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Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3


Joaquin

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@Anima_Templi Was soll ich sagen... manchmal gehen die Meinungen eben auseinander. :trink_tee:
Für mich klar der beste Tee im obigen Ensemble und interessant genug, dass ich mir vorstellen könnte, ihn regelmäßig mit Genuss zu trinken. Er ist jetzt keine Offenbarung, hinterlässt aber einen echt guten Eindruck.

Nannuoshan schreiben auf der Shopseite (Hervorhebung von mir):

Zitat

Having been aged for so long, many bricks have developed the coveted Jin Hua (or Golden Flower) fungus, mellowing the tea and enhancing a distinct earthiness, as of river clay—each brick and bag is different however, so you may have to try your luck!

Es könnte also auch sein, dass wir da recht unterschiedliches Material im Kännchen hatten und unsere unterschiedlichen Eindrücke nicht nur subjektiv zu begründen sind.

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Live-Grüsse von einer kleinen Teerunde mit Diz 🥳

Veröffentlichte Bilder

vor 26 Minuten schrieb Shibo:

Was soll ich sagen...

Manchmal muss man gar nichts sagen. :) Es freut mich, dass der Tee Dir eine schöne Session beschert hat. 

vor 27 Minuten schrieb Shibo:

each brick and bag is different however, so you may have to try your luck!

So kann man es sich als Händler auch leicht machen... ;)

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Leafy Ripe Dark Tea  via What-Cha

vor 17 Stunden schrieb Shibo:

Jetzt habe ich @TeeStövchen nicht nur mit dem Batabata-cha, sondern auch mit diesem Kuriosum bedacht (ohne ihn vorher probiert zu haben).

Meine Erstverkostung dieses "Kuriosums", wie du es nennst, liegt schon ca. einen Monat zurück. Die extrem dunkle, an Espresso erinnernde Tassenfarbe kann ich bestätigen. Ebenfalls die Muffigkeit des trockenen Blattes, die sich auch im Aufguss wiederfindet, allerdings derart gemäßigt, dass es m. E. nicht mehr unangenehm ist. Deine Geschmacks-/Geruchsassoziationen (Walnuss, schokoladig, Amaranth-Note, Mineralität, Baumrinde) kann ich jetzt nicht 1:1 nachempfinden, aber das ist ein grundsätzliches Problem bei mir, dass ich meine sensorischen Eindrücke nicht gut beschreiben kann (da hilft mir nicht mal ein Aromarad :ph34r: ). Gleichwohl mache ich mir hin und wieder ein paar Notizen, die aber meist nicht besonders aussagekräftig sind. So steht über diesen Tee z. B. 

Ein Hei Cha aus Afrika, der Shou-ähnlich schmeckt, aber mild und weich. Richtig gut - gefällt mir!
:trink_tee::winken:

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Sachen gibts! Besonders bei What-Cha :D

Hatte heute den Osmanthus-Oolong von TTC in der Tasse. Und ich bin zufrieden. Ähnlich wie der von Tea Hong ist es ein gutes Beispiel dafür, wie für mich gelungener aromatisierter Tee sein sollte: Wertiges, aussagekräftiges Basismaterial, zu dem der nicht synthetische Aroma-Zusatz eine Ebene hinzufügt, ohne alles zu dominieren.

Gerade in den ersten zwei, drei Aufgüssen sind die Pfirsich-Noten der Osmanthusblüten deutlich, aber auch da scheint schon ein kräftiger, ausgewogener Oolong durch. In den späteren Aufgüssen kommt der dann auch stärker zum Tragen und der Tee landed satt und sanft, ohne abzustürzen.

Runde Sache!

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@TeeStövchen Das freut mich wirklich, dass dir der Tee so zusagt :) Dann ist er bei dir ja gut aufgehoben. Ich werde noch ein wenig mit verschiedenen Zubereitungsmethoden experimentieren.

@miig Den Osmanthus-Oolong habe ich auch schon probiert. Sogar im Gong Fu Setting, mit der Absicht die Geschmacksfacetten ein wenig aufzudröseln.

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In dieser Konzentration war mir persönlich jedoch die Aromatisierung zu krass, besonders im Geschmack und im Geruch der feuchten Blätter. Die Jin Xuan Basis sorgt für eine cremige Textur und kommt besonders im Abgang auch geschmacklich durch, aber insgesamt wird mir das doch zu sehr von einer Note dominiert. Zumindest im Kontext einer aufmerksamen Session.
Heute habe ich ihn als Kaltaufguss probiert, das passt super! Er kommt mir ausgeglichener und weniger süß vor (logisch, denn kalte Getränke werden als weniger süß empfunden). Die Fruchtnoten dominieren zwar weiterhin eindeutig, aber für den Genuss nebenbei ist das eigentlich ganz nett. Mal angenommen, man möchte diese intensiven Pfirsich- und Mangonoten (letztere habe ich zumindest stark wahrgenommen) mit einem nicht aromatisiertem Tee in einem Cold Brew erreichen. Da müsste man schon zu einem hochwertigen Dancong o.Ä. greifen. Habe das mal gemacht und das Ergebnis war auch wirklich klasse, aber das geht eben ins Geld und passt dann nicht mehr so richtig zum Genuss nebenbei. Insofern hat der aromatisierte Tee da durchaus seine Berechtigung.

Außerdem habe ich noch den Rosen-Oolong von Taiwan Tea Crafts probiert. Hier wird der Jin Xuan Basis noch etwas mehr Platz gelassen und am Gaumen kommt diese cremige Basmatireis-Note gut durch, die ich von Tees aus diesem Kultivar kenne. Die Rose zeigt sich vor allem im Aroma und im Abgang. Sehr simpel, aber gar nicht schlecht. Trotzdem werde ich auch den Rest dieses Samples für Cold Brew verwenden, das macht sich bestimmt gut.
Um den Tee zu mögen sollte man natürlich empfänglich sein für diese etwas spezielle Rosennote. Ich kenne sie z.B. von griechischen oder türkischen Naschereien, die gerne mal mit Rosensirup gesüßt sind. Manchmal (selten) finde ich das ganz gut.

Beide Tees finde ich deutlich besser als den Premium Jasmin Oolong von TTC. Letzter schmeckt für mich nach Shampoo. Vermutlich mag ich aber einfach kein Jasmin.
 

Zu guter Letzt dann noch der Bergamotte-Oolong. Hier die Beschreibung von TTC, die mich davon überzeugt hat, den Tee einmal probieren zu müssen:

Zitat

We’re very far from a typical run-of-the-mill Earl Grey here. We source local organic bergamot fruit from one of our neighbour’s relative (see picture) that we cut, grate and dry ourselves in our workshop. The fruit pieces are then added to a select lot of organic Jin Xuan Oolong Tea that was lightly baked to bring out its creamy sweetness. A very light sprinkling of EU compliant essence is used to support the heady citrus freshness the natural bergamot fruit pieces confer to the tea. The whole process is quite fastidious making this tea one of the most labour intensive ones we make! In the end, all flavour elements are balanced leaving room for the particular tea cultivar to express itself as well as the uniqueness of our local Bergamot varietal.

Klingt nett oder? Trotzdem war der überhaupt nichts für mich. Schon beim Öffnen des Samples roch es nach Kunststoff und intensivem, künstlichen Zitrusaroma. Das Ganze konnte einem regelrecht Kopfschmerzen bescheren. Der Geschmack war dann nicht mehr ganz so schlimm, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich die Lust schon verloren.


Abschließend muss ich sagen, dass ich solche aromatisierten Tees eher mit dem Gedanken probiere, sie einmal kennengelernt zu haben und damit abhaken zu können. Daher halte ich mich auch an die natürlich aromatisierten, traditionellen und mMn kulturell interessanteren Varianten, wie z.B. Jasmin, Osmanthus, Rose, etc. (Bergamotte war die Ausnahme). Auf Dauer ist das allerdings nichts für mich. Wobei ich nun zumindest einen guten Einsatzzweck für Osmanthus-Oolong o.Ä. gefunden habe, sollte ich mal in den Besitz einer größeren Menge kommen.

 

P.S. @Anima_Templi Hübsches Porzellan!

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2019 Autumn Yibang Mi Bu von ZSL

Eigentlich hatte ich vor, diesen Tee unmittelbar im Vergleich zum 2019er Autumn Yibang Ma Li Shu (ebenfalls von ZSL) zu trinken: zwei Tees der selben Ernte, vom selben Hersteller und aus der selben Region nur aus einem unterschiedlichen Dorf - ein interessanter Vergleich. Aber auch so spannend: wie der Ma Li Shu ist auch das ein wirklich guter Herbst-Sheng, dem man das nicht sofort anmerkt, auch wenn die Charakteristiken vorhanden sind. Er ist dem Ma Li Shu ziemlich ähnlich, hat jedoch eine stärkere Bitterkeit und es fehlt die interessante (wenn auch subtile) salzige Note des Ma Li Shu, weshalb mir dieser etwas besser gefällt - ansonsten sind sie ziemlich gleichauf. Auch hier ist wieder der Vergleich zwischen glasiertem Porzellan-Schälchen und Tamba-yaki Guinomi interessant: die Bitterkeit führt im Abgang zu einer spitz zulaufenden Textur, die nicht aufgelöst wird - aus der Tamba-yaki Guinomi ist der Abgang deutlich breiter und angenehmer!

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Danke für die tollen Notizen!

Am 5.3.2021 um 20:25 schrieb Shibo:

In dieser Konzentration war mir persönlich jedoch die Aromatisierung zu krass, besonders im Geschmack und im Geruch der feuchten Blätter.

Da wäre es halt schon sehr interessant, mal wieder zusammen Tee zu trinken. Hätt mich schon sehr interessiert, welchen Aufugss du da genau hattest. Womöglich trinken wir bei der nächsten Teezui einen Osmanthus-Oolong miteinander :D

Bin auch sehr gespannt auf den Bergamott. Hatte noch nie einen, der Geruch ist sehr vielversprechend und weit weg von dem Standard-Bergamott-Aroma, das man sonst so kennt.

Ja, mit Jasmin bin ich auch bisher nicht warm geworden. Hatte auch schon richtig hochwertige Jasmintees, aber irgendwie ist mir das Aroma zu stark, und ich glaub, ich mag Jasmin einfach nicht so besonders im Tee. Den Duft frischer Jasminblüten find ich grandios, aber gerade zarte Grüntees sind für mich nicht ideal zum aromatisieren....

 

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Eine Frage zum Osmanthus-Oolong: Mein bisher einziger Sichtkontakt mit einem Oolong diesen Namens war ein grüner und gerollter Oolong wie auf dem Foto, aber mit kleinen gelben Blüten dabei. Auf deinem Foto @Shibo sind keine Blüten zu erkennen, also braucht es keine Osmanthusblüten?


Heute Wawee Bing Cha 2020 (Thailand) von @teekontorkiel.
Ich bin verwirrt. Der Geruch des trockenen und feuchten Blattes erinnert mich an Plantagenyiwus mit ein paar Jahren (6-8) Alter. Auch die ersten Aufgüsse erinnern mich daran. Die Aufgüsse 5 und 6 sind unerwartet frisch mit einem Hauch Blume, danach verabschidet sich der Tee von den Plantagenyiwuvibes. Eine ganz leichte Süße ist da und etwas Leder. Ein kräftiger Tee mit konstant Herbe.
Nichts an dem Tee scheint jung zu sein. Wäre der Tee ein Film, dann würde er mit Erwartungen und Genrekonventionen brechen, aber dadurch nicht zum Durchbruch gelangen, weil nach dem Bruch die Irritationen nicht aufgelöst werden.

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Im Verlauf der Woche habe ich auf der Arbeit viel von @Diz's BaiMuDan 2008 getrunken und bin dadurch tiefer in den Cake vorgestoßen. Dort gesellt sich zum Pflaumengeschmack ein Hauch Minze und die Holznote geht zurück. Die anfänglichen Aufgüsse sind dadurch frischer und die späteren Aufgüsse können länger ziehen, wodurch die Pflaume kräftiger wird.

Abends hatte ich ein paar Mal den 2014er Wangong von pu-erh.sk( https://www.teetalk.de/forums/topic/4544-welcher-tee-ist-heute-in-eurer-tasse-teil-3/?do=findComment&comment=119700), wessen Blätter ebenfalls tiefer aus dem Cake kamen. Bei der ersten Sitzung war eine würzige Note zu vernehmen, die ich nach zwei weiteren Sitzungen als "Zimt im werden" bezeichnen möchte.

The Cake is the Sample scheint sich mal wieder zu bewahrheiten.

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@Getsome
Soweit ich weiß, werden mit Blüten aromatisierte Tees sogar dann als hochwertiger angesehen, wenn der Anteil an Blüten im Endprodukt gering ist. Da die Teeblätter ja vorher mit den Blüten "beduftet" werden, geben sie auch das Aroma in der Tasse ab. Und zwar über einen längeren Zeitraum als die Blütenblätter selbst. Letztere werden wohl hauptsächlich wegen der Optik drin gelassen und damit der Konsument auf den ersten Blick weiß, mit welcher Art Tee er es zu tun hat.

Im Osmanthus Oolong von TTC sind Blütenblätter enthalten. Einige wenige gelborange Blättchen lassen sich auf den Fotos erkennen. Aufgrund der kleineren Größe sind sie jedoch in der Packung nach unten gerutscht. Für die Session hatte ich mir die obersten Blätter aus dem Sample gegriffen.

@miig
Welcher Tee es auch wird, über ein Treffen auf der Teezui würde ich mich freuen!

Lustig, wie unterschiedlich unser erster Eindruck vom Bergamotte Oolong ist. Geschmäcker sind nunmal verschieden :trink_tee:Ich packe jetzt Mal ein paar Blätter davon in die Cold Brew Flasche und nehme sie heute Nachmittag mit zum Klettern. Vielleicht gefällt er mir so besser :)

vor 8 Stunden schrieb Getsome:

Wäre der Tee ein Film, dann würde er mit Erwartungen und Genrekonventionen brechen, aber dadurch nicht zum Durchbruch gelangen, weil nach dem Bruch die Irritationen nicht aufgelöst werden.

P.S. Das ist sehr schön ausgedrückt. Sehr anschaulich!

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Tatsukawa Kurasawa Sencha von TdJ

Was bei Puerh der Herkunftsort ist, ist bei Japanern der Kultivar: die halbe Beschreibung des Tees besteht daraus, dass der hier verwendete Kultivar Kurasawa (Shizu-7111) zu der #7000-Serie an Kultivaren gehört, die nach dem zweiten Weltkrieg aus Yabukita-Samen entwickelt wurde und wohl alle ganz besondere Aromen haben - und eben dieser ergibt in der Kreuzung mit Kanaya-Midori den berühmten Kultivar Kôshun. Bei der Lektüre wird mir klar, warum "Ah, so desu ka" einer der am häufigsten verwendeten Sätze in Japan ist: mit diesem Satz in Gedanken freue mich über die Details, hab jedoch kein blassen Schimmer von der Materie.
Der Tee ist für einen Sencha ausgesprochen süß und zeigt nur wenig Umami - was ihn sicherlich für diejenigen zugänglicher macht, die nicht so sehr auf die richtig heftigen Umami-Bomben stehen. Die Süße kommt auch deshalb so gut zur Geltung, da der Tee zudem auch nur ein sehr geringes Maß an Adstringenz aufweist - durch die Verwendung des unglasierten Shudei-Schälchens von Murakoshi Fûgetsu (村越風月) sicherlich noch mehr begünstigt als "nur" bei der Verwendung des Shudei Shiboridashi von Gyokkô (玉光). Zwar nicht so spannend wie der Dôsenbô Kanaya-Midori Sencha (wo wir beim andern Elternteil von Kôshun wären) aber dafür sehr angenehm und zugänglich.

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Ich hatte während der letzten Tage viel Zeit für Tee. Warum also nicht weiter Samples aus der gemeinsamen Bestellung mit @miig bei Taiwan Tea Crafts probieren :)

Heute geht es um zwei Tees aus dem Hong Yu Cultivar. Ein Schwarztee vom Sonne-Mond-See und ein Weißtee vom Baguashan. Beide sind aus der 2020er Ernte. @miig Könntest du einmal nachschauen, um welche Pflückung es sich beim Weißtee handelt?  Der Link aus unserem Chat führt mittlerweile zur diesjährigen Version, welche eine Pre-Qingming Pflückung ist. Ist unsere Version auch Pre-Qingming?

Los geht es aber mit dem Schwarztee:

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Aus der Packung strömt ein angenehmer Duft, der mich an Süßkartoffel erinnert. Das macht Lust auf mehr.
Nach dem ersten Aufguss entwickelt das Blatt ein würzig-warmes Aroma. Duftig, beinahe etwas parfümartig, wie ich es auch bei anderen TTC Schwarztees schon erlebt habe, hier allerdings deutlich (v)erträglicher.
Der Aufguss selbst riecht schön Hongcha-klassisch. Süß mit Honig, Beerenfrüchten und etwas Malz. Am Gaumen gibt der Honig weiter den Takt vor. Die Süßkartoffelnote kommt durch, sowie etwas Eukalyptus. Ein kleines bisschen Bitterkeit ist vorhanden, aber insgesamt wirkt der Tee mild und ist recht gut ausbalanciert. Ordentlicher Körper. Im Abgang ist geschmacklich nicht viel los, aber es gibt ein erfrischendes Gefühl beim Ausatmen.
Guter Schwarztee. Durchaus interessant und damit Gong Fu geeignet. Gleichzeitig ist er wärmend und beruhigend im Charakter, sodass er optimal in meine Vorstellung eines trägen Sonntagmorgens passt.

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Der Weißtee entpuppt sich zweifelsohne als naher Verwandter, setzt jedoch andere Schwerpunkte und entwickelt einen anderen Charakter.
Süßkartoffel ist auch hier meine erste Assoziation beim Riechen an den Blättern. Dazu kommt eine erdige Note. Wieder würzig-süß und nach dem Aufgießen etwas parfümartig. Letzteres zeigt sich hier ausgeprägter als im Schwarztee, sodass es mich ein bisschen stört. Im Aufguss dominieren Süßkartoffel und Honig.
Am Gaumen tritt dann die bisher größte Abweichung vom Schwarztee ein. Der Geschmack ist zimtig, würzig-floral, fast schon ein bisschen Darjeeling-artig. Ein leichter, frischer Charakter. Weniger Struktur am Gaumen, als der wärmende, mildere Schwarztee. Dafür mehr Bitterkeit.
Eine kräftige, kühlende Eukalyptusnote leitet zum Abgang hinüber. Spätestens jetzt zeigt sich: Ein gänzlich anderer Tee. In gewisser Hinsicht spannender und mit Sicherheit komplexer. Aber auch unbalancierter und insgesamt weniger zufriedenstellend.
Der Hongcha gefällt mir besser.

Abschließende Notiz an mich selbst: Einmal Fan Shu Xian Dancong probieren, denn "Sweet Potato Scent" klingt nach der Erfahrung mit diesen beiden Tees sehr vielversprechend.

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Danke Shibo, für die tollen Verkostungsnotizen! Sehr interessant, wie du die Tees beschreibst. Ich hatte auch den Eindruck, dass beide Tees eine intensive Parfum-Charakteristik haben.

Mag den Schwarztee, besonders der weiße aber hat es mir angetan. Wobei ich schon dachte, man könnte ihn auch gerne als gelben Tee sehen, er hat durchaus recht viel Oxidation abbekommen.

 

vor 21 Stunden schrieb Shibo:

Könntest du einmal nachschauen, um welche Pflückung es sich beim Weißtee handelt?  Der Link aus unserem Chat führt mittlerweile zur diesjährigen Version, welche eine Pre-Qingming Pflückung ist. Ist unsere Version auch Pre-Qingming?

Kann ich nicht sagen, finde keine Seite mehr, auf der Lot 900 beschrieben ist. Immerhin:

Zitat

The lucky few that have enjoyed our Lot 900 before it sold out very early will not be disappointed!

Ha! Wir gehören dazu.

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vor 42 Minuten schrieb miig:

Danke Shibo, für die tollen Verkostungsnotizen!

Gerne doch!

Danke fürs Nachschauen. Schade, dass die Produktseiten nicht online bleiben. Manche Shops führen ein Archiv. Das finde ich immer ganz praktisch, wenn Pflückdatum etc. schon nicht auf der Packung stehen. An sich könnte ich ja auch direkt bei TTC nachfragen, aber so wichtig ist es mir in diesem Fall nicht. ;)

Bezüglich des Weißtees: Ich war auch überrascht, wie weit die Oxidation für dieses junge Alter schon fortgeschritten ist. Mit gelbem Tee habe ich wenig Erfahrung, tatsächlich waren die 2-3 Exemplare, die ich bisher probiert habe eher grüner als dieser hier. Da scheint es aber auch unterschiedliche Auffassungen zu geben, was nun einen "korrekt" verarbeiteten gelben Tee ausmacht.

Angesichts der Tatsache, dass mir der Hongcha desselben Kultivars besser gefallen hat, kam mir die Oxidation vermutlich entgegen. Wäre eher weniger oxidiert gewesen, hätte ich ihn vermutlich als noch unharmonischer empfunden.

Aber: Auch wenn mir der Hongcha besser gefallen hat, halte ich den weißen nach wie vor für den spannenderen Tee. Da ist geschmacklich wirklich einiges los.

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Ja, das stimmt. Ich vermute, dass der Tee von Haus aus recht lang liegen blieb und somit schon ziemlich oxidiert gestartet hat - sonst wär er vermutlich noch grüner, bzw. hätte eine andere Charakteristik.

Ich stimme dir zu. Der weiße ist etwas unrunder, aber auch interessanter als der schwarze, welcher einen nicht so sehr überrascht, aber sehr solide und berechenbar ist. Beides Tees guter Qualität mit einer gewissen parfümartigen Extravaganz.

Weiter weg davon könnte nicht der heute Tee sein: Farmer Leaf Ai Ban 2019. Danke auch @Shibo für das Muster. Hat mir sehr gut gefallen. Ich wusste nix von dem Tee, aber die Gushu-Natur springt einem echt ins Auge. Weiß nicht genau, wie der Tee das macht. Vom Aroma her ist der sehr zurückhaltend, hat aber etwas unglaublich weiches, geschmeidiges, das sehr deutlich präsent ist und das ich selten bei anderen Tees hatte. Vom Aroma her wirklich überaus subtil, aber zugleich unverwechselbar. Originelles Zeug - und edler Stoff :)

 

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@miig Es freut mich sehr, dass dir der Ai Ban so gut gefällt. Ich finde den ja auch klasse. Kleiner Fakt am Rande: doumer hat den Tee mal als parfümig bezeichnet :D Worin ich ihm auch nicht zustimmen würde, aber das zeigt mal wieder, wie unterschiedlich Geschmäcker sein können und wie stark die Einschätzung eines Tees vom Kontext abhängig ist.

Am 16.1.2021 um 12:28 schrieb doumer:

Er hat auf jeden Fall einen etwas anderen Charakter, als die Jingmai Shengs die ich sonst von Farmerleaf kenne: etwas weniger süß, dafür mit leicht mineralischer Kräuternote und einer leider etwas parfümig wirkenden Blumigkeit.

Allerdings besteht die 2019er Version nicht aus Gushu Material. Man könnte es aber leicht für welches halten,  weil der Tee vor allem in Sachen Textur und Kraft Punkte sammelt. Beides Aspekte, die ich verstärkt mit Gushu Material in Verbindung bringen würde.
Von letztem Jahr gibt's nun eine Gushu Version in loser Form. Ich habe sie schon geordert und bin auf den Vergleich gespannt.

 

Bei mir gab's diese Woche zwei hervorragende Dancongs von Wuyi Origin (@goza: von beiden gehen morgen Samples an dich raus, daher an dieser Stelle eine Spoilerwarnung. Ich bin gespannt, was du zu den Tees sagst.)
 

Old Bush Mi Lan Xiang 2020
Riecht fruchtig nach Papaya, Guave, oder ähnlichen exotischen Aromen. Dabei süß und cremig. Nach dem Aufgießen lassen sich zarte Röstaromen erahnen.
Der Aufguss duftet süß und fruchtig mit dieser (für meine Begriffe) charakteristischen Note von trockener Vegetation in der sengenden Sonne.
Am Gaumen ist der Tee sehr vollmundig (wow!). Hier spielen sich jetzt florale Noten in den Vordergrund, die von angenehmen Noten aus der leichten Kohleröstung untermalt werden.
Der Abgang ist lang mit viel Honig und dieser eleganten Dancong-Trockenheit, die Lust auf den nächsten Schluck macht. Ein erfrischendes Huigan rundet alles ab. Jeder Schluck ein Erlebnis.


Single Bush Ya Shi Xiang 2020
Ebenfalls fruchtig im Aroma, aber dezenter. Es geht eher in Richtung herber Apfel. An den aufgegossenen Blättern zeigt sich, dass die Oxidation für einen Ya Shi Xiang nicht besonders ausgeprägt ist.
Der Aufguss riecht sehr süß und cremig, fast schon schokoladig. Am Gaumen ist wieder diese wunderbare Textur. Hier sogar noch vollmundiger. Leicht herb im Geschmack, aber gleichzeitig süß mit Röstnoten. Ein Apfelkuchen kommt mir in den Sinn.
Der Abgang ist auch wieder lang mit cremiger Süße nebst eleganter Trockenheit. Ein Huigan ist vorhanden, aber dezenter und passt damit perfekt in das Gesamtbild dieses etwas subtileren Tees.

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Wow! Ich hatte schon aromatischere Dancongs und solche, die auf den ersten Eindruck stärker einvernehmend wirken. Aber was sich hier am Gaumen und im Abgang abspielt, und sich auf diesem Wege in jeden neuen Schluck und damit auf die gesamte Session ausweitet, ist wirklich etwas besonderes
Fast wollte ich "Heureka" rufen, aber damit würde ich mich selbst belügen, denn ich probiere viel zu gerne Neues aus. Nichtsdestotrotz wären das zwei Tees für die einsame Insel. Vermutlich ist das gar nicht so verwunderlich, denn es handelt sich um hochwertige, akribisch von mir ausgesuchte Tees einer Kategorie, die ich gerne mag. Trotzdem sind solche Erfahrungen alles andere als selbstverständlich und ich bin glücklich darüber, diese Tees probieren zu dürfen.

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Heute im Kännchen: 2020 Snoozefest von W2T - danke @cordyceps für das (und noch kommende!) Sample :) 

Den Tee habe ich heute ohne weitere Infos (außer Jahrgang, Name und Hersteller) ausgewählt - ausschlaggebend war nur, dass ich Lust auf einen jungen Sheng hatte, daher war die Beurteilung auch wenig voreingenommen: der Tee wirkt "typisch oberflächlich", sprich alles bewegt sich im Geschmacksbereich - Qi, Tiefe etc. wird nicht angekratzt. Geschmacklich aber durchaus gefällig: durch ein gesundes Maß an Bitterkeit wird genügend Spannung erzeugt, eine leicht adstringente, minimal blumige Fruchtigkeit sorgt unterschwellig für Charakter und eine prominente Süße spielt die Hauptrolle (kein "fast Huigan" in der Beschreibung, dafür applaudiere ich Paul!). Nicht all zu ausdauernd aber immerhin wirkt er im Gegensatz zu anderen Blends nicht so diffus - geschmacklich passt alles ordentlich zusammen.

Der Tee wurde im Rahmen des Black Friday Sales zu einem echten wirklich extrem niedrigen Preis von 15$ pro Bing verkauft - was ich erst erfahren habe, nachdem ich den Tee probiert habe - und auch wenn es von Anfang an klar war, dass man sich nicht im höherpreisigen Segment bewegt hätte ich ihn auf jeden Fall teurer eingeschätzt (Paul selbst schreibt 40$, wäre auch mein Gefühl gewesen). Lock-Angebot/Cleveres Marketing hin- oder her: bei dem Preis kann man absolut nicht meckern (nur hat er eben nichts von dem, was ich in einem Puerh suche)!

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Heute in der Tasse: eine Mingqian - Pflückung 2020 eines Jin Jiang Hui Ming (金奖 惠明) - einer der klassischen Grüntees aus Zhejiang, der unverdientermaßen im Westen sehr viel weniger bekannt ist als Long Jing, Anji Bai Cha und Tian Mu Qingding. Immerhin erhielt er auf der Weltausstellung 1915 in San Francisco eine Goldmedaille und führt seither das Jin Jiang (eben: 'Goldmedaille') im Namen. Ursprünglich hieß er Jing Ning Hui Ming, nach seiner Herkunft aus dem Kreis Jing Ning, einer autonomen Region der She-Ethnie. Hui Ming (etwa: 'leuchtende Güte') wiederum war der Name des buddhistischen Mönchs, der in dieser Region im 9. Jahrhundert ein Kloster gründete, den ersten Teegarten anlegte und so die lokale Tradition des Teeanbaus begründete.

Es handelt sich um einen Tee des Maojian-Typs und das Bemerkenswerteste an diesem Tee ist, dass eben dieses gar nicht so einfach zu bemerken ist. Es ist ein ausgesprochen unspektakulärer Tee. Er prunkt nicht mit floralen, fruchtigen oder nussigen Noten, seine Aromen sind eher im gemüsigen / kräuterigen Spektrum einzuordnen ohne jedoch bestimmte Assoziationen zu erzeugen. Eine leichte, komplexe Mineralik. Dezente Adstringenz - gerade genug, um für ein angenehmes Mundgefühl zu sorgen und leicht die Speichelproduktion anzuregen. Auf Anhieb erscheint er langweilig - und man muss mit diesem Tee erst vertrauter werden, um diese 'Langweiligkeit' als vornehme Zurückhaltung und Eleganz zu erkennen. Da drängt sich nichts in den Vordergrund - aber alles passt wunderbar harmonisch zueinander.

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2020 Chafang Danzhu von prSK

Ich muss gestehen: ich hab mich mit den Thailand-Tee Samples von Peter letzte/vorletzte Woche etwas schwer getan - alles irgendwie sehr ungewohnt. Von allen hat mir dieser hier am besten gefallen - aber auch das nur unter Vorbehalt: er hatte zwar viel Energie, war aber war aber für meinen Geschmack zu adstringent. Da jedoch das Material von guter Qualität zu sein schien - wie gesagt durchaus ordentliches Qi und Tiefe war trotz der Adstringenz zu erkennen - habe ich mir trotzdem ein Bing zugelegt, worüber ich sehr froh bin: heute hat er mir sehr gut gefallen (nur basierend darauf würde der Tee evtl. sogar die 5-Sterne ankratzen)! Mit Quellwasser gebrüht (das letzte mal mit der bislang genutzten Britafilter-Leitungswasser-Mischung, die ich bisher verwendet habe), "vernünftig" dosiert im Mini-Zini von Chen Ju Fang (陳菊芳) hat der Tee zwar nach wie vor ein gewisses Maß an Adstringenz, die aber nicht mehr alles überdeckt, sondern Raum für andere Noten und Aromen lässt: eine angenehm frische, leichte Bitterkeit und schwer zu definierende, exotisch-grüne Noten, die mich etwas an den 2020er Thailand Maocha von Peter denken lassen - die Analogie hat mir das letzte mal komplett gefehlt. Für mich aber wichtiger als der Geschmack des Tees ist dass er mit dem Wasser-Keramik-Kombination deutlich "fülliger" ist, als bisher - nicht so richtig heftig schwer wie manch chinesischer Kollege, aber er hat schon Gewicht, behält sich jedoch seine ätherische Klarheit bei (die mit dem anderen Wasser auch deutlich trüber wirkte). Das Qi ist zwar kein tiefenentspannendes Qi wie bei den Tees, die mir am liebsten sind, sondern eher etwas Naka-artig im Stirn-/Augen-Bereich und leicht "wellenförmig" ähnlich dem 2013er KuZhu Shan von TTpl (auch wenn nicht so extrem) aber auf mich wirkt es nicht unangenehm. Dennoch: auch wenn ich von der Qualität des Tees überzeugt bin, so wirkt er (und alle Thailand-Tees - neben denen von Peter hatte ich das Glück kürzlich noch zwei andere Shengs von 2000 und 2020 von einem anderen Hersteller probieren zu dürfen) doch ungewohnt und spricht nicht sofort die entsprechenden Kriterien (Qi, Textur etc.) an - oder zumindest anders - als ich es gewohnt bin. Daher die Bewertung zunächst mal noch mit einem Fragezeichen - evtl. muss man sich erst etwas an Thailand-Tees gewöhnen, damit sie sich einem wirklich erschließen? Hat evtl. schon die zweite Iteration einen Unterschied gemacht, lag es daran, dass ich den Tee mental-abgestorben unter der Woche nach Feierabend getrunken habe oder lag die stark unterschiedliche Wahrnehmung zum letzten mal tatsächlich "nur" an dem anderen Wasser und anderer Keramik? Keine Ahnung - ich habe jedenfalls vor, die Thailand-Tees (die, die ich habe) in nächster Zeit häufiger zu trinken und zu schauen, was passiert :) 

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vor 23 Stunden schrieb doumer:

2020 Snoozefest von W2T - danke @cordyceps für das (und noch kommende!) Sample :)

 

vor 23 Stunden schrieb doumer:

Lock-Angebot/Cleveres Marketing hin- oder her: bei dem Preis kann man absolut nicht meckern (nur hat er eben nichts von dem, was ich in einem Puerh suche)!

Ich habe den - zusammen mit ein paar anderen Sheng im unteren und mittleren Preissegment - zu Black Friday geschossen und ich muss zugeben, dass ich sowohl den Snoozefest, Supteaheads und Fenris Ulf sehr gut für das P/L-Verhältnis fand. Ich hatte davor und danach einige andere Tees die deutlich teurer angepreist waren und mich sehr enttäuscht haben. Der Snoozefest ist auf keinen Fall ein "aufregender" oder besonders charaktervoller Tee aber ich finde ihn sehr gut als Daily und ärgere mich, dass ich für den Preis nicht gleich mehr gekauft habe.

Bezüglich Marketing muss ich sagen, dass mir Paul von W2T da deutlich besser gefällt als die Art von Marketing die Don von ML oder viele andere Shopbetreiber betreiben die tolle Tastingnotes, Geschichten, Superlativen etc. zu einem Tee "dichten". Und mit Blends habe ich auch kein Problem - solange ich weiß, dass es sich um einen Blend und dann vielleicht auch noch ohne Herkunftsangabe handelt.

vor 40 Minuten schrieb doumer:

2020 Chafang Danzhu von prSK

Nachdem ich das Tasting-Set der Thai-Tees von prSK durch hatte war ich erstmal ziemlich ernüchtert. Im Grunde hat mich keiner der Tees wirklich überzeugt. Tatsächlich hätte mir, geschmacklich, am ehesten der Chafang Pang San Zhou gefallen aber ihm fehlt es an Tiefe (und "Qi", für mich aber nicht so wichtig in dem Fall). Der Danzhu hatte etwas mehr Tiefe (bei mir aber auch nur schwaches "Qi") aber dafür, unabhängig von der Dosierung meines Samples, eine sehr unangenehme Adstringenz die es mir schwer machte den Tee überhaupt weiter zu trinken. Beim aufgerufenen Preis ist es mir zu unsicher ob sich der Tee tatsächlich in europäischer Lagerung zu einem besseren entwickelt.

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@Paul du kennst mich: so dass der Deckel auch bei späteren Aufgüssen gerade noch von alleine zu bleibt (alles andere wäre zu leicht oder etwas zu kräftig 🙈)

vor 4 Stunden schrieb cordyceps:

Nachdem ich das Tasting-Set der Thai-Tees von prSK durch hatte war ich erstmal ziemlich ernüchtert. Im Grunde hat mich keiner der Tees wirklich überzeugt. 

Versteh ich, ging mir zunächst auch so - daher war das heute morgen doch eine ziemliche Überraschung. 

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Heute ein alter Shoumei via @SoGen. Wir haben etwas Tee ausgetauscht und auf das Sample war ich gespannt, zumal die einzige Information die ich auf der Packung lesen kann Jubaitang ist. Ich Vermute es handelt sich um den Hersteller.

Trocken ist der Geruch typisch für alten Weißtee mit sauberer Lagerung aber schwach. Mit heißem Wasser übergossen sind leichte Alterungsnoten und frische Frucht zu vernehmen. Die Frische könnte Kräuter enthalten. 
Der Tee hinterlässt ein leicht samtiges Mundgefühl, soweit so bekannt von alten Weißen. Die Süße und Frucht sind anders als ich es gewohnt bin. In den ersten Aufgüssen ist die Süße noch prominent und geht in Richtung Honig, statt in Richtung Frucht. Später geht die Süße in der Frucht des Tees auf, welche nicht genau zu benennen ist. Es ist eher ein Mix heller Früchte.

Ein angenehmer Tee. Danke @SoGen.

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Aufguss.thumb.jpg.6c1f5fef1100fd7de178282664a057c0.jpg

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    • Von dawgt
      Hallo allerseits!
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      Ihr habt eigene Ideen für die gemeinsame Verwendung von Tee und Vanille in Euren Kreationen? Lasst es uns gerne wissen – wir freuen uns! 🤗


    • Von TeaTime13
      Hallo Tee Community, 
      vor einiger Zeit habe ich mal von meinem Vater verschiedene Blüten Tees bekommen. Das waren die, die in dem heißen Wasser des Tees aufgeblüht sind. Was für Teesorten sind diese Blüten meistens ? Bekomme ich die auch hier in Deutschland? 
      Liebe Grüße
    • Von Kukuruz
      Servus,
      nachdem ich mich nun durch einige Tees durchprobiert habe, habe ich festgestellt, dass ein teurer Kabusecha zwar schon irgendwie "anders" schmeckt als ein 10€ Sencha - aber halt irgendwie nicht doppelt, dreifach so gut. Also irgendwie ist es mir das einfach nicht wert Mir scheint 10€/100g schon so ein sweet-spot zu sein.
      Nun möchte ich gerne schauen, wie tief man tatsächlich im Preis gehen kann und weiter zufriedenstellende Qualität hat. Die Anbauregion ist mir da gar nicht wichtig, Hauptsache er ist gedämpft. Habt ihr da Empfehlungen?
    • Von teewelt
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      https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fpls.2020.601316/full#h2
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