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Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3


Joaquin

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Mein erster gelber Tee.:)
Allerdings erschmecke ich keinen Unterschied zu einem grünen Tee....und die Aufgussfarbe ist auch nicht wirklich gelb...zumindest nicht anderst wie bei einem Grüntee.
Eigentlich schade......
Hatte mich auf einen deutlichen Unterschied in der Geschmacks-und Farbwelt gefreut. Aber naja. 🙂
 
Habe ihn im Gaiwan bei 80 Grad aufgegegossen ,2-3 Minuten ziehen lassen, 5 Aufgüsse
Schmecken tut er mir sehr gut...auch der Geruch der nassen Teeblätter im Gaiwan haben einen interessanten Geruch.:love:
Hier ein paar Fotos für Euch :  :winken:

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https://www.amazon.de/Huangshan-Hochwertiger-chinesischer-Teeliebhaber-Geschenk/dp/B07ZQQ7BQ1/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&dchild=1&keywords=TEZEN HUOSHAN HUANGYA&qid=1632254408&qsid=262-6726252-7272263&sr=8-2&sres=B07ZQQ7BQ1%2CB081T4KTM7%2CB097BQV9K1%2CB07L2FB89X%2CB01N1L3VE9%2CB07JPZ9NDP%2CB07KQGRVTY%2CB07KMBMBN4%2CB07KTSSJBD%2CB07KQRW3VH%2CB016N7QYIA%2CB084ZZKHNZ%2CB07KQ7S14V%2CB097C2T7QP%2CB07L2HSYVV%2CB07ZWF5PHD%2CB07KM3MQ9N%2CB07L15NRRJ%2CB08M9H46BM%2CB07L2DTLXG&srpt=TEA&fbclid=IwAR2pQBppvhFIbwTiMkW-H_oKa470YpgV6-cBbYdYcn7M5c2sRGQFdwbQDrM

 

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Shuppin Gyokuro aus Yame via @teekontorkiel Ein Gyokuro, bei dem kaum Wünsche offen bleiben. Das Umami ist intensiv, jedoch nicht komplett überlagernd, so dass die feine Süsse des Tees schön

Wie versprochen: Bio Darjeeling Flugtee 2020 Puttabong DJ4 First Flush via Teekontor Kiel: ( Jorn Riel, Das Haus meiner Väter, TB Unionsverlag, beschreibt einen nachahmenswerten Brauch der Inuit

Live-Grüsse von einer kleinen Teerunde mit Diz 🥳

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@Adriana gelber Tee ist eine heikle Sache! Es gibt wenig davon auf dem Markt und dabei ist das Meiste Mist. Selbst hochseriöse Händler sind bei gelben Tee oft sehr schwach auf der Brust. Ich hatte mal einen Huo Shan Huang Ya der noch in klassischer Art verarbeitet war. Heute werden gelbe Tees fast wie Grüntees gearbeitet, wie Du richtig festgestellt hast. Trink Deinen Tee einfach als Grüntee, und wenn Du mal einen richtigen gelben Tee im Schälchen hast, wirst Du es merken. Garantiert!

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Mit einiger Verzögerung schließe ich mich @doumer und @Getsome in der Verkostung der 2020er Thailand-Shengs von pu-erh.sk an. Lediglich der Danzhu war zum Zeitpunkt meiner Bestellung nicht im Shop verfügbar und ist daher nicht mit von der Partie.
 

Los geht's mit dem Pang San Zhou Huangpian.

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Der Kuchen riecht HP-typisch mild, mit einer schönen Note von gegrillter Paprika. Letztere findet sich auch im feuchten Blatt wieder, zusammen mit etwas Mandel und einer dezenten Floralität neben dem dominierenden süß-würzigen Aspekt.
Im Aufguss findet sich wieder gegrillte Paprika, aber es wird auch süßer und sogar etwas fruchtig mit frischem Apfel. Am Gaumen ist der Tee würzig und auf angenehme Weise leicht bitter. Neben die gegrillte Paprika gesellt sich eine säuerlich-frische Hagebutte. Das Ganze ist eine eher trockene, und für einen Huangpian erstaunlich körperreiche Angelegenheit (caveat: wegen des heterogenen Blattguts waren auch einige mildere Sessions mit weniger körperreichen Aufgüssen dabei; insgesamt ist der Tee trotzdem ziemlich potent für einen Huangpian).
Im Abgang kommt dann der Wermutstropfen: Eine etwas zu aggressive Kombination aus persistierender Säure und Adstringenz am Zahnfleisch bringt den Tee aus der Balance. Geschmacklich verbleiben Hagebutte und kräftige Gewürze, vor allem Pfeffer.

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Hätte er einen besseren Abgang, wäre das ein absolut Gong-Fu würdiger Sheng! Dass er dieser Rolle nicht ganz gerecht werden kann, ist aber nicht weiter schlimm, da ich den Bing sowieso für das schwächer dosierte Nebenbei-Trinken und als Reise-Tee gekauft habe.


Pang San Zhou
Aus dem Doypack strömt einem die volle Ladung Marshmallow-Duft entgegen. Dahinter verstecken sich dezente, fruchtig-florale Anklänge. Im feuchten Blatt ist die Marshmallow-Zuckrigkeit dann allerdings beinahe vollständig verflogen. Es dominiert eine pikant-gemüsige Note von gegrillter Paprika und Tomatenketchup. Die durchaus noch vorhandene Süße ist nun eher die von gekochten Möhren. Neben diesem "kulinarischen" Charakter, macht sich auch eine parfüm-artig würzig-florale Note bemerkbar. Eine laute, ambivalente Nase, die aufhorchen lässt.
Im Aroma des Aufgusses tauchen auf einmal wieder die Marshmallows auf. Außerdem Bananensaft (das hatte ich noch nie bei einem Sheng). Am Gaumen präsentiert der Tee, wenn kurz gezogen, vor allem Marshmallow-Süße und Banane, und lässt die pikante Paprika im Hintergrund erahnen. Auf der Zunge ist er in solchen Aufgüssen weich, am Rachen etwas adstringent. Bei längeren Ziehzeiten ist er weniger differenziert und adstringenter. Die pikanten Aspekte dominieren und eine punchy Bitterkeit kommt zum Vorschein.
Der Abgang ist wiederum bei den stärkeren Aufgüssen besser, da sonst eher blass. Im Mundraum breiten sich auf angenehme Weise Bitterkeit und eine anregende Adstringenz aus. Geschmacklich dominieren mediterrane Gewürze und gegrillte Paprika. Ein Hauch Marshmallow schwingt noch mit.


Lao Cha 2016
Im trockenen Zustand hat er große Ähnlichkeit mit dem Pang San Zhou: Marshmallow, sehr süß, gegrillte Paprika. Im feuchten Zustand riecht das Blatt weniger süß. Man merkt dem Tee seine Reife an. Kurz blitzen beerige Noten auf, dann Hagebutte, dann dominiert wieder die gegrillte Paprika.
Aufguss: jetzt definitiv beerig-fruchtig. Auch wieder etwas Banane. Nach wie vor ist eine pikante Note vorhanden. Am Gaumen ist der Sheng anfangs süß, mit zunächst dezenter, dann stärker werdender Bitterkeit. Grapefruit, ganz deutlich! Der Lao Cha ist weniger punchy als der Pang San Zhou, und dankenswerterweise weniger adstringent am Rachen. Obwohl erst fünf Jahre alt, schimmert bereits ein weinfass-artig holziger Charakter durch, den ich mit älteren, trockengelagerten Shengs assoziiere.
Mit einem angenehm trockenen Gefühl im Mundraum, und einem schönen Aromenspiel von Hagebutte, roten Johanissbeeren, Gewürzen und Walnuss, verabschiedet sich der Tee und hinterlässt ein wunderbar schweres Gefühl im ganzen Körper.


Die beiden Pang San Zhou finde ich nett, den Lao Cha richtig gut.
Den thailändischen Schwarztee werde ich noch in einem separaten Beitrag an der Seite des Mansa Gushu Schwarztees aus dem selben Shop besprechen.

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@Shibo Deine Teeverkostungen sollte keiner lesen der auf Diät ist.

@topic Nachdem ich den drei hartnäckigen Übernachtziehern den Rest gegeben hab, geh ich mal wieder Wildern in meiner Teebibliothek, möglicherweise die Herde grasender Oolongs aufscheuchen, mal sehen ob da ein altes Tier nicht mehr schnell genug ist mir zwischen den Fingern zu enteilen.

PS:

vor 15 Stunden schrieb Adriana:
Mein erster gelber Tee.:)
Allerdings erschmecke ich keinen Unterschied zu einem grünen Tee

Hut ab vor dieser guten Wahrnehmung und mutigen Meinungsäusserung!

@Paul Ich finde ja, dass man an der optischen Entwicklung des Aufgusses über Stunden hinweg, resp. beim Stehenlassen in der Kanne über Nacht leicht eine richtige Verarbeitung von Gelbtees erkennt, ähnlich wie bei gewissen Weisstees, die auch nicht abgeschlossen werden, wird die Brühe sehr dunkel - die Aufgussfarbe eines korrekt gekillten Grüntees hingegen bleibt viel stabiler.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Nachtrag:

Hah! Ein besonders fetter Fang ging mir in die Falle!

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Jedoch auch wenn das Ding geschnappt ist, gibt es kaum eine gefährlichere Beute für den Zerteiler, sofern er denn nicht überzudosieren gedenkt (was aromatisch definitiv nicht empfehlenswert ist).

Hinten mit auf den Plan gerückt ist im Eilschritt auch gleich die einzig diesem Zweck dienende Tasse - die spürte schon vor Tagen, dass bald wieder ein Einsatz bevorsteht.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Na, na, bloss nicht frech werden. 😋
Das ist Pu'Er, selbstverständlich, für Traditionalisten.
Wenn auch damit heutzutage das klitzekleine Problem besteht, dass dies tatsächlich kaum jemand mehr auf traditionelle Weise zu produzieren gewillt ist - es ist wie wenn man ein Risotto 10-12 Stunden lang beständig rühren müsste, was nachvollziehbarerweise nicht die allerbeliebteste Arbeit ist. Auf diese Weise werden ca. 20kg. Pflückgut zu 1kg Paste. Es gibt industrielle Imitate, welche jedoch aromatisch, nun ja, sagen wir es so, Chenshi hat mal auf Wunsch so ein Imitat für Paul aufgetrieben, was, wenn ich mich richtig erinnere, beinahe mit einer Klage seitens Paul geendet hätte.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 14 Stunden schrieb Shibo:

Mit einiger Verzögerung schließe ich mich @doumer und @Getsome in der Verkostung der 2020er Thailand-Shengs von pu-erh.sk an. Lediglich der Danzhu war zum Zeitpunkt meiner Bestellung nicht im Shop verfügbar und ist daher nicht mit von der Partie.

Los geht's mit dem Pang San Zhou Huangpian.
Im Abgang kommt dann der Wermutstropfen: Eine etwas zu aggressive Kombination aus persistierender Säure und Adstringenz am Zahnfleisch bringt den Tee aus der Balance. Geschmacklich verbleiben Hagebutte und kräftige Gewürze, vor allem Pfeffer.Hätte er einen besseren Abgang, wäre das ein absolut Gong-Fu würdiger Sheng! Dass er dieser Rolle nicht ganz gerecht werden kann, ist aber nicht weiter schlimm, da ich den Bing sowieso für das schwächer dosierte Nebenbei-Trinken und als Reise-Tee gekauft habe.
Lao Cha 2016
Mit einem angenehm trockenen Gefühl im Mundraum, und einem schönen Aromenspiel von Hagebutte, roten Johanissbeeren, Gewürzen und Walnuss, verabschiedet sich der Tee und hinterlässt ein wunderbar schweres Gefühl im ganzen Körper.
Die beiden Pang San Zhou finde ich nett, den Lao Cha richtig gut.
Den thailändischen Schwarztee werde ich noch in einem separaten Beitrag an der Seite des Mansa Gushu Schwarztees aus dem selben Shop besprechen.

Hallo @Shibo, für Huangpian bist Du noch zu jung! :) Das ist ein Tee für Opas, die auf der Sitzbank vor dem Haus ihren Platz haben, keine Zähne mehr im Mund, und hinter den jungen Leuten hernuscheln. (In: Asterix in Korsika, sind sie sehr gut getroffen, aber natürlich ohne Huangpian) Ich habe selbstverständliche einen Bing davon und trinke ihn gerne, von der Adstringenz im Abgang habe ich bisher nichts bemerkt. Vielleicht liegt das daran, daß Du noch mehr Zähne im Zahnfleisch hast als ich alter Mümmelgreis.

Den Lao Cha 2016 finde ich auch richtig gut - ein Schnäppchen zu diesem Preis!

Auf die Schwarzteebesprechung freue ich mich schon, Hongchas werden leider viel zu selten besprochen

vor 4 Stunden schrieb GoldenTurtle:

..... Chenshi hat mal auf Wunsch so ein Imitat für Paul aufgetrieben, was, wenn ich mich richtig erinnere, beinahe mit einer Klage seitens Paul geendet hätte.

@GoldenTurtle Du bist ein Ohrenbläser par excellence! Halbwahrheiten gemischt mit fakenews, Verleumdungen und Irreführungen bei denen der russische Geheimdienst noch was lernen kann - aber wenigstens bist Du amüsant, manchmal.

Ich möchte an dieser Stelle klarstellen, daß es nie eine Irritation im Verhältniss zwischen Chris und mir gegeben hat, die auf einem Tee oder teeähnlichen Getränk, das er mir besorgt hat, beruht haben könnte.

P.S. Falls Du von dem großen Stück etwas abgeben möchtest, ich bin per PN zu erreichen.

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vor 3 Stunden schrieb Paul:

@GoldenTurtle Du bist ein Ohrenbläser par excellence! Halbwahrheiten gemischt mit fakenews, Verleumdungen und Irreführungen bei denen der russische Geheimdienst noch was lernen kann

Herzlichen Dank für das Kompliment, als Reporter der TTN hatte ich natürlich zu lernen, wie Journalismus für deutsche Leser auszusehen hat.

Tobias hatte ja dereinst ein 10g Muster bekommen - was haben wir gelacht als er berichtete, dass er etwa 7g mit 2dl Wasser aufgegossen hat. Man müsste den Beitrag eigentlich finden können, aus der Erinnerung zitiert meinte er, dass er sich zwar einiges an Bitterkeit gewohnt sei, aber dies ihm nun doch zu weit gegangen sei.
Nicht zu vergessen, dass Chagao etwa 20-fach konzentriert ist - normaler Sheng ist im Verhältnis zum frischgepflückten Pflückgut etwa 1:4 oder 1:5, d.h. 5kg Plückgut ergibt ca. 1kg fertigen Sheng, d.h. 7g Chagao in 2dl aufgelöst entsprächen etwa 30g Sheng in 2dl aufgegossen, aber dies wohlgemerkt in einem Aufguss, will meinen etwa 5-10 Minuten ausgekocht, damit man sich ein Bild der Brühe machen kann, die sich Tobias damals reinpfefferte.

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Am 23.9.2021 um 11:00 schrieb GoldenTurtle:

@topic Nachdem ich den drei hartnäckigen Übernachtziehern den Rest gegeben hab, geh ich mal wieder Wildern in meiner Teebibliothek, möglicherweise die Herde grasender Oolongs aufscheuchen, mal sehen ob da ein altes Tier nicht mehr schnell genug ist mir zwischen den Fingern zu enteilen.

Nachdem die gestrige Teebibliotheks-Safari verschoben wurde, weil dieser abgekühlte Lava-Klumpen den Zugang ins Oolong-Reservat versperrte, ging mir dann heute tatsächlich eine alte Gazelle in die Fänge:

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Wenn erfahrene Teeveredler in fremden Gebieten sourcen ist das schon was erfreuliches - so einer weiss immerhin, auf was er zu schauen hat.

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Würden wird darin einen grossen Tee erkennen?

PS @Paul wegen dem gestrigen Tee: ist dir bewusst, dass dieser sehr preisintensiv ist? BLT bot ja vor einer Weile mal etwas ähnliches an, was bereits mit über einem Dollar aufs Gramm zu Buche schlug, und dennoch nicht traditionell produziert war, sondern man die Blätter lediglich in einem grossen Tank tagelang sieden liess, bis ein dicker Harz entstand - was nichts anderes als ein industrielles Imitat und so weit von der traditionellen Verarbeitungsmethode entfernt ist wie ein Hund von einer Katze.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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2013 Lao Ban Zhang Gushu von Yu

Seit langem mal wieder ein Laobanzhang (老班章) - wie schon öfters erwähnt habe ich mit Tee aus diesem Dorf so meine Probleme: zum einen muss man viel Vertrauen in den Produzenten haben, da LBZ eines der gefragtesten (Mainstream)-Dörfer ist und entsprechend viel mehr LBZ Tee verkauft wird, als es überhaupt gibt - und zum anderen wird der Tee, den man so üblicher weise bekommt für meinen Geschmack zu sehr auf eine Blumigkeit getrimmt, die den Tee oft paradoxerweise billig wirken lässt. Da dieser Tee von Yu stammt, lässt sich der erste Punkt zum Glück ausräumen und bezüglich des zweiten spricht der Tee für sich selbst: er geht in eine ganz andere Richtung!

Im Aroma des nassen Blatts schwingt eine gewisse Zitrusnote mit, die ergänzt mit dem Duft sauberer Fermentation einiges verspricht - jedoch sind die ersten Aufgüsse überraschend trocken (im Sinne von nicht-süß etc.), klar im Vordergrund steht hier die Reifungsnote des Tees. Diese gefällt mir aber sehr gut: absolut sauber mit dezenter, warmer Holznote harmonisiert sie hervorragend mit den subtilen herben Noten, die mich auf Grund des Aromas an Orangenzesten erinnern - alles in allem aber sehr dezent. Auch das Qi ist eher zurückhaltend: es drängt sich nicht auf sondern man muss schon aufmerksam sein und in die Tiefen des Tees schauen, um es schätzen zu können - so ergibt sich ein sehr ruhiger Charakter des Tees, Understatement pur - definitiv kein Angeber-Laobanzhang und genau deshalb gefällt er mir! Am ausgeprägtesten ist hier die weiche, ölige Textur des Tees - während manche Shengs in dem Alter zu einer gewissen sauer-aggressiven oder scharfen Textur neigen ist dieser voll und weich. Über die nächsten Aufgüsse hinweg verschieben sich die Geschmacksfacetten etwas und es rückt fast unmerklich immer mehr eine leichte Süße in den Fokus der Geschmacksebene, bis die herben/bitteren Komponenten fast vollständig in eine süß-holzig-warme, klare Komposition übergegangen sind und der Tee nun bei weitem nicht mehr so trocken wirkt, wie zu Beginn - sehr spannend! Insgesamt aber ein Tee, bei dem man gewillt sein muss, ihn mit Ruhe und Zeit anzugehen und man Freude an sauberen Alterungs-Aromen hat - ein wenig erinnert mich der Tee an den 2003er Gushu Guafengzhai, der für mich auf diesem Gebiet absolute Referenz ist, auch wenn dieser etwas "handfester" im Charakter ist. Toller Tee - mir Ausnahme eines 2009er LBZ, den ich auf einem Treffen mit Peter probieren durfte, ist das der erste seiner Art, der mir wirklich gut gefällt!

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2020 Mansa Huang Pian von prSK

Mit etwas Verspätung nun auch noch der letzte von Peters 2020er Shengs - von diesem habe ich mir jedoch nur ein Sample gekauft, da ich in der Regel kein Fan von Huangpian bin. Wie auch der "normalen" Mansa-Version wurde auch dem Huangpian etwas Pangxiejiao beigemischt.

Das Blatt ist jedenfalls typisch für einen Huangpian und lässt sich daher auch nicht ohne etwas gebrösel lösen - ggf. mit ein Grund, warum ein Huangpian meist eine gewisse Adstringenz hat, die das ohnehin schon nicht so volle Erlebnis für mich etwas dämpfen. Aber bei diesem Tee muss ich gestehen, dass die Adstringenz perfekt zum Tee passt, da der für einen Huangpian überraschend fruchtig und geschmacksintensiv ist - so wirkt die Fruchtigkeit noch einen Tick frischer. Da ein Huangpian ohnehin nie mit einem normalen Sheng mithalten kann, sehe ich den Fokus auch nicht wie sonst üblich in intensiven Aufguss-Konzentraten sondern wie Peter schreibt im entspannten nebenbei trinken: "they are uncomplicated, light tea drink to help digestion, clear the mind and leisurely sip tea for hours". Daher auch die Keramik-Wahl heute: kein Yixing sondern ein etwas größeres (innen) glasiertes Kännchen von Martin Hanus, in dem nicht all zu stark dosiert gemütlich aufgegossen wird - solide Sache, wird mich heute Abend dann nochmals mit den restlichen Aufgüssen begleiten: es gibt zwar keine große Dynamik aber was er macht, mach er lange. Und wie @Paul kürzlich sagte: "Für Huangpian bist Du noch zu jung! Das ist ein Tee für Opas, die auf der Sitzbank vor dem Haus ihren Platz haben, keine Zähne mehr im Mund, und hinter den jungen Leuten hernuscheln." Da ist definitiv was dran: wenn mir die Arbeit denn mal Zeit für Tee lässt, gibt es einfach Tees, die mir persönlich mehr geben, als ein Huangpian - aber vielleicht komme ich ja selbst auch noch in das Alter! ☺️

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vor 13 Minuten schrieb doumer:

Das Blatt ist jedenfalls typisch für einen Huangpian und lässt sich daher auch nicht ohne etwas gebrösel lösen - ggf. mit ein Grund, warum ein Huangpian meist eine gewisse Adstringenz hat, die das ohnehin schon nicht so volle Erlebnis für mich etwas dämpfen. Aber bei diesem Tee muss ich gestehen, dass die Adstringenz perfekt zum Tee passt, da der für einen Huangpian überraschend fruchtig und geschmacksintensiv ist - so wirkt die Fruchtigkeit noch einen Tick frischer. Da ein Huangpian ohnehin nie mit einem normalen Sheng mithalten kann, sehe ich den Fokus auch nicht wie sonst üblich in intensiven Aufguss-Konzentraten sondern wie Peter schreibt im entspannten nebenbei trinken: "they are uncomplicated, light tea drink to help digestion, clear the mind and leisurely sip tea for hours".

Wenn ich dich richtig verstehe, vermisst du grundsätzlich bei Huangpians Bitterkeit und Komplexität - ich mag manchmal gerne so gemütliche Tees.

Aber ich habe einen ziemlich alten Huangpian aus extremst reifem Pflückgut, der obendrein blitzsauber gelagert wurde und der selbst mir momentan etwas zu ruhig ist - wie eine idyllische Landschaft, die auch noch stilisiert gemalt wurde. Da gibt es schöne Züge, aber es geht mir momentan zu wenig. Während ein "normaler" Huangpian doch noch etwas Bitterkeit hat, hat dieser wirklich praktisch keine mehr, und sie fehlt mir in dem Fall - hingegen für Anfänger wär das vielleicht sogar optimal, teste das bei Gelegenheit mal mit Gästen. Auf jeden Fall bin ich da am Schrauben mit der Lagerung - zuerst einmal exponiert in grosse Bambuskörbe gepackt, da wird sich schon noch was entwickeln, ich hoffe, dass durch Reifearomen der Tee an Gesamtgehalt gewinnen und dadurch auch für Kenner interessanter wird.

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Ob der wohl echt ist?!? Jeep würde die Wahrheit wahrscheinlich noch mit ins Grab nehmen. 

Foto vom Blattgut des angeblichen 16er Bulang Königsbaumes:

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Auf jeden Fall kräftiges Pflückgut, oder fette Blätter wie die Chinesen sagen - ein unterdessen sehr erfreulicher Sheng, der spät eine unerwartet gute Reifung durchgemacht hat - 3 Jahre nach der Pressung war der noch ziemlich verschlossen und ich hoffte nicht einmal, dass da noch gross was kommt, als er etwa vor einem Jahr wie aus heiterem Sonnenschein begonnen hat richtig aufzumachen. Selbst der fette Vorsitzende raunte vor Wohlgefallen am Wochenende.

Nebenbei die womöglich bestgepressteste Long Zhu, die ich kenne - kompakt und doch bereits in wenigen kurzen Aufgüssen vollständig geöffnet.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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Bei meinem Besuch im Cha Dao wurde mir eine großzügige Portion des Vulcan Oolong des Jahrgangs 2020 zu meinem Einkauf geschenkt. Taiwan Oolongs waren wichtige Tees zu Beginn meiner Teereise, sie fristen seit geraumer Zeit aber ein Schattendasein. Einerseits weil sie in den letzten Jahren schwieriger zu bekommen waren. Soweit mir bekannt befürchtet Taiwan die Böden zu sehr zu beanspruichen und hat daher die Produktionskapazitäten verringert. Andererseits und möglicherweise eine direkte Folge aus der Knappheit, sind die Preise merklich gestiegen. 

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Optisch und vom Duft her erinnert der Tee entfernt an den Gankou Cha den dKdT's mal im Sortiment hatte. Tiefe grüne Noten und "typischer Taiwan Hochlandoolong" lassen sich ebenfalls riechen. Die Aufgüsse sind geprägt vom Grundgeschmack der Hochlandoolongs, grün und Maissüße. Die ersten Aufgüsse warten zusätzlich mit Mineralien auf. Gebäcknoten sind in einigen aber nicht allen Sitzungen mit von der Partie. 
Anfänglich musste ich den Tee erst erschmecken, eine Tatsache die der längeren Abwesenheit grüner Taiwanoolongs auf meinem Teetisch geschuldet war. Jetzt passt der Tee gut zu einem Essen, wenn ich keine ausdauernde oder komplexe Sitzung am selben Abend möchte. Es ist aber ausdrücklich kein Desserttee. Am ehesten erinnert er mich an Shanlixi Tees.

Da die Tür nun mal einen Spalt offen stand, sollte es ein weiterer Taiwanoolong werden. Dong Ding, Shanlixi, Dayuling und Li Shan waren wichtige Stationen um die echte Teepflanze kennen zu lernen. Der Zufall wollte es, dass @chenshi-chinatee einen 2021er Dayuling führt. Shanlixi und Dayuling kenne ich mit "waldigem" Charakter. Wobei Shanlixi in der Erinnerung der kräftigere von beiden ist. 

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Bei diesem Dayuling sind Frische und Wald sofort da. Ein angenehm milder Tee mit einer, jedenfalls mutmaßlichen, Chili Note im Duft. Spätere Aufgüsse haben weniger Wald und dafür mehr Gras, bleiben aber immer frisch auf der Zunge. Die Maissüße ist sehr dezent. Ein schöner Tee.

@Shibo: Nach deiner Beschreibung, muss ich die Tees wohl nochmal auf Wiedervorlage legen :)

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Zweimal Hongcha von pu-erh.sk
@Paul Dich verlinke ich mal, da du ja Interesse an diesem Post angekündigt hattest.
 

Chafang Black Tea aus Thailand, Ernte im Herbst 2020:
Aus dem Doypack duftet es nach getrockneten Früchten (Pflaume, Aprikose) und nach kräftig-malzigem Honig. Dagegen überrascht der Geruch der Blätter nach dem ersten Aufguss: Jetzt geht es eher in eine würzig-florale Richtung, mit einer deutlichen Nadelbaum-Note. Etwas Aprikose taucht aber wieder auf und wirkt als olfaktorisches Bindeglied.
Der Aufguss selbst riecht dann wieder süßer, mit Honig, Trockenfrüchten und ein wenig Feige*.
Am Gaumen zeigt der Tee einen bemerkenswerten Körper, kräftige Bitterkeit, getrocknete Aprikose und malzigen Honig. Letzterer leitet in den Abgang hinüber, welcher allerdings wieder vordergründig florale Aspekte zeigt (also eher Blütenhonig). Eine frische Apfelnote blitzt kurz auf, dann klingt der Tee angenehm trocken aus, mit einem erfrischenden Huigan.


Mansa Gushu Black Tea Dragonball, Ernte im Oktober 2019
Die Kugel ließ sich sauber in der Mitte zerteilen, sodass ich zwei Sessions à circa 4,3 Gramm auf 130ml mit dem Tee gemacht habe. Überdosierter Hongcha ist selten eine gute Idee.

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Aufgrund der Pressung und der kleinen Menge lässt sich über den Geruch des trockenen Blattes nicht viel sagen. Dezent, ein bisschen Aprikose, wie ein Yunnan Hongcha halt. Einmal aufgegossen entströmt dem Kännchen dann ein regelrecht dekadenter Duft: reife, süße Aprikose, Milchschokolade, Malz, Rosinen.
Der Aufguss riecht dagegen wieder zurückhaltender, mit Trockenfrüchten und später Beeren. Am Gaumen ist der Tee süß-fruchtig und trotz geringer Dosierung sehr körperreich. Die Aprikose ist wiedermal prominent. Bitterkeit ist zwar nur ganz wenig vorhanden, spielt aber doch eine wichtige Rolle um den Geschmack in einer angenehmen Balance zu halten.
Im späteren Verlauf der Session wird dann die Qualität des Tees so richtig deutlich: Der Abgang ist lang und komplex. Süß mit Früchten und Honig, aber im Ausklang allmählich trockener werdend, bevor er wieder in einem tollen, süßen Huigan endet. Unbedingt erwähnenswert ist auch die merklich entspannende Wirkung des Tees.

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Während mir beide gefallen haben, ist der Mansa für mich klar der bessere Tee. Der Chafang ist zwar durchaus interessant und eigen, durch seine rustikale Art aber mMn eher als Alltags-Hongcha zu sehen und zu genießen (wohlgemerkt durchaus gerne nach Gong Fu-Methode, nur halt eher für die Nebenbei-Sessions).
Der Mansa ist hingegen ein Luxus-Hongcha wie es sie leider viel zu selten gibt. Er reiht sich (auch preislich) bei den wenigen Exemplaren ein, die einem das ganze Potenzial dieser von mir durchaus geliebten Teekategorie vor Augen führen.

 

*Hierzu noch eine Anmerkung, auch wenn die für mich prominente Note bei dieser Art Tee ja offensichtlich eher (getrocknete) Aprikose ist:
Eine Feigennote entdecke ich recht häufig in Tees, meistens in stärker oxidierten und gerösteten Oolongs. In meinem kürzlichen Griechenland-Urlaub habe ich endlich nochmal die schöne Erfahrung gemacht, unter Feigenbäumen in voller Reife zu sitzen und ihren Duft, der vielleicht mein liebster überhaupt ist, einzusaugen. Dabei habe ich festgestellt, dass mein olfaktorisches Gedächtnis in diesem Fall erfreulich gut funktioniert hat: Die Duftnote ist für mich wohl so positiv belegt und einprägsam, dass ich nie Zweifel hatte, wenn ich in den letzten Jahren einem Tee diese Note attestiert habe. Auch war ich nicht überrascht, unter den Feigenbäumen sitzend wiederum an den einen oder anderen leckeren Oolong zurück denken zu müssen.
Diese Treffsicherheit habe ich natürlich längst nicht immer. Insofern fungiert diese Urlaubserfahrung auch als Ansporn, mit geöffneten Sinnen durch das Leben zu gehen, viel auszuprobieren, wortwörtlich die Nase (fast) überall hinein zu stecken und immer wieder diese kostbaren Erfahrungen zu machen, die zu einem späteren Zeitpunkt am Teetisch als Assoziation wieder auftauchen und den Geist wandern lassen.

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Zum Thema Geruch und Gedächtnis: In einem Video des Whiskey Vaults hat einer der beiden dazu erzählt: Er habe sich bei einem Whisky mal an blaue Latzhosen erinnert gefühlt. Die Assoziation sei sofort da gewesen, er habe aber nicht genau zuordnen können weshalb. Später sei es ihm dann eingefallen. Die Latzhosen hätten nach Öl und Metall gerochen, bei dem Whiskey sei es ebenso gewesen und deshalb habe er sich an die Latzhosen erinnert.

Die Erinnerung an Gerüche ist eine der zuverlässigsten die wir haben. In aller Regel können wir uns auf die Assoziationen nach dem Riechen verlassen. Sie anderen nachvollziehbar zu beschreiben ist eine Schwierigkeit dabei.

Heute die letzte Session mit einem Tee der eher einem Rätsel gleichkommt. pu-erh.sk's Mansong 2020.

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 Mild, Kräuter, leicht erdig und in der heutigen Sitzung leicht fruchtig mit einem Hauch Süße. Soweit so, so wenig ein Rätsel. Dann habe ich die Beschreibung auf der Homepage gesehen, die sich hauptsächlich auf die "Wirkung" des Tees konzentriert. Und ja, nach einem anstrengenden Tag lässt es sich bei einer Sitzung sehr gut entspannen.

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Das Rätsel ist der Preis. Geschätzt hätte ich den Tee in die 100-140€ Kategorie und liege damit mehr als 100€ darunter. Der Mansong ist nicht als Gushu ausgewiesen. Was entgeht mir da? Ich möchte dem Tee nicht seine Qualität absprechen, ich verstehe die Preisregion einfach nicht.
Für den Rest der Woche habe ich mir die 2020er Mansa vom selben Händler rausgelegt und nach einem ersten Blick ist kann ich die Preistendenzen dort besser nachvollziehen. Ist es vielleicht einfach der außer Kontrolle geratene Pu-Markt und darüber hinaus gibt es gar kein Rätsel zu lösen?

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@Shibo schöner Beitrag - da fällt mir ein, dass ich den Chafang Hongcha auch mal wieder versuchen sollte, bei den Shengs hat sich mit der Zeit ja durchaus ein besseres Verständnis eingestellt...

Zum Mansa: für mich als bekennender Hongcha-Banause gefällt der nicht sooo viel besser als der Chafang, als dass ich sie unterschiedlich werten würde, wobei der qualitativ sicher die Nase vorne hat. Hast du auch eine Kugel von den 2019er Hekai Hongcha Dragonballs? Der gefällt mir deutlich besser als die beiden (auch wenn meiner Meinung nach der beste Hongcha von Peter aus 2019 der Huazhu Yesheng Hongcha war).

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vor 19 Minuten schrieb Getsome:

Geschätzt hätte ich den Tee in die 100-140€ Kategorie und liege damit mehr als 100€ darunter. Der Mansong ist nicht als Gushu ausgewiesen. Was entgeht mir da?

Das Dorf - es ist ein früheres Kaiser Tee-Tribut Dorf. Allein dafür bezahlt man ca. 2/3 vom Preis.
Darum nannte ich jeweils Tee von dort Man Song Gong (Cha) ... Gong Cha, d.h. für den Palast bestimmt.
PS: Bei gs Material von dort bezahlt man bis zu 9/10 für den Namen, und dabei kann man sich noch nicht mal sicher sein, dass es erstens echt und zweitens rein ist, d.h. nicht mit dem Pflückgut der umliegenden Dörfer vermischt, was in solchen Dörfern eine gängige Praxis ist.

PPS: Wenn der Teeproduzent nicht die ganze Zeit vor Ort war und die Pflückung und Verarbeitung bis zum fertigen Maocha von A bis Z überwacht hat, muss man davon ausgehen, dass man im allerbesten Fall gemischtes Pflückgut erhält.

Bearbeitet von GoldenTurtle
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vor 2 Stunden schrieb Paul:

Niedlich @GoldenTurtle dein kindliches Vertrauen in die Qualitäten eines Überwachungsstaates :D

Ja Moment, das läuft in solch hochkarätigen Dörfern so bei denjenigen Produzenten, die wirklich authentisch sein wollen.
Yu z.B. war bei der Produktion in diesem Dorf bei jedem Schritt dabei, vom Pflücken über das Welken, das Kochen, bis er den fertigen Maocha in den Händen hatte.

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    • Von Andi2211
      Hallo allerseits,
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    • Von Schabing
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      Julian
    • Von Weltaal
      Hallo :)
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      - Grüner Tee (schützt die Arterien)
      - Hibiskus (senkt den Blutdruck)
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      Der Weltaal
    • Von Mölki
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      Entschuldigt dass ich hier sofort mit einer Frage reinplatze nach meiner Anmeldung, aber ich bräuchte wirklich ein bisschen Hilfe.
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      Mölki
       



    • Von linda_leniem
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