Joaquin

Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

Empfohlene Beiträge

Heute kam bei mir ein Paket mit diversen Oolongs und Pus aus Kiel an ;)

Konnte mich natürlich nicht zurückhalten und habe mir als Start ins Wochenende direkt einen Oolong gegönnt: Formosa Mingjian Rou Gui Old Style 

Zubereitung: 3gr/100ml, 90-100°C, Angefangen mit 60sec, dann etwas runter und dann wieder zurück auf 60s bis schließlich 5min...

Fazit in einem Wort: wow...

Längeres Fazit :D : Ich verstehe, warum Tees so teuer sein können. Der Geruch dieses Tees ist schon echt gut, sehr sanft, nicht aufdringlich oder irgendwelche zu starken Aromen.. Diese Sanftheit hat mich dann auch direkt im ersten Aufguss erwischt. Sanfte Süße mit einem Geschmack von Pflaumen oder auch süße Aprikosen... Der zweite Aufguss war ein Fehler von mir, 10sec zu lang, daher etwas bitterer als es sollte, blöd von mir, daher Aufguss 3-5 bei 40-50sec. Die Süße bleibt konstant bestehen, ich erwarte eigentlich langsam den Zimtgeschmack aus der Beschreibung bzw. wüsste gern was da kommen soll und so mit Aufguss 5 oder 6 sollte ja eigentlich eine Veränderung kommen, so mein Gedanke. Nichts da, stattdessen gibt es im 6. Aufguss tatsächlich kurz ein wenig Säure, ich würde es nicht Zitrone nennen, wie auf der Beschreibung, eher wie eine saftige, etwas säuerliche Orange, die sich zu Pflaumen und Aprikosen gesellt. Allerdings nur einen Aufguss lang, der siebte war dann wirklich wieder wie der dritte oder vierte und ich war verwirrt.

Im achten habe ich dann gemerkt warum der Tee 1. teuer und 2. als ausdauernd beschrieben wird. Da kommt der "Zimtgeschmack". Für mich kein starkes Zimtaroma, eher eine Erinnerung an das Gebäck Zimtschnecken, falls das wer kennt. Also eine prickelnde Süße mit etwas süßlichem Teig und dazu dieser Zimtgeschmack. Sehr lecker, ich hab in der Teeschale nach Zimtschneckenteilen gesucht, aber keine gefunden... :D Muss sagen, dass mich das positiv überrascht hat, ich wusste nicht genau, was mich erwartet, hatte gehofft, dass es nicht so stark wird und wurde nicht enttäuscht. Dieser Geschmack hält sich dann noch ein paar Aufgüsse recht stark, dann wird er schwächer und geht in eine angenehme und einfache Süße über. Am Ende locken dann auch 5min mit 95°C nicht mehr viel aus den doch recht großen Blättern..

Abschluss: Ich bin begeistert von hochwertigen Oolongs, freue mich, dass ich mit den 10gr Packungen 3 Sessions machen kann und ich denke, dass ich sowohl morgen als auch Sonntag hoffentlich noch jeweils einen anderen hochwertigen Oolong probieren kann. Allerdings ist auch klar, dass man sich Zeit nehmen muss. Zum einen weil es viele Aufgüsse sind, zum anderen weil die Aufgüsse länger werden. Ich glaube ich habe am Ende so 2-2.5h gebraucht, 1.5-2l Wasser getrunken und bestimmt 15(?)+ Aufgüsse gehabt. 

Aber es war mal was anderes, wirklich null Röstnoten, keine Bitternoten (außer halt mein Fehler, aber da kann der Tee nix für) und deutliche (!) Veränderungen im Geschmack :) Aber auch kein Alltagstee. Zum Glück, kann man sagen ;D 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Keiko Shincha Yume. Das Krümelige war dann doch zu viel für meinen Houhin, hätte ich mir aber auch denken können, da macht er es sich beim abgießen mehr als schwer (die Zeihzeiten fallen total aus dem Rahmen). Letztendlich fällt  mein erstes Urteil für den Preis des Tees eher vernichtend aus, ist aber auf keinen Fall eine endgültige Meinung. Eine andere Kyusu muss versucht werden um den Tee voll beurteilen zu können.

Eines kann ich aber sagen, das Körpergefühl das der Tee bietet ist toll, mir kommt der Tee aber etwas leer im Mund vor. Werde auch noch ein anderes Wasser zum Testen nutzen um zu sehen ob hier auch noch optimiert werden kann.

Der Geruch nach dem Öffnen ist eine Bereicherung, schwer zu beschreiben, beim ersten Schnuppern ist mir das Wasser im Mund zusammen gelaufen:love:

Wie gesagt, kein endgültiges Urteil.

bearbeitet von Cel
Typo

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Heute Vormittag war der 2018er Wuliang Forest von EoT im Kännchen:
Im ersten Moment kaum Geschmack und so gut wie kein Körper allerdings kommen nach einem Moment tolle frisch-fruchtige, minimal bittere Geschmacksnoten zum Vorschein, wie man es sonst von einem guten Huigan kennt, die auch sehr langanhaltend sind. Mit zunehmenden Aufgüssen nimmt der Körper leicht zu allerdings nehmen die Geschmacksnoten leider recht schnell wieder ab.

IMG_20180804_092953.thumb.jpg.e278319b55d8f5cfc40e0efac7b7ca2d.jpg

IMG_20180804_112955.thumb.jpg.f0bfb89d4e6e1f2066acb0f3d805f802.jpg

IMG_20180804_113015.thumb.jpg.6e37e22d8733fea86a2e870aa1c321f2.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@doumer

nach den meisten Posts denke ich immer "wir müssen mal in Ruhe den einen oder anderen Tee zusammen trinken". Mir ging es auch oft so, dass ich von
bestimmten Tees dachte "zu dünn, zu wenig Körper, oder zu wenig Kraft". Bin ja immer noch ein Freund von kräftigen Tees, und kann 
auch schweren alten Tees viel ab gewinnen. Aber über die Zeit hab´ ich mich auch mit leichten und sehr subtilen pu´erh anfreunden (müssen).
Müssen, weil mir auch Leute auf die Finger gehauen haben und gesagt haben, trink mal anständigen Tee, das andere ist alles was für die pu´erh-Trinker,
aber kultiviert Tee trinkt man eben so und so... orientieren sich auch an den feinen TGY und an DragonWell, bisschen High-Society eben.

Stecke da gerade mitten drin und weiß manchmal selbst nicht mehr genau wo ich stehe. Ich versuche schon immer noch, meinem Geschmack zu folgen,
merke aber auch, dass manche Sachen, die ich früher richtig gut fand, mir fast etwas zu derb, oder auch zu plump geworden sind. Ist dann mehr
"ach jetzt geht das schon" etwa zum Film oder so... aber wenn ich was "erleben" will, wie Du vermutlich auch, sind es eher die feineren Qualitäten.

Bei dem aktuellen "Wuliang" von Dir besprochen, frage ich mich: hätte ich den früher auch als "ich schmecke fast nichts" abgetan, und würde den jetzt
sehr mögen, oder ist der tatsächlich nichts...

Naja, ein paar kurze Gedanken zu Deinem Bericht oben...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Tobias82 danke für deine Gedanken, ich weiß auch leichtere Tees zu schätzen, wie eben diesen – das "im ersten Moment kaum Geschmack" ist als Verstärkung des zweiten Halbsatzes " tolle frisch-fruchtige, minimal bittere Geschmacksnoten [...] wie man es sonst von einem guten Huigan kennt" gedacht, weil mir das als Charakteristik erscheint, die den Tee von anderen deutlich unterscheidet. Es ist nur einfach so, dass mit Pus mit schwerem Körper und ordentlich Qi am meisten Spaß machen – und ich die Tees deshalb trinke, nicht weil jemand sagt ich soll dieses oder jenes trinken. Ich bin immer offen für alles und freue mich, wenn ich etwas neues kennen lerne, aber letztlich zählt für mich nur eines: Gefällt mir der Tee oder nicht. Da kann auch ein noch so berühmter Teemeister mit semi-religiöser Gefolgschaft sagen "das hier ist korrekter Tee und das was du trinkst nicht", das ist völlig bedeutungslos – Wolfgang Petry mag ein Meister seines Fachs sein, der ohne Zweifel mehr Ahnung von Musik hat als ich, aber dennoch muss mir seine Musik nicht gefallen (und tut sie auch nicht).
Natürlich hast du Recht und der eigene Geschmack kann sich verändern – und tut es definitiv auch, ich habe zu Beginn meiner Teereise deutlich mehr grünen Tee und Oolong getrunken als heute – aber solange mir gefällt was ich trinke ist doch alles gut :)
Den einen oder anderen Tee kann man natürlich trotzdem sehr gerne zusammen trinken!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor einer Stunde schrieb Tobias82:

Bei dem aktuellen "Wuliang" von Dir besprochen, frage ich mich: hätte ich den früher auch als "ich schmecke fast nichts" abgetan, und würde den jetzt
sehr mögen, oder ist der tatsächlich nichts...

Haha! :lol:

vor einer Stunde schrieb Tobias82:

aber kultiviert Tee trinkt man eben so und so... orientieren sich auch an den feinen TGY und an DragonWell, bisschen High-Society eben.

Evtl. gar High-Societea!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

...ich versuche ein bisschen das zu reflektieren, was die letzten Monate hier bei uns los war. Ohne gleich zu verallgemeinern, oder wieder neue "Regeln"
   aufstellen zu wollen, aber für so manche Erfahrungen wirst Du erst dann empfänglich, wenn Du das Alte auch mal los lässt. Also auch mal weg von 10g
   shu jeden Abend und mal auf 2 Sessions á 4g in einer kleinen Kanne runter gebrochen. Mit den Temperaturen bei jungem pu´erh mal unter 90°C gegangen,
   usw. letztlich mal einen Gang zurück schalten. Ist ja auch keine endgültige Sache, aber es erweitert mal wieder das Spektrum und so mancher Brocken
   vom letzten halben Jahr bleibt dann auch mal im Schrank liegen. Hat ja durchaus auch subtile Kraft und feinere Aromen... auch wieder TGY ausgegraben,
   von noch vor 2 Jahren, aber dann mit Röstung... naja, soll heißen, dass wieder ein bisschen mehr geht, und der Genuss wieder da ist... Kampftrinken nur noch
   am Wochenende... zum Glück ist heute Samstag :lol: 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@doumer Habe heute übrigens endlich den von dir empfohlenen 14er Long Lan Xu verkostet und war gut.

vor 37 Minuten schrieb Tobias82:

naja, soll heißen, dass wieder ein bisschen mehr geht, und der Genuss wieder da ist... Kampftrinken nur noch
   am Wochenende... zum Glück ist heute Samstag :lol: 

Oh Gott, ein Glück wissen wir alle dass du von Tee sprichst. :thumbup:

Aber ja, man kann es zugegeben auch damit übertreiben.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich mußte erst auf Recherchereise gehen, um zu wissen, was ich da ausgegraben habe, denn nach 6 Wochen und Nachlässigkeit in den Aufzeichnungen hatte ich keinen Schimmer. Leider läßt mir Projektarbeit keinen Raum für Tee, da ist dann eher nach 14 Stunden ein schnelles Bier und ein langsamer Whisky angesagt... 

Bingdao Gushu, 2015 - von  @chenshi-chinatee

Der lag im Tontopf ganz unten und hatte keinen Zettel und aufgemacht war er auch nicht. Ich löste 8g, mein Lieblingskännchen mit etwas mehr Volumen, nach 6 Güssen war es gut mit Blatt ausgefüllt. Der erste Aufguss leicht und durchscheinend, dann süß und gut schwer, leicht bitter, Moos, Beeren, ein Klang modriges Holz. Ein guter Tee, um zu sitzen und zu vergessen, auch die Zeit: Den sechsten, der war mit sieben Minuten etwas lange, aber siehe da, man sollte so was öfter tun: was man vorher ahnt beißt einem in jeden Geschmackswinkel. Und trotzdem differenziert. Ich meine einfach mal schon deshalb: Ein wunderbarer Tee!

 

DSCF3634.jpg

DSCF3635.jpg

DSCF3636.jpg

DSCF3637.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor 59 Minuten schrieb GoldenTurtle:

Oh Gott, ein Glück wissen wir alle dass du von Tee sprichst. :thumbup:

Aber ja, man kann es zugegeben auch damit übertreiben.

spiele auf meine 150ml Kanne und einen angemessenen Tee für die kommende Nacht an... der Uhrzeit entsprechend vermutlich eher 90´s

ist ganz interessant: nicht mehr die schweren JianShui sondern so halb-poröse Yixing, die einen Teil schon abfangen, aber bei entsprechender
Dosierung natürlich auch genug Ausdruck aber auch Milde mit rein bringen... bei so manchem Lerckerchen kommt man da dann schon an die
10+ Aufgüsse... passendem zu Deiner Aussage oben...

eieiei, und das bei der Hitze o.O

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ich mach mal weiter, erneut einer der teuren Oolongs aus meiner letzten Bestellung und ich glaube man könnte ein wenig von Kampftrinken sprechen, allerdings war ich allein, ob das zählt? :D

Kurz der Tee: Formosa Dong Ding 2017 Qingxin Gui Fei, 3.5 gr auf 100ml, Wasser zwischen 90-100°C, Ziehzeit mit 30sec begonnen, sehr langsam gesteigert, ungefähr so 30, 30, 35, 40, 40, 45, 50, 60 usw. bis auf 6min (dann aber in 30/60sec schritten ;D ) 

Am usw. erkennt man schon warum kampftrinken oben steht: Ich habe 3h getrunken und so knapp 15-20 Aufgüsse getrunken.... Ich glaube das sollte man nicht täglich machen, aber der Tee ist klasse. Deswegen komme ich jetzt auch direkt mal zum Tee:

Vom Geruch sehr interessant, ich empfinde ihn als recht herb bzw. "hart". Nicht unangenehm, aber definitiv auch kein Fruchtduft oder was süßes. Daher auch Hart: Er haut schon ordentlich zu, aber mit gutem, herbem Geruch ;) 

Zum Geschmack: Der Beschreibung "süß" kann ich definitiv zustimmen und eine interessante Beobachtung aufstellen: Ein sehr starker Unterschied zwischen Geruch und Geschmack. Die Süße ist frei von jeglichen Bitter/Rauch oder Röstaromen, eine ruhige Süße sorgt dafür, dass die ersten drei Aufgüsse sehr schnell getrunken sind. Der vierte ähnelt dem dritten auch noch, allerdings merkt man da, dass es ein Oolong ist, der noch andere Aromen versteckt: Die Süße war vorher eher wirklich Karamell, wie beschrieben, aber langsam kommt ein prickeln hinzu, ich glaube das ist mit "mineralisch" auf der Beschreibung auch gemeint. Ähnelt dem prickeln eines sauren Bonbons, allerdings nicht vorne/mittig auf der Zunge, sondern eher im hinteren, mittleren Bereich der Zunge und im Rachenraum. Ist eine interessante Kombination, die so bis zum 8. Aufguss so bleibt.

Der Geschmack bleibt ab dem 8. auch, schiebt sich allerdings in den Hintergrund und das herbe kommt hervor. Mich erinnert der Geschmack an Bitterschokolade, allerdings nicht zu viel Kakao, eher so 60%? Dieses Karamell verschwindet im Hintergrund und tauscht mit der Schoki :D Wobei das Aroma nicht konstant bleibt, ich hab so das Gefühl, als ob jemand immer mal wieder Honig eingemischt hat, der ebenfalls noch im Rachenraum prickelt . Mittlerweile beim 12. oder 13. Aufguss verschwindet auch das und ich merke, dass der Tee, übrigens schöne Blätter, langsam an Kraft verliert. Die Schokolade räumt das Feld und irgendwie will niemand direkt dazukommen. Also bleibt weiterhin ein süßlicher, nicht mehr so aufdringlicher Geschmack von Karamell mit prickelndem Honig. Allerdings nicht mehr so stark, daher lassen sich die letzten Aufgüsse wieder recht süffig trinken.

Abschließende Worte daher: Sehr lecker, sehr ergiebig, ich finde es beeindruckend wie diese doch recht dunklen Blätter gar nicht bitter oder geröstet schmecken, sondern wirklich etwas süßes hervorbringen. Der Geschmack hallt übrigens auch noch recht lang nach. Definitiv ein guter Oolong, den man vielleicht gut nutzen kann, um zu zeigen, wie viel Ausdauer ein Tee hat und dabei gleichzeitig recht süßliche (=Anfängerfreundlich?) Aromen hat.

Das wars auch wieder von mir. Noch ein Bild von ein paar der Blätter:

IMG_20180804_201049.thumb.jpg.2260484ee5fc653ed84556e86c040188.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
vor einer Stunde schrieb paxistatis:

Die Schokolade räumt das Feld und irgendwie will niemand direkt dazukommen.

Spielt sich ja beinahe eine Theateraufführung ab in deinem Kännchen. :D:thumbup:

Diese (gerösteten) Dong Ding übrigens ... ähnlich wie Yancha, mit 2, 3 Jahren Lagerung noch viel besser, believe me! Nicht alles wegsüffeln davon jetzt ...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@GoldenTurtle sollte ja ein wenig unterhaltend sein ;)

Ich hab leider aktuell nur eine 10gr Packung, also noch so 6.5gr. Vielleicht bestelle ich mir noch ein wenig mehr, aber ich glaube es lohnt sich nicht, die 6.5gr zu lagern was? ;D 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Heute ist ein richtig schöner Tee bei mir im Kännchen: Der 2018er Gushu Rareness IV von prSK.
Die diesjährige Version wurde aus Mao Er Duo (Katzenohren) Material hergestellt, was sich auf direkt auf den Charakter des Tees auswirkt: Der Körper ist bei weitem nicht so intensiv und schwer wie bei den 2016ern sondern wirkt sehr frisch und leicht, hat jedoch trotzdem eine schöne Textur. Zu Beginn wird man von einer leicht bitteren, nussigen Note begrüßt, die in allen Aufgüssen vorhanden ist, sich jedoch immer wieder wandelt. Über die Aufgüsse hinweg verändert sich der Tee immer wieder: Es kommen und gehen fruchtige Noten, dezent florale Noten, mal mehr mal weniger Süße, insgesamt sehr facettenreich! Das prägnanteste ist aber ein sehr starkes Qi, was eine bereits ab dem ersten Aufguss komplett wach macht ohne sich unangenehm anzufühlen.

IMG_20180805_092705.thumb.jpg.0f458be639610ec15c4f8b6d9cb203aa.jpg

IMG_20180805_093840.thumb.jpg.84950a783009c6976473eedd2aba1053.jpg

IMG_20180805_102603.thumb.jpg.f22f2d3fc6c93db9e5747de95407cf21.jpg

IMG_20180805_104437.thumb.jpg.96ce2304b79f3fbddd53579c806f5350.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Auch wenn ich kein Shou-Jünger bin bislang, fiel mir heute mal der Rest meines Yunnan Sourcing Rooster King 2017 in die Shibo. Was wech muss, muss bekanntlich wech und alles verdient ja auch eine "zweite" Chance. 

Mit Resten lässt man sich ja auch nicht Lumpen und schwups waren ca. 8g auf knapp 100ml die vom Schicksal empfohlene Dosis. 

Um es in die Nussschale zu packen: Gar nicht mal so schlecht, wider Erwarten, oder gerade deswegen... süß, sehr fruchtig - irgendwas zwischen dunkler Kirsche / Fruchtkaugummi und parfürmierter Pflaume (was auch immer das ist ;) ) - vielleicht Pflaume mit Veilchen gefüllt :D, nasses Holz und etwas Bleistiftmine. Wird auch mit extremer Ziehdauer nur sehr widerwillig bitter, bleibt weich und voluminös. Abgang bleibt fruchtig und leicht süß wiederkehrend.

Irgendwie stereotypisch Shou nach meiner Erfahung bisher und auch wieder nicht sonderlich komplex, aber mal intensiv und rund.

Nach ca. 6 oder 7 Aufgüssen den Stecker gezogen, aber hätte vielleicht noch was hergemacht. 

Persönliches Fazit: Zum ausschließlichen Sheng Vorrat wird wohl nun wohl doch noch etwas mit Fast-Food-Reife dazukommen.

EDIT: Ups, falsches Bild mit der Sample Packung. :D

YS-RoosterKing_2017_1.jpg

YS_RoosterKing_2017_5.jpg

YS_RoosterKing_2017_4.jpg

YS_RoosterKing_2017_3.jpg

YS_RoosterKing_2017_2.jpg

bearbeitet von xióngmāo

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

So, wie gehofft, konnte ich heute mein Oolong Wochenende weiter umsetzen und hatte heute den Formosa Mingjian Gui Fei 2007 Huang Jin Gui im Gaiwan. Mein erster Oolong der älter ist, ich wusste nicht, was mich erwartet und war gespannt :) 

Zur Dosierung: 3.5gr/100ml, 90-100°C heißes Wasser, Ziehzeiten ab 60sec. 

Zum Geruch: Ein wenig herb, allerdings nicht so kräftig und nicht aufdringlich

Zum Geschmack: Ich habe nach 5 Aufgüssen mal die Beschreibung genauer gelesen und war ein wenig überrascht. Der Tee trifft am Anfang durchaus die Beschreibung, allerdings ist es bei mir etwas vertauscht. Statt Frucht und ein wenig Nuss, schmecke ich definitiv nussige Aromen, die die ersten 5 Aufgüsse sehr stark im Mund sind, die allerdings aber auch von einigen fruchtigen Aromen begleitet werden, die dafür sorgen, dass der Nussgeschmack nicht zu aufdringlich wird. Mit dem 6.  Aufguss ändert sich das langsam und ab dem 7. Aufguss ändert sich das definitiv und man schmeckt eine angenehme Süße, die auch in meinen Augen gut beschrieben ist mit "reife Aprikosen", also eine angenehme, natürliche Süße. Diese Süße bleibt dann allerdings bis zum Ende, es gibt eigentlich keine große Variation mehr, ich war ein wenig irritiert und konnte nicht wirklich was von den mineralischen Noten schmecken. Allerdings muss ich sagen, dass es vielleicht an der Zubereitung lag. 

Ich habe das Wasser nicht immer auf 100°C gehabt und vielleicht nicht schnell genug die Ziehzeiten erhöht, dadurch hatte ich vermutlich ein paar Aufgüsse mehr, allerdings weniger Vielfalt was die Geschmacksnoten angeht. Da ich aber noch 2 Portionen habe, werde ich das bei Gelegenheit mal überprüfen, das interessiert mich doch. 

Aber auch bei diesem Oolong merkt man, zumindest meiner Meinung nach, die Preisklasse: Es sind wieder keine bitteren Geschmacksnoten dabei, auch Röstaromen fehlen und ich merke keine negativen Punkte bzgl. der Lagerung (Geruch o.ä.).

Ich habe aus den Blättern rund 15 Aufgüsse bekommen, die sich über 4h verteilt haben und entsprechende Ziehzeiten am Ende bekommen haben (5-6min). Allerdings vermute ich, dass ich etwas länger und heißer hätte aufgießen sollen. Dennoch ein sehr leckeres Aroma, da finde ich es gar nicht so schlimm, dass anscheinend was unter gegangen ist, da halt der Rest wirklich gut und angenehm geschmeckt hat.

Es ist übrigens sehr interessant, wie auch bei diesem Tee aus wenigen Kügelchen so große Blätter werden, dass der ganze Gaiwan voll ist :D

Mal ein Bild einiger Blätter:

IMG_20180805_170514.thumb.jpg.170da1728c70e7d5fd40ca4a045980d5.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Heute Abend gibt es bei mir den 2017er Nancai Autumn von EoT, vielen Dank @miig für das Sample!
Das Sample ist freundlicherweise groß genug, damit es zwei Sessions reicht – denn ich hatte heute mal wieder Lust das Tonkännchen von Emilio zu nutzen (normalerweise schaue ich, dass ich beim ersten Kontakt mit einem Tee das jeweilige "Standard-Kännchen" nutze, sprich bei einem jungen Sheng mein Zini, da das im Schnitt ein ideales Ergebnis produziert und man so etwas ähnliches wie Vergleichbarkeit schafft). Nun aber zum Tee:
Für einen Herbst-Sheng sehr frisch, wenig von der üblichen Herbst-Charakteristik. Im direkten Vergleich zur Frühjahrs-Version merkt man den Unterschied am ehesten, insgesamt etwas gedämpfter und dezenter, dennoch ein sehr schöner Herbst-Sheng. Die Frühjahrsversion fand ich preisleistungstechnisch schon sehr gut, die Herbstversion ist da nochmal günstiger und somit echt sehr fair!

IMG_20180807_202820.thumb.jpg.111e8ca28b2b2317bc1208e36f6b6580.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Am späten Nachmittag ein Yame Shincha kaltgezogen. Viel umami, und ein herrlich frischer Duft im ersten Aufguss. Farblich, wie sich das für einen Fukamushi gehört, bis in den vierten Aufguss (hier im Bild) tiefgrün. 

06E912DA-1527-4B0B-81CF-A05529DAE961.thumb.jpeg.e4b84dd4e7fc652bfa895e583c196850.jpeg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@Nira: jetzt muss ich überlegen, ob ich direkt zurück schreibe, oder noch anstandshalber 15 min warte...

das ist der Tee hier: "2001 Jingua Tuocha Xiaguan"

hübches Kännchen, kannst ja auch mal ein paar Bilder dazu einstellen... der shu ist schon was Feines, sticht auch aus
den sonstigen Tees aus diesem Bereich deutlich heraus. Auch ein Beispiel, wie shu´s noch nachreifen können...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

gerade im Kännchen: "2000 Phoenix-Tuocha" von DieKunstdesTees. 

Trinke den Tee jetzt schon über ein halbes Jahr und hab´ auch schon nach bestellt. Das Blatt ist schon sehr speziell und reagiert sehr
sensibel auf verschiedene Aufgußarten. Auf 100ml nehme ich meistens zwischen 3g und 4g Tee und fange dann schon ab dem 3 Aufguss
an, die Ziehzeiten zu erhöhen, das gibt dann sehr schöne, mild-herbe Tassen mit viel pu´erh Süße. 

Könnte man natürlich auch weit höher dosieren und kurze Aufgüsse machen, aber wenn man die Feinheiten und das gesamte Spektrum etwas
genauer sehen will, kommt man so schon gut hin. Wenn es mal etwas knackiger sein soll, kann man auch mit 5g ganz gute Ergebnisse erzielen.
Dann ist es aber eher der Reiz des Geschmackserlebnis mit vielen Facetten. 

Hatte schon mal so einen Tuocha... hab´ damals mit größeren Kannen experimentiert und wirklich länger ziehen lassen...

IMG_2329.thumb.JPG.a9d5019054550ad324638141a5d11b07.JPG

 

IMG_2331.thumb.JPG.b256ecb0983f0489fe8c0ea6d2d15ec7.JPG

 

IMG_2325.thumb.JPG.0d1414348b2069a8f8207349dd8ed227.JPG

wie die Aufgussfarbe verrät, sind die letzten paar Tassen sehr mild und süß!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hmmmm...

Ich genieße gerade einen Tee...

Leicht, anregend, Fruchtig, verändert sich immer wieder von Aufguss zu Aufguss. 💕

@teekontorkiel viiiielen Dank für die geniale Probe 💕💕💕 - schade, dass ich erst bestellt habe, das ist ein Kandidat, der öfter in die Tasse darf 👍

Jiuno Shan 2016 Sheng Mini Cake

 

 

9F0ECA2B-0D48-4AE1-852A-71E94C6E3DD9.jpeg

8A073FED-AA8C-4F84-8CD7-34CE67637ACD.jpeg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

  • Gleiche Inhalte

    • Von Christoph
      Hallo liebe Teefreunde,
      ich habe die "Kleinste Grün Tee Maschine der Welt" erfunden.
      Erklärende Videos und Bilder dazu!
      Jetzt bei tmate alle Infos   Ich freue mich wenn Ihr reinschaut!
      Kleinste Grün Tee Maschine der Welt 
      Grünen Tee kinderleicht immer perfekt zubereiten! Grüner Tee ist bekanntermaßen sehr gesund und schmeckt hervorragend. Dies stimmt jedoch nur wenn er auch richtig zubereitet wurde. Das Wasser muss zuerst einmal gekocht haben und darf beim Brühen weder zu heiß noch zu kalt sein.
      GREEN TCULT ist mit den Gehäusemaßen von 70x42x36mm die “Kleinste Grün Tee Maschine der Welt”. Die Stuttgarter Manufaktur TMATE fine teatools hat dieses handliche Gerät entwickelt, welches einem auf einfachste Art und Weise dabei hilft, zu Hause, am Arbeitsplatz oder im Urlaub perfekten Grünen Tee zu brühen.
      GREEN TCULT wird einfach mit einer handelsüblichen Teezange oder dem TMATE Teebeutelhalter bestückt und an einer beliebige Teetasse oder Glaskanne eingehängt. GREEN TCULT überwacht sofort nach dem Einschalten die fallende Wassertemperatur. Diese wird auf dem großen LCD-Display angezeigt. Sobald die Temperatur mit dem im Memory gespeicherten Wert übereinstimmt wird die Teezange automatisch entriegelt. Sie gleitet ins Wasser und der Brühvorgang beginnt. Ein Countdowntimer mit der gewünschten Brühzeit wird gestartet. Nach Ablauf der Brühzeit gibt es einen Signalton und man nimmt die Teezange oder den Teebeutelhalter wieder heraus.
      GREEN TCULT ist Akkubetrieben und kann aufgrund der Größe überall hin mitgenommen werden. Das Gehäuse besteht aus hochwertigem ABS-Kunststoff. Der fest mit dem Gehäuse verbundene Edelstahl-Haken ist so konstruiert dass er optimal an nahezu jede Tasse oder Kanne passt. Innerhalb dieses Hakens befindet sich ein Temperatursensor für die Wassertemperaturmessung. Am Gehäuseboden befinden sich 2 Ladekontakte. Zum Aufladen wird das Gerät einfach auf die mitgelieferte Ladestation gestellt und wieder aufgeladen. Eine Akkuladung reicht für mehrere hundert Mal Tee kochen.
      Die zusätzlich mit einem Gewicht beschwerte Ladestation ist ebenfalls aus hochwertigem ABS-Kunststoff gefertigt und steht sicher auf Gummifüßen. Für optimalen Ladekontakt befinden sich an der Oberseite 2 eingelassene Messingkontakte.
      Das zur Produktgattung „Haushaltsgeräte“ zählende Gerät ist patentiert und wird seit dem 24.01.2013  60 Tage lang auf der Internetplattform kickstarter.com vorgestellt. Komplett mit Ladestation gibt es die ersten 500 Geräte für nur 79.- US Dollar. Kickstarter selbst ist eine Internet-Plattform welche es Erfindern ermöglicht, Produkte noch vor Verfügbarkeit zu verkaufen um so die Herstellung zu finanzieren. GREEN TCULT wird bei erfolgreichem Erreichen des Finanzierungszieles ab November 2013 ausgeliefert.
      Jetzt bei tmate alle Infos!   Auf eure Hilfe kommt es an!
       





    • Von Joaquin
      Nur so und weil  vor kurzem gefunden, die ein oder andere Perspektive, Philosophie oder Ansicht zur Vergänglichkeit von Tee oder auch nicht. 

      Bis zur "Ewigkeit" am Etikett vereint
    • Von Tobias82
      Hallo zusammen,
      hier noch ein paar Tees, die ich gern verkaufen würde:
      2006 Fengqing TF "Jiaji" Tuocha Raw 100g:
      100g Tuo von ChawangShop, recht herber Tee, aber typischer Xiaguan, noch 90g da und sauber aus dem Tuo gelöst 
      10€ mit Proto
      https://www.chawangshop.com/pu-erh-tea/raw-sheng-puerh/2006-fengqing-tf-jiaji-tuocha-raw-100g.html
       
      2008 Yong Pin Hao Yiwu Zheng Shan Spring Raw Puerh Tuo Cha 250g
       
      von dem 250g Tuo sind noch gute 235g übrig. Der Tee ist relativ kräftig für einen Yiwu, aber gut trinkbar, Blätter außen gut intakt, innen normales Blattmaterial
      20€ inklusive Porto   
       
      https://www.chawangshop.com/pu-erh-tea/raw-sheng-puerh/2008-yong-pin-hao-yiwu-zheng-shan-spring-raw-puerh-tuo-cha-250g.html
       
       
      2010 Xiaguan Teji Tuo Tea in Box 250g
      Der Tee ist meiner Meinung nach sehr hochwertig, das Blattmaterial sehr fein, und sauber verarbeitet. Der Aufguss ist sehr klar, leicht herb, und hat noch ein dezentes 
      Bambus-Flavor. Von dem Tuo sind noch 200g vorhanden.
      Da wirklich hochwertig, und noch mit großer Verpackung würde ich gern 15€ plus 3€ Porto nehmen 
          
       
      Yiwu Gua Feng Zhai 2016
      Tee von You, von TeeKontor-Kiel. Beschreibung gibt es ja auf der Shop-Seite. Von dem Fladen wurden einmal 5g abgebrochen. Wrapper ist noch gut intakt.
                     55€ inklusive Porto
      https://www.tee-kontor-kiel.de/tee/pu-erh/pu-erh-von-meister-jinsong-yu/yiwu-gua-feng-zhai-2016?number=PE0013-Fladen&c=161
       
      7542 MINI (SHENG) 2017
      Tee von Menghai/Dayi mit 150g. Noch ungeöffnet, und bei chenshi-chinatee gekauft.

      https://www.chenshi-chinatee.de/de/menghai-dayi-taetea-dayi-7542-mini-2017.html
      20€ inklusive Porto  
      Der Preis für alle Tees beträgt zusammen 95€ plus 5€ Porto
    • Von Paul
      Ein Freund von mir fährt im Sommer mit Familie nach Osaka. Er hat, wie sich das gehört,  ein schlechtes Gewissen und will mir was mitbringen. Gibt es dort anständige Teeadressen, Töpfer, einen Kakiemonladen? wo ich ihn hinschicken kann.
    • Von Roberts Teehaus
      Um Tee ranken sich viele Sprichwörter, die meisten von ihnen sind sehr passend :-)
      Zum Beispiel ein Zitat aus England:
      Die Iren sagen:
      So soll Maxim Gorki (1868 - 1936) gesagt haben:
      Vor Jahren hatte ich mal eine Teedose mit folgendem Spruch:
      – T'ien Yiheng, Gelehrter aus China
      Wer mag, der poste noch weitere Sprüche oder Gedanken zum Thema Tee. Jetzt erst einmal ein schönes Tässchen ...
      Viele Grüße und die Runde!
       
  • Neue Themen