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Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3


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2022 Yiwu Guoyoulin von Tea Encounter

Yiwu Guoyoulin - da kommt natürlich sofort der großartige 2017er von EoT in den Sinn, da dieser damals (auch schon wieder ein halbes Jahrzehnt her!) den Begriff "Guoyoulin (国有林)" als Qualitätsmerkmal in der Westlichen Pu-Welt etabliert hat - daher hat es ein Tee mit dem selben Namen grundsätzlich nicht leicht, denn selbst die Herbst-Version war ein wirklich guter Tee (was bei Herbst-Tees sehr selten ist). Doch bereits letztes Jahr hatte die 2021er Version von TE bereits gezeigt, dass auch eine Nicht-Gushu-Version (denn auch wenn nicht explizit im Shop erwähnt: bei dem Preis ist eigentlich nichts anderes möglich) durchaus ihren Reiz haben kann, wenn man sich von der Erwartungshaltung frei macht und eine andere Zielgruppe akzeptiert. Preislich liegt die 2022er Version mit 0,33€/g nahezu identisch wie der Vorgänger - unterscheidet sich aber doch deutlich: letztes Jahr war die Textur das Highlight des Tees aber genau diese wirkt dieses Jahr irgendwie überraschend schwach - dafür ist das Aroma sehr ausgeprägt und wirklich schön. Positiv ist auch, dass obwohl sich die Jugend der Teepflanzen in einem ausgeprägten Maß an Aggressivität bemerkbar macht (insbesondere wenn man den Tee etwas länger brüht), er doch ein gewisses Maß an Tiefe hat - bei Tees in dieser Preisklasse leider keineswegs selbstverständlich. Für den Preis würde ich ihn als soliden Daily Drinker bezeichnen - etwas zwiegespalten bin ich aber dennoch: wenn man den Tee vorsichtig brüht, kann man die Aggressivität genügend zügeln, um doch noch etwas Yiwu-Feeling zu bekommen (natürlich mit der ätherischen, frischen Handschrift von Tiagos Tees), da ich es aber doch lieber kräftig mag schlägt dann die Aggressivität voll zu - was für mich nicht wirklich zu Yiwu passt (das ist natürlich sehr subjektiv, wie die Besprechung eines Tees generell zwangsweise ist).

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2022 Xinjing Gaogan von ZSL

Der Tee heute ist einerseits dem gestern sehr ähnlich und doch etwas völlig anderes: der selbe Jahrgang (2022), die selbe Herkunftsregion Yiwu (易武) und ebenfalls aus einem Staatswald (Guoyoulin (国有林)) - da es davon mehrere in Yiwu gibt, lässt sich die Herkunft leider nicht weiter einschränken. Allerdings dieses mal Gaogan (高杆)-Material und nicht von Tiagos Eigenmarke sondern von Zheng Si Long (郑四隆). Der Name des Tees "Xinjing (心境)" hat übrigens nichts mit der Herkunftsregion zu tun - das ist eher ein "poetischer" Name wie es manchmal/oft gemacht wird und bedeutet auf Deutsch so viel wie "(positiver) Geisteszustand". Auch der Preis unterscheidet sich deutlich: mit 1,20€/g ist das der teuerste ZSL den ich bisher gekauft habe - und trotzdem hab ich nicht groß gezögert als ich den Tee gesehen habe. Denn einerseits verkörpert (für mich) Mr. Z den Yiwu-Puerh-Kingpin schlechthin, seit ich die Videos von Jinghong Zhang) gesehen habe - und wer bekommt gutes Yiwu Material wenn nicht Mr. Z, der schon seit Jahren mittendrin ist? - und andererseits hatte ich die letzten Wochen zugegebenermaßen viel Spaß mit anderen ZSL Shengs, die eine so schwere Süße bieten wie nur wenig andere. Dafür nehme auch die häufig angesprochene "Klebrigkeit" in Kauf - und auch wenn ich bei den 2020ern auf Grund einer ausgeprägten Adstringenz diese vor allem "pelzig" wirkte, ist es letztlich doch genau das, was ZSL ausmacht. Und hey, solange ein klebriger Sheng mein "guilty pleasure" ist, kann ich doch beruhigt sein 😉

Das Aroma des nassen Blatts startet jedenfalls schon sehr vielversprechend - dunkelgrün, tief und schwer mit einer fast schon scharfen Intensität. Sehr erfreulich ist, dass der Tee nicht die Pelzigkeit der 2020er hat - zwar auch etwas Adstringenz (was sich in einem kleinen Ausschlag auf der Aggressivitäts-Skala im Pu-Chart zeigt) aber diese ist zurückhaltend genug, um zusammen mit etwas Bitterkeit eher bereichernd zu wirken und der Süße mehr Tiefe, mehr "Wald" verleiht, so wie gute Yiwu-Süße eben sein sollte: nicht Jingmai-artig flach sondern ShanyeYun (山野云) aka "der Geschmack des wilden Berges". Und auch wenn es natürlich immer Sache der Relation ist: für einen ZSL ist der Tee tatsächlich elegant - natürlich nicht auf dem Level eines Yu Shengs oder so, denn ohne zumindest etwas Klebrigkeit wäre es ja kein ZSL, aber im vergleich zu den anderen ZSL-Produktionen, die ich kenne, definitiv! Hier merkt man doch deutlich das Alter der Bäume: die Jugendliche Aggressivität des TE Yiwu Guoyoulin ist hier nicht vorhanden und das obwohl Mr. Z nicht gerade für seine Zurückhaltung bekannt ist. Und auch das Qi, was durchaus eine ordentliche Intensität hat, ist in der Wirkung angenehm sanft und sorgt zusammen mit einer wirklich sehr dichten, schweren und dennoch weichen Textur für ein wunderbares Yiwu-Feeling wie es sein sollte. Ich muss sagen: mit dem Tee hatte ich den ganzen Vormittag viel Spaß - und wie Tiago im Shop schreibt, hält er wirklich sehr lange durch - erst nach zwei Stunden zeigt sich langsam die Grundblattnote. Natürlich kann er es qualitativ nicht mit einer Top-Produktion von Yu oder Peter aufnehmen, kostet dafür aber auch nur die Hälfte (oder im Falle von Yu ein Bruchteil) - und anhand dessen, wie viel Freude er mir bereitet, absolut sein Preis wert. Ich bin gespannt, wie der Mangzhi dieses Jahr ist, der preislich eher den bisherigen Produktionen entspricht.

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Am 2.12.2022 um 20:54 schrieb miig:

Ja, ich hatte ein, zwei Impression-Cakes und war immer ziemlich zufrieden mit denen.

Bin tatsächlich ein wenig risikofreudig geworden und hab mir einen Bang Dong Impression von YS.COM in China bestellt. Mal sehen, ob der durchkommt :ph34r:

Wenn nicht, kann es jetzt sein, dass ein Teetalker sich beim Zoll eingeschlichen hat um all den guten Stoff zu "testen". Natürlich nicht zerstörungsfrei, versteht sich🤪

Nunja, komme grade vom Schneeschippen und brauche was wärmendes: ich glaub es wird ein Afrikanischer Hongcha werden.

Edited by FireStream
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Ich tipp mal auf leicht geröstet (Blattfarbe) bis mittel (Aufgussfarbe) geröstet und ein bisschen gelagert. Die Farbe des Aufguss scheint relativ dunkel und das Blatt etwas "abgelutscht" ...  😃 schätze du trinkst wenn Oolong dann Atong aber insgesamt eigentlich keine Ahnung! Reine Konversation.

Edited by Matsch
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Am 8.12.2022 um 17:13 schrieb Manfred:

Ob der Oolong nun von Alishan, Lishan oder Da Yü Ling kommt, für mich sehen die Blätter nach dem Aufgießen so ähnlich aus, daß ich mir da kein weiteres Urteil zutraue.

Am 8.12.2022 um 17:20 schrieb Anima_Templi:

Ganz klar, ein Dong Ding.

Neei, neei ... es war ein Baozhong! 
Diese filigranen Ästchen und Blättchen sind hierbei ganz typisch.

Am 8.12.2022 um 17:20 schrieb Anima_Templi:

(Wehe der war aus meinem Vorrat... ;):D )

Ach, das erinnert mich daran, dass ich da ja ein paar Oolongs für Anima in meiner Obhut habe ... ich denke, ich sollte ihm einen Freundschaftsdienst erweisen und die mal testen, ob sie denn auch bekömmlich sind.
Was meint ihr dazu?

Edited by GoldenTurtle
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@GoldenTurtle Du opferst dich also als Vorkoster? Wie überaus nobel von dir🤣

Zurück zum Thema ich hatte hier ja mal von einem Fass-Sheng geschrieben:

Kleine Zusammenfassung des Geschmacks direkt nach Erhalt: Pflaume/ Sliwowitz, Traubentrester und etwas... "Kartoffelstärke-mäßiges"? Nach dem lecker fruchtigen Teil wird man allerdings von einem Tsunami an Bitterkeit niedergewalzt an dessen Ende einfach gar nichts ist: Kein süßer Abgang, kein gar nix, nur das blanke Grauen vor dem nächsten Schluck.

Gestern habe ich allerdings bemerkt, dass der Geruch sich verändert hat: der Starke Alkoholgeruch ist verschwunden... Wenn ich gleich mutig genug gewesen bin schreibe ich ein kleines Update zum Geschmack.

Edited by FireStream
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2006 Bulang Long Feng

Da heute auf Grund von zu viel Arbeit nicht viel Zeit zum Teetrinken (und schon gar nicht für ausführliche Tee-Besprechungen) blieb, nur kurz ein Update zu diesem Tee, den der in letzter Zeit immer wieder im Kännchen war: in den letzten 11 Monaten hat sich natürlich keine große Weiterentwicklung ergeben aber der Eindruck aus der initialen Besprechung hat sich bekräftigt und es ist ein wirklich schöner, gemütlicher Tee. Sehr unkompliziert ohne aber banal zu sein und trotzdem mit einem schönen Qi (vor allem in den ersten Aufgüssen) genau das, was man nach einer SEHR langen Arbeitswoche braucht! Interessant ist eine gewisse Parallele zum 2004 Dingji Yesheng von YQH in Punkto "speckiger oldschool Charakter" - natürlich nicht auf dem Niveau und in der Intensität aber dafür kostet der Tee auch nur ein viertel davon (0,28€/g) - definitiv ein erstklassiges Preis-Leistungs-Verhältnis! Außerdem ist das ein Tee, den ich besonders gerne aus offenporiger Keramik trinke: man opfert zwar etwas Schwere aber dafür wird der Tee noch weicher und runder - geschmacklich büßt er kaum etwas ein, da die würzige Bulang-Süße nicht sonderlich filligran ist und das speckige Kraftpapier Aroma davon nicht beeinträchtigt wird. Da passt das Treebark-Kännchen von Petr Novak natürlich wie die Faust aufs Auge 🙂

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Heute kam, obwohl ich während seiner Anwesenheit 1, 2 planende Telefonate zu führen hatte, endlich mal wieder der fette Vorsitzende für eine relativ kurze Teerunde vorbei.

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Der fette Vorsitzende sagt oft, dass ich für ihn nur das Einfachste aufgiessen soll - es bereitet mir also einen besonderen Spass, ihm jeweils sehr exquisite Tees vorzusetzen.

Wir versuchen meist das Thema Politik aussen vor zu lassen, und wir trinken gemeinsam fast nur chinesische Tees, heute habe ich dennoch einen Oolong von Atong ausgewählt, aber zu seiner Beruhigung einen vom Festland, genauer aus Anxi, ein 93er Huang Jin Gui, der von Atong wahrsch. als unfertiger Tee (Mao Cha, sagt man auch in der Oolong-Welt) selektiert und durch die Röstung abgeschlossen resp. veredelt wurde.

Dieser Oolong ist entgegen dem Urspung auf der aromatischen Skala viel näher einem traditionell würzigen Dong Ding oder einem nur sehr sanft gerösteten Yancha, bringt dazu aber eine grüne und gelbe Frische aufs Parkett.

Der fette Vorsitzende war derart bewegt, dass er mich daraufhin unverzüglich zum Essen einlud, zum möglicherweise teuersten Döner der Stadt, wo bereits der Basis-Döner umgerechnet knapp €15 kostet und es noch teurere Versionen mit Trüffel etc. gäbe. Ich esse ja kaum auswärts, insofern hab ich dies in diesem Falle gerne  angenommen, weil es mich auch persönlich interessierte, wie sich dort die Döner in den vergangenen Jahren entwickelt haben.

Zum Oolong spielte das neue Album von Blue Fox:

Edited by GoldenTurtle
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2022 Mangzhi von ZSL

Mangzhi (莽枝) im Norden von Mengla ist eine der Regionen, die in keinem Jahrgang von Mr. Z fehlen darf - von 2016 bis 2020 war das meist ein solider Tee. Interessanterweise aber immer wieder sehr unterschiedlich - mal eher süß, mal eher bitter, mal weich, mal schwer, mal mit ausgeprägtem Qi mal nur dezent, mein Favorit ist klar der 2017er, der durch ein für die Preisklasse stark ausgeprägtem Qi glänzt. Woran aber diese Unterschiede liegen lässt sich nur schwer festmachen: einerseits sind die Jahrgänge ja ohnehin immer unterschiedlich und bei Single Origin Tees merkt man so etwas natürlich im Gegensatz zu einem immer gleichen Blend (was ja auch einen großen Teil des Reizes von Single Origin ausmacht!) aber dennoch hab ich das Gefühl, dass Mr. Z über die Jahre auch an seiner Produktion gefeilt hat und verschiedene Dinge ausprobiert hat. Darin bestärken mich die beiden 2022er Tees, denn wie der tolle Xinjing Gaogan hat auch der Mangzhi dieses Jahr nur ein sehr moderates Level an Adstringenz - wobei gerade der Mangzhi auch einer der besten 2020er war, und für die sonst extrem stark ausgeprägte Adstringenz bei den 2020ern/2019ern verhältnismäßig zahm war. Dennoch: dieses Jahr ist der Tee regelrecht elegant im Vergleich zu seinen Vorgängern - im Porzellan-Schälchen von Andrzej Bero hat der Tee noch eine leicht scharfe Facette, die in der Karatsu-Guinomi von Dohei Fujinoki nahezu vollständig mitigiert wird. Davon abgesehen bietet der Tee eine ausgeprägte, sehr leichtgewichtige Süße (was insbesondere für ZSL bemerkenswert ist) und ein schönes, saftiges Arome - und sehr zu meiner Freude auch ein ordentliches Qi. Dieses ist ähnlich wie bei einem Naka primär auf die Stirn fokussiert aber nicht unangenehm - und bei einem Tee für 0,35€/g deutlich mehr als man erwarten kann. Klar, mit dem 2021er Mangzhi von Yu kann der ZSL nicht mithalten aber liegt preislich in einer völlig anderen Liga - das hier ist eher ein Tee wie der Bulang Long Feng: schön und unkompliziert, nicht überragend aber überdurchschnittlich und mit einem top Preis-Leistungsverhältnis. Würde ich insbesondere allen empfehlen, die mit der schweren ZSL-Klebrigkeit nicht so viel anfangen können und eher einen preisbewussten Tee suchen, der aber dennoch was taugt. Ich bin jedenfalls mit dem Tee zufrieden und auch wenn zwei Tees eine etwas kleine Testgruppe sind, so macht das nach den enttäuschenden letzten beiden Jahrgängen Hoffnung für ZSL.

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Nach einiger Grafikarbeit hatte ich die verrückte Idee, dass ich heute doch mal einen Hongcha aufgiessen könnte!
Darauf muss man auch erstmal kommen!

In den Gaiwan wanderte der 15er DXS gs Yesheng Hongcha von Yu. Von seinen gs Yesheng Hongchas habe ich die vollständige Sammlung der ersten paar Jahre bis zurück zu seiner Erstlingsveröffentlichung 2014 mit gs Yesheng Pflückgut vom Wuliangshan. Interessanterweise reifte der 15er von DXS aber deutlich besser! Ich glaube nicht, dass das nur am Pflückgut liegt, sondern er zusätzlich auch Verbesserungen bei der Produktion machte. Vor 2014 warf er ja mit Tränen in den Augen die gs Hongcha Testproduktionen mehrere Jahre lang weg, bis er 2014 endlich zufrieden war. Der Wechsel von Wuliangshan zu Daxueshan war aber qualitativ gesehen schon auch ein Gewinn, wegen der Starrköpfigkeit der Teebauern vom Wuliangshan, die nie so richtig auf seine Anforderungen beim Woken eingehen wollten.

Eine weitere Feststellung dieser Session war, dass Hongcha doch am Besten im Porzellangaiwan kommt, nicht zuletzt weil Hongcha wie auch Oolong ein Dufttee ist und der Duft an der Unterseite des Porzellangaiwans nach dem Aufgiessen unschlagbar ist, der Teerunde eine zusätzliche Dimension verleiht. Im Gegensatz zu Hongcha kann aber ein Oolong im Aufguss von einer guten Yixing noch deutlich profitieren.

vor 16 Stunden schrieb doumer:

Mangzhi (莽枝) ... in keinem Jahrgang von Mr. Z fehlen darf ... von 2016 bis 2020 war das meist ein solider Tee. Interessanterweise aber immer wieder sehr unterschiedlich - mal eher süß, mal eher bitter, mal weich, mal schwer, mal mit ausgeprägtem Qi mal nur dezent

Bemerkenswert, daraus ist abzulesen, dass er höchstwahrsch. nicht Jahr für Jahr mit den gleichen Teebauern arbeitet, wie bspw. Yu es anstrebt, sondern jedes Jahr neu selektiert. Auf diese Weise hat er zwar den Vorteil, dass er verpflichtungsfrei ist, ist dadurch aber auch stärker nachfragetechnischen als auch klimatisch bedingten Marktschwankungen ausgesetzt und darum ist die letztendliche Qualität, welche er von Jahr zu Jahr auf diese Weise kriegt, auch schwankend.

Edited by GoldenTurtle
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2016 Lao Shu (Altbaum) Shu Puerh von Moychay.

 

Ein sehr schöner Tee. Leichtes Kampferaroma von der Alterung, das hochwertige Material schlägt gut durch. Voll, samtig und sogar mit einer passablen Komplexität.

Offenbar nicht so stark fermentiert, Tasse ist relativ hell. Shu gibt halt fotomäßig echt nicht so viel her :D

Definitiv ein Gefaller. Wenns den noch gäbe, hätt ich womöglich zugeschlagen, aber zum Glück ist er wohl ausverkauft. Wenn ich bloß noch wüsste, wer mir das Muster geschickt hat :D

 

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