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Ich erschließe mir momentan die japanische Teewelt. Über Matcha (momentaner Liebling "Kyo mukashi" vom Maiko) bin ich nun zum Tamaryokucha gelangt, nachdem ich weder mit einem Gyokoru (komplett Enttäuschung) noch mit einem Sencha glücklich geworden bin. Momentan genieße ich nun täglich denTamaryokucha Violett vn Familie Soejima, den Marimo vertreibt. Trinkt den von Euch noch jemand.



Nach vielem rumprobieren, bin ich zu folgender Aufgussmethode gelangt bei 7,5gr bei 200ml:


1. bei 70°C mit 30sec.


2-5. bei 70°C bei zwischen 5-10 sec.



Der Tee entfaltet eine sehr angenehme gemüsige-ganz leicht nussige Note bei mir. Allerdings sind meine Geschmacksknospen null ausgebildet. Kurzum: Mir schmeckt der Tee. Im Online-Shop von Teefeinkost TAN habe ich in der Beschreibung gelesen, dass man einen Hauch von Erdbeerkonfitüre schmecken solle. Schmeckt Ihr das auch raus? Also ich nicht. Das kann aber auch an meinem schlechten Wasser hier liegen.



So jetzt zu meiner eigentlichen Frage: Welchen Tamaryokucha trinkt Ihr denn so?




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ich hatte eine shincha-version von tee du japon:



http://www.teetalk.de/topic/318-welcher-tee-ist-heute-in-eurer-tasse-teil-2/page-53#entry20455



der , den sie in diesem jahr haben , ist zwar auch cultivar yabukita, aber variiert wohl geschmacklich.



http://www.thes-du-japon.com/index.php?main_page=product_info&products_id=300



die Kama-iri reizen mich aber total, hören sich aber auch sehr gut an, werde ich bestimmt auch mal bestellen ... grade die kumamoto, die man in D kaum bekommt (und wenn zu abartigen preisen)



http://www.thes-du-japon.com/index.php?main_page=index&cPath=1_31


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Kamairicha wird im Gegensatz zu dem Großteil der anderen jap. Tees nicht gedämpft, sondern in einer heißen Pfanne weiterbehandelt. Sie haben oft deswegen ein leicht nussiges Aroma, oft maronenähnlich.


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Tamaryoku-cha (in der bedampften Form = mushi-sei) trinke ich recht haeufig, meist in der Fukamushi-Variante. Was, abgesehen von der Form der Blaetter, grossartig anders als bei einem Sencha sein soll, konnte ich mir noch nicht erschliessen. Im Blindtest wuerde ich mir nicht zutrauen einen Tamaryoku-cha von einem Sencha zu unterscheiden, wenn beide nur in der Verarbeitung unterschiedlich sind. Sprich Anbaugebiet, Kultivar, Bedampfungszeit usw. gleich sind.



Mein Teehaendler, oder besser gesagt ein Haendler, bei dem ich regelmaessig Fukamushi Tamaryoku-cha kaufe, sagt, dass Tamaryoku-cha milder im Geschmack als Sencha sei, da sich fuer die Tamaryoku-cha Produktion nur junge weiche Blaetter eignen wuerden. Ihm zu Gute halten moechte ich, dass er den Tee nicht nur verkauft, sondern selber herstellt, also wissen sollte, wovon er spricht. Meiner bisherigen Erfahrung nach denke ich, dass es eher ein Verkaufsargument ist. Schlechten Tamaryoku-cha hatte ich naemlich auch schon (zur genuege)! ^_^



Kamairi-cha habe ich eine Weile haeufig getrunken, bin ich aber mittlerweile wieder von weg. Da gefallen mir gruene Oolongs doch besser. Habe letztens einen Kamairi aus Honyama (Shizuoka) gesehen, der nach Taiwan-Art (Baozhong) hergestellt wurde. Wunderbarer Duft und unglaublicher Preis.  :blink: Na ja, nussig fand ich die bisher getrunken Kamairis nicht. Eher minzig mit einem schwer zu beschreibenen Duft und Anklang im ersten Aufguss. Japanisch nennt man es kama-ka das Pfannen oder Trommel-Aroma. Sind ja meistens eher Trommeln, in denen die Blaetter erhitzt werden. 


bearbeitet von seika

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So jetzt zu meiner eigentlichen Frage: Welchen Tamaryokucha trinkt Ihr denn so?

 Ich mag Tamaryos sehr gerne und trinke häufig den Tamaryo Silber vom gleichen Familienbetrieb. Ich würde geschmacklich der obigen Liste noch "fruchtig" hinzufügen.

Und den GO EN von der Familie Morimoto mag ich auch sehr gerne, er schmeckt allerdings deutlich intensiver und hat viel Süße & Umami. Wenn Du keine Gyos magst, dann ist der GO En vermutlich zu heftig. 

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Tamaryoku-cha (in der bedampften Form = mushi-sei) trinke ich recht haeufig

Das ist interessant Seika! Ich dachte bisher, Tamaryokucha wäre per definitionem ein japanischer Grüntee, der in der Pfanne geröstet wurde. wiki wusste es aber besser *g*

Hab gestern den Tama von O-Cha aufgemacht und find ihn auch recht lecker - hatte eigentlich einen Tee erwartet, der ziemlich chinesisch schmeckt, mit Noten knusprigen Brots und Heublumen, aber konnte feststellen dass dieser durchaus ziemlich japanisch schmeckt (da fällts mir schwerer, passende Adjektive zu finden - Seetang? Sushi? - ich schreib einfach mal Umami, da weiß eh keiner was es heißt :D /ironie aus). Nein, jedenfalls ein leckerer Tee, der echt japanisch schmeckt, mit einem Touch China, sozusagen :)

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Das ist interessant Seika! Ich dachte bisher, Tamaryokucha wäre per definitionem ein japanischer Grüntee, der in der Pfanne geröstet wurde. wiki wusste es aber besser *g*

Vermutlich hattest Du Tamaryokucha mit Kamairicha, welcher ungedämpft bleibt, verwechselt. Tamaryo wird besonders lange gedämpft und anschließend in Eisenkesseln kurz geröstet wodurch die Kräuselform des Blattes entsteht. ;o)

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Das ist interessant Seika! Ich dachte bisher, Tamaryokucha wäre per definitionem ein japanischer Grüntee, der in der Pfanne geröstet wurde. wiki wusste es aber besser *g*

Bis zur Erfindung des Herstellung unter Verwendung von Dampf (Anfang des 20. Jahrhunderts, die genaue Jahreszahl muss ich zu Hause noch mal nachschauen) war dies vermutlich auch so. Damals war praktisch jeder Tamaryoku-cha auch ein Kamairi. Heutzutage sind (mengenmaessig) mushi-sei also bedampfte Tamaryoku-cha verbreiteter, weshalb ein Bedeutungswandel stattgefunden hat hin zu Tamaryoku-cha und Kamairi-cha. Ganz korrekt waere mushi-sei Tamaryoku-cha und Kamairi-sei Tamaryoku-cha. 

Vermutlich hattest Du Tamaryokucha mit Kamairicha, welcher ungedämpft bleibt, verwechselt. Tamaryo wird besonders lange gedämpft und anschließend in Eisenkesseln kurz geröstet wodurch die Kräuselform des Blattes entsteht. ;o)

Dem ersten Teil stimme ich zu.  :thumbup: Bei letzterem habe ich meine Zweifel, ob man das so verallgemeinern kann. Ich moechte es nicht ausschliessen, schliesslich wird es mehr als einen Herstellungsweg geben. Je nach Region oder Hersteller koennen es da schon Unterschiede geben. Meines Wissens ist der Unterschied zwischen Sencha und Tamaryoku-cha, dass bei letzterem der Prozess des Rollens, also der Part, wo die Blaetter in Nadelform gebracht werden, entfaellt. Die Laenge der Bedampfung variiert meines Wissens genau so wie beim Sencha auch, es gibt sowohl normal (futsu Kroeti  ;)) als auch lange bedampfte (fukamushi). Ueblicherweise wird bei der Aracha Herstellung, sofern sie maschinell durchgefuehrt wird, der Tee nach dem Bedampfen in verschiedenen Schritten getrocknet. Dies geschieht zwar in Trommeln, aber durch heisse Luft. Der fertige Aracha wird dann anschliessend noch einmal getrocknet, da er noch zu viel Feuchtigkeit hat. Bei diesem letzten Schritt erhaelt der Tee dann das hi-ka. In der japanischen Fachliteratur wird auch dies als "Trocknen" bezeichnet. Traditionell geschieht das auf den jotan (助炭) genannten Holztischen. Ob man in dem Zusammenhang von "roesten" sprechen kann, bin ich ehrlich gesagt ueberfragt. Eine Roestung im Eisenkessel kenne ich eigentlich nur von Hoji-chas.  :rolleyes:

bearbeitet von seika

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Bis zur Erfindung des Herstellung unter Verwendung von Dampf (Anfang des 20. Jahrhunderts, die genaue Jahreszahl muss ich zu Hause noch mal nachschauen) war dies vermutlich auch so. Damals war praktisch jeder Tamaryoku-cha auch ein Kamairi. Heutzutage sind (mengenmaessig) mushi-sei also bedampfte Tamaryoku-cha verbreiteter, weshalb ein Bedeutungswandel stattgefunden hat hin zu Tamaryoku-cha und Kamairi-cha. Ganz korrekt waere mushi-sei Tamaryoku-cha und Kamairi-sei Tamaryoku-cha. 

Ja genau, so ist es "ganz korrekt". ;o)

Dem ersten Teil stimme ich zu.  :thumbup: Bei letzterem habe ich meine Zweifel, ob man das so verallgemeinern kann. Ich moechte es nicht ausschliessen, schliesslich wird es mehr als einen Herstellungsweg geben. Je nach Region oder Hersteller koennen es da schon Unterschiede geben. 

Ja garantiert gibt es regionale Unterschiede. Aber ich wollte ja hauptsächlich auf eine eventuelle Verwechslung hinweisen und keine Verwirrung stiften. Manchmal ist es einfacher kurz und knapp übliche Teebezeichnungen mit einem Satz zu erklären als ins tiefe Detail zu gehen. 

 Ob man in dem Zusammenhang von "roesten" sprechen kann, bin ich ehrlich gesagt ueberfragt. Eine Roestung im Eisenkessel kenne ich eigentlich nur von Hoji-chas.  :rolleyes:

Jaaaa der Begriff "rösten" ist sicher falsch, bzw. irreführend "trocknen" wäre der korrekte Begriff.  :angel:

Abschließend möchte ich noch auf folgenden, meiner Meinung nach schön geschriebenen, Text hinweisen. Eines unserer Tamaryos stammt aus diesem Familienbetrieb und ich finde die Produktionsart wird hier gut und verständlich erklärt. :thumbup: Amüsant finde ich die Stelle mit der nicht bio-zertifizierbare Sakedüngung.  :D 

http://marimo.eu/tamaryokucha-gruentee.html

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Ja garantiert gibt es regionale Unterschiede. Aber ich wollte ja hauptsächlich auf eine eventuelle Verwechslung hinweisen und keine Verwirrung stiften. Manchmal ist es einfacher kurz und knapp übliche Teebezeichnungen mit einem Satz zu erklären als ins tiefe Detail zu gehen.

Da gebe ich dir recht. Ich fand halt nur deine Aussage, ein Tamaryoku-cha sei ein lang bedampfter Tee (der anschliessend im Eisenkessel) geroestet wird, verwirrend. Ein (mushi-sei) Tamaryoku-cha ist salopp gesagt, ein Sencha in Kraeuselform. Und diesen gibt es wie beim Sencha auch in verschieden lang bedampften Versionen. 

Und um noch was konstruktives nachzuschieben. In einem meiner Buecher wird die Entwicklung der verschiedenen Teetypen in Japan (bzw. deren Ankunft aus China) auf der Zeitleiste wie folgt datiert:

Tencha (Matcha): 1191

Kamairi-sei Tamaryoku-cha (Kamairi-cha): 1654

Mushi-sei Sencha: 1738

Gyokuro: 1835

Mushi-sei Tamaryoku-cha: um 1932

Fukamushi-sei Sencha: um 1975

Leider fehlt bei Angaben die Information, ob es sich um das Jahr der Erfindung oder Verbreitung handelt, was bei den spaeteren Entwicklungen hier im Forum schon zu Diskussionen gefuehrt hat. Gegenteilige Meinung hier im Forum war, dass Fukamushi etwa um 1950 bzw. zur Olympiade 1964 (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) erfunden wurde. In der japanischen Wikipedia findet sich dazu die Aussage, dass dieses Verfahren wohl in mehreren Orten gleichzeitig entwicklet wurde, in Makinohara (Shizuoka) aber in den 50er bzw. fruehen 60ern. Na ja, auf die paar Jaehrchen solls nicht drauf ankommen.

Interessant fand ich in dem Zusammenhang, dass der Mushi-sei Tamaryoku-cha etwa 200 Jahre nach der Sencha-Herstellung erfunden wurde. Also ein noch recht "junger" Typ ist. :D

Ausserdem, wenn der beschattete Anbau erst 1835 im Zuge von Gyokuro entdeckt wurde, heisst das ja, dass Tencha vorher nicht beschattet wurde. Also kein Tencha im heutigen Sinne war. :rolleyes:

bearbeitet von seika

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Ausserdem, wenn der beschattete Anbau erst 1835 im Zuge von Gyokuro entdeckt wurde, heisst das ja, dass Tencha vorher nicht beschattet wurde. Also kein Tencha im heutigen Sinne war. :rolleyes:

So zumindest die Theorie. Wäre interessant zu wissen, ob dem wirklich so ist. ;)

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Matcha ist so alt, gibt es schon so lange. :blink:

Vermutlich noch laenger. 1191 kam er aus China nach Japan.

So zumindest die Theorie. Wäre interessant zu wissen, ob dem wirklich so ist. ;)

Na wenn die Beschattung erst spaeter "erfunden" wurde, gehe ich davon aus, dass davor nicht beschattet wurde. Auch interessant finde ich die Frage, wie viel der heutige Matcha mit dem von anno 1191 gemein hat. Ausser der Pulverform vermutlich nicht viel. ;) Zumal er damals noch Tencha hiess und erst kurz vor dem Gebrauch gemahlen wurde.

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Denke mal das wird Wunschdenken bzw. Theorie bleiben (muessen). Ein Matcha von anno 1191 duerfte abgesehen vom Haltbarkeitsproblem schwer aufzutreiben sein. Aber vielleicht hat Kroeti da ja was an der Hand?! ;)


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Ja da zweifle ich auch an der Aussagekraft.  :lol:


Aber es wäre ja nicht das erste Mal, dass so etwas in der heutigen Zeit entsprechend den bestehenden Quellen reproduziert wird. Vgl. etwa, wobei die Geschichte beim Matcha natürlich leicht weiter zurück liegt. Dennoch dürfte das heutige Resultat ohnehin weitaus mehr überzeugen. ;)


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Tamaryoku-cha (in der bedampften Form = mushi-sei) trinke ich recht haeufig, meist in der Fukamushi-Variante. Was, abgesehen von der Form der Blaetter, grossartig anders als bei einem Sencha sein soll, konnte ich mir noch nicht erschliessen. 

Ich habe von TG den Japan Tamaryokucha Bio da und bin so auf diesen Thread gestoßen. Für mich ist die Erfahrung eine völlig andere als von dir beschrieben, seika. Sencha (egal welcher) und diesen Tee kann man wirklich nicht verwechseln. Schon die Tassenfarbe bei dem TG Tee geht ins bräunliche hinein und auch der Geschmack ist ein völlig anderer. Ich finde, der Geschmack hat ein bißchen etwas von chinesischem Gunpowder Tee. 

Werde die 100 Gramm Tüte aufbrauchen aber glaube ich den Tee dann nicht mehr bestellen. Ich bleibe eher bei den Klassikern, Sencha, Gyokuro und Kabusecha. Darüber hinaus werde ich noch die Sorten Genmaicha, Bancha und Karigane bestellen (Karigane wurde mal an anderer Stelle gerade für Vieltrinker empfohlen).

TG wird den Tamaryokucha Bio übrigens bald aus dem Programm nehmen, teilten sie mir im Rahmen der Bestellung mit. Offenbar ist nicht so der Absatz da?

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      (Eine kurze Vorbemerkung: Wie es auch auf "thés du japon" empfohlen wird, wird auch hier empfohlen das Wasser vorher 5 Minuten lang abzukochen. Ich will demnächst mal sehen, was der geschmacklich Unterschied wäre. Da ich hier aber nur eine kleine Probe habe, habe ich wie gewöhnlich mein gefiltertes Wasser benutzt und dieses nicht aufkochen lassen, sondern nur bis zur gewünschten Temperatur erhitzt.)


      Den ersten Aufguß habe ich wie vom Verkäufer empfohlen gemacht: 3g für 100ml, 60 Sekunden, 70°C. Das Ergebnis war fantastisch. Ich habe zwar keine für Tamaryokucha typische Mandelnote herausgeschmeckt. Aber es ergab einen klaren gemüsigen, leicht grasigen Geschmack, der deutlich definiert auftrat und mit angenehmer Süße den Mund füllte. Dabei gab es keinerlei Bitternis. Der Nachgeschmack war lange anhaltend und mir floß wortwörtlich das Wasser im Mund zusammen. Und so sah der erste Aufguß aus:

      Nachfolgend habe ich beim zweiten Aufguß wieder 70°C verwendet, aber nur ganz kurz, ein paar Sekunden ziehen lassen. Der präsente Geschmack im Mund war abgeflacht, nur der Nachgeschmack war noch vergleichbar mit dem ersten Aufguß:

      Beim dritten Aufguß habe ich dann die Temperatur auf 75°C erhört und 30 Sekunden ziehen lassen. Aber es war nur noch ein Schatten vom ersten großartige Aufguß vorhanden.

      So bin ich am Ende sowohl begeistert als auch enttäuscht. Der erste Aufguß war großartig - ein großartiges Erlebnis, das den Wunsch nach mehr gegeben hat. Aber die folgenden Aufgüße konnten diesem Wunsch nicht mehr entsprechen.
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