Krabbenhueter

Teespielzeug - oder, worin bereite ich meinen Tee zu?

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Ich hatte gerade eine Menge über alte Teekannen, Gushu von 1000 Jahre alten Bäumen und Kolonialismus geschrieben.

Nach einem nochmaligen Lesen, habe ich alles wieder gelöscht - und das war gut so!

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vor einer Stunde schrieb GoldenTurtle:

Meiner Einschätzung nach müsste der im vierstelligen Bereich liegen, wenn sie mal nur vom Preisaspekt her authentisch ist.

Wenn man sich vor Augen führt, welche Unmengen an Kannen jährlich produziert werden, dann würde ich dies bezweifeln, sofern es sich nicht zumindest um einen mittelmässig namhaften Künstler handelt. ;) 

vor einer Stunde schrieb Paul:

Nach einem nochmaligen Lesen, habe ich alles wieder gelöscht

Auch schlechte Erkenntnisse können erleuchten. Insofern in jedem Fall schade darum -_-

vor 7 Stunden schrieb Paul:

weil: wenn die Kanne einem gefällt ist alles in Ordnung.

In unseren Sphären und unseren Käufen sollte dies immer die oberste Maxime sein. So kann man eigentlich nichts falsch machen.

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Geschrieben (bearbeitet)

Hier trifft der Ausdruck "Spielzeug" wohl in der Tat zu. Vielleicht aber für den einen oder anderen trotzdem interessant.

Eine Longquan Celadon Chaire aus der frühen Ming-Dynastie, welche früher wohl einen anderen Zweck hatte und im Verlauf der Zeit oben etwas gekürzt wurde. Das Original sah wohl irgendwann etwa so aus, wobei der Deckel auch bei diesem Stück später hinzugekommen ist. Begleitet wurde das schöne Stück mit einer Box aus (teilweise?) Ebenholz sowie einem perfekt abgestimmten Shifuku. :) 

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bearbeitet von theroots

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@Manfred

Das ist der Töpfer, Jeff Guerrero:

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Er verkauft seine Keramiken seit mindestens etwa 10 Jahren, ich habe das Gefühl, dass er als einer von eher wenigen Westlern ein tiefes Empfinden für die Sache entwickelt hat.

Zitat

I'm an arts educator in Pittsburgh, PA. ... I study the Japanese language and the Japanese tea ceremony. ...

My interest in Japanese pottery stems from when I first started making pottery. I was fortunate enough to spend considerable time with two celebrated Shigaraki potters during their month-long residency in the studio where I work. Later, I became friends with a Japanese-American potter who taught me much of what I know.

I consider myself an "artist-potter" though to be certain, I don't mean to imply anything snobbish by that. I simply believe that by making functional, one of a kind pieces, the end user of the product is able to incorporate art into their daily life.

I also say that I'm an artist-potter in order to make the distinction between the work I do and the work of a production potter. Though I have a great deal of respect for production potters and the work they create, I am more interested in creating singularly unique pieces. And frankly, repetition feels like work, whereas my studio process feels like relaxation to me (most of the time, at least).

Hier ein paar seiner Arbeiten auf seiner Website: http://guerreroceramics.com/gallery/

bearbeitet von GoldenTurtle

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Töpfern würde ich auch gerne einmal machen...

So vieles zu probieren, habe aber noch keinen Ton gefunden mit dem ich mich probieren würde.... Auch das Brennen stellt mich noch vor Gedanken.

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vor 39 Minuten schrieb Cel:

Töpfern würde ich auch gerne einmal machen...

So vieles zu probieren, habe aber noch keinen Ton gefunden mit dem ich mich probieren würde.... Auch das Brennen stellt mich noch vor Gedanken.

In den meisten Orten gibt es Töpfer-Zentren, die Bedarf verkaufen und auch einen Been service zu gescheiten Preisen anbieten.

Ansonsten bei irgendeinem Töpfer in der Nähe anrufen, die sind oft froh, wenn sie den Ofen voll machen können, kostet oft wenige Euros für ein paar Teile. ;) Hab ich auch schon gemacht.

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vor 8 Minuten schrieb Teelix:

In den meisten Orten gibt es Töpfer-Zentren, die Bedarf verkaufen und auch einen Been service zu gescheiten Preisen anbieten.

Ansonsten bei irgendeinem Töpfer in der Nähe anrufen, die sind oft froh, wenn sie den Ofen voll machen können, kostet oft wenige Euros für ein paar Teile. ;) Hab ich auch schon gemacht.

Da ist das kleine Problem, dass ich eigentlich gerne Abstand von elektrischen Öfen nehmen würde, weshalb ich mich schon über Niedertemperatur- und Rauchbrand informiert habe. Ich hab mir simple Ziele gesetzt, jedoch scheinen sie für mich gerade noch unerreichbar. Wie immer so viele Projekte im Kopf die nach und nach umgesetzt werden wollen. Time will tell...

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@GoldenTurtle wie gewünscht hier ein paar Infos zu meinem liebsten Kännchen: Es handelt sich um ein 85ml (an anderer Stelle hatte ich mal 80 gesagt, sorry) Zini Kännchen von Chen Ju Fang (National Craft Master, Wu Xing Shan Fang Studio). Es wurde (angeblich) 60 Jahre gelagerter Huanglongshan Ton von Master Zhou's Familienbestand dafür verwendet und und das Kännchen wurde zwei mal gebrannt.

Wie lange der Ton tatsächlich gelagert wurde kann ich natürlich nicht sagen, ich gebe nur weiter, was David (EoT) damals dazu geschrieben hat, aber es handelt sich definitiv um qualitativ sehr sehr hochwertigen Ton: bereits beim ersten mal heiß Wasser einfüllen hat der Ton einen süßlichen, sehr angenehmen Duft abgegeben – schwer zu beschreiben, aber qualitativ hochwertiger Yixing-Ton duftet und richt kein bisschen erdig oder muffig oder rauchig. Das doppelte Brennen sorgt scheinbar dafür, dass das Ergebnis gleichmäßiger wird – auf jeden Fall ist das Kännchen sehr gut verarbeitet. Die Wände sind zwar relativ dick (kein Vergleich zu dem ultradünnen Lao-Zhuni Kännchen) aber die Oberfläche ist so samtig, wie ich es bei noch keinem anderen Kännchen erlebt habe. Der Einfluss auf den Tee ist natürlich bei weitem nicht so stark wie bei einem offenporigen Novák-Kännchen, aber das Ergebnis gefällt mir vor allem bei jungen Shengs sehr gut, da es den Tee subtil weicher und vollmundiger macht. Das Kännchen hat einen flachen 7-Loch Filter, der vollkommen ausreicht, dass man keinen zusätzlichen Filter benötigt.

Erstanden habe ich es 2014 bei Essence of Tea, es hab die Unterscheidung in No1-Clay (diese Version mit gelagertem Ton) und nicht ganz so lang gelagertem Ton (No2-Clay). Der Preis war mit 440 Pfund zugegebenermaßen recht happig, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Hier noch ein paar Bilder:

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Bitte bedenkt, dass das doppelte Brennen bei modernen Yixing Kannen dank elektrischer Öfen nahezu immer der Standard ist. Dies wird u.a. gemacht um die Formen nachzubessern. 

https://www.teachat.com/viewtopic.php?f=87&t=20776&sid=f77980e9727d5f56a968e10103d7ccab&start=15

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@RobertC Moment mal, da scheinen sie auf Teachat zwei unterschiedliche Dinge gleichzusetzen. Diese Kanne von doumer und auch diejenige, welche ich heute gepostet habe, sind total gesehen viel länger auf voller Hitze gebrannt als solche "Korrekturbrände", von denen du sprichst. Das sieht man ihnen ja sogar auch an. Das Konzept des zweiten Brandes mit Anpassungen davor ist in der Töpferwelt nicht neu, glasieren tut man z.B. auch gerne erst im zweiten Durchgang. Die Kannen werden im ersten Durchgang nicht "fertiggebrannt", besonders wichtig: weit nicht auf voller Hitze. Entfernt vergleichbar mit einem nur halb vorgebackenen Gebäck, obwohl der Vergleich hinkt ein bisschen, but you get it. Und dann gibt es noch die Kannen, die zwei Mal voll gebrannt sind. Bei denen sind aber keine Korrekturen möglich dazwischen, weil sie im Gegensatz zu den anderen schon nach dem ersten Durchgang völlig "durchgebrannt" sind.

Vielleicht ist es so ähnlich wie mit einem durchgebrannten Pferd.

Wenn es jetzt in der Wildnis ein zweites Mal durchbrennt, könnte das bedeuten, dass es als Pony zurückkommt, aber nur noch jungen Pu frisst, dabei aber ziemlich brav ist.

bearbeitet von GoldenTurtle

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Nur weil irgendwie erwähnt wird das zwei Mal gebrannt wird, wird nirgendwo eine Aussage getroffen wie dies erfolgt und bei welcher Temperatur. Du versuchst RobertC auf etwas hinzuweisen, jedoch hast Du doch selbst keine Ahnung wie das Brennen erfolgt ist. Du gehst von Deiner These aus, nirgendwo wird aber erwähnt das die Verfeinerung nach dem Shrühbrand oder einem anderem Brand erfolgt ist. 

Auch Du @GoldenTurtle solltest überdenken ob Du richtig liegst. Ihr könnt beide richtig liegen, aber wurde die Kanne wirklich zwei Mal komplett gebrannt, kannst Du das belegen?

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Ich empfinde eine große Matcha-Schale zwar weit weniger als ein Spielzeug als beispielsweise die teils mikroskopisch kleinen Kännchen, die hier oft abgelichtet sind... jedoch fiel mir kein anderer Thread ein, um meine Freude mit euch zu teilen ^^":

Heute ist endlich meine Schale von Ana Felipe aus Barcelona angekommen :yahoo::

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Sie ist weit feiner und dünner gearbeitet, als ich es von den Bildern erwartet hatte, und ist nicht 100%ig kreisrund, was ich persönlich sehr sympathisch finde.

Auch die Oberflächenstruktur und die schöne Craquellierung gefallen mir sehr gut. Und natürlich das Vögelchen. :love:

Ich freue mich schon, sie in den nächsten Tagen einweihen zu dürfen.

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 21 Minuten schrieb Teelix:

Heute ist endlich meine Schale von Ana Felipe aus Barcelona angekommen :yahoo::

IMG-20170714-WA0018~2.jpeg

Es könnte abwertend ankommen, soll jedoch ein Lob von hoher Güte sein,

Die Schale ist wirklich nett.

bearbeitet von Cel

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vor 10 Minuten schrieb Cel:

Es könnte abwertend ankommen, soll jedoch ein Lob von hoher Güte sein,

Die Schale ist wirklich nett.

Ich habe mich auch direkt verliebt.:love:

Meine Freundin und mein bester Freund konnten ihre Schönheit vor meiner Bestellung nicht direkt erkennen, aber ich bin froh, dass ich sie gegen jeglichen Rat bestellt habe. :D

Sie gehört zu den Dingen, die schöner werden, je häufiger man sie sich ansieht.

bearbeitet von Teelix

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vor 28 Minuten schrieb Teelix:

Ich habe mich auch direkt verliebt.:love:

Meine Freundin und mein bester Freund konnten ihre Schönheit vor meiner Bestellung nicht direkt erkennen, aber ich bin froh, dass ich sie gegen jeglichen Rat bestellt habe. :D

Sie gehört zu den Dingen, die schöner werden, je häufiger man sie sich ansieht.

Das kann ich gut nachvollziehen, andere Menschen sind bei Derartigem auch schlechte Ratgeber, dabei hört man am besten auf seine Intuition :) 

 

Wünsche dir viel Freude bei künftigen Teestunden :)

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@RobertC Hihi, wir alle lagen fallsch. Am falschesten natürlich die Jungs auf teachat. :lol:

Zweifach gebrannt und ein zweiter Brand nach Korrekturen haben wie von mir geschrieben absolut nichts miteinander zu tun, aber es ist doch noch anders, wie mich mlc heute gelehrt hat, wird der Ton zuerst einmal gebrannt, dann aber zusammengeschlagen, zerkleinert, weiss auch nicht wie genau, und dann mit anderem, ich meinte noch ungebranntem Ton vermischt und dann erst die Kanne getöpfert und gebrannt. (@doumer auch als Info für dich)

bearbeitet von GoldenTurtle

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vor 9 Minuten schrieb GoldenTurtle:

@RobertC Hihi, wir alle lagen fallsch, am falschesten natürlich die Jungs auf teachat, zweifach gebrannt und ein zweiter, erst dann richtig heisser Brand nach Korrekturen haben wie von mir geschrieben nichts miteinander zu tun, aber es ist doch noch anders, wie mich mlc heute gelehrt hat, wird der Ton zuerst einmal gebrannt, dann aber zusammengeschlagen, zerkleinert, weiss auch nicht wie genau, und dann mit anderem, ich meinte noch ungebranntem Ton vermischt und dann erst die Kanne getöpfert und gebrannt. (@doumer auch als Info für dich)

Das bedeutet unterm Strich, dass man das Herstellen von Schamotte als zweifaches Brennen vermarktet?

Finde ich irgendwie nicht besonders spannend...

Schamotte dient im Endeffekt dazu, das der Ton bzw das dann fertige, zu brennende Stück sich beim Brand nicht zu sehr verformt und nicht zu stark einschrumpft.

Dieses Prinzip gibt es in sehr vielen Töpfer-Kulturen, auch bei uns.

Dass das aber ein hohes Qualitätsmerkmal bzw eine Spezialität bei chin. Tee-Keramik sein soll, wäre mir neu.

bearbeitet von Teelix
Die neue Google-Tastatur macht mich wahnsinnig....

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