee zuzubereiten.



Gibt es in den meisten Bioläden, ich hatte auch das Bergquellwasser von Plose getestet, dort treten dann aufgrund seines leicht bitteren Geschmacks aber unerwünschte Verstärkungen ein.


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  • 1 Monat später...

Guten Abend allerseits,


Nach etwas längerer Abstinenz habe ich mal wieder einen neuen Grüntee geöffnet, nachdem mein Kamairicha gerade ausgetrunken wurde. Als Ersatz muss nun ein Tamaryokucha aus Ureshino von Herrn Ota (direkt aus Japan importiert) herhalten. Inwiefern es sich dabei um Gedünsteten/Gerösteten handelt kann ich allerdings nicht beurteilen. Wie dem auch sei, hier meine Eindrücke:


Schon beim öffnen der Vakuumverpackung wird klar, was einen hier erwartet: Viel Nuss.


Das Blattgut ist relativ unspektakulär. Grün, gerollt und kaum krümelig. 


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Der erste Aufguss (2 Teelamaß, ca. 6g auf 200ml) kam, während mir diese Dosierung bei Sencha/Kamairicha genügt, relativ dünn daher. Länger als 2 Minuten sollte man ihn (bei 70°) imo. nicht ziehen lassen, da er sonst ins bittere geht. Ansonsten bestätigen sich alle bisherigen Feststellungen. Keine Krümel in der Tasse, Tee schmeckt nussig, überhaupt nicht grasig.


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Das Blattgut ist nach diesem Aufguss noch nicht vollständig aufgegangen.


Der zweite Aufguss (2 Minuten bei 80°) ist besser gelungen und schmeckt sehr angenehm. Weiterhin nussig und weiterhin keine Spur von grasig. 


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Nun ist das Blattgut auch größtenteils aufgegangen und man kann sehr schön die ausgesprochen grün, gesund aussehenden Blätter erkennen.




Nun ist die geschmackliche Beschreibung doch eher knapp ausgefallen, allerdings fällt es mir auch ausgesprochen schwer mehr zu diesem Tee zu sagen. Er schmeckt nussig, fast wie ein Hojicha, ist dabei aber nicht so aufdringlich. Mit einem Kamairicha und erst recht mit einem Sencha würde ich ihn keineswegs vergleichen, aus dem Gedächtnis heraus würde mir als Vergleich ein Drachenbrunnentee (Mei Jia Wu), späteren Pflückdatums einfallen. Größere Schnitzer erlaubt der Tee sich meiner Meinung nach nicht. Er schmeckt nicht bitter, aufdringlich, oder allgemein unangenehm. Aber auch nicht "japanisch". 


Wer eine Abwechslung zu den typischen Japanern sucht, der kann ihn gut ausprobieren, wer allerdings einen typisch japanischen Grünen sucht, der sollte sich nach anderen Tees umschauen. Für mich ist es ein gelungener Tee zu einem angemessenen Preis, aber auch nicht mehr.



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  • 3 Wochen später...

Mir scheint, wenn ich hier so die verschiedenen Beschreibungen lese, dass es doch sehr unterschiedliche Varianten des Tamaryokucha gibt.


Habe ihn gerade zum ersten Mal in der Tasse, Bio Tamaryokucha von TeeKontorKiel, momentan noch der erste Aufguss.



Den Duft aus der frisch geöffneten Packung empfand ich auch schon als betörend fein, etwas heuartig und würzig (ich hatte die Assoziation an ein Pferd, das gerade frische Kräuter malmt).


Die Tasse ist hell, gelb bis grünlich und leuchtet geradezu. Aufgegossen habe ich etwa 1 EL auf 400 ml mit ca. 60 °C und ca. 1 Min Ziehzeit.


Geschmacklich finde ich ihn sehr angenehm: leicht, gleichzeitig cremig bis sahnig, nussig, mit Heunote und im Gegensatz zu Sankart sehr japanisch.


Der Geschmack erinnert mich auch etwas an frisch aufgebrühte, junge Brennnessel, jedoch zarter. 


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Puuuh 'tschuldigung, dass ich so lange gebraucht habe um zu antworten, allerdings war ich hier im Forum über Facebook angemeldet und zwischenzeitlich wurde mein Account, warum auch immer, gesperrt (was mir aber recht ist, endlich keine E-Mails mehr :P ). Anschließend war ich unterwegs und hatte keine Zeit mich darum zu kümmern, aber was soll's, man kennt das ja.



Jedenfalls habe ich eine Direktverlinkung ausgelassen, da das in diesem Forum so wohl nicht üblich ist und nicht gern gesehen wird (?). Mein Tee kam von Thes Du Japon, allerdings gibt es diesen dort nichtmehr (ich habe den Ureshino #1 mit 30% Yabukita, 30% Saemidori, 20% Sayama kaori, 20% Tsuyu-hikari, nun gibt es "nur" noch den Ureshino #2 mit XX% Yabukita und XX% Sayama-Kaori).



@Raku


Hätte ich den Monat noch Geld über, würde ich den einfach mal herholen, aber dann bringt mich meine Freundin um. Vielleicht liegt es an der unterschiedlichen Dosierung/Ziehzeit, aber die Zusammensetzung des TKs von Ota ist doch etwas "durcheinander" denke ich.


Bearbeitet von Sankart
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@ Sankart: Dieser Tamaryokucha ist jetzt wohl neu bei TKK im Sortiment und läuft Dir sicher nicht weg. ;)


Habe den gerade auch wieder frisch zubereitet und er scheint einer meiner neuen Alltagstees geworden zu sein. 



Hatte ihn mal aus Versehen recht heiss aufgebrüht, wodurch er herber, aber nicht unschmackhaft war. Mit niedrigerer Temperatur (60-70 °C) kommen die feinen Nuancen jedoch besser heraus.



Da ich den Tee auch zum Arbeiten trinke, habe ich hierbei größere Mengen in der Kanne (400-500 ml). 3-4 Aufgüsse sind bisher noch sehr wohlschmeckend (mehr habe ich noch nicht getestet)


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  • 3 Monate später...

Habe in den letzten Tagen diesen Tamaryokucha hier getrunken.

https://www.o-cha.com/organic-kamairi-tamaryokucha.html

Muss ehrlich sagen, da hat mir der mit den gelben Blättern von TG besser geschmeckt (den sie mittlerweile aus dem Programm genommen haben). Der hatte eine ganz eigene Geschmacksnote, von der ich anfangs dachte, das sei das Tamaryokucha-Typosche. Ein Hauch mehr Bitterkeit als Senchas.... 

Der verlinkte O Cha Tee schmeckt wie ein ganz milder Sencha. Da muss man schon wirklich 12 g Tee für 300ml Tee nutzen und ihn nicht wie angegeben ziehen lassen sondern 120 sek, 60 sek, 90 sek, um überhaupt etwas zu Schmecken.

Wer schon mehrere Tamaryokuchas getrunken hat, von den Usern würde mich mal interessieren, was sie als das Charakteristische an diesen Tees empfinden. 

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  • 2 Wochen später...
vor 8 Stunden schrieb seika:

Wie heiß hast du denn aufgegossen? Ist ein Kamairi, wenn nicht von herausragender Qualtität, kannst du es ja mal mit 90-100 Grad bei 30-60 Sekunden probieren. :)

Weiß nicht mehr. Der Tee ist verzehrt und ich habe mir keine Notizen zum aufgießen gemacht sondern nur in meiner Kartei vermerkt, dass ich ihn nicht mehr bestelle.

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Kein Problem. ;) Kamairi-cha ist schon recht speziell. Kann ich gut verstehen, dass er dir nicht zugesagt hat. Ich trinke ihn ganz gerne, aber einen guten Sencha würde ich jederzeit vorziehen. ^_^ Was mich am Kamairi-cha dennoch fasziniert ist seine Herstellung, finde das nostalgisch. Die Computerisierung wurde im Gegensatz zur Sencha-Herstellung von den Maschinenherstellern nicht mitgemacht. Stand ist immer noch irgendwo 70er Jahre, wenn überhaupt. Dementsprechend erfordert das ganze viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Außerdem bieten sich aufgrund des Herstellungsverfahren auch Möglichkeiten in Richtung Oolong zu gehen, was ich sehr spannend finde. Hätte ich nicht den Zugang und auch den regionalen Bezug, würde ich vermutlich auch keinen Kamairi-cha trinken. ;)

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ich habe grad meinen ersten kama-iri in der tasse:

http://www.thes-du-japon.com/index.php?main_page=product_info&products_id=348

 

 

ich muß sagen ich bin ausgesprochen begeistert.

eine symbiose aus komplexen süeßen aromen aus gemüse, kartoffeln , gepaart mit leicht maroniger röstnote und im abgang (ca 30 sec nach dem schlucken) ein leicht erdbeeriger nachhall O.o.

 

 

ichbin verblüfft und absolut positiv überrrascht ob dieser geschmacksbombe, bei den kontroversen eindrücken, die man ansosnten so hier liest.

steht zu 1000% bei der nächsten bestellung mit aufm plan.... und sicherlich nochn paar mehr

 

 

Bearbeitet von phoobsering
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Amakusa weckt einige Erinnerungen. :) Hört sich nach einem interessanten Tee an. Wie hast du ihn denn zubereitet? In Amakusa werden, zumindest habe ich das mal so gelesen, nicht die sonst in Kumamoto üblichen hochwandigen Kama, also die Kessel, benutzt, sondern flachere. Leider sind bei tdj dazu keine Angaben zu finden. 

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