Joaquin

Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

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@Anima_Templi definitiv ein sehr schöner Tee! Und 9 Gramm sind schon OK ... solange das Kännchen nicht größer als 100ml ist :D

@topic: Am Nachmittag hatte ich mal wieder ein Heicha - den 2014er Gong Jian Liu An, den Chawangshop im Angebot hat.
Für Liu An typisch fruchtig-saure Note mit ganz dezenten Vanille-Anklängen und vor allem viel Bambus. Trotz einer gewissen Schärfe im Geschmack weißt der Tee eine angenehm weiche Textur auf. Ganz OK, durch das Körbchen aber ein sehr nettes Gimmick, was aber sicherlich auch für die ausgeprägte Bambus-Note zuständig ist.

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Nachdem es in letzter Zeit recht Mansa-lastig bei mir war, wollte ich nochmals anknüpfen solange die Erinnerungen an die anderen beiden Ding Jia Zhai noch frisch sind - daher heute im Kännchen: Der 2018er Ding Jia Zhai von ZSL.
Leider muss ich aber sagen, dass ich negativ überrascht wurde: Zu Beginn primär bitter, etwas süß und vor allem adstringent aber immerhin mit ordentlicher Textur wird der Tee aber plötzlich sehr flach und eindimensional. Der typische Mansa-Charakter ist absolut nicht zu erkennen und mit der 2014er Version besteht kaum eine Ähnlichkeit. Wäre zu beginn nicht der typische ZSL-Charakter hätte ich sonst eher auf einen günstigen YS-Sheng getippt :( 

Das ist schon ein ziemlicher Ausreiser und das trotz schönem Blatt (also von einer zerbröselten Probe kann die Adstringenz nicht kommen) - evtl. bin ich heute auch nur nicht "in Form" - mal schauen, was der Tee heute Abend macht und ich hab zum Glück noch genügend übrig, dass es nochmals eine Session reicht. Falls den aber schon jemand anderes hatte, würde mich eure Meinung zu dem Tee sehr interessieren!

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Nach der Enttäuschung gestern, gab es heute eine schöne Überraschung mit dem 2014er Hekai von prSK:
Ein sehr spannender Hekai: zu Beginn sind klar die typischen bitter-süßen Zitrus-Noten zu erkennen allerdings begleitet von einer leicht vanilligenm dezenten Holznote, die auf eine beginnende Reifung hindeutet und die Süße hat einen schwereren Charakter, als bei einem frischen Hekai. Im Laufe der Aufgüsse geht dann die Zitrusnote etwas zurück und die Facetten fügen sich in eine an Zimt erinnernde Komposition zusammen, das ganze mit einer sehr schönen weichen aber sehr dichten Textur, die lange nachhallt! Ein wirklich toller Tee und definitiv der interessanteste Hekai, den ich bisher hatte!

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nicht heute, nicht nur gestern.. ein querschnitt durch die schwarzteewelt:

Tansania Usambara... Assamlastig, weniger Gerbsäure, mehr Frucht

Ceylon New Vithanakande... hammermässig fürn Ceylon, fruchtigfrisch und stimmig

Australien Arakai .... balance zw. frucht und nuss... wie ne mischung aus nem scharzen japaner und dj sec.flush

Yunnan Pine needle.... feine würze mit malzigen nussigen aromen

Darjeeling Runmook sec.flush... guter würzig nussiger sec.flush, gute grundherbe die etwas fingerspitzengefühl beim aufgiessen verlangt

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Heut trink ich ein Relikt aus meinen Anfängerzeiten. Damals ein absolutes, irrsinnig edles Highlight: Ein "King of Tieguanyin". Damals ziemlich teurer Stoff, auch wenn ich mich nicht mehr an den Preis erinnern kann. So edel, dass ich mich gar nicht rangetraut hab.

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"Komplett von Hand produziert" - das lässt man sich doch gerne mal ins Tässchen. Heutzutage weiß ich natürlich, dass, ganz ungeachtet der Qualität, ein grüner Tieguanyin keine fünfeinhalb Jahre liegen sollte. Immerhin war er verschweißt.

 

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Tatsächlich sind die Perlen noch ziemlich grün, wenn auch sicher deutlich dunkler als zuvor. Die Blütenaromen sind noch verhältnismäßig intensiv, der Aufguss hat durchaus einen gewissen Körper und Samtigkeit. Das hält er auch 6-8 Aufgüsse lang durch. Sicher nichts, was ich mir jetzt so kaufen würde, aber man merkt schon die Qualität. Der Tee hat jetzt noch mehr Aromen und Präsenz als Standard-Nuklear-Tieguanyin wenn sie ganz frisch sind. Ebenso ist keinerlei Magenzwicken zu vermekren, er lässt sich wirklich gut trinken. Natürlich kann ich mir nicht ganz die wehmütigen Gedanken verkneifen: Mei, was hätte das für ein Tee werden können, wäre er anno 2013 ordentlich geröstet worden.

 

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Die Betrachtung des Blattguts stimmt mich aber schon etwas skeptisch, muss ich sagen. Für einen Tee, der so dermaßen premium und handmade und so sein will (vintage ist er auch noch, aber nur durch meine Vergesslichkeit :P ), sehen die Blätter schon arg gerupft aus. Dass "komplett handgemacht" nicht ganz so ernstzunehmen ist, ist klar. Aber sollte ein Oberklasse-Tieguanyin nicht etwas sachter gehandhabt werden?

 

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Immerhin ist das Blattgut recht solide! Die Blätter sind dick und saftig, und ledrig. Doch, es bleibt eine wehmütige Note. Hätte man dieses Ausgangsmaterial für einen sorgfältig verarbeiteten Tee nach klassischer Machart verwendet, dann wär das jetzt eine echte Präziose. Durch die moderne, knallgrüne Verarbeitung bleibt immerhin ein verblüffend trinkbarer Tee übrig, der aber weit hinter seinem Potential zurückbleibt.

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Ich melde mich auch mal wieder :D 

@miig Spannend auch mal zu sehen, wie andere angefangen haben, besonders wenn es schon so weit zurück liegt ;) Schade, dass du damals keinen Pu gehabt hast, dem wären die Jahre vielleicht etwas besser bekommen. Sieht aber spannend aus :) 

Bei mir war heute wieder etwas von @chenshi-chinatee in der Shibo: Classic DongDing aus 2018. (https://www.chenshi-chinatee.de/de/classic-dongding-frozen-peak-2018.html

Nach dem Erledigen diverser Aufgaben hatte ich dann doch etwas Zeit, hätte ich nicht gedacht. 

Sehr spannend, speziell weil kein Geschmack angegeben war. Ich versuche auf sowas nicht zu achten, aber beim auspacken und entnehmen des Tees schaut man ja doch manchmal drauf und ich habe das Gefühl, dass mich das manchmal leicht beeinflusst.. Naja zurück zum Dong Ding: Ich finde man merkt sofort, dass der Tee über Holzkohle geröstet wurde. Es gibt gewisse rauchige Noten, die aber sehr angenehm sind, zwar im ganzen Mundraum zu schmecken sind, aber dann nicht weiter stören. Eher eine Art Grundlage für den weiteren Geschmack. Der weitere Geschmack geht dann meiner Meinung nach eher in das brotige, würzige über, gemischt mit ein wenig Süße? In den ersten Aufgüssen schmeckt man irgendwie auch das Holz raus, ich kann das schwierig beschreiben, aber vielleicht passt zum Geschmack irgendwie ein gutes Vollkornbrot, was noch in einer guten Bäckerei aufwendig gebacken wurde? 

Nicht so intensiv oder fest, aber es geht für mich irgendwie in Richtung Vollkornbrot, irgendwie verknüpfe ich das dann mit der Information über Holzkohle... Auch der warme, etwas herb-süßliche Geruch des Tees passt irgendwie dazu. 

Gegen Ende wird es dann süßer, die Holznoten gehen zurück, die Süße kommt hervor. Gibt es ja auch beim Brot? Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie hat sich dieser Brotvergleich (der nicht negativ sein soll) bei mir zu diesem Tee eingebrannt... Weiß nur nicht, ob das so sein soll? :D

@Chris: Wie hast du den denn wahrgenommen? Würde mich mal interessieren :) 

Noch ein paar Bilder:

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Weiß nicht, wie der Rest des Tees aussieht, irgendwie hatte ich bei der Portion recht viele Stängel dabei.

 

Zusammenfassend:

Ich bin zufrieden, allerdings stelle ich mir in den letzten Tagen die Frage, ob ich wirklich schon alles herausschmecken kann. Speziell wenn ich jetzt einen Vergleich sehe, den @miig ja gerade vor mir gemacht hat. 6 Jahre dazwischen.. Mein erstes wirkliches Teetrinken ist jetzt knapp ein Jahr her. Ich wüsste zu gern, wie er mir vielleicht in ein paar Monaten/Jahren schmeckt. Wie genau ich Unterschiede zu ähnlichen Tees feststellen könnte oder wie anders ihn andere Personen sehen. Ich denke, der Tee war ein guter Start in das neue Jahr, mal schauen wie viel Tee noch kommt :) Ich hoffe doch viel ;)

Grüße :) 

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vor 52 Minuten schrieb paxistatis:

Ich melde mich auch mal wieder :D 

@miig Spannend auch mal zu sehen, wie andere angefangen haben, besonders wenn es schon so weit zurück liegt ;) Schade, dass du damals keinen Pu gehabt hast, dem wären die Jahre vielleicht etwas besser bekommen. Sieht aber spannend aus :)

Allerdings :) Ich hatte mich damals 1-2 Jahre lang durchs komplette Tee Gschwendner-Sortiment getrunken und war dann auf der Suche nach neuem. Da hat man halt die hippen Tees bekommen. Und das waren halt insbesondere Nuklear-Tieguanyins ;( Pu war damals noch gar kein Thema, darauf wurde ich erst aufmerksam, als ich mich im Teetalk angemeldet hab :) Hätt ich lieber mal ein paar teure Pus gekauft damals! Oder so einen Tee, wie du ihn heute hattest. Der könnte sicher auch 5 Jahre reifen und dabei zugewinnen.

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@miig Tee Gschwender ist irgendwie größtenteils an mir vorbeigegangen. Ich hatte zwar ein wenig von denen, aber ich hatte einen anderen Laden der viel aromatisierten grünen oder schwarzen Tee hatte... Aber allein der Punkt das sie nur 5 Oolongs haben und ich glaube keinen Pu macht den Laden für mich halt eher weniger interessant... Aber beide Teesorten habe ich auch vorwiegend durch das Forum kennen und schätzen gelernt :) 

Denke auch, der Oolong von heute ist bestimmt auch in 3 oder 5 Jahren lecker. Vielleicht anders, aber definitiv gut und trinkbar, sofern man ihn einigermaßen gut lagert und nicht in die Küche oder so legt ;) 

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@miig: ist immer die Frage, was man unter diesen "nuclear TGY" versteht?

Kenne einige sehr grüne TGY, die wirklich gut sind... muss halt gut produziert sein, dann schlägt das auch nicht so auf den Magen.

Hatte auch immer im Hinterkopf, dass die nichts sind, finde aber, dass man die schon gut trinken kann.

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@miig hättest du für uns Grünschnäbel ev. einen Tipp für einen sorgfältig verarbeiteten Oolong nach klassischer Machart? Die DongDings die ich bis dato hatte, waren mir alle viel zu brotig. Wenn ich Lust auf Brot habe, dann esse ich einfach eines und trinke keinen Tee ;)

Ob jetzt ein DongDing klassisch ist, weiß ich nicht.

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@Tobias82: Joah, die meisten kann man schon trinken, wenn sie nicht ultra-billig sind. Mit "Nuklear-TGY" meine ich halt die knallgrünen, die nahezu gar nicht geröstet sind. Ist natürlich eine abfällige und nicht ganz ernst gemeinte Bezeichnung. Welche magst du denn z.B. gerne?

@Lateralus: Hehe... Grünschnäbel :D. Der Begriff passt ja gut zum Thema. "Klassisch" ist natürlich ein großes Wort, das ich da leichtfertig benutzt hab, ich gebs zu. Ich mein halt gut geröstete Tieguanyins. Ja, da gibts echt nicht so viele. Die Mode geht halt sehr zum nukularen, nicht wahr.

Und ja - gut geröstete Tees sind da auch echt nicht leicht zu bekommen. Ist schweißtreibende Handarbeit, und gar zu schnell sind die Tees totgeröstet. Mir sind sie am liebsten, wenn sie noch etwas Säure haben. Bzgl. Tieguanyins: Ich mag z.B. die Tees von Tea Hong sehr gerne. Taiwan Tieguanyin, China Tieguanyin.,    China Tieguanyin.  Wobei ich nicht so viel drauf geb, welcher Name jetzt draufsteht. Wichtig sind mir Vertrauen zum Händler und eine gut gemachte Röstung beim Oolong. Da nehm ich dann was da ist- ob Tieguanyin, Dong Ding oder diverse Taiwan-Geschichten. Was gäbs noch - Tea Masters ist teuer, aber super, die großen deutschen Händler wie Teekontor Kiel, Hamburger Teespeicher etc. haben sicher auch was feines anzubieten. Gschwendner sind super bei Grün- und Schwarztee, bei Oolongs geht echt nicht viel, nur ab und zu mal über Edmon's.

 

 

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vor 2 Stunden schrieb miig:

Gschwendner sind super bei Grün-

Echt jetzt? Nix für ungut - aber da setzen wir wohl unterschiedliche Maßstäbe an ... 

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Ich hatte heute wieder einen leckerenGenmaicha in der Kanne. :D Wenngleich ich mich gar nicht hier mit den Profis messen brauche, huihuihui, was für feine Tees!

Thema TeeGschwendner: Sie haben einen Pu Ehr. Den habe ich zu Weihnachten zum Probieren für eine Freundin eingefangen, kam auch gut an. Jedoch ist es kein Bing, sondern schlicht loser Pu. Welche Qualität? Ich habe leider keinen Schimmer. *Grünschnabel*

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Ja @SoGen, es scheint so zu sein. Wo ich öfter mal ein Problem sehe, ist im Verkafskonzept - wenn die Tees länger in den großen Dosen liegen, die mehrmals am Tag geöffnet werden, dann leiden sie mitunter schon ziemlich. Das funktioniert nur, wenn die Tees so schnell umgeschlagen werden, dass sie quasi immer frisch sind... was natürlich nicht auf alle Tees zutrifft.

Aber ansonsten würde ich sagen, dass die Tees, die vakuumiert aus der Zentrale geliefert werden, tadellos sind in Qualität und Preis-Leistung. Die Edmon's-Tees sind z.T: sogar 100g-weise verschweißt, die anderen in größeren Einheiten. Ich habs damals bei meinem Stamm-TG so gemacht, dass ich meine Lieblingstees im Voraus bestellt hab. Wenn dann eine neue Packung Lung Ching geöffnet wurde, hat man mir direkt was davon abgepackt, sodass der Tee nur minimal der Luft ausgesetzt war. Das hat immer gut funktioniert.

@Tessa Ja, einen Pu haben sie. Wenn es der Mannong ist, dann kann ich nur sagen, in der Pu-Welt gibt es schon noch mehr zu entdecken ;)

bearbeitet von miig

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vor 18 Stunden schrieb miig:

 Für einen Tee, der so dermaßen premium und handmade und so sein will (vintage ist er auch noch, aber nur durch meine Vergesslichkeit :P ), sehen die Blätter schon arg gerupft aus. Dass "komplett handgemacht" nicht ganz so ernstzunehmen ist, ist klar. Aber sollte ein Oberklasse-Tieguanyin nicht etwas sachter gehandhabt werden?

Lustig, hier wird sogar erwähnt dass die Blätter so gerupft aussehen sollen: https://www.teahong.com/product/tieguanyin-traditional/

"Edge beaten off during the last stages in processing"

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Ah! Gut aufgepasst :)

Interessant, das hatte ich bisher übersehen. Wobei auf dem Bild die Blätter noch recht intakt sind, und die Ränder ausgefranst sind. Bei dem vorliegenden Tee waren oft die ganzen Blätter total zerstückelt, was ich als Indiz für groben Maschineneinfluss gewertet hatte. Womöglich muss ich zerfransten Rändern mehr Respekt zollen als bisher ;)

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vor 5 Minuten schrieb miig:

Wobei auf dem Bild die Blätter noch recht intakt sind, und die Ränder ausgefranst sind.

Richtig, so soll es sein. Ganze Blätter (zumindest mehrheitlich) deren Ränder ausgefranst sind, sind bei TGY ein Merkmal sorgfältiger Verarbeitung. Anders ausgedrückt: eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für einen guten TGY. 

_()_ 

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Am 6.1.2019 um 18:35 schrieb paxistatis:

@Chris: Wie hast du den denn wahrgenommen? Würde mich mal interessieren

ich finde das brotige schon richtig, ist halt rustikal, mir gefällt das. Von der Beschreibung passt das schon, @Tobias82 hatte mir mal dazu was erzählt, vielleicht kann er auch noch mehr dazu sagen?

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@paxistatis: hab´ den gerade auch in der Kanne, Deine Beschreibung passt schon ziemlich gut! Die Holzkohle ist schon sehr präsent
im Nachgeschmack, hält sich auch lange, was mir eigentlich ganz gut gefällt. Kann aber auch für andere zu dominant sein, aber das ist
sicherlich persönliche Präferenz. Erinnert mich ein bisschen an stark torfigen Whiskey, aber das mögen ja auch viele...

Der Tee an sich gefällt mir richtig gut, da auch noch viel von dem Blatt durch kommt, neben Röstung und den weicheren Aromen kommen
auch noch viele "grüne Aromen" durch, was den Tee für mich dann schon interessant macht.

Das dieser "brotige Teil" sehr konstant ist, und dann durch den eigentlichen Tee ergänzt ist, stimmt schon. Macht auch Spaß!

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Gestern hatte ich das Erlebnis mich mit einem 25 jährigen zu Vergnügen (nicht das was manche hinter einem kleinen Lächeln jetzt denken). Es kam ein kleines, aber ordentlich gepacktes Päckchen von @Manfred an, welches mich sehr erfreut hat. Also musste ich gleich zum Ältesten greifen, der mir sehr viel Freude gemacht hat, mir aber auch zeigte das einiger Stress im Körper gesammelt war.

Der Tee hatte eine interessante weiche Struktur mit etwas Säure und einer leichte Bitterkeit. Ein großes Feuerwerk habe ich nicht erwartet, jedoch war das Gebotene sehr interessant und der Tee kann sehr lange mitmachen. Muskat und Zimtnoten kamen in meiner Erinnerung heraus. Leider war der Abend kürzer als der Tee lang, weshalb er übernachten dürfte, sein Potential aber heute Morgen nicht abrufen konnte.

Heute gleich zum nächsten Angriff geblasen und den stark gerösteten Oolong ins Kännchen geworfen. Der Tee überzeugt durch eine samtiges Mundgefühl und trägt Karamellnoten mit sich. Den Tee habe ich sehr oft aufgegossen, nach dem etwa zehnten Aufguss ist er dann auch zur Nachtruhe übergegangen, da seine Ausdauer scheinbar höher war als die meiner Tochter, die sich zur Bettruhe begeben wollte. 

Zwei sehr angenehme Tees, die sich m.E. nach nicht verstecken müssen.

bearbeitet von Cel

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Nicht heute, nicht gestern, sondern letztes Jahr :ph34r: So lange ist es nun aber auch noch nicht her. Genau genommen am vorletzten Tag des letzten Jahres fand sich zum wiederholten Male der Gyokuro Mare in meiner kleinen Hōhin. Da ich @theroots zu diesem Tee eine Rückmeldung schuldig bin, möchte ich dies nun kurz tun. Die Blätter sehen für einen Gyokuro verhältnismäßig dünn aus. @cml93 hatte in einem anderen Thread erwähnt, dass für "moderne" Gyokuros häufig Saemidori verwendet wird, dessen Blätter dünner sind und die Lagerung daher kürzer gehalten werden kann. Hoffe, ich gebe das so richtig wieder. Für diesen Tee wird laut Angaben des Händlers hauptsächlich Saemidori verwendet, gekauft habe ich ihn im Juni letzten Jahres, da kam die 18er Version gerade in den Handel. Spricht also einiges für einen Gyokuro mit kurzer Lagerzeit.

Die Blätter verströmen einen sehr intensiven Duft, der Assoziationen mit exotischen Früchten hervorruft. Fand ich im ersten Moment doch ungewöhnlich. Erwartet hatte ich eigentlich mehr ōika, also dieser Duft, der durch die Beschattung entsteht und häufig mit "Alge" wiedergeben wird. Der ist zwar auch vorhanden, aber eher im Hintergrund. 

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Dosiert habe ich etwa 4g auf 40ml Wasser, mehr geht in die kleine Hōhin auch nicht rein. Den ersten Aufguss mit  50℃ angegossen und 2 Minuten ziehen lassen. Auch wenn es auf dem Foto einen anderen Anschein erwecken mag, da die Schale hellblau ist und ich mit Künstlicher fotografiert habe, so war die Farbe des Aufgusses sehr hell, leicht ins Grün-Gelbliche gehend. Im Mund zeigte sich der Tee sehr komplex, eine fast schon fruchtige Süsse gepaart mit umami, und ein toller Abgang, der lange anhält. Auch wenn ich ein wenig die Tiefe bei diesem Gyokuro vermisse (vielleicht aufgrund der kurzen Lagerzeit?), der betörende Duft und auch die fruchtige Süsse lassen mich darüber hinweg sehen. Gefällt mir gut und wird sicherlich diesen Jahr nachgekauft. 

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bearbeitet von seika

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Es gibt auch noch Darjeeling.

Schöner Tee, erinnert mich an die Zeiten als Tee für mich nur Darjeeling war. Ihm zu Ehren edelstes Geschirr!

Der Puttabong ist ein wenig "speckig" (d.h. er erinnert beim ersten Schluck an eine gute Hühner/Gemüsebrühe) und wandelt sich dann in viele Zitrusnoten. Das muß man erstmal hinbekommen. Er hält sehr lange durch.

Wer hat mir die Probe geschickt? Erkennt jemand seine Handschrift? Bitte per PN melden, ich hatte vergessen die Probe mit dem Spendernamen zu versehen:(

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