Joaquin

Welcher Tee ist heute in eurer Tasse? Teil 3

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Bald kommt der Frühling und somit neue Tees, Zeit das Lager etwas abzuarbeiten. Dementsprechend gibt es heute einen Shincha. Und zwar einen Hatsuzumi (Erstpflückung) von Miryokuen aus Yame. Mehr Informationen sind mir zu diesem Tee leider nicht bekannt. Den Tee habe ich letztes Jahr anläßlich meines Ausfluges nach Yame, über den ich hier kurz berichtet habe, gekauft. Ist der auf dem letzten Foto in der Mitte.

Da die Blätter etwas kleinteiliger sind, kommt heute meine Kōransha Porzellankyūsu zum Einsatz. Dazu, wie fast immer in letzter Zeit, eine Hagi Yuzamshi und meine neuste Errungenschaft der Shōdai-yaki Becher. Summa summarum also drei verschiedene Keramikarten, die meiner Meinung nach ganz gut miteinander harmonieren.  

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Ist ein sehr "frischer" Sencha mit einem mittleren Körper, also ohne die Schwere, die manche Sencha entwickeln, wenn sie längere Zeit bedampft werden und zusätzlich noch ein starkes hi-ire hintendrauf bekommen. Mein erster Eindruck ist, dass dieser Tee geschmacklich rundherum sehr gut ausbalanciert ist, wobei der Duft ein wenig heraussticht. Beim nächsten Mal ohne Yuzamashi, mal schauen wie er mit heißeren Temperaturen zurecht kommt. :) 

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@seika: wie viel von einer Teesorte legst Du Dir immer zu? Holst Du Dir z.B. 100g und trinkst diese auf, oder holst Du mehr und hast dann Deinen "Jahrestee"
mit ein paar anderen Teesorten kombiniert?

Hab´ auch gerade einen Gyokuro in der Tasse, den ich öfter trinke. Wenn mit milden Temperaturen gebrüht ist der Tee sehr leicht und milde, weniger Substanz noch
als Lichee, wenn etwas kräftiger gebrüht, dann kommt im Abgang eine spezielle Würze, die ich so noch nie hatte. 

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@Tobias82 Die kurze Antwort: sowohl als auch. Die etwas längere; es gibt bestimmte Tees, von denen ich mir einen kleinen Jahresvorrat anlege. Die bilden dann sozusagen den Grundstock. Einerseits hängt das mit der oft begrenzten Verfügbarkeit zusammen. Shincha oder Assam wären hier Beispiel, dann gibt es wieder Tees, die nur in sehr kleinen Mengen produziert werden. Wenn man da nach ein paar Monaten nachkaufen möchte, ist oft nichts mehr da. Andererseits trägt aber auch mit mein Trinkverhalten seinen Teil dazu bei. Der neue Grüntee (Shincha) kommt je nach klimatischen und geographischen Bedingungen April bis Mai auf den Markt und versetzt mich regelmässig in eine Art Teerausch. Die Lust auf Tee, und ganz speziell heiße Aufgüsse, verläßt mich aber wetterbedingt dann oft sehr schnell wieder. Bis in den September hinein ist es mir einfach zu heiss. Kaltaufgüsse mache ich, aber die fallen mengenmässig nicht so ins Gewicht. Das heißt in der Zeit, wo viele Tee verfügbar sind, bzw. erst auf den Markt kommen, wie japanische Ōlong oder Schwarztees, trinke ich kaum Tee. Alles, was in der Zeit eingekauft wird, wandert in den Tiefkühler bis "meine Teezeit" ca. Ende September dann losgeht. Hinzu kommt noch, dass ich bei Onlinebestellungen eigentlich immer zusehe, dass ich auf den Versandkostenfreibetrag komme. Mehr als zwei, drei Packungen von ein und demselben Tee kaufe ich aber eigentlich nicht. Bei Miryokuen waren es letztes Jahr 3 verschiedene Tees in Gesamtsumme 600g. Davon liegen jetzt noch 200g im Tiefkühlschrank. :$

Dazu kommen noch Spontankäufe, die zugegeben einen nicht unwesentlichen Teil ausmachen. Sei es in irgendeinem Teeladen, in den ich zufällig reinstolpere, oder in (den meist fest installierten) Markthallen, die regionale Landwirtschaftsprodukte unter anderem eben auch Tee anbieten. In die gehen ich immer sehr gerne, wenn ich unterwegs bin, da es mir nebenbei einen interessanten Einblick in die regionale Küche bietet. 

@ Topic: einen Genmaicha :) 

vor 13 Minuten schrieb seika:

@Tobias82 Die kurze Antwort: sowohl als auch. Die etwas längere; es gibt bestimmte Tees, von denen ich mir einen kleinen Jahresvorrat anlege. Die bilden dann sozusagen den Grundstock. Einerseits hängt das mit der oft begrenzten Verfügbarkeit zusammen. Shincha oder Assam wären hier Beispiel, dann gibt es wieder Tees, die nur in sehr kleinen Mengen produziert werden. Wenn man da nach ein paar Monaten nachkaufen möchte, ist oft nichts mehr da. Andererseits trägt aber auch mit mein Trinkverhalten seinen Teil dazu bei. Der neue Grüntee (Shincha) kommt je nach klimatischen und geographischen Bedingungen April bis Mai auf den Markt und versetzt mich regelmässig in eine Art Teerausch. Die Lust auf Tee, und ganz speziell heiße Aufgüsse, verläßt mich aber wetterbedingt dann oft sehr schnell wieder. Bis in den September hinein ist es mir einfach zu heiss. Kaltaufgüsse mache ich, aber die fallen mengenmässig nicht so ins Gewicht. Das heißt in der Zeit, wo viele Tee verfügbar sind, bzw. erst auf den Markt kommen, wie japanische Ōlong oder Schwarztees, trinke ich kaum Tee. Alles, was in der Zeit eingekauft wird, wandert in den Tiefkühler bis "meine Teezeit" ca. Ende September dann losgeht. Hinzu kommt noch, dass ich bei Onlinebestellungen eigentlich immer zusehe, dass ich auf den Versandkostenfreibetrag komme. Mehr als zwei, drei Packungen von ein und demselben Tee kaufe ich aber eigentlich nicht. Bei Miryokuen waren es letztes Jahr 3 verschiedene Tees in Gesamtsumme 600g. Davon liegen jetzt noch 200g im Tiefkühlschrank. :$

Dazu kommen noch Spontankäufe, die zugegeben einen nicht unwesentlichen Teil ausmachen. Sei es in irgendeinem Teeladen, in den ich zufällig reinstolpere, oder in (den meist fest installierten) Markthallen, die regionale Landwirtschaftsprodukte unter anderem eben auch Tee anbieten. In die gehen ich immer sehr gerne, wenn ich unterwegs bin, da es mir nebenbei einen interessanten Einblick in die regionale Küche bietet. 

@ Topic: einen Genmaicha :) 

@Tobias82 Die kurze Antwort: sowohl als auch. Die etwas längere; es gibt bestimmte Tees, von denen ich mir einen kleinen Jahresvorrat anlege. Die bilden dann sozusagen den Grundstock. Einerseits hängt das mit der oft begrenzten Verfügbarkeit zusammen. Shincha oder Assam wären hier Beispiel, dann gibt es wieder Tees, die nur in sehr kleinen Mengen produziert werden. Wenn man da nach ein paar Monaten nachkaufen möchte, ist oft nichts mehr da. Andererseits trägt aber auch mit mein Trinkverhalten seinen Teil dazu bei. Der neue Grüntee (Shincha) kommt je nach klimatischen und geographischen Bedingungen April bis Mai auf den Markt und versetzt mich regelmässig in eine Art Teerausch. Die Lust auf Tee, und ganz speziell heiße Aufgüsse, verläßt mich aber wetterbedingt dann oft sehr schnell wieder. Bis in den September hinein ist es mir einfach zu heiss. Kaltaufgüsse mache ich, aber die fallen mengenmässig nicht so ins Gewicht. Das heißt in der Zeit, wo viele Tee verfügbar sind, bzw. erst auf den Markt kommen, wie japanische Ōlong oder Schwarztees, trinke ich kaum Tee. Probiere also auch nicht jeden gekauften Tee sofort. Das meiste, was in der Zeit eingekauft wird, wandert ungeöffnet in den Tiefkühler bis "meine Teezeit" ca. Ende September dann losgeht. Ist natürlich nicht immer von Erfolg gekrönt, manche Tees gefallen mir dann so gut, dass ich mich ärgere, nicht noch mehr gekauft zu haben. Das Gegenteil kommt auch vor,  die liegen dann etwas länger. :D

Des weiteren sehe ich bei Onlinebestellungen eigentlich immer zu, dass ich auf den Versandkostenfreibetrag oder zumindest die günstigsten Versandkosten bekomme. Mehr als zwei, drei Packungen von ein und demselben Tee kaufe ich aber eigentlich nicht. Bei Miryokuen waren es letztes Jahr 3 verschiedene Tees zu jeweils 200g. Davon liegen jetzt noch 2 x 100g im Tiefkühlschrank. :$

Dann gibt es da noch die Spontankäufe, die zugegeben einen nicht unwesentlichen Teil ausmachen. Sei es in irgendeinem Teeladen, in den ich zufällig reinstolpere, oder in (den meist fest installierten) Markthallen, die regionale Landwirtschaftsprodukte unter anderem eben auch Tee anbieten. In die gehen ich immer sehr gerne, wenn ich unterwegs bin, da es mir nebenbei einen interessanten Einblick in die regionale Küche bietet. 

@ Topic: einen Genmaicha :) 

Sorry, beim Hochladen des Beitrages ging irgendwas schief. Kann es jetzt aber nicht mehr editieren. 

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Heute wieder den Yame Shincha. Bei den verwendeten Utensilien dominiert dieses Mal die Farbe blau-grün. Die Fukagawa-Seiji Kyūsu ist eigentlich meine bevorzugte Wahl bei Schwarztees und Ōlongs, für Grüntees nehme ich sie eher selten. Zu der blauen Hagi Yuzamashi und dem Porzellan Becher mit blauer Unterglasurmalerei gefiel sie mir aber zu gut. 

Habe heute etwas höher dosiert und etwas länger ziehen lassen, das ergab deutlich mehr Umami als beim letzten Mal. Lecker :)

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Danke, das wird ihr guttun. :) Kommt nämlich in letzter nur noch selten mal aus dem Schrank, da die andere Yuzamashi ihr so ziemlich den Rang abgelaufen hat. Dabei gefällt mir die blaue von der Formgebung eigentlich besser... :$

Wünsche ein schönes Wochenende. :)

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@seika: nimmt es denn Tees denn etwas, wenn man die beispielsweise einfriert? Hab´ ja eher spontan wieder angefangen, was an Matcha und auch Blattee aus
Japan zu trinken. Macht auch wieder wirklich Spaß :thumbup:

Aber gerade den "Phoenix Tuo-Cha 2000" von dKdT in der Kanne. Davon habe ich mir die letzten 3 Tuo´s gesichert, dass ist nämlich für mich was richtig Feines. Nachdem ich den ersten Tuo vor einem Jahr gern getrunken habe. @Teelix hat davon was zu Hause, eventuell willst Du ja was dazu schreiben, oder
einen kurzen Eindruck schildern. Per PN kam ja erst mal "zu heftig". Aber muss man sich mal ran tasten...

@seika hab´ koreanischen Matcha, und brühe mit etwa 50-60°...

bearbeitet von Tobias82

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Bei mir ist aktuell vor allem wieder mal Restetrinken angesagt. Begonnen hat der Tag mit dem 2013er Li Gong Jin Shi Bing aus dem Cha Dao. Als die Chuan Pu-Shengs dort eingeführt wurden, gefiel er mir tatsächlich nur mittelmäßig. Es gab einige, die mir besser gefielen, weshalb er auch "der letzte Überlebende" meiner damaligen Probenbestellung war. Heute überraschte er mich allerdings noch einmal sehr positiv und ich denke ernsthaft über einen Nachkauf nach.

Kein Tee mit wahnsinnigem Tiefgang oder extremer Vielschichtigkeit, aber momentan hab ich generell eine Phase mit sehr großem Gefallen an solchen Tees. Kann man sie "einfach" nennen, gefällig, Anfängertees? Passt alles irgendwie nicht wirklich. Letztlich zeigte er sich als geschmacklich klarer Tee, rund und mit einer eigenwilligen, mir jedoch äußerst gefälligen Fruchtspitze. Vielleicht kennt jemand auch noch diese roten runden Lollis mit Kaugummifüllung aus den 80ern? Ich mochte sie damals immer sehr gerne ;) Alternativ könnte man es vielleicht auch Wildkirsch-Brause-Assoziation nennen und ich erinnere mich tatsächlich nicht daran, das bei diesem Tee zuvor schon einmal geschmeckt zu haben. Wie schön, dass Tees immer wieder überraschen können :)

Und jetzt mal schauen, was als nächstes ins Kännchen kommt. Heute ist definitiv ein Tee-Tag :D

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Der Tag verlief heute bei mir etwas anders als sonst: Am Morgen bliebt keine Zeit um Tee zu machen, daher gab es nur noch den letzten Aufguss des 2017er Nancai Ancient von EoT, den ich gestern Abend in der Novak-Marek-Kombination aufgegossen habe: Der Tee wirkt durch die Kanne etwas einheitlicher, durch das Schälchen zugleich aber auch etwas gröber - ordentliches Ergebnis von einem ordentlichen Tee, der sich mal wieder von einer anderen Seite zeigt! Leider einer der letzten preis-leistungs-technisch interessanten Tees von EoT :(

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Nachdem ich dann den ganzen Tag unterwegs war habe ich mir dann am späten Nachmittag/frühen Abend erstmal Zeit für Tee genommen und den 2015er HuaZhu Liangzi von prSK aufgegossen: Der Tee hat sich sehr gut entwickelt (Lagerung seit 2015 im Ton-Topf), wie man auch leicht an der Aufguss-Farbe erkennen kann. Schöne Stall-Noten, insbesondere auch im Aroma, durch die etwas andere Art aufzugießen (etwas leichter dosiert und längere Ziehzeit) und dadurch, dass das Kännchen von Martin Hanus glasiert ist, schleicht sich eine Bitterkeit in den Vordergrund, die zuvor nicht so aufgefallen ist: Im ersten Moment schlägt diese zu, wandelt sich dann aber sehr schnell in die bekannte würzige Süße (auch wenn diese inzwischen mehr Tiefe hat). Der Tee hat zudem ein überraschend starkes Qi, das schon beim ersten Aufguss schlagartig einsetzt - ob das nun durch die Reifung, die Art aufzugießen oder einfach durch die aktuelle Tagesform kommt: es gefällt auf jeden Fall sehr! Der Tee wird mich auf jeden Fall den Rest des Tages noch begleiten :) 

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Meine letzten Nuggets vom Lao Cha Tou (Gushu Shu Pu Erh aus Menghai/Yunnan, Frühjahr 2013).
ca. 5 g im 120 ml Kännchen.... sehr ergiebiger Tee (über 10 Aufgüsse sind Pflicht). Er ist samtig-süßlich auf der Zunge und bietet ein reifes, leicht erdiges Aroma (aber keinesfalls "modrig").  Das Foto zeigt den letzten Aufguss, den ich heute hatte. Vorher hatte der Tee noch eine wesentlich intensivere Färbung (fast wie schwarzer Kaffee).

 

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Passend zu dem frühlings-haften Tag heute gibt es einen Maocha und zwar den 2017er Banzhang Big Tree, vielen Dank @teekontorkiel für das Sample :) 
Ein sehr schöner, sauberer Maocha: Im ersten Moment schmeckt man gar nicht so viel aber nach einer halben Sekunde oder so setzt die für Bulang typische Bitterkeit ein, die dem Tee eine intensive samtige Textur verleit. Eine Nähe zu Lao Ban Zhang lässt sich durchaus erkennen: Der Tee ist sehr vielschichtig und hat eine subtile floral-fruchtige Note, die sich wie ein roter Faden durch die Aufgüsse zieht, sich aber nie so richtig greifen lässt.

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Eine Mischung aus entspanntem Sonntagmorgentee, Tee-Kennenlernen und Experiment gab es heute früh mit dem 2003 Long Yuan Hao Meng Song Gu Shu.

Ein angenehm, entspannter Tee, der rustikale „ländliche Aromen“, oder anders geschrieben, Bauernhof / Stall-Aromen mit einer an aschigen Torfrauch erinnernde Noten sowie Euykalyptus, altem Buchpapier und einem Hauch von oxidierter Bananenschale mischt. Mitten hinein in diese Geschmackswelt mischt sich manchmal eine leichte und für mich schwer zu definierende Säure. 

Ein Aspekt des experimentierfreudigen Anteils war, den Tee, nach bisherigen Wasserkocher-Sessions, mal Tetsubin-Wasser auszusetzen, um ein besseres Gefühl für das ob und wie der Wirkung von Tetsubin-gekochtem Wasser zu bekommen. Ein zweiter Aspekt war der Versuch, den Tee, nach der Zubereitung in der Jian Shui Kanne, sowohl aus der Tonschale von Jiri Duchek als auch aus der Porzellanschale gegeneinander zu probieren. 

Der Tee kam geschmacklich bei mir in beiden Varianten deutlich verschoben ins hohe Geschmackstonspektrum an, was mir sehr zusagt. Der Unterschied zwischen Ton- und Porzellanschale schien mir dann auch nochmal die letzte Feinstellschraube für das Geschmacksspektrum zu sein. In Porzellan war es noch ein Stück höher, klarer und das Wenig an vorhandener Säure betonend. Im Ton dann etwas breiter, für mich insgesamt noch harmonischer mit der Verschiebung durch das Tetsubin-Wasser in höhere Töne und dem Weichzeichnen in der Schale. 

 

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Nachdem mich der handgerollte Sencha Wazuka von yutaka aus 2017 nicht so richtig begeistern konnte, ich das aber ob der überragenden optischen Verarbeitungsqualität nicht wahrhaben wollte, habe ich mir auch 2018 eine Packung davon bestellt die gestern aus dem Kühlschrank geholt wurde.

Leider stellte sich gleich wieder Ernüchterung ein: extremer Geruch nach Gemüsesuppe mit Heueinlage, leicht bitter aber eben zu bitter für mich, wenig Umami, schlichtweg unspektakulär:

 

Aber seht euch doch diese Blätter an!!!!

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Nunja, vielleicht eignet sich der Tee auch nicht für meine übliche viel-und-lauwarm-Dosierung mit 5g, 50ml, 40°C und 120s?
Daher habe ich ihn nochmal mit 3g, 100ml, 70°C und 30s probiert und das war eine ganz andere Liga.
Viel sanfter, schmeichelnder. Der dominante Gemüsegeruch ist nun viel filigraner, ja fast süßer möchte ich mit meiner beschränkten Terminologie meinen.

So gehört der für mich in Zukunft aufgegossen!IMG_7964.thumb.jpg.f66fe02ae936465c6b1ce4448e095bbe.jpg

 

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Handgerollter Schwarztee Benihikari von @cml93

Ein schöner Tee, auf meinem neuen Teebrett. Den Krontast zwischen der hellen Keramik und dem dunklen Eichenholz finde ich sehr schön.

Das Holz zeugt zu gleichen Teilen von Vergänglichkeit und Beständigkeit. Dieses Gefühl habe ich auch oft, wenn ich Tee trinke.

Ein Moment der Einkehr an einem verregneten Sonntag.

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bearbeitet von Anima_Templi

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Am der Nachmittag fühlt sich an, als ob es sich um ein komplett anderen Tag handelt: Innerhalb von 2 Stunden ist es um 12° abgekühlt, anstatt strahlendem Sonnenschein stürmt und regnet es - also muss auch ein anderer Tee her :D

Die Wahl fällt auf den 2014er YunYun von EoT, ein toller Tee aus der Blütezeit von EoT. In der Bero-Duchek-Kombination wirkt der Tee deutlich anders, als ich ihn von der letzten Session in Erinnerung habe: Viel älter, deutlich holziger und eher Weihrauch anstatt Lagerfeuer. Ob das nun primär an der Keramik oder schlicht an der vergangenen Zeit liegt, muss ich in einer anderen Session erörtern...

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Nach einer Morgensitzung mit Anji Bai Cha ( zu dem vielleicht ein anderes Mal) am Nachmittag im Anschluss an einen ausgiebigem Spaziergang mit Hund ein Taiping Houkui (der 'supreme' von DTH). Die Sendung war in einem erfreulich geräumigen Beutel verpackt, so dass sich der beim Houkui kaum vermeidbare Anteil an Bruch in Grenzen hielt.

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Anmerkung: der abgebildete Cha He misst 18 cm x 7,5 cm, was eine Vorstellung von der Größe der (sehr dünn gewalzten) Blätter gibt.

Da ich kein großer Freund von den in China so beliebten Aufgüssen in (hohen) Gläsern bin, habe ich für Houkui ein hohes Aufgusskännchen (~ 200 ml), das obendrein auch sein eigenes Wasserbad mitbringt, in dem das Aufwärmwasser und der erste Aufguss (zum 'Aufwecken' des Tees) landen. Das Kännchen hat leider auch seine Nachteile: es gießt recht langsam ab (was bei Houkui, da er praktisch nicht bittert, für mich akzeptabel ist) und man braucht etwas Fingerspitzengefühl, um beim Abgießen nicht den Tisch exzessiv vollzukleckern. Dafür nette Unterglasurbemalung von Hand; leider ungemarkt, so dass Alter und Herkunft wie bei einer interessanten Dame im Dunkeln bleiben ...

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Wobei es  - wie man sieht - trotz Übung ganz ohne Kleckern bei mir nicht abgeht. Etwas Schwund ist immer ... Die Arbeitsunterlage nimmt es klaglos hin. Ist zwar, wie man sehen kann, Holz - aber versteinert und entsprechend unempfindlich.

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7,5 g / 180 ml. Vier Aufgüsse (oben 3. + 4. die ersten beiden sind heller) bei ca. 70° - 75°. Geruch und Geschmack - nun ja, Taiping Houkui halt. Wie er sein soll.

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Am 15.3.2019 um 21:16 schrieb Tobias82:

@seika: nimmt es denn Tees denn etwas, wenn man die beispielsweise einfriert? Hab´ ja eher spontan wieder angefangen, was an Matcha und auch Blattee aus
Japan zu trinken. Macht auch wieder wirklich Spaß :thumbup:

@seika hab´ koreanischen Matcha, und brühe mit etwa 50-60°...

Was das angeht, bin ich noch etwas unschlüssig bzw. habe keine Vergleichswerte. Grüntee, insbesondere die sensiblen, verändern sich geschmacklich mit der Zeit. Ob gekühlt oder nicht, der Prozess läuft so oder so ab. Bei Wärme nur halt wesentlich schneller. Der Tiefkühler oder Kühlschrank, wie ihn unsereiner hat, kann diesen Prozess meiner Meinung nach nur verlangsamen. Ganz aufhalten lässt er sich vermutlich nur mit dem professionellen Equipment. Um deine Frage doch noch irgendwie zu beantworten, ich finde Shinchas schmecken im Mai oder Juni, kurz nach der Ernte, frischer als 6 Monate später. Aber das ist ersten nur meine subjektive Wahrnehmung und kann zweitens auch andere Gründe haben.

Wie kommts, dass du wieder Grüntee trinkst? Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, haben die dir nach anfänglicher Neugierde jahrelang eher nicht so zugesagt. ;)  Und wie kommt man denn zu koreanischen Match??? Rein interessehalber mal nachgefragt. :D

 

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Gestern gab es den 2014 Xiao Shu Yiwu Mangong,  von dem mir @miig  etwas geschickt hatte. Das war einer der Tees von eurem Treffen mit Petr, nicht wahr?

Nun ist meine Erfahrung mit Shus bisher sehr gering und doch werde ich jedes Mal überrascht, meist positiv.  So auch gestern. Der Tee war viel leichter, als das Wort Shu an Erwartungen in mir ausgelöst hatte, was ich erst als nachteilig befürchtete. Die ersten zwei Aufgüsse, fanden wir in Ordnung, jedoch auch nicht umwerfend. Doch dann wurde der Tee mit jedem Aufguss besser. Ein schöner Tee mit sehr angenehmer Herbe zur Begleitung eines  regnerischen Nachmittags. Vielen Dank an dich, miig. :) 

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Ah, das ist schön, dass er dir geschmeckt hat, liebe @Raku. Tatsächlich ist da ein Mißverständnis aufgetreten - er heißt zwar Xiaoshu, aber es ist ein Sheng. Das Xiaoshu ist ein Teil des Namens. Was es bedeutet, weiß ich grade nicht - aber mit Shupu hat es definitiv nix zu tun!

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Tsuyu Hikari Sencha aus Hoshino (Fukuoka).
Kräftiges "Kraut", definitiv kein Alltags-Sencha.  .... starkes Umami-Aroma mit einer relativ leichten grasig/herben Note im Abgang. Dieser Sencha ist sicherlich kein "Leichtgewicht" und ich werde ihn demnächst in einer kleineren Kyusu zubereiten, denn die über 160ml in der Schale haben mich ein wenig überfordert. Vielleicht sollte ich auch die Dosierung ein wenig reduzieren.

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bearbeitet von Helmi

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@miig Haha, siehste mal, da hat mich Greenhorn der Eindruck doch nicht getrügt. Bisher kenne ich Shu als dunkle, dicke Suppe und dieser hier war so leicht. Und versteckte Qualitäten hat er auch. Jedenfalls war es ein schöner Sonntag.

Ich weiss, Proben darf man nicht so lange warten lassen. Es ist oft eine Crux, da ich mich den Tees dann gebührend widmen möchte und nicht immer ist einem nach Neuem. Das kennen hier ja wohl auch andere.

Jedenfalls lustig, während @Tobias82 auf Grünteepfaden wandelt, taste ich nach längerer Zeit mal wieder Richtung Pu.

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    • Von olem
      Liebe Teefreunde,
      mich würde interessieren, was für "besondere", außergewöhnliche oder skurrile Nuancen ihr schon aus Tee herausgeschmeckt habt. Ich führe seit längerem eine Liste, auf die alles kommt, was ich oder Leute mit denen ich Tee trinke, schon so erschmeckt haben. Meine Favoriten:
      - Chicken Nuggets (von einem guten Freund, bei fast jedem Gyokuro mit dickflüssiger Textur und starkem Umami)
      - rohe Rote Bete (Ich weiß leider nicht mehr, bei welchem Tee)
      - Blaubeermuffins (meine Freundin kürzlich bei einem Kabusecha)
      - Muschelsuppe (Ich bei einem gereiften Gyokuro von TDJ)
      Ich bin gespannt auf eure Beiträge!
    • Von Jeezy
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      Hallo liebe Teefreunde,
      ich habe die "Kleinste Grün Tee Maschine der Welt" erfunden.
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      Grünen Tee kinderleicht immer perfekt zubereiten! Grüner Tee ist bekanntermaßen sehr gesund und schmeckt hervorragend. Dies stimmt jedoch nur wenn er auch richtig zubereitet wurde. Das Wasser muss zuerst einmal gekocht haben und darf beim Brühen weder zu heiß noch zu kalt sein.
      GREEN TCULT ist mit den Gehäusemaßen von 70x42x36mm die “Kleinste Grün Tee Maschine der Welt”. Die Stuttgarter Manufaktur TMATE fine teatools hat dieses handliche Gerät entwickelt, welches einem auf einfachste Art und Weise dabei hilft, zu Hause, am Arbeitsplatz oder im Urlaub perfekten Grünen Tee zu brühen.
      GREEN TCULT wird einfach mit einer handelsüblichen Teezange oder dem TMATE Teebeutelhalter bestückt und an einer beliebige Teetasse oder Glaskanne eingehängt. GREEN TCULT überwacht sofort nach dem Einschalten die fallende Wassertemperatur. Diese wird auf dem großen LCD-Display angezeigt. Sobald die Temperatur mit dem im Memory gespeicherten Wert übereinstimmt wird die Teezange automatisch entriegelt. Sie gleitet ins Wasser und der Brühvorgang beginnt. Ein Countdowntimer mit der gewünschten Brühzeit wird gestartet. Nach Ablauf der Brühzeit gibt es einen Signalton und man nimmt die Teezange oder den Teebeutelhalter wieder heraus.
      GREEN TCULT ist Akkubetrieben und kann aufgrund der Größe überall hin mitgenommen werden. Das Gehäuse besteht aus hochwertigem ABS-Kunststoff. Der fest mit dem Gehäuse verbundene Edelstahl-Haken ist so konstruiert dass er optimal an nahezu jede Tasse oder Kanne passt. Innerhalb dieses Hakens befindet sich ein Temperatursensor für die Wassertemperaturmessung. Am Gehäuseboden befinden sich 2 Ladekontakte. Zum Aufladen wird das Gerät einfach auf die mitgelieferte Ladestation gestellt und wieder aufgeladen. Eine Akkuladung reicht für mehrere hundert Mal Tee kochen.
      Die zusätzlich mit einem Gewicht beschwerte Ladestation ist ebenfalls aus hochwertigem ABS-Kunststoff gefertigt und steht sicher auf Gummifüßen. Für optimalen Ladekontakt befinden sich an der Oberseite 2 eingelassene Messingkontakte.
      Das zur Produktgattung „Haushaltsgeräte“ zählende Gerät ist patentiert und wird seit dem 24.01.2013  60 Tage lang auf der Internetplattform kickstarter.com vorgestellt. Komplett mit Ladestation gibt es die ersten 500 Geräte für nur 79.- US Dollar. Kickstarter selbst ist eine Internet-Plattform welche es Erfindern ermöglicht, Produkte noch vor Verfügbarkeit zu verkaufen um so die Herstellung zu finanzieren. GREEN TCULT wird bei erfolgreichem Erreichen des Finanzierungszieles ab November 2013 ausgeliefert.
      Jetzt bei tmate alle Infos!   Auf eure Hilfe kommt es an!
       





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