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Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3


Joaquin

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vor 3 Stunden schrieb Shibo:

@doumer @Anima_Templi Nicht ignorieren, weil Hongcha und FL ;) Wenn auch die Tees an sich vielleicht nicht so interessant für euch wären, dann doch zumindest das Fazit des Posts.

Auch wenn Du Tees von William vorstellst, lese ich doch immer gerne mit. Auch, wenn ich weiß, dass die Tees mir grundsätzlich nicht viel taugen, (ich meine die Pus), so machen deine Verkostungen doch immer Lust diese zu probieren.

Hong Cha ist natürlich etwas anderes, denen kann ich grundsätzlich viel abgewinnen, wenn es nicht allzu sehr ins malzige abdriftet. Liest sich auf alle Fälle sehr interessant! Gut recherchiert und zusammengefasst, macht Dein Bericht Lust auf die Tees. :)

Ich trink jetzt nen Pu... :D

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Shuppin Gyokuro aus Yame via @teekontorkiel Ein Gyokuro, bei dem kaum Wünsche offen bleiben. Das Umami ist intensiv, jedoch nicht komplett überlagernd, so dass die feine Süsse des Tees schön

Live-Grüsse von einer kleinen Teerunde mit Diz 🥳

Wie versprochen: Bio Darjeeling Flugtee 2020 Puttabong DJ4 First Flush via Teekontor Kiel: ( Jorn Riel, Das Haus meiner Väter, TB Unionsverlag, beschreibt einen nachahmenswerten Brauch der Inuit

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2019 If you're reading this von w2t

Eine kleine Mini-Disc lag als Probe der letztjährigen Probenbestellung bei.

Nach ausgiebigen Waschgängen hat sich die Disc schön geöffnet. Es zeigt sich ein süffiger schöner Tee, mit beachtlich dunkler Farbe für sein noch junges Alter und einem betörenden Duft nach frisch! gepflückten Himbeeren.

Blend-typisch ist der Geschmack eher verwaschen, aber das Mundgefühl ist homogen und rund. Auch frühe lange! Ziehzeiten entlocken ihm keinerlei Bitternis, er ist sehr freundlich. 

Ein entspannter Tee, der mir aber wieder deutlich die typischen Schwächen eines Pu-Blends aufzeigt. Es fehlt meistens einfach ein klares Geschmacksprofil und eine Wandlung über die Aufgüsse. Bei einem Preis von knapp 60$ für 200gr. lässt sich das allerdings verschmerzen.

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vor 3 Stunden schrieb Anima_Templi:

Ich trink jetzt nen Pu...

Welch Überraschung!

vor 2 Stunden schrieb Anima_Templi:

Es fehlt meistens einfach ein klares Geschmacksprofil und eine Wandlung über die Aufgüsse. Bei einem Preis von knapp 60$ für 200gr. lässt sich das allerdings verschmerzen.

Tee-unkundige Leute würden bei solch Aussagen ja denken du hast ne Meise.

PS: So ein Sample hab ich auch noch, irgendwo. 🤔

PPS: Momentan reizen mich tatsächlich 2, 3 neue Tees von Paul, aber ich glaub ich lass das lieber und öffne mich wieder mehr der Dankbarkeit für das was ich bereits habe.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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@Shibo haha :D aber der Hongcha hört sich in der Tat sehr interessant an! Die Hongcha-Shengs von Peter waren auf jeden Fall immer sehr spannend (und gut).


@topic: 2021 Secret Forest Wild von EoT

Nachdem der Kunlu Wild dieses Jahr schon recht dezent war und der Secret Forest letztes Jahr eher enttäuschend war, bin ich gleich aufs Ganze gegangen und hab mein Mini-Zhuni Xishi von Pan Jun (潘俊) bis zum Anschlag gefüllt - und tatsächlich waren die ersten beiden Aufgüsse sehr vielversprechend: eine ähnliche Gemüse-Note wie bei dem diesjährigen Kunlu (wenn auch dezenter) und durchaus ein leichtes aber angenehmes Qi; subtil aber angenehm - hat der Zusatz von etwas bitterem Material evtl. doch geholfen? Aber leider geht es ab dem dritten Aufguss mit der Energie deutlich bergab - oder meine Konzentration ist flöten gegangen - was sehr schade ist, denn auch wenn die Gemüse-Note etwas breiter wird hat der Tee einfach sonst zu wenig (für meinen Geschmack) zu bieten, auch wenn alles sehr nett und angenehm ist. Irgendwie schade, da man dem Tee die "Reinheit" der Umgebung absolut anmerkt - und wenn man sich die Bilder der Bäume im Shop anschaut: wow!

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vor 17 Stunden schrieb doumer:

denn auch wenn die Gemüse-Note etwas breiter wird hat der Tee einfach sonst zu wenig (für meinen Geschmack) zu bieten, auch wenn alles sehr nett und angenehm ist. Irgendwie schade, da man dem Tee die "Reinheit" der Umgebung absolut anmerkt - und wenn man sich die Bilder der Bäume im Shop anschaut: wow!

Vielleicht produziert David unterdessen ja auch so, resp. kauft solchproduzierten Maocha, der zu Beginn wie mir von mehreren Produzenten nur zu gut bekannt, in einem Dornröschenschlaf ist und möglicherweise ein, zwei Jahre braucht um wieder aufzuwachen, und drei, vier um richtig aufzudrehen ... wer weiss ... ich würd wie stets nicht zu früh urteilen. Ich könnte mir das besonders in den renommierteren Gegenden in Xishuangbanna sehr gut vorstellen, denn die haben viel gelernt, etliche Dörfer haben z.B. ihre besten Leute nach LBZ geschickt um eine bessere, sauberere und womöglich auch langfristiger ausgerichtete Produktion zu lernen.

@topic: 16er Pasha vom Jeep 👌

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Das ist so ein Tee, wenn ich in der Vergangenheit zurückreisen könnte, von dem hätt ich mir 'nen Tong geschnappt (aber seit Jahren ausverkauft).

Der Tee ist kein hochkomplexes Kerlchen, sondern ziemlich preiswert, dabei aber herrlich ausgewogen zwischen süss und bitter und geradezu süffig fruchtig.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 7 Stunden schrieb seika:

Matcha „kühle Wolke“

Da fällt mir was ein, was mich schon länger bei meinen Machaexperimenten beschäftigt: es wird als Qualitätsmerkmal gesehen, wenn ein Matcha auch bei kühlen Temperaturen nicht bitter wird.

Wieso ist es genau andersherum als bei ganzen Blättern? Die werden ja bitter, wenn das Wasser zu heiß ist.

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Moin Jungs, wollte gestern kurz berichten von einem der frühesten Shengs von Jeep, aber dann kam Mao und deckte sich bei mir mit allerlei Teeutensilien ein und dann auch noch meine Kids und ich bin nicht richtig dazu gekommen.

Auf jeden Fall bin ich nach einem Gespräch mit Anima in diesen Tagen an der alljährlichen Verkostung der Entwicklung der Shengs vom Jeep:

Am 14.5.2018 um 19:45 schrieb GoldenTurtle:

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Jeep ist kein Veteran, sondern ein junger Wilder.

Gestern war dann ein 13er Jingmai Sheng dran, und meines Wissens nach hat Jeep tatsächlich in diesem Jahr mit der eigenen Produktion begonnen.

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Für 13er Jingmai im 1. Produktionsjahr sehr anständiges und sauber verarbeitetes Pflückgut (bereits relativ homogene Farbe, keine Brandflecken, nicht über offenem Feuer gewokt).

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PS: Nebenbei mache ich gerne auf dieses Thema aufmerksam, in dem ein anderer Sheng von Jeep auf etwas spassige Weise verkostet wurde, dessen diesjährige Verkostung eigentlich auch demnächst anstehen sollte.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Heute schreibe ich über zwei pu-erh.sk Tees.
Einmal als kurzes Schlaglicht den Pang San Zhou 2020. Nach Verkostung des ganzen Samples war ich mir unschlüssig. Einerseits hat mich der Tee nicht rund heraus gepackt und überzeugt. Andererseits lockte er mit dem Mysterium, zu einer mir noch neuen Teewelt zu gehören. Gesiegt hat die Neugier und ich habe einen Cake erworben. Das lag hauptsächlich an der Preisregion, denn in dieser tut es nicht ganz so weh, wenn sich das Mysterium als Fehlkauf entpuppen sollte. Glücklicherweise sieht es bisher nach einem anhaltenden Mysterium aus.
In zwei Sitzungen im Verlauf dieser Woche konnte ich Peters Beschreibung "fruity with a bit of like tropical fruit acidity" nachvollziehen. Das war beim Sample in dieser Form nicht vorhanden. Leichte Bitterkeit ist dabei, bleibt im angenehmen Bereich und erinnert dieses Mal an jungen Sheng.  Der Tee ist und bleibt ein interessanter Beobachtungsfall.

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Nach dem ganzen Regen war es herrlich sonnig, daher hat es dieses Wochenende nur für einen Tee gereicht, den ich unter der Überschrift "Erwartungen und Fallhöhe" im Nachhinein betrachte. Der BGT- Big Green Tree aus 2011. 
Ältere Yiwu Tess sind für mich Tees, wie der Yiwu Zeng Si Long 2005. Das erwarte und kenne ich. Dementsprechend ging ich an den BGT 2011 ran. Erwartungen die der Duft aus der Verpackung mehr als bestätigte: Gebäck, Vanille, klar und etwas Holz. Der Duft legt die Latte hoch, denn gefühlt verspricht er sehr gute Lagerung und das gewünschte Geschmacksprofil. Die Erwartungen schütteln sich die Hand mit einer daraus folgenden gesteigerten Erwartungshaltung. Leider folgt, für mich persönlich eine kleine Enttäuschung. Im Gaiwan verändert sich der Duft. Trocken: medizinisch und Holz; Feuchtes Blatt: nasses Heu, etwas Rauch. Heute dosiere ich mich knappen 10g stärker, was der Tee mit einem Waldduft quittiert.

Die ersten beiden Aufgüsse sind sehr dezent, die darauf folgenden Aufgüsse sind von erdigen Noten und leichtem bis mittlerem Rauch geprägt. Ab Aufguss 7 sind stärker werdende dunkle Früchte wahrzunehmen. Die Süße tritt erst mit den Früchten richtig hervor. Vorher ist sie nur selten deutlich wahrnehmbar. Nach Aufguss 12 und längeren Ziehzeiten bekommt man immer noch süße Früchte mit leichtem Räucheraroma.
Für meinen Kenntnisstand war der Tee wirklich sehr gut gelagert. Warum dann die Enttäuschung? Zum einen war ich von Anfang an auf eine andere, nicht rauchige, Sorte Yiwu geprägt und zum anderen hat der Tee beim Riechen eine Fallhöhe aufgebaut, die er dann logischerweise fiel :). Eine bedauerliche Kombination, ein guter Tee, der für Leute die Rauch mögen, ein sehr guter sein könnte, fällt bei der Verkostung durch, weil ich etwas anderes erwartet habe.

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Die Verkostung von @Getsome (👍) bringt mich zur Frage, wie sich die Geschichte bei prsk eigentlich weiterentwickelt hat resp. weiterentwickeln wird, nach seinen gewaltigen China-Importproblemen vergangenen Jahres ... @doumer und @Anima_Templi, ich mein es ist Mitte Juli und es ist noch immer nichts von diesem Jahr draussen vom prsk Peter ... hört der auf?!? Auch seine letztjährigen Yunnan Produktionen sind ja nie rausgekommen.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Nach dem heutigen Tee,@nannuoshan's Yiwu 2019, waren es nur noch vier weitere Tees in der Verkostungspipeline.

Aus der Packung duftet es nach Blüte. Singular und nicht mit Blume zu verwechseln. Leider weiß ich nicht zu welchem Gewächs die Blüte gehören könnte. Tonkanne und Gaiwan liegen im Anschluss dufttechnisch sehr nahe beieinander. Trocken und im angewärmten Gefäß handelt es sich um Heu und Frucht. Das feuchte Blatt wartet ebenfalls mit Heu auf. Die Frucht wird kräftiger und dazu mischt sich Getreide. Im Gaiwan zubereitet, überträgt sich das Getreide auch in den Geschmack der ersten drei bis vier Aufgüsse. Danach besteht der Tee für mich aus einer Frucht mit etwas Herbe. Die Frucht selbst ist mir unbekannt, die Beschreibung auf der Homepage (Persimone) hilft mir auch nicht aus der Patsche. Entfernt fühle ich mich an den Shimmer Bliss Roady erinnert. Allerdings ohne den schokoladig-süßen Anteil. Generell spart dieser Tee mit der Süße. Die angegebene Erde entzieht sich mir im Geschmack. Sowohl aus dem Gaiwan als auch aus der Tonkanne, entwickelt sich ein anhaltender fruchtiger, leicht mineralischer und adstringenter Nachgeschmack. Aus der Tonkanne kommt mir der Nachgeschmack schöner vor, dafür kommt aus dem Gaiwan ein facettenreicher Geschmack, jedenfalls zu Beginn der Sitzung. Sowieso, für Pu-Verhältnisse und 1,5- 2 Jahre Alter, ist der Tee erstaunlich zugänglich und unaufgeregt. Deshalb kann ich mir ihn als gute Wahl an besonders heißen Tagen vorstellen, denn der Tee selbst wärmt kaum und zusätzliches Schwitzen bleibt aus. Da die Erde gar nicht und das Getreide nur ein wenig bei mir ankam, sehe ich den Tee gerade nicht im Regal.

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Ikegawa Tea Farm Coop: Sencha, Kiri no Kiwami.

Vielen Dank nochmal an @goza für die Tauschaktion.  Hoffentlich konntest du mit meinen Gegen-Samples auch was anfangen.

Leider nur eine knappe Verkostungsnotiz, aber immerhin. Beide Tees aus der Aktion gefallen mir sehr gut. Der Sencha ist so aromatisch, dass ich gerade immer wieder da saß, und dachte, hier riechts so nach Sencha, was könnte das sein? Stellt sich raus, ich hatte die Tasse unachtsam auf dem Schreibtisch abgestellt und vergessen - und der zweite Aufguss des kalten Sencha duftetete so intensiv nach... Sencha.

Fiel mir bei beiden Tees auf: Die dritten Aufgüsse waren noch richtig intensiv und interessant, und das ist bei Japan-Grüntee nicht immer so. Der Sencha mit mehr leuchtenden intensiven Farben, der Kabuse etwas gesetzter, dafür mit sattem Umami. Tolle Sache!

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Freut mich, dass dir die Tees gefallen! Leider bin ich zu deinen Tauschtees noch gar nicht gekommen, momentan fehlt mir die Zeit, mich neuem zu widmen und trinke erstmal leer, was alles so offen ist (was auch mal nicht verkehrt ist...). Da denkt man nicht mehr über die Zubereitung nach, sondern kann es einfach genießen

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2010 Bulang Ancient Tree von EoT

Dieser Tee stammt zwar aus 2010 (wobei die Pressund erst 2012 gemacht wurde), wurde aber erst kürzlich zusammen mit den 2021er Shengs von EoT veröffentlicht. Dem Namen und der Aufmachung nach könnte man meinen, dass es sich hier um die minimal jüngere Version des großartigen 2008er Bulang Ancient Tree handelt, jedoch zeigt schon ein Blick auf das trockenes Blatt, dass dem nicht so ist: während die 2008er Version genau das richtige Maß an Wet-Storage abbekommen hat, um eine fortgeschrittene Reifung zu ermöglichen ohne aber die Energie des Tees zu beeinträchtigen, wie es bei HK-Storage leider oft der Fall ist, wurde die 2010er Version deutlich trockener gelagert und wirkt daher trotz lediglich 2 Jahre unterschied sehr viel grüner. Bei diesem Tee (vom 2008er weiß ich das leider nicht) handelt es sich um ein Blend der Dörfer Manmu, Banpen, Xin Banzhang und Man Xin Long, die alle innerhalb von Bulang liegen - bittere Blends scheinen mir generell besser zu funktionieren, als andere, aber das ist natürlich sehr subjektiv.

Wir hatten die Hälfte des Samples letzte Woche Freitag Nacht in einer kleinen 3er-Runde und waren sehr beeindruckt von dem Tee - lediglich eine für meinen Geschmack sehr intensive Adstringenz hat das ganze etwas getrübt, wobei ich vermutet habe, dass dies an dem hohen Bruch-Anteil des Sampels lag, da die Samples beim Transport sehr gelitten haben (der Versanddienstleister scheint das Paket als Boxsack oder Fußball genutzt zu haben). Jedenfalls habe ich heute bewusst die ganz kleinen Partikel aussortiert, um dem entgegenzuwirken und tatsächlich konnte dadurch die Adstringenz etwas reduziert werden - leider jedoch nicht stark genug, als dass diese für mich Memme nicht mehr störend wirken würde. Trotzdem, die Stärken des Tees kommen verglichen mit letzter Woche besser zur Geltung und davon hat er viele: allen voran natürlich eine schöne Bulang-typische Bitterkeit, die zwar nicht so heftig wie beim 2012er Bulang (EU-Storage!) ist, aber doch deutlich ausgeprägter als beim 2008er - schön dabei ist, wie schnell sie sich in eine intensive Süße wandelt, an dem Beispiel kann man auch Nicht-Bitterkeits-Fanatiker Bitterkeit bei einem Sheng schmackhaft machen. Außerdem hat der Tee ein tolles Qi: für einen Bulang eher untypisch sehr entspannend - es startet zwar im Kopf, fließt dann aber in die Arme ab und ist in sich sehr stimmig, wenn auch nicht so intensiv wie z.B. bei dem 2021er Bai Hua Qing. Und zu guter Letzt hat der Tee einen schweren, weichen Körper mit einer sehr dichten Textur - der Tee wirkt schon fast sirupartig, was auch die Optik (siehe Detailbild) bestätigt. An sich ein Top-Tee, der lediglich für die Adstringenz gibt es etwas Abzug.

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vor 36 Minuten schrieb doumer:

handelt es sich um ein Blend der Dörfer Manmu, Banpen, Xin Banzhang und Man Xin Long, die alle innerhalb von Bulang liegen - bittere Blends scheinen mir generell besser zu funktionieren, als andere, aber das ist natürlich sehr subjektiv.

Interessantes Thema ... der Blend von nahegelegenen Dörfern ist auch etwas traditionelles, da wirken die geringeren Unterschiede bei ähnlichem Terroir insgesamt stimmiger, wie ein zueinander passendes Orchester, als wenn man, wie westliche Fladenpresser es wiederholungstätermässig doch immer nur zu gerne tun, weit voneinander entfernt gewachsenes Pflückgut miteinander blendet, bspw. Bulang mit Lincang, was im Denken vielleicht Sinn macht, wenn das eine Pflückgut z.B. sehr trocken ist und das andere sehr süss, oder das eine sehr bitter und das andere fruchtig mild, was aber letztlich in der Tasse sich nur in den seltensten Fällen lohnt, weil es in aller Regel doch keine richtig stimmige Harmonie miteinander gibt bei so unterschiedlichem Terroir, Mikroklima und teilweise zudem noch unterschiedlichen Verarbeitungsweisen. Vielleicht hört ja insb. Paul von W2T irgendwann doch mal zu.

vor 36 Minuten schrieb doumer:

(der Versanddienstleister scheint das Paket als Boxsack oder Fußball genutzt zu haben)

Möglicherweise hat damit die örtliche Poststelle Kunming die EM gefeiert.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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@GoldenTurtle ja, Blends von innerhalb einer Region sind auf jeden Fall stimmiger als regionsübergreifende Blends - aber in beiden Fällen sind es die bitteren Vertreter, die mir eher zusagen. Z.B. gab es dieses Jahr ja auch einen Yiwu-internen Blend von EoT, bei dem es sehr schade ist, eben NICHT die Charakteristika der einzelnen Dörfer zu haben - desto feiner/dezenter der Tee, desto pingeliger bin ich da irgendwie (oder es liegt mal wieder an der Trumpfkarte Bitterkeit, haha).

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2013 KuZhu Shan Gushu von TTpl

Für die "Erforschung" neuer Keramik eignet sich neben wohlbekannten Tees insbesondere auch Tees mit einem ausgeprägten Geschmacksprofil, da sich z.B. anhand der prägnanten Bitterkeit des Kuzhu Shans recht leicht "messen" lässt, ob ein Kännchen einen abrundenden Effekt auf den Tee hat oder nicht - was bei dem niedlichen kleinen Anagama-Kännchen von Jaroslav Marek definitiv der Fall ist. Ob das nun an diesem Kännchen liegt oder nicht müsste ich in einer Gegenprobe mit einem Yixing-Kännchen nochmals nachprüfen, aber interessanterweise ist es so, dass der Tee zunächst recht leicht und dezent ist, im Abgang die Bitterkeit dann aber doch noch zügig zuschlägt - wie in meiner letzten Notiz beschrieben mit einem eher punktuellen Charakter, keine breite Bitterkeit wie bei einem Bulang - und sich dann aber deutlich später in eine angenehme Süße wandelt. Insbesondere die anfängliche Leichtigkeit scheint mir neu und auf das Kännchen zurückzuführen - quasi die Inversion des "Leichtigkeit im Abgang"-Charakters wie bei der Karatsu-yaki oder Tamba-yaki Guinomi. Der Charakter des Tees wird aber bewahrt: scharfe, punktuelle Bitterkeit, "kurviges" Qi und flauschig-pelzige Textur - dem ersten Eindruck nach würde ich sagen, dass das Kännchen vor allem an den Spitzen im Geschmack und der Textur des Tees arbeitet, ohne aber so krass abzuschleifen wie z.B. ein Novak-Kännchen - ich bin gespannt, wie es sich bei anderen Tees verhält! In Verbindung mit diesem schönen Tee macht es auf jeden Fall viel Spaß :) 

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@SoGen Es ist ja überraschend beeindruckend beängstigend, was für teure Marken-Grüntees deine Stammkneipe unterdessen anbietet ... knapp 40$ auf 10g ... keuch! Jedoch was die Überblickbarkeit für den Kunden angeht, haben sie scheinbar doch noch immer etwas zu kämpfen ... immerhin haben sie ihr Standardrating von 5 von 5 Sternen für absolut jeden Tee zwischenzeitlich bereits einmal entfernt (dem happerte es wohl doch ein wenig an der Glaubwürdigkeit) ... zudem werden seit neuestem in der Produktbeschreibung auch noch Gedichte zitiert (möglicherweise als Legitimation des hohen Preises kommt der Vergleich zum Wein gerade recht):

Zitat

Emerald tea trees on Lushan

Are hidden in swirling mist.

Light spring breezes waft perfume.

No wine can touch the senses

Like this tea made with spring water.

Aber ... es sieht so aus, als wären sie bei neueren Brand-Selektionen ernsthaft um mehr Authentizität bemüht.

Im Pu setzen sie unterdessen ja auf Ba Jiao Ting ... nicht gerade günstig ... aber ob das wirklich was taugt ... Samples werden auch nicht angeboten, puh, wer kauft da schon auf gut Glück bei solchen Preisen. 😬

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Neben dem gemeinsamen Verkosten unterschiedlichster Tee-Preziosen, eignen sich Teetreffen außerdem ganz hervorragend dafür durch Tausch Tees zu erhalten, welche bereits durch kundige Gaumen für gut befunden wurden.

Diesen taiwanesischen 3 Leaf Dong Ding bekam ich von @miig und danke ihm herzlich dafür. 

Der Händler ist mir nicht bekannt, aber da ich weiß, dass besagter Moderator ein Faible für einen bekannten ortsansässigen Händler hat, vermute ich, dass er von ttc stammt. :)

Ein fortgeschrittener Röstgrad ist olfaktorisch sofort festzustellen, jedoch wird eine dunkel fruchtige Grundnote dadurch nicht überdeckt, eher unterstrichen. 

Genauso zeigt er sich dann auch in der Schale. Ein ausgeprägtes Röst-Konstrukt stützt eine schwer-fruchtige, süffige Süße. Ein toller, unkomplizierter Oolong der uns heute Nachmittag viel Freude beschert hat.

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