Joaquin

Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

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Auch wenn es die letzten Tage kontroverse Meinungen zu dem Thema Einfluss der Keramik auf den Tee gab, heute doch mal wieder ein Post genau dazu - damit möchte ich nirgends anecken, wer das Phänomen nicht erleben kann oder möchte (mit dem Qi im Tee ist es schließlich genau so) kann diesen Post gerne ignorieren, für diejenigen die offen für die Thematik sind: Heute gab es den 2016er Beneath an Emerald Sea  von CLT. In der Novak-Marek-Kombination bleibt die schöne moosige Note erhalten, es werden jedoch Bitterkeit und Adstringenz etwas hervorgehoben, was den Tee insgesamt gröber wirken lässt, was aber gut zu dem moosigen waldigen Charakter des Tees passt. Ein sehr schöner Blend!

Was genau letztlich für die Veränderung (nur um das klar zustellen: die zwar interessant aber keineswegs nötig ist) verantwortlich ist - sei es tatsächlich die Keramik, dass ich zufälligerweise bei dieser Keramik-Kombi immer genau die selbe Mischung aus unterschiedlichem Blattgut erwische, dass die Effekte immer in die selbe Richtung gehen, oder ob ich mir alles nur einbilde und die Keramik lediglich als Katalysator dazu dienen, den Tee anders wahrzunehmen (wobei sich hier die Frage stellt, ob das nicht genau so real ist wie alles andere, schließlich besteht die Welt nur aus dem, was in unserem Geist verarbeitet wird, aber das Fass möchte ich erst gar nicht aufmachen) - ist mir um ehrlich zu sein auch relativ egal: Ich stelle einen für mich realen Unterschied fest, durch den ich den Tee auf tieferer Ebene kennen lernen kann, dabei noch mit tollen Kunstwerken aus Ton hantieren darf und dabei Freude habe (und das alles ist vollkommen legal :P )- was will ich denn mehr? :)

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vor 2 Stunden schrieb doumer:

..., dabei noch mit tollen Kunstwerken aus Ton hantieren darf und dabei Freude habe (und das alles ist vollkommen legal :P )- was will ich denn mehr? :)

dieser Aspekt wird oft vergessen und ist doch schon für sich eine Stange Geld wert!

Im Museum: "Nicht anfassen, nicht anfassen!" Geht man näher als erlaubt an ein Objekt, Alarm! Ringelingeling, Geheule! Kleiderschränke kommen und nehmen einen mit!

Kann man sich alles ersparen, mit antändigem TeeGeschirr zu Hause:D

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vor 3 Stunden schrieb Paul:

Alarm! Ringelingeling, Geheule! Kleiderschränke kommen und nehmen einen mit!

Danke Paul für diese großartige Darstellung. :D

Bei mir gab es heute einen kleinen Rest eines Taiwanesischen Qi Lan Oolongs von Unytea Store, den @TeaDrunkl mir mal als Gastgeschenk da gelassen hat.

Der Tee hat eine ausgeprägte Zitrusnote, ist auf angenehme Weise etwa floral. Nur ganz leichte Herbe und vorallem eine tolle fast ölige Konsistenz.

Insgesamt passte er gut in meine momentane Umgebung:

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Liebe Grüße aus Lanzarote. ;)

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Bei mir hat sich heute der Hai Lang Hao „Star of Bu Lang“ 2008 mit ca. 6g auf irgendwas zwischen 80 und 100ml in den Gaiwan begeben. 

 

Es war ein interessantes erstes Kennenlernen. 

Es fing an mit einer deutlichen Tabaknote, die von einem säuerlichen Ton begleitet wurde - eine Kombination, die ich an bisher getrunkenen Shengs aus Bada gemocht habe habe. 

Dann war da eine deutliche Holznote, Herbstlaub, alte Buchseiten in einer Krypta und auch noch etwas Lagerfeuer, das gar nicht da sein dürfte. 

Während der Tee kaum wirklich bitter zu kriegen ist, sind noch manch medizinische Anklänge vorhanden. Und etwas algig wird es zwischendrin. 

Sehr schön ist die lang bleibende Süße, die relativ bald einsetzt und etwas nussiges, das langsam mit der Süße verhallt. 

 

Während all das, gerade auch im Wechsel der Geschmacksnoten, durchaus gefallen hat, hätte ich mir gewünscht, dass da etwas mehr Körper im Geschmack wäre … mehr Volumen … mehr Wumms … mehr Lametta. Oder sind es auch mit wieder die „hohen Noten“, die mir zur Perfektion fehlen. Mal wieder keine eierlegende Wollmilchsau? 

 

Noch sind ja etwas weniger als 20g da, um einzuschätzen, ob sich ein Kuchen lohnen kann.

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vor 22 Minuten schrieb xióngmāo:

Bei mir hat sich heute der Hai Lang Hao „Star of Bu Lang“ 2008 mit ca. 6g auf irgendwas zwischen 80 und 100ml in den Gaiwan begeben. Es war ein interessantes erstes Kennenlernen. Es fing an mit einer deutlichen Tabaknote, die von einem säuerlichen Ton begleitet wurde - eine Kombination, die ich an bisher getrunkenen Shengs aus Bada gemocht habe habe. Dann war da eine deutliche Holznote, Herbstlaub, alte Buchseiten in einer Krypta und auch noch etwas Lagerfeuer, das gar nicht da sein dürfte. Während der Tee kaum wirklich bitter zu kriegen ist, sind noch manch medizinische Anklänge vorhanden. Und etwas algig wird es zwischendrin.Sehr schön ist die lang bleibende Süße, die relativ bald einsetzt und etwas nussiges, das langsam mit der Süße verhallt.

Während all das, gerade auch im Wechsel der Geschmacksnoten, durchaus gefallen hat, hätte ich mir gewünscht, dass da etwas mehr Körper im Geschmack wäre … mehr Volumen … mehr Wumms … mehr Lametta. Oder sind es auch mit wieder die „hohen Noten“, die mir zur Perfektion fehlen. Mal wieder keine eierlegende Wollmilchsau? 

Hört sich doch gar nicht schlecht an; allein, ich hab mal nachgeschaut $62 für 375 gr., da kannst Du in der Regel nicht mehr erwarten. Für "mehr Körper, mehr Volumen, mehr Wumms, mehr Lametta" mußt Du schon tiefer in die Tasche greifen; aber bis man in der Lage ist den "Wumms und das Lametta" (sehr hübsch die Wortwahl) überhaupt zu erkennen, ist es auf jeden Fall klug sich an Hand von Samples eine Übersicht zu verschaffen.

Viel Spaß auf dem weiteren Weg, da gibt es noch eine Menge  zu entdecken!

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Kanbayashi Matcha in neuer Schale :)

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Für später habe ich einen Kōshu Kamairi aus dem Tiefkühlschrank geholt. Mal schauen, ob er es auch wird, oder noch wer anderes dazwischen funkt...9_9

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Doppelpost :D

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Heute in der Hagi Hōhin den oben angesprochenen Kōshun Kamairi-cha. Der Duft ist schon toll, leicht süsslich mit Anklängen von Steinobst. Ich verweise hier mal auf @cml93, der diesen Tee im Angebot hat. 

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Hier mal Bilder vom Kamairi (links) und Schwarztee (rechts), beide aus dem gleichen Ausgangsmaterial, d.h. Kultivar und Lage sind identisch. Der Schwarztee ist handgepflückt. Beim Kamairi weiss ich es nicht. Das wird jetzt niemanden überraschen (besonders hier im Forum), aber ist für mich trotzdem interessant, welchen Einfluss die Verarbeitung auf den Tee hat. Und doch meine ich auch einige Gemeinsamkeiten zu erschmecken. Hach, Tee ist schon was! :love: 

bearbeitet von seika

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Derzeit ist es ja recht ruhig um mich geworden. Das hängt mitnichten damit zusammen, dass ich keinen Tee mehr trinken würde. Im Gegenteil. Ich habe mir aber seit über 10 Monaten ein striktes Kaufverbot auferlegt. Ich werde mich erst dann wieder mit neuen Sorten befassen, wenn ich mein gesamtes Sortiment verbraucht habe. Ich möchte nämlich nicht neue Begehrlichkeiten wecken.

So kommt es, dass sich in meiner Tasse gerade die No 322 Palace of Patan der Paper & Tea GmbH befindet, welchen ich zusammen mit anderen Sorten als Werbegeschenk erhalten hatte. Der Grüntee aus Nepal mit Biosiegel erscheint mir weniger aromatisch zu sein. Die im Werbetext angepriesene Frühlichsfrische ist vermutlich aufgrund der langen Lagerung verloren gegangen.

Macht aber nichts. Die 10-Gramm-Probe ist ja schnell aufgebraucht.

bearbeitet von Timo

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Heute ist der 2015er Ge Deng von Tea Urchin im Kännchen:
Für einen GeDeng eher leicht und mit einer Holzigkeit, die mich eher an Bangwei denken lässt. Auch wenn der Tee nicht all zu schwer ist wird die Holzigkeit durch dezente Vanille- und Aprikosen-Noten begleitet, die ihn durchaus interessant machen. Durchaus nett und auch wenn sich die Vanille-Note z.B. im 2014er GeDeng von prSK wiederfindet ist der Tee für meinen Geschmack für einen GeDeng etwas zu leicht.

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Zurück aus dem Urlaub, Koffer ausgepackt. Jetzt heisst es: Tee gegen den Jetlag.

Wild Jungle Green Maocha

Tolles, intaktes Blattgut. Kräftige Blätter. Deutliche Rauchnoten im Duft und in der Tasse. Tabak und andere würzige Noten schaffen ein interessantes Geschmacksbild. Dazu ein schönes Qi.

Erster Tee von David gefällt! :)

 

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@Paul hatte mir liebenswürdigerweise ein kleines Präsent mit drei Proben sehr unterschiedlicher Tees zugesandt, mit deren Verkostung ich heute morgen begonnen habe. Und zwar mit dem preislich unspektakulärsten Tee, einem Cui Lü aus dem Bezirk Enshi im westlichen Hubei, einer bio-zertifizierten Frühlingspflückung. Bezugsquelle war @teekontorkiel, wobei ich diesen Tee auch schon bei anderen deutschen Anbietern gesehen habe, z.T. deutlich teurer (11,90 € oder 14,00 € / 100g statt 9,90 € - in einem Fall sogar gierige 15,90 €). Um ein Ergebnis der Verkostung gleich vorweg zu nehmen: diese Preisspanne gibt dann m.E. auch die Eckdaten für ein gutes, ein angemessenes und ein unbefriedigendes bzw. unverschämtes Preis-Leistungsverhältnis vor.

Da der aus demselben Anbaugebiet stammende gedämpfte Yu Lu zu meinen persönlichen Favoriten gehört, war ich hier recht gespannt auf das Ergebnis. Der Empfehlung des Händlers von 70° - 75° C Aufgusstemperatur bin ich nicht gefolgt; bei der Erstverkostung chinesischer Grüntees halte ich mich grundsätzlich an einen Standard von 7,5 g / 180 ml weiches Quellwasser mit einer Temperatur von 80° C, was ca. 150 ml fertigen Aufguss ergibt. Beim Aufguss ist die Kanne in einem "Boot" (d.h. im Wasserbad), um die Temperatur möglichst konstant zu halten. Die 7,5 g sind auf vier Aufgüsse von ca. 20'', 30'', 50'' und 1'20'' ausgelegt, also auf eine Ziehzeit von insgesamt 3'. Einleitend eine kurze (ca. 5'') Wäsche mit reduzierter Temperatur. Dieser Standard hat den Vorteil, dass er nach meinem Geschmack für die meisten chinesischen Grüntees 'passt' und sich auch bei den 'Abweichlern' ein halbwegs objektiver Vergleichsmaßstab ergibt.

Das Trockenmaterial hatte einen angenehm frischen, fruchtigen Geruch mit einer deutlich süßlichen Note. Dieser erste Eindruck fand sich auch im Duft des ersten Aufgusses bestätigt, der einen angenehmen, vollen Geschmack hatte. Das Geschmacksprofil war stärker vegetabil als der Geruch, aber ausgewogen, wenn auch nicht allzu differenziert (was in dieser Preisklasse auch nicht zu erwarten war). Das 'Terroir' des Yu Lu war für mich identifizierbar, was allerdings auch eine durch meine Erwartungshaltung erzeugte Selbsttäuschung sein könnte. Der Kultivar scheint mir jedenfalls ein anderer zu sein. Ansonsten ist anzunehmen, dass auch der Cui Lü den für Tees aus der Enshi-Region typischen hohen Selen-Gehalt aufweist.

Der zweite Aufguss fiel im Vergleich zum ersten sowohl in der Nase wie auf Gaumen und Zunge leider auffallend blass aus - das meiste Pulver war schon im ersten Aufguss verschossen. Das Geschmacksprofil nun schon recht verschwommen / 'breit' - aber immer noch angenehm zu trinken. Eine Überraschung brachte der sehr ähnliche dritte Aufguss dann noch im Nachgeschmack - sehr angenehme und unaufdringliche, anhaltende Herbheit, wenn auch leider ohne süßliche Noten (auch dies in dieser Preisklasse nicht zu erwarten). Leichte Adstringenz, die nicht nur auf der Zunge spürbar war, sondern ein sehr 'fülliges', samtiges Mundgefühl erzeugte. Der vierte Aufguss war dann erwartungsgemäß eine (deutlich) verdünnte Variante des dritten, der dann auch nichts Neues mehr brachte.

Auch energetisch war der Tee bemerkenswert; wobei die Sensibilität für das Qi natürlich auch immer von der Tagesform des Trinkers abhängt und ich eine zweitägige Tee-Zwangspause hinter mir hatte. Wem das mit dem Qi zu esoterisch ist - der Cui Lü scheint mir einen recht kräftigen Koffein- (worauf auch das dunkelgrüne Blattgut hindeutet) und Theobromingehalt zu haben; er erzeugte jedenfalls eine angenehm entspannte Wachheit. Trotz der oben erwähnten Herbheit bei fortschreitender Auslaugung gut magenverträglich (ich hatte den Tee morgens auf nüchternen Magen verkostet). Noch zum Thema Blattgut - die abgegossenen Blätter sehen deutlich nach Maschinenlese aus, was ich persönlich gar nicht schlecht finde. In diesem Preissegment ist eine angemessene Entlohnung für Handpflückung auch in China m.E. nicht mehr möglich. Irgendein Pflückstandard war jedenfalls nicht zu identifizieren.

Fazit: Aufguss mit der vom Händler empfohlenen Temperatur von 70° - 75° C (eher 70°) dürfte sinnvoll sein, um die Schwächen des Tees (insbesondere die schwache Nachhaltigkeit) etwas zu kaschieren. Für Gongfu-Methode weniger geeignet (was nicht überraschen sollte); zwei lange Aufgüsse (2' / 3') dürften sinnvoller sein. Sicher auch für 'Grandpa-style' gut geeignet. Also empfehlenswert als Alltagstee (nicht zuletzt wegen der Bio-Zertifizierung, was auch immer die wert sein mag) und m.E. auch eine gute Empfehlung für Grüntee-Einsteiger, die nicht gerade im untersten Preissegment ihre ersten Erfahrungen sammeln wollen.

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bearbeitet von SoGen

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Es ist immer schön, wenn wir Post von Teefreunden bekommen. In diesem Fall haben wir uns besonders gefreut, weil wir nach unserem Urlaub ein grosses Teedefizit auszugleichen haben. ;)

Dieser Kadota Kamairicha ist der heutige Wunschtee meiner besseren Hälfte, und auch ich bin sehr glücklich, dass Sie ihn ausgesucht hat.

Mit 8gr relativ hochdosiert auf etwa 350ml, schmeckt man die typischen Noten dieser Art Tee fein heraus.

Schöne Nussigkeit bedingt durch die Röstung, und im Nachhall eine feine fruchtig-florale Süsse.

Vielen Dank @Paul für Deine Teepost, wir haben uns Beide sehr gefreut und Grüßen Dich herzlich! :)

 

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vor 8 Stunden schrieb doumer:
vor 8 Stunden schrieb doumer:

 

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Schöner Beitrag!

Aber ich hätte nur eine kleine Bitte - könntest du nicht jeweils nur 2, 3 Blättchen ausgerollt auf die Kanne legen, darin kann man noch besser lesen. Und es wäre womöglich auch noch schöner anzuschauen, denn in deinen Kännchen ist es manchmal etwas düster. :D:thumbup:

@SoGen Bist du dir auch sicher, dass es sich um denselben Tee handelt? Identisches Pflückdatum etc.?

bearbeitet von GoldenTurtle

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vor 1 Minute schrieb GoldenTurtle:

@SoGen Bist du dir auch sicher, dass es sich um denselben Tee handelt? Identisches Pflückdatum etc.?

Ja, ziemlich. Zumindest bei drei der vier genannten Tees (inklusive teuerster und billigster) kann man sich die Originalverpackung anschauen; beim Teekontor über eine externe Verlinkung.

https://www.teeshop.de/bio-cui-lue-china-hubei.html

Und die ist jeweils identisch - offensichtlich stammen die alle aus derselben Quelle (Großhändler). Pflückdatum, Grade o.ä. ist auf der Verpackung nicht angegeben und in dieser Liga auch nicht üblich.

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Danke für die Beiträge @SoGen. Ich bin den Link gefolgt auf die Seite von Gewürzhaus Schnorr. Hast Du gesehen, dass man dort für 50g zwar 7,95 € bezahlt, aber für 100g (so man das denn als Bestellgröße anklickt) "nur" 12,95 € ( statt "gierigen 15,90 €") , was natürlich immer noch deutlich mehr ist als 9,90 € ....

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vor 2 Stunden schrieb SoGen:

Und die ist jeweils identisch - offensichtlich stammen die alle aus derselben Quelle (Großhändler). Pflückdatum, Grade o.ä. ist auf der Verpackung nicht angegeben und in dieser Liga auch nicht üblich.

In dem Fall hast du wahrscheinlich recht, trotzdem sind unangegebene, unterschiedliche Pflückdaten zumindest möglich, wobei Detailhändler unterschiedliche Einkaufspreise hätten. Ohne exakte Daten sind auch noch andere Szenarien denkbar, z.B. wenn der Grosshändler eine 1. Charge hat, die überraschend schnell ausverkauft wäre und eine 2. von einem nur gering späteren Datum vom Hersteller kriegt, die er selbst dann aber günstiger weiterverkaufen kann. Ich wäre deshalb zurückhaltend mit Preisvergleichen ohne exakte Pflückdaten, auch bei ansonsten zumindest scheinbar gleichen Tees. Daselbe gilt natürlich auch für Japan und Indien - wie viele zumindest für den üblichen Endkunden "gleiche" aber eben nicht identische Darjeelings gibt es doch bei verschiedenen Anbietern vom selben Teegarten, und der Kunde kauft dann häufig beim Billigsten und denkt, ach, so gut ist der Tee ja gar nicht, zum Glück hab ich so einen guten Preis beim Billigsten bezahlt. Und so kann man sich wie überall vollkommen täuschen ohne genügend Detailwissen.

Aye ich erinnere mich nebenbei, das war eine eher unschöne Gechichte mit den Marimo Jungs auf dem Forum, eigentlich noch schade, dass das so gelaufen ist.

bearbeitet von GoldenTurtle

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@Frau Mahlzahn: Danke für den Hinweis, das hatte ich in der Tat übersehen. Was auch bei einem anderen Anbieter der Fall ist, wo sich der Preis für 100 g von 14,00 € auf bescheidene 13,50 € ermäßigt. Was immer noch eine bemerkenswerte Preisspanne ist ...

@GoldenTurtle: Deine Einwände sind nachvollziehbar, wobei ich allerdings stark bezweifle, dass in dieser Qualitätsklasse (pauschal als Erste Ernte / First Flush beworben) ein paar Tage Unterschied im Pflückdatum ursächlich für derartige Preisdifferenzen sind - geschweige denn für Qualitätsdifferenzen, die sie rechtfertigen würden. Dein Hinweis auf Darjeeling ist sicher richtig - aber es ist ein Unterschied, ob ein Tee von derselben Großplantage über verschiedene Großhändler kommt (idR unterschiedliche Lots) oder vom selben Großhändler / Importeur in identischer Verpackung.

Wie ansonsten die Konditionen für den Einkauf des jeweiligen Händlers bei Marimo waren (Menge, Zeitpunkt des Einkaufs ...), darüber lässt sich nur spekulieren. Was implizit heisst, dass ich mit der flapsigen Qualifizierung "gierig" jemandem Unrecht getan haben könnte, dem möglicherweise lediglich kaufmännisches Ungeschick vorzuwerfen wäre. Mea culpa, ich entschuldige mich dafür, zumal ich da auch noch den Mengenrabatt für 100 g übersehen hatte ... Allerdings sind diese Einkaufskonditionen für den Endverbraucher auch herzlich uninteressant; den interessiert, was er selbst zahlen muss.

Die "eher unschöne Gechichte mit den Marimo Jungs" war vor meiner Zeit, da müsste ich erst etwas recherchieren ...

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@GoldenTurtle da hast du allerdings Recht, zumal die Lichtbedingungen gestern sehr schwierig waren. Da es gestern Abend, als ich mich wieder mit dem Tee befasst habe dann schon Nacht war, hab ich mit dem gewünschten Bild bis heute gewartet - die Blätter sind aber durch die weiteren Aufgüsse (vermutlich auch insbesondere durch den über Nacht) nun doch sehr weich. Insgesamt aber nichts außergewöhnliches - bis auf ein paar sehr ordentliche Stengel evtl. ;) 

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Da ich noch ein anderes bislang unkommentiertes Sample von TU habe, kam das heute gleich im Anschluss ins Kännchen: Der 2017er BanPen.
Bitter-süß, leicht floral und minimal nussig - der Tee bietet schon das typische Bangpen-Profil, ist jedoch recht leicht und lässt vor allem die Vielschichtigkeit von z.B. dem 2018er BangPen von prSK vermissen - kostet aber auch nur die Hälfte (und bevor Kommentare kommen: Ja, ich übernehme die Schreibweise von Peter, da die am Häufigsten in meiner Liste vorkommt). Ich muss gestehen, dass die jüngeren Beispiele von TU (2014+) mich irgendwie nicht so überzeugen - die die ich probiert habe sind alle eher dezent und es fehlen die spannenden Aspekte, die bei den Produktionen von vor 2013 vorhanden sind (z.B. der ordentlich bittere LME oder der scharfe Yi Shan Mo). Was sagt ihr zu den jüngeren TU Shengs? Hab ich vielleicht einfach die "falschen" ausgesucht? Also nicht falsch verstehen: es sind definitiv keine schlechten Tees aber es fehlt einfach das gewisse Etwas...

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Autumn Bee 07 von Teamania. Ausdauernd, sehr süß, mehrdimensionales Mundgefühl, unmöglich bitter zu bekommen. Fast schon ein wenig zu kantenlos, aber war heute eine herausragende Wahl.

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Am Nachmittag hab ich dann doch noch einen zweiten Tee begonnen: Den 2017er Nannou Mini Mushroom von CLT, den ich mir Anfang des Jahres auf Grund von Cwyns Bericht und Free Shipping (ja, ist mit einberechnet aber deshalb macht eine größere Bestellung deswegen nicht mehr Sinn (finanziell gesehen))
Intensive Vanille-Schokolade-Note, die mich sehr an Vanille-Schoko-Pudding erinnert und zum Glück nur sehr leichte Fermentations-Noten. Schöne weiche Textur mit dezenter Schwere, die sich evtl. bei der Verwendung von 2 Pilzen im Kännchen noch verstärken lässt. 

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@Paul ich bin eigentlich kein großer Fan von Pilzen und Touchas und insbesondere nicht in Mini-Formen - am liebsten ist mir immer noch ein ordentlicher Bing ;) Da aber Cwyn so davon geschärmt hat, dachte ich, ich versuch es mal und hat sich gelohnt!

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Heute seit längerem mal wieder den Yame Gyokuro Mare. Der erste Aufguss ist gelinde gesagt Wahnsinn! Die folgenden zwei, drei sind gut. Aber danach kommt dann leider nicht mehr viel. Passabel schon noch, aber im Vergleich mit dem Auftakt doch eher enttäuschend. -_-

Das nächste Mal werde ich etwas an den Parametern schrauben. Eine kürzere Zeihzeit zu Anfang vielleicht, oder mit der Temperatur runter... 9_9

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bearbeitet von seika

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