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Teespielzeug - oder, worin bereite ich meinen Tee zu?


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Am Wochenende kamen einige Neuzugänge, die ich euch nicht vorenthalten möchte. 😁 Insbesondere wäre da eine Hōhin mit Dōkeyū (道化釉) und einem Fassungsvermögen von ca. 100ml. Nach einem Aufgussgefäs

Es ist vollbracht! Die Kanne ist repariert und kommt morgen oder am Montag an. Die hier gezeigten Bilder sind von Frau Watanabe selbst, ich könnte Sie nicht besser machen. Ich freue mich!   

So, nachdem ich ja vor ein paar Tagen schon angekündigt habe dass ich Post erwarte, hier nun ein paar Bilder meiner Neuanschaffung. Nach jahrelangem hin und her, habe ich mich nun endlich da

Veröffentlichte Bilder

vor 8 Stunden schrieb doumer:

meine westlich geprägte Tee-Einsiedler-Brille

🤣 vortrefflich formuliert!

vor 8 Stunden schrieb doumer:

Da geb ich dir natürlich Recht: zusammen Tee zu trinken ist definitiv etwas feines!

Ja, und wie gut der Tee ist für mich in erfreulicher Gemeinschaft beinahe unwichtig ... und es müssen auch gar nicht immer Kenner sein ... wenn man sich gewohnt ist mit Kennern sowie mit Nichtkennern Tee zu trinken, geht das mit der Zeit so leicht, so intuitiv, ich achte mich kaum noch ob sie es geniessen oder nicht, sondern geniesse es einfach selber, dann geniessen sie es i.d.R. umso mehr - gerade heute wieder, Teerunde mit zwei Anfängerinnen, mit deren und meinen Kids, die super miteinander spielten, alles draussen, zwischenzeitlich hat es auch noch geregnet und trotzdem konnte ich es wunderbar geniessen, mal was mit den Kids unternehmen und denen bei der Umsetzung eines Planes helfen, ne Runde tanzen zur Musik, etwas Fussball spielen, dann wieder etwas einfachsten Huang Pian schlürfen (Spring Morning von Scott), wunderbar. Interessanterweise wäre mir der Sheng vielleicht fast etwas zu banal, wenn ich ihn alleine trinken würde, aber durch das Miteinander verändert sich die Wahrnehmung vom Tee. Man wird gnädiger, beachtet mehr die unterhaltenden Facetten. Ich wollte denen halt schon auch einen authentischen Einblick vermitteln in traditionellen Tee - und was die Bauern früher immer selbst getrunken haben, bodenständiger gehts kaum. Dazu reicht der Tee Anfängern auch noch eine helfende Hand der Fruchtigkeit.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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  • 2 Wochen später...

Mir ist der Deckel meines Porzellans Gaiwan vorgestern heruntergefallen und zerbrochen.
Ich war gestern schon im Teeladen wo ich den gekauft hatte, aber es waren keine mehr da. :(
Es ist auch ungewiss, wann welche angeliefert werden.
Ich würde jetzt auch nicht so gerne einen in einem online Teeladen bestellen, weil ich nicht wüsste,
was ich sonst kaufen sollte, um Versandkostenfrei bestellen zu können. 
Tee ist noch genug da und anderes Zubehör bräuchte ich momentan auch nicht.

Wenigstens bin ich nicht Gaiwanlos, ich habe noch einen aus dem Teeladen wo ich meine große Kyusu gekauft habe.
Der ist einiges größer als mein Porzellan Gaiwan so ca. 150ml und hält die Wärme wegen der dickeren Keramik besser.
Benutze ich selten, weil ich mir meistens nicht sicher bin, ob ich nur einen oder zwei verschiedene Tees trinken möchte.
Mit dem Porzellan Gaiwan habe ich oft schon 2 verschiedene Tees an einem Tag getrunken.
mit diesem Gaiwan schaffe ich nur einen ;)

ich war vorherige Wochen hier nicht so aktiv, weil ich Abwechslung brauchte und es mir oft zu warm war für Grüntee.:$
 

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Bearbeitet von Macarona
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Hier nun der Grund, warum wieder ein Kännchen gehen muss

Von Jaroslav Marek kenne ich bislang nur Teeschälchen, die mir optisch sehr gut gefallen, auch wenn die Ergebnisse stellenweise auf Grund der Asche-Glasur sehr unterschiedlich sind - daher hab ich sofort zugeschlagen, als ich dieses hübsche winzige Kännchen (55ml) gesehen habe, da es innen unglasiert ist und der grobe aber sehr dichte Ton ungehindert mit dem Tee interagieren kann! Die besondere Asche-Glasur kommt durch den Brand in einem selbstgebauten Anagama (穴窯) zustande (siehe hier für Bilder) und kann sehr unterschiedliche Ausprägungen annehmen: von gelb-roten Glasuren wie außen an diesem Kännchen über grau und braun bis hin zu blau und grün ist alles dabei. Ich bin gespannt, wie der Ton den Tee beeinflusst: auch wenn dieser recht grob ist, ist er sehr dicht, weshalb er nicht die Offenporigkeit wie z.B. bei vielen Kännchen von Petr Novak hat - er gibt dem Kännchen auf jedenfalls sehr viel Gewicht, weshalb es sich ganz anders anpackt, als ein Yixing-Kännchen von vergleichbarer Größe.

Wie schon bei dem Zhao Zhuang Zhuni Kännchen nutze ich die Gelegenheit, um ein besonderes Schälchen vorzustellen, auch wenn dieses nicht "fest" dem Kännchen zugeordnet ist (davon bin ich in letzter Zeit doch mehr und mehr abgekommen, um die Abwechslung zu maximieren) und nicht neu ist: eine flache Madara-Karatsu (斑唐津) Guinomi (ぐい呑) von Mike Martino. Diese wurde ebenfalls (50h!) in einem selbstgebauten Anagama (穴窯) gebrannt (siehe hier für einen schönen Bericht von Olli und Geli über Ihren Besuch bei Mike, bei dem auch Fotos von dem 10m langen Ofen zu sehen sind) und aus einem Gemisch aus Ton und Porzellansand gefertigt, was der Scherbe eine interessante "geschmeidige" Textur gibt. "Madara" bedeutet so viel wie "gesprenkelt/gefleckt" und bezieht sich auf die Glasur, für die die dunklen Flecken in der hellen Stroh (hier Reisstroh) Glasur charakteristisch sind, die durch eisenhaltige Partikel in der Glasur zustande kommen. Die nicht 100%tig runde Form gibt dem Schälchen einen ungezwungenen Charakter, weshalb ich sie sehr zu schätzen gelernt habe!

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  • 2 Wochen später...

Habe ein bisschen geübt mit diesem Gaiwan und kann jetzt ungefähr dieselbe Menge aufgießen wie mit dem kleinen.
Meine Hand tut nach jedes Mal abgießen kurz weh, weil ich meine Finger sehr weit spreizen muss um gut abgießen zu können. :S
Es sollte Teegenuss werden und nicht erst Teeschmerz.

Was mich irritiert ist das der Gaiwan nicht nur die Temperatur besser hält, sondern die Tees etwas verändert.
Das seltsamste war, das mein Emei Spring daraus ungewohnt sehr geröstet schmeckt bei 60Grad, es schmeckt normalerweise für mich wie eine Mischung aus Grüntee mit mildem Kaffee. 
o.O
Ich denke, ich kann mit diesem Gaiwan nicht so gut neue Tees ausprobieren, wenn der die Tees beeinflusst und verändert statt neutral zu sein. 

Ich habe mich vertan, ich meinte 70Grad und nicht 60 Grad das ist meine Standardtemperatur für gedämpfte Tees.

Bearbeitet von Macarona
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Am 24.7.2021 um 12:39 schrieb doumer:

dieses hübsche winzige Kännchen (55ml)

Irgendwie bin ich von den so kleinen Kannen weggekommen, auch für mich alleine - da muss es mindestens 1dl sein, damit es pro Aufguss auch etwas zu trinken gibt. 😅

PS: Das soll aber nichts gegen das Kännchen heissen - ich finde es optisch sehr gelungen, ja gar aussagekräftig und gewiss eine Bereicherung für jede Teerunde. 👍
Hast du damit schon Tees getestet?
Betonte es auf eine auffällige Weise gewisse Nuancen?

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@GoldenTurtle versteh ich - die kleinen nutz ich aus 2 Gründen sehr gerne (so wie auch jetzt im Moment das noch kleinere Xishi von Pan Jun):

1. unter der Woche abends, wenn ich nicht 2-3h für eine Session habe

2. um "auch so" mal einen hochwertigen Sheng zu trinken, ohne gleich 8-12g nehmen zu "müssen"

Zu diesem Kännchen: ja, hab schon verschiedene Tees (Sheng) damit getrunken, kamen alle gut - weniger "schleifend" als gedacht und bislang keine auffälligen Betonungen - aber warten wir mal die ersten 25 Sessions oder so ab ;) 

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@doumer So unterschiedlich entwickeln sich Trinkgewohnheiten ... mich stört es z.B. nicht, in solch einem Fall auch in einer 1,5dl Kanne mal nur 4, 5g aufzugiessen ... bei manchen Tees ergibt das sogar vorteilhafte Dynamiken - klar ist man schneller durch, aber ich mag es einfach, auch vom geschmacklichen Resultat her, wenn der Tee Platz hat sich zu entfalten, zu schwimmen, zu tanzen.

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  • 1 Monat später...

Ich habe ausprobiert den Untersetzer von meinem kleinen Gaiwan, als Deckel zu verwenden und es funktioniert besser als erwartet.:)
Finger in der Mitte wird etwas wärmer als beim Deckel, sonst kein Unterschied. ;)
Der Emei Spring war genau so geröstet wie beim andern Gaiwan und deswegen denke ich das der sich einfach mit der Zeit verändert hat in meine Teebox im Zimmer.

Ich dachte eigentlich, dass Grüntee oft nur geschmacksloser und muffig mit der Zeit werden kann und nicht das sich der Charakter etwas ändert. Tees überraschen mich öfter als erwartet :lol:
Ich habe nicht so oft diesen Tee getrunken, um diese Veränderung langsam mitzubekommen und deswegen war es so plötzlich.:ph34r:
Ich werde noch ein zwei andere Grüntees vergleichen, um eine geschmackliche Beeinflussung entweder festzustellen oder auszuschließen. 

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Am 2.8.2021 um 17:46 schrieb Macarona:

Was mich irritiert ist das der Gaiwan nicht nur die Temperatur besser hält, sondern die Tees etwas verändert.
Das seltsamste war, das mein Emei Spring daraus ungewohnt sehr geröstet schmeckt ...

vor 2 Stunden schrieb Macarona:

Ich dachte eigentlich, dass Grüntee oft nur geschmacksloser und muffig mit der Zeit werden kann und nicht das sich der Charakter etwas ändert.

Dass die Röstnote durch eine längere Lagerung zunimmt wäre höchst unüblich ... ausser ... wenn alle anderen Noten inzwischen derart stark abgenommen hätten, dass nur noch die Röstnote als letzte Bastion dem Zahn der Zeit trotzt.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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  • 3 Wochen später...
  • 3 Wochen später...

Auch wenn ich schon das eine oder andere Stück von Petr habe (und nicht vor hatte, mir noch etwas zuzulegen), hab ich trotzdem aus Interesse in seinen kürzlich neu eröffneten Shop zu werfen und hab mich natürlich auch gleich in dieses kleine Kännchen verkuggt: abgesehen von der super Größe (mit Ausnahme von mehrstündigen Sessions am Wochenende nutze ich fast nur noch Kännchen < 60ml für Sheng) ist dieses im Gegensatz zu den anderen Kännchen, die ich von ihm habe aus einem feinen, sehr eisenhaltigen Ton gemacht (scheint dem Ton aus dem mein Mizusashi von Mirka gemacht ist ähnlich zu sein) und stark reduzierend gebrannt (wie z.B. das "Schieferkännchen von Jiri Duchek - dadurch beeinflusst Ton den Tee ganz anders, als bei einem Oxidationsbrand. Der Ton und der Ascheanflug haben teilweise einen leicht metallischen Glanz (was man auf den Bilder nicht so gut sieht - am ehesten bei der Detailaufnahme vom Sieb) - sehr hübsch und da von so ganz anderem Charakter als die anderen Kännchen konnte ich hier natürlich nicht widerstehen.

In dem Zug sei auch ein Schälchen von Stefan Andersson vorgestellt, was sowohl vom Volumen als auch vom Charakter her wunderbar zu diesem Kännchen passt: Das habe ich vor vielen Jahren von Peter (prSK) bekommen - er hatte eine kleine Serie dieser Schälchen bei Stefan in Auftrag gegeben, weshalb sie neben seinem Stempel auch ein pu-erh.sk-Stempel haben (dürfte um die selbe Zeit rum gewesen sein, als ich auch mein ersten Ton-Topf für Bings bei ihm gekauft habe - das ist auch der einzige mit einem pu-erh.sk Stempel). Beim Brand ist in der Reaktion von Asche und Ton hier eine leichter Lila-Ton entstanden, den bei dem ich mich sonst eher schwer getan habe, diesen mit einem anderen Kännchen zu kombinieren, daher wurde das Schälchen nicht all zu oft genutzt - zu dem neuen Kännchen von Petr passt das aber wie die Faust aufs Auge! Um die Auswirkungen des Tons und des Brands beim Kännchen besser einschätzen zu können, werde ich es zu Beginn aber vermutlich häufiger mit einem glasierten Schälchen nutzen, wie z.B. eines von Andrzej Bero, dessen schwarzer Ton-Fuß hier ebenfalls sehr passend erscheint.

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Mal schauen was dafür gehen muss - aber da noch etwas mehr im Anflug ist 🙈 erstmal abwarten bis alles da ist...

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Nachdem ich seit ich das neue kleine Kännchen von Petr Novák habe und somit auch das Schälchen von Stefan häufiger nutze, habe ich mich entschlossen ENDLICH zwei von den Teeschalen-Sets von Stefan zu kaufen, die ich schon seit Jahren regelmäßig im pu-erh.sk Onlineshop stalke, seit Peter sie vor vielen Jahren online gestellt hat. Während das andere Schälchen eher einfach ist, handelt es sich hier um 4 wirklich besondere Stücke, die jeweils aus einem anderen Material- und Stilmix bestehen und so einen ganz eigenen Charakter haben. Alles Stücke sind im Holzbrand in seinem Ofen im Stil eines chinesischen Dragon Kiln in Alvik entstanden - auf Youtube findet man auch ein kurzes Erklärvideo von Stefan zu seinem Ofen (zwar schon etwas älter aber trotzdem schön anzusehen und lehrreich).

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Das erste Schälchen (effektives Volumen 40-50ml) ist von der selben "Bauart" wie das andere Schälchen, d.h. ein grober, dunkler Ton in einer sehr flachen Form, jedoch stand dieses beim Brand ganz vorne im Ofen und hat daher sehr viel Asche abbekommen - wodurch es statt eines leichten Ascheanflugs eine dicke Ascheglasur hat. Im Inneren sogar so viel, dass sich ein grüner See aus geschmolzener Asche gebildet hat!

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Das zweite Schälchen (effektives Volumen 50-60ml) ist ebenfalls aus einem dunklen Ton, allerdings etwas feiner und dunkler und wurde mit einer Porzellan-Engobe versehen, die stellenweise eingeritzt wurde, damit der Ton darunter durchscheint. Die Engobe hat stellenweise eine etwas unterschiedliche Struktur (von samtig-matt bis faltig-grob) und Farbgebung, was durch die Reaktion mit Erlenholz-Asche entstanden ist. Da die Porzellan-Engobe nicht nochmals mit einer zusätzlichen Glasur versehen wurde, ist die Oberfläche gleichzeitig rau und feinporig - sehr spannend!

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Das dritte Schälchen (effektives Volumen ~80ml) wurde aus wieder einer anderen Tonmischung mit sowohl hellen als auch dunklen Anteilen geformt und wurde mit einer glasartigen Glasur versehen, die mit der Asche im Holzbrand reagiert hat und beim Abkühlen im Ofen (4 Tage!) ziemlich abgespacte, gelbe Kristalle entwickelt hat. An den Stellen, an denen der Ton durch die Glasur scheint (z.B. oben am Rand), wirkt dieser mit seiner körnigen Optik fast wie Granit.

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Das vierte Schälchen (effektives Volumen ~110ml) wurde aus zwei unterschiedlichen Ton-Arten geformt (ein sehr feiner, heller Ton oder Porzellan und einer mit einer dunklen Schamottierung), die sich beim Drehen zu einer Spirale vermischt haben, was man durch die Glasur sieht. Dabei handelt es sich um eine Celadon-Glasur von angenehm samtiger Haptik und eher gesetzterer Farbgebung, die Stefan nach einer alten Überlieferung gemacht hat - im Inneren sieht man gut, dass diese nicht 100% glatt ist, da Peter die Schale schon genutzt hat.

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Jedem einzelnen Schälchen sieht man an, wie viel Mühe und Liebe zum Detail reingeflossen ist - alleine schon die extrem schwere (deutlich schwerer als die japanischen Varianten), handgemachte Eichenholz-Kiste, in der jedes Set verpackt war spricht hier Bände. Ich mag so etwas sehr - diese Mühe und Detailliebe sind es, die den Stücken eine Seele geben, die bei Massenware fehlt...

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vor 1 Minute schrieb GoldenTurtle:

Vom ökologischen Standpunkt aus betrachtet ziehe ich Gas-Öfen definitiv vor.

Das Gas muss ja auch erst mal gefördert werden - ich bezweifle sehr stark, dass das dann noch ökologischer ist: ist genau wie mit den ganzen tollen neuen E-Autos - der Strom kommt grün aus der Steckdose und wird nicht in die Bilanz einbezogen ebenso wenig wie das Abwracken der ganzen Autos, die noch problemlos Jahrzehnte fahren könnten. Das ist alles andere als ökologisch sinnvoll. Außerdem werden die paar Jungs, die sich die Mühe machen einen Holzofen zu betreiben garantiert nicht mal einen Milliardstel des CO2-Ausstoßes der Fleischindustrie oder Fluggesellschaften haben - es gibt so viel mehr deutlich lohnendere Ansätze, wenn man sich auch nur entfernt für das Thema interessiert (und nicht alles müssen weltbewegende Änderungen sein - wenn jeder nur etwas seinen Fleischkonsum und Urlaubswahn reduzieren (ich spreche noch nicht mal von Verzicht) würde, könnte man ganz Schweden mit Holzöfen zubauen).

Sorry, aber das Argument wirkt auf mich ziemlich abstrus (oder wie oben beschrieben viel zu eingeschränkt) - zumal solche Ascheglasur-Effekte nun mal nur im Holzbrand möglich sind. (Yixing-)Ton braucht ja auch keine so hohen Temperaturen wie du für gut hälst, damit er fest wird - das tritt schon bei niedrigeren Temperaturen ein - warum spart man hier nicht die zusätzliche Energie? Weil das Ergebnis einfach ein anderes ist und weil es keine (gleichwertige) Alternative zu dem Prozess gibt.

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vor 22 Minuten schrieb doumer:

wenn jeder nur etwas seinen Fleischkonsum und Urlaubswahn reduzieren (ich spreche noch nicht mal von Verzicht) würde, könnte man ganz Schweden mit Holzöfen zubauen).

Ich spreche nicht vom CO2-Austoss und empfehle die Recherche, was bspw. in London geschah, als es aus wenn ich mich recht erinnere politischen Gründen vor etlichen Jahrzehnten eine Öl-Lieferknappheit gab und man in einem Winter das Heizen allgemein auf Holz und Kohle umstellte ...

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Du meinst Smog? Haha sehr gut! Auch hier: Industrie = Faktor eine Milliarde...
Der Smog wenn an einem sonnigen Sonntag die Leute Ihre Aldi-Würstchen grillen ist zusammengenommen trotzdem deutlich mehr, wie die paar Holzöfen. Klar, ich sage nicht dass das gut ist und möchte sicher nicht kopfüber in dem Kamin stecken, aber das ist im Verhältnis zu der ganzen Scheiße der modernen Gesellschaft so lächerlich gering, dass das echt vernachlässigbar ist. 

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vor 3 Stunden schrieb doumer:

Der Smog wenn an einem sonnigen Sonntag die Leute Ihre Aldi-Würstchen grillen ist zusammengenommen trotzdem deutlich mehr, wie die paar Holzöfen.

Ja klar, deshalb grille ich auch schon seit etlichen Jahren mit Gas und nicht mehr mit Kohle.
Ich bin einfach für ganzheitlichen Fortschritt in jedem Bereich und finde es wertvoll, wenn jeder seinen Beitrag für eine bessere Zukunft leistet.

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Hach ja, das war so nicht wirklich beabsichtigt, ich weiss doch, doumer ist ziemlich grün, möglicherweise grüner als es die Erde durchschnittlich bräuchte - ich möchte nur sagen, sollte ich mir tatsächlich dereinst wieder ein Stück zutun, verzichte ich lieber auf die Ascheglasur um den Smog zu reduzieren, das ist mir persönlich mehr wert.

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